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                    <title><![CDATA[Newsroom Sana Kliniken]]></title>
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                    <pubDate>Wed, 02 Sep 2026 14:49:04 +0200</pubDate>
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                        <title><![CDATA[Newsroom Sana Kliniken]]></title>
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                        <title>Welt-Sepsis-Tag: Gemeinsam aufklären</title>
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                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/welt-sepsis-tag-gemeinsam-aufklaeren/</guid><pp:caseid>803336</pp:caseid><description><![CDATA[<p><span>Infostand der Deutschen Sepsis-Initiative anlässlich des Aktionstages am 9. September im Krankenhaus Rummelsberg</span></p><p><span><strong>Sie hat eine Sepsis am eigenen Leib erfahren, die Ärzte hatten die Hoffnung schon aufgegeben und kämpft nun für andere Betroffene: Cornelia Sichermann. Anlässlich des Welt-Sepsis-Tages, der am 13. September weltweit stattfindet, informiert sie mit der Deutschen Sepsis Hilfe e.V. im Vorfeld am 9. September 2026 am Krankenhaus Rummelsberg mit einem Infostand. Im Hinblick auf die Aktion haben wir mit ihr und Dr. Erwin Lenz vom Krankenhaus Rummelsberg gesprochen. Das gemeinsame Ziel: anderen Betroffenen helfen und über die oft unterschätzte Erkrankung aufklären!</strong></span></p><p><span>Auch wenn Cornelia Sichermann bislang noch nie am Krankenhaus Rummelsberg behandelt worden ist, kennt Sie die Klinik. Mehrere Familienangehörige haben sich dort schon Behandlungen unterzogen. Sie selbst ist das Opfer einer zu spät entdeckten Sepsis nach einer Tumorentfernung, wo ein septischer Schock zu einem Herzstillstand geführt hat. Die Folge: Sie hat in dem Zuge unter anderem ihren rechten Oberarm, Teile der Finger an der linken Hand, den rechten Unterschenkel und die Zehen links sowie die Bauchdecke verloren. Die Ärzte dachten nicht, dass Sichermann es schafft, als sie im Koma lag, aber sie ist eine Kämpfernatur. „Ich wollte noch nicht sterben“, sagt sie. Allen Widerständen hat sie getrotzt und macht ihr Schicksal öffentlich, um andere Menschen vor einem ähnlichen Schicksal zu bewahren. „Eine Sepsis ist die dritthäufigste Todesursache in Deutschland“, betont Sichermann. Dr. Erwin Lenz, ehemaliger Chefarzt am Krankenhaus Rummelsberg und seit über 40 Jahren Chirurg für Wechsel- und Sonderendoprothetik an Hüfte und Knie, ergänzt: „Ein Infekt an einem Kunstgelenk ist die schlimmste Diagnose die es geben kann, weil es lebensgefährlich ist. Nach fünf Jahren leben leider nur noch 80 Prozent mit einem Protheseninfekt. Das letzte Mittel der Wahl ist in diesem Fall oftmals eine Amputation. Für die Betroffenen ist das keine Bankrotterklärung, sondern oftmals die letzte Lösung – mit der die Patienten dann mit etwas Abstand sehr glücklich sind.“ Genau dieses Szenario bestätigt Sichermann, die kürzlich ihren 50. Geburtstag feierte. Für sie ist es aber eigentlich der 4. Geburtstag nach ihrer Sepsis und den daraus resultierenden Amputationen.</span></p><p><span><strong>Was eine Sepsis ist</strong></span></p><p><span>Was eine Sepsis ist, erklärt der Mediziner: „Bakterien sind nicht nur an einer Stelle im Körper, wie beispielsweise an einem Knochen, sondern Sepsis ist eine Erkrankung, bei der die Bakterien über die Blutbahn den ganzen Körper befallen und sich mit massiven Auswirkungen zeigen. Das kann über Funktionseinschränkungen bis zum Tode führen. Mit einem Satz: Sepsis ist ein Bakterienbefall des Körpers, der massive Schäden anrichtet und immer lebensgefährlich ist.