Die Entwicklung von neuen hochauflösenden Ultraschallgeräten und Schallköpfen erlaubt zunehmend, die Sonografie als ergänzende bildgebende Methode zur Darstellung der peripheren Nerven einzusetzen.
Einer der wenigen deutschen Experten auf diesem Gebiet ist Dr. Josef Böhm, Chefarzt der Klinik für Neurologie im Kreiskrankenhaus Freiberg. Im Mai stellte er das Verfahren beim zweiten Sächsischen Neurophysiologischen Wochenende in Freiberg Ärzten aus ganz Deutschland vor. Eingesetzt wird die Nervensonografie vor allem bei Engpass-Syndromen, wie dem Karpaltunnel-Syndrom, bei Nerventumoren, Verletzungen der Nerven, Neuropathien und ultraschallgesteuerten Interventionen. Auch zur Vorbereitung von Operationen ist die Nervensonografie hilfreich, um etwa Informationen über anatomische Varianten zu erhalten.