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                    <pubDate>Wed, 22 Apr 2026 17:10:34 +0200</pubDate>
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                        <title>Wenn Hinsehen Leben schützt</title>
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                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/wenn-hinsehen-leben-schuetzt/</guid><pp:caseid>742128</pp:caseid><pp:subtitle>Sana Kliniken Niederlausitz planen Kinderschutzambulanz für die Region</pp:subtitle><pp:summary><![CDATA[<ul><li data-list-item-id="eabba61b55576fd9bb3c515b884a23465"><span>Aufbau einer Kinderschutzinstitutsambulanz (KIA) in den Sana Kliniken Niederlausitz als zentrale Anlaufstelle für betroffene Kinder, Familien und Fachkräfte ab 1. Juni 2026</span></li><li data-list-item-id="eb1c8c115422b420c579ec2cd586f4f8d">Etablierung eines <span>multiprofessionellen Teams sowie einer</span> verlässlichen Struktur für Versorgung und Vernetzung mit regionalen Partnern</li><li data-list-item-id="e48595d76b9c6d747b4753b5035734207">Weiteres Ziel: Sensibilisierung der Gesellschaft - Hinschauen, Rat holen, handeln</li></ul>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p><span><strong>Es sind oft leise Signale. Veränderungen im Verhalten. Verletzungen, die nicht erklärt werden können. Geschichten, die nicht zusammenpassen. Bei vielen Kindern und Jugendlichen bleiben diese Hinweise lange unentdeckt – oder sie erreichen zu spät die richtigen Stellen. In den Sana Kliniken Niederlausitz soll sich das ändern: Mit dem Aufbau einer Kinderschutzinstitutsambulanz (KIA) will der größte Gesundheitsdienstleister der Grund- und Regelversorgung im Süden Brandenburgs eine zentrale Anlaufstelle für betroffene Kinder, Familien und Fachkräfte schaffen.</strong></span></p><p><span>„Wir sehen heute schon, dass die Fälle zunehmen – nicht nur, weil mehr passiert, sondern auch, weil genauer hingeschaut wird. Und das ist gut so“, sagt Dr. Carolin Stegemann, Chefärztin der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin. „Gleichzeitig fehlen in unserer Region bislang klare Strukturen. Viele Kinder kommen direkt als Notfall zu uns – ohne vorherige Einordnung, ohne abgestimmte Abläufe. Genau hier setzt die Kinderschutzambulanz an.“</span></p><h2><span>Struktur für das, was nicht warten kann</span></h2><p><span>Die Planungen für eine solche Einrichtung laufen bereits seit mehreren Jahren. Anfang 2025 haben sich vier Kliniken in Brandenburg zusammengeschlossen und gemeinsam einen Antrag bei der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg eingereicht. Ziel ist es, eine verlässliche Struktur aufzubauen, die medizinische Versorgung, Diagnostik, Beratung und Vernetzung bündelt. Grundlage dafür ist unter anderem die beantragte Institutsermächtigung, die eine nachhaltige Finanzierung und den gezielten Aufbau von Personal ermöglicht. Diese Anträge haben Wirkung gezeigt: Im Laufe des Jahres 2026 werden insgesamt fünf solcher Einrichtungen in den fünf Krankenhausversorgungsregionen des Landes entstehen. Die Sana Kliniken Niederlausitz werden einer dieser Standorte sein und planen den Start der KIA am 1. Juni 2026. „Brandenburg braucht dringend spezialisierte ambulante Anlaufstellen für Kinder, die Gewalt, Misshandlung oder Vernachlässigung erfahren haben. Mit den Kinderschutzinstitutsambulanzen schaffen wir erstmals eine verlässliche medizinische Struktur, um Verdachtsfälle fachlich fundiert zu klären und betroffene Kinder schnell zu schützen”, heißt es aus dem Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt.</span></p><p><span>Dass die Einrichtung der Institutsambulanzen jetzt konsequent verfolgt wird, freut auch die Niederlausitzer Chefärztin Dr. Carolin Stegemann: „Kinderschutz ist keine Einzelleistung – er funktioniert nur im Zusammenspiel vieler Professionen“, erklärt sie. „Mit einer eigenen Ambulanz könnten wir feste Ansprechpartner schaffen, Prozesse strukturieren und die Zusammenarbeit mit Jugendämtern, Polizei, Kitas und niedergelassenen Ärzten deutlich verbessern.“ &nbsp;</span>Geplant ist unter anderem der Aufbau eines multiprofessionellen Teams – mit medizinischem Fachpersonal, Psychologen und spezialisierten Fachrichtungen wie Kinder- und Jugendgynäkologie. Eine zentrale Koordinationsstelle soll als erste Anlaufstelle für alle Beteiligten dienen.