Wir erleben eine heftige Debatte um die Frage von Priorisierung und Rationierung auf der einen Seite, um die Vorzüge des Wettbewerbs auch im Gesundheitswesen auf der anderen Seite. Gesundheitsreformen überrollen uns im Vier-Jahres-Takt. Immer wieder wird dabei auch in die etablierte Qualitätssicherung der Krankenhäuser eingegriffen. Ein gutes Beispiel ist die neue sektorenübergreifende Qualitätssicherung auf Bundesebene. Dort hat man gerade das renommierte Verfahren der BQS zugunsten eines noch weitgehend unerprobten neuen Ansatzes durch das aqua-Institut ersetzt. Für Eingeweihte ist noch nicht erkennbar, dass das neue Verfahren wirklich besser ist als das alte. Im Gegenteil, die Konzeptpapiere, die bisher bekannt wurden, deuten auf erheblichen Nachholbedarf bei aqua hin. Daher ist es kein Wunder, dass viele Akteure im Gesundheitswesen vor allem aber auch viele Patienten sich verunsichert fühlen. Wird mir wirklich die beste mögliche Medizin angeboten?
Ärzte, Journalisten, Kostenträger und Patienten suchen deswegen nach Informationen im Internet in Printmedien, wo immer sie ihnen geboten werden. Da macht es Sinn, mit objektiven Informationen maßgeschneiderte Suchprogramme zu entwickeln, die die Sicherheit vermehren, dass die richtige Medizin am richtigen Platz für den richtigen Patienten zur Verfügung steht.
Im Wettbewerb der Kliniken ist es daher gut, wenn sich große, miteinander konkurrierende Klinikketten um ein gemeinsames Qualitätsportal bemühen. So können sich Patienten und einweisende Ärzte über die medizinischen Angebote und ihre Ergebnisse, über Patientenzufriedenheit und Patientensicherheit informieren, können vergleichen, können qualifizierter ihre Behandlung planen und steuern.
Und der klinikübergreifende Wettbewerb kann sogar eine weitergehende Qualitätsverbesserung auslösen. Jeder will im direkten Vergleich der Beste sein, mindestens in der Spitzengruppe mitmischen. Das kann Qualität nach oben treiben.
Und keiner kann sich leisten, nicht dabei zu sein.
Wenn das Portal Qualitätskliniken.de bisher nur ein Unterfangen einiger großer Klinikketten in seiner Endstufe also so objektiv, benutzerfreundlich, schnell, sicher und einfach funktioniert, wie es uns hier heute in Aussicht gestellt worden ist, dann wird sich keine Klinik in Deutschland diesem Qualitätsvergleich entziehen können; dessen bin ich mir recht sicher.
Mit Sicherheit aber löst es schon jetzt einen echten Qualitätswettbewerb aus. Da geht es nicht um den Preis, sondern um die Qualität der Medizin, die Patientenzufriedenheit und die Kooperation mit den einweisenden Ärzten.
Deswegen unterstütze ich den Aufbau von qualitätskliniken.de.