Ostholstein/Lübeck

Geschätzte Expertinnen

Ärzte und Pflegende mit Migrationshintergrund sind wichtig für die Gesundheit und Pflege. Was nicht überall selbstverständlich ist, gilt für die Sana Kliniken Ostholstein und Lübeck: Im Fokus steht die Kompetenz eines Mitarbeiters. Drei Schwestern aus Lübeck arbeiten in beiden Unternehmen mit Kopftuch. Beide Kliniken engagieren sich für Charta der Vielfalt.

Hatice Aygün geht schnellen Schrittes vom OP auf die Station. Die approbierte Ärztin ist in der Weiterbildung zur Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe. In Eutin erfüllte sich für sie ihr Ideal: Sie kann mit Kopftuch ihrer ärztlichen Tätigkeit nachgehen. Nicht selbstverständlich für die Deutsche türkischer Abstammung. „Es ist wichtig, diese Chance zu bekommen“, erklärt Aygün. Um diese Chance zu erhalten, musste sie selbst viel tun. Nach ihrer Approbation war sie acht Monate lang auf der Suche nach dem richtigen Arbeitgeber. Ihre heutige Chefin, Chefärztin Dr. Regine Hegerfeld, weiß: „Wir waren die einzige Klinik aus sechs in Schleswig-Holstein, die Frau Aygün diese Chance gegeben hat. Für die Patientinnen steht in erster Linie die Kompetenz unserer ärztlichen Mitarbeiter im Fokus, danach kommen Fähigkeiten wie Einfühlungsvermögen und Empathie. Und all dies bringt Frau Aygün mit.“
Auch bei den Sana Kliniken Ostholstein gab es anfangs die Befürchtung, dass nicht alle Patientinnen und Patienten mit einer Kopftuch tragenden Ärztin einverstanden sein würden. „Zu meiner großen Freude ist die Toleranz auf beiden Seiten groß. Es spielt einfach überhaupt keine Rolle, dass ich ein Kopftuch trage, und das finde ich schön, weil es anderen Frauen Mut machen kann“, so Hatice Aygün.
Die beiden Schwestern von Frau Aygün, Gökce Simali und Betül Caliskan, arbeiten in der Radiologischen Abteilung der Sana Kliniken Lübeck als Medizinisch-technische Assistentinnen. Auch sie tragen Kopftuch. Ihre Ausbildung absolvierten beide in Lübeck und haben bereits während dieser Zeit ein Praktikum in den Sana Kliniken absolviert. Nach der Ausbildung stand für beide Schwestern fest: „Wir wollen in der Sana Klinik Lübeck arbeiten.“ Der Chefarzt, Dr. Wolfram Höche, schätzte das Engagement und das freundliche, kommunikative Wesen der beiden und zögerte nicht, Frau Simali 2003 und Frau Caliskan 2009 einzustellen. „Die Patienten äußern eher Interesse an der Kultur und den Gründen, warum man Kopftuch trägt, als negativ auf dieses Erscheinungsbild zu reagieren“, so Gökce Simali. Ihre Schwester Betül Caliskan ergänzt: „Außerdem hilft es auch türkischen Patienten, wenn das Personal die Erklärungen des Chefarztes in die eigene Sprache übersetzen kann“.

Selbstverpflichtung zur „Charta der Vielfalt“.
„Ärzte und Pflegekräfte mit Migrationshintergrund stellen ein wichtiges Beschäftigungspotential für unsere Versorgung dar“, sagt Doreen Tapper, Leiterin Personalservice der Sana Kliniken Lübeck. Grund ist der wachsende Ärztemangel, aber auch Fachkräftemangel in der Pflege. Dies gelte für die Sana Krankenhäuser ebenso wie im bundesweiten Vergleich. Gemeinsam mit der Muttergesellschaft, der Sana Kliniken AG, beteiligen die Krankenhäuser Lübeck und Ostholstein seit 11/2010 an der „Charta der Vielfalt“. Schirmherrin der Initiative ist Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel. Die damit verbundene Selbstverpflichtung erstreckt sich einerseits darauf, eine Unternehmenskultur im Krankenhaus zu pflegen, die Respekt und Wertschätzung schafft. Andererseits aber auch die eigene Personalpolitik dahingehend zu überprüfen, wie die vielfältigen Fähigkeiten und Talente der Mitarbeiter unterstützt und gewinnbringend im Krankenhaus eingesetzt werden können.
„Unser Ziel dabei ist es, Vielfalt, Toleranz, Fairness und Wertschätzung in der Arbeitswelt des Krankenhauses zu fördern“, unterstreicht Dr. Stephan Puke, Geschäftsführer der Sana Kliniken Ostholstein. Davon profitieren beide Seiten: Fachkräfte mit Migrationshintergrund, die mit einer Einstellung eine gute Perspektive für ihre Zukunft erhalten. Und auch die Krankenhäuser. Für diese bedeutet es, dass die steigende Nachfrage nach Gesundheitsleistungen auch zukünftig bewältigt und das hohe Qualitätsniveau gehalten werden kann.

Zu den Sana Kliniken Ostholstein
Die Sana Kliniken Ostholstein sind mit 24.400 stationären und teilstationären Fällen und rund 37.600 ambulanten Kontakten der größte Anbieter medizinischer Akutversorgung im östlichen Schleswig-Holstein. 700 Mitarbeiter, davon rund 140 Ärzte, sind für die Patienten da. Die Sana Kliniken Ostholstein bieten eine hochqualitative wohnortnahe Versorgung mit zahlreichen Spezialisierungen, so z. B. in den Bereichen Kardiologie, Gastroenterologie, Unfallchirurgie, Orthopädie, Hand- und Mikrochirurgie,  Bauchchirurgie, Gefäßchirurgie und Angiologie, Kinderheilkunde, Frühgeborenen-Intensivstation im Perinatalzentrum, Onkologie, Brustzentrum, Lungen- und Bronchialheilkunde, Schlafmedizin, Diabetologie und Rheumatologie.

Zu den Sana Kliniken Lübeck
Die Sana Kliniken Lübeck sind mit rund 17.000 stationären und teilstationären Fällen einer der größten Anbieter medizinischer Akutversorgung im östlichen Schleswig-Holstein. 740 Mitarbeiter, davon 119 Ärzte, sind für die Patienten da. Die Sana Kliniken Lübeck bieten eine hochqualitative wohnortnahe Versorgung mit zahlreichen Spezialisierungen, so z. B. in den Bereichen Kardiologie, Gastroenterologie, Pneumologie, Diabetologie, Hämatologie und Onkologie sowie Bauchchirurgie, Orthopädie, Wirbelsäulenchirurgie, Gefäß- und Thoraxchirurgie, Plastische- und Handchirurgie, Anaesthesie, Intensivmedizin, Schmerztherapie, Radiologie und Urologie.



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