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                    <title><![CDATA[Newsroom Sana Kliniken]]></title>
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                    <pubDate>Fri, 12 Jun 2026 11:54:12 +0200</pubDate>
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                        <title><![CDATA[Newsroom Sana Kliniken]]></title>
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                        <title>Biberacher Sana Klinikum beteiligt sich an landesweitem Aktionstag gegen das Beitragssatzstabilisierungsgesetz</title>
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Gemeinsam mit zahlreichen Krankenhäusern im Land machte das Klinikum damit auf die möglichen Auswirkungen des geplanten Beitragssatzstabilisierungsgesetzes</strong> <strong>sowie die wirtschaftlichen Herausforderungen der Krankenhäuser aufmerksam.</strong></span></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p style="text-align:justify;">Vor dem Haupteingang hält Geschäftsführerin Beate Jörißen ein „Geschlossen“-Schild in die Kamera. Unter dem Motto <a href="https://www.bwkg.de/kein-geld-keine-versorgung" target="_blank">„Kein Geld. Keine Versorgung.“</a> ist die Botschaft klar: Eine verlässliche Krankenhausversorgung braucht eine verlässliche Finanzierung. „Krankenhäuser sind an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr für die Menschen da. Daher blieb d<span>ie medizinische Versorgung natürlich auch heute von der symbolischen Schließung unberührt. </span>Damit wir diese Aufgabe aber auch künftig in gewohnt hoher Qualität erfüllen können, brauchen wir stabile und verlässliche Rahmenbedingungen“, macht die Geschäftsführerin deutlich. „Die geplanten Einsparungen im Gesundheitswesen werden die wirtschaftliche Situation vieler Krankenhäuser zusätzlich belasten. Es geht dabei nicht nur um wirtschaftliche Kennzahlen, sondern vor allem um die langfristige Sicherung einer verlässlichen Patientenversorgung.“</p><p style="text-align:justify;">Krankenhäuser übernehmen eine zentrale Rolle in der Gesundheitsversorgung – insbesondere im ländlichen Raum. Bereits seit Jahren erfüllen sie diesen Versorgungsauftrag unter zunehmend schwierigen Rahmenbedingungen: steigende Personal-, Sach- und Betriebskosten, ein bundesweiter Fachkräftemangel, hohe bürokratische Anforderungen sowie notwendige Investitionen in Digitalisierung und moderne Versorgungsstrukturen treffen auf eine strukturelle Unterfinanzierung. Mit dem geplanten Beitragssatzstabilisierungsgesetz wird sich die wirtschaftliche Lage der Kliniken bundesweit weiter massiv verschärfen. „Reformen sind wichtig und notwendig. Statt kurzfristiger Sparmaßnahmen braucht es aus unserer Sicht aber nachhaltige Strukturreformen, weniger Bürokratie, mehr Gestaltungsspielraum vor Ort und eine Finanzierung, die den tatsächlichen Versorgungsauftrag der Krankenhäuser berücksichtigt.“</p><p style="text-align:justify;">Mit der heutigen Aktion möchte das Sana Klinikum Landkreis Biberach daher mit Nachdruck auf die aktuellen Entwicklungen aufmerksam machen und an die Politik appellieren, den Gesetzesentwurf im Sinne der Patienten sowie der Mitarbeitenden im Gesundheitswesen nachzubessern. W<span>enn die finanzielle Basis weiter geschwächt wird, geraten Krankenhäuser zunehmend unter Druck. Die Folgen könnten längere Wartezeiten, weitere Wege bis zum nächsten Krankenhaus, weniger Zeit für Patienten sowie mögliche Einschränkungen im Leistungsangebot vor Ort sein.</span></p><p style="text-align:justify;">Trotz dieser herausfordernden Rahmenbedingungen richtet die Geschäftsführerin den Blick nach vorne: „Mit unserer Konzernstrategie „Auf Kurs 2030“ verfolgen wir klare Ziele für eine zukunftsfähige Gesundheitsversorgung. Dazu gehört die Weiterentwicklung medizinischer Angebote ebenso wie die Optimierung von Prozessen. Wir arbeiten konsequent daran, unser Klinikum für die Zukunft aufzustellen. Als größter Gesundheitsanbieter sowie wichtiger Arbeitgeber in der Region übernehmen wir Verantwortung – für unsere Patientinnen und Patienten ebenso wie für unsere Mitarbeitenden“, betont Jörißen. „Nur so können wir die aktuellen Herausforderungen meistern. Dafür haben wir bereits frühzeitig die richtigen Weichen gestellt, notwendige Strukturanpassungen im Landkreis vollzogen und die stationäre Versorgung im <a href="https://www.sana.de/biberach/ueber-uns/neubau-biberach" target="_blank">Neubau unseres Biberacher Zentralkrankenhauses</a> auf dem Gesundheitscampus am Hauderboschen gebündelt.“</p><p style="text-align:justify;">Das Sana Klinikum unterstützt daher die Forderung der BWKG nach einer auskömmlichen Krankenhausfinanzierung und verlässlichen politischen Rahmenbedingungen: „Wir appellieren an die Bundestagsabgeordneten unseres Wahlkreises, sich auf Bundesebene für eine nachhaltige Finanzierung der Krankenhausversorgung einzusetzen. Die Sicherung einer wohnortnahen und qualitativ hochwertigen Versorgung muss auch künftig oberste Priorität haben“, so Jörißen abschließend.</p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/a5673426-8012-48ea-a484-5e3f780f0465/1920_260612_pmsana_klinikumbeteiligtsichanlandesweitemaktionstaggegendasbeitragssatzstabilisierungsgesetz.jpg?10000"><p><i><span>Geschäftsführerin Beate Jörißen macht mit der symbolischen Schließung des Klinikeingangs auf die Bedeutung einer verlässlichen Krankenhausfinanzierung aufmerksam.</span></i></p><p><a href="https://www.sana.de/newsroom/asset/a5673426-8012-48ea-a484-5e3f780f0465/260612_pmsana_klinikumbeteiligtsichanlandesweitemaktionstaggegendasbeitragssatzstabilisierungsgesetz/" target="_blank">Download und Copyright</a></p><p>&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p><strong>Über das Sana Klinikum Landkreis Biberach&nbsp;</strong></p><p style="text-align:justify;"><span style="padding:0cm;">Das Sana Klinikum Landkreis Biberach ist ein Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Ulm und behandelt jährlich rund 18.500 stationäre Patientinnen und Patienten. Dazu kommen circa 45.900 ambulante Konsultationen. Das Zentralklinikum steht für eine qualifizierte medizinische Behandlung in zertifizierten Zentren und Abteilungen, verfügt über elf Fachabteilungen sowie 370 Betten und beschäftigt rund 1.200 Mitarbeitende. </span><span>Als #1 Partner für Gesundheit sowie attraktiver Arbeitgeber in der Region übernimmt das Klinikum Verantwortung – für eine verlässliche, sektorenübergreifende Versorgung im ländlichen Raum. </span><span style="padding:0cm;">Träger ist zu 74,9 Prozent die Sana Kliniken AG und zu 25,1 Prozent der Landkreis Biberach.</span></p><p><a href="https://www.sana.de/newsroom/ueber-die-sana-kliniken-ag/" target="_blank"><strong>Über die Sana Kliniken AG</strong></a></p>]]></description><category><![CDATA[PM,Biberach,newsroom,sparpaket,Beitragssatzstabilisierungsgesetz,Gesundheitspolitik,Krankenhausgesellschaft,DeutscheKrankenhausgesellschaft,Strukturreform,Gesundheitsreform,Krankenhausreform]]></category>
            <pubDate>Fri, 12 Jun 2026 11:35:00 +0200</pubDate>
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                        <title>Klaus Holetschek: Krankenhäuser wie die Sana Kliniken sind Rückgrat und Stabilitätsanker</title>
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                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/klaus-holetschek-krankenhaeuser-wie-die-sana-kliniken-sind-rueckgrat-und-stabilitaetsanker/</guid><pp:caseid>756745</pp:caseid><pp:subtitle>Krankenhausreform</pp:subtitle><pp:summary><![CDATA[<p>Anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Sana Kliniken AG äußert sich Klaus Holetschek, CSU-Fraktionschef im bayerischen Landtag, im Interview zu aktuellen Herausforderungen in der Gesundheitspolitik und den Zukunftsaussichten für die Patientenversorgung.&nbsp;</p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p><i>Hinweis: Das Interview erschien erstmals im Frühjahr 2026 im Jubiläums-Buch der Sana Kliniken. Es spiegelt den Stand der Gesundheitspolitik gegen Ende des Jahres 2025 wider.</i></p><p>Im Gespräch mit Sana-CEO Thomas Lemke betont Klaus Holetschek die zentrale Rolle privater Klinikträger für eine verlässliche, wohnortnahe und qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung. Seine zentrale Aussage: „Entscheidend ist die Qualität der Versorgung, nicht die Trägerform. Viele private Häuser – auch Sana – leisten hervorragende Arbeit, investieren in Infrastruktur, Digitalisierung und Personalentwicklung. Sie sind Rückgrat und Stabilitätsanker.“&nbsp;</p><p>Er fordert praxisnahe Reformen, weniger Bürokratie und mehr Investitionen in Resilienz, Digitalisierung und Kindergesundheit – mit klarer Unterstützung für föderale Planung und regionale Stärke.<br>&nbsp;</p><h2>Krankenhausreform pragmatisch neu ausrichten</h2><p>Die Krankenhausreform der Ampelregierung bewertet Holetschek als „kalten Strukturwandel“, der Kliniken – insbesondere im ländlichen Raum – faktisch in die Insolvenz gedrängt habe. Gefordert seien nun zügige, praktikable Lösungen mit starker Länderbeteiligung, eine ehrliche Überprüfung der Vorhaltevergütung und sofortige Schritte zum Bürokratieabbau, um Planungssicherheit für die Häuser herzustellen.