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Endoprothetik: Knapp 50% Zuwachs

Implantate gehören mittlerweile in vielen medizinischen Disziplinen zur OP-Routine. Allein rund 200.000 künstliche Hüftgelenke werden jedes Jahr in Deutschland eingesetzt.

Der Einsatz von Implantaten bringt ein Problem mit sich: die „Ersatzteile“ sind teuer. Um gegenüber Lieferanten geschlossen aufzutreten, wurde daher vor zwei Jahren vom Strategischen Einkauf der Sana das „Sana-Implantate-Team“ (SIT) gegründet. „Unser Ziel ist es, durch Konsens in den Versorgungsstandards, Lieferantenstraffung und Volumenbündelung günstigere Konditionen zu erzielen“, sagt SIT-Leiter René Hentschel.

Begonnen wurde mit den Produktbereichen Knie- und Hüftendoprothetik, weitere orthopädische Implantate kamen bald hinzu. Ebenso wie weitere Interessenten: Inzwischen gehören 79 Krankenhäuser – Sana-eigene Häuser, Managementhäuser und externe Kooperationspartner – zum SIT. Mit ihrer Zahl stieg auch die Zahl der Versorgungen, von 19.492 in 2008 auf aktuell 29.106. „Das ist ein knapp 50-prozentiger Zuwachs innerhalb eines Jahres“, freut sich Hentschel.

Die Ende 2008 für die Jahre 2009 und 2010 mit den Lieferanten verhandelten orthopädischen Implantate bringen den beteiligten Häusern Einsparungen in Millionenhöhe. Carsten Dürr, Key Account Manager Orthopädie der Sana, möchte – nicht nur deswegen – auf die Leistungen des SIT nicht mehr verzichten: „Das Implantate-Team leistet großartige Arbeit und erhält deshalb auch jede Unterstützung innerhalb des Sana-Verbunds.“ Das spornt natürlich an: „Wir werden weitere Produktbereiche in unsere Verhandlungen aufnehmen“, sagt Hentschel und nennt als Beispiele die Fragmentversorgung in der Traumatologie, die Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie und die Augenheilkunde.