Notfallversorgung geregelt Was passiert, wenn im Krankenhaus der Strom ausfällt?

Der Strom kommt seit Jahrzehnten verlässlich aus der Steckdose. Und dennoch ist das Szenario des Black-outs derzeit allgegenwärtig. Experten empfehlen, dass jeder private Haushalt sich mit der möglichen Situation eines Stromausfalls auseinandersetzen und folglich auch einen Notvorrat zulegen sollte. Doch wie sieht es aus, wenn man krank wird? Kann die Versorgung überhaupt gewährleistet werden, wenn plötzlich die Energieversorgung zusammenbricht? Im modernen Krankenhausalltag läuft ohne Strom schließlich so gut wie gar nichts. Es ist ein Szenario, das Patienten, Mediziner und Bevölkerung beunruhigt und alarmiert: Durch einen Stromausfall bricht die Stromversorgung in der Klinik zusammen, überlebenswichtige Geräte funktionieren nicht mehr. Damit das nicht passieren kann, gibt es Notfallpläne und Notstromaggregate.

In Krankenhäusern, Pflegeheimen oder anderen öffentlichen Gebäuden sinkt bei einem Stromausfall nicht nur der Wohnkomfort – oft sind Menschenleben in Gefahr. Denn elektrische Energie ist erforderlich, um medizinische, teils lebensnotwendige Geräte betreiben zu können. Ohne Strom funktionieren aber auch Beleuchtung, Lüftung und Heizung nicht. Lifte stehen still, Brandschutzanlagen fallen aus, Computer stürzen ab und Datenzentren können erhebliche Schäden davontragen.

Ein Ausfall der Stromversorgung im Krankenhausbetrieb gilt als eine besonders kritische Störung. Dort sind gerade auf Intensivstationen oder in Operationssälen viele Patienten auf lebenserhaltende technische Systeme angewiesen. Das betrifft zum Beispiel auch die Überwachung der Patienten oder Dialyse-Apparate. „Kommt es zu einem Stromausfall, schaltet sich das Notstromersatzaggregat automatisch innerhalb von Sekundenbruchteilen ins Stromnetz des Krankenhauses ein und hält die Stromversorgung in den wichtigsten Bereichen, wie z.B. die Notfallambulanz, der OP-Bereich oder die Intensivstation in der Klinik aufrecht“, erläutert der Technische Leiter der Sana Kliniken des Landkreises Cham, Richard Schwarzfischer. Damit eine Routine und Überprüfung der Geräte immer wieder stattfindet, wird mindestens einmal jährlich der sogenannte „Schwarztest“ durchgeführt. Man simuliere damit einen Stromausfall. Durch den Test bekommen alle Mitarbeiter im Haus die nötige Routine für einen echten Stromausfall, jeder weiß, was zu tun ist. Das bedeutet im Ernstfall höchstmögliche Sicherheit für die Patienten.

Das Notstromersatzaggregat hält die Stromversorgung aufrecht und ersetzt die Stromversorgung in den relevanten Bereichen. Es ist zu jeder Zeit betriebsbereit und geht im Ernstfall automatisch oder manuell in Betrieb. Der OP-Bereich und auch die Intensivstation merken von einem Stromausfall also erstmal nicht viel. Wenn der Strom dann aber doch mal länger wegbleibt, als das Notstromersatzaggregat Kraftstoff hat, hat das Krankenhaus einen Notfallplan. Allerdings ist eine Notstromversorgung zeitlich begrenzt. Langfristiger Stromausfall kann nicht alleine bewältigt werden. „In diesem Fall sind wir auf die Hilfe von Feuerwehr, Katastrophenschutz, Polizei und THW angewiesen“, so Schwarzfischer.

Pressekontakt: Sana Kliniken des Landkreises Cham

Constanze Kumpf

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