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Kollegiale Beratung

Die Intervision ist eine Methode der Führungskräfteentwicklung, bei der mehrere Führungskräfte gemeinsam Lösungen für Probleme suchen. Bei Sana entstand die erste Intervisionsgruppe vor drei Jahren.

Manchmal stoßen auch Führungskräfte an ihre Grenzen. „Es gibt immer wieder schwierige Führungssituationen“, sagt Dr. Bettina Hailer. Dazu zählen Konflikte mit einzelnen Mitarbeitern ebenso wie die Bewältigung von strategischen und operativen Aufgaben wie auch die Vorgehensweisen zur Durchsetzung von Unternehmenszielen und die Gestaltung von Veränderungsprozessen. Um sich auf diesem Gebiet weiterzubilden, hat die Geschäftsführerin der RKU – Universitäts- und Rehabilitationskliniken Ulm gemeinsam mit ihren Geschäftsführerkollegen Bernd Sieber (ehemaliger Geschäftsführer der Sana-Klinik Zollernalb), Matthias Griem (Sana Rheumazentrum Rheinland-Pfalz AG) und Carsten Dürr (Sana Kliniken Bad Wildbad) 2006 eine internen Beratungsgruppe, eine so genannte Intervisionsgruppe, gegründet.

„Die wichtigsten Ziele der kollegialen Beratung sind neue Zugänge und Lösungsansätze für konkrete Probleme zu suchen und zu entwickeln, unvoreingenommene Betrachtungsweisen der anderen Teilnehmer zu nutzen sowie vom Fach- und Erfahrungswissen der anderen Teilnehmer zu profitieren“, erklärt Carsten Dürr. Die Teilnehmer treffen sich vier Mal jährlich. Bei jedem Treffen stellen alle Teilnehmer einen Fall vor, der dann nach einem fest vereinbarten Phasenlauf mit wechselnden Rollen beraten wird. Beim Sana-Modell wird eine neue Gruppe durch einen Coach in die Methode eingeführt und in der Erarbeitung der gemeinsamen Schlüsselthemen für den Planungszeitraum unterstützt. Es findet dann ein Wechsel zwischen kollegialen und extern moderierten Runden statt. „Im Normalfall stellt jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer einen Fall vor. Bei den Treffen, bei denen wir einen externen Fachvortrag erhalten, besprechen wir Fälle, die thematisch dazu passen und damit das Erlernte vertiefen“, erklärt Dr. Bettina Hailer. Über die diskutierten Fälle dürfen die Teilnehmer außerhalb der Intervisionsgruppe nicht sprechen, „das ist eine wichtige Voraussetzung für das Vertrauensverhältnis.“

Neben den Vorteilen für die einzelnen Teilnehmer zieht auch Sana einen großen Nutzen aus der kollegialen Beratung. „Eine weit verbreitete Alternative zur kollegialen Beratung dürfte die Einschaltung eines externen Beratungsunternehmens sein, was in aller Regel mit erheblichen Kosten verbunden ist und bei dem häufig nicht die Fachkompetenz zu erwarten ist“, sagt Carsten Dürr.