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                    <title><![CDATA[Newsroom Sana Kliniken]]></title>
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                    <pubDate>Wed, 17 Sep 2025 15:27:14 +0200</pubDate>
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                        <title>Workshop für Angehörige von Schlaganfall-Patienten: Best-Practice-Beispiel</title>
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                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/workshop-fuer-angehoerige-von-schlaganfall-patienten-best-practice-beispiel/</guid><pp:caseid>630884</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><span><strong>Nach Angaben der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe erleiden rund 270.000 Menschen jedes Jahr in Deutschland einen Schlaganfall. Mit den Folgen leben etwa fünf Millionen Menschen – die Patienten selbst, aber auch Angehörige, die sich um die Pflege der Betroffenen kümmern. Ein Schlaganfall geht mit sehr unterschiedlichen und vielfältigen Einschränkungen einher – je nachdem welcher Gehirnbereich betroffen ist, leiden die Patienten manchmal unter schweren Behinderungen und benötigen oftmals pflegerische Unterstützung.</strong></span></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p><strong>Themendienst</strong></p><p><span>Die Versorgung der Schlaganfallpatienten zuhause wird zum größten Teil von Familienangehörigen, insbesondere vom Lebenspartner und den Kindern übernommen. Dazu gehören die Unterstützung bei alltäglichen Tätigkeiten wie Körperpflege, Ernährung, Bewegung und die geistige Anregung. Angehörige sind dabei eine emotionale Stütze für den Patienten, stehen den behandelnden Therapeuten für Informationen zur Verfügung und kümmern sich um die weitere Versorgung.&nbsp;</span></p><p><span>Wie ein aktueller </span><a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC10109225/" target="_blank"><span>Beitrag</span></a><span> zu Vereinbarkeit von Pflege und Erwerbstätigkeit bei pflegenden Angehörigen in Deutschland zeigt, sind Angehörige mittlerweile die tragende Säule der pflegerischen Versorgung in Deutschland. Viele müssen die Pflegeaufgaben mit beruflichen Verpflichtungen und der Erziehung minderjähriger Kinder unter einen Hut bringen. Das ist eine große Herausforderung, unter anderem für Familienmitglieder, die Menschen nach einem Schlaganfall betreuen.</span></p><h2><span><strong>Auch Angehörige haben Bedürfnisse</strong></span></h2><p><span>Prof. Dr. med. Peter Flachenecker ist Chefarzt am Neurologischen Rehabilitationszentrum </span><a href="https://www.sana.de/quellenhof-wildbad" target="_blank"><span>Quellenhof</span></a><span> in Bad Wildbad, Baden-Württemberg. Der Mediziner erklärt: „Die Betroffenen stehen im Fokus der medizinischen und rehabilitativen Versorgung – das ist auch nachvollziehbar. Die Bedürfnisse der Angehörigen werden aber leider häufig übersehen. Das müssen wir ändern, denn die Familien und Freunde der Patienten stehen selbst meist unter Strom und müssen die neue Lebenssituation bewältigen.“</span></p><p><span>Daher entwickelte ein interdisziplinäres Team aus den Fachbereichen Physio- und Ergotherapie, Logopädie, Medizin sowie Psychologie vor rund acht Jahren ein besonderes Unterstützungsangebot für Angehörige: den Workshop „Pflegend leicht aktiv bleiben“. Grundlage für das Konzept war eine Bedarfsanalyse pflegender Angehöriger von Ergotherapeutin B.