Medizinischer SchwerpunktGeriatrische Rehabilitation

Über die seit Jahren etablierte Akutgeriatrie an unserer Klinik hinaus bieten wir nun eine neue Abteilung für geriatrische Rehabilitation. Diese hat zum Ziel, ältere Patienten nach einer akuten Erkrankung oder Verletzung wieder fit für den Alltag zu machen.

In einer geschützten Umgebung bieten wir vielfältige Therapieangebote für alle Rehabilitanden, individuell auf die Bedürfnisse jedes Einzelnen abgestimmt.

Ziel eines stationären Aufenthalts in der Geriatrischen Rehabilitation nach akuter Erkrankung oder bei chronischer Beeinträchtigung ist es, die Selbstständigkeit der Rehabilitanden wiederherzustellen und langfristig zu erhalten. Die Rehabilitanden können nach der Therapie täglich anfallende Aufgaben und Arbeiten selbst verrichten und dadurch in die gewohnte soziale und häusliche Umgebung zurückkehren – eine Pflegebedürftigkeit wird verhindert.

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Kontakt

Leitende Ärztin Geriatrische Rehabilitation
Dr. med. Dorothee Flaadt

Sekretariat Geriatrische Rehablilitation
Agnes Schulz

Tel.: 0711 2156-480
Fax: 0711 2156-292
Mail: kbs-reha@sana.de

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Leistungsspektrum

In der Abteilung für geriatrische Rehabilitation können wir folgende Patientengruppen behandeln

  • Schlaganfall und andere gefäßbedingte Gehirnfunktionsstörungen
  • Operativ versorgte Frakturen und Gelenkersatz nach Arthrosen
  • Diabetische Folgeschäden
  • Neurologische Erkrankungen wie Morbus Parkinson
  • Verzögerte Rekonvaleszenz
  • Prothesen-Versorgung nach Amputationen

Behandlung

Bei Diagnostik und Therapie von geriatrischen Patienten ist interdisziplinäres Know-how erforderlich. In unserem multiprofessionellen Team arbeiten Ärzte, Krankenpfleger, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden, Sozialarbeiter und Seelsorger sowie Mitarbeiter aus den Bereichen Psychologie und Ernährungsberatung und anderen Berufsgruppen Hand in Hand.

Am Anfang einer erfolgreichen Behandlung steht die ausführliche Diagnosestellung. Damit die Rehabilitationbehandlung erfolgreich sein kann, ist die gemeinsame Definition eines Behandlungsziels zentral. Die Therapieziele werden in Absprache mit dem Patienten festgelegt und spätestens wöchentlich evaluiert. Ziel der Therapie ist es, dass die Patienten wieder selbstständig im Alltag agieren können und so am Alltagsleben wie vor der akuten Erkrankung oder Verletzung teilnehmen können.  

Ärzte und Therapeuten entwickeln gemeinsam mit dem Rehabilitanden einen maßgeschneiderten Therapieplan. Dieser setzt sich zusammen aus Einzel- und Gruppentherapien in verschiedenen Fachbereichen. Im Verlauf der Rehabilitation gilt es, die erreichten Fortschritte mit dem definierten Ziel abzugleichen und die Behandlung oder das Ziel in Abstimmung mit dem Patienten anzupassen.

Therapie

Damit die Rehabilitation erfolgreich sein kann, ist die gemeinsame Definition eines Behandlungsziels zentral. Die Therapieziele werden in Absprache mit dem Patienten festgelegt und spätestens wöchentlich evaluiert.

Die therapeutische Behandlung der Rehabilitanden ist das Kernstück der geriatrischen Rehabilitation. Die Behandlung findet sowohl in Einzel- als auch Gruppentherapie statt.

Pflege

Wie auch in der Akutgeriatrie ist die Pflege in der Geriatrischen Rehabilitation darauf ausgerichtet, alltägliche (Pflege-)Tätigkeiten anzuleiten, um eine weitest gehende Unabhängigkeit im Alltag für die Rehabilitanden zu erreichen.

Dabei kommt es darauf an, dass Patienten Kompetenzen entwickeln, um die veränderten Anforderungen im Alter zu bewältigen. Es ist Anliegen der Pflegekräfte, möglichst Vieles von dem zu erreichen, was noch möglich ist und nichts von dem zu verlieren, was die Lebensqualität weiter beschneidet. Konkret bedeutet dies:

  • Geriatrisches Assessments und Pflegeanamnese zur Abfrage der vorhandenen alltagsrelevanten Fähigkeiten, Einschränkungen und die individuellen Bedürfnisse der Patienten.
  • Anleitung alltagsrelevante Pflegetätigkeiten selbst zu übernehmen.
  • Beratung und Anleitung in gesundheits- und pflegerelevanten Fragen
  • Bei der medizinischen Diagnostik und Therapie mitwirken

Eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit An- und Zugehörigen und anderen Bezugspersonen erachten wir als wichtigen Bestandteil einer guten rehabilitativen Pflege.