<br>&nbsp;</p><h2>Föderal, regional und krisenfest planen</h2><p>Krankenhausplanung müsse Ländersache bleiben, weil nur die Länder den regionalen Bedarf realistisch einschätzen könnten. Kliniken seien Teil der nationalen Sicherheitsarchitektur. Notwendig seien klare gesetzliche Standards und gezielte Investitionen in Resilienz, etwa Bevorratung und Krisenlogistik – inklusive einer systematischen Einbindung leistungsfähiger privater Träger in Katastrophenschutzkonzepte.&nbsp;<br>&nbsp;</p><h2>Versorgungslücken schließen: Land, Kinder, Pflege&nbsp;</h2><p>Zur Fachkräftesicherung setzt Holetschek auf mehr Studienplätze, Landarztquote, Niederlassungsprämien und EU-Stipendien mit Bindung an Bayern. Kindergesundheit definiert er als Zukunftsvorsorge: mehr Prävention, Gesundheitsbildung, Bewegung, psychologische Angebote und eine bedarfsgerechte Honoraranpassung – auch durch Korrekturen bei Hybrid-DRGs. In der Pflege plädiert er für verlässliche Dienstpläne, Digitalisierung, gezielte Fachkräftegewinnung und Modelle wie Springerpools zur Eindämmung von Leiharbeit.&nbsp;<br>&nbsp;</p><h2>Finanzielle Nachhaltigkeit der Solidarsysteme sichern</h2><p>Um die GKV zukunftsfest zu machen, müssen Sozialabgaben stabil gehalten, Effizienzreserven gehoben, Doppelstrukturen abgebaut und Digitalisierung vorangetrieben werden. Versicherungsfremde Leistungen gehörten in den Bundeshaushalt, um Beitragszahler zu entlasten; zugleich seien verlässliche Bundeszuschüsse und Priorisierung in der Politik nötig, damit das Leistungsversprechen dauerhaft eingelöst werden kann.&nbsp;</p><p>Das gesamte Interview können Sie im untenstehenden pdf-Dokument nachlesen. Das Interview erschien erstmals im Frühjahr 2026 im Jubiläums-Buch der Sana Kliniken. Es spiegelt den Stand der Gesundheitspolitik gegen Ende des Jahres 2025 wider.</p><p><a href="https://www.sana.de/newsroom/50-jahre-innovation--das-sana-jubilaeumsbuch-ist-da/" target="_blank"><strong>Hier finden Sie weitere ausgewählte Beiträge aus dem Jubiläums-Buch der Sana.&nbsp;</strong></a></p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/78fc998a-ecc0-49ae-80c8-b4671293b642/1920_coverjubilaumlumsbuch.jpg?10000"><p><a href="https://www.mwv-berlin.de/produkte/!/title/innovation-fuer-die-gesundheit/id/1150" target="_blank"><span style="margin:0px;">HIER</span></a><span style="margin:0px;text-align:left;">&nbsp;kann das Jubiläumsbuch erworben werden.</span></p><p>&nbsp;</p><p>&nbsp;</p>]]></description><category><![CDATA[uk-hol,Krankenhausreform,Thomas Lemke,Gastbeitrag,50jahre]]></category>
            <pubDate>Thu, 11 Jun 2026 14:44:03 +0200</pubDate>
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                        <title>Gut versorgt auch ohne Krankenhausaufenthalt</title>
                        <link>https://www.sana.de/newsroom/gut-versorgt-auch-ohne-krankenhausaufenthalt/</link>
                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/gut-versorgt-auch-ohne-krankenhausaufenthalt/</guid><pp:caseid>757064</pp:caseid><pp:subtitle>Klinikum Dahme-Spreewald entwickelt HNO-Angebot weiter und folgt damit der regionalen Versorgungsrealität</pp:subtitle><pp:summary><![CDATA[<ul><li data-list-item-id="edbaed7687f547faa6051def0702334af"><p style="margin-left:18.0pt;"><span>stationäre Versorgung erfolgt künftig gebündelt in spezialisierten Zentren</span></p></li><li data-list-item-id="eb0cc2e5a98440b1c39bdb8d5642ee2c7"><p style="margin-left:18.0pt;"><span>ambulante Versorgung in der Region gut von der Kassenärztlichen Vereinigung aufgestellt&nbsp;</span></p></li><li data-list-item-id="ebf4495487db95f835e45ba5a180593f6"><p style="margin-left:18.0pt;"><span>moderne HNO-Medizin ermöglicht viele Behandlungen ohne stationären Aufenthalt</span></p></li></ul>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p style="margin-left:0cm;text-align:start;"><span>Die medizinische Versorgung im Bereich der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde (HNO) befindet sich seit mehreren Jahren im Wandel. Vor diesem Hintergrund beabsichtigt das Klinikum Dahme-Spreewald, im Rahmen der Krankenhausreform keine stationäre Leistungsgruppe HNO mehr am Standort Königs Wusterhausen zu beantragen und die stationäre Versorgung an den Standort des Ernst von Bergmann Klinikum zum 30.06.2026 zu verlagern.&nbsp;</span></p><p style="margin-left:0cm;text-align:start;"><span>Ausschlaggebend für diese Entscheidung ist der kontinuierliche Rückgang der stationären Fallzahlen. Zuletzt lag der Versorgungsbedarf bei weniger als einem stationären Fall pro Tag. Parallel dazu hat die Ambulantisierung im HNO-Bereich deutlich an Bedeutung gewonnen. Zahlreiche Eingriffe, die früher regelhaft stationär durchgeführt wurden, können heute ambulant erbracht werden. „Wir richten unsere Strukturen konsequent an der tatsächlichen stationären Nachfrage und den medizinischen Notwendigkeiten aus“, sagt André Jasper, Geschäftsführer des Klinikum Dahme-Spreewald.&nbsp;</span></p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/fc67147d-a0f6-40c1-a5c1-9d47b6085c60/1920_symbolbild_hno.jpg?10000"><p style="text-align:start;"><br><br><i>HNO-Medizin ist heute in vielen Fällen ambulante Medizin: Untersuchungen, kleinere Eingriffe und Nachbehandlungen können meist ohne stationären Aufenthalt organisiert werden. Für Patientinnen und Patienten bedeutet das kurze Wege, planbare Abläufe und eine schnelle Rückkehr nach Hause. Nur wenn es medizinisch notwendig ist, erfolgt die Behandlung weiterhin stationär. </i><a href="https://www.sana.de/newsroom/asset/fc67147d-a0f6-40c1-a5c1-9d47b6085c60/symbolbild_hno/" target="_blank">Download und Copyright</a></p><h2 style="margin-left:0cm;"><span><strong>Ambulante Versorgung im Landkreis gesichert</strong></span></h2><p style="margin-left:0cm;text-align:start;"><span>Die ambulante HNO-Versorgung ist im Landkreis Dahme-Spreewald durch die bestehenden Strukturen des vertragsärztlichen Systems vollständig abgedeckt. D.h. sämtliche für HNO-Ärzte vorgesehenen Niederlassungsmöglichkeiten (sogenannte KV-Sitze) sind aktuell im Landkreis besetzt.&nbsp;&nbsp;Aus fachlicher Sicht ist somit eine bedarfsgerechte ambulante Versorgung ohne Versorgungslücke gesichert.</span></p><p style="margin-left:0cm;text-align:start;"><span>Für Patienten, die auch weiterhin eine stationäre Behandlung benötigen, stehen leistungsfähige Versorgungsstrukturen in der Region zur Verfügung (z.B. Ernst von Bergmann Klinikum, Vivantes Klinikum Neukölln, Helios Bad Saarow). Die stationäre Versorgung wird künftig, wie in der Krankenhausreform vorgesehen, verstärkt in spezialisierten Zentren gebündelt, die über entsprechende Fallzahlen, personelle Ressourcen und technische Ausstattung verfügen. Eine zentrale Rolle übernimmt dabei das Ernst-von-Bergmann Klinikum in Potsdam. Die HNO-Klinik wird vom erfahrenen Chefarzt und Zentrumsleiter Prof. Dr. Markus Jungehülsing geleitet, der in Personalunion bisher die HNO-Abteilung am Klinikum Dahme-Spreewald verantwortet.</span></p><p style="margin-left:0cm;text-align:start;"><span>„Die Entwicklung im HNO-Bereich ist seit Jahren klar erkennbar: Der stationäre Bedarf geht zurück, während ambulante Behandlungsmöglichkeiten zunehmen“, erklärt Prof. Dr. Markus Jungehülsing. „Vor diesem Hintergrund ist die Bündelung stationärer Leistungen an spezialisierten Standorten medizinisch sinnvoll. Sie ermöglicht eine stabile Struktur, ausreichende Fallzahlen und damit eine dauerhaft hohe Behandlungsqualität.“</span></p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/488af88a-f0fd-4bdc-9405-dc85d2e80c21/1920_csm_junmar-332_fb4ea66fad.jpg?10000"><p style="text-align:start;"><br><i>Prof. Dr. Markus Jungehülsing führt seit vielen Jahren die HNO-Abteilung in Königs Wusterhausen und am Ernst von Bergmann Klinikum in Potsdam. Auch nach der Neuorganisation der stationären Versorgung bleibt er das vertraute Gesicht der HNO-Medizin für die Patientinnen und Patienten aus Königs Wusterhausen.</i> <a href="https://www.sana.de/newsroom/asset/488af88a-f0fd-4bdc-9405-dc85d2e80c21/csm_junmar-332_fb4ea66fad/" target="_blank">Download und Copyright</a></p><h2 style="margin-left:0cm;"><span><strong>Eingespielte Zusammenarbeit bleibt bestehen</strong></span></h2><p style="margin-left:0cm;text-align:start;"><span>Die bisherige Versorgung am Standort Königs Wusterhausen erfolgte in Kooperation mit dem Ernst-von-Bergmann Klinikum und ist bereits heute in ein regionales Versorgungsnetz eingebettet. Diese Zusammenarbeit wird fortgeführt. Für die Patienten ergibt sich daraus ein klar strukturierter Versorgungsweg: Die Erstvorstellung erfolgt weiterhin im ambulanten Bereich bei niedergelassenen Fachärzten für Hals-, Nasen- und Ohrenkunde. Bei entsprechender Indikation wird die Weiterbehandlung in spezialisierten stationären Einrichtungen organisiert. Die Nachsorge kann anschließend wieder wohnortnah erfolgen.</span></p><h2 style="margin-left:0cm;"><span><strong>Einordnung im Rahmen der Krankenhausreform</strong></span></h2><p style="margin-left:0cm;text-align:start;"><span>Die geplante strukturelle Anpassung orientiert sich an den Zielen der Krankenhausreform: der Sicherstellung medizinischer Qualität, der bedarfsgerechten Steuerung von Leistungen sowie dem effizienten Einsatz personeller Ressourcen. Das Klinikum steht dazu in engem Austausch mit dem Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Aus fachlicher Sicht besteht keine Notwendigkeit, die stationäre HNO-Versorgung am Standort Königs Wusterhausen in Zukunft aufrechtzuerhalten. Die Versorgung ist durch bestehende ambulante Strukturen und regionale Schwerpunktzentren vollständig gewährleistet.