DemenzUrsachen der Demenz und ursächliche Erkrankungen

Jede ausgedehnte Schädigung bestimmter Strukturen im Gehirn (Großhirnrinde, Marklager, Thalamus, Basalganglien) bei z.B. degenerativen, vaskulären oder anderen nicht-degenerativen Erkrankungen, oft auch als Begleitsymptom (z.B. nach Traumata, Tumor, Encephalitis, Hirninfarkt, schwere Verlaufsform der Multiplen Sklerose) kann zu einem dementiellen Syndrom führen.

Die Alzheimer-Demenz ist die mit Abstand häufigste Demenzerkrankung (ca. 2/3 aller Demenzerkrankten) gefolgt von vaskulären Demenzen (ca. 20%) und gemischten Demenzformen (Alzheimer Demenz und vaskuläre Demenz), die insbesondere mit zunehmendem Alter häufiger werden. Wichtig in diesem Zusammenhang ist, dass es sich bei ca. 5% der Auslöser von Demenzen um potentiell reversible und behandelbare Ursachen handelt.

Vaskuläre Risikofaktoren und Erkrankungen (z.B. Hypertonie, Diabetes mellitus, Hyperlipidämie, Adipositas, Nikotinabusus) stellen auch Risikofaktoren für eine spätere Demenz dar. Daher trägt deren leitliniengerechte Diagnostik und frühzeitige Behandlung zur Primärprävention einer späteren Demenz bei.

Die angemessene und zügige Differentialdiagnostik ist bei vorliegendem Verdacht auf eine Demenz ein entscheidender Faktor, die behandelbaren Ursachen einer nachlassenden geistigen Leistungsfähigkeit rechtzeitig erkennen und behandeln zu können und bei nicht heilbaren Demenzerkrankungen zumindest den Krankheitsverlauf günstig beeinflussen zu können.