Beratung

Verschiedene Beratungsangebote ergänzen das medizinische und therapeutische Angebot im Zentrum für Altersmedizin

Ernährungsberatung

In Einzel- und Gruppenberatung hat die Ernährungsberatung die Möglichkeit, das Ess- und Trinkverhalten der Patienten positiv zu beeinflussen. Außerdem erfolgen Beratungen in Hinblick auf besondere Kostformen.

Sozialdienst und Pflegeüberleitung

Seelsorge

Der Seelsorge kommt im Bereich der Geriatrie eine besondere Bedeutung zu. Sie unterstützt die Patienten bei dem Umgang mit den Grenzen des Menschseins, mit dem Verlust von Möglichkeiten im Älter- und Altwerden und bei Fragen nach Sterben und Tod, explizit oder implizit.

Das Pflegeteam ist gerne bereit, den Besuch der Seelsorge zu vermitteln. Außerdem kann das Seelsorgeteam über Haustelefon (205 oder 355) erreicht werden. Pastor Erhard Wiedenmann hat sein Büro im 2. Stock, Zimmer 283.

Zum Seelsorgeteam gehören:

  • Leitender Pastor Erhard Wiedenmann
    Evangelisch-methodistische Kirche
     
  • Pfarrer Christoph Hoffmann-Richter
    Evangelische Landeskirche
     
  • Pastoralreferent Johannes Nieß
    Römisch-katholische Kirche

Ihr Ansprechpartner

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Erhard Wiedenmann
Pastor

Tel.: 0711 2156-205
Fax: 0711 2156-393
erhard.wiedenmann@sana.de

Externe Kooperationspartner

Wir arbeiten erfolgreich mit Orthopädietechnikern und Sanitätshäusern aus Stuttgart zusammen. Auch eine externe Pflegeüberleitung ist in unserer Klinik etabliert.

Ihr Aufenthalt bei unsHäufige Fragen

Eine Behandlung in der Geriatrischen Rehabilitation wirft Fragen auf. Wir haben hier Antworten zu häufigen Fragen für Sie zusammengestellt.

Wie lange dauert die Behandlung?

Meistens genehmigen die Krankenkassen zunächst eine Behandlungsdauer von etwa drei Wochen. Grundsätzlich orientiert sich die Dauer an den persönlichen Bedürfnissen jedes Rehabilitanden.

Falls nötig, kann eine Behandlung – in Absprache mit dem Patienten und dem interdisziplinären Team auch verlängert werden. Dies muss erneut von der Krankenkasse und dem Medizinischen Dienst der Krankenkassen genehmigt werden.

 

Geriatrische Rehabilitation und Akutgeriatrie – was ist der Unterschied?

In der Abteilung für geriatrische Rehabilitation werden Sie dabei unterstützt, wieder fit für den Alltag zu werden. Deshalb steht die Therapie – also das Üben und Trainieren im Vordergrund. Ziel ist es, dass Sie den Alltag zu Hause möglichst selbstständig meistern können.

In der Abteilung für Akutgeriatrie steht die medizinische Behandlung mit Medikamenten im Vordergrund. Auch dort finden rehabilitative Therapien statt, sind aber nicht der Mittelpunkt der Behandlung.

Aufgrund der räumlichen Nähe unserer Abteilung für geriatrische Rehabilitation und der Akutgeriatrie und der Fachleute in beiden Bereichen, können wir auch während des Aufenthalts in der Rehabilitation auch bestimmte Aufgaben der Akutbehandlung mit übernehmen.

 

Wann ist der richtige Zeitpunkt für eine Rehabilitationsbehandlung?

Da Patienten häufig sehr früh aus der Akutbehandlung in einem Krankenhaus entlassen werden, schießt sich eine Rehabilitationsbehandlung oft direkt an den Klinikaufenthalt an.

Es gibt aber auch Situationen, bei der Patienten direkt nach der Entlassung noch nicht belastbar genug sind – eine ausreichende Rehabilitationsfähigkeit ist noch nicht gegeben. Dann empfehlen wir die Rehabilitation dann zu beginnen, wenn entsprechend belastet werden darf – oft ist dies nach 1-2 Wochen der Fall.

Wer sind meine Ansprechpartner in Medizin, Pflege und Therapie?