</span></p><p><strong>Über das Klinikum Dahme-Spreewald&nbsp;</strong></p><p style="margin-left:0cm;"><span>Unter dem Dach des Klinikums Dahme-Spreewald vereinen sich die beiden Standorte Spreewaldklinik Lübben und das Achenbach-Krankenhaus Königs Wusterhausen. Die beiden Krankenhäuser versorgen jährlich mehr als 25.000 stationäre und mehr als 50.000 ambulante Patientinnen und Patienten. Dafür stehen in den beiden Krankenhäusern der Grund- und Regelversorgung insgesamt 448 Betten in neun Fachbereichen zur Verfügung. Die jährlich steigende Zahl an versorgten Patienten belegt die Bedeutung und die Akzeptanz einer kompetenten und qualitativ hochwertigen Versorgung in der Region. Besondere Expertise beweist das Klinikum Dahme-Spreewald in der Weichenstellung von zukünftig wichtigen Bereichen. So gehören Palliativmedizin und Spezielle Schmerztherapie schon heute zum fest etablierten Behandlungsspektrum. In der Gesundheitsakademie Heinz-Sielmann, die ebenfalls unter der Trägerschaft des Klinikum Dahme-Spreewald steht werden mehr als 130 Schülerinnen und Schüler auf den Berufsalltag in der Pflege vorbereitet. Die Gesundheitsakademie zählt zu den größten Einrichtungen dieser Art im Land Brandenburg. Ergänzend bestehen seit 2019 ambulante Versorgungsmöglichkeiten. Zunächst durch das Medizinische Versorgungszentrum Dahme-Spreewald in Königs Wusterhausen in den Bereichen Allgemeinmedizin/Innere Medizin, Chirurgie und Kinder- und Jugendmedizin sowie seit 2022 im MVZ Poliklinik Lübben in den Bereichen Allgemeinmedizin, Gynäkologie und Chirurgie.</span></p><p><a href="https://www.sana.de/newsroom/ueber-die-sana-kliniken-ag/" target="_blank"><strong>Über die Sana Kliniken AG</strong></a></p>]]></description><category><![CDATA[PM,Dahme-Spreewald,dahmespreewald,luebben,koenigs wusterhausen,gesundheit,Medizin,krankenhaus,newsroom,HNO-Praxis,Krankenhausreform,Leistungsgruppen]]></category>
            <pubDate>Mon, 08 Jun 2026 08:07:46 +0200</pubDate>
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                        <title>„Dieses Finanzierungssystem ist auf Insolvenz angelegt.“</title>
                        <link>https://www.sana.de/newsroom/dieses-finanzierungssystem-ist-auf-insolvenz-angelegt/</link>
                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/dieses-finanzierungssystem-ist-auf-insolvenz-angelegt/</guid><pp:caseid>756620</pp:caseid><pp:subtitle>Krankenhausreform</pp:subtitle><pp:summary><![CDATA[<p><span style="text-align:start;">Sana-CEO Thomas Lemke erklärt im HealthCareBrain-Podcast, warum die Krankenhausreform als reines Sparprogramm zu kurz greift und welche Konsequenzen drohen.</span></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p><span>„Dieses Finanzierungssystem ist auf Insolvenz angelegt.“ Mit diesem Satz bringt</span><span style="padding:0cm;"> </span><span><strong>Thomas Lemke, CEO der Sana Kliniken und Vizepräsident der DKG Deutschen Krankenhausgesellschaft,</strong> die aktuelle Situation vieler deutscher Krankenhäuser auf den Punkt. Im Gespräch mit den Machern des Podcast </span><i><span style="padding:0cm;">HealthCareBrain</span></i><span style="padding:0cm;">, Dr. Kerstin Stachel und Lennart Eltzholtz, </span><span>hat er über die Realität hinter der Krankenhausreform gesprochen — und darüber, warum viele Akteure im Gesundheitswesen inzwischen nicht mehr von einer Reform, sondern vor allem von einem Sparprogramm sprechen.</span></p><p><span>Die Diskussion zeigt deutlich: Das Problem liegt längst nicht mehr nur in einzelnen Gesetzen oder Finanzierungsfragen. Es geht um grundlegende Strukturfragen unseres Gesundheitssystem.</span></p><p><span>Besonders eindrücklich war die Diskussion über das Thema „Disruption“: Was passiert eigentlich, wenn Krankenhäuser nicht geordnet transformiert werden, sondern wirtschaftlich scheitern.</span></p><p><span>Thomas Lemke beschreibt dabei sehr klar die Kettenreaktionen, die Insolvenzen im Gesundheitswesen auslösen können — von Personalabwanderung über Versorgungsprobleme bis hin zu Auswirkungen auf Kommunen, Banken und Versorgungssysteme.</span></p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/1aeaf2bf-a0ce-45b1-ad14-3e33bafb1beb/1920_1779778155814.jpg?10000"><h2><span><strong>Zwischen Reformanspruch und Realität</strong></span></h2><p><span>Ein zentrales Thema der Podcast-Folge: Die zunehmende Komplexität des Systems — und die Frage, ob Politik, Verwaltung und Praxis aktuell noch ausreichend miteinander verbunden sind</span></p><p><span>Dabei wird deutlich: Viele Menschen im Gesundheitswesen sind hochmotiviert, Versorgung weiterzuentwickeln. Gleichzeitig erleben sie aber oft ein System, das durch Bürokratie, Detailsteuerung und fehlende Verlässlichkeit ausgebremst wird.</span></p><h2><span><strong>Was jetzt gebraucht wird</strong></span></h2><p><span>Aus Thomas Lemkes Sicht braucht das Gesundheitswesen vor allem drei Dinge:</span></p><ul><li data-list-item-id="e3495e601174a1ae18936b3d0e4982977"><span>Verlässliche politische Rahmenbedingungen</span></li><li data-list-item-id="ea973a44f08662860cd46dda2a0031a47"><span>Mehr integrierte Versorgung statt sektoraler Trennung</span></li><li data-list-item-id="e3b86580fd6c4ff7e043b7e49a5537537"><span>Intelligent gesetzte Anreize statt immer neuer Detailregulierung</span></li></ul><p><span>Denn Transformation gelingt nicht allein durch Kürzungen — sondern durch klare Ziele, Vertrauen und funktionierende Strukturen.</span><br><br><span>Die Podcast-Folge von </span><i><span style="padding:0cm;">HealthCareBrain</span></i><span style="padding:0cm;"> </span><span>mit dem Sana-CEO gibt es auf&nbsp;</span></p><ul><li data-list-item-id="ed1c125b23b0a04c0d6d4a56bb68696a9"><a href="https://open.spotify.com/episode/0RaN2otFwYhPRgZXnWqzH8" target="_blank"><span>Spotify</span></a></li><li data-list-item-id="ea1e97a1a882623a6674523167bc0253c"><a href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/73-krankenhausreform-oder-sparprogramm-im-gespr%C3%A4ch/id1697013998?i=1000769594919" target="_blank"><span>Apple Podcasts</span><span style="padding:0cm;">&nbsp;</span></a></li></ul>]]></description><category><![CDATA[uk-hol,Krankenhausreform,Thomas Lemke,Lennart Eltzholtz,Gastbeitrag]]></category>
            <pubDate>Tue, 02 Jun 2026 09:06:01 +0200</pubDate>
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                <pp:imageOriginal>https://content.presspage.com/uploads/2914/1aeaf2bf-a0ce-45b1-ad14-3e33bafb1beb/1779778155814.jpg?10000</pp:imageOriginal><pp:imageTitle><![CDATA[HealthCareBrain Podcast]]></pp:imageTitle><pp:imageDescription><![CDATA[Dr. Kerstin Stachel und Lennart Eltzholtz im HealthCareBrain Podcast im Gespr&amp;auml;ch mit Sana-CEO Thomas Lemke (M.).]]></pp:imageDescription></item><item>
                        <title>Weniger Kontrolle, mehr Verantwortung – wie die Krankenhausreform gelingen kann</title>
                        <link>https://www.sana.de/newsroom/weniger-kontrolle-mehr-verantwortung--wie-die-krankenhausreform-gelingen-kann/</link>
                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/weniger-kontrolle-mehr-verantwortung--wie-die-krankenhausreform-gelingen-kann/</guid><pp:caseid>711974</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p>Die Krankenhauslandschaft in Deutschland befindet sich an einem Wendepunkt – Reformen sind unumgänglich. Darauf weist Thomas Lemke, Vorstandsvorsitzender der Sana Kliniken und Vizepräsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), in seinem Standpunkt im Tagesspiegel Background Gesundheit & E-Health hin.</p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/f6731ca3-fa03-496e-b6d8-c7d7a6fc9279/1920_aa-thomaslemkeceosanakliniken.jpg?74606"><p><span>Die von der vorherigen Bundesregierung angestoßene Klinikreform wird die angestrebten Ziele ohne gezielte Nachbesserungen verfehlen.&nbsp;</span></p><p><span>Überregulierung, unpassende Anreizsysteme und strukturelle Finanzierungsprobleme gefährden den Erfolg. Deshalb sind dringend Anpassungen notwendig.</span></p><p><span><strong>Der Standpunkt von Thomas Lemke im Tagesspiegel Background Gesundheit & E-Health ist hier vollständig und frei zugänglich:</strong>&nbsp;</span></p><p><a href="https://urldefense.proofpoint.com/v2/url?u=https-3A__background.tagesspiegel.de_gesundheit-2Dund-2De-2Dhealth_briefing_weniger-2Dkontrolle-2Dmehr-2Dverantwortung-2Dwie-2Ddie-2Dkrankenhausreform-2Dgelingen-2Dkann-23-3A-7E-3Atext-3DDie-2520Krankenhausreform-2520ist-2520eine-2520gro-25C3-259Fe-2Cund-2520nicht-2520zentralistisch-2520kontrolliert-2520wird.&d=DwMGaQ&c=2Nzgziem5RnM0F-ehybklw&r=_8dpi1eYOnChKlD2aCjfCdpZFo4yU7PnJnZAUzjd4rs&m=QZG7IbelySV-NeV8FDGF-1UIymP2uRI8yF-wWoeN78PakgFEWGede7iAOAFJa_Bc&s=Cc6BN991HdW4XRHuDobGCgCG3loKbNZdIcERR03sfEY&e="><span>Weniger Kontrolle, mehr Verantwortung – wie die Krankenhausreform gelingen kann - Tagesspiegel Background</span></a></p>]]></description><category><![CDATA[uk-hol,Gastbeitrag,Krankenhausreform,Lemke]]></category>
            <pubDate>Tue, 24 Jun 2025 12:18:19 +0200</pubDate>
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                        <title>Bundesgesundheitsminister hautnah</title>
                        <link>https://www.sana.de/newsroom/bundesgesundheitsminister-hautnah/</link>
