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Physician Assistant: Von Anfang an im OP dabei

Die Hälfte ihres Studiums haben die 19 Studenten des Sana-Studiengangs zum Physician Assistant (PA) schon geschafft. So auch Lukas Raditzky. „Das Studium ist schon eine Herausforderung, aber bereut habe ich es noch nicht“, sagt der examinierte Krankenpfleger, „denn es ist eine tolle Möglichkeit, um beruflich weiterzukommen.“

Lukas Raditzky arbeitet am Herzzentrum Dresden, kommt also aus einer Fachklinik. Sein künftiges Einsatzgebiet ist für ihn bereits fixiert: die Herzchirurgie. Raditzky weiß, was ihn da erwartet. Zum einen ist er OP-Pfleger, zum anderen darf er sein künftiges Arbeitsfeld schon jetzt bearbeiten – an der Seite seines Mentors Volker Schmidt. Der ist Leiter der Perfusiologie in der Klinik für Herzchirurgie des Herzzentrums Dresden und hat den Beruf des Physician Assistant bereits 1995 in den USA kennen gelernt. „Mich hat das schon damals begeistert, in Deutschland war es aber leider noch nicht umsetzbar“, sagt der Kardiotechniker, „das ist erst in den vergangenen Jahren in Schwung gekommen, bei uns vor allem mit dem Einstieg von Sana und der Unterstützung durch unseren Chefarzt, Privatdozent Dr. Klaus Matschke.“

Volker Schmidt hat sich seither all das erarbeitet, was er nun an den künftigen PA Lukas Raditzky weitergibt. Neben der gesamten Kardiotechnik gehören dazu auch Venenvisiten. „Wir unterbreiten dem Chirurgen Vorschläge, bei welchem Patienten eine Venenentnahme möglich ist“, erklärt Schmidt. Die Entnahme der Venen ist ebenfalls Sache von Schmidt und Raditzky, auch beim Schließen des Brustkorbes am Ende der OP sind sie oft beteiligt. „Wir arbeiten dann quasi als der zweite Assistent“, sagt Raditzky.
 
Erste PA in Erding
Am Kreiskrankenhaus Erding ist derweil für Ina Haevecker die Studienzeit zu Ende gegangen: Sie darf sich nun „Bachelor of Science in Physician Assistance“ nennen. Ihre Einsatzgebiete sind unter anderem die spezielle Gefäßdiagnostik, die Erhebung von Basisanamnese und -befund sowie die Patientenvorbereitung und das Neuromonitoring im OP. „Die bisherige Erfahrung zeigt, dass die Ärzte auf diese Weise entlastet werden und sich verstärkt ihren eigenen Kernkompetenzen widmen können, während gleichzeitig eine qualitativ hochwertige medizinische Versorgung der Patienten gewährleistet bleibt“, sagt Ina Haevecker.