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Sommerfeld: Nachwachsender Meniskus

Ein defekter Meniskus muss nicht mehr zwangsläufig entfernt werden. In der Klinik für Endoprothetik der Sana Kliniken Sommerfeld steht mit dem Collagen Meniskus Implantat (CMI) eine Alternative zur Verfügung, die das Meniskusgewebe zum Nachwachsen anregt.

Meistens passiert es beim Sport. Eine heftige Drehbewegung des belasteten Knies, etwa bei einem schnellen Richtungswechsel oder bei einem Sturz, ein heftiger Schmerz – und der Meniskus ist gerissen. Jährlich werden in Europa, so wird geschätzt, rund 350.000 Meniskusverletzungen behandelt. „Einfache Risse können, wenn sie sich im durchbluteten Gewebe befinden, genäht werden“, sagt Privatdozent Dr. Andreas Halder, Chefarzt der Klinik für Endoprothetik der Sana Kliniken Sommerfeld. Diese Behandlung wird heute mit gutem Erfolg arthroskopisch durchgeführt. „Bei vier von fünf Patienten aber ist der Meniskus so stark zerstört, dass eine solche Reparatur nicht mehr möglich ist“, so der Chefarzt, „weshalb in diesen Fällen der Meniskus zum Teil oder komplett entfernt werden muss.

Spätfolge Kniearthrose

„Nach einer Meniskus-Entfernung können die Patienten ihr Knie sehr rasch wieder normal benutzen. Durch die schon bei einer Teilentfernung des Meniskusgewebes eingeschränkte Stoßdämpferfunktion kann aber in der Folge der Knorpel so geschädigt werden, dass es bei einem Teil der Operierten früher oder später zu einer Kniearthrose kommen wird“, erklärt Dr. Halder. Rund sechs Millionen Deutsche leiden mittlerweile an solchen Knorpelschäden, meist am Knie. Da Arthrose nicht heilbar ist, werden einige dieser Patienten im Laufe der Zeit eine Kniegelenkprothese benötigen. „Um dies zu verhindern“, so Chefarzt Halder, „versuchen wir, so viel Meniskusgewebe wie möglich zu erhalten.“ Seine Klinik, die sich auf die Behandlung erkrankter Gelenke spezialisiert hat, nutzt als eine mögliche Alternative zur Meniskusteilentfernung das Collagen Meniskus Implantat (CMI).

Produkt aus dem Biolabor

Das CMI ist ein natürliches Produkt aus hoch gereinigtem Kollagen mit einer schwammartigen Struktur und einer Form ähnlich dem menschlichen Meniskus. Nach einer erfolgreichen klinischen Studie Ende der 90er Jahre wurde das in Biolaboren entwickelte Material im Jahr 2000 von den zuständigen Behörden zugelassen. Seither wird es in spezialisierten orthopädischen und unfallchirurgischen Kliniken in Europa eingeführt.

Das Material wird minimalinvasiv mittels Arthroskopie an die Stelle des entfernten Meniskusgewebes eingenäht. „Prinzip und Wirkungsweise des Implantates knüpfen an die Fähigkeit des menschlichen Körpers an, Gewebe zu erneuern“, erklärt der Sommerfelder Orthopäde. „Die Wirkungsweise des Implantates besteht darin, dass körpereigene Zellen in das Implantat wandern und neues Meniskusgewebe bilden. Das CMI dient somit quasi als Leitschiene zur Neubildung von Gewebe.“ In gleichem Maße wie das natürliche Gewebe Stück für Stück nachwächst, wird das CMI immer weniger. Es wird nach und nach vom Körper aufgelöst, bis nur noch das körpereigene, regenerierte Meniskusgewebe übrig bleibt.

Damit der Körper das neue Meniskusgewebe bilden kann, braucht das Knie Schonung und Ruhe. Bis sechs Wochen nach der Operation darf das Bein daher nicht oder nur teilbelastet werden. Nach etwa acht Wochen ist das Stehen und Gehen wieder möglich – und nach einem langsamen Aufbau mit wenig belastenden Sportarten wie Radfahren oder Schwimmen kann nach rund sechs Monaten wieder normal Sport getrieben werden.

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