München

Warum Patienten eine geplante Knie- oder Hüftoperation nicht verschieben sollten und warum Operationen auch in Corona-Zeiten sicher sind Knie- und Hüftarthrose

Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und Funktionsdefizite plagen Patienten mit der Diagnose Hüftarthrose (Coxarthrose) oder Kniearthrose (Gonarthrose) im fortgeschrittenen Stadium. Dabei sind Schmerzen selbst in Ruhe, Anlaufschmerzen, Schmerzen im ganzen Hüftbereich, stechende Schmerzen im Knie, Gangstörungen, Bewegungseinschränkungen, Vermeiden von unnötigen Wegen, nur einige der Beschwerden, die Patienten mit einer starken Hüft- oder Kniearthrose äußern. Eine Operation kann dem Patienten diese Schmerzen und Einschränkungen der Lebensqualität nehmen.

Verunsicherung durch die Pandemie

Aktuell verunsichert jedoch die Corona-Pandemie viele Patienten: Können sie sich trotz Corona in der Klinik sicher fühlen – oder müssen sie eine Ansteckung befürchten? Viele Patienten fragen sich, ob sie sich jetzt operieren lassen sollen oder lieber die Schmerzen mit starken Schmerzmitteln weiter ertragen.

 „Wir können Patienten bezüglich unserer Kliniken absolut und mit bestem Gewissen ermutigen, sich auch jetzt operieren zu lassen», sagt Prof. Dr. med. Robert Hube, Experte für Endoprothetik. «Hier im Krankenhaus können wir die Sicherheit des Patienten auch in Corona-Zeiten sehr gut gewährleisten; ein Aufschieben der Operation hingegen kann zu einer Verschlechterung des Zustands führen und ein schlechteres Gesamtergebnis für die Behandlung bedeuten». Darüber hinaus sei die Steigerung der Dosis von Schmerzmitteln keine langfristige Lösung als Ersatz für eine notwendige Operation, ergänzt Prof. Dr. med. Thomas Kalteis, Experte für Endoprothetik. „Gerade bei jüngeren und sportlichen Patienten kann dies dazu führen, dass das gute prognostizierte Gesamtergebnis durch ein Aufschieben der Operation gefährdet wird“, so Kalteis. Eine Hüft- oder Kniegelenkersatz kann auch jüngere Patienten betreffen, etwa nach einem Unfall oder aufgrund einer erblichen Disposition.

Insgesamt raten die beiden Experten für Endoprothetik dazu, notwendige Operationen auch in Corona-Zeiten nicht unnötig aufzuschieben. „Wir tun alles dafür, dass sich Patienten bei uns sicher und gut aufgehoben fühlen können. Ein umfassendes Maßnahmenpaket passen wir dynamisch den aktuellen Entwicklungen an“ erläutert Philipp Schlerkmann, Geschäftsführer der Sana Klinik München. „Aktuelle Neuerungen zum Thema Corona-Sicherheit diskutieren wir als Klinikleitung täglich in unserem Corona-Krisenstab und stehen diesbezüglich selbstverständlich im engen Austausch mit den Corona-Experten unserer Muttergesellschaft, der Sana Kliniken AG“, so der Geschäftsführer der Sana Klinik München weiter.

Die Sana Klinik München und die OCM Orthopädische Chirurgie München sind auf endoprothetische Eingriffe spezialisiert. Gemeinsam wurden die beiden Kliniken 2020 zum neunten Mal in Folge erfolgreich als Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung zertifiziert. In der Sana Klinik München wurden allein 2019 rund 1.900 Operationen mit künstlichem Hüftgelenkersatz (Hüft-TEP) sowie rund 1.530 Operationen mit künstlichem Kniegelenkersatz (Knie-TEP) durchgeführt.

Das Einsetzen einer Endoprothese am Hüftgelenk zählt in Deutschland zu den häufigsten Operationen. Allein in 2018 wurde der Eingriff bei vollstationären Patientinnen und Patienten ca. 240.000 durchgeführt. Auch die Versorgung mit einer Knie-Endoprothese stellt, nicht zuletzt aufgrund demografischer Entwicklungen, innerhalb der orthopädisch-chirurgischen Disziplin einen Bereich mit seit Jahren steigender Eingriffshäufigkeit dar. So wurden im Jahr 2018 ca. 190.000 Knie-Endoprothesen implantiert. Das Behandlungsergebnis der Eingriffe konnte parallel in den vergangenen Jahren deutlich verbessert werden. Dazu trugen etwa im Bereich der Hüft-Endoprothetik fortlaufend verbesserte Prothesenmodelle mit durchschnittlich 15-jähriger Lebensdauer bei, eine große Rolle spielt aber auch die große Erfahrung der Operateure. Insgesamt stellt die Versorgung mit einer Endoprothese eine der sichersten und bewährtesten Methoden zur Behandlung von Knie- und Hüftarthrose dar.

