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CoronavirusAktuelle Informationen

Liebe Besucherinnen, liebe Besucher, 
sehr geehrte Angehörige, 

viele von Ihnen wenden sich mit allerlei Fragen zum Coronavirus (das auch SARS-CoV-2 oder COVID-19 genannt wird) an unsere Krankenhäuser, da Sie verunsichert sind. Wir möchten Ihnen daher die wichtigsten bisher bekannten Fakten zu SARS-CoV-2 erläutern, und Ihnen zudem erklären, wie Sie am besten vorgehen, wenn Sie den Verdacht haben, dass Sie daran erkrankt sein könnten.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) veröffentlicht tagesaktuell die neuesten Erkenntnisse, Einschätzungen und Verhaltensregeln zu SARS-CoV-2. Auch die Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung bietet eine tagesaktuelle und gut strukturierte Übersicht.

Für alle Fragen zum Coronavirus hat zudem das Gesundheitsamt des Landkreises Leipzig eine themenbezogene Website mit allen relevanten Informationen eingerichtet.

Wie kann SARS-CoV-2 übertragen werden?

Das Coronavirus SARS-CoV-2 kann direkt von Mensch zu Mensch übertragen werden. Die Tröpfcheninfektion ist der Hauptübertragungsweg. Das geschieht, indem virushaltige Tröpfchen an die Schleimhäute der Nase, des Mundes und gegebenenfalls des Auges gelangen. Nach aktuellem Sachstand ist zudem nicht ausgeschlossen, dass das Virus auch durch eine Schmierinfektion über die Hände, die mit der Mund- oder Nasenschleimhaut und auch mit der Augenbindehaut in Kontakt gebracht werden, übertragen werden kann.

Außerdem kann das Coronavirus über sogenannte Aerosole übertragen werden. Aerosole sind Tröpfchenkerne, die kleiner als 5 Mikrometer sind, und in der Luft schweben. Sie halten sich länger in der Luft auf und können sich in geschlossenen Räumen verteilen. Um die Verbreitung der Aerosole in geschlossenen Räumen, zum Beispiel in Büros, zu vermeiden ist regelmäßiges Lüften wichtig.

Auch eine Übertragung von SARS-CoV-2 über Oberflächen ist nicht auszuschließen – vor allem in der unmittelbaren Umgebung von infizierten Personen.

Mittlerweile konnten Coronaviren SARS-CoV-2 auch in Stuhlproben nachgewiesen werden. Ob das Coronavirus aber auch über den Stuhl verbreitet werden kann, ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht abschließend geklärt.

Wie lange dauert die Inkubationszeit?

Derzeit wird davon ausgegangen, dass es nach einer Ansteckung bis zu 14 Tage dauern kann, bis Krankheitszeichen auftreten.

Welche Symptome zeigen sich beim neuartigen Coronavirus?

Wie andere Atemwegserkrankungen kann eine Infektion mit SARS-CoV-2 zu grippeähnlichen Symptomen wie Husten, Schnupfen, Halskratzen und Fieber führen. Einige Betroffene leiden auch an Durchfall. 

In Deutschland werden von Corona-Infizierten Husten und Fieber als häufigste Krankheitszeichen genannt. Aber auch andere Anzeichen wie Schnupfen, Störung des Geruchs- und/ oder Geschmackssinns, Halsschmerzen, Atemnot, Kopf- und Gliederschmerzen und ein allgemeines Schwächegefühl sind möglich.

Die Krankheitsverläufe sind individuell – zum Teil unspezifisch, vielfältig und variieren stark. Aus diesem Grund können aktuell keine allgemeingültigen Aussagen hinsichtlich eines »typischen« Krankheitsverlaufs gezeichnet werden.

Eine Infektion mit dem Coronavirus kann in manchen Fällen auch ohne Krankheitszeichen verlaufen. Es sind aber auch schwerere Krankheitsverläufe mit schweren Lungenentzündungen bis hin zu Lungenversagen und Tod möglich. Zudem ist es durchaus möglich, dass verschiedene Komplikationen und Folgeerkrankungen auftreten.

Was muss ich tun, wenn ich den Verdacht habe, mich mit SARS-CoV-2infiziert zu haben?

Personen, die einen persönlichen Kontakt zu einer Person hatten, bei der das SARS-CoV-2-Virus im Labor nachgewiesen wurde, sollten sich unverzüglich und unabhängig von Symptomen an ihr zuständiges Gesundheitsamt wenden. Das Gesundheitsamt wird dann alle weiteren Schritte einleiten und Sie darüber unverzüglich informieren.