“ Bis zu ihrer eigenen Sepsis wusste Sichermann nichts über eine Blutvergiftung, wie die Sepsis im Volksmund genannt wird. „Die Aussage vom roten Strich, für die entzündete Lymphbahn, war mir bekannt, was aber damit eigentlich gar nichts zu tun hat“, so Sichermann. Daher ist ihr Credo nun „Symptome wahrnehmen, erkennen und handeln“. Was die wenigsten wissen: „Die Dunkelziffer ist extrem hoch“, betont Dr. Lenz. „Oft kommt es zu einem Multiorganversagen. Das ist aber nicht die Ursache, sondern die Folge der Sepsis. Wir glauben, dass in viel mehr als den bekannten Fällen, eine Sepsis zu Grunde liegt. Die Gründe, die vorausgegangen sind, können vielfältig sein, von der vorangegangenen Operation bis hin zum Kratzer am Zeh oder Mückenstich“, so Lenz. Sichermann ergänzt: „Jeder Grippe-Tote ist auch ein Sepsis-Toter“. Daher rücken die beiden die Symptome einer Sepsis in den Mittelpunkt, die es zu beachten gibt. „Verwirrtheit, Fieber, Schüttelfrost, Kurzatmigkeit, Herzrasen, Schmerzen und ein Unwohlsein, wie noch nie“, beschreibt Sichermann, die aus dem mittelfränkischen Heilsbronn stammt, ihre damaligen Symptome. Der Mediziner kann hier nur zustimmen und fasst zusammen: „Man ist sterbenskrank.“ Wenn Körperregionen schon schwarz werden, also nicht mehr durchblutet sind, ist es oftmals schon zu spät. Daher ist der Faktor Zeit, ähnlich wie beim Schlaganfall, extrem wichtig. „Wenn Patienten schnell kommen, sind die Chancen gut. Wenn jemand zusammen mit einem Kunstgelenk, Fieber oder Schüttelfrost hat, gehen bei uns immer die Alarmglocken an. Leider ist das nicht überall so“, so Lenz, der es in der Klinik für Wechsel-, Sonder- und septische Endoprothetik, spezielle Unfallchirurgie monatlich mit 10 bis 20 Sepsis-Patienten zu tun hat. Daher sein klarer Appell: „Sofort heißt in so einem Fall nicht nach dem Wochenende oder am übernächsten Tag, sondern sofort heißt sofort!“</span></p><p><span><strong>Informieren, aufklären und über das eigene Schicksal berichten</strong></span></p><p><span>Was Sichermann und Lenz unisono bekräftigen: Die wenigsten wissen, dass sie eine Sepsis haben oder daran sterben. Jeder Fremdkörper sei hier ein Einfallstor, wie ein Harnwegskatheter, ein Port oder ein Herzschrittmacher. Denn was die wenigsten Menschen wissen: 80 Prozent aller Sepsen entstehen zu Hause. Genau aus diesem Grund ziehen die Klinik und die Sepsis-Initiative an einem Strang und machen gemeinsame Sache. Am 9. September 2026 gibt es von 10 bis 15 Uhr einen Infostand im Eingangsbereich der Klinik. Cornelia Sichermann wird zusammen mit Astrid Wendlik, Vorstandsvorsitzende der Deutschen Sepsis Hilfe e.V., informieren, aufklären und über ihr Schicksal berichten. „Auch die Spätfolgen, dürfen nicht außer Acht gelassen werden“, so Sichermann, die vor ihrer Erkrankung 30 Jahre lang in einem Kindergarten gearbeitet hat. Der Job fehlt ihr, sie ist durch die Sepsis ein Pflegefall. „Die Unterstützung der Familie hat mich am Leben gehalten. Ich werde nicht müde, über mich als schlechtes Beispiel zu reden. Ich zeige meine Prothesen offen und möchte ein warnendes Beispiel sein – auch wenn nicht jeder Betroffene eine Prothese hat. Viele sind durch ein Trauma geprägt, haben Depressionen, Fatigue, Polyneuropathie sowie kognitive Einschränkungen.“ Daher liegt auch ihr Lebensmotto auf der Hand: „Man muss jeden Tag genießen, welchen man überhaupt leben darf.“ Aus diesem Grund ist es ihr 4. und nicht der 50. Geburtstag, welchen Cornelia Sichermann Anfang August begangen hat. Ihr größter Wunsch: „Alt werden – und ein Bewusstsein für Sepsis säen“.