Biberach

Sana Kliniken Landkreis Biberach kooperieren mit Matthias-Erzberger-Schule Gemeinsam die Zukunft der Pflege gestalten

Die Sana Kliniken Landkreis Biberach setzen seit jeher auf die gute Ausbildung des eigenen Nachwuchses.

Im Rahmen der neuen generalistischen Ausbildung werden Pflegefachkräften künftig umfassende Kompetenzen zur Versorgung von Menschen aller Altersgruppen und Pflegestrukturen vermittelt. Die Sana Kliniken stellen gemeinsam mit der Matthias-Erzberger-Schule ab 1. September dieses Jahres die Weichen für die Neuausrichtung und damit verbunden für die Zukunft der Pflegeausbildung im Landkreis Biberach.

Krankenpflege, Kinderkrankenpflege oder Altenpflege? Diese Entscheidung musste bislang bereits vor Ausbildungsbeginn getroffen werden. Sehr früh, wenn man bedenkt, dass die meisten zu dem Zeitpunkt noch keine praktischen Erfahrungen in den einzelnen Pflegebereichen sammeln konnten. Künftig müssen sich junge Menschen, die am Pflegeberuf interessiert sind, die Frage nach dem „entweder oder“ jedoch nicht mehr stellen. Seit Januar dieses Jahres gilt das neue Pflegeberufereformgesetz, im Zuge dessen die drei bislang getrennten, aber sich inhaltlich stark überschneidenden Bereiche, in einer generalistischen Pflegeausbildung zusammengefasst wurden. Diese dauert wie bisher drei Jahre und hat das Ziel, die Qualität und die Attraktivität des Pflegeberufs zu stärken und so dem bundesweiten Fachkräftemangel aktiv entgegenzuwirken. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass sich der Pflegebedarf und die Versorgungsstrukturen durch die demografischen Entwicklungen beständig ändern und damit auch die Anforderungen an das Personal. So müssen Fachkräfte in Pflegeeinrichtungen zunehmend auch chronisch und mehrfach erkrankte Menschen versorgen; Mitarbeiter im Krankenhaus benötigen wiederum Kenntnisse im Umgang mit pflegebedürftigen Menschen, die zum Teil auch unter Demenz leiden.

Die Pflegefachkräfte von morgen bekommen daher künftig umfassende Transferkompetenzen vermittelt, um Menschen aller Altersstufen und Lebenslagen adäquat versorgen zu können - ob auf der Intensivstation oder zuhause in den eigenen vier Wänden, ob ambulant oder stationär, ob Akut- oder Langzeitpflege. Wie bisher ist die Ausbildung dabei in Theorie- und Praxisphasen unterteilt, wobei die theoretischen Ausbildungsblöcke künftig an der Matthias-Erzberger-Schule stattfinden. Die praktische Ausbildung erfolgt in mehreren Einrichtungen mit unterschiedlichen Pflegeschwerpunkten. Zentraler Ausbildungsbetrieb im Bereich der Krankenpflege ist die Sana Kliniken Landkreis Biberach GmbH, die zur Vermittlung des vollumfänglichen praktischen Spektrums mit Pflegeheimen, Seniorenzentren, Psychiatrischen Einrichtungen, Sozialstationen und Pflegediensten in der Region kooperiert.

Alle Auszubildenden werden im Zuge der Reform künftig zunächst über zwei Jahre eine gemeinsame, generalistisch ausgerichtete Ausbildung über die verschiedenen Tätigkeitsfelder hinweg erhalten. Auszubildende, die im dritten Jahr die generalistische Ausbildung fortsetzen, schließen nach bestandener Prüfung mit der Berufsbezeichnung Pflegefachmann/-frau ab. Schüler mit mittlerem Bildungsabschluss können mit Bestehen einer Zusatzprüfung in Deutsch, Englisch und Mathematik gleichzeitig die Fachhochschulreife erwerben. Mit dem neuen Abschluss erhöhen sich für die Fachkräfte außerdem die internationalen Karrierechancen: Der Abschluss wird in allen Ländern der Europäischen Union anerkannt und erleichtert so das Arbeiten im Ausland. Wer seinen Schwerpunkt weiterhin eher in der Pflege betagter Menschen oder der Versorgung von Kindern sieht, hat auch künftig die Möglichkeit, sich für einen gesonderten Berufsabschluss in der Altenpflege oder der Kinderkrankenpflege zu entscheiden und im dritten Lehrjahr eine entsprechende Spezialisierung zu wählen. Im Hinblick auf die zunehmend komplexeren Anforderungen wird mit dem neuen Pflegeberufereformgesetz außerdem ein berufsqualifizierendes Pflegestudium eingeführt, welches nach drei Jahren mit dem Erwerb des Bachelors abschließt.