Um das für Sie zuständige Gesundheitsamt zu finden, nutzen Sie am Besten das Online-Tool des RKI, in das Sie einfach Ihre Postleitzahl eintragen.

Wenn Sie Krankheitsanzeichen feststellen, die auf eine Ansteckung mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 hindeuten, sollten Sie zu Hause bleiben, die allgemein gültigen Abstands- und Hygieneregeln einhalten und sich telefonisch beraten lassen. Zu den Symptomen gehören beispielsweise Husten, erhöhte Temperatur oder Fieber, Kurzatmigkeit, Verlust des Geruchs- und/ oder Geschmackssinns, Schnupfen, Halsschmerzen, Kopf- und Gliederschmerzen und ein allgemeines Schwächeempfinden. Zur telefonischen Beratung melden Sie sich am besten unter: 116 117. Dabei handelt es sich um eine lokale Corona-Hotline, die Hausarztpraxis oder einen anderen behandelnden Arzt. Diese Kontaktstellen informieren Sie dann bei der Beratung über das weitere notwendige Vorgehen. Sollten Sie nicht gleich jemanden telefonisch erreichen, versuchen Sie es erneut. In Notfällen, beispielsweise bei akuter Atemnot, sollten Sie sich umgehend unter der Notfallnummer 112 melden.

Um sich und andere zu schützen, sollten Sie auf keinen Fall ohne vorherige telefonische Anmeldung eine Arztpraxis aufsuchen.

Ist das Krankenhaus die richtige Anlaufstelle für mich, wenn ich den Verdacht habe, mich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert zu haben?

Ein Besuch im Krankenhaus beziehungsweise eine stationäre Aufnahme ist nur in Ausnahmefällen notwendig. Eine Einschätzung, ob dies der Fall ist, trifft Ihr betreuender Hausarzt und nach Rücksprache mit dem jeweiligen Gesundheitsamt . Eine erste anonyme Vorab-Einschätzung erhalten Sie auch über unseren digitalen digitalen Corona Symptom-Checker.

Wer wird getestet?

Welche Personen in Deutschland getestet werden sollen, beschreibt die Nationale Teststrategie, die dazu dient, vorhandene Testkapazitäten möglichst zielgerichtet einzusetzen.

Daraus ergibt sich, dass ein Test auf das Coronavirus SARS-CoV-2 schon bei leichten Anzeichen einer Atemwegsinfektion oder anderen Symptomen einer Infektion gemacht werden soll.

Sollten Sie innerhalb der letzten zwei Wochen Kontakt zu einer positiv getesteten Person gehabt haben, sollten Sie zu Hause bleiben und sich umgehend telefonisch bei Ihrem zuständigen Gesundheitsamt melden. Selbst dann, wenn Sie keine Symptome haben.

Ob ein Test durchgeführt wird, entscheidet dann der behandelnde Arzt oder das zuständige Gesundheitsamt.

Testungen sind auch für Berufsgruppen vorgesehen, wie beispielsweise medizinisches und pflegerisches Personal sowie bei einem Ausbruchsgeschehen auch für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Gemeinschaftseinrichtungen. Die „Nationale Teststrategie – wer wird in Deutschland auf das Vorliegen einer SARS-CoV-2 Infektion getestet?“ des RKI informiert ausführlich, welche Personengruppen getestet werden sollen.

Kann ich mich im Krankenhaus oder bei meinem Hausarzt gegen SARS-CoV-2 impfen lassen?

Voraussetzung für eine Impfung ist momentan die Zugehörigkeit zu einer prioritär zu impfenden Personengruppe, weil noch nicht ausreichend Impfdosen zur Verfügung stehen, um die gesamte Bevölkerung zu impfen. Informationen dazu finden Sie hier.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat eine Empfehlung zur allgemeinen Impfung sowie zur Priorisierung zusammengestellt. Diese finden Sie hier. Diese Empfehlung zur Priorisierung der zu Impfenden gilt laut RKI aber nur solange, bis genügend Impfstoff zur Verfügung steht.

Einen Überblick zur Priorisierung sowie alle Details zur Terminvergabe in den Bundesländern finden Sie auf der Website des Patientenservice.

Wie kann man sich dann vor der Ansteckung schützen?