</span></p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/7860e419-6aa5-49ea-918f-7c51e945ec4c/1920_260902_welt-sepsis-tag.jpg?10000"><p><i><span>Machen gemeinsame Sache und informieren anlässlich des Welt-Sepsis-Tages 2026: Astrid Wendlik (links) und Cornelia Sichermann (rechts) von der Deutschen Sepsis Hilfe e.V. zusammen mit Dr. Erwin Lenz (Bildmitte), langjähriger Chefarzt am Krankenhaus Rummelsberg.</span></i></p><p><a href="https://www.sana.de/newsroom/asset/7860e419-6aa5-49ea-918f-7c51e945ec4c/260902_welt-sepsis-tag/" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><i><span>Download und Copyright</span></i></a></p><p><strong>Über das Krankenhaus Rummelsberg</strong></p><p><span>Das Krankenhaus Rummelsberg, in der Trägerschaft der Sana Kliniken AG, verfügt über 350 Betten und ist südöstlich von Nürnberg gelegen. Das Lehrkrankenhaus der Universität Erlangen-Nürnberg ist in den Fachbereichen Orthopädie und Unfallchirurgie, Allgemein- und Viszeralchirurgie, Neurologie, Innere Medizin und Geriatrische Rehabilitation weit über die Grenzen der Metropolregion Nürnberg-Fürth-Erlangen hinaus bekannt und spezialisiert. Medizinische und pflegerische Fachkompetenz prägen die Arbeit im Krankenhaus Rummelsberg. Rund 13.500 stationäre und 23.000 ambulante Patienten werden hier jährlich versorgt. Zwischen 2023 und 2027 wird das bisherige Wichernhaus durch ein hochmodernes Klinikgebäude ersetzt. Die Baumaßnahme in Höhe von 140 Millionen Euro wird teilweise durch den Freistaat Bayern gefördert. </span><br /><span>Mehr Informationen unter </span><a href="http://www.krankenhaus-rummelsberg.de"><span>www.krankenhaus-rummelsberg.de</span></a><span>.</span></p><p><a href="https://www.sana.de/newsroom/ueber-die-sana-kliniken-ag/" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><strong>Über die Sana Kliniken AG</strong></a></p>]]></description><category><![CDATA[PM,Rummelsberg,newsroom,welt-sepsis-tag,Sepsis,Blutvergiftung,Amputation,Cornelia Sichermann,Dr. Erwin Lenz,Deutsche Sepsis Hilfe e.V.,Aktionstag,symptome]]></category>
            <pubDate>Wed, 02 Sep 2026 14:49:04 +0200</pubDate>
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                        <title>Veranstaltung: Sepsis geht uns alle an!</title>
                        <link>https://www.sana.de/newsroom/veranstaltung-sepsis-geht-uns-alle-an/</link>
                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/veranstaltung-sepsis-geht-uns-alle-an/</guid><pp:caseid>739871</pp:caseid><pp:subtitle>Sana Klinikum Lichtenfels lädt zur Informationsveranstaltung ein</pp:subtitle><pp:summary><![CDATA[<ul><li data-list-item-id="ed4a623ce54dc0083c7c2048d67bd4aaa"><strong>Lebensrettende Aufklärung:</strong><span>&nbsp;</span>Informationsveranstaltung zu Sepsis (Blutvergiftung) am 9. April 2026, 17:00–18:00<span>&nbsp;</span>Uhr im Sana Klinikum Lichtenfels – offen für alle Interessierten und medizinisches Fachpersonal</li><li data-list-item-id="e7ed1586e869d826a2285849d0cd9a97c"><strong>Expertise trifft Erfahrung:</strong><span>&nbsp;</span>Fachvortrag von Chefarzt Dr. Thorsten Keil zu Ursachen, Symptomen und Prävention sowie authentischer Erfahrungsbericht des Sepsis-Überlebenden Benjamin Bügler</li><li data-list-item-id="edc494046371ebd96dc4366b8c5d37616"><strong>Unkomplizierter Zugang:</strong><span>&nbsp;</span>Kostenfreie Teilnahme ohne Anmeldung im Konferenzraum 1 am Sana Klinikum Lichtenfels (Prof.