„Wir setzen seit jeher auf die gute Ausbildung des eigenen Nachwuchses und sehen in der Reform die Chance, die verschiedenen Teilbereiche der Pflege künftig noch besser zu vernetzen, die Ausbildungsinhalte noch attraktiver zu gestalten und die Pflegekräfte insgesamt noch umfassender zu qualifizieren“, so Stefan Ries, Pflegedirektor der Sana Kliniken Landkreis Biberach. „Die Weiterentwicklung der Ausbildung ist für mich ein erster und gleichzeitig wichtiger Schritt, um den Pflegeberuf wieder für mehr junge Menschen interessant zu machen.“ Auch Personalleiter Martin Eberle sieht in der Vermittlung von generalistischen Kompetenzen die Chance, dem Pflegeberuf wieder zu mehr Attraktivität zu verhelfen: „Wir legen in unserer Ausbildung viel Wert darauf, den Schülern möglichst viele Eindrücke zu vermitteln. Daher sind Einsätze an unseren Außenstandorten, der Fachklinik für Neurologie in Dietenbronn sowie in den verschiedenen Fachbereichen der Kliniken von der Notaufnahme bis zur Geriatrie bereits heute fester Bestandteil der Ausbildung. Die reformierte Pflegeausbildung ermöglicht unseren Auszubildenden künftig jedoch einen noch detaillierteren Blick über den akutstationären Tellerrand. Die neue Ausrichtung kann so die Professionalität und die Qualität in der Pflege weiter erhöhen.“

Der Meinung ist auch Gabriele Kallenbach-Blasen, Schulleiterin der Matthias-Erzberger-Schule: „Die demografische Entwicklung verändert unsere Gesellschaft entscheidend. Der Pflegebedarf steigt, wie auch die Anforderungen an das Pflegepersonal. Ziel der Reform ist, allen Anwärtern eine qualitativ hochwertige, zeitgemäße und vor allem zukunftsfähige Ausbildung für die Kranken-, Kinderkranken- und Altenpflege mit einheitlichem Abschluss anzubieten. Der Berufszweig wird attraktiver und wird perspektivisch mehr berufliche Einsatz-, Wechsel- und Entwicklungsmöglichkeiten in allen stationären und ambulanten Einrichtungen der Gesundheitsversorgung bieten. Gerne wollen wir unseren Beitrag zur Umsetzung der Reform leisten.“

Weiterführende Informationen:
An den Sana Kliniken werden derzeit bis zu 90 Schüler ausgebildet. Für die bereits bestehenden Klassen ändert sich dabei nichts, sie werden weiterhin in der Krankenpflegeschule am Klinikum unterrichtet und schließen ihre begonnene Ausbildung planmäßig als Gesundheits- und Krankenpfleger ab. Für das kommende Ausbildungsjahr, welches in diesem Jahr am 1. September (danach am 1. August) startet, sind hingegen noch Ausbildungsplätze zu vergeben. Interessenten können sich über das Bewerberportal auf der Website direkt bewerben. Nach dem Abschluss winkt den Auszubildenden ein Arbeitsvertrag - alle Absolventen, die ihr Examen erfolgreich bestehen, werden unbefristet von Sana übernommen.

 

Pressekontakt:
Sana Kliniken Landkreis Biberach GmbH
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