Sana Blaubuch

49 V o l l e K r a f t Fachkräftemangel begegnen und dieAttraktivität des Konzerns als Arbeitgeber steigern soll. Zu diesem Zeitpunkt ist Sana mit 22483 Mit- arbeitern der viertgrößteArbeitgeber imdeutschen Gesundheitswesen. Über 75 Prozent des Personals sind weiblich, und der Frauenanteil von 37 Prozent bei den Herzchirurgen in Stuttgart ist sogar ein bundesweiter Spitzenwert. Mit zwölf Prozent ist auch dieAnzahl der Frauen in Chefarztpositionen bei Sana überdurchschnittlich hoch. Die Gesundheitsbranche, insbesondere der Pflegebereich, ist traditionell eine weibliche Do- mäne. Seit 20 Jahren steigt auch der Anteil der Ärztinnen im Krankenhaus kontinuierlich an. Das gilt besonders für den Nachwuchs: Rund zwei Drittel der Studienanfänger im Fach Humanme- dizin sind weiblich. Zugleich legen immer mehr Männer großen Wert auf die Familienfreundlich- keit ihrer Arbeitgeber. Dahinter steht ein tief grei- fender Wertewandel. «Bei der jungen Generation steht Karriere nicht mehr bedingungslos über dem Thema ‹ Familie › », sagt Vorstandsmitglied und Arbeitsdirektor Jan Stanslowski. «Die Mitarbeiter engagieren sich mit ihremArbeitseinsatz nur, wenn sie Beruf und Privatleben unter einen Hut bringen können. Die Wertschätzung der Mitarbeiter und familienfreundliche Rahmenbedingungen gehören deshalb untrennbar zusammen. » Hilfe in allen Lebenslagen Das Schlagwort «Familienfreundlichkeit » reicht bei Sana weit über die Bereitstellung von Betriebs­ kindergärten hinaus. Es geht stattdessen um eine umfassende Personalpolitik, die den Mitarbeitern helfen soll, Arbeit und Privatleben in allen Lebens- phasen miteinander in Einklang zu bringen. Dazu gehören Teilzeitmodelle, die auf die individuellen Bedürfnisse der Mitarbeiter zugeschnitten sind, ebenso wie Wiedereinstiegsprogramme nach der Babypause und die Vermittlung von Tagesmüttern oder Kitaplätzen. Darüber hinaus gibt es fortan Angebote zur Gesundheitsförderung und Stress- bewältigung. Auch Mitarbeiter, die kranke oder alte Angehörige pflegen, sollen bei Sana passende Unterstützungsmaßnahmen finden. Um ihre familienbewusste Personalpolitik wei- ter zu verbessern, beginnt Sana 2011 als erster großer Krankenhausträger mit der konzernweiten Zertifizierung aller Sana Kliniken imRahmen des Audits «Beruf und Familie» der Hertie-Stiftung. Schon kurze Zeit später—Ende 2012—dürfen alle Sana Krankenhäuser das Qualitätssiegel «audit berufundfamilie» führen—ein sichtbarer Beweis dafür, dass die familienorientierte Aus- richtung des Sana Verbunds rasch vorankommt. Zudem kooperiert der Konzern seit Sommer 2012 mit dem pme Familienservice. DasAngebot «Sana & Familie» bietet allen Mitarbeitern um- fangreiche Beratungs- und Vermittlungsleistungen in der Kinderbetreuung, der Pflege von Angehö- rigen und dem Coaching in kritischen Lebensla- gen. Mitarbeiter, die in persönliche oder finanzielle Notlagen geraten, die kurzfristig einen Kinderbe- treuungsplatz für die Ferienzeit oder Informationen über Angehörigenpflege benötigen, finden bei dem Service «Sana & Familie» kostenlos Hilfe. Ein weiterer Baustein des zukunftsorientierten Personalmanagements ist das 2011 aufgelegte Programm «50+» für ältere Arbeitnehmer, die angesichts des Fachkräftemangels mehr denn je gebraucht werden. Etwa ein Viertel der Sana Mitarbeiter ist über 50 Jahre alt. Ihnen bietet das Unternehmen flexible Arbeitszeitmodelle, ergo- nomisch gestalteteArbeitsplätze, Gesundheits- und Ernährungsberatung sowie gezielte Aus- und Weiterbildungsangebote. Nachhaltiges Personalmanagement … … ist ein zentraler Wettbewerbsfaktor. Für das bisher Erreichte wurde Sana bereits mehrfach ausgezeichnet. Alle Kliniken im Verbund dürfen das Qualitätssiegel «audit berufundfamilie» führen. «Gerade weil wir wissen, dass die Nachfrage nach qualifizierten Mitarbei­ terinnen und Mitarbei­ tern noch zunehmen wird, setzen wir auf eine hochwertige und mitarbeiterorientierte Personalentwicklung. » Jan Stanslowski Mitglied des Vorstands und Arbeitsdirektor (CLO).

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