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                    <pubDate>Wed, 17 Sep 2025 15:29:02 +0200</pubDate>
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                        <title>Aktiv trotz Schmerzen: Mit kleinen Gewohnheiten zum Erfolg</title>
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                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/aktiv-trotz-schmerzen-mit-kleinen-gewohnheiten-zum-erfolg/</guid><pp:caseid>632460</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><strong>„Einmal ist keinmal“ besagt eine Redewendung. Das ist aus Sicht von Jan Geishendorf, Abteilungsleiter des Instituts für Therapeutische Medizin an der Sana Klinik Leipziger Land in Borna, allerdings nicht ganz richtig. Einmal etwas Kleines zu tun ist auf alle Fälle besser als gar nichts zu tun und ein guter Anfang. Gerade Patienten mit chronischen Schmerzen ziehen sich häufig zurück. Der Sportwissenschaftler erklärt im Interview, wie Betroffene schon mit kleinen Veränderungen der Gewohnheit Erfolg erreichen können.</strong></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p><strong>Themendienst</strong></p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/eafe151c-6e62-4bf7-8f50-a24a35ae75c7/1920_180918-jangeishendorf.jpg?10000"><p><strong>Herr Geishendorf, Sie arbeiten mit vielen Patientinnen und Patienten mit unterschiedlichen Diagnosen und Beschwerden. Was ist das Besondere bei Schmerzpatienten?&nbsp;</strong></p><p>In der Regel ist es so, dass bei den meisten Patientinnen und Patienten die Ursache ihrer Beschwerden durch eine Therapie oder einen Eingriff behoben werden kann. Jemanden, dem zum Beispiel der Blinddarm entfernt wurde, geht es nach der Operation in der Regel wieder besser, und seine Beschwerden werden weniger und verschwinden. Bei Schmerzpatienten ist das leider oft anders, denn hier finden Ärzte manchmal gar keine organische Ursache für den andauernden Schmerz. Das ist für viele Patientinnen und Patienten schwer nachzuvollziehen.&nbsp;</p><p>Übrigens haben auch viele Mediziner für dieses Phänomen keine ausreichende Erklärung: Warum hat der eine Patient mit Gelenkverschleiß kaum Beschwerden, während sie bei anderen Patienten offenbar starke und andauernde Schmerzen verursachen? Man weiß nur, dass sehr verschiedene Faktoren für die Schmerzchronifizierung eine Rolle spielen – unter anderem auch die psychische Konstitution eines Menschen.&nbsp;</p><p>Schmerzpatienten suchen meist lange nach einem rationalen Grund für ihre Beschwerden und sind manchmal jahrelang auf der Suche nach der richtigen Diagnose, die ihre chronischen Schmerzen begründet. Dass der Schmerz da meist schon längst zu einer selbständigen Erkrankung geworden ist, die Lebensqualität, Wohlbefinden, psychische Stabilität und Aktivität in Mitleidenschaft zieht, fällt vielen schwer zu akzeptieren.&nbsp;<br><br><strong>Chronische Schmerzen führen bei vielen Betroffenen dazu, dass sie ihre Aktivitäten – sei es sportlicher oder sozialer Natur – immer weiter einschränken, weil der Schmerz ihr Leben beherrscht. Was raten Sie Schmerzpatienten, um diesen Teufelskreis zu durchbrechen?&nbsp;</strong></p><p>Bei einer multimodalen Schmerztherapie, wie wir sie auch in unserem interdisziplinären Schmerzzentrum in Borna verfolgen, kommt es darauf an, dass die Patientinnen und Patienten ihre Motivation zurückerlangen und wieder aktiv sind. Es ist bekannt, dass dies wichtige Faktoren für das Wohlbefinden und das Schmerzempfinden sind. Der schwierigste Punkt ist tatsächlich das „Anfangen“. Problem ist, dass viele ihre Ziele und Erwartungen einfach zu hochstecken. Damit ist ein Scheitern programmiert.&nbsp;</p><p>Das ist wiederum für die Psyche nicht gut und löst eine negative Spirale aus. Das kennen wir alle, wenn wir zum Beispiel an unsere immer wiederkehrenden Neujahrsvorsätze denken und wir uns große Dinge vornehmen: 15 Kilo abnehmen in zwei Monaten, fünf Mal die Woche joggen gehen, gesünder essen et cetera. Und dann scheitern wir aus unterschiedlichen Gründen bereits in den ersten Tagen unseres Vorhabens und unsere Motivation ist dahin. Daher rate ich jedem – und das gilt nicht nur für Schmerzpatienten – sich sehr, sehr kleine Ziele zu setzen. Diese Ziele dürfen sogar so klein sein, dass sie fast lächerlich wirken. So könnte das Ziel für den Patienten mit chronischen Schmerzen zum Beispiel sein, sich einmal täglich die Sporthose anzuziehen.