&nbsp;Sc. Nadine Raqué sowie die Empfehlungen aus dem Leitfaden „Prävention“ des GKV-Spitzenverbandes. Schon damals zeigten die Auswertungen der Ergotherapeutin, dass die Entlassung der Patienten für die Angehörigen häufig mit Sorgen und Ängsten verbunden ist, die Familienmitglieder die neue Situation nur schwer überblicken können und sich zu wenig auf die kommende Lebensphase vorbereitet fühlen. Seit der Entwicklung findet das Angebot nun regelmäßig unter der Leitung von Physiotherapeutin B.&nbsp;A. Ann-Christin Weiland statt. Die Neuro-Expertin erklärt: „Unser Programm richtet sich an Angehörige von Schlaganfallpatienten der Phase C, also in der weiterführenden Rehabilitation, die sich nicht mehr selbstständig versorgen oder ihren Alltag nicht mehr unabhängig bewerkstelligen können.“</span></p><h2><span><strong>Bestmögliche Vorbereitung auf die neue Situation</strong></span></h2><p><span>Ziel des Programms „Pflegend leicht aktiv bleiben“ ist es, die Angehörigen bestmöglich auf die Pflege zuhause vorzubereiten und auch deren körperliche sowie psychische Leistungsfähigkeit zu erhalten. Dabei vermitteln die Neuro-Experten Tipps und Anregungen für einen reibungslosen Übergang in das häusliche Umfeld und erproben die Maßnahmen praktisch mit den Angehörigen. So lässt sich Schwierigkeiten direkt entgegenwirken.&nbsp;</span></p><p><span>Der mehrstündige Workshop umfasst verschiedenen Vorträge zu wichtigen Themen für Angehörige aus den Bereichen Physio- und Ergotherapie sowie Pflege, Medizin, Psychologie und Neuropsychologie. Angehörige und Patienten nehmen gemeinsam teil. Behandelnde Therapeuten und Fachärzte stehen den Teilnehmenden als Ansprechpartner zur Verfügung.</span></p><h2><span><strong>Praktische Anleitung im Fokus</strong></span></h2><p><span>Nach den Vorträgen folgt die Arbeit in Kleingruppen mit praktischen Übungen sowie Anleitung und Beratung. Die Therapeuten stellen zum Beispiel verschiedene Hilfsmittel vor und die Patienten können diese Alltagshilfen mit ihren Angehörigen ausprobieren. Ebenso geben die Neuro-Experten Tipps für die Gestaltung des Raumes im häuslichen Umfeld. Physiotherapeutin Ann-Christin Weiland ergänzt: „Wir möchten dazu beitragen, dass der Übergang von der Reha nach Hause so reibungslos wie möglich verläuft. Die Situation ist sowieso schon belastend. Stress durch Unsicherheiten und fehlendes Know-how bei pflegenden Aufgaben lässt sich vermeiden, wenn die Familienmitglieder wissen, wie Pflege geht und wie sie sich ihre Kräfte gut einteilen können.“</span></p><p><span>Die Angehörigen haben außerdem die Möglichkeit, während des Rehabilitationsaufenthaltes an den verschiedenen Behandlungen teilzunehmen und damit als Co-Therapeuten zu fungieren. „Dieses Angebot trägt dazu bei, das in der Therapie Erlernte nachhaltig in den Alltag zu übertragen. Darüber hinaus haben wir im Quellenhof die Möglichkeit, Angehörige als Begleitperson mit aufzunehmen“, führt Chefarzt Prof. Dr. med. Peter Flachenecker weiter aus. Mit diesen Angeboten ist das Konzept im Neurologischen Rehabilitationszentrum Quellenhof ein gelungenes Beispiel für die professionelle Betreuung und Anleitung pflegender Angehöriger.</span></p><p>&nbsp;</p>]]></description><category><![CDATA[Themendienst,uk-hol,Schlaganfall,Angehoerige,Quellenhof,Neurologie]]></category>
            <pubDate>Fri, 10 May 2024 08:00:00 +0200</pubDate>
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                        <title>Angst, Sorge, Verzweiflung: Angehörige von Schlaganfall-Patienten im Ausnahmezustand</title>