                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/bundesgesundheitsminister-hautnah/</guid><pp:caseid>661491</pp:caseid><pp:subtitle>Beeindruckende Einblicke in den Krankenhausalltag im Klinikum Dahme-Spreewald</pp:subtitle><pp:summary><![CDATA[<p>• Bundesgesundheitsminister Prof. Dr. Karl Lauterbach und Brandenburgs Gesundheitsministerin Dr. Ursula Nonnemacher besuchen Klinikum Dahme-Spreewald</p><p>• Minister beeindruckt von Teamleistung im Klinikum Dahme-Spreewald</p><p>• Notfallversorgung als wichtiges Zukunftsthema für Achenbach Krankenhaus</p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p style="margin-left:0cm;text-align:start;"><span><strong>Praxischeck im Klinikum Dahme-Spreewald: Wie ein Krankenhaus im ländlichen Raum die großen Herausforderungen der bevorstehenden Krankenhausreform meistern will, haben Bundesgesundheitsminister Prof. Dr. Karl Lauterbach und die brandenburgische Gesundheitsministerin Dr. Ursula Nonnemacher am Montag hautnah erfahren.</strong></span></p><p style="margin-left:0cm;text-align:start;"><span>Die Krankenhausreform ist in aller Munde. Unterfinanzierung des Gesundheitssystems, steigender Fachkräftemangel im ärztlichen und pflegerischen Personal, steigende Anforderungen an die Versorgungsqualität durch die Patientinnen und Patienten, bürokratische Abläufe und Prozesse und ein hoher Investitionsrückstau aus den vergangenen Jahren – das ist die Realität in deutschen Krankenhäusern. Das Klinikum Dahme-Spreewald ist eines von ihnen. Und dennoch beispielgebend in Brandenburg. Das bestätigt auch Bundesgesundheitsminister Prof. Dr. Karl Lauterbach am Montag während seines Besuches. „Für unsere Krankenhaustour haben wir das Achenbach-Krankenhaus bewusst ausgewählt, weil Sie hier ein beispielgebendes System in der sektorenübergreifenden Versorgung zwischen ambulanter Patientenbetreuung innerhalb des Medizinischem Versorgungszentrums und der stationären Betreuung im Krankenhaus leben“, so der Bundesminister während seines Besuches.&nbsp;</span></p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/2b5fad84-f55d-4bc5-ad87-5b60cd4721d8/1920_eo6a6113.jpg?10000"><p>&nbsp;</p><p><i>Im Gespräch mit Kinderärztin Dr. Anne Mösch informiert sich Bundesgesundheitsminister Prof. Dr. Karl Lauterbach über den Praxisalltag. Sie nutzt die Gelegenheit, um auf die fehlende Anzahl an ambulanten Kinderärzten hinzuweisen. </i><a href="https://www.sana.de/newsroom/asset/2b5fad84-f55d-4bc5-ad87-5b60cd4721d8/eo6a6113/" target="_blank">Download und Copyright</a></p><h2 style="margin-left:0cm;"><span><strong>Praktiker berichten aus dem Alltag</strong></span></h2><p style="margin-left:0cm;text-align:start;"><span>Während des Alltagschecks und dem Schulterblick treffen die Minister unter anderem Kinderarzt Dr. Oliver Polley. Er fasst die aktuelle Situation im Achenbach Krankenhaus in kurzen knappen Sätzen zusammen: „Ohne unser Krankenhaus wäre die Versorgung von kranken Kindern im gesamten Landkreis gefährdet. In 25 Betten betreuen wir Kinder aus Berlin und Brandenburg, die so krank sind, dass sie stationär aufgenommen werden müssen. Dazu kommen jährlich mehr als 5.000 Kindernotfälle, die in der Rettungsstelle vorgestellt werden. Teilweise fahren Eltern aus Berlin bis zu uns nach Königs Wusterhausen, um einen Kinderarzt zu konsultieren, wenn es den Jüngsten nicht gut geht“, berichtet er aus dem Alltag. Diesen Eindruck bestätigt auch Kinderärztin Dr. Anne Mösch, die seit Januar dieses Jahres als Kinderärztin im angeschlossenen Medizinischen Versorgungszentrum arbeitet. Innerhalb nur eines Quartals haben mehr als 1.400 junge Patienten die Fürsorge und medizinische Betreuung der Kinderarztpraxis in Anspruch genommen. Tendenz weiter steigend. „Schlichtweg gibt es zu wenig Kinderärzte. Wir müssen in Zukunft mehr Kinderärzte ausbilden und es ist unser großer Wunsch, dass dafür Anreize durch die Politik geschaffen werden“, erklärt Sie dem Bundesgesundheitsminister.&nbsp;</span></p><h2 style="margin-left:0cm;"><span><strong>Weiterbildung hat besondere Bedeutung für Klinikum</strong></span></h2><p style="text-align:start;">Die Weiterbildung von jungen Ärzten in die richtigen Bahnen zu bringen, ist eine der Hauptaufgaben von Beatrice Hertel. Sie ist Koordinatorin des Weiterbildungsnetzwerks Dahme-Spreewald, das es sich zur Hauptaufgabe gemacht hat, Ärzte in die Region Dahme-Spreewald zu holen. Ihre Arbeit als Netzwerkkoordinatorin konnte sie im Rahmen des Besuches präsentieren. Diese Anstrengung lobte auch L<span>auterbach. „Ganz klar: Die Wege, die dieses Krankenhaus auch in der Ausbildung geht, sind sehr gut. Die Weiterbildung werden wir auch in Zukunft unterstützen“, so der Bundesgesundheitsminister. Es müsse zum Selbstverständnis für Krankenhäuser und ambulante Einrichtungen gehören, junge Ärzte auszubilden. Nur so könne einer chronischen Unterversorgung der Menschen in einem Landkreis begegnet werden. Die Finanzierung der Weiterbildung müsse mit der Krankenhausreform anders gestaltet werden, erklärte der Minister. „Es kann nicht sein, dass Krankenhäuser, die nicht an der Weiterbildung teilneh­men gleich bezahlt werden, wie Krankenhäuser, die das tun."</span></p><p style="text-align:start;">Wichtig sei, die Weiterbildung nicht in Förderprojekten zu finanzieren, sondern dies routinemäßig zu tun. Weiterbildung müsse sich für die Krankenhäuser lohnen. Innovative Konzepte müssten in den geplanten Vorhaltepauschalen berücksichtigt werden. Die Finanzierung werde man im Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz (KHVVG) regeln.</p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/6f8f1eec-7a04-466e-9259-89eb0f16ae9d/1920_img-7089.jpg?10000"><p>&nbsp;</p><p><i>Treffpunkt Schockraum: Dieser besondere Ort in der Notaufnahme hat für das Team des Klinikum Dahme-Spreewald eine große Bedeutung. Mehr als 40.000 Menschen suchen die Hilfe des erfahrenen Teams Jahr für Jahr. Der Minister sieht die Notfallversorgung als wichtiges Zukunftsthema für das Achenbach-Krankenhaus. </i><a href="https://www.sana.de/newsroom/asset/6f8f1eec-7a04-466e-9259-89eb0f16ae9d/img-7089/" target="_blank">Download und Copyright</a></p><h2 style="margin-left:0cm;"><span><strong>Notfallversorgung als Lebensader für Klinikum</strong></span></h2><p style="margin-left:0cm;text-align:start;"><span>Mehr als 40.000 Menschen suchen Jahr für Jahr die Rettungsstelle des Achenbach Krankenhauses auf. Das Krankenhaus ist erste Anlaufstelle für Rettungsdienst und Rettungshubschrauber im Berliner Speckgürtel. „Als Partner für den Rettungsdienst besetzen wir schon heute die Notarzt-Dienste, stellen den Leitenden Notarzt für den Berliner Flughafen BER und überzeugen mit einer sehr guten und qualitativ hochwertigen Versorgung“, berichtet Dr. Benno Bretag auf dem Rundgang. Einziges Manko: Viele Behandlungen auf sehr engem Raum. Doch das soll sich ändern. Bereits im vergangenen Jahr haben die Planungen für einen Umbau und eine Erweiterung der Notaufnahme am Standort begonnen, denn die Bedeutung des Krankenhauses in der Notfallversorgung wird weiter wachsen. „Das Klinikum Dahme Spreewald ist mit beiden Standorten Garant für eine gute Notfallversorgung in der Region. Mit einem überzeugenden Weiterbildungskonzept schafft es der Verbund, Ärztinnen und Ärzte ans Haus, an die Region und teilweise auch für die ambulante Versorgung zu gewinnen“, zeigt sich Bundesgesundheitsminister Prof. Dr. Karl Lauterbach beeindruckt.&nbsp;&nbsp;</span></p><h2 style="margin-left:0cm;"><span><strong>Offenes Arbeitsgespräch über die Druckpunkte der Reform</strong></span></h2><p style="margin-left:0cm;text-align:start;"><span>Das eine Reform des Gesundheitssystems angesichts der großen Herausforderungen kommen muss, darüber herrschte im anschließenden Arbeitsgespräch Einigkeit. Über die Frage nach dem „wie“ jedoch nicht. Zu den Krankenhausexperten, die Tag für Tag mit den kleinen und großen Herausforderungen des Klinikalltages konfrontiert sind, zählen neben Pflegedirektor Norman Knödel und Dr. Benno Bretag als Ärztlicher Direktor auch Klinikgeschäftsführer André Jasper und Sana Clustergeschäftsführer Marc Bernstädt, die die Chance genutzt hatten, ihre konkreten Fragen für das Klinikum Dahme-Spreewald und die gesamte Versorgungsregion Südbrandenburg zu stellen.&nbsp;&nbsp;„In seiner jetzigen Ausgestaltung wirft die Krankenhausreform mehr Fragen auf, als das sie antworten liefert. Wir warten dringend darauf, dass Bund und Länder sich einig werden und es einen klaren Plan für die Zukunft des Systems gibt. Ganze Mitarbeiterstäbe in Krankenhäusern bereiten sich auf die Auswirkungen der Reform vor und sind schon jetzt Stunden um Stunden, Wochen um Wochen damit beschäftigt, Daten in Systeme zu liefern, Auswirkungsabschätzungen vorzunehmen und Qualitätsdaten neu aufzuarbeiten, die bereits vorhanden sind. Davon ist aber in der Rettungsstelle noch nicht ein einziger Patient behandelt. Wir müssen endlich Antworten finden“, forderte Sana-Clustergeschäftsführer Marc Bernstädt in der anschließenden Pressekonferenz.