-Arneth-Straße 2b, Lichtenfels) – mit Zeit für Fragen und persönliche Gespräche</li></ul>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p style="margin-left:0px;text-align:start;" dir="auto">Das Sana Klinikum Lichtenfels lädt am<span>&nbsp;</span>9. April 2026<span>&nbsp;</span>von<span>&nbsp;</span>17:00<span>&nbsp;</span>bis 18:00<span>&nbsp;</span>Uhr<span>&nbsp;</span>zur einer öffentlichen Informationsveranstaltung zum Thema Sepsis. Die Veranstaltung richtet sich sowohl an die interessierte Öffentlichkeit als auch an Ärztinnen und Ärzte, Pflegekräfte und Angehörige anderer Gesundheitsberufe.</p><p style="margin-left:0px;"><strong>Sepsis – eine unterschätzte Gefahr</strong></p><p style="margin-left:0px;text-align:start;" dir="auto">Sepsis, im Volksmund auch als Blutvergiftung bekannt, ist die schwerste Verlaufsform einer Infektion. Jedes Jahr versterben in Deutschland mindestens 85.000 Menschen an dieser Erkrankung. „Viele dieser Todesfälle wären durch rechtzeitiges Erkennen und schnelles Handeln vermeidbar", erklärt Dr. med. Thorsten Keil, Chefarzt für Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie am Sana Klinikum Lichtenfels.</p><p style="margin-left:0px;"><strong>Aufklärung und Erfahrung aus erster Hand</strong></p><p style="margin-left:0px;text-align:start;" dir="auto">Unter dem Motto „Deine Oma, deine Mama, du? – Sepsis kann jeden<span>&nbsp;</span>treffen!" möchte das Klinikum für dieses Krankheitsbild sensibilisieren und adressatengerecht über Ursachen, Symptome sowie Behandlungs- und Präventionsmöglichkeiten aufklären.</p><p style="margin-left:0px;text-align:start;" dir="auto">Ein besonderer Höhepunkt der Veranstaltung ist der<span>&nbsp;</span>Erfahrungsbericht von Benjamin Bügler, der selbst an Sepsis erkrankt war und aus der Perspektive eines Betroffenen berichten wird. Im Anschluss besteht ausreichend Gelegenheit für Fragen und Gespräche.</p><p style="margin-left:0px;"><strong>Das Programm im Überblick</strong></p><ul><li data-list-item-id="eb98667b71eb0b746baa1206e2f3b00e8">17:00<span>&nbsp;</span>Uhr<span>&nbsp;</span>– Begrüßung durch Dr. Thorsten Keil</li><li data-list-item-id="eaa4313627645e9f282f99a1170e9563b">17:05<span>&nbsp;</span>Uhr<span>&nbsp;</span>– Fachvortrag: „Deine Oma, deine Mama, du? – Sepsis kann jede:n<span>&nbsp;</span>treffen!"</li><li data-list-item-id="e3e55cb6e5d671e43c7988f5330118436">17:30<span>&nbsp;</span>Uhr<span>&nbsp;</span>– Erfahrungsbericht aus Sicht eines Betroffenen (Benjamin Bügler)</li><li data-list-item-id="ee9813de70e7065dd49d726c13a975b87">17:45<span>&nbsp;</span>Uhr<span>&nbsp;</span>– Diskussion und Fragen</li><li data-list-item-id="e3f4cadd3b40c93ced0da3b5292c1d347">gegen 18:00<span>&nbsp;</span>Uhr<span>&nbsp;</span>– Ende der Veranstaltung</li></ul><p style="margin-left:0px;text-align:start;" dir="auto">Die Teilnahme ist<span>&nbsp;</span>kostenfrei, eine Anmeldung ist<span>&nbsp;</span>nicht erforderlich.</p><p style="margin-left:0px;text-align:start;" dir="auto">„Wir hoffen, mit dieser Veranstaltung und den Handlungsempfehlungen dazu beizutragen, das Sepsis früh erkannt und so die Folgen für Betroffene &nbsp;gemindert werden können", betont Dr. Thorsten Keil abschließend.</p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/0feef03c-e876-461e-a037-2fe6bacbae36/1920_keilthorstendr.jpg?10000"><p><a href="https://www.sana.de/newsroom/asset/0feef03c-e876-461e-a037-2fe6bacbae36/keilthorstendr/" target="_blank"><i>Bild</i></a><i>: Chefarzt Dr. Thorsten Keil (Copyright: SKOF)&nbsp;</i></p><p><a href="https://www.sana.de/newsroom/ueber-die-sana-kliniken-oberfranken/" target="_blank"><strong>Über die Sana Kliniken Oberfranken</strong></a></p><p><a href="https://www.sana.de/newsroom/ueber-die-sana-kliniken-ag/" target="_blank"><strong>Über die Sana Kliniken AG</strong></a></p>]]></description><category><![CDATA[PM,Oberfranken,newsroom,Sepsis,Blutvergiftung]]></category>