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                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/angst-sorge-verzweiflung-angehoerige-von-schlaganfall-patienten-im-ausnahmezustand/</guid><pp:caseid>627106</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><span><strong>Ein Schlaganfall kommt meist unerwartet. Das bisherige Leben ist ganz plötzlich vorbei, alles ist anders, die Zukunft ungewiss. Die Aufmerksamkeit der Beteiligten richtet sich zunächst natürlich auf die Patienten und deren medizinische Versorgung. Doch auch für die Angehörigen der Patienten beginnt eine schwere Zeit voller Angst, Sorge und Verzweiflung. Sana berücksichtigt daher ebenso die Bedürfnisse der Familien und nahestehenden Menschen.</strong></span></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p><strong>Themendienst</strong></p><h2><span><strong>Symptome und Einschränkungen können sehr unterschiedlich sein</strong></span></h2><p><span>Unter dem Begriff Schlaganfall verstehen Mediziner eine akute Schädigung von Gewebe im Gehirn – entweder durch einen Gefäßverschluss, der die Durchblutung in den betroffenen Gehirnregionen reduziert beziehungsweise ganz unterbindet, oder durch Platzen eines Blutgefäßes mit nachfolgender Gehirnblutung. In beiden Fällen wird das betroffene Gewebe im Gehirn geschädigt. Für Angehörige ist es wichtig zu wissen, dass die Symptome und Einschränkungen nach einem Schlaganfall sehr unterschiedlich sein können. Manche Patienten weisen nur geringe Einschränkungen auf, andere hingegen ringen mit dem Tod oder müssen langfristig mit schwersten Behinderungen leben lernen. Das Spektrum an möglichen Einschränkungen und Behinderungen ist also riesig und hängt maßgeblich von der betroffenen Region im Gehirn ab.</span></p><p><span>Häufige Folgen nach einem Schlaganfall, die Patienten und Angehörige kennen sollten:</span></p><table><tr><td><strong>Folgen</strong></td><td><strong>Erläuterung</strong></td></tr><tr><td>Halbseitenlähmung</td><td>Bei einer Halbseitenlähmung (Hemiplegie) können die Betroffenen eine Körperhälfte nicht mehr richtig spüren und bewegen. Hier helfen insbesondere Experten aus Physio- und Ergotherapie mit Übungen und Alltagstraining sowie Sanitätshäuser mit der richtigen Hilfsmittelversorgung.</td></tr><tr><td>Sprachstörung</td><td>Eine Sprachstörung (Aphasie) äußert sich auf vielfältige Weise, unter anderem durch Schwierigkeiten in Bezug auf Sprachverständnis, Wortfindung, Lese-Sinn-Verständnis oder Schreiben. Bei Vorliegen einer Sprachstörung ist die logopädische Versorgung elementar.</td></tr><tr><td>Schluckstörung</td><td>Bei einer Schluckstörung (Dysphagie) kommt es zu Problemen beim Schluckvorgang mit häufigem Verschlucken, Hustenanfällen oder sogar Atemnot. Auch bei Schluckstörungen sind Logopädinnen und Logopäden die richtigen Ansprechpersonen.</td></tr><tr><td>Kognitive Einschränkungen</td><td>Zu den kognitiven Einschränkungen gehören zum Beispiel Störungen in den Bereichen Konzentration, Aufmerksamkeit, Erinnerungsfähigkeit oder Orientierung. In diesen Fällen ist die Hilfe von Neuropsychologinnen und -psychologen gefragt.</td></tr><tr><td>Persönlichkeits- und Wesensveränderungen</td><td>Manche Patienten scheinen nach dem Schlaganfall nicht mehr sie selbst zu sein. Häufige Veränderungen sind depressive Verstimmungen, Distanzlosigkeit oder Zurückgezogenheit. Diese Veränderungen sind eine Folge der Erkrankung und stellen eine große Stressbelastung dar. Angehörige sollten mit Psychologen und / oder Neuropsychologen darüber sprechen.</td></tr></table><h2><span><strong>Stark sein und Fassung bewahren – wie soll das gehen?