Sana Blaubuch
60 N ä c h s t e r H a lt: Z u k u n f t Gesundheitscampus der Sana Kliniken Solln Sendling ist ein Haus mit kurzen Wegen, durch- dachter Infrastruktur und ansprechendem Am biente. In der Fachklinik für orthopädische Chirur gie finden Patienten mit Gelenkerkrankungen ihre jeweiligen Spezialisten für Fuß, Knie, Hüfte, Schulter oder Wirbelsäule. Die Klinik ist für die neuesten Methoden der minimalinvasiven und mikrochirurgischen Orthopädie ausgestattet. Auch in Duisburg plant Sana für die Zukunft: Der Neubau am Standort im Stadtteil Wedau ist voraussichtlich 2020 bezugsbereit, das Kranken- haus in Rheinhausen wird saniert und erweitert. Im oberschwäbischen Biberach entsteht derzeit ein kompletter Klinikneubau, der 2019 eröffnet werden soll. Außerdem wird Sana dort mit nie- dergelassenen Ärzten und anderen Gesundheits- partnern kooperieren, um das Versorgungsnetz in der Region weiter auszubauen. Die fortschrei- tende Alterung der Gesellschaft ist in solchen ländlichen Räumen schon viel stärker spürbar als in Ballungsgebieten. Umso wichtiger ist es, dort vernetzte Gesundheitsdienstleistungen zu eta- blieren, die auf die Bedürfnisse der Menschen vor Ort zugeschnitten sind. Ob auf dem Land oder in der Stadt—Patienten fühlen sich nur dann im Krankenhaus wohl, wenn sie von gut ausgebildeten und motivierten Mitar- beitern betreut werden. Der Pflege kommt dabei eine besonders wichtige Rolle zu. Perspektiven für Pflege Neben anderen Faktoren ist vor allem die Pflege das Aushängeschild eines Krankenhauses—zu diesem Ergebnis kommen nahezu alle Umfragen und Studien zur Patientenzufriedenheit. Nicht min- der eindeutig ist aber auch, dass in Deutschland seit Jahren immer weniger qualifiziertes Pflege- personal einer wachsenden Zahl von Patienten gegenübersteht—ein Problem, das sich in Zukunft verschärfen wird. Die Prognosen des Statistischen Bundesamts sind düster: Im Jahr 2025 werden rund 152 000 Pflegekräfte fehlen, die für die Versorgung der bis dahin erwarteten Zahl an Krankenhauspatienten gebraucht würden. Der Personalmangel im Pflegebereich hat vielschichtige Ursachen: Er ist dem demogra- fischen Wandel ebenso geschuldet wie den for- dernden Arbeitsbedingungen im Krankenhaus und dem nicht sonderlich guten Image des Pfle- geberufs. Auf die Alterung der Gesellschaft bei gleichzeitig sinkender Geburtenrate können Krankenhausbetreiber nicht einwirken. Wohl aber auf die Arbeitsbedingungen und das Ansehen der Pflegemitarbeiter. «Wie können wir den Pfle- geberuf attraktiver machen?» Diese Frage rückt bei Sana künftig noch stärker in den Mittelpunkt als bisher. Seit 2015 arbeitet der neu gegründe- te Bereich «Unternehmensstrategie Pflege » an Lösungen für die vielleicht größte Herausforde- rung der Krankenhäuser: qualifiziertes Personal zu finden und zu binden. Geplant sind unter anderemMaßnahmen, mit denen das Arbeitsum- feld und die Perspektiven der Pflegenden ver- bessert werden—etwa die Vermittlung von Füh- rungskompetenz, neuartige Arbeitszeitmodelle oder Weiterbildung hinsichtlich Patienten mit speziellem Pflegebedarf. Neue Volkskrankheiten Stichwort «Demenz»: Etwa 1,5 Millionen Deutsche sind heute davon betroffen, jedes Jahr werden weitere Zehntausende dazukommen. Kranken- hausaufenthalte sind für diese Patientengruppe äußerst kritisch und werden von ihnen oft als sehr bedrohlich empfunden. Noch sind Krankenhäu- «Patienten wollen nicht als Fall, nicht als Nummer, sondern als Mensch wahrgenom men werden. Sie wollen Sicherheit, Aufmerksamkeit, vertrauenswürdige Medizin und ein Umfeld, das der Genesung zuträglich ist.» Dr. Jens Schick Mitglied des Vorstands (CSO).
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