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                    <pubDate>Thu, 18 Jun 2026 13:03:49 +0200</pubDate>
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                        <title>Lungenfibrose - Wenn die Lunge vernarbt und eine neue Lunge Leben rettet</title>
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                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/lungenfibrose---wenn-die-lunge-vernarbt-und-eine-neue-lunge-leben-rettet/</guid><pp:caseid>758416</pp:caseid><pp:subtitle>Ein Interview mit Prof. Dr. med. Zsolt Sziklavari, PhD, Leiter des Lungenzentrums und Chefarzt am Sana Klinikums Coburg</pp:subtitle><pp:summary><![CDATA[<ul><li data-list-item-id="e7629d7399dc4de29a23e0b97c44be44c">Tückische Lungenfibrose: eine fortschreitende Vernarbung des Lungengewebes macht die Lunge starr und führt zu Atemnot. Die frühen Symptome sind oft unscheinbar.</li><li data-list-item-id="e56c950176b2890a2268d7657e57a6e19">Eine vollständige Heilung ist derzeit nicht möglich, aber antifibrotische Medikamente verlangsamen den Verlauf; bei entzündlichen Formen kann eine Therapie aus Immunsuppression; ergänzt durch Atemtherapie, Bewegung und ggf. Langzeitsauerstoff Linderung verschaffen.</li><li data-list-item-id="e835d62969636da2152bb9bb68ebb961c">Eine Lungentransplantation gilt als streng selektierte Ultima Ratio bei fortschreitender Erkrankung und ausreichender körperlicher Fitness. Aber: Spenderorgane sind selten, die Operation komplex und eine lange Nachsorge in spezialisierten Zentren notwendig.</li><li data-list-item-id="e46d568f90ed3e7b35012bf84dd7c343a">Lungenzentrum und Thoraxchirurgie am Sana Klinikum Coburg bieten ein breites Spektrum (inkl. da-Vinci-Robotik) auf höchstem Niveau und sichern eine wohnortnahe Versorgung für Nordbayern und Südthüringen.</li></ul>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p style="text-align:justify;"><i><span>Die Nachricht ging um die Welt: Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit hat eine Lungentransplantation erfolgreich überstanden. Die 52-Jährige litt seit Jahren an einer schweren Lungenfibrose – einer Erkrankung, die vielen Menschen kaum bekannt ist, obwohl sie das Leben der Betroffenen von Grund auf verändert. Der Experte des Lungenzentrums am Sana Klinikum Coburg gibt Antworten auf die Fragen: Was genau ist eine Lungenfibrose? Und wann ist eine Transplantation wirklich der letzte, aber rettende Schritt?</span></i></p><p style="margin-left:0cm;text-align:justify;"><span><strong>Frage: Herr Professor Sziklavari, Lungenfibrose ist plötzlich in aller Munde – was passiert da eigentlich in der Lunge?</strong></span></p><p style="margin-left:0cm;text-align:justify;"><span><strong>Prof. Sziklavari: </strong>Stellen Sie sich die Lunge wie einen Schwamm vor, der aus unzähligen kleinen Luftbläschen besteht und sich bei jedem Atemzug ausdehnt und zusammenzieht. Bei der Lungenfibrose vernarbt das feine Stützgerüst dieses Schwammes – ähnlich wie bei einer tiefen Hautwunde, die eine derbe Narbe hinterlässt. Das Gewebe wird zunehmend starr und dick. Die Folge: Der Schwamm kann sich nicht mehr richtig ausdehnen, die Atmung wird flacher, der Sauerstoff gelangt nur noch schwer ins Blut. Das ist ein schleichender, in den meisten Fällen unumkehrbarer Prozess.</span></p><p><span><strong>Frage: Wen trifft diese Erkrankung – und warum wird sie so oft spät erkannt?</strong></span></p><p style="margin-left:0cm;text-align:justify;"><span><strong>Prof. Sziklavari: </strong>Lungenfibrose ist kein einzelnes Krankheitsbild, sondern ein Sammelbegriff für über 200 verschiedene Erkrankungen. Die bekannteste Form ist die sogenannte idiopathische pulmonale Fibrose – kurz IPF – bei der wir die genaue Ursache nicht kennen. Sie trifft etwa drei bis neun von 100.000 Menschen, meist im höheren Lebensalter. Es gibt aber auch Formen, bei denen der Auslöser bekannt ist: eingeatmete Schadstoffe wie Asbest, Bestrahlungen im Brustkorb oder rheumatische Erkrankungen.</span></p><p style="margin-left:0cm;text-align:justify;"><span>Spät erkannt wird die Lungenfibrose, weil die frühen Warnsignale so unscheinbar sind: ein trockener Husten, Atemnot beim Treppensteigen – das schieben viele auf Alter oder mangelnde Fitness. Meine dringende Empfehlung: Wer länger als sechs Wochen unter hartnäckigem, trockenem Husten oder zunehmender Kurzatmigkeit leidet, sollte das abklären lassen. Beim Abhören der Lunge hören wir oft ein feines Knisterrasseln, das klingt in etwa so, als würde man einen Klettverschluss auseinanderziehen. In der Computertomografie lässt sich die Vernarbung dann meist eindeutig sichtbar machen.</span></p><p style="margin-left:0cm;text-align:justify;"><span><strong>Frage: Gibt es eine Behandlung – oder ist man der Erkrankung hilflos ausgeliefert?