Vor dreieinhalb Jahren haben sieben Sana-Mitarbeiter die Sana-Sportgemeinschaft (SSG) Rügen gegründet. Mit Erfolg – heute hat der Verein rund 190 Mitglieder und fünf Abteilungen.
Begonnen hat alles mit einer ziemlich bitteren Erfahrung. „Wir waren sieben Sportbegeisterte aus der Klinik, die gerne Volleyball spielten“, erzählt Olaf Stoll von der Sana DGS GmbH am Krankenhaus Rügen, „also haben wir uns zum Volleyballturnier der regionalen Krankenhäuser angemeldet.“ Und verloren. „Wir wurden elfter von zwölf.“ Das Jahr drauf wurden sie zehnter. „Wir haben gedacht, das ist doch blöd, wir müssen üben, sonst wird nichts.“ Sie gingen zur Stadt und fragten nach einer Halle. Dort aber hieß es, eine Halle könne nur an Vereine vermietet werden. „Also haben wir einen Verein gegründet.“ Im Mai 2005 wurde die Sana Sportgemeinschaft Rügen aus der Taufe gehoben, sie hatte sieben Mitglieder, Olaf Stoll wurde Vorsitzender.
Heute zählt der Verein 190 Mitglieder, die sich in fünf verschiedenen Sportarten engagieren. „Immer mehr Leute kamen auf uns zu, die in ihrem Verein unzufrieden waren und sich lieber uns anschließen wollten“, sagt Olaf Stoll. Was bei der SSG anders war? „Bei uns gibt es keine Vereinsmeierei, keinen Leistungsdruck und auch keine Jugendarbeit, wir sind einfach eine lockere Truppe, die gerne Sport macht.“
Mittlerweile schwitzen 45 Mitglieder beim Steppaerobic, fahren 41 Rad im Rad-Team Rügen und spielen 70 Volleyball. Beim Turnier der regionalen Krankenhäuser liegen die Rügener mittlerweile ganz vorne. Anfang 2006 schließlich betrat Olaf Stoll ein für ihn völliges Neuland: das Wasser. „Der hiesiger Ruderklub in Zittvitz war vollständig heruntergewirtschaftet worden und sollte aufgelöst werden“, erzählt er. Der SSG-Chef dachte sich, warum nicht auch noch eine Ruder-Abteilung? Und legte der Stadt ein Konzept für die Sanierung des Klubs vor. „Wir bekamen den Zuschlag und brachten den maroden Klub wieder auf die Beine.“ Er selbst ist jetzt begeisterte Ruderer – einer von insgesamt 30. Mit im Boot sitzt ein buntgemischter Sana-Haufen von Ärzten, Krankenschwestern, Therapeuten und Dienstleistern. 13.000 Mannschafts- und 600 bis 800 Bootskilometer haben sie im vergangenen Jahr absolviert. „Damit liegen wir bundesweit auf Platz 18“, sagt Stoll stolz. In diesem Jahr haben die Rügener Ruderer am Mirow-Marathon und am Berlin-Marathon teilgenommen.
„Bei uns kostet der Monatsbeitrag nur fünf Euro, damit kommen wir hin“, sagt Olaf Stoll, „hier will keiner etwas verdienen, alle wollen einfach nur Sport machen und Spaß haben.“ Das kommt an auf Rügen. Und so haben sich zu guter Letzt vor einem Jahr auch die Kanuten der SSG angeschlossen.