&nbsp;</span></p><p style="margin-left:0cm;text-align:start;">&nbsp;</p><p><strong>Über das Klinikum Dahme-Spreewald&nbsp;</strong></p><p style="margin-left:0cm;text-align:justify;"><span>Unter dem Dach des Klinikums Dahme-Spreewald vereinen sich die beiden Standorte Spreewaldklinik Lübben und das Achenbach-Krankenhaus Königs Wusterhausen. Die beiden Krankenhäuser versorgen jährlich mehr als 25.000 stationäre und mehr als 50.000 ambulante Patientinnen und Patienten. Dafür stehen in den beiden Krankenhäusern der Grund- und Regelversorgung insgesamt 448 Betten in neun Fachbereichen zur Verfügung. Die jährlich steigende Zahl an versorgten Patienten belegt die Bedeutung und die Akzeptanz einer kompetenten und qualitativ hochwertigen Versorgung in der Region. Besondere Expertise beweist das Klinikum Dahme-Spreewald in der Weichenstellung von zukünftig wichtigen Bereichen. So gehören Palliativmedizin und Spezielle Schmerztherapie schon heute zum fest etablierten Behandlungsspektrum. In der Gesundheitsakademie Heinz-Sielmann, die ebenfalls unter der Trägerschaft des Klinikum Dahme-Spreewald steht werden mehr als 130 Schülerinnen und Schüler auf den Berufsalltag in der Pflege vorbereitet. Die Gesundheitsakademie zählt zu den größten Einrichtungen dieser Art im Land Brandenburg. Ergänzend bestehen seit 2019 ambulante Versordnungsmöglichkeiten. Zunächst durch das Medizinische Versorgungszentrum Dahme-Spreewald in Königs Wusterhausen in den Bereichen Allgemeinmedizin/Innere Medizin, Chirurgie und Kinder- und Jugendmedizin sowie seit 2022 im MVZ Poliklinik Lübben in den Bereichen Allgemeinmedizin, Gynäkologie und Chirurgie.</span></p><p><strong>Über die Sana Kliniken AG</strong><br><br><span style="margin:0px;">Die Sana Kliniken AG ist ein führender integrierter Gesundheitsdienstleister im deutschsprachigen Raum. Die ganzheitliche Gesundheitsversorgung für jährlich drei Millionen Patientinnen und Patienten erstreckt sich von Präventionsangeboten über die ambulante und stationäre Versorgung bis hin zu Nachsorge, Rehabilitation und Versorgung mit Heil- und Hilfsmitteln. Diese Leistungen werden bundesweit in 43 Krankenhäusern, 51 MVZ-Gesellschaften mit knapp 600 Arztsitzen sowie zusammen rund 60 Sanitätshäusern und Präventionspraxen erbracht. Darüber hinaus bietet Sana als B2B-Services auch Dienstleistungen und Beratung für externe Kliniken unter anderem in den Bereichen Einkauf, Logistik, Medizintechnik sowie Managementverträge an. 2023 erwirtschafteten die rund 38.600 Beschäftigten (Stand Dezember 2023) einen Umsatz von 3,3 Milliarden Euro. Eigentümer der 1976 gegründeten Sana Kliniken AG sind 24 Private Krankenversicherungen.&nbsp;</span></p>]]></description><category><![CDATA[PM,Dahme-Spreewald,dahmespreewald,luebben,koenigs wusterhausen,gesundheit,Medizin,krankenhaus,newsroom,BMG,Lauterbach,Krankenhausreform,Bundesgesundheitsminister]]></category>
            <pubDate>Mon, 16 Sep 2024 21:53:07 +0200</pubDate>
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                        <title>Krankenhausreform: „Im deutschen Gesundheitssystem misstraut jeder jedem“</title>
                        <link>https://www.sana.de/newsroom/krankenhausreform-im-deutschen-gesundheitssystem-misstraut-jeder-jedem/</link>
                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/krankenhausreform-im-deutschen-gesundheitssystem-misstraut-jeder-jedem/</guid><pp:caseid>613675</pp:caseid><pp:subtitle>Interview von Sana-Vorstandsvorsitzendem Thomas Lemke in der Süddeutschen Zeitung</pp:subtitle><pp:summary><![CDATA[<p>Thomas Lemke, Chef der Sana-Kliniken und Vizepräsident der deutschen Krankenhausgesellschaft, hält das deutsche Gesundheitssystem für kaputt. Die Reformpläne der Bundesregierung lehnt er dennoch ab.&nbsp;</p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p>Thomas Lemke sitzt im Hauptstadtbüro der SZ und möchte einiges loswerden. Lemke, 54, ist Vorstandschef des Klinikkonzerns Sana und Vizepräsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft. In beiden Funktionen ärgert er sich: über die Bürokratie, über das Image seiner Branche - und über den Gesundheitsminister.</p><p><i>SZ: Herr Lemke, Ihr Konzern hat 2022 drei Milliarden Euro Jahresumsatz und einen Millionengewinn erwirtschaftet. Ist es anständig, mit kranken Menschen so viel Geld zu machen?</i></p><p>Thomas Lemke: Zunächst muss man sagen, dass von diesen drei Milliarden Umsatz unterm Strich nur ein mittlerer zweistelliger Millionenbetrag als Gewinn bleibt. Und für dieses Geld erbringen wir ja eine Leistung, wir versorgen Patientinnen und Patienten in allen Ecken dieser Republik und sind auch im Ausland aktiv. Das ist eine enorme Verantwortung. Aber ich verstehe natürlich, worauf Sie hinaus wollen. Die große moralische Frage. Die berühmte Ethik.</p><p><i>Wie lautet die Antwort?</i></p><p>Interessanterweise wird mir diese Frage immer nur in Deutschland gestellt. Ich war gerade auf einer Konferenz, bei der sich Vertreter aus unterschiedlichen Ländern zu den aktuellen Entwicklungen in den Gesundheitssystemen ausgetauscht haben. Da kamen wir alle zu dem Ergebnis, dass Innovation und Versorgungsqualität dort am besten funktionieren, wo Anreizsysteme implementiert sind. Und dort, wo man planwirtschaftlich vorgeht, wo der Staat alles regelt und es keine wettbewerblichen Anreize gibt, ist die Versorgungsqualität deutlich geringer. Daraus ergibt sich die Antwort auf Ihre Frage. Wirtschaftlichkeit bringt bessere Versorgungsqualität für die Patienten und nutzt Ressourcen effizienter.</p><p>&nbsp;</p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/68dfe1ef-ffc7-4db6-9943-f42c588d0433/1920_sana-2467.jpg?19174"><p><i>Gibt es eine Grenze, einen moralisch angemessenen Maximalgewinn?</i></p><p>Mit dem Vorwurf, zu viel Geld zu verdienen, werden immer nur die Klinikketten konfrontiert. Niemand würde auf die Idee kommen, Ärzten, Medizintechnik- und Pharmaunternehmen oder sonst irgendwem, der im Gesundheitssektor aktiv ist, das Recht abzusprechen, für seine Arbeit auch ordentlich entlohnt zu werden.</p><p><i>…das stimmt nicht immer...</i></p><p>Geld und damit Gewinn sind der Treibstoff des Fortschritts und der Veränderung. Trotzdem kann man sich als Gesellschaft natürlich darauf einigen, was angemessen ist und was nicht. Nehmen Sie das Beispiel der Bundesnetzagentur zur Mobilisierung von privatem Kapital für die Netzinfrastruktur. Da legt der Regulator fest, was eine angemessene Rendite sein könnte. Für den Gesundheitssektor wäre das sogar von Vorteil.</p><p><i>Wieso?</i></p><p>Das deutsche Gesundheitswesen ist in einer prekären Lage. Es gibt einen enormen Investitionsstau. Um das zu bewältigen, brauchen wir auch privates Kapital. Und mit einer klaren Renditeerwartung wird der ganze Sektor natürlich viel attraktiver für Geldgeber. Und die brauchen wir dringend, denn es geht in Deutschland rasant bergab. Der Staat hat es bisher nicht geschafft und wird es bei den aktuellen Rahmenbedingungen auch künftig nicht schaffen.</p><p><i>Ist das deutsche Gesundheitssystem wirklich in einem so schlechten Zustand?</i></p><p>Der unbegrenzte Zugang zur medizinischen Versorgung ist einmalig, und das ist auch gut so. Wir geben in Deutschland etwa 13 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für das Gesundheitssystem aus, so viel wie kaum ein anderes Land. Aber was bekommen wir dafür? In den OECD-Rankings sind wir nur noch Durchschnitt. Das sagt doch schon alles: Das System ist unglaublich bürokratisch, überreguliert und damit ineffizient. Zudem leisten wir uns Doppelstrukturen in der Versorgung, dazu die dramatischen Mängel bei der Digitalisierung. Wenn Sie bei einer internationalen Konferenz sind und sagen, Sie kommen aus Deutschland - da ernten Sie Kopfschütteln und mittlerweile auch Mitleid.</p><p><i>Der Bundesgesundheitsminister will eine grundlegende Reform des Systems. Die Krankenhausgesellschaft, deren Vizepräsident Sie sind, legt sich seit Monaten quer. Wollen Sie gar keine Verbesserung?</i></p><p>Herrlich - jene, die die planwirtschaftlichen Ansätze des Ministers kritisieren, sind demnach wohl die Querulanten. Selbstverständlich wollen wir eine Reform. Es geht aber darum, das System sinnvoll zu reformieren und nicht mit wildem Aktionismus und einer Kopf-durch-die-Wand-Politik alles nur schlimmer zu machen. Man muss sich anschauen: Was sind die Gründe für diesen Absturz Deutschlands in den OECD-Rankings?</p><p><i>Und was sind die Gründe?</i></p><p>Einer ist, das gehört zur Selbstreflexion dazu, dass die vielen Mittel, die wir in das System einspeisen, natürlich auch Akteure anziehen, die versuchen, sich selbst zu optimieren.</p><p><i>Alle sind aufs Geld aus?</i></p><p>Im Gesundheitswesen finden Sie eine intrinsische Motivation, wie wohl in keiner anderen Branche, aber ja: Alle wollen auch angemessen entlohnt werden - die Apothekerin, die Pharmafirma, der niedergelassene Arzt und der Pfleger in unserem Krankenhaus. Das Problem ist vor allem strukturell. Wir sind das einzige Land der Welt, dass sich derartige Doppelstrukturen leistet: Einen gesamten ambulanten Sektor und einen stationären Sektor. Ein Patient geht bei uns zuerst mal zum Hausarzt. Der schickt ihn zum Kardiologen. Der Kardiologe entscheidet, ob er den Patienten selbst behandelt oder ins Krankenhaus schickt. Wenn er ins Krankenhaus kommt, heißt es, wir machen ein MRT und alle anderen Untersuchungen noch mal von vorn. Es werden doppelte und dreifache Ressourcen in Anspruch genommen. Man muss die komplette Behandlungskette neu strukturieren, statt einfach zu sagen, wir schreiben jedem einzelnen Krankenhaus vor, welche Leistungen es anbieten darf und welche nicht.</p><p><i>Ist das alles?</i></p><p>Nein, das zweite Problem ist, dass die Länder ihren Investitionsverpflichtungen nicht nachgekommen sind. Das ist eigentlich klar geregelt: Das Geld für den laufenden Betrieb eines Krankenhauses, also für die Behandlungen, kommt von den Krankenkassen. Die Investitionen zahlen die Länder. Das haben die aber jahrelang vernachlässigt, mit dem Ergebnis, dass viele Träger mit den Einnahmen, die für den laufenden Betrieb gedacht sind, auch die Investitionen stemmen mussten. Und jetzt wundern wir uns, warum das System kurz vor dem Zusammenbruch steht.