&nbsp;<br><br><strong>Das hört sich tatsächlich etwas ulkig an. Können Sie näher beschreiben, was Sie damit meinen?&nbsp;</strong></p><p>Im Prinzip geht es darum, diesen einen Mini-Schritt erst einmal einfach zu machen. Das zieht zwei Effekte nach sich: Haben Patienten dieses kleine Ziel erreicht, ist das zum einen eine positive Bestärkung für den Kopf. Und zum anderen: Hat man die Sporthose dann erst einmal an, ist der nächste Schritt – eine einfache Übung oder eine Entspannungseinheit – gar nicht mehr so groß. Ein anderes Beispiel: Das Mini-Ziel einer Schmerzpatientin oder eines Schmerzpatienten könnte es auch sein, täglich den Extra-Gang zum Briefkasten zu gehen oder die Extra-Runde durch den Garten zu drehen. Ist das geschafft, erscheint die etwas längere Extra-Runde um das ganze Haus dann gar nicht mehr so unwahrscheinlich.&nbsp;<br><br><strong>Das hört sich an, als ob es eigentlich leicht umzusetzen wäre. Warum ist es dann besonders für Schmerzpatientinnen und -patienten so schwierig, „dranzubleiben"?&nbsp;</strong></p><p>Es ist generell eine Herausforderung, selbst kleine Veränderungen nachhaltig zu etablieren. Und das ist bei Menschen, die unter chronischen Schmerzen leiden, oft sogar noch schwieriger. Meist haben sie mit ihrer Erkrankung zu viele negative Erfahrungen gemacht und zu viele Rückschläge erlebt. Daher benötigen sie viel mehr Motivation und vor allem Willenskraft als Nicht-Schmerzgeplagte, um überhaupt wieder in Bewegung zu kommen.&nbsp;</p><p>Daher gilt ganz besonders für sie: Alles, was sie zusätzlich machen – und sei es die eine zusätzliche Kniebeuge am Tag, der eine Gang zum Briefkasten mehr – ist richtig und wichtig. Die Redewendung „Einmal ist keinmal“ gilt in diesen Fällen nicht, denn das „eine Mal“ ist schon der richtige Weg.&nbsp;<br><br><strong>Haben Sie vielleicht ein paar Tipps, wie es generell gelingen kann, dass mehr Bewegung zur Gewohnheit wird und dass es vielleicht nicht nur bei „einmal“ bleibt?&nbsp;</strong></p><p>Dazu müssen die Patienten sich bewusst machen, dass jede Veränderung, die sie umsetzen und sich zur Gewohnheit machen wollen, zusätzliche Zeit in Anspruch nimmt. Der Tag hat nur 24 Stunden, und wir verbringen durchschnittlich acht Stunden mit Arbeiten, sechs bis acht Stunden mit Schlaf, wir müssen einkaufen, Essen machen, Kinder betreuen, soziale Kontakte pflegen usw. Das bedeutet, besonders wenn es um sportliche Aktivitäten geht, sollte man die benötigte Zeit in den Tagesablauf ganz bewusst einplanen.&nbsp;</p><p>Manchmal hilft es auch, sich die kleinen Vorhaben zu visualisieren indem man sich zum Beispiel kleine Klebezettel an die Kühlschranktür heftet, die erinnern und motivieren „Hey, du hast dir das und das vorgenommen …“ Und nochmal: Stecken Sie Ihre Ziele nicht zu hoch! Es ist viel besser, jeden Tag ein bisschen was zusätzlich zu tun, als einmal die Woche ganz viel. Dann hat das Ganze auch eine gute Chance, eine Gewohnheit zu werden. Und das ist erreicht, wenn die Aktivität den Menschen plötzlich fehlt, wenn sie sie nicht mehr regelmäßig ausüben.&nbsp;</p><p><br>&nbsp;</p>]]></description><category><![CDATA[Themendienst,uk-hol,Schmerz,Borna,Aktivitaet,Schmerzmedizin,Orthopaedie]]></category>
            <pubDate>Tue, 04 Jun 2024 10:21:00 +0200</pubDate>
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                        <title>Rückgrat stärken: Einfache Übungen und geeignete Sportarten</title>
                        <link>https://www.sana.de/newsroom/rueckgrat-staerken-einfache-uebungen-und-geeignete-sportarten/</link>
