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                    <pubDate>Wed, 17 Sep 2025 15:23:06 +0200</pubDate>
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                        <title>Knorpelchirurgie an Fuß und Sprunggelenk: Pionierarbeit made in Rummelsberg</title>
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                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/knorpelchirurgie-an-fuss-und-sprunggelenk-pionierarbeit-made-in-rummelsberg/</guid><pp:caseid>653679</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><strong>Das zertifizierte Zentrum für Fuß- und Sprunggelenkchirurgie der Maximalversorgung am Krankenhaus Rummelsberg leistet seit vielen Jahren Pionierarbeit. Unter der Leitung von Chefarzt Prof. Martinus Richter ist das Zentrum heute unter anderem in der Knorpelchirurgie führend.</strong></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p><strong>Themendienst</strong></p><p><span>Ein paar Beispiele in Sachen Pionierarbeit gefällig? 2013 etwa wurde das PedCAT (Digitale Volumentomografie, kurz DVT), eine Methode zur dreidimensionalen Röntgenbildgebung, standardmäßig in der Klinik für Fuß- und Sprunggelenk eingeführt. Damit war die Klinik die erste in Europa.</span></p><p><span>2017 wurde die Klinik deutschlandweit als erste ihrer Art als Zentrum für Fußchirurgie der Maximalversorgung (ZFSmax) zertifiziert. Maßgeblichen Anteil daran hat Chefarzt Prof. Martinus Richter, der sich im Bereich der Forschung zur Behandlung von Knorpeldefekten im Großzehengrundgelenk oder oberen Sprunggelenk international einen Namen gemacht hat. 2008 nahm sein Zentrum die weltweit erste Matrix-assoziierte Stammzellentransplantation vor. Mittlerweile hat der Mediziner das Verfahren weiterentwickelt und wissenschaftlich untersucht.</span></p><h2><span>Körpereigene Stammzellen für das Gelenk</span></h2><p><span>Bei der Matrix-assoziierten Stammzellentransplantation (MAST) handelt es sich um eine Methode, bei der während der Operation über eine Blutentnahme aus dem Beckenkamm körpereigene allgemeine Zellen, sogenannte Stammzellen, des Patienten gewonnen, aufbereitet und dann sofort im betroffenen Gelenk wieder eingepflanzt werden. Heute kommt eine Weiterentwicklung der Methode zum Einsatz, bei der das Blut nicht aus dem Beckenkamm, sondern aus den peripheren Venen entnommen wird. Dieses neue Verfahren nennen Spezialisten “Autologe Matrixinduzierte Chondrogenese mit Peripherem Blutkonzentrat“(AMIC+PBC).</span></p><h2><span>Planung mit dreidimensionaler Röntgenbildgebung und Pedographie</span></h2><p><span>Für die Planung des Eingriffs führen die Experten aus Rummelsberg eine dreidimensionale Röntgenbildgebung mit Belastung und im Stehen im sogenannten PedCAT (DVT) durch. Auf diese Weise lassen sich vorliegende Fehlbildungen inklusive der korrekten Gradanzahl bei Fehlstellungen viel besser analysieren als mit konventionellen Röntgenbildern. Hinzu kommen die objektive Messung, Analyse und Dokumentation der biomechanischen Funktion des Fußes mittels Pedographie, das heißt der digitalen Darstellung der Druckbelastung des Fußes.</span></p><p><span>Diese Informationen sind die Basis für den chirurgischen Eingriff. Chefarzt Richter: „Mit dem PedCAT schließen wir die diagnostische Lücke und dank digitaler Volumentomographie ist eine dreidimensionale Darstellung unter Belastung möglich.” Vorher sei entweder eine zweidimensionale Darstellung mittels konventionellem Röntgen mit Belastung oder eine dreidimensionale Darstellung ohne Belastung mittels CT im Liegen der Standard gewesen.</span></p><p><span>Richter weiter: “Bei uns an der Klinik in Rummelsberg ist das PedCAT aus dem medizinischen Alltag nicht mehr wegzudenken: Mehr als 20.000 Scans wurden bislang bei stationären und ambulanten Patienten durchgeführt. Innerhalb von 60 Sekunden können beide Füße komplett geröntgt werden.”.