            <pubDate>Fri, 20 Mar 2026 12:02:14 +0100</pubDate>
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                        <title>Blutvergiftung: Warum hat denn am Anfang keiner an eine Sepsis gedacht?</title>
                        <link>https://www.sana.de/newsroom/blutvergiftung-warum-hat-denn-am-anfang-keiner-an-eine-sepsis-gedacht/</link>
                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/blutvergiftung-warum-hat-denn-am-anfang-keiner-an-eine-sepsis-gedacht/</guid><pp:caseid>652260</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><span><strong>Als Sandra eine Blasenentzündung bekam, machte sie sich keine Gedanken. Die Schmerzen im Unterleib und der ständige Harndrang waren lästig, mehr nicht. Eine Woche später lag die zweifache Mutter mit septischem Schock auf der Intensivstation und kämpfte mit dem Tod. Was war passiert? Wie konnte aus einem harmlosen Infekt ein lebensbedrohlicher Zustand werden?</strong></span></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p><strong>Themendienst</strong></p><h2><span>Sepsis: Die Menschen wissen nicht Bescheid</span></h2><p><span>Die gute Nachricht ist: Bei Sandra, einer 35-jährigen Lehrerin aus Hessen, handelt es sich um eine fiktive Person. Die schlechte: Das mangelnde Wissen der Menschen um die Gefahr einer Sepsis</span> <span>(oft auch Blutvergiftung oder Blutstrominfektion genannt) ist real. Symptome werden häufig nicht früh genug erkannt und dann kann es plötzlich Ernst werden. Das war auch bei Sandra der Fall. Zu Beginn äußerten sich die Symptome nur leicht. Sandra musste seit ein paar Tagen häufig auf die Toilette, verspürte ein Brennen beim Wasserlassen und litt unter Schmerzen im Unterleib. Da sie schon öfter eine Blasenentzündung gehabt hatte, trank sie viel Wasser, nahm Ibuprofen ein und ging davon aus, dass die Beschwerden bald wieder nachlassen würden. Die Schmerztabletten halfen diesmal allerdings kaum, Sandra fühlte sich zunehmend schlapp und unendlich müde. Ihre Kinder schickte sie irgendwann zu Freunden, um sich ein wenig schonen zu können. Doch weder Tabletten noch Ruhe halfen.</span></p><h2><span>Falsche Einschätzung mit fatalen Folgen</span></h2><p><span>Sandra war abwechselnd heiß und kalt. Ihr Herz raste und sie hatte das Gefühl, nicht mehr richtig atmen zu können. Sandra bekam starkes Fieber, rief beim Hausarzt an und schilderte die mittlerweile schweren Symptome. Der Hausarzt erkannte in der Geschichte keine ernste Gefahr, beruhigte die Frau und sagte, sie müsse nur weiter Geduld haben und sich ausruhen. Sandra fühlte sich zwar immer noch elend, aber auch ein bisschen erleichtert. Wenn der Arzt sie nicht einbestellte, konnte es ja auch nicht so schlimm sein. Aber es wurde schlimmer, viel schlimmer.</span></p><h2><span>Rasante Verschlechterung des Gesundheitszustands bei einer Sepsis</span></h2><p><span>Während Sandra darauf wartete, dass die zahlreichen Schmerztabletten, die sie mittlerweile genommen hatte, endlich wirkten, wurde ihr schwindelig und speiübel. Plötzlich schüttelten schwere Krämpfe ihren Körper, die Schmerzen waren unerträglich geworden und ihr wurde schwarz vor Augen. Als sie wieder zu Bewusstsein kam, stand ein Rettungsteam um sie herum. Ihr Mann hatte in der Zwischenzeit den Notarzt gerufen. Stimmengewirr drang zu ihr durch, aber Sandra konnte kaum erfassen, was um sie herum oder mit ihr geschah. Was danach passierte, nahm Sandra nur noch bruchstückhaft wahr.