Die Diagnose stützt sich auf den

  • Nachweis multilokulärer entzündlich-demyelinisierender Läsionen in Gehirn und Rückenmark
  • Nachweis einer chronischen Entzündung im Liquor cerebrospinalis
  • Initial meist schubförmigen Krankheitsverlauf
  • Ausschluss anderer Krankheiten, die eine MS nachahmen können

Apparative Zusatzuntersuchungen:

Kernspintomographie

Bei über 95% der Patienten mit gesicherter MS finden sich im Kernspintomogramm multilokuläre Läsionen in Gehirn und Rückenmark. Mit dem Kontrastmittel Gadolinium-DTPA lassen sich zusätzlich Herde mit aktiver Entzündung nachweisen.

Liquor cerebrospinalis

Der Nachweis einer chronischen Entzündung im ZNS stellt neben der Objektivierung multipler Läsionen das wichtigste Kriterium zur Diagnosesicherung dar. Bei über 90 % der MS-Patienten finden sich zumindest oligoclonale Banden.

Evozierte Potentiale

Visuell evozierte Potentiale (VEP), akustisch evozierte Potentiale (AEP) und sensibel evozierte Potentiale des N. medianus und N. tibialis (SEP) sowie magnetisch evozierte Potentiale der Pyramidenbahn (MEP) dienen dazu, subklinische Schädigungen (paraklinische Läsionen) in den zentralen sensiblen und motorischen Leitungsbahnen aufzudecken und zu quantifizieren. Ein Monitoring des Krankheitsverlaufs ist somit ebenfalls möglich.