Sana Blaubuch

54 spielen speziell ausgebildete Pflegekräfte: Sie kontaktieren die Patienten nach dem Klinikauf- enthalt regelmäßig zu festen Terminen, beant- worten Fragen und holen Informationen über deren Befinden und Verhalten ein. Der Patient erhält noch in der Klinik eine Schulung an einem Tabletcomputer, über den er dann von zu Hause aus mit der Insuffizienzschwester kommunizieren kann. Sobald Spezialistenrat gefragt ist, steht das ärztliche Team der Klinik zur Verfügung. anfallpatienten Hilfe finden. Innerhalb weniger Minuten wird eine Verbindung zu den erfahrenen neurologischen Spezialisten imUnfallkrankenhaus Berlin aufgebaut, die sich auf dieseArt ein genaues Bild des Patienten machen können. Damit wird Zeit eingespart, die für den Verlauf von Schlag- anfällen besonders wertvoll ist. Spitzenmedizin im Netzwerk Ein weiterer Weg, den Sana bei der flächen- deckenden Versorgung von Herzpatienten mit Spitzenmedizin geht, ist die Entwicklung neuer Versorgungslandschaften über Krankenhaus­ grenzen hinweg. Ein Beispiel dafür ist CardioMed Nord, eine neuartige Vernetzung zwischen verschiedenen Sana Kliniken in Schleswig-Holstein und Meck- lenburg-Vorpommern. An den Standorten Lübeck, Eutin und Oldenburg, Wismar, Elmshorn und Pinneberg wird das Wissen der Herzmedizin gebündelt: Die dort ansässigen Chefärzte für Kardiologie kooperieren eng mit den jeweiligen Universitätskliniken in Hamburg und Lübeck so- wie mit den Internisten und Hausärzten vor Ort. Durch diese Vernetzung erhalten die Patienten nun qualitativ sehr hochwertige medizinische Leistungen aus einer Hand und in der Nähe ihres Wohnorts. Auch imHerznetz Nordrhein-Westfalen haben mehrere Sana Kliniken ihre kardiologische Ex- pertise vernetzt, jedoch mit einem ganz anderen Ansatz: In diesem Verbund kommt der Spezialist zum Patienten und nicht umgekehrt. Der Rhyth- mologe Prof. Dr. Uwe Wiegand, der diese Fach- abteilung in Remscheid leitet, ist einer der weni- gen ausgewiesenen Experten in Deutschland. Er hält regelmäßige Sprechstunden in Hameln, Duisburg und Düsseldorf, wodurch die Patienten Televisite Patienten mit Herz­ schwäche erhalten über ihren Tabletcomputer einen direkten Draht zu einer speziell geschulten Insuffizienzschwester. «Telecoaching kann denArzt nicht ersetzen», so die Initiatorin des Projekts, Prof. Dr. Ruth Strasser. «Doch die Zahl der Erkrankten steigt sprunghaft, und ohne solche innovativenAnsätze werden wir diese Menschen kaum mehr angemessen be- treuen können. » Solche telemedizinischen Versorgungskonzepte sind besonders sinnvoll in ländlichen Gegenden, also dort, wo die Krankenhausversorgung weni- ger engmaschig ist als in der Großstadt. Vor allem ältere Patienten möchten gerne vor Ort und in der Nähe ihrer Angehörigen behandelt werden. Das Sana Krankenhaus Templin beweist seit 2010, dass das mithilfe der Teleneurologie auch bei Patienten mit schweren Schlaganfällen möglich ist. Herzstück ist der Videokonferenzplatz in der Templiner Rettungsstelle, über den Schlag- V o l l e K r a f t

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