  • Die ärztliche Leitung der Station liegt bei Frau Dr. Flaadt, sie ist eine erfahrene Internistin mit großer Expertise im Bereich Geriatrie.
  • Die pflegerische Stationsleitung liegt bei Frau Geimer, sie ist spezialisiert auf die Pflege in der Altersmedizin.
  • Die Therapie-Abteilungen werden von Frau Stamm (Ergotherapie) und Frau Horvarth (Physiotherapie) geleitet, erfahrene Therapeutinnen und speziell geschult im Bereich Geriatrie.

Die jeweils für Sie zuständigen Mitarbeiter werden sich persönlich bei Ihnen vorstellen. Ziel ist es, dass die Behandlung von den jeweils gleichen Personen durchgeführt wird. Allerdings kann es durch Krankheit und Urlaub hier Anpassungen geben.

Wann startet die Therapie?

Am ersten Tag nehmen wir uns Zeit für die ausführliche Untersuchung und das Aufnahmegespräch. Mit der Therapie starten Sie am zweiten Werktag – mit einem auf Sie abgestimmten Trainingsplan. Wie häufig Sie Therapieanwendungen erhalten, mit welchen Inhalten und wie lange bzw. wie intensiv die Therapie stattfindet, legen wir individuell für Sie fest. Unser Ziel ist es, eine möglichst intensive Behandlung durchzuführen. Dies wird vom Arzt in Absprache mit den Therapeuten und den Pflegemitarbeitern individuell und täglich überprüft. An Sonn- und Feiertagen findet keine Therapie statt.

Häufigkeit und Dauer der Therapie hängt von der Belastbarkeit des Rehabilitanden ab. Grundsätzlich gilt: zwischen Montag und Freitag zwei bis vier Therapien bei einer Dauer von 15 bis 30 Minuten. Sie erhalten einen Therapieplan, aus diesem können Sie die Therapiezeiten ablesen.

Ein Team aus Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden und Psychologen steht für die Behandlung zur Verfügung.  Wichtig in der Therapie ist auch die Pflege – z.B. bei der Mobilisation vom Sitz zum Stand. Auch die Wege zu den Mahlzeiten sind wichtiger Bestandteil der Therapie, um ein möglichst hohes Maß an Selbstständigkeit wiederzuerlangen.

Wie hoch ist die Zuzahlung?

Gesetzlich Versicherte zahlen aktuell für maximal 28 Tage eine Eigenleistung von 10 Euro pro Tag. In diese Summe von 28 Tagen zählen der Aufenthalt in einer Akutklinik und der Aufenthalt in der Rehabilitationseinrichtung.

Wann sind Besuchszeiten?

Grundsätzlich sind Besucher tagsüber bis gegen 20 Uhr willkommen. Aufgrund der Infektionslage durch den Coronavirus gelten teilweise andere Regelungen – die aktuellen Besuchsregelungen finden Sie hier.

Den Angehörigen kommt während der Therapie und insbesondere in der Zeit zu Hause eine wichtige Rolle zu. Deshalb ist die Unterstützung im Gespräch oder bei manchen Therapien durch Angehörigen ausdrücklich erwünscht. Evlt. müssen Sie während der Therapiezeiten warten – informieren Sie sich über die konkreten Therapiezeiten in den Stundenplänen Ihrer Angehörigen.

Was sind geeignetes Schuhwerk und geeignete Kleidung?

Insbesondere beim Gehtraining sind Schuhe mit festem Fersenhalt hilfreich und wichtig. Sie haben so mehr Trittsicherheit.

Am besten eignet sich lockere Kleidung - Trainingsanzüge sind nicht speziell erforderlich. Wichtig ist, dass die Bekleidung Sie nicht bei den Bewegungen der Übungen einschränkt.

Kann ich ein Einzelzimmer bekommen?

Wir haben eine gewisse Anzahl von Einzelzimmern – diese vergeben wir in erster Linie an Patienten, die hierauf durch Privatversicherung Anspruch haben. Patienten ohne Zusatzversicherung können auf Wunsch ein Einzelzimmer erhalten, wenn diese verfügbar sind.

Wenn besondere Einschränkungen von Patienten ein Einzelzimmer nötig machen, nehmen wir darauf natürlich Rücksicht.

Wie lange dauert die Behandlung?

Der Behandlungsfortschritt ist entscheidend für die Behandlungsdauer. Unser Ziel ist es, Sie sobald als möglich in ihre häusliche Umgebung zu entlassen. Solange wir jedoch unter den intensiven Bedingungen im stationären Bereich Fortschritte erzielen, nutzen wir diese für eine enge Zusammenarbeit.

Wo kann ich weitere Informationen im Internet finden?