Stuttgart

Die Sana Herzchirurgie Stuttgart hat sich vorbereitet: Wie eine Station zur Isolierstation wird. Bestens gerüstet für die kommende Zeit

Hohe Spezialisierung und große Erfahrung in der Intensivmedizin – das zeichnet die Sana Herzchirurgie Stuttgart seit jeher aus und ist in Zeiten von Covid-19 Erkrankungen wichtiger denn je. Zum aktuellen Zeitpunkt (Stand 3. April 2020) reichen die Kapazitäten der Intensivbetten in den Stuttgarter Corona-Zentren zwar noch aus, in der Sana Herzchirurgie ist man aber jederzeit darauf vorbereitet, Patienten aufzunehmen und zu behandeln.

So wurde die Intensivstation 2 in der vergangenen Woche in eine hoch effektive Isolierstation umgerüstet. Dadurch kann die Sana Herzchirurgie Stuttgart ab sofort acht zusätzliche Intensivbetten mit Beatmungsmöglichkeit vorhalten. „Zusätzlich ist die Klinik in der Lage, bei Bedarf für bis zu drei Patienten eine ECMO zu betreuen“, erklärt die Stationsleitung. Bei der sogenannten ECMO (extrakorporale Membranoxygenierung) übernimmt eine Maschine teilweise oder vollständig die Lungenfunktion der Patienten und wird bei Schwersterkrankten eingesetzt, wenn eine herkömmliche Beatmung nicht mehr ausreicht.

Was ist an einer Isolierstation besonders und was gilt es zu beachten?

Im Falle der Sana Herzchirurgie Stuttgart ist es aufgrund der räumlichen Gegebenheiten ein großer Vorteil, dass eine komplette Station von allen anderen Bereichen abgetrennt werden kann. Vor dem normalen Zugang zur Station Intensiv 2 wurde ein Schleusenbereich eingerichtet. Zwei Zimmer, die normalerweise als Einzelzimmer für Patienten genutzt werden, wurden zu Umkleiden mit Duschmöglichkeiten und allen erforderlichen Hygienestandards umfunktioniert. Mit dem ersten zu isolierenden Patienten greifen alle erforderlichen Maßnahmen. Hierfür erhielten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern theoretische und praktische Sonderschulungen. Dazu gehören u.a. das sorgfältige Anlegen der Schutzausrüstung, bestehend aus Schutzkitteln, Handschuhen und Atemschutzmasken, sowie die zwingende Einhaltung der „reinen“ und „unreinen“ Bereiche der Station. Ebenfalls darf das Personal während ihrer Schicht die Station nicht verlassen. Damit es den engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an nichts fehlt, wurde eine Versorgung mit Speisen und Getränken durch den Caterer organisiert und auch ein eigener Pausenraum bereitgestellt. Psychologischen, ethischen und seelsorglichen Beistand erhalten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von unserer Krankenhausseelsorge, so dass sie mit der Situation nicht alleine gelassen werden und die Erlebnisse aufarbeiten können. Die Patienten profitieren zudem von der Expertise in der Intensivmedizin, die die Sana Herzchirurgie vorweisen kann, und hoch qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Pflege und im ärztlichen Dienst.

Ein großer Dank für die exzellente Konzeptionierung und Umsetzung der Isolierstation gilt Regine Nagel und Christine Auwärter (Stationsleitungen Intensiv 2), Ines Filster und Christian Dieker (Stationsleitungen Intensiv 1), Dr. Hartwig Schrimm (Oberarzt Intensiv 1) und Ronald Thomiczny (Pflegedirektor).

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