Sana Blaubuch

V o l l e K r a f t 2013 erreichen die Kliniken im Sana Verbund gemeinsam die zweite Umsatzmilliarde. Im gleichen Jahr wagt sich der Konzern mit der Übernahme des 900-Betten-Klinikums Offenbach an die größte Sanierungsaufgabe im deutschen Klinikmarkt heran. Auch weitere Medizinische Versorgungszen- tren sind seit 2010 hinzugekommen, zuletzt die Berliner Polikum Gruppe, der größte ambulante Leistungserbringer Deutschlands: Das Unterneh- men betreibt Zentren an mehreren Standorten in Berlin und Leipzig, beschäftigt rund 500 Mitarbei- ter, darunter etwa 130 Ärzte, Zahnärzte und Psy- chotherapeuten. Auch eine Diabetesklinik, ein ambulantes OP-Zentrum und eine chirurgische Privatklinik in der Westberliner City gehören dazu. So viel «Familienzuwachs» in nur fünf Jahren schafft große Gestaltungsspielräume. Zugleich aber steigen damit die Herausforderungen, das gemeinsame «Feld» nachhaltig zu bestellen. Brennpunkt Personal «Krankenhäusern droht Notstand», titelt die Süd- deutsche Zeitung imMai 2010. Laut einer Umfrage der Deutschen Krankenhausgesellschaft haben rund drei Viertel der deutschen Krankenhäuser Probleme, offene Stellen im ärztlichen Dienst und in der Pflege zu besetzen. Als Gegenmaßnahme empfiehlt der damalige Gesundheitsminister Philipp Rösler, dieArbeitsbedingungen in Krankenhäusern so zu verändern, dass sich Beruf und Familie künftig besser vereinbaren lassen. Sana hat dieWeichen in diese Richtung bereits gestellt: Unter dem Leitbild des « familienfreund- lichen Krankenhauses» startet Anfang 2010 eine umfassende Initiative, die dem allgegenwärtigen Erster Maximalversorger Im August 2013 über- nimmt Sana das Klinikum Offenbach mit über 2000 Mitarbeitern in 20 Fachkliniken—und einem Defizit von 40 Millionen Euro. Schon nach zwei Jahren nähert sich Sana Offenbach der «Schwarzen Null».

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