Systemische VaskulitidenKryoglobulinämischen Vaskulitiden

Kryoglobuline sind irreguläre Bluteiweiße, die in Kälte ausfallen. Werden diese Eiweißkörper in den Wänden von Blutgefäßen eingelagert, können sie Entzündung auslösen, die sich als vaskulitische Organentzündungen zu erkennen geben.

Kryoglobuline treten eigenständig oder im Rahmen verschiedener Grunderkrankungen auf. Die häufigsten Grunderkrankungen sind Infektionskrankheiten - hier in erster Linie die Hepatitis C.

Bei Abkühlung des Blutserums im Kühlschrank werden die abnormen Bluteiweiße als weißlicher Niederschag sichtbar

Kryoglobuline treten auch bei Entartungen des lymphatischen Systems auf - maligne Lymphome - und bei Kollagenosen. Die Kleingefäßvaskulitis infolge Kryoglobulinen betrifft vor allem die Haut, die Nieren, die Gelenke und das Nervensystem.

Wenn es sich um eine sekundäre kryoglobulinämische Vaskulitis handelt, zielt die Therapie in erster Linie auf die Grunderkrankung. Dabei hat insbesondere die Interferon-Therapie der Hepatitis C die Behandlungsmöglichkeiten wesentlich erweitert. Wenn keine behandelbare Grunderkrankung vorhanden ist und wenn bei hoher Krankheitsaktivität akute Organschäden drohen, muss immunsuppressiv behandelt werden.