</span></p><h2><span>Kampf ums Leben</span></h2><p><span>Als Sandra in die Notaufnahme eingeliefert wurde, hatte sie schon einen septischen Schock.&nbsp;</span></p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/4d4eeffd-9522-4843-9f23-e13490beeab8/1920_231115-einesepsisisteinnotfall.jpeg?20008"><p><span>Die Ärzte und Pflegefachkräfte erkannten den Ernst der Lage sofort, verlegten die Patientin auf die Intensivstation und leiteten die Therapie ein. Trotzdem war es zu diesem Zeitpunkt keinesfalls sicher, dass Sandra überleben würde. Ist erst ein septischer Schock eingetreten, liegt die Sterblichkeit bei mehr als 50 Prozent. Mehrere Tage lang kämpften Ärzte und Pflegende um Sandras Leben. Und gewannen. Bis Sandra wieder richtig zu Bewusstsein kam, dauerte es zwei Tage. Sie fühlte sich erschöpft, das Reden mit der Familie fiel ihr schwer. Sandra konnte sich nicht an die vergangenen Tage erinnern. Über den Berg war Sandra noch lange nicht, aber sie hatte überlebt. Doch eine Frage bleibt: Warum hat denn am Anfang keiner an eine Sepsis gedacht?</span></p><h2><span>Bei Verdacht sofort eingreifen</span></h2><p><span>Zur Erkennung einer Sepsis stellt die Kampagne "Deutschland erkennt Sepsis" auf ihrer Website eine umfangreiche </span><a href="https://www.deutschland-erkennt-sepsis.de/was-tun-im-notfall/#sepsis-check" target="_blank"><span>Checkliste</span></a><span> für Laien zur Verfügung. Ganz neu ist die </span>Sepsis <a href="https://sepsischeck.de/sepsischeckkinder" target="_blank">Checkliste</a> für Kinder, mit deren Hilfe sich Risikofaktoren, Frühwarnzeichen und Notfallzeichen einschätzen lassen. Die Checkliste ist eine Unterstützung für Eltern, Betreuungspersonen und medizinisches Personal, damit Anzeichen schnell erkannt und die adäquaten Maßnahmen eingeleitet werden können. <span>Bei Verdacht ist der Notruf 112 oder der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116117 zu kontaktieren. Je besser auch die Öffentlichkeit Bescheid weiß, desto eher kommen Verdachtsfälle in die Klinik und können erfolgreich behandelt werden.</span></p><p><span>Sana engagiert sich schon seit vielen Jahren für die Früherkennung sowie Therapie einer Sepsis und wurde dafür bereits mit dem Best-Abstract-Preis der Gesellschaft für Qualitätsmanagement in der Gesundheitsversorgung e. V. ausgezeichnet. Prämiert wurde die </span><a href="https://www.sana.de/sepsis-initiative" target="_blank"><span>Sepsis-Initiative</span></a><span>, deren Kernstück der Sana Sepsis Pathway 2.0 ist. Schwerpunkt des Programms ist die Umsetzung eines standardisierten Prozesses für die Erkennung, Diagnose und Therapie in allen Sana-Kliniken. Damit bringt Sana etablierte Maßnahmen zur Vermeidung der lebensbedrohlichen Erkrankung zu den Patienten „ans Bett“. Damit der Ernstfall erst gar nicht eintritt.</span></p><p>&nbsp;</p>]]></description><category><![CDATA[Themendienst,uk-hol,Sepsis,Blutvergiftung,Praevention]]></category>
            <pubDate>Fri, 13 Sep 2024 07:00:00 +0200</pubDate>
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                        <title>Welt-Sepsis-Tag am 13. September</title>
                        <link>https://www.sana.de/newsroom/welt-sepsis-tag-am-13-september/</link>
