Stuttgart

Die Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG) verlieh den Hans Georg Borst-Preis an Dr. med. Markus Liebrich, Sana Herzchirurgie Stuttgart. Wissenschaftliche Fachgesellschaft Deutscher Herzchirurgen verleiht Hans Georg Borst-Preis für besondere Forschungsleistung der Herzmedizin

Die Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG) verlieh im Rahmen der 49. Jahrestagung (29.02. – 03.03.2020) in Wiesbaden den Hans Georg Borst-Preis an Dr. med. Markus Liebrich von der Sana Herzchirurgie Stuttgart für seine Arbeit „Mid-term results with the frozen-elephant trunk technique (E-vita open) in thoracic aortic disease: A single-center experience in 199 patients".

Alljährlich würdigt die DGTHG die besonderen Leistungen von Ärzten und Wissenschaftlern mit renommierten Medizin- und Forschungspreisen, die im Rahmen der feierlichen Eröffnung der Jahrestagung durch den DGTHG-Sekretär Professor Dr. Andreas Markewitz übergeben werden.

Die „frozen-elephant-trunk"-Technik ist eine Weiterentwicklung der konventionellen Aortenchirurgie. Sie ermöglicht die „one-stage"-Behandlung, also die Behandlung in nur einer Sitzung, von akuten und chronischen komplexen Erkrankungen der Aorta im Bereich des Brustkorbs. Durch den Einsatz einer solchen „Hybridprothese", die die offen chirurgische Therapie mit der endovaskulären kombiniert können simultan die Aorta ascendens, der Aortenbogen und die distale Aorta descendens bei unterschiedlichen Pathologien (akute, chronische Dissektion und thorakale Aortenaneurysmata) behandelt werden. Dr. Liebrich aus dem Team der Sana Herzchirurgie Stuttgart konnte in der vorliegenden Arbeit zeigen, dass die implantierten Hybridprothesen sehr gute mittelfristige Ergebnisse hinsichtlich Materialermüdung/-performance bieten und eine ideale Andockstelle/Landezone für eventuell nötige, nachträgliche chirurgische/interventionelle Behandlungen. Weiterhin konnte nachgewiesen werden, dass die Reinterventionsrate bei der Entität der thorakalen Aortenaneurysmata am höchsten war und das durch die Approximierung der distalen Anastomose von Zone 3 nach Zone 2 bei parallelem Einsatz der bilateralen, antegraden Hirnperfusion sowie der distalen Körperperfusion mit konsekutivem Anheben der Körperkerntemperatur zu einer Verkürzung der viszeralen und zerebralen Ischämiezeiten führt sowie einen Trend zu besseren Überlebensraten aufweist.

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