DemenzFolgende Zusatzuntersuchungen können notwendig sein

Magnetresonanztomographie des Neurocraniums (cMRT)

Das ist eine moderne Bildgebungsmethode, die die Hirnstrukturen sehr genau darstellt und 20 bis 30 Minuten dauert. Da sie auf der Basis des Magnetismus arbeitet, besteht keine Belastung durch Röntgenstrahlung. Informieren Sie bitte Ihren Arzt, wenn sie einen Herz- oder Tiefenhirnschrittmacher tragen oder implantierte Metallteile haben. Mit dieser Methode können strukturelle Veränderungen des Hirngewebes, die für einige Demenzerkrankungen wegweisend sind, sehr genau nachgewiesen werden.

Weiterhin können andere ursächliche Erkrankungen (Tumor, vaskuläre Veränderungen, Hirninfarkte, Entzündungen) dtejtuert werden. Das MRT ist der Computertomographie in der Demenz-Diagnostik überlegen, da die Methode sensitiver für z. B. vaskuläre Veränderungen ist und es die Möglichkeit gibt, das Ausmaß einer Atrophie, z. B. der Hippocampi, quantitiv besser einzuschätzen.

Neuropsychologische Hirnleistungsdiagnostik

Da bei unterschiedlichen Demenzerkrankungen zum Teil ganz unterschiedliche Hirnregionen betroffen sind und jeder Teil des Gehirnes spezielle Aufgaben erfüllt, ist es für Neuropsychologen möglich mit Hilfe spezialisierter Testbatterien, die die unterschiedlichen Hirnfunktionen abbilden Aussagen über den Ort der Störung und die Verdachtsdiagnose zu machen.

Liquordiagnostik (Hirnwasseruntersuchung)

Die Liquordiagnostik dient einerseits dem Ausschluss akuter oder chronischer Entzündungen des Zentralen Nervensystems, andererseits gibt es inzwischen mehrere Biomarker, die einen Abbauprozess von Nervenzellen anzeigen können. Insbesondere die Analyse mehrerer Marker (Tau-Protein, Phospho-Tau, Beta-Amyloid, Neurofilamente u.a.) lässt eine frühzeitige Zuordnung und Diagnose zu. Es ist dadurch möglich, eine Alzheimer-Krankheit bereits früh, teilweise sogar vor Auftreten klinisch eindeutiger Symptome, festzustellen. Der klinische Verlauf und die Beeinträchtigungen im Alltag bleiben jedoch entscheidend für die Diagnose einer Demenz

Blutuntersuchungen

Manche Erkrankungen, die zu einer dementiellen Entwicklung führen, sind durch charakteristische Stoffwechselstörungen gekennzeichnet, welche sich durch Blutuntersuchungen nachweisen lässt. Bei einigen Erkrankungen ist auch eine genetische Diagnostik möglich.

Weitere spezielle Bildgebungsverfahren

Gegebenenfalls können weitere Spezialuntersuchungen des Gehirns mittels nuklearmedizinischen Untersuchungen notwendig werden, z. B. Positronenemissionstomographie (PET), um den Stoffwechsel im Gehirn und die entsprechenden Veränderungen bei bestimmten Demenzformen sichtbar zu machen. Sollte die Diagnostik notwendig sein, wird eine Empfehlung gegeben. Die Durchführung erfolgt in einem Zentrum für Nuklearmedizin.

Zusammenfassend erhöht die Kombination der verschiedenen Untersuchungsmethoden (neuropsychologische Testverfahren, MRT und Liquoranalyse) die Genauigkeit, die verschiedenen Demenzformen zu unterscheiden, auf 78% bis zu 97%.