</p><p>&nbsp;</p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/1f2f70b8-7ca1-48ca-ba5b-d90874c859e5/1920_sana-2289.jpg?65836"><p><i>Was würden Sie tun?</i></p><p>Neben den Strukturveränderungen ist das Wichtigste, dass wir die Kultur des Misstrauens überwinden. Im deutschen Gesundheitssystem misstraut jeder jedem. Deshalb gibt es mittlerweile so viele Regeln, dass uns die Bürokratie über den Kopf gewachsen ist. Als es während der Pandemie darum ging, bestimmte Vorgaben außer Kraft zu setzen, damit wir das System am Laufen halten konnten, hatte im Bundesgesundheitsministerium kaum mehr einer den Überblick, welche Paragraphen denn dafür überhaupt ausgesetzt werden müssen. Das System ist Wahnsinn. Niemand blickt da noch vollständig durch.</p><p><i>Aber ohne Regeln geht es ja auch nicht.</i></p><p>Aber mit weniger Regeln ginge es. Lassen Sie uns beim Beispiel der Pandemie bleiben. Da hat man dann gesehen, dass doch alle zusammenarbeiten können, wenn es hart auf hart kommt. Dass man sich nicht gegenseitig belauern muss, sondern dass man alle an einen Tisch bringen und einfach schauen kann: Was brauchen wir, und wie kommen wir dorthin?</p><p><i>Machen Sie es doch mal ein bisschen konkreter.</i></p><p>Man kann doch sagen: Das ist unser Ordnungsrahmen, das ist das gesellschaftliche Ziel. Dann implementiert man Anreizsysteme, die jene Leistungserbringer belohnen, die Versorgung qualitativ hochwertig und rund um die Uhr aufrechterhalten. Dazu gehört, dass Lösungen nicht durch behördliche Regelungen gefunden werden, sondern durch die Menschen vor Ort. Man setzt also positive Leistungsanreize. Dann entsteht Vertrauen, Leistung wird belohnt und Bürokratie kann zurückgedrängt werden.</p><p><i>Vorhin sagten Sie, es gehe allen nur ums Geld.</i></p><p>Mit Geld könnte man die richtigen Anreize setzen. Stattdessen sehen wir in Deutschland viele Krankenhäuser, die von Insolvenzen betroffen oder zumindest gefährdet sind. Und ich verstehe den Gesundheitsminister so, dass das politisch gewollt ist, damit es am Ende weniger Krankenhäuser gibt. Das erschüttert mich nicht nur als Verantwortungsträger im System, sondern auch als Bürger, wenn wir meinen, unsere Strukturprobleme über Insolvenzen im Gesundheitswesen zu regeln. Das ist doch ein Armutszeugnis! Und es blendet die systemischen Risiken aus, die damit verbunden sind.</p><p><i>Gesundheitsminister Lauterbach argumentiert, seine Pläne für die Krankenhausreform würden Insolvenzen verhindern.</i></p><p>Bei diesem Amt - da geht es mir nicht um die Person - ist doch die entscheidende Frage: Bringt man Leadership auf die Straße? Wie kommuniziert man in Zeiten der größten Krise, des gesellschaftlichen Umbruchs? Kann man die Menschen mitnehmen und verschiedene Vorschläge zusammenbringen? Wenn man das nicht macht, dann braucht man sich nicht zu wundern, dass es Widerstand gibt. Sich einen Reformplan auszudenken und nicht einzubeziehen, was viele Kenner der Materie - vor allem die Praktiker - sagen, was sie vielleicht an Wissen einzubringen haben, erschwert eine Reform. Klar, die Politik stellt Regeln auf, aber diejenigen, die eine Transformation umsetzen müssen, das sind doch die Leute vor Ort, die bei den Patienten sind. Ohne die kann es nicht gelingen. Das muss ich doch wissen als Minister. Stattdessen wird das Gesprächsklima schwer belastet, mit sehr vielen Akteuren, auch auf Ebene der Bundesländer. Deshalb steckt das Transparenzgesetz jetzt auch im Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat. Die Länder haben auf so etwas auch keine Lust.</p><p><i>Der Kernpunkt in Lauterbachs Plänen ist ein Wechsel in der Vergütung. Weg von den Fallpauschalen, also der Bezahlung pro Patient, hin zu mehr Vorhaltevergütung - die Kliniken sollen also dafür bezahlt werden, dass sie bestimmte Leistungen vorhalten. Dafür soll nicht jedes Haus alles machen. Halten Sie das nicht für richtig?</i></p><p>Grundsätzlich ist eine Fokussierung sinnvoll. Aber nach jetzigem Stand soll Geld nur umverteilt werden. Die Krankenhäuser erhalten demnach 40 Prozent ihres Budgets für Vorhaltung und 20 Prozent für die Pflege. Das sind also quasi fixe Posten. Dann bleiben ja immer noch 40 Prozent, die leistungsabhängig vergütet werden. Was, glauben Sie, bedeutet das für die kleineren Kliniken auf dem Land? Die müssen für die 40 Prozent noch mehr strampeln als bisher, weil sie ja weniger Leistungen anbieten sollen. Das Konzept ist einfach nicht zu Ende gedacht. Was für Großstädte wie Berlin oder München gilt, passt oft nicht für den Bayerischen Wald oder die Eifel. Man müsste kleinen Häusern auf dem Land mehr Vorhaltung bezahlen und die großen Kliniken, die ohnehin immer voll sind, mehr nach Leistung.</p><p><i>Was passiert, wenn die Reformpläne des Gesundheitsministers scheitern?</i></p><p>Das bleibt Spekulation. Denn die Frage ist doch, welche Art von Reform? Außerdem löst diese Reform nicht die aktuell drängenden Fragen. Welche Kliniken wird es überhaupt noch geben, wenn die Reform wirksam wird? Aktuell sieht es so aus, dass es weiter bergab geht. Wir brauchen mehr Sinn für Realität und weniger Ideologie.</p><p><i>Klinikkonzerne haben in Deutschland nicht unbedingt ein positives Image. Woran liegt das Ihrer Meinung nach?</i></p><p>Das Image liegt nicht an der medizinischen Qualität, die ist überdurchschnittlich. Aber man braucht in Deutschland immer Schuldige. Die Verantwortung für Fehlentwicklungen im Gesundheitswesen, besonders bei den Krankenhäusern, lädt man deshalb bei den Konzernen ab. Das sind die, die nur diesen vermeintlich bösen Profit wollen. Durch dieses Narrativ, das von Teilen der Politik genährt wird, ist das Verhältnis zwischen der Branche und der Öffentlichkeit schon belastet.</p>]]></description><category><![CDATA[uk-hol,Gastbeitrag,Thomas_Lemke,Sueddeutsche_Zeitung,Krankenhausreform,Lemke]]></category>
            <pubDate>Mon, 11 Dec 2023 21:37:12 +0100</pubDate>
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                        <title>Sana Klinikum Borna wird Schwerpunktversorger</title>
                        <link>https://www.sana.de/newsroom/sana-klinikum-borna-wird-schwerpunktversorger/</link>
                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/sana-klinikum-borna-wird-schwerpunktversorger/</guid><pp:caseid>612815</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p>• Sächsische Staatsregierung beschließt neuen Krankenhausplan ab 2024</p><p>• Sana Kliniken Leipziger Land als einer von zwei neuen Schwerpunktversorgern aufgenommen</p><p>• Bantle: “Ergebnis der herausragenden Leistung aller Mitarbeitenden in Borna und Zwenkau”</p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p><strong>Die Sana Kliniken Leipziger Land freuen sich über einen bedeutenden Meilenstein in ihrer Entwicklung: Das Klinikum in Borna wird im kürzlich verabschiedeten sächsischen Krankenhausplan ab Januar 2024 </strong><a href="https://www.medienservice.sachsen.de/medien/news/1071392" target="_blank"><strong>als Schwerpunktversorger eingestuft</strong></a><strong> und somit aufgewertet. Die Entscheidung der Sächsischen Staatsregierung stellt eine Anerkennung der herausragenden Leistungen und des Engagements des gesamten Teams in den Kliniken </strong><a href="https://www.sana.de/leipzigerland" target="_blank"><strong>Borna</strong></a><strong> und </strong><a href="https://www.sana.de/geriatrie-zwenkau" target="_blank"><strong>Zwenkau</strong></a><strong> dar. Gleichzeitig zeigt diese neue Einstufung der Klinik vom Grund- und Regel- zum Schwerpunktversorger, dass die Notwendigkeit besteht, mit innovativer Medizin in stabilen Strukturen und modernen Arbeitsplätzen die flächendeckende Patientenversorgung weiter auszubauen.</strong></p><p>“Die Aufwertung zum Schwerpunktversorger ist für uns alle ein riesiger Grund zur Freude, nicht zuletzt vor dem Hintergrund von derzeit drohenden Versorgungsengpässen und der vielerorts <a href="https://khg-sachsen.de/tag/alarmstufe-rot/" target="_blank">angespannten Situation in Krankenhäusern</a>", sagt Dr. Roland Bantle, Klinikgeschäftsführer des Sana Klinikums in Borna. “Die Entscheidung ist außerdem ein großer Vertrauensbeweis in uns als führende Institution in der regionalen Krankenhauslandschaft”. Die Bewilligung zeige, dass die Klinik nicht nur als stabiler Partner gelte, sondern auch eine entscheidende Rolle in der Krankenhauslandschaft des Landkreises und darüber hinaus einnimmt.&nbsp;</p><p><strong>Klinik in Borna führende medizinische Institution in der Region&nbsp;</strong><br>Grundlage für die Aufwertung ab 2024 sind der Status als Akademisches Lehrkrankenhaus sowie die gezielten Investitionen in eine breite Fächervielfalt, in modernste Ausstattung, medizinische Praxen, Institute, Zentren und spezialisierte Versorgungsleistungen, die die Klinik in den vergangenen 15 Jahren kontinuierlich geleistet hat. Vor diesem Hintergrundstellt Bantle vor allem auch die Leistungen der Mitarbeitenden in den Fokus: “Ein ganz besonderer Dank geht an unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Borna und Zwenkau, die diesen Prozess zum Teil sehr intensiv mit begleitet haben. Die Entscheidung aus Dresden ist vor allem auch eine Bestätigung des herausragenden Engagements des gesamten Teams!” Das sieht auch die sächsische Gesundheitsministerin Petra Köpping so, die den notwendigen Entwicklungswillen der Kliniken herausstellt: “Es ist klar, dass sich Krankenhäuser stetig weiterentwickeln müssen, dies gebietet schon allein die heutige und zukünftige Fachkräftesituation.”