Geburtshilfe im Sana Klinikum LichtenbergFAQ rund um das Thema Geburt und COVID-19

Allgemeine Hinweise und FAQ zu COVID-19 Virus erhalten sie tagesaktuell über das RKI:
Coronanews Robert Koch Institut

Für werdende Eltern stellen sich in diesen besonderen Zeiten zusätzliche Fragen rund um die Geburt und die Zeit danach. Wir haben Ihnen daher unsere top-FAQ zusammengestellt, die uns zuletzt besonders oft erreichten und möchten Ihnen so eine gezielte Hilfestellung geben:

1 .Was ist über COVID-19 bei Schwangeren bekannt?
Laut Angaben des RKI scheinen Schwangere  laut WHO- Daten aus China kein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf zu haben. Es gibt bislang keine Hinweise darauf, dass COVID-19 auf das Kind im Mutterleib übertragbar ist. Eine Übertragung auf das neugeborene Kind ist über den engen Kontakt und eine Tröpfcheninfektion möglich, bisher gibt es jedoch keine Nachweise von SARS-CoV-2 in der Muttermilch. Die Datenlage ist derzeit aber noch nicht ausreichend, um diese und andere Fragen zu COVID-19 in der Schwangerschaft sicher zu beantworten.

2. Was kann ich tun, um mein Risiko am Corona Virus zu erkranken, zu verringern?
Das Wichtigste ist, dass Sie Ihre Hände regelmäßig und effektiv waschen, sobald Sie von öffentlichen Orten nach Hause oder an den Arbeitsplatz kommen. Vermeiden Sie unbedingt den engen Kontakt mit allen Personen, auch Familienmitgliedern, wenn diese Symptome einer Erkältungskrankheit oder Fieber aufweisen.

3. Was gilt, wenn ich engen Kontakt zu Personen hatte, die auf COVID-19 positiv getestet wurden?
Eine Corona-Infektion äußert sich durch grippeähnliche Symptome, wie trockener Husten, Fieber, Schnupfen und Abgeschlagenheit. Auch über Atemprobleme, Halskratzen, Kopf-und Gliederschmerzen, Übelkeit, Durchfall sowie Schüttelfrost wurde berichtet. Wenden Sie sich telefonisch an Ihre Frauenärztin bzw. Ihren Frauenarzt. Durch diese/n werden Sie über alle weiteren Maßnahmen aufgeklärt. Die Diagnostik erfolgt über eine Abstrichentnahme aus dem tiefen Rachenbereich.

4. Wie kann ich mich unter den aktuellen Umständen im Sana Klinikum zur Geburt anmelden?
Die Anmeldung erfolgt zunächst per Telefon unter der Nummer 5518 4127, dort wir ein Termin für die ausführliche Anmeldung vor Ort oder in einem ausführlicheren Telefongespräch vereinbart.

5. Was passiert, wenn ich bei Verdacht auf oder bestätigen Covid 19 Infektion zu Hause bin und Wehen bekomme?
Wenn Sie Wehen bekommen, sollten Sie sich nach telefonischer Ankündigung (Tel. Nr.: 030 5518- 2462) im Kreißsaal vorstellen.

6. Was passiert vor Aufnahme in den Kreißsaal, wenn kein Nachweis einer Infektion vorliegt.
Noch vor Betreten des Kreißsaales werden Sie nach Symptomen und Risiken befragt.

7. Was passiert bei der Aufnahme im Kreißsaal wenn der Verdacht auf eine Infektion besteht oder der Corona Virus nachgewiesen wurde?
Patientinnen mit Verdacht auf COVID-19 erhalten eine medizinische Maske und werden in einen separaten Bereich geführt. Bei beginnender Geburt steht den Patientinnen ein isolierter Kreißsaal zur Verfügung.

