Dresden

Digitalisierung geht voran Wundbehandlung mithilfe künstlicher Intelligenz

Pflegedienstleiterin Kerstin Steiding und Digitalisierungsverantwortlicher Marcus Leubner besprechen die letzten Details, bevor die neue digitale Wunddokumentation am Herzzentrum Dresden eingeführt wird. Foto: Robert Reuther

Die richtige Versorgung von Wunden nimmt am Herzzentrum Dresden Universitätsklinik einen wichtigen Stellenwert ein. Aus diesem Grund gibt es dort nicht nur speziell ausgebildete Wundexperten, sondern auch eine umfassende Wunddokumentation. „Jede Wunde sollte von Beginn an genau und verständlich erfasst und beschrieben werden. Nur so können der Verlauf der Wundsituation und der Therapie- und Heilungserfolg sichtbar gemacht werden“, sagt Kerstin Steiding, Pflegedienstleiterin des Herzzentrums Dresden.

Bei dieser wichtigen Aufgabe des Wundmanagements setzt das Team der Universitätsklinik jetzt auf eine hochmoderne, digitale und dennoch einfache App-Lösung. Die Pflegekräfte erstellen dabei mit einem Tablet Foto- und Videoaufnahmen von Wunden, überarbeiten diese und überführen die Daten anschließend nahtlos in die bestehende Patientenakte. Die App erlaubt es zudem, Wunden direkt exakt zu vermessen und so das Ausmaß und den Heilungsverlauf einer Verletzung schnell und einfach zu dokumentieren. Dadurch wird die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Fachbereichen innerhalb des Krankenhauses erleichtert, der Dokumentationsprozess beschleunigt und zusätzlich die Kommunikation mit den Patientinnen und Patienten nachhaltig verbessert.

Das Smart-Phone oder Tablet hilft

„Bisher war die Wunddokumentation recht umständlich. Jede Station hatte eine Digitalkamera, die Bilder mussten umständlich heruntergeladen, gesichert und anschließend den Patientenakten zugeordnet werden“, sagt Marcus Leubner, Verantwortlicher für den Bereich Klinische Prozesse und Digitalisierung am Herzzentrum. „Jetzt steht uns eine einfache reproduzierbare Wunderfassung zur Verfügung. Es ist sogar möglich, kleine Videos anzufertigen und so festzuhalten, wie sich die Wunde bei Bewegung verhält.“ Über individuell ausgewählte Benutzergruppen kann zudem über eine Chat-Funktion eine Befundzusammenschau und Beratung erfolgen.

Die Bilddokumentation wird genutzt, um den Heilungsverlauf bei chronischen Wunden zu erfassen und die Behandlung entsprechend zu optimieren. Ärzte erhalten so jederzeit – sei es in der Wundsprechstunde, bei den Visiten oder in der Notfallambulanz - schnellen Zugriff auf die Daten, welche per Schnittstelle automatisch den jeweiligen Therapieschemata zugeordnet werden. Zudem lässt sich das System auch dazu nutzen, Fotodokumentationen auf elektronischem Wege für Konsil-Fragestellungen anzuwenden oder den Informationsaustausch mit anderen Krankenhäusern und dem ambulanten Wundmanagement effizienter zu gestalten.

Qualitätssicherung und Zeitersparnis

„Unser neues digitales Wundmanagement kommt unseren Patientinnen und Patienten gleich doppelt zugute. Zum einen sichert es die Qualität der Wundbehandlung. Zum anderen ist es für unsere Pflegekräfte eine enorme Zeitersparnis. Die Dokumentation erfolgt direkt über ein iPad am Patientenbett somit werden Informationen direkt gesichert und der zeitliche Aufwand kommt den Patientinnen und Patienten direkt zu Gute. Das freut alle Beteiligten“, sagt Kerstin Steiding.

Robert Reuther
Referent Unternehmenskommunikation | Pressesprecher
Herzzentrum Dresden GmbH Universitätsklinik

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