&nbsp;</p><p><strong>Weitere Pläne zur Verbesserung der onkologischen Versorgung&nbsp;</strong><br>Die Aufwertung zum Schwerpunktversorger war bei weitem nicht das letzte Ziel, das die Klinik in Borna erreichen wollte. Neue Pläne sind bereits in Arbeit: Der nächste geplante Schritt wird die Aufnahme der spezialisierten Versorgung im Bereich der <a href="https://www.sana.de/leipzigerland/medizin-pflege/onkologisches-zentrum" target="_blank">Onkologie</a> im Krankenhausplan sein. Auch hier ist das Klinikum – wie in den vielen anderen zertifizierten <a href="https://www.sana.de/leipzigerland/medizin-pflege" target="_blank">Zentren und Fachdisziplinen</a> – gut aufgestellt. “Wir sind optimistisch, dass uns auch dieser Schritt gelingen wird”, so Bantle.</p><p><strong>Hintergrund Krankenhausplan</strong>&nbsp;<br>Ab Januar 2024 gilt in Sachsen ein neuer Krankenhausplan. Auch wenn die sächsische Gesundheitsministerin Petra Köpping angesichts der in der Diskussion befindlichen Krankenhausreform auf Bundesebene noch von einer »Übergangslösung« spricht, steht fest: Die Sana Kliniken Leipziger Land werden als eine von zwei neuen Kliniken ab 2024 vom Grund- und Regelversorger zum Schwerpunktversorger aufsteigen. Damit wird die Klinik noch stärker als bisher überörtliche Schwerpunktaufgaben in Diagnose und Therapie erfüllen. So spielt das Sana Klinikum in Borna bereits heute schon eine zentrale Rolle zum Beispiel&nbsp; in der Notfallversorgung über den Landkreis Leipziger Land hinaus. Die Versorgungsstufe ist entscheidend für die Rolle einer Klinik im Krankenhausbedarfsplan des jeweiligen Bundeslandes. Der Freistaat Sachsen verfügt im neuen Krankenhausplan weiterhin über insgesamt 76 Krankenhäuser, deren Standorte über den gesamten Freistaat verteilt sind. Es sind flächendeckend Krankenhäuser der Regel- und Schwerpunktversorgung vorhanden, die durch Maximalversorger sowie Fachkrankenhäuser flankiert werden.&nbsp;</p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/2956f630-d8e8-49cf-8834-171b518f43cf/1920_dsc-4544copyrobinkunz.jpg?20491"><p>Sachsen stellt seine Krankenhaus-Landschaft neu auf: Das Sana Klinikum in Borna wird einer von zwei neuen Schwerpunktversorgern. Die Klinik im Landkreis Leipzig werde aufgrund ihrer Bedeutung für die Region aufgewertet, erklärt das Gesundheitsministerium.<br><a href="https://www.sana.de/newsroom/asset/2956f630-d8e8-49cf-8834-171b518f43cf/dsc-4544copyrobinkunz/" target="_blank">Bilddownload</a></p>]]></description><category><![CDATA[PM,Borna,Leipziger Land,Krankenhausplan,Sachsen,Versorgungsstruktur,Krankenhausreform,Sana Kliniken Leipziger Land,Borna-PM]]></category>
            <pubDate>Mon, 04 Dec 2023 13:22:04 +0100</pubDate>
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                        <title>Ein weiterer Schritt in Richtung Normalität</title>
                        <link>https://www.sana.de/newsroom/ein-weiterer-schritt-in-richtung-normalitaet/</link>
                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/ein-weiterer-schritt-in-richtung-normalitaet/</guid><pp:caseid>611881</pp:caseid><description><![CDATA[<p style="margin-left:0px;text-align:left;">13.03.2023, Königs Wusterhausen. Für Beschäftigte und Bewohner:innen in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen sind die Masken- und Testpflicht weggefallen.&nbsp;Lediglich für Arzt-, Krankenhaus- und Pflegeheimbesucher:innen gilt weiterhin eine FFP2-Maskenpflicht. Darauf haben sich die Gesundheitsministerinnen und -minister verständigt.<span>&nbsp;</span><strong>Somit können nun z.B. Väter ihre schwangeren Frauen wieder begleiten, die Kreißsaal-Abende finden wieder statt und auch alle Operationen können wieder ohne Einschränkungen im Klinikum Dahme-Spreewald durchgeführt werden.</strong></p><p style="margin-left:0px;text-align:left;">Wie Sie der Presseberichterstattung in den letzten Tagen und Wochen entnehmen konnten, beabsichtigt die Bundesregierung die größte Reformierung der Krankenhauslandschaft der letzten 20 Jahre durchzuführen.<span>&nbsp;</span><strong>Entgegen einiger Spekulationen stehen wir unseren Patient:innen weiterhin an beiden Klinikstandorten zur Verfügung.</strong><span>&nbsp;</span>Das Klinikum Dahme-Spreewald wird auch künftig eine wichtige Rolle in der Versorgung der Patientinnen und Patienten in unserer Region übernehmen und ein attraktiver Arbeitgeber bleiben.</p><p style="margin-left:0px;text-align:left;">Sollte die geplante Krankenhausreform konkrete Auswirkungen für unsere beiden Standorte zur Folge haben, werden wir informieren.</p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/f8dceafd-f4c5-4a7f-9ba2-5ffcc2274cd0/1920_csm-pexels-andrea-piacquadio-3769151-034a5d0f72.jpg?10000"><p>Ein weiterer Schritt in Richtung Normalität</p><p><a href="https://www.sana.de/newsroom/asset/f8dceafd-f4c5-4a7f-9ba2-5ffcc2274cd0/csm-pexels-andrea-piacquadio-3769151-034a5d0f72/" target="_blank">Download & Copyright&nbsp;</a></p>]]></description><category><![CDATA[PM,Dahme-Spreewald,dahmespreewald,Maskenpflicht,Krankenhausbesucher,Krankenhausreform]]></category>
            <pubDate>Fri, 24 Nov 2023 08:16:22 +0100</pubDate>
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                        <title>Jobkiller Krankenhausreform</title>
                        <link>https://www.sana.de/newsroom/jobkiller-krankenhausreform/</link>
                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/jobkiller-krankenhausreform/</guid><pp:caseid>584558</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p>Die Personalsituation in den Krankenhäusern ist angespannt. Die Krankenhausreform wird die Lage noch verschärfen. Darüber schreibt Sana-CEO Thomas Lemke in der Kolumne “Vorstandsvorlage” &nbsp;des Magazhins “f&w - Führen und Wirtschaften im Krankenhaus”.</p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<img src="https://content.presspage.com/uploads/1920_?"><p><span>Die für uns gute Nachricht ist: Wir bei Sana hatten Ende vergangenen Jahres ziemlich genau so viele Auszubildende wie im Jahr zuvor. Das könnte uns freuen, ist doch die Anzahl der Auszubildenden in der Pflege im vergangenen Jahr um sieben Prozent gesunken. Mittlerweile spüren aber auch wir den Abwärtstrend. Das ist erst der Anfang: Das Institut der deutschen Wirtschaft prognostiziert, dass bis 2035 mehr als 300.000 stationäre Pflegekräfte fehlen werden. Und uns fehlen jetzt schon Hände … und in Zukunft noch viel mehr das nicht nur in der Pflege, auch bei Ärzten.</span></p><p><span>Einige Klinikmanager mögen jetzt denken, dass sie gerne die Probleme des Jahres 2035 hätten. Voraussetzung wäre, dass es das Haus noch gibt. Dessen können sich aber viele Häuser gar nicht mehr sicher sein – egal in welcher Trägerschaft. Zwei von drei Kliniken sehen ihre Existenz gefährdet, hat das Deutsche Krankenhausinstitut (DKI) vor Kurzem ermittelt. Kaum ein Krankenhaus kann seine Ausgaben aus den Einnahmen decken,</span></p><p><span>Insolvenzen werden vom zuständigen Bundesminister als normal hingenommen. In der DKI-Umfrage gaben nur elf Prozent der Befragten an, durch die Krankenhausreform mehr Personal gewinnen zu können. Die avisierte Reform – was auch immer da wirklich kommen mag – ist bereits jetzt ein Jobkiller. Die Botschaft landauf, landab ist doch die: Es wird eine namhafte Anzahl an Krankenhäusern kurz- und mittelfristig nicht mehr existieren. Wen soll die Branche denn da wirklich für die Ausbildung in der Pflege gewinnen können und auch manch angehender Student wird überlegen, ob er oder sie Medizin überhaupt studieren soll.</span></p><p><span>Längst sind die Recruiter im Kosovo, in Albanien, auf den Philippinen und in Brasilien unterwegs. In manchen Kreisen Deutschlands wird noch über Fachkräfteeinwanderung diskutiert. Diesen Personen sei ein Blick in die Realität der Pflege angeraten – ohne diese ausländischen Fachkräfte sähe es auf den Stationen noch viel dramatischer aus. Wir bei Sana haben uns vor Kurzem darüber gefreut, dass die Landessiegerin Schleswig-Holstein des Wettbewerbs „Deutschlands beste Pflegekraft“ aus unserem Lübecker Haus kommt. Es wird kaum wundern: Margie Baruela ist eine Philippinin. Es wird uns allerdings nicht gelingen, ausreichend Margies zu gewinnen.</span></p><p><span>Einer der großen Stellhebel ist der Bürokratieabbau. Rund ein Drittel der Arbeitszeit ist gefüllt mit Administrations- und Dokumentationspflichten. Statt Abbau von Bürokratie erleben wir einen Aufbau. Das geplante Krankenhaustransparenzgesetz bringt noch mehr Bürokratie. Dabei gibt es bereits heute umfassende Informationen über die Personalausstattung der Fachabteilungen und über Qualitätsindikatoren in der Leistungserbringung – sei es bei der Deutschen Krankenhausgesellschaft oder der Initiative Qualitätsmedizin.</span></p><p><span>Der zweite große Stellhebel ist die Digitalisierung beziehungsweise Transformation. Denn: Ein bescheidener Prozess wird auch digitalisiert ein bescheidener Prozess bleiben. Es geht also darum, Prozesse neu zu denken, die dann digital unterstützt werden. Das Krankenhauszukunftsgesetz wird sicherlich positive Effekte zeigen, wie auch die Einführung der elektronischen Patientenakte. Vielleicht wird die helfende Hand bei der Essensausgabe oder anderen Aufgaben künftig auch mal die eines Roboters sein. Die Hände der Pflegenden müssen künftig viel seltener Kugelschreiber halten, dafür hoffentlich häufiger die von Patienten.</span></p><p><i>Der Beitrag ist zuerst erschienen in “f&w - Führen und Wirtschaften im Krankenhaus” im September 2023</i></p>]]></description><category><![CDATA[uk-hol,Gastbeitrag,Thomas_Lemke,Krankenhausreform,Arbeitsmarkt,Lemke]]></category>
