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CORONA-Virus

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CORONA-VirusAktuelle Informationen

Liebe Besucher,

zum Schutz unserer Patienten und Ihrer Angehörigen sind Besuche von Patienten ab sofort grundsätzlich nicht mehr gestattet. In dringenden Angelegenheiten wenden Sie sich bitte an die Leitung der jeweiligen Station. Vielen Dank für Ihr Verständnis!

Viele von Ihnen wenden sich mit allerlei Fragen zum neuartigen Coronavirus (das auch SARS-CoV-2 oder COVID-19 genannt wird) an unsere Krankenhäuser, da sie verunsichert sind. Wir möchten Ihnen daher die wichtigsten bisher bekannten Fakten zu SARS-CoV-2 erläutern, und Ihnen zudem erklären, wie Sie am Besten vorgehen, wenn Sie den Verdacht haben, dass Sie daran erkrankt sein könnten.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat SARS-CoV-2 als Pandemie eingestuft. Nach Einschätzung des Robert-Koch-Instituts (RKI) ist die Gefährdung für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland derzeit insgesamt hoch. Diese Gefährdung variiert aber von Region zu Region. Diese Einschätzung kann sich kurzfristig durch neue Erkenntnisse ändern.

Das Robert-Koch-Institut veröffentlicht tagesaktuell die neuesten Erkenntnisse, Einschätzungen und Verhaltensregeln zu SARS-CoV-2.

Auch die Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung bietet eine tagesaktuelle und gut strukturierte Übersicht.

Info-Hotlines:

  • Infotelefon der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen für Auskünfte bei Verdachtsfällen:
    116 117
  • Infotelefon des Gesundheitsamtes Dresden
    0351-488 53 22 (täglich von 8 bis 16 Uhr)
  • Bürgertelefon des Sächsischen Gesundheitsministeriums zum Thema Coronavirus
    0351-564 558 55

Wie kann SARS-CoV-2 übertragen werden?

Das Coronavirus SARS-CoV-2 kann direkt von Mensch zu Mensch übertragen werden. Die Tröpfcheninfektion ist der Hauptübertragungsweg. Das geschieht, indem virushaltige Tröpfchen an die Schleimhäute der Nase, des Mundes und gegebenenfalls des Auges gelangen. Nach aktuellem Sachstand ist zudem nicht ausgeschlossen, dass das Virus auch durch eine Schmierinfektion über die Hände, die mit der Mund- oder Nasenschleimhaut und auch mit der Augenbindehaut in Kontakt gebracht werden, übertragen werden kann.

Außerdem kann das Coronavirus über sogenannte Aerosole übertragen werden. Aerosole sind Tröpfchenkerne, die kleiner als 5 Mikrometer sind, und in der Luft schweben. Sie halten sich länger in der Luft auf und können sich in geschlossenen Räumen verteilen. Um die Verbreitung der Aerosole in geschlossenen Räumen, zum Beispiel in Büros, zu vermeiden ist regelmäßiges Lüften wichtig.

Auch eine Übertragung von SARS-CoV-2 über Oberflächen ist nicht auszuschließen – vor allem in der unmittelbaren Umgebung von infizierten Personen.

Mittlerweile konnten Coronaviren SARS-CoV-2 auch in Stuhlproben nachgewiesen werden. Ob das Coronavirus aber auch über den Stuhl verbreitet werden kann, ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht abschließend geklärt.

Wie lange dauert die Inkubationszeit?

Aktuell wird davon ausgegangen, dass es nach einer Ansteckung bis zu 14 Tage dauern kann, bis Krankheitszeichen auftreten.

Welche Symptome zeigen sich beim Coronavirus?

Wie andere Atemwegserkrankungen kann eine Infektion mit SARS-CoV-2 zu grippeähnlichen Symptomen wie Husten, Schnupfen, Halskratzen und Fieber führen. Einige Betroffene leiden auch an Durchfall. Bei den bisher hauptsächlich aus China berichteten Fällen verliefen vier von fünf Krankheitsverläufen mild.

In Deutschland werden von Corona-Infizierten Husten und Fieber als häufigste Krankheitszeichen genannt. Aber auch andere Anzeichen wie Schnupfen, Störung des Geruchs- und/ oder Geschmackssinns, Halsschmerzen, Atemnot, Kopf- und Gliederschmerzen und ein allgemeines Schwächegefühl sind möglich.

Die Krankheitsverläufe sind individuell – zum Teil unspezifisch, vielfältig und variieren stark. Aus diesem Grund können aktuell keine allgemeingültigen Aussagen hinsichtlich eines „typischen“ Krankheitsverlaufs gezeichnet werden.

Eine Infektion mit dem Coronavirus kann in manchen Fällen auch ohne Krankheitszeichen verlaufen. Es sind aber auch schwerere Krankheitsverläufe mit schweren Lungenentzündungen bis hin zu Lungenversagen und Tod möglich. Zudem ist es durchaus möglich, dass verschiedene Komplikationen und Folgeerkrankungen auftreten.

Was muss ich tun, wenn ich den Verdacht habe, mich mit SARS-CoV-2 infiziert zu haben?

Personen, die einen persönlichen Kontakt zu einer Person hatten, bei der das SARS-CoV-2-Virus im Labor nachgewiesen wurde, sollten sich unverzüglich und unabhängig von Symptomen an ihr zuständiges Gesundheitsamt wenden. Das Gesundheitsamt wird dann alle weiteren Schritte einleiten und Sie darüber unverzüglich informieren.

