Hof

Was ist los in Mamas kugelrundem Bauch?

Eine spannende Reise durch 40 Wochen Schwangerschaft - in der Kinder Uni Medizin am Sana Klinikum Hof

Viele der Kinder, die zur Kinder-Uni Medizin von Frankenpost und Sana Klinikum Hof gekommen waren, erwarten demnächst ein Geschwisterchen. Sie lauschten den Erklärungen der Hebamme Julia Gotschlich vom Hebammen Team Hof  (HTH) besonders andächtig und wollten ganz genau wissen, was da gerade in Mamas Bauch passiert. Andere haben bereits kleine Brüder und Schwestern und wissen ganz genau, wie so ein Baby-Body aufgeht, und wie man eine Windel zukleben muss.

Auch dass eine Schwangerschaft zehn Monate dauert – und nicht, wie häufig erzählt wird, neun Monate – war vielen schon bekannt. Dass jedoch das neue Leben klein wie ein Mohnsamen beginnt, und Mamas Bauch am Ende groß und schwer wie ein Kürbis ist, sorgte dann doch für große Augen. Julia Gotschlich nahm die Kinder mit auf eine anschauliche Reise durch 40 Wochen Schwangerschaft und zeigte Bilder von allen Stadien der Entwicklung des Babys im Bauch.  Schon in der siebten Woche, wenn das Baby noch klein wie eine Blaubeere ist und mehr nach Alien als nach Mensch aussieht, sind alle Organe angelegt. In der 12. Woche  sieht das Baby langsam nach Baby aus und ist ungefähr so groß wie eine Zitrone. Daumen lutschen und Fruchtwasser trinken stehen ab der 16. Woche auf dem Programm. Und wenn die Hälfte der Schwangerschaft geschafft ist, ist das Baby ungefähr so groß wie eine Orange. „Jetzt ist alles fertig, und das Baby muss nur noch groß und kräftig werden.“

Ungefähr in der 28. Woche beginnen die Babys im Bauch zu hören und lernen die Stimmen der verschiedenen Familienmitglieder zu unterscheiden. „Und wenn Mama zu viel gegessen hat, dann können sie mächtig viel Bauchgrummeln hören.“ Richtig eng im Bauch wird es in der 32. Woche. Das Baby ist dann ungefähr so groß wie eine Honigmelone – und lutscht nicht mehr nur am Daumen, sondern auch schon mal am Zeh, wenn es eng zusammengerollt in der Fruchtblase liegt. Warum die Fruchtblase und das Fruchtwasser so wichtig sind, zeigte die Hebamme  den Gästen der Kinder-Uni mit einem Ei in einem Einmachglas mit Wasser: Wie sehr man das Glas auch schüttelt – dem Ei passiert nichts! Es schwimmt sicher im Wasser und bleibt unbeschädigt. Das ist wichtig für die Babys, die in Mamas Fruchtblase nicht verletzt werden, auch wenn es mal holprig zugeht und Mama sich den dicken Bauch anschlägt oder sogar stürzt.

Nach dem abwechslungsreichen Vortrag standen praktische Übungen auf dem Programm. Hebammen, Krankenschwestern und die auf der Kinderstation tätige Erzieherin übten mit den Kindern den Umgang mit Babys – vom Tragen im Tuch über An- und Ausziehen bis hin zum Wickeln. Gar nicht so einfach, so einen kleinen Menschen an- und auszuziehen, wenn er dabei nur auf dem Rücken liegen kann (und das, obwohl die Babypuppen, anders als echte Babys, still liegen bleiben und nicht auch noch  schreien und strampeln)! Weil Babys immer warme Füße haben sollten, kommen nach dem Anziehen noch dicke Socken an die Füße. Auch das ist gar nicht so einfach wie es aussieht!

Julia Gotschlich zeigte den Kindern, wie man mit dem CTG-Gerät Herztöne hören kann, und ließ sie eine im Bettbezug „versteckte“ Babypuppe ertasten. Knie oder Ellenbogen? Kopf oder Po? Hebammen müssen das nicht nur durch einen dünnen Bettbezug spüren können, sondern durch die dicke Bauchdecke der Schwangeren. Und dann ist da ja auch noch das viele Fruchtwasser, das die Sache nicht einfacher macht...

An der Bastelstation fertigten die Kinder-Uni-Besucher eine hübsche, bunte  Willkommens-Karte für neu geborene Babys an. So mancher kann es jetzt noch weniger erwarten, bis die 40 Wochen endlich um sind, und das neue Familienmitglied auf Erden  begrüßt werden kann...

Text: Sandra Langer

Pressekontakt: Anja Kley, Leitung Marketing und Unternehmenskommunikation

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