Fachklinik für Neurologie DietenbronnDemenz

Definition:

Die Demenz ist eine erworbene lang anhaltende oder dauerhafte globale Beeinträchtigung der geistigen Leistungsfähigkeit, die Gedächtnis, Sprache, Orientierung und Urteilsvermögen einschränkt und zu einer wesentlichen Beeinträchtigung im Alltagsleben und damit zu einem Verlust der Selbstständigkeit führt.

Die Beeinträchtigungen der Leistungsfähigkeit werden häufig von Veränderungen der emotionalen Kontrolle, des Sozialverhaltens oder der Motivation begleitet. Das Bewusstsein ist in der Regel nicht beeinträchtigt.

Aufgrund der Vielfältigkeit zugrunde liegender Ursachen wird Demenz zunächst als Zusammenfassung der Symptome verstanden und als Demenz-Syndrom bezeichnet. Erst die Zuordnung zu einer Ursache und somit Krankheit lässt die klinische Diagnose der Demenz-Form zu. Damit ist bereits angedeutet, dass eine Demenz bei verschiedenen Krankheiten vorliegen kann, von denen einige auch behandelbar sind (siehe Ursachen der Demenz).

Epidemiologie/Zahlen:

  • Weltweit sind rund 46,8 Mio. Menschen an einer Demenz erkrankt
  • Ca. 1,7 Mio. Demenzkranke in Deutschland
  • Ca. 300.000 Neuerkrankungen jährlich in Deutschland
  • Jährliche Zahl (Prävalenz) der Demenzerkrankten insgesamt in Europa:
    • 65 und älter: ca. 10 %
    • 65-69: 1,6 %
    • 95 und älter: ca. 41%
  • Jährliche Neuerkrankungswahrscheinlichkeit (Inzidenz) in Abhängigkeit vom Alter (Europa):
    • 65 und älter: 2%
    • 65-69: 0,53 %
    • 90 und älter: ca. 12 %