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Zunehmende Erfolge in der Schlaganfallbehandlung

Je früher ein Schlaganfall erkannt und kompetent behandelt wird, desto größer sind die Chancen, dass der Patient überlebt und keine oder nur geringe Behinderungen davonträgt. Die Stroke Units haben hier eine deutliche Verbesserung gebracht. Aber auch die Eingriffsmöglichkeiten wurden stetig verbessert.

Das gilt für die Neurochirurgie, aber auch für die Neuroradiologie, die mit interventionellen Verfahren neue schonende Behandlungsmöglichkeiten entwickelt hat, die zum Teil schon vorbeugend eingesetzt werden. So bietet beispielsweise Neuroradiologie-Chefarzt Professor Dr. Friedhelm Brassel im Klinikum Duisburg mit neurointerventionellen Verfahren eine schonende Alternative zu operativen Eingriffen – insbesondere bei Gefäßerkrankungen, die neurochirurgisch nur schwer erreichbar sind. Gefäßreiche Hirntumore, Gefäßkurzschlüsse zwischen Hirnarterien und -venen, Gefäßaussackungen sowie Gefäßstenosen werden minimalinvasiv behandelt. Ein drohender Schlaganfall kann so abgewendet werden. Genauso können bei Patienten, die einen Schlaganfall erlitten haben, verengte oder verschlossene Gefäße wieder eröffnet werden, um die ausreichende Durchblutung im Gehirn wiederherzustellen. Vier Katheterverfahren werden dabei vor allem angewandt: die perkutane transluminale Angioplastie (PTA), der Einsatz von Gefäßprothesen in hirnversorgenden Gefäßen, die lokale intraarterielle Thrombolysetherapie und die Entfernung von Blutgerinnseln in hirnversorgenden Gefäßen mit Mikrokathetern.

Neben der verbesserten Akutversorgung ist die möglichst früh einsetzende Rehabilitation ein wichtiger Baustein innerhalb des Behandlungskonzeptes für Schlaganfallpatienten. Im Neurozentrum Duisburg gibt es dafür eine eigenständige Klinik für Neurologische Frührehabilitation mit 30 Betten. In der Frührehabilitation geht es darum, die noch vorhandenen Fähigkeiten der Betroffenen gleich nach der Akutbehandlung optimal zu fördern. Dabei wird versucht, die weitgehende Selbstständigkeit des Patienten und möglichst auch die Wiedereingliederung in sein soziales Umfeld zu erreichen.

Trotz dieser Erfolge sterben allerdings immer noch 15 Prozent der Patienten innerhalb von drei Monaten nach einem Schlaganfall. Und ein Viertel der Schlaganfallpatienten, so die Ergebnisse der Deutschen Schlaganfalldatenbank, überlebt mit schweren Behinderungen.