Sana Blaubuch

40 merfeld und Lichtenberg und einer qualitativ hoch- wertigen Grundversorgung in den anderen stati- onären und ambulanten Einrichtungen. In Berlin- Brandenburg ist Sana künftig einer der größten Gesundheitsdienstleister und nimmt bei der Eta- blierung von integrierten Versorgungsformen deutschlandweit eine führende Rolle ein. An fast allen Standorten der Krankenhäuser des Sana Klinikverbunds ist die enge Verzahnung des sta- tionären und ambulanten Sektors inzwischen gelebter Alltag. Das einst starre Grenzregime zwischen diesen Sektoren ist einer produktiven Offenheit gewichen—entgegen allen Widerstän- den und Denkblockaden. Wachablösung im Kanzleramt Auch das schien 2005 in Deutschland lange Zeit undenkbar zu sein: Eine Frau als Bundeskanzlerin, dazu noch eine ostdeutsche Physikerin, die im Vergleich zu ihren Herausforderern spät in die Politik gekommen und mit 51 Jahren die jüngste in diesem Amt ist und kein allzu ausgeprägtes «Macht-Gen» zu besitzen scheint. Über 60 Jahre lang hatten Männer das Bild des kämpfenden Kanzlers geprägt, und Merkels Vorgänger Gerhard Schröder hat dieses Image bis zur letzten Minute seiner Amtszeit mit Verve gepflegt. Um ein Haar hätte er der Unionskandi- datin denWahlsieg geraubt, doch am 22. Novem- ber 2005 tritt Angela Merkel das Amt der Kanz- lerin an. Unter Merkels Führung wird die Wehrpflicht abgeschafft, der Atomausstieg beschlossen, der Grexit vermieden. Ihr Regierungsstil wird kontro- vers diskutiert, auch weil er oft eher Besonnenheit als Aktionismus verkörpert. Gleich zu Beginn ihrer Amtszeit distanziert sich Merkel von großen Visionen, kraftvollen Versprechen und raumgrei- fenden Reformen. Vielmehr setzt sie auf eine Politik der kleinen Schritte. Die bevorstehenden Aufgaben der Gesund- heitspolitik bezeichnet die neue Kanzlerin als die schwierigsten—trotz aller Reformen ist es noch nicht befriedigend gelungen, das Gesundheits- system wettbewerbsfähig zu machen. Große Aufgaben—kleine Schritte Schwierig wird es für Merkel auch, weil der Koalitions- partner amVerhandlungstisch ein gewichtigesWort mitzureden hat. Große Koalition ist gleichbedeutend mit kleinen Reformschritten. Nicht verwunderlich also, dass die Gesundheitsreform 2007 kein gro- ßer Wurf, sondern ein Kompromiss auf kleinstem Nenner ist. Zwischen der wettbewerbsorientierten Unionspolitik—Stichwort «Gesundheitsprämie»— und demSolidaritätsprinzip der von der SPD gefor- derten Bürgerversicherung liegenWelten. Letztlich ist keiner der Koalitionspartner mit demHerzstück der Reform namens Gesundheitsfonds wirklich zufrieden. Auch deshalb wird die Umsetzung erst einmal ins Jahr 2009 vertagt. Wesentlich freundlichere Entwicklungen über- lagern die Stimmung in Deutschland: Konjunk- turell herrscht in der Anfangszeit der Regierung Merkel eitel Sonnenschein. Getrieben durch das Deutschlands erste Kanzlerin Bundeskanzlerin Angela Merkel hier beim Besuch der Sana Kliniken Sommerfeld im September 2010. S ta r k e s N e t z we r k «Einfache Erfolgsfor­ meln für die Zukunft gibt es nicht. Aber es zeichnet sich ab, dass große Krankenhaus­ verbünde im Wettbe­ werb um innovative, gute Lösungen schneller vorwärts kommen.» Thomas Lemke Mitglied des Vorstands (CFO).

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