</p><p>Genau dieses Zusammenspiel ist auch aus Sicht des Jugendamtes im Landkreis Oberspreewald-Lausitz entscheidend – gerade dann, wenn es darum geht, Situationen frühzeitig und fachlich sicher einzuschätzen. „Kinderschutz funktioniert nur, wenn verschiedene Fachstellen eng zusammenarbeiten. Als Jugendamt sind wir auf die Einschätzungen von Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Disziplinen angewiesen, um komplexe potentiell kindeswohlgefährdende Situationen vollumfänglich bewerten zu können. Eine Kinderschutzinstitutsambulanz &nbsp;ergänzt die bestehenden Bewertungsinstrumente um ein wertvolles Angebot und schafft genau diese Verbindung. Damit wird Schutz und Hilfe für betroffene Kinder, Jugendliche sowie Unterstützung für die gesamte Familie schneller und besser erreichbar. <span style="text-align:start;">Deshalb sind wir froh, dass eine solche Einrichtung jetzt in Lauchhammer entsteht, denn bislang existieren in der Region keine vergleichbaren spezifischen Angebote</span>“, sagt Stephan Hermann, Leiter des Jugendamtes im Landkreis Oberspreewald-Lausitz, der auf eine enge Kooperation mit dem Klinikum setzt, um medizinische und fachliche Expertise in der Betrachtung von Kinderschutzangelegenheiten optimal einzubinden.&nbsp;</p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/45ca05fe-d405-4614-bee0-173dfd67450e/1920_adobestock_1003479532_gepasst.jpg?10000"><p><br><i>Für frühzeitige Hilfe, Sicherheit und bestmögliche Unterstützung - mit dem Aufbau der Kinderschutzinstitutsambulanz entsteht eine verlässliche Struktur für Abklärung, Schutz und Versorgung betroffener Kinder.</i></p><p><a href="https://www.sana.de/newsroom/asset/45ca05fe-d405-4614-bee0-173dfd67450e/adobestock_1003479532_gepasst/" target="_blank">Download und Copyright</a></p><h2><span>Hilfe für Kinder – von Anfang an</span></h2><p><span>Das medizinische Spektrum der entstehenden Kinderschutzambulanz ist breit: Es reicht von der Versorgung von Gewaltopfern über die Diagnostik bei Verdacht auf Misshandlung oder sexualisierte Gewalt bis hin zur Betreuung von Kindern, die unter Vernachlässigung leiden. Auch Fälle, die Wochen oder Monate zurückliegen, spielen eine große Rolle. „Wir sprechen nicht nur über akute Situationen“, so Dr. Carolin Stegemann. „Oft sind es schleichende Entwicklungen – Vernachlässigung, Überforderung in Familien, komplexe soziale Situationen. Diese Kinder brauchen Zeit, Aufmerksamkeit und ein System, das sie auffängt.“</span></p><p><span>Bereits heute arbeiten die Sana Kliniken Niederlausitz mit einer internen Kinderschutzgruppe, die sich regelmäßig austauscht, Fälle bewertet und Maßnahmen abstimmt. Die spezialisierte Ambulanz, die jetzt entstehen soll, wird diese Arbeit deutlich stärken und auf eine neue, verlässliche Grundlage stellen.</span></p><h2><span>Ein langer Weg – aber ein notwendiger</span></h2><p><span>Der Aufbau der geplanten Struktur ist komplex und wird mehrere Jahre in Anspruch nehmen. Rund drei Jahre veranschlagen Dr. Carolin Stegemann und ihr Team für eine vollständige Etablierung nach dem Start am 1. Juni 2026. Hierfür wurden bereits Fördermittel beim Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt beantragt und bewilligt, um erste Schritte schneller umsetzen zu können. „Brandenburg ist eines der Bundesländer, in denen solche Strukturen vergleichsweise spät aufgebaut werden“, ordnet Marc Bernstädt, Geschäftsführer der Sana Kliniken Niederlausitz, ein. „Umso wichtiger ist es, dass wir jetzt handeln. Kinder sind die schutzbedürftigsten Mitglieder unserer Gesellschaft. Sie brauchen Menschen und Strukturen, die hinschauen, zuhören und handeln.“</span></p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/6e6f3cbd-6f87-4da3-be3f-6c520fb5b33b/1920_carolinstegemann_0629.jpg?10000"><p><br><i>Mit fachlicher Expertise im Aufbau der Kinderschutzinstitutsambulanz: Dr. Carolin Stegemann, Chefärztin der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin. Für mehr Sicherheit und Klarheit im Kinderschutz.</i></p><p><a href="https://www.sana.de/newsroom/asset/6e6f3cbd-6f87-4da3-be3f-6c520fb5b33b/carolinstegemann_0629/" target="_blank">Download und Copyright</a></p><h2><span>Ein Appell an die Gesellschaft</span></h2><p><span>Neben dem medizinischen Aufbau ist eines für die Verantwortlichen zentral: Sensibilisierung. „Kinderschutz geht uns alle an“, betont Dr. Carolin Stegemann. „Jeder kann sich Rat holen – ob Nachbarn, Erzieherinnen oder Angehörige. Es gibt die Möglichkeit, sich an Insoweit erfahrene Fachkräfte zu wenden und Unsicherheiten zu klären. Wichtig ist: nicht wegschauen.“ Die geplante Kinderschutzambulanz soll genau dafür in enger Zusammenarbeit mit anderen regionalen Akteuren ein verlässlicher Ort werden. „Wir sehen nur die Spitze des Eisbergs“, sagt die erfahrene Kinderärztin. „Aber jedes Kind, das wir erreichen, ist ein Kind, dem wir helfen können.“</span></p>]]></description><category><![CDATA[PM,Niederlausitz,newsroom,Kinderschutz,kinderschutzinstitutsambulanz,KIA,Kinderklinik]]></category>
            <pubDate>Wed, 22 Apr 2026 17:10:34 +0200</pubDate>
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