                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/welt-sepsis-tag-am-13-september/</guid><pp:caseid>657344</pp:caseid><pp:subtitle>Blutvergiftung vermeiden - das Biberacher Klinikum klärt auf</pp:subtitle><pp:summary><![CDATA[<p><span><strong>Die </strong></span><span style="background-color:white;"><span><strong>Sepsis ist eine Erkrankung, die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bereits im Jahr 2017 als globale Bedrohung eingestuft wurde.</strong></span></span><span><strong> In Deutschland stellt sie zwischenzeitlich die dritthäufigste Todesursache dar – nach Herzkreislauferkrankungen und Krebs.&nbsp;Aus diesem Grund wird jährlich am 13. September im Rahmen des Welt-Sepsis-Tages auf die Erkrankung aufmerksam gemacht mit dem Ziel, das Bewusstsein zu erhöhen und vermeidbare Todesfälle sowie die Folgen einer Sepsis zu verringern.</strong></span></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p style="text-align:justify;"><span>Als Sepsis - umgangssprachlich auch Blutvergiftung genannt - wird die schwerste Verlaufsform einer Infektion bezeichnet. Mehr als 230.000 Menschen, davon über 10.000 Kinder, erkranken jedes Jahr in Deutschland daran, mindestens 85.000 sterben in der Folge. Weltweit sind fast 50 Millionen Menschen betroffen. Auslöser einer Sepsis ist häufig eine lokale Infektion, die zunächst unbedenklich erscheint. Unser Immunsystem ist ständig mit der Abwehr von unerwünschten Eindringlingen wie Bakterien oder Viren beschäftigt. Diese natürlichen Abwehrvorgänge in unserem Körper merken wir normalerweise nicht einmal. Ist das Immunsystem bei der Eindämmung einer lokalen Infektion jedoch überfordert, breiten sich die Erreger ungehindert aus. Das körpereigene Abwehrsystem kann die Infektion und deren Folgen schließlich nicht mehr lokal begrenzen, es kommt zu einer überschießenden Abwehrreaktion des Körpers, die das eigene Gewebe und auch Organe schädigt. „Die ersten Anzeichen sind manchmal diffus, es kann zum Beispiel zu Kreislaufproblemen, Fieber, Hautausschlag, einer beschleunigten Atmung oder Appetitlosigkeit kommen. Im Verlauf können die Symptome dann sehr intensiv werden. Patienten berichten oftmals über ein bislang noch nicht gekanntes Krankheitsgefühl und starke Schmerzen. Im schlimmsten Fall kann es zu einem Mehrorganversagen oder sogar zu einem septischen Schock kommen“, verdeutlicht PD Dr. Sebastian Hafner, der seit Juni dieses Jahres das Zentrum für Anästhesiologie mit Intensiv- und Notfallmedizin sowie Schmerztherapie am Biberacher Sana Klinikum chefärztlich leitet, die Brisanz.</span></p><p style="text-align:justify;"><span>Eine Sepsis ist somit ein lebensbedrohlicher Zustand und kann jeden treffen, unabhängig vom Alter. Es gibt jedoch einige Faktoren, die mit einem erhöhten Risiko einhergehen. Dazu gehören zum Beispiel chronische Erkrankungen, ein geschwächtes Immunsystem, eine kürzlich durchgeführte Operation, Schwangerschaft, Mangelernährung sowie Drogenabhängigkeit. „Um die mit einer Sepsis verbundene Gefahr zu reduzieren, ist es uns wichtig, die Öffentlichkeit zu informieren und auch zu Risikofaktoren aufzuklären. Denn die Erkrankung stellt weiterhin eine der Hauptursachen für vermeidbare Todesfälle dar. Und das in erster Linie aufgrund von mangelndem Wissen“, betont Hafner. „Das A und O sind bei einer akuten Sepsis daher die Früherkennung sowie eine sofortige Therapie. Es zählt jede Minute.“ Zur Erkennung einer Sepsis stellt die Kampagne "Deutschland erkennt Sepsis" auf ihrer Homepage eine umfangreiche </span><a href="https://www.deutschland-erkennt-sepsis.de/was-tun-im-notfall/#sepsis-check"><span>Checkliste</span></a><span> zur Verfügung. Wer Symptome erkennt, kann sich mit dem Sepsis-Check absichern. Bei Verdacht ist der Notruf 112 oder der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116117 unverzüglich zu kontaktieren.