Halten Sie sich an die AHA+L-Regel!

Abstand
Indem Sie Abstand zu anderen Personen halten, tragen Sie dazu bei, sich selbst sowie andere vor einer Ansteckung zu schützen.

  1. Halten Sie daher im öffentlichen Raum einen Abstand von mindestens 1,5 Metern zu anderen ein. Dies gilt zum Beispiel auf dem Weg zur Arbeit, beim Einkaufen oder auch beim Spaziergang im Park.
  2. Verzichten Sie auf den Handschlag oder Umarmungen. Begrüßen und verabschieden Sie sich von anderen Personen Corona-konform.
  3. Bleiben Sie zu Hause, wenn Sie Anzeichen bemerken, die auf eine COVID-19-Erkrankung hindeuten könnten. Dies gilt auch dann, wenn Sie zu einer positiv getesteten Person Kontakt hatten.

Hygiene
Eine regelmäßige und gründliche Hygiene ist ausschlaggebend, um ein Ansteckungsrisiko zu reduzieren.

  1. Achten Sie auf die richtige Hust-/ Niesetikette: Husten oder niesen Sie in ein Taschentuch und entsorgen Sie dieses anschließend sofort. Sollten Sie kein Taschentuch zur Hand haben, husten und niesen Sie in die Armbeuge.
  2. Waschen Sie sich regelmäßig und gründlich Ihre Hände mit Seife. Das gilt insbesondere dann, wenn Sie nach Hause kommen, nach dem Naseputzen, Niesen oder Husten, vor der Zubereitung von Speisen, vor dem Essen, nach dem Toilettengang, vor und nach dem Kontakt mit Erkrankten, sowie nach Möglichkeit auch vor dem Anlegen und nach dem Ablegen eines Mund-Nasen-Schutzes.
  3. Achten Sie dabei darauf, dass Sie Ihre Hände 20 bis 30 Sekunden gründlich waschen. Spülen Sie die Hände anschließend ab und trocknen Sie diese anschließend sorgfältig an einem sauberen Tuch ab.

Medizinischer Mund-Nasen-Schutz
Das Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes wird momentan vor allem in Situationen empfohlen, in denen sich mehrere Menschen im öffentlichen Raum für längere Zeit befinden. Aber auch dann, wenn die Abstandsregeln nicht zuverlässig eingehalten werden können. Besonders wichtig ist dies in geschlossenen Räumen.

  1. In bestimmten öffentlichen Bereichen, wie etwa im öffentlichen Nahverkehr, in Arztpraxen im Supermarkt aber auch Im Auto (wenn Menschen zusammen im Auto gahren, die nicht zum Hausstand gehören) ist ein medizinischer Mund-Nasen-Schutz Pflicht. 
  2. Auch wenn Sie eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen: Halten Sie möglichst Abstand zu anderen und beachten Sie die Hygieneregeln. Tipps für die richtige Händedesinfektion finden Sie hier.

Lüften
Sorgen Sie nach Möglichkeit für eine gute Durchlüftung. Optimal wäre es, pro Stunde zwei Mal für fünf Minuten das Fenster zu öffnen.

  1. Lüften Sie (Wohn-)Räume regelmäßig, insbesondere wenn sich mehrere Personen darin aufhalten. Dies sollte entweder über weit geöffnete Fenster (Stoßlüftung) über mehrere Minuten oder – noch wirksamer – durch das Querlüften bzw. Querstromlüften erfolgen.
  2. Als Faustregel empfiehlt das Umweltbundesamt das Stoßlüften für im Schnitt mindestens 10 bis 15 Minuten, wobei im Sommer 20 bis 30 Minuten gelüftet werden sollte, während im Winter bei großen Temperaturunterschieden auch schon fünf Minuten ausreichend sein können.  
  3. Sind mehrere Personen in einem Raum, sollten Sie auch während des Treffens regelmäßig und gründlich lüften.

Hygiene im Haushalt
Auch eine gute Hygiene im Haushalt ist wichtig.

  1. Verwenden Sie hierfür haushaltsübliche tensidhaltige Wasch- und Reinigungsmittel.
  2. Von einem Einsatz von Desinfektionsmitteln wird auch während der Corona-Pandemie abgeraten.
  3. Natürlich gelten für das medizinische Umfeld und bei der häuslichen Betreuung einer an COVID-19 erkrankten Person besondere Hygienestandards.