da Vinci ZentrumHäufig gestellte Fragen

Wie wurde bisher bei Erkrankungen der Niere oder Prostata operiert?
Noch vor nicht allzu langer Zeit wurden nahezu alle urologischen Eingriffe über zum Teil sehr große, für die Patienten belastende Schnitte durchgeführt. Die Entwicklung der Endoskopie und der sog. "Schlüssellochchirurgie" haben die Invasivität der Eingriffe in den letzten Jahren deutlich reduziert. Trotzdem werden weltweit noch die meisten Operationen bei Fehlbildungen und bösartigen Erkrankungen urologischer Organe, wie z. B. Prostata, Harnblase, Niere, Nebennieren etc. über für Patienten ausgedehnte belastende Eingriffe über große Schnitte durchgeführt.

Wie verändert da Vinci® nun die Operationsmethode?
Mit der Entwicklung des da Vinci® Operationssystems ist es möglich über sehr kleine Hautschnitte in das Körperinnere zu gelangen und auch große Operationen mit höchster Präzision und feinstem Instrumentarium für die Patienten mit verminderter Belastung und rascher Erholung durchzuführen. Dies führt zu deutliche kürzeren Krankenhausverweildauern und einem rascheren Wiedereinstieg in den Alltag.

Operiert der Arzt? Oder operiert das Gerät?
Das da Vinci® Operationssystem ist kein eigenständig agierender Roboter. Der Arzt bestimmt zu jeder Zeit die Aktion und das da Vinci® System führt lediglich die Bewegung der Instrumente völlig zitterfrei und höchst präzise durch. D.h. das Operationsergebnis wird ausschließlich durch die Expertise des Operateurs bestimmt. Das da Vinci® System ist sozusagen nur ein Werkzeug, wenngleich auch ein hervorragendes.

Was passiert nun bei der OP mit da Vinci®?
Zu Beginn werden die Instrumente und die Optik über kleine Schnitte in das Körperinnere eingebracht und mit dem da Vinci® System verbunden. Der Operateur sitzt an einer Steuerkonsole und führt den Eingriff unter Sichtkontrolle mittels eines vergrößernden 3-D-Videosystems über frei bewegliche Handgriffe durch. Dabei werden die Handbewegungen des Operateurs über eine Recheneinheit gesteuert und an die Robotikeinheit übertragen.

Welche Vorteile bringt diese Art der Operation für den Patienten?
Durch die kleinen Schnitte, die bis zu 10-fache Vergrößerung des OP-Gebietes sowie durch die zitterfrei hochpräzise Übertragung der Bewegung des Operateurs können Operationen präziser, komplikationsärmer und schonender durchgeführt werden. Das übersetzt sich in einer kürzeren Krankenhausverweildauer und rascheren Genesung.

Wie sieht der Arzt von einer Steuerkonsole aus, was er operiert?
Bei der roboterassistierten Chirurgie bedient der Arzt die Instrumente über eine Konsole. Dabei werden die Bewegungen durch ein 3D-Videosystem überwacht. Dies bietet dem Operateur die Möglichkeit das Bild des Operationsfeldes um den Faktor 10 zu vergrößern und somit selbst feinste Details zu erkennen. Das System überträgt alle Handbewegungen in kleinere, präzisere Bewegungen an winzige Instrumente im Körper des Patienten.

Kann da Vinci® bei allen Patienten eingesetzt werden?
Prinzipiell können sehr viele verschiedene Operationen mit diesem robotischen System durchgeführt werden. Letztlich bestimmt aber der individuelle Patient mit seiner individuellen Erkrankung, ob es vorteilhaft ist, den Eingriff robotisch assistiert oder besser mit konventionellen Methoden durchzuführen.

Muss ich als Patient einen Aufpreis für die da Vinci® Operation zahlen?
Nein, als Patient müssen Sie selbstverständlich nichts für die da Vinci® Operation zu bezahlen. Diese Operationsmethode ist von allen Krankenkassen akzeptiert, die durch die Operation entstehenden Mehrkosten werden vom Sana Klinikum Hof übernommen. Für Sie als Patient entstehen keinerlei zusätzliche Kosten für die Operation.

Ist die Infektionsgefahr höher oder niedriger?
Im Zeitalter multiresistenter Keime gilt es Wundinfektionen möglichst zu vermeiden. In Studien konnte gezeigt werden, dass minimalinvasiv durchgeführte Operationen eine niedrigere Wundinfektionsrate aufweisen, was sowohl für Patienten als auch für das Gesundheitssystem von Vorteil ist.

Muss ich nach der Operation lange im Krankenhaus bleiben?
Die geringere Invasivität, der niedrigere Blutverlust und eine geringere Komplikationsrate übersetzen sich in eine kürzere Krankenhausverweildauer, bedingt durch einen rascheren Heilungsverlauf.

Ist die Zeit der Genesung kürzer, als bei konventionellen Methoden?
Es hat sich gezeigt, dass der Heilverlauf gegenüber den offenen Operationen deutlich kürzer ist und die Patienten rascher wieder in den Alltag zurückfinden.

Was folgt bei einer radikalen OP, z.B. der Entfernung der Prostata?
Nach einer da Vinci® assistierten Operation, z.B. bei Prostatakrebs können unsere Patienten in der Regel bereits am ersten postoperativen Tag aufstehen, trinken und kleine Mahlzeiten zu sich nehmen. Die sehr kleinen Schnitte und eine standardisierte Schmerztherapie führen zu einer nahezu vollständigen Schmerzfreiheit.