Entzündliche GelenkerkrankungenOrganbeteiligungen

Bei schwerem Verlauf kann die Rheumatoide Arthritis eine Vielzahl von Organen einbeziehen. Besondere Erwähnung verdienen zum einen die Nervenschäden. Dabei kann es sich um druckbedingte Schäden handeln wie das Carpaltunnelsyndrom am Handgelenk, das zu Gefühlsstörungen und Kraftverlust führt. Zum anderen können entzündliche Nervenschäden - Polyneuropathien - zu Gefühlsstörungen an den Armen und Beinen und zu Lähmungen führen. Besonders gefährlich ist die entzündliche Lockerung der Gelenkverbindungen zwischen dem Kopf und der Halswirbelsäule (atlanto-axiale Instabilität). Hier kann es im ungünstigsten Fall zur Verschiebung der Halswirbelkörper gegeneinander und zur Schädigung des Rückenmarks kommen.

Entzündliche Veränderungen können bei der Rheumatoiden Arthritis auch an den Augen, den Nieren, dem Herzmuskel und der Lunge auftreten. Die Rheumatoide Vaskulitis gehört zu den besonders gefährlichen Folgeerkrankungen. Sie ist eine systemische Gefäßentzündung (Vaskulitis), die unter anderem zu Polyneuropathien, entzündlichen Hautausschlägen und Herzmuskelentzündungen führen kann.

Die entzündlichen Organschäden infolge der Rheumatoiden Arthritis sind Ausdruck einer nicht ausreichend wirksamen antientzündlichen Therapie und erfordern im Regelfall eine Verstärkung der immunsuppressiven Therapie.