Zu den Inhalten springen

Klartext statt Fachchinesisch: Klinikvergleich per Mausklick seit heute online

Berlin, 01.06.2010 Eine gute Nachricht für Patienten und Verbraucher: Seit heute ist erstmals ein umfassender und leicht verständlicher Klinikvergleich für jedermann im Internet zugänglich. Im Klinikportal mit der Adresse www.Qualitätskliniken.de stellen sich bereits zum Start 140 Krankenhäuser aus dem ganzen Bundesgebiet einem offenen und objektiven Leistungsvergleich, der in dieser Form einmalig ist.

Restaurant- und Hotelführer gibt es schon lange, nicht aber einen  „Krankenhausführer“. Ab 1. Juni 2010 ändert sich das: mit  www.Qualitätskliniken.de wird ein Internetportal für die Öffentlichkeit zugänglich, das Krankenhäuser auf der Basis von rund 400 Qualitätsindikatoren vergleicht und die Ergebnisse in einem leicht zu bedienenden und anschaulichen Informationskatalog vorstellt. Erstmals werden Indikatoren zur Behandlungsqualität, Patientensicherheit, Patientenzufriedenheit und Einweiserzufriedenheit so verdichtet, dass eine nach Qualitätskriterien gruppierte Darstellung der Kliniken gebildet werden kann. Die Nutzer können auch ohne medizinische Fachkenntnisse die Qualitätsdimensionen nach eigenen Bedürfnissen individuell gewichten. Als Ergebnis erhalten sie ein aus allen Faktoren ermitteltes Ergebnis, das ihre eigene Entscheidung transparent unterstützt.

Trägerübergreifende Beteiligung

Das Klinikportal entstand aus einer Initiative unter dem Dach des Bundesverbandes Deutscher Privatkliniken (BDPK), Gründer sind die drei privaten Klinikunternehmen Asklepios Kliniken GmbH, Rhön-Klinikum AG und Sana Kliniken AG. Bereits zum Start haben weitere kommunale und konfessionelle Krankenhäuser Partner ihre Mitgliedschaft vertraglich besiegelt. Darunter so starke Partner wie die Vivantes - Netzwerk für Gesundheit GmbH, die Gesundheit Nord gGmbH Klinikverbund Bremen, das Caritas-Krankenhaus St. Josef, Regensburg und das St. Josefs-Hospital Wiesbaden. Auch sie werden in Kürze ihre Daten im Portal veröffentlichen. Anlässlich der ersten Mitgliederversammlung am 31. Mai 2010 wurde die Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit an der Weiterentwicklung des Portals durch die Vorstände und Geschäftsführer dieser Krankenhäuser und –verbünde deutlich: sie stellten sich zur Wahl für den Mitgliederbeirat. Unabhängig von ihrer Trägerschaft sind alle deutschen Krankenhäuser dazu eingeladen, Mitglied zu werden und sich aktiv an der Weiterentwicklung des Portals zu beteiligen.

Qualität in vier Dimensionen

Freigeschaltet wurde das Klinikportal im Rahmen einer Kongress-Veranstaltung in Berlin von Hannelore Loskill vom Bundesvorstand der gemeinnützigen Patientenorganisation BAG Selbsthilfe. Zuvor hatten die Geschäftsführer der 4QD Qualitätskliniken.de GmbH (4QD) als Trägerorganisation sowie Vertreter der  Gründungsunternehmen die Hintergründe für die Entwicklung sowie den Aufbau und die Funktionsweise des Portals erläutert. Wesentlicher Bestandteil ist dabei die medizinische Ergebnisqualität, die durch alle rund 320 Indikatoren der Bundesgeschäftsstelle für Qualitätssicherung (BQS) und 19 Indikatoren aus routinemäßig erhobenen Abrechnungsdaten der Krankenhäuser  ermittelt wird. Hinzu kommen weitere 21 Indikatoren aus einer Selbstbewertung der Kliniken zur Patientensicherheit sowie  23 Indikatoren zur Patienten- und Einweiserzufriedenheit. Die Patientensicherheit ist ein besonders hervorzuhebendes Alleinstellungsmerkmal. Angelehnt an die Empfehlungen des Aktionsbündnis Patientensicherheit werden bei Qualitätskliniken.de wichtige Aspekte der Patientensicherheit abgefragt und bewertet.