 

Foto: Prof. Dr. med. Robert Hube, Experte für den künstlichen Gelenkersatz und Operateur der OCM Orthopädische Chirurgie München,  mit einer von ihm operierten Patientin, die in der Sana Klinik München am 26.10.2020 zwei neue Hüften (beidseitig) erhalten hat.

 

Quellen

  1. www.rheumaliga.ch/blog/2017/grundwissen-hueftarthrose
  2. Qualitätsreport des Instituts für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTiG), 2019)

 

Zusatzinfo Checkliste 
Wann Sie eine geplante Hüftoperation bzw. Knieoperation nicht länger verschieben sollten:

  • Wenn Sie bei Belastung oder im Ruhezustand unter großen Schmerzen leiden
  • Wenn Sie täglich und über längere Zeit Schmerzmittel einnehmen müssen – die Steigerung der Schmerzmitteldosis darf auf Dauer nicht die Wahl der Behandlung sein und kann Ihre Gesundheit gefährden.
  • Wenn Sie schmerzbedingt so große Bewegungseinschränkungen haben, dass ein körperlicher Abbau droht
  • Wenn Ihre Bewegungseinschränkung durch schmerzbedingte Fehlhaltung auch Ihre gesunden Gelenke gefährdet (Begleitarthrosen)
  • Wenn das Aufschieben der Behandlung den prognostizierten guten Erfolg der Behandlung durch eine Operation gefährden könnte – Bitte besprechen Sie dies mit Ihrem behandelnden Arzt.
  • Wenn alle anderen konservativen und operativem Möglichkeiten, das Hüftgelenk zu retten, bereits ausgeschöpft sind


Das Corona-Sicherheitskonzept der Sana Klinik München und der OCM Orthopädische Chirurgie München

Das Hygiene- und Sicherheitskonzept der Sana Klinik München und der OCM Orthopädische Chirurgie München orientiert sich an den Leitlinien und Hygienevorschriften des Robert-Koch-Instituts sowie den Anordnungen des Bayerischen Infektionsschutzgesetzes. Sollten neue Regelungen eintreten, werden diese sofort angepasst.

Schutzmaßnahmen für Patienten und Mitarbeiter

  • Durch eine Optimierung der Terminvergabe haben wir die Anzahl der Personen in den Wartebereichen reduziert
  • Durch eine weiträumigere Bestuhlung sorgen wir für den notwendigen Abstand
  • Alle Flächen in den öffentlich zugänglichen Bereichen werden mehrmals täglich desinfiziert
  • Alle Patienten müssen bei der Aufnahme einen Covid-19-Risikofragebogen ausfüllen
  • Sollten sich daraus Anhaltspunkte ergeben, erfolgt kurz vor stationärer Aufnahme in der Sana Klinik München ein präventiver Covid-Abstrich

Aktiver Krisenstab

Darüber hinaus wurde im März ein Krisenstab eingerichtet, der täglich zusammenkommt und  die Lage bewertet und ggf. neue passende Maßnahmen ableitet. Die für die Krankenhaushygiene verantwortlichen Mitarbeiter sind Teil des Krisenstabs. Sämtliche Mitarbeiter werden regelmäßig zu Hygiene und Sicherheit in Klinik und Praxis geschult.

Zusätzlich wird  die Einhaltung der erlassenen Schutzregeln regelmäßig durch die Mitarbeiter überprüft.

 Vorschriften für Patienten und Besucher

  • In allen öffentlich zugänglichen Bereichen gilt die Maskenpflicht
  • Ein Mindestabstand von 1,5 Metern muss eingehalten werden
  • Alle Besucher müssen vor dem Betreten der OCM und der Sana Klinik München ihre Hände desinfizieren
  • Besucher von Patienten in der Sana Klinik müssen sich schriftlich registrieren
  • Es darf maximal ein Besucher pro Tag für maximal 60 Minuten empfangen werden bzw. es gilt im Falle steigender Infektionszahlen ein Besuchsverbot für die Klinik – dies erfolgt in Abstimmung mit dem lokalen Gesundheitsamt (dies ist aktuell der Fall)

 

Pressekontakt:        

Sana Klinik München
Dr. Astrid Faupel, Pressesprecherin, Marketing & Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: (+49) 89 72403-4007, Mobil.: (+49) 160 1125440
astrid.faupel@sana.de

Sana Klinik München, Steinerstraße 3, 81369 München

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