Medizinische SchwerpunkteLangzeit-EKG

Bei einem Langzeit-EKG erfolgt eine kontinuierliche EKG-Ableitung über 24 Stunden mit einem tragbaren Gerät  möglichst unter Alltagsbedingungen. Das Langzeit-EKG ist die effektivste Methode zur Abklärung und Dokumentation von Herzrhythmusstörungen. Im Rahmen eines Tätigkeitsprotokolls ist eine zeitliche Zuordnung von beobachteten Beschwerden mit aufgezeichneten Rhythmusstörungen möglich. Durch die ST-Streckenanalyse können gegebenenfalls Durchblutungsstörungen des Herzens (Koronare Herzerkrankung) erkannt werden. Die Analyse der Herzfrequenzvariabilität kann zusätzlich Hinweise auf eine bestehende Herzerkrankung oder autonome Neuropathie (zum Beispiel im Rahmen eines Diabetes mellitus) geben. Eine weitere Methode der Langzeit-EKG- Aufzeichnung erfolgt mittels so genannter Loop-Rekorder, die unter die Haut implantiert werden und bis zu 18 Monate lang eine EKG-Aufzeichnung gestatten.