</span></p><p><span>Im Zentrum für Fuß- und Sprunggelenkchirurgie der Maximalversorgung (ZFSmax) am Krankenhaus Rummelsberg ist die DVT seit 2013 Standard. Konventionelle Röntgenaufnahmen finden nur noch unmittelbar postoperativ statt. Richter: “Somit ist die Anwendung in unserem Zentrum eindeutig der Goldstandard. Dies trifft jedoch nicht allgemein zu, da viele Einrichtungen eben kein DVT zur Verfügung haben.”</span></p><p><span>Die Unterschiede zwischen den Standards beschreibt Richter so: “Wir haben in mehreren Studien untersucht, welche Auswirkungen der Ersatz dieses allgemeinen Standards durch unseren Goldstandard bedeutet, insbesondere hinsichtlich Strahlenbelastung. Hierbei zeigt sich, dass sich die Strahlenbelastung durch Vermeidung von konventioneller Computertomografie und zusätzlicher zweidimensionaler Röntgenbildgebung für unsere Patientengruppe verringert. Außerdem werden die Kosten reduziert, da insbesondere die Computertomografie in unserem Bereich hohe Kosten verursacht.“</span></p><h2><span>Annähernd normaler Knorpel durch Bewegung und dosierte Belastung</span></h2><p><span>Während der Operation wird die Kollagenmatrix in die AMIC-PBC eingelegt. So vorbereitet, lässt sich die Kollagenmatrix dann mit einem Spezialkleber in den defekten Gelenkbereich einkleben. Die in Rummelsberg eingesetzte Technik ermöglicht dabei eine hohe Stabilität, sodass die Patienten das Gelenk sofort bewegen können. Das ist für den weiteren Verlauf und die Entwicklung der Knorpelzellen sehr wichtig, denn durch Bewegung und dosierte Belastung entsteht annähernd normaler Knorpel.</span></p><h2><span>Weniger Schmerzen, bessere Funktion</span></h2><p><span>Martinus Richter forscht auf diesem Gebiet schon seit vielen Jahren. Zahlreiche wissenschaftliche Studien mit den Langzeitergebnissen zur Effektivität dieser Methode bei Knorpeldefekten im </span><a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35803836/" target="_blank"><span>oberen Sprunggelenk</span></a><span> und </span><a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35850950/" target="_blank"><span>Großzehengrundgelenk</span></a><span> wurden im renommierten Journal Foot and Ankle Surgery und anderen veröffentlicht. Sowohl nach zwei als auch nach fünf Jahren Nachbeobachtungszeit erreichten die mittels AMIC+PBC operierten Patienten sehr gute Behandlungsergebnisse. Die Betroffenen hatten weniger Schmerzen und eine bessere Funktionsfähigkeit.</span></p><p><span>Beim Hallux valgus, einer Fehlstellung der Großzehe, wird neben der Korrektur der Fehlbildung auch der Knorpel ersetzt, um dem frühzeitigen Verschleiß (Präarthrose) entgegen zu wirken, damit der Zustand sich nicht verschlechtert. Während die Rezidiv-Rate weltweit bei zehn Prozent liegt, konnten die Untersuchungen am Krankenhaus Rummelsberg zeigen, dass sich diese Rate durch die Vorgehensweise auf ein bis zwei Prozent verringert.</span></p><p><span>„Mich fragen die Patienten immer, ob man erst kommen soll, wenn es schon weh tut. Die Antwort ist klar: Je früher, desto besser. Allein beim Hallux valgus ist bei einem Winkel von über 40 Grad keine gelenkerhaltende Korrektur mehr möglich. Hier hilft dann nur eine Arthrodese, also eine Gelenkversteifung weiter“, erklärt Richter. Durch die Hallux valgus-Fehlstellung könne nämlich auch das wichtige Großzehengrundgelenk unter Arthrose (Gelenkverschleiß) leiden, was Mediziner dann als Hallux rigidus bezeichnen.</span></p><p><span>Mehr Informationen zur Methode gibt es auf der Seite des </span><a href="https://www.deutsches-fusszentrum-richter.de/medizinische-schwerpunkte/knorpelchirurgie/matrixassoziierte-stammzelltransplantation-mast-bzw-autologe-matrixinduzierte-chondrogenese-mit-peripherem-blutkonzentrat-amic-pbc" target="_blank"><span>Zentrums für Fuß- und Sprunggelenkchirurgie der Maximalversorgung</span></a><span> am Krankenhaus Rummelsberg.</span><br>&nbsp;</p>]]></description><category><![CDATA[Themendienst,uk-hol,sprunggelenkchirurgie,knorpel,Rummelsberg,Orthopaedie]]></category>
            <pubDate>Wed, 07 Aug 2024 06:41:57 +0200</pubDate>
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