</strong></span></h2><p><span>Angesichts der bedrohlichen Situation wird den Angehörigen oft viel abverlangt. Familienmitglieder und nahestehende Menschen sind emotionalen und psychischen Belastungen ausgesetzt, müssen aber zugleich stark sein, Ruhe ausstrahlen und aus dem Effeff wichtige Entscheidungen treffen. Wir bei Sana lassen die Angehörigen mit dieser Last nicht alleine. Die auf solche Situationen geschulten Teams auf den Stroke Units – das sind Spezialstationen für Schlaganfall-Patienten – ermöglichen zum Beispiel Gespräche oder bei Bedarf auch eine gezielte psychotherapeutische Unterstützung für Familienmitglieder und nahestehende Personen. Angehörige sollten sich nicht scheuen, ihre Bedürfnisse anzusprechen.</span></p><h2><span><strong>Das Konzept der Familiaren Pflege bietet Unterstützung</strong></span></h2><p><span>Pflege im häuslichen Umfeld erfordert Mut und Kraft. Damit Angehörige nach der Entlassung mit der Pflegesituation zuhause nicht alleine stehen, bieten einige Sana-Kliniken das Konzept der Familialen Pflege an. Dazu gehören Beratung zu den verschiedensten Fragen sowie praktisches Pflegetraining zu allen wichtigen Kompetenzen, die pflegende Angehörige brauchen.</span></p><p><span>Beispiele aus dem Spektrum der Beratungsthemen:</span></p><ul><li><span>Hilfestellungen bei wichtigen Entscheidungen</span></li><li><span>Soziale Unterstützung</span></li><li><span>Aufgabenteilung in Familie und sozialem Umfeld</span></li><li><span>Unterstützungs- und Entlastungsangebote</span></li><li><span>Leistungen der Pflegeversicherung</span></li><li><span>Fragen zu Verfügungen und Vollmachten</span></li><li><span>Pflege bei körperlichen Einschränkungen und Demenz</span></li><li><span>Medizinische Themen, z. B. Druckgeschwür (Dekubitus), Atmung, Herz und Kreislauf, künstliche Ernährung etc.</span></li></ul><p><span>Mögliche Inhalte des Pflegetrainings:</span></p><ul><li><span>Auswahl und Einrichtung des Pflegezimmers</span></li><li><span>Hilfsmittel und deren Anwendung</span></li><li><span>Sturzvermeidung</span></li><li><span>Körperpflege</span></li><li><span>Mobilisation und Lagerungstechniken</span></li><li><span>Umgang mit Injektionen</span></li><li><span>Medikamente und Verbände</span></li><li><span>Vorbereitung von MDK-Begutachtungen</span></li></ul><p><span>Diese Kurse bieten die Pflegekassen der AOK NordWest und der AOK Rheinland/Hamburg gemeinsam mit den teilnehmenden Krankenhäusern an – sowohl am Krankenhausbett als auch in Form von Gruppenpflegekursen und Individualpflegekursen im häuslichen Bereich der Pflegebedürftigen.</span></p><p><span>In Biberach wurde bereits 2013 ein Förderverein zur Unterstützung von Patienten nach stationärer Behandlung e.V. gegründet. Der Verein „Unsere Brücke“ setzt sich für Patienten ein, die nach stationärer Behandlung aus der Klinik entlassen werden und Unterstützung zum Erhalt ihrer häuslichen Selbständigkeit benötigen. Die Beratung übernehmen dabei Sana-Pflegefachkräfte. Wichtige Adressen für Informationen und Beratungsstellen in ganz Deutschland hat die Deutsche Schlaganfall-Hilfe in einer </span><a href="https://www.schlaganfall-hilfe.de/de/fuer-betroffene/alltag-mit-schlaganfall/angehoerige/adressen-fuer-angehoerige" target="_blank"><span>Übersicht</span></a><span> zusammengefasst.</span></p><p>&nbsp;</p>]]></description><category><![CDATA[Themendienst,uk-hol,Schlaganfall,Angehoerige,Pflege,Neurologie]]></category>
            <pubDate>Wed, 01 May 2024 08:00:00 +0200</pubDate>
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