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Sicherheitsnetz bei Inkontinenz

Ein neu entwickeltes Implantat soll denjenigen Personen helfen, die nach einer radikalen Prostatektomie inkontinent geworden sind.

In Deutschland erkranken jährlich rund 40.000 Männer an Prostatakrebs. In 30.000 Fällen wird operiert und zehn bis 30 Prozent dieser Operierten leiden danach an Inkontinenz. Diese Personengruppe wollen Dr. Hansjörg Keller, Chefarzt der Urologischen Klinik am Sana Klinikum Hof, und das Nailaer Unternehmen Serag-Wiessner nicht ihrem Schicksal überlassen.

Die oberfränkische Firma hat dazu ein neues Implantat entwickelt. Es handelt sich um ein teilresorbierbares, netzförmiges Kunststoffband, das minimalinvasiv vom Damm aus eingebracht wird, die Harnröhre stützt und in Position hält. Der ganze Eingriff dauere etwa 25 Minuten, ein rund drei Zentimeter langer Schnitt reiche dafür aus, sagt Dr. Keller, der nun gemeinsam mit dem Hersteller das Sicherheitsnetz mit dem Projektnamen „Seratim“ in der Fachwelt bekannt machen will.

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