Mit drei Mausklicks zum Erfolg

„Die Nutzer an den Computern zu Hause finden sich ohne Erklärungen und Bedienungsanleitungen in unserem Portal www.Qualitätskliniken.de zurecht und können nach Mausklicks Stärken und Schwächen von Kliniken miteinander vergleichen,“ berichtet Dr. Christoph Straub, Vorstand der Rhön-Klinikum AG. „Und: Die Patienten können sicher sein, dass der Vergleich neutral und objektiv ist.  Um dies zu gewährleisten, entwickelten Qualitätsexperten Bewertungsverfahren und Darstellungsformen, die auf national und international erprobten, wissenschaftlichen Erkenntnissen zur Qualitätserfassung und -beurteilung beruhen. Für die Entwicklung haben wir uns vor allem mit dem BQS-Institut starke und erfahrene Partner ins Boot geholt, ohne deren Expertise dieses Portal nicht in so kurzer Zeit diesen Zustand erreicht hätte und die uns auch bei der bereits geplanten Weiterentwicklung nachhaltig unterstützen werden“, so Straub.

Genial einfach

„Die Suche im Portal kann wahlweise mit der Eingabe von Fachabteilung, Krankheitsbild oder Behandlungsart beginnen. Übersichtlich in einem Feld kann der Nutzer mit der Eingabe eines Begriffes beginnen und wird schon nach dem dritten Buchstaben durch angebotene Begriffe unterstützt, wie man das in modernen Portalen im Internet kennt. Ein innovativer Thesaurus stellt im Hintergrund die Verbindung zwischen den laienverständlichen Eingaben und den medizinischen Fachbegriffen her.“ So beschreibt Dr. Klaus Piwernetz, Geschäftsführer der 4QD GmbH den Einstieg in die Suche im Portal. Sein Geschäftsführerkollege Thomas Bublitz führt weiter aus: „Dargestellt werden auch Strukturdaten wie die Anzahl der Behandlungsfälle mit dem Anteil an Notfallpatienten und Angaben zum Leistungsspektrum, wie Fachabteilungen, fachabteilungsübergreifende Versorgungsschwerpunkte, medizinisch-pflegerische Leistungsangebote, apparative Leistungsangebote inklusive ihrer Verfügbarkeit sowie Serviceangebote. Auch dies interessiert potenzielle Patienten, wenn sie sich für eine Klinik entscheiden wollen.“

Fündig auch ohne Fachbegriffe

Wer sich einen Fachbegriff nicht merken konnte, kann auch über ein Körperschema in die Suche einsteigen. Dabei geht der Nutzer von einem Organ aus und kann dann die Suche schrittweise verfeinern. Dadurch wird die Suche für viele Menschen sehr viel einfacher. Aus der Rangliste heraus kann sich der Nutzer jede Klinik mit einem Mausklick ‘merken’. Später kann er dann mit dieser Merkliste die weitere Selektion eingrenzen oder auch direkt Kontakt mit der Klinik aufnehmen. Dazu haben die Kliniken selbst Kontaktdaten in das Portal eingestellt, mit denen ein rascher und kompetenter Dialog zwischen der Klinik und dem Portalnutzer zustande kommt.

Qualität bis auf die Stelle nach dem Komma

„Es ist endlich an der Zeit, dass Krankenhäuser selbst berichten und nicht andere, die außen stehen. Diese Form der Rechenschaft sollte nicht ausschnittartig sein und von vielen Klinken anerkannt werden,“ berichtet Dr. Roland Dankwardt, Medizinischer Direktor der Asklepios Gruppe. „Die Bewertung von Krankenhäusern anhand eines Kriteriums war uns zu wenig. Vernünftig ist eine vollständige Betrachtung anhand der vier Dimensionen, die wir heute vorstellen. Damit wird Qualität für alle begreifbar- und zwar vor Ort genauso wie bundesweit,“ so Dr. Dankwardt. Aus diesem Grund biete das Portal auch eine Suche nach Ort und Umgebung. So könne der Nutzer selbst seine Mobilitätsgrenze einstellen und erfahren, welche Krankenhäuser es in diesem Umkreis gibt. Er führt auch vor, wie man bei diesen Krankenhäusern dann bei jedem Qualitätsindikator in Erfahrung bringen kann, welche Ergebnisse die Mitglieds-Krankenhäuser erreicht haben – in einer detaillierten Ansicht sogar bis auf die Stelle nach dem Komma. Das umfasst auch die in der Öffentlichkeit viel beachteten Vergleiche von Sterblichkeitsraten, die verdeutlichen, dass die Mitgliedskrankenhäuser eine Transparenz anstreben, wie sie so bisher nicht verfügbar war.

Ihr Pressekontakt:

Susanne Heintzmann
Pressesprecherin
Telefon: (089) 678204-340
Telefax: (089) 678204-153
E-Mail: susanne.heintzmann@sana.de

Sana Kliniken AG
Oskar-Meester-Straße 24
85737 Ismaning

Ansprechpartnerin
Dr. Heidemarie Haeske-Seeberg
Bereichsleiterin Medizin und Qualitätsmanagement

Telefon: 089 678204-114


Pressekonferenz zum neuen Klinikportal Qualitätskliniken.de

Pressekonferenz zum neuen Klinikportal Qualitätskliniken.de