                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/rueckgrat-staerken-einfache-uebungen-und-geeignete-sportarten/</guid><pp:caseid>619352</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><strong>Unser Rücken hält uns nicht nur aufrecht und trägt einen Großteil unseres Gewichtes, sondern sorgt auch gleichzeitig für Stabilität sowie Beweglichkeit. Zudem haben wir über unsere Haltung eine Wirkung auf die Ausstrahlung. Viele Menschen machen im Laufe ihres Lebens mindestens einmal, viele auch mehrmals, Bekanntschaft mit Rückenschmerzen. In der Regel ist dies kein Grund zur Besorgnis. Die meisten Rückenbeschwerden sind unspezifisch und deuten nicht auf einen strukturellen Schaden hin. Durch Bewegung, Sport und einen gesunden Lebensstil kann jeder täglich etwas für die Rückengesundheit tun.&nbsp;</strong></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p><strong>Themendienst</strong></p><h2>Training muss Spaß machen und einfach umsetzbar sein&nbsp;</h2><p>Körperliche und konsequente Aktivität beziehungsweise regelmäßiges Training helfen – das ist wissenschaftlich erwiesen. Erfahrungsgemäß gelingt die Umsetzung im Alltag am ehesten, wenn die Übungen Spaß machen und einfach umsetzbar sind. &nbsp;Eine Möglichkeit ist beispielsweise die 7-Minuten <a href="https://www.sana.de/leipzigerland/medizin-pflege/interdisziplinaeres-wirbelsaeulenzentrum-und-neurotraumatologie/uebungen-fuer-einen-gesunden-ruecken" target="_blank">Rumpfchallenge</a> des Sana-Expertenteams aus Borna bei Leipzig. Unter dem Motto „7 Minuten, 7 Übungen“ haben die Physiotherapeuten ein Kurzprogramm in zwei Schwierigkeitsstufen für einen starken Rücken entwickelt. Alle wichtigen Muskelgruppen werden durch das Programm aktiviert. Die Übungen lassen sich ohne Geräte durchführen und sind somit leicht in den Tagesablauf zu integrieren.</p><h2>Welche Sportarten sind geeignet?&nbsp;</h2><p>Besonders gut eignen sich als eher „sanft“ bekannte Sportarten wie Nordic Walking oder Wandern. Auch Joggen auf weichem Boden mit ordentlichen Laufschuhen ist eine gute Möglichkeit für regelmäßige körperliche Aktivität – vorausgesetzt, man hat Spaß daran. Wer gerne mit dem Fahrrad fährt, sollte darauf achten, dass der Lenker nicht zu tief eingestellt ist. Zudem kann eine dämpfende Sattelstütze hilfreich sein – insbesondere, wenn schon leichte Beschwerden im unteren Rücken vorhanden sind. Weiterhin zu empfehlen sind ganzkörperbetonte Sportarten wie Pilates, Yoga oder Tanz. Anspruchsvoll, aber sehr effektiv, sind kraftvolle und koordinative Sportarten wie Klettern und Bouldern. Nicht zu empfehlen bei Rückenbeschwerden sind Sportarten oder Aktivitäten mit abrupten Bewegungen unter hoher Muskelanspannung und häufiger Überstreckung des Rückens, zum Beispiel Kampfsportarten, Squash, Badminton und Tennis.&nbsp;</p><h2>Schmerzen nach sportlicher Anstrengung sind kein Grund zur Sorge.</h2><p>Wer sportlich aktiv ist, kennt Muskelkater. Und der kann natürlich auch in der Rumpfmuskulatur auftreten. Dies ist eine normale Reaktion des Körpers auf eine noch unbekannte Trainingsbelastung und sollte kein Grund sein, gut gefasste Vorsätze wieder an den Nagel zu hängen. Damit der Einstieg in ein rückengesundes Leben gelingt, ist es wichtig, die Belastung und Dauer schrittweise zu steigern. Wer eine längere Trainingspause eingelegt hat, sollte nicht gleich beim ursprünglichen Level starten, sondern langsam einsteigen, zum Beispiel mit leichteren Gewichten, weniger Wiederholungen oder kürzeren Trainingseinheiten.&nbsp;</p><h2>Anlaufstellen in ganz Deutschland&nbsp;</h2><p>Bei ausstrahlenden Schmerzen, Gefühlsstörungen oder Kraftminderung ist eine ärztliche Untersuchung der richtige und vor allem wichtige Schritt. Bei Kontinenzverlust (Halten von Urin und/oder Stuhl ist nicht möglich) handelt es sich um einen Notfall. Bei Sana finden Patientinnen und Patienten in ganz Deutschland ein vernetztes <a href="https://www.sana.de/orthopaedie-und-unfallchirurgie#tab-2" target="_blank">Angebot</a> mit zertifizierten Wirbelsäulenzentren und orthopädischen Fachkliniken, an die sich Menschen mit Rückenbeschwerden wenden können.&nbsp;<br><br>&nbsp;</p>]]></description><category><![CDATA[Themendienst,uk-hol,Ruecken,Bewegung,Aktivitaet,Rueckengesundheit 2024,Borna,Orthopaedie]]></category>
            <pubDate>Fri, 08 Mar 2024 11:21:00 +0100</pubDate>
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