Stuttgart

Druch Magen-OP endlich wieder mehr Lebensqualität Fahrrad fahren dank Adipositas-OP wieder möglich

Stuttgart, 02.03.2020.  Der Leidensweg ist bei fast allen Patienten des Adipositaszentrums Stuttgart lang – so auch bei Jutta Bäumener. Jahrzehntelang versuchte sie ihrem Übergewicht Paroli zu bieten und ließ fast keine Methode unversucht – von Optifast über Trennkost bis Weight Watchers war alles dabei. Zwar hatten alle Versuche einen gewissen Erfolg, aber nie auf Dauer. Frau Bäumener war kurz davor ihr hohes Gewicht endgültig zu akzeptieren – wären da nicht die Begleiterkrankungen wie Diabetes Typ 2, Bluthochdruck und große Knieprobleme gewesen. Eine letzte Möglichkeit gab es noch, das Gewicht und damit alle begleitenden Krankheiten einzudämmen – eine Adipositas-OP zur Magenverkleinerung.

Der weltweite Adipositas-Aktions-Tag am 4. März soll sowohl in der Bevölkerung aber auch in der Politik und bei Gesundheitsexperten für das Thema sensibilisieren. Denn obwohl die Zahl der krankhaft übergewichtigen Menschen auf der Welt stetig steigt, werden die Probleme, die mit dem Krankheitsbild „Adipositas“ einhergehen, unterschätzt. „Für den einzelnen Patienten ist Adipositas ein großes gesundheitliches Risiko, zusätzlich handelt es sich bei Adipositas auch um eine der größten gesundheitspolitischen Herausforderung in den nächsten Jahren“, sagt Dr. Matthias Raggi, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie an der Sana Klinik Bethesda Stuttgart.

Jutta Bäumener nahm Kontakt zur Adipositas Selbsthilfegruppe Stuttgart Mitte auf. Dort schöpfte sie neuen Mut, traf sie dort auf so viele andere Menschen mit einer ähnlichen Geschichte – manche hatten schon eine Adipositas-OP hinter sich, andere standen kurz davor. „Ich war schnell überzeugt, dass eine OP für mich der richtige Weg ist“, sagt Jutta Bäumener. Seit vielen Jahren unterstützen Dr. Matthias Raggi, und sein Team aus verschiedenen Fachexperten stark übergewichtigen Menschen durch eine Operation, dauerhaft Gewicht zu verlieren. „Adipositas ist eine chronische Krankheit, deren gesundheitliche Schäden vielfach unterschätzt werden und die man behandeln muss“, sagt Dr. Raggi.

Übergewicht kommt schleichend – ab einem BMI von 30 sollte die Notbremse gezogen werden, auch wenn gesundheitliche Probleme noch nicht erkennbar sind. Ab einem BMI von 40 ist es höchste Zeit, etwas für sich zu tun. So auch bei Jutta Bäumener mit einem BMI von 48,5.

Dr. Raggi ist nach den Vorgesprächen und Untersuchungen optimistisch, dass eine OP dauerhaften Erfolg haben wird und die Begleiterkrankungen verschwinden bzw. stark zurückgehen werden. Mit 72 Jahren ist Frau Bäumener älter, als das Höchstalter von 60 Jahren, das früher in der Leitlinie empfohlen wurde. Aber neuere Studien zeigen, dass auch bei älteren Menschen die OPs sehr positiv verlaufen, davon profitiert Jutta Bäumener.

Bis es zur OP kommt, liegt allerdings noch ein weiter Weg vor Jutta Bäumener – von psychologischen Gutachten bis zur Teilnahme an Ernährungsberatungen, die Liste der Vorgaben seitens der Krankenkassen ist lang. Und dann im Sommer 2019 sind endlich alle Unterlagen vollständig, der Antrag bewilligt: Im Juli 2019 führen Dr. Raggi und sein Team eine Sleeve-Magen-OP (auch Schlauchmagen-OP genannt) erfolgreich durch. „Bei dieser Art der OP wird der Magen über seine gesamte Länge verschmälert und das Magenvolumen erheblich reduziert“, erklärt Dr. Raggi. Das Ergebnis: Patienten können dann nur noch wenig auf einmal essen und fühlen sich schnell satt.

Seit ihrer OP hat Jutta Bäumener schon 40 kg abgenommen und fühlt sich wie neu geboren. „Mein Diabetes ist quasi weg, ich brauche kein Insulin mehr, der Blutdruck ist völlig normal und meine Knie machen keine Probleme mehr“, fasst sie die körperlichen Verbesserungen zusammen. „Seit der OP ist meine Lebensqualität deutlich gestiegen, das Leben ist im wahrsten Sinne des Wortes ‚leichter‘ geworden.“ Denn auch emotional war die OP eine Wende – das gesamte Umfeld hat positiv auf ihre Veränderung reagiert, sie bekommt Komplimente, kauft sich neue Kleider, hat mehr Energie, um draußen aktiv zu sein und hat sogar noch weitere Pläne: „Ich möchte wieder Fahrrad fahren und auch Schwimmen gehen, das konnte ich jahrelang nicht, aber jetzt ist es dank der OP wieder möglich“, sagt Jutta Bäumener.

Weitere Informationen rund um das Thema Adipositas und deren Behandlungsmöglichkeiten finden Sie unter: www.adipositaszentrum-stuttgart.de

 

Gerne stellen wir einen Kontakt zu Frau Jutta Bäumener, der Adipositas-Patientin, für ein weiterführendes Gespräch her.

Dr. Matthias Raggi, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, steht Ihnen gerne als Experte für alle Fragen rund um das Thema Adipositas zur Verfügung.

Sana Klinik Bethesda Struttgart
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