Um das für Sie zuständige Gesundheitsamt zu finden, nutzen Sie am Besten das Online-Tool des RKI, in das Sie einfach Ihre Postleitzahl eintragen.

Wenn Sie Krankheitsanzeichen feststellen, die auf eine Ansteckung mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 hindeuten, sollten Sie zu Hause bleiben, die allgemein gültigen Abstands- und Hygieneregeln einhalten und sich telefonisch beraten lassen. Zu den Symptomen gehören beispielsweise Husten, erhöhte Temperatur oder Fieber, Kurzatmigkeit, Verlust des Geruchs- und/ oder Geschmackssinns, Schnupfen, Halsschmerzen, Kopf- und Gliederschmerzen und ein allgemeines Schwächeempfinden. Zur telefonischen Beratung melden Sie sich am besten unter: 116117. Dabei handelt es sich um eine lokale Corona-Hotline, die Hausarztpraxis oder einen anderern behandelnden Arzt. Diese Kontaktstellen informieren Sie dann bei der Beratung über das weitere notwendige Vorgehen. Sollten Sie nicht gleich jemanden telefonisch erreichen, versuchen Sie es erneut. In Notfällen, beispielsweise bei akuter Atemnot, sollten Sie sich umgehend unter der Notfallnummer 112 melden.

Ist das Krankenhaus die richtige Anlaufstelle für mich, wenn ich den Verdacht habe, mich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert zu haben?

Ein Besuch im Krankenhaus beziehungsweise eine stationäre Aufnahme ist nur in Ausnahmefällen notwendig. Eine Einschätzung, ob dies der Fall ist, trifft Ihr betreuender Hausarzt und nach Rücksprache mit dem jeweiligen Gesundheitsamt . Eine erste anonyme Vorab-Einschätzung erhalten Sie auch über unseren digitalen digitalen Corona Symptom-Checker.

Wer wird getestet?

Welche Personen in Deutschland getestet werden sollen, beschreibt die Nationale Teststrategie, die dazu dient, vorhandene Testkapazitäten möglichst zielgerichtet einzusetzen.

Daraus ergibt sich, dass ein Test auf das Coronavirus SARS-CoV-2 schon bei leichten Anzeichen einer Atemwegsinfektion oder anderen Symptomen einer Infektion gemacht werden soll.

Sollten Sie innerhalb der letzten zwei Wochen Kontakt zu einer positiv getesteten Person gehabt haben, sollten Sie zu Hause bleiben und sich umgehend telefonisch bei Ihrem zuständigen Gesundheitsamt melden. Selbst dann, wenn Sie keine Symptome haben.

Ob ein Test durchgeführt wird, entscheidet dann der behandelnde Arzt oder das zuständige Gesundheitsamt.

Testungen sind auch für Berufsgruppen vorgesehen, wie beispielsweise medizinisches und pflegerisches Personal sowie bei einem Ausbruchsgeschehen auch für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Gemeinschaftseinrichtungen. Die „Nationale Teststrategie – wer wird in Deutschland auf das Vorliegen einer SARS-CoV-2 Infektion getestet?“ des RKI informiert ausführlich, welche Personengruppen getestet werden sollen.

Kann ich mich im Krankenhaus oder bei meinem Hausarzt gegen SARS-CoV-2 impfen lassen?

Seit Ende November 2020 gibt es erste Meldungen über das Vorliegen zuverlässiger Impfstoffe. Am 27. Dezember 2020 haben die ersten Impfungen auch in Deutschland begonnen. Mittlerweile sind mehrere Impfstoffe zugelassen. Da der Impfstoff bis heute nur in begrenzen Mengen erhältlich ist, wird eine Impfung gegen das Coronavirus im ersten Schritt nur Menschen angeboten, die entweder durch ihre berufliche Tätigkeit einem höheren Risiko ausgesetzt sind oder ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf einer Erkrankung haben. Dem RKI zufolge gehören dazu folgende Personengruppen:

  • Über 80-Jährige 
  • Bewohnerinnen und Bewohner von Senioren- und Altenpflegeheimen
  • Personal mit besonders hohem Expositionsrisiko in medizinischen Einrichtungen, zum Beispiel in Notaufnahmen oder in der medizinischen Betreuung von COVID-19-Patientinnen und Patienten
  • Personal in medizinischen Einrichtungen mit engem Kontakt zu vulnerablen Gruppen wie beispielsweise in der Hämatoonkologie oder Transplantationsmedizin
  • Pflegepersonal in der ambulanten und stationären Altenpflege
  • Andere Berufsgruppen, die in Senioren- und Altenpflegeheimen Kontakt zu den Bewohnerinnen und Bewohnern haben

Weiterführende Informationen zur Corona-Impfung:

  • Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat eine Empfehlung zur allgemeinen Impfung sowie zur Priorisierung zusammengestellt. Diese finden Sie hier. Diese Empfehlung zur Priorisierung der zu Impfenden gilt laut RKI aber nur solange, bis genügend Impfstoff zur Verfügung steht.
  • Einen Überblick zur Priorisierung sowie alle Details zur Terminvergabe in den Bundesländern finden Sie auf der Website des Patientenservice.

Wie kann man sich dann vor der Ansteckung schützen?

Wie bei Influenza und anderen Atemwegserkrankungen schützen das Einhalten der Husten- und Nies-Etikette, eine gute Händehygiene, sowie Abstand zu Erkrankten (etwa 1 bis 2 Meter) auch vor einer Übertragung des Coronavirus. Diese Maßnahmen sind darüber hinaus auch in Anbetracht der Grippewelle überall und jederzeit angeraten. Tipps für die richtige Händedesinfektion finden Sie hier.