</span></p><p style="text-align:justify;"><span>Sana engagiert sich bereits seit vielen Jahren für die Früherkennung sowie die Therapie der Sepsis und wurde im Zuge dessen mit dem Best-Abstract-Preis der Gesellschaft für Qualitätsmanagement in der Gesundheitsversorgung e.V. ausgezeichnet. Prämiert wurde die Sepsis-Initiative, deren Kernstück der Sana Sepsis Pathway ist. Schwerpunkt des Programms ist die Umsetzung eines standardisierten Prozesses für die Erkennung, Diagnose und Therapie in allen Sana Kliniken. „Der Sana Sepsis Pathway ist eine Anleitung für unsere Mitarbeitenden, wie sie die Erkrankung früh erkennen und behandeln können. Wir haben bei uns auf den Stationen das Flussdiagramm mit den wichtigsten Informationen zur Beurteilung von Infektionszeichen und Risikofaktoren aufgehängt und somit jederzeit vor Augen.“ Der Sepsis Pathway wird kontinuierlich weiterentwickelt und bringt etablierte Maßnahmen zur Vermeidung der lebensbedrohlichen Erkrankung zu unseren Patienten „ans Bett“. Damit der Ernstfall erst gar nicht eintritt.</span></p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/ab476030-1ff8-4dda-a10b-6d23b458e7b3/1920_hafnersebastianpddr..jpg?10000"><p><i><span>PD Dr. Sebastian Hafner informiert im Rahmen des Welt-Sepsis-Tages am 13. September rund um das Thema Blutvergiftung. Diese stellt weiterhin eine der Hauptursachen für vermeidbare Todesfälle dar.</span></i></p><p><a href="https://www.sana.de/newsroom/asset/ab476030-1ff8-4dda-a10b-6d23b458e7b3/hafnersebastianpddr./" target="_blank">Download und Copyright</a></p><p>&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p><strong>Über das Sana Klinikum Landkreis Biberach&nbsp;</strong></p><p>Das Sana Klinikum Landkreis Biberach ist ein Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Ulm und behandelt jährlich rund 18.000 stationäre Patientinnen und Patienten. Circa 31.000 Patienten werden darüber hinaus ambulant versorgt. Das Zentralklinikum steht für eine qualifizierte medizinische Behandlung in zertifizierten Zentren und Abteilungen, verfügt über elf Fachabteilungen sowie 370 Betten und beschäftigt rund 1.100 Mitarbeitende. Träger ist zu 74,9 Prozent die Sana Kliniken AG und zu 25,1 Prozent der Landkreis Biberach.</p><p><strong>Über die Sana Kliniken AG</strong><br><br><span style="background-color:rgb(255,255,255);"><span style="text-align:start;">Die Sana Kliniken AG ist ein führender integrierter Gesundheitsdienstleister im deutschsprachigen Raum. Die ganzheitliche Gesundheitsversorgung für jährlich drei Millionen Patientinnen und Patienten erstreckt sich von Präventionsangeboten über die ambulante und stationäre Versorgung bis hin zu Nachsorge, Rehabilitation und Versorgung mit Heil- und Hilfsmitteln. Diese Leistungen werden bundesweit in 43 Krankenhäusern, 51 MVZ-Gesellschaften mit knapp 600 Arztsitzen sowie zusammen rund 60 Sanitätshäusern und Präventionspraxen erbracht. Darüber hinaus bietet Sana als B2B-Services auch Dienstleistungen und Beratung für externe Kliniken unter anderem in den Bereichen Einkauf, Logistik, Medizintechnik sowie Managementverträge an. 2023 erwirtschafteten die rund 38.600 Beschäftigten (Stand Dezember 2023) einen Umsatz von 3,3 Milliarden Euro. Eigentümer der 1976 gegründeten Sana Kliniken AG sind 24 Private Krankenversicherungen.</span></span></p>]]></description><category><![CDATA[PM,Biberach,newsroom,Sepsis,Blutvergiftung,welt-sepsis-tag]]></category>
            <pubDate>Tue, 10 Sep 2024 09:58:12 +0200</pubDate>
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