8. Wie ist der Geburtsmodus bei Verdacht oder nachgewiesener Infektion mit COVID-19
Der Geburtsmodus wird anhand geburtshilflicher Indikationen und dem Wunsch der Frau individualisiert. Die WHO empfiehlt, einen Kaiserschnitt idealerweise nur dann durchzuführen, wenn dies medizinisch gerechtfertigt ist. (Quelle Empfehlung DGGG Stand 19.3.2020)

9. Ist das Stillen möglich?
Die Vorteile des Stillens überwiegen, so dass das Stillen unter Einhaltung der erforderlichen Hygienemaßnahmen empfohlen wird.
Infizierte Mütter oder Verdachtsfälle sollten beim Stillen durch Hygienemaßnahmen wie gründliches Händewaschen vor und nach dem Kontakt mit dem Kind und durch das Tragen eines Mundschutzes eine Übertragung des Virus durch Tröpfcheninfektion verhindern. Hygienemaßnahmen wie gründliches Händewaschen, Tragen eines Mundschutzes und Reinigen/Desinfizieren von kontaminierten Oberflächen sind beim Umgang von Infizierten oder Verdachtsfällen mit Kindern generell empfohlen.
Diese Empfehlung beruht auf  aktuellen Empfehlungen der nationalen Stillkommision und kann je nach Datenlage angepasst werden.

10. Dürfen Mütter mit Verdacht oder bestätigter COVID-19 Infektion mit ihren Neugeborenen zusammenbleiben?
Mütter und Säuglinge werden durch uns in die Lage versetzt, kontinuierlich zusammen zu bleiben und Hautkontakt durchzuführen – Tag und Nacht, insbesondere unmittelbar nach der Geburt, während des Stillens. Voraussetzung ist natürlich, es geht Ihnen beiden gut. 

11. Wird mein Baby auf das Corona Virus getestet?
Ja, wenn zum Zeitpunkt der Geburt Ihres Babys ein Corona Virus bei Ihnen vermutet oder bestätigt wurde, wird Ihr Baby auf das Corona Virus getestet.

12. Darf eine Begleitperson während der Geburt anwesend sein.
Während einer normalen Geburt wird die Anwesenheit des im Haushalt lebenden Partners weiter ermöglicht. Bei einer Kaiserschnittentbindung kann die Begleitperson leider derzeit nicht mit in den Operationssaal. Auf der Wochenstation ist kein Besuch erlaubt. Hier folgen wir den aktuellen Empfehlungen der Berliner Senatsgesundheitsverwaltung.

13. Kann ich mich nach wie vor an die Babylotsen wenden?
Ja natürlich. Die Babylotsinnen des Sana Klinikums sind weiterhin für Sie da - trotz Corona! Gerade weil derzeit viele Angebote für Schwangere und junge Eltern wie Stillgruppen nicht verfügbar und Behörden schwer erreichbar sind, beraten und informieren die Babylotsen wie üblich auch in der Corona Zeit zum Beispiel zu folgenden Fragen-
alles Weitere auch unter www.sana.de/berlin/babylotsen

  • Wo bekomme ich die Geburtsurkunde für das Neugeborene her?
  • Wie läuft die Beantragung, von Eltern- und Kindergeld, wenn die Ämter geschlossen sind?
  • Was steht uns als Familie an finanzieller Unterstützung zu?
  • Kommt meine Hebamme mich dennoch zu Hause besuchen?
  • Wer hilft mir, wenn ich  überfordert bin?

14. Ist eine ambulante Entbindung möglich?
Die ambulante Geburt ist möglich und wird von uns unterstützt. Voraussetzung ist, dass Sie und ihr Kind gesund sind. Wir empfehlen Ihnen, im Vorfeld mit Ihrem Kinderarzt über die Möglichkeit einer ambulanten U2 zu sprechen.

15. Wie schützt Sana seine Mitarbeiter*innen vor einer Corona Virus-Infektion?
Sana Mitarbeiter*innen sind durch ihre Arbeitssituation im Krankenhaus einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt. Der Schutz unserer Mitarbeitenden hat deshalb hohe Priorität - auch, weil sie für die Patientenversorgung dringend gebraucht werden. Neben den Präventions- und Schutzmaßnahmen nach den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts hat Sana weitere Schritte unternommen. So wurden an allen Sana Standorten Abstrichstellen für Mitarbeiter*innen eingerichtet – zusätzlich zu den Abklärungsstellen für Patient*innen. Dies ermöglicht eine frühzeitige Diagnosestellung bei erkranktem Personal. Zudem werden die Mitarbeiter einen personalisierten Mundschutz erhalten.

 

 

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