Lichtenberg

Fünf Tipps für das Festessen: So wird das Weihnachtsfest nicht zur Kalorien-Falle

Gans oder gar nicht? Nicole von Prondzinski, Koordinatorin des Adipositaszentrums am Sana Klinikum Lichtenberg, gibt Tipps, wie Weihnachten nicht zur Kalorien-Falle wird:

Weihnachtsessen: Fettige Soßen müssen nicht sein!

Die Familie versammelt sich am Tisch, der Startschuss fällt – und dann wird reingehauen. Das darf auch sein, nur auf das Essen kommt es an. Denn: Ein klassisches Weihnachtsessen bringt satte 1.200 Kilokalorien. „Anstatt fetter Gans oder Ente kann man einen leckeren Putenbraten oder gegarten Fisch zubereiten.“ Auch Sahnesoßen müssen nicht sein. „Man kann auch das Wurzelgemüse vom Braten pürieren, dazu kommen Tomatenmark, Gewürze und ein Klecks Joghurt – dann hat man sogar eine Soße, die nach Soße schmeckt und nicht nach Fett.“

Gemüsebeilagen: Weg mit dem Butter- und Rahmgemüse!

Á propos Gemüse: Auf die Vielfalt der Gemüsebeilagen sollte besonderer Wert gelegt werden. Ob Rosenkohl, Blumenkohl, Brokkoli oder Möhren: Das Gemüseregal aus dem Supermarkt hat einiges zu bieten. Auf Rotkohl aus dem Glas oder fertiges Rahmgemüse sollte man aber lieber verzichten: „Dort ist oft reichlich Zucker drin. Und Varianten mit Soße sind mit Mehl angedickt – die versteckten Kohlenhydrate sorgen für Gewichtszunahme.“ An den Weihnachtstagen wird geschlemmt, doch im Januar kommt oft das böse Erwachen.

Bewegung: Kein Schläfchen, sondern lieber eine Schneeballschlacht!

Es fällt schwer, doch auch nach einem Essen sollte ein Verdauungsspaziergang dem Nickerchen vorgezogen werden, so schwer es auch fällt. „Viele machen nach dem Essen ein Schläfchen. Effektiver ist ein Ausflug an die frische Luft. Man muss sich motivieren und das gelingt, wenn man sich an das Gefühl erinnert, das man hat, nachdem man sich bewegt hat.“ Es muss auch kein öder Spaziergang sein: Falls es ein weißes Weihnachtsfest gibt, könne man auch einen Schneemann bauen, eine Schneeballschlacht anzetteln – hauptsache Bewegung. „Denn die kurbelt den Kreislauf an, sodass mehr Blut in die Körpermitte gelangt, und verhindert ein unangenehmes Sättigungsgefühl nach dem Weihnachtsbraten.“

Naschereien: Weniger Mehl, weniger Zucker!

Sie lauern an jeder Ecke: Fiese Weihnachtsnaschereien, Schokolade, Plätzchen und andere fiese Leckerbissen. Was tun? „Hier gilt ganz klar: Klasse statt Masse. Nur weil es im Sommer keine Dominosteine gibt, heißt das nicht, dass man dafür jetzt die ganze Packung essen muss. Ich empfehle, zum Kaffee eine besondere Nascherei auszuwählen und diese dann zu genießen.“ Außerdem eine gute Idee: Süßes mit Vitaminen zu kombinieren. Statt fetter Butterplätzchen lieber Ostspieße mit Zartbitterschokolade ausprobieren.

Auch an die Kleinsten muss dabei gedacht werden: Der Naschteller kann auch mit Obst aufgehübscht werden – Äpfel, Orangen, Mandarinen. Für Bäcker gilt: In jedem Rezept kann die Hälfte des Mehls durch Vollkornmehl ersetzt werden. Denn das enthält mehr Mineralien und Vitamine - der höhere Ballaststoffanteil sorgt dafür, dass man schneller satt ist und satt bleibt. Wer Glühwein aus trockenem Rotwein selbst zubereitet, konsumiert nicht so viel Zucker.

Alkohol: Glühwein lieber selber machen!

Auch der obligatorische Glühwein gehört zum Weihnachtsfest, das ist klar. Verzichtet werden muss darauf nicht, aber es gibt einen einfachen Trick, der beim Sparen von Kalorien hilft. „In fertigen Glühweinen ist sehr viel Zucker enthalten. Man kann sich Glühwein aber auch leicht selbst herstellen – trockenen Rotwein verwenden, Zimtstange und Orangenscheiben dazu, alles erwärmen – da spart man sehr viel Zucker.“

Generell gilt auch in der Weihnachtszeit: Trinken ist wichtig, aber nicht nur Feuerzangenbowle. Denn Alkohol bremst die Fettverbrennung. „Der Körper stuft Alkohol als gefährliche Substanz ein und baut Diesen deswegen als Erstes ab. Der Fettstoffwechsel verlangsamt sich dadurch. Lieber Wasser trinken, vielleicht mit einem Spritzer Zitrone oder Limette versetzt – oder ungesüßte Tees mit etwas Zimt oder Ingwer für den Geschmack.“

André Puchta

Sana Kliniken Berlin-Brandenburg GmbH
Regionalleiter Unternehmenskommunikation
Pressesprecher

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