DemenzWie wird Demenz behandelt?

Da viele verschiedene Ursachen zu Einschränkung der geistigen Leistungsfähigkeit führen können, die im Formenkreis der Demenzen zusammengefasst werden, gibt es keine einheitliche Behandlung für alle Demenzen. Vielmehr muss die Behandlung spezifisch auf den einzelnen Patienten und die jeweilige Diagnose angepasst werden.

Bei ca. 5% der Demenzen liegen behandelbare, reversible Ursachen vor, die jeweils spezifisch angegangen werden müssen.

Medikamentöse Behandlung der häufigsten Demenzform, der Alzheimer Demenz:

Es gibt weiterhin aktuell keine Medikamente, die Alzheimer-Demenz heilen können. Bisher wurden Krankheits-modifizierende Substanzen nur in (prä-) klinischen Studien getestet.

Aber es gibt Substanzen, die einen positiven Effekt auf die Symptome und den Verlauf haben können:

  • Cholinesterasehemmer (Donepezil, Rivastigmin, Galantamin)
     Diese Substanzen sollen ein Defizit von Acetylcholin Im Gehirn ausgleichen. Dadurch können kognitive Beeinträchtigungen stabilisiert und sogar für eine Weile evtl. gebessert werden. Weiterhin haben die Medikamente einen positiven Einfluss auf die Alltagsaktivitäten und auf das Verhalten. Die Wirkung ist dosisabhängig, so dass unter Berücksichtigung des Nebenwirkungsprofils und der Kontraindikationen die Maximaldosis ausgeschöpft werden sollte.
  • NMDA Antagonist Memantin
    Für die Behandlung mittelschwerer und schwerer Demenz.

Symptomorientierte medikamentöse Therapie

Im Verlauf der Alzheimer Demenz und auch anderer Demenzformen können weitere Symptome wie Depressionen, aggressives Verhalten, Schlafstörungen und vegetative Störungen auftreten. Diese Symptome können mit ebenfalls jeweils mit speziell dafür geeigneten Medikamenten behandelt werden.

Nicht-medikamentöse Therapien/ Empfehlungen

Nicht-medikamentöse Behandlungen/ Verfahren sind wichtiger Bestandteil in der Therapie von Demenzerkrankten, die insbesondere auf eine Verbesserung alltagsrelevanter Beeinträchtigungen ausgerichtet sind. Dazu gehören:

  • psychosoziale Interventionen
  • Ergotherapie
  • Musiktherapie
  • körperliche Aktivität
  • Multisensorische Verfahren (Snoezelen)
  • Aromatherapie