            <pubDate>Mon, 04 Sep 2023 08:30:00 +0200</pubDate>
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                        <title>In einer Minute erklärt: Warum die Klinikreform so nicht kommen darf</title>
                        <link>https://www.sana.de/newsroom/in-einer-minute-erklaert-warum-die-krankenhausreform-so-nicht-kommen-darf/</link>
                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/in-einer-minute-erklaert-warum-die-krankenhausreform-so-nicht-kommen-darf/</guid><pp:caseid>585852</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p>Dass wir eine Krankenhausreform in Deutschland brauchen, ist unumstritten – aber nicht wie aktuell vorgesehen. Der BDPK klärt über die Folgen der von Gesundheitsminister Karl Lauterbach geplanten Reform auf.</p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p>Die vom Bundesgesundheitsministerium geplante Krankenhausreform gefährdet die medizinische Versorgung von Millionen Menschen in ländlichen Regionen. Setzt die Politik die Reform in der aktuellen Fassung um, müssten viele kleinere, aber hochleistungsfähige Kliniken schließen. Für Patienten hieße das: unnötig weitere Wege, auch bei medizinischen Notfällen, in denen im Zweifel jede Sekunde zählt.&nbsp;</p><p>Auch den Fachkräftemangel droht die Reform weiter zu verschärfen. Die derzeit diskutierte Version ist deshalb nicht zielführend. Dass es einer Reform bedarf, ist unstrittig. Damit sie erfolgreich ist, braucht es jedoch eine stärkere Verzahnung von ambulanter und stationärer Versorgung, weniger starre Vorgaben, um regionalen Besonderheiten Rechnung zu tragen, und eine enge Abstimmung mit den Menschen in den Gesundheitseinrichtungen vor Ort, die die Transformation leisten sollen.&nbsp;<br>&nbsp;</p><h2>Video: Die fünf Forderungen des BDPK&nbsp;</h2><p>Die Sana Kliniken unterstützen deswegen die Aktion <a href="https://krankenhausretten.de/" target="_blank">#krankenhausretten</a> des Bundesverbands Deutscher Privatkliniken (BDPK). Dieser klärt in einem einmütigen Video über <span style="background-color:rgb(255,255,255);"><span style="text-align:start;">die Kernprobleme auf, und stellt fünf klare Forderungen:</span></span></p><p>&nbsp;</p><h2>Für eine Gesundheitsversorgung der Zukunft</h2><p><span>Sana als führender integrierter Gesundheitsdienstleister unterstützt Reformpläne, die zu einer Verbesserung der Patientenversorgung führen. </span>Wir setzen uns für eine stärkere Orientierung an regionalen Besonderheiten mit entsprechenden Freiräumen für Ärzte und Pflegekräfte ein. Denn diese Menschen stellen die Versorgung am und mit dem Patienten sicher. Gefragt sind stärkere positive Anreize für Krankenhausträger seitens der Politik. Solche Anreize könnten beim Umbau des Gesundheitssystems zum Beispiel die Ambulantisierung aktiv vorantreiben. Die Höhe der Krankenhausfinanzierung soll sich stärker daran zu orientieren, welche Leistungen die Häuser für ihre Region sicherstellen. Wenn in ländlichen Gebieten niedergelassene Haus- und Fachärzte fehlen, sollte die Versorgung von einem Krankenhaus übernommen werden können, das entsprechend finanziell unterstützt wird.&nbsp;<br>&nbsp;</p><h2>“Alarmstufe Rot”: Protesttag der DKG am 20. September</h2><p style="margin-left:0cm;"><span>Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) ruft im Rahmen ihrer bereits laufenden Kampagne “Alarmstufe Rot” zu einem bundesweiten Protesttag am <strong>20. September 2023</strong> in Berlin auf, gefordert wird u.a. ein Inflationsausgleich. Weitere Protestaktionen laufen in </span><span style="background-color:white;"><span>Mainz, Frankfurt am Main, Hannover, Stuttgart, Düsseldorf und Saarbrücken. Kliniken sind aufgefordert, sich zu beteiligen.</span></span></p><p style="margin-left:0cm;"><span style="background-color:white;">Weiterhin läuft die Petition “Inflationsausgleich für die Krankenhäuser”, für die man auf der </span><a href="https://www.dkgev.de/fair/ihre-stimme-fuer-die-krankenhaeuser/"><span style="background-color:white;">DKG-Website</span></a><span style="background-color:white;"> seine Stimme abgeben kann.</span></p>]]></description><category><![CDATA[Krankenhausreform,BDPK]]></category>
            <pubDate>Mon, 28 Aug 2023 16:45:53 +0200</pubDate>
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                        <title>Mehr Redlichkeit</title>
                        <link>https://www.sana.de/newsroom/mehr-redlichkeit/</link>
                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/mehr-redlichkeit/</guid><pp:caseid>561162</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p>Deutschland braucht eine Krankenhausreform. Sie wird allerdings bestehende Strukturen berücksichtigen müssen und - zum Teil - überführen in neue. Diese Transformation braucht Ressourcen: Zeit und Geld . Dies wird in der aktuellen Debatte zumeist unterschlagen. Thomas Lemke, Sana-CEO, mahnt deshalb in einem Gastbeitrag für f&w mehr Redlichkeit in der Debatte an. &nbsp;</p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/6ef9103c-e40c-4178-a2e3-fc5ff2464fe6/1920_strategieforum35.jpg?49385"><p>Nehmen wir den Namen dieser Kolumne wörtlich: Vorstandsvorlage! Man stelle sich vor, es gäbe eine reale Vorstandsvorlage, in der vorgeschlagen wird, ein Krankenhaus umzubauen. Die Notaufnahme soll vom Erdgeschoss ins Souterrain verlegt werden, eine neue Station für Schlaganfallpatienten wird eingerichtet und kardiologische Patienten dürfen nicht mehr versorgt werden. Ein Großteil des Personals und der Geräte würde künftig anders oder andernorts eingesetzt. Und in dieser Vorstandsvorlage würden keine Aussagen zu Kosten und Auswirkungen gemacht. Kein Vorstand in Deutschland würde eine derartige Vorlage auch nur ansatzweise diskutieren.&nbsp;</p><p>Gleichwohl erleben wir mit der Krankenhausreform in Deutschland derzeit eine ähnliche Debatte. Erst die DKG hat eine Auswirkungsstudie vorgelegt und damit die Folgen transparent gemacht. Angaben über die Kosten der Reform liegen bislang nicht vor. Aber: Das vermeintliche Ziel einer Entökonomisierung und damit der Verzicht auf Zahlen, Daten, Fakten kann doch nicht entschuldigen, dass dieses als „Revolution“ angekündigte Vorhaben einfach nicht durchgerechnet ist. Eine Krankenhausreform kann und wird es nicht zum Nulltarif geben. Wer etwas anderes behauptet, handelt nicht redlich.&nbsp;</p><p>Wir reden dabei von Dimensionen, die man im politischen Berlin üblicherweise als „Wumms“ bezeichnet: Der Umbau des – oft gepriesenen – dänischen Krankenhaussystems hat 80 Milliarden Euro gekostet (hochgerechnet auf unsere Verhältnisse). Nimmt man den Umbau des Krankenhauswesens in Ostdeutschland während der 90er Jahren zum Maßstab, ergäbe sich ein Wert von 75 Milliarden Euro. (Und hier ist der Umbau hinsichtlich Klimaneutralität und Digitalisierung gar nicht berücksichtigt.)</p><p>Da bislang eine Finanzierung der Transformation nicht thematisiert wurde, drängt sich die Frage auf, ob wir hier nur eine Schaufenster-Diskussion erleben? Währenddessen lesen wir jede Woche von einem weiteren Krankenhaus, das Insolvenz anmeldet oder massiv in der Existenz bedroht ist. Der kalte Strukturwandel greift um sich: Krankenhäuser gehen vom Netz und die Versorgung ganzer Landstriche gerät in Gefahr. Denn auch das gehört zur redlichen Diskussion. Die Krankenhäuser sind aktuell unterfinanziert – durch eine regulatorisch bedingte Verknappung der Kapazitäten und einem ausbleibendem Inflationsausgleich. Schaufenster- Milliarden und Redlichkeit, da war doch was? Mit Ansage stellen die Kliniken aktuell fest, dass von dem Ausgleich für die gestiegenen Energiekosten nur ein geringer Bruchteil in den Häusern ankommt.&nbsp;</p><p>Eine Krankenhausreform ist dringend notwendig. Viele gute Ideen liegen auf dem Tisch, vieles gilt es noch zu diskutieren (insbesondere hinsichtlich einer stärkeren Ambulantisierung). Ob es aber zu einer grundlegenden Reform kommt, hängt vor allem von zwei Faktoren ab: Erstens müssen alle Akteure eingebunden werden – Bund, Länder, Selbstverwaltung und Leistungserbringer. Zweitens muss Redlichkeit bei der Finanzierung einziehen – eine Transformation braucht Ressourcen und es muss benannt werden, wer dafür aufkommen soll. Ein Hinweis sei gestattet: Für Atom- und Kohleausstieg wurden zig Milliarden an Steuergeld mobilisiert. Und was ist mit dem Ausstieg aus der stationären Versorgung? Bei gleichzeitigen finanziellen Engpässen sowohl in den öffentlichen Haushalten als auch bei der gesetzlichen Krankenversicherung wird dies eine spannende Diskussion – aber unabdingbar.</p><p>Dieser Text ist am 1. März 2023 in "f&w - führen und wirtschaften im Krankenhaus" erschienen</p>]]></description><category><![CDATA[Thomas Lemke,Vorstand,Vorstandsvorlage,f&amp;w,Krankenhausreform,Gastbeitrag,Lemke]]></category>
            <pubDate>Wed, 01 Mar 2023 08:00:00 +0100</pubDate>
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