Fachklinik für Neurologie DietenbronnMorbus Parkinson

In Deutschland sind ca. 75-85 Menschen/ 100.000 Einwohner am idiopathischen Parkinson-Syndrom (Morbus Parkinson) erkrankt, man geht von über 162.000 Erkrankten in Deutschland aus (Global-Burden-of-Disease, Studie2016). Die Anzahl der an einem idiopathischen Parkinson-Syndrom Erkrankten ist deutlich altersabhängig.

Beim idiopathischen Parkinson-Syndrom handelt es sich um eine chronisch fortschreitende Erkrankung mit einem zunehmenden Untergang bestimmter Nervenzellen (dopaminerger Neurone) im Gehirn. Diese Nervenzellen produzieren den hemmenden Überträgerstoff Dopamin. Zusätzlich sind aber auch andere Gruppen von Nervenzellen vom Zelluntergang betroffen (z.B. Neurone im Vagus-Kern, der Brücke, im Mittelhirn, in Spinalganglien und in peripheren sympathischen Ganglien). Damit fehlen nicht nur der Überträgerstoff Dopamin, sondern auch andere Überträgerstoffe wie z.B. Noradrenalin, Adrenalin, Serotonin, Acetylcholin oder GABA. Der Mangel an Dopamin und anderen Überträgerstoffen führt im Verlauf zu den Störungen der Beweglichkeit, zu psychischen Veränderungen, zu Verstopfung, Kreislaufstörungen, Schlafstörungen und weiteren Symptomen. Die Ursache des idiopathischen Parkinson-Syndroms ist bislang unbekannt.

Häufig tritt das idiopathische Parkinson-Syndrom zwischen dem 55. und dem 65. Lebensjahr auf. Es ist jedoch keine reine Alterserkrankung. Etwa 10 % der Erkrankten sind um die 40 Jahre bei Krankheitsbeginn.

Mit fortschreitender Erkrankung nehmen die damit verbundenen Behinderungen zu, wodurch Alltagstätigkeiten wie die Körperhygiene oder Ankleiden erschwert oder unmöglich werden.

Diese neurologische Bewegungsstörung kann bislang nicht geheilt werden.