</strong></span></p><p style="margin-left:0cm;text-align:justify;"><span><strong>Prof. Sziklavari: </strong>Wir sind längst nicht mehr machtlos, auch wenn eine vollständige Heilung der IPF derzeit nicht möglich ist. Seit einigen Jahren stehen uns sogenannte antifibrotische Medikamente zur Verfügung, die das Fortschreiten der Vernarbung deutlich verlangsamen können. Sie sind kein Wundermittel, aber sie bremsen den Prozess – und das verschafft den Patienten oft wertvolle, lebenswerte Jahre. Bei entzündlich bedingten Fibroseformen, etwa durch Rheuma, setzen wir auf immunsuppressive Therapien. Ergänzend sind Atemtherapie, angepasste Bewegung und – bei chronischem Sauerstoffmangel – eine Langzeitsauerstofftherapie wichtige Bausteine. Die Behandlung ist immer individuell und erfordert ein erfahrenes, interdisziplinäres Team.</span></p><p style="margin-left:0cm;text-align:justify;"><span><strong>Frage: Wann ist eine Lungentransplantation überhaupt eine Option?</strong></span></p><p style="margin-left:0cm;text-align:justify;"><span><strong>Prof. Sziklavari: </strong>Die Transplantation ist die Ultima Ratio – das letzte therapeutische Mittel, wenn alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft sind. Sie kommt in Betracht, wenn die Erkrankung trotz optimaler Therapie unaufhaltsam fortschreitet, die Lungenfunktion auf ein kritisches Maß absinkt und die Lebensqualität massiv eingeschränkt ist. Dieser Weg ist jedoch an strenge Bedingungen geknüpft: Der Patient mit maximal eingeschränkter Lungenfunktion muss jedoch körperlich fit genug für diesen sehr großen Eingriff sein – und zugleich bereit und in der Lage, lebenslang Medikamente einzunehmen, die das Immunsystem unterdrücken, um eine Abstoßung der neuen Lunge zu verhindern.</span></p><p style="margin-left:0cm;text-align:justify;"><span><strong>Frage: Was macht diese Operation so besonders und auch schwierig?</strong></span></p><p style="margin-left:0cm;text-align:justify;"><span><strong>Prof. Sziklavari: </strong>Die Lungentransplantation ist einer der komplexesten Eingriffe der Thoraxchirurgie bzw. Intensivmedizin überhaupt. Ein oder beide Lungenflügel vollständig zu ersetzen ist eine technisch höchst anspruchsvolle Operation, die zudem eine intensive Nachbetreuung über viele Monate notwendig macht. Hinzu kommt die schicksalhafte Seite: Spenderlungen sind rar. Über einen Eingriff wird deshalb oft sehr kurzfristig entschieden – manchmal innerhalb weniger Stunden, sobald ein geeignetes Organ verfügbar ist. Für die Patienten und ihre Familien bedeutet das häufig eine lange Zeit der Ungewissheit und des Wartens. Lungentransplantationen werden in Deutschland nur an wenigen hochspezialisierten Zentren durchgeführt – das ist medizinisch richtig und notwendig, da dieser Eingriff ein Maß an Erfahrung und Infrastruktur erfordert, das nur Häuser mit sehr hohen Fallzahlen entwickeln können.</span></p><p style="margin-left:0cm;text-align:justify;"><span><strong>Frage: Was leistet die Thoraxchirurgie am Sana Klinikum Coburg – und wo sind die Grenzen?</strong></span></p><p style="margin-left:0cm;text-align:justify;"><span><strong>Prof. Sziklavari: </strong>Wir bieten das gesamte operative Spektrum der Thoraxchirurgie auf höchstem Niveau – von minimalinvasiven Eingriffen bei Lungentumoren über Metastasenchirurgie bis hin zu komplexen Resektionen inkl. Empyhsem- und Empyemchirurgie. Seit 2026 setzen wir auch die robotisch-assistierte Chirurgie mit dem daVinci-System ein, die Ergebnisse sind vielversprechend. Mit jährlich rund 500 Eingriffen sind wir eines der größten thoraxchirurgischen Zentren in Oberfranken und das einzige von der Deutschen Gesellschaft für Thoraxchirurgie zertifizierte Kompetenzzentrum in Nordbayern und Südthüringen.</span></p><p style="margin-left:0cm;text-align:justify;"><span>Lungentransplantationen – das sage ich offen – führen wir nicht durch. Wir sind aber ein wichtiger Teil der Versorgungskette: Wir begleiten Patienten auf dem Weg zur Transplantation, koordinieren mit den Transplantationszentren, wie beispielsweise mit dem LMU Klinikum Großhadern, und übernehmen die weitere Betreuung in der Region, wenn Patienten nach einer Transplantation nach Hause zurückkehren.</span></p><p style="margin-left:0cm;text-align:justify;"><span><strong>Frage: Haben Sie einen Rat für Menschen in der Region, die vielleicht selbst betroffen sind?</strong></span></p><p style="margin-left:0cm;text-align:justify;"><span><strong>Prof. Sziklavari: </strong>Sprechen Sie mit Ihrem Arzt – und zwar frühzeitig. Eine Lungenfibrose, die früh erkannt wird, lässt sich zwar nicht heilen, aber gut behandeln. Die Lebensqualität, die wir Betroffenen heute erhalten können, ist eine andere als noch vor zehn Jahren. Und wenn es einen operativen Schritt braucht – welcher Art auch immer – sind wir da. Als zertifiziertes Kompetenzzentrum, als eingespieltes Team, und als Partner der niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen in der Region. Wer in Nordbayern oder Südthüringen eine schwere Lungenerkrankung kann durch uns wohnortnah und adäquat versorgt werden.</span></p><p style="margin-left:0cm;text-align:justify;"><i><span>Das Lungenzentrum am Sana Klinikum Coburg bietet spezialisierte Diagnostik und Therapie für alle Formen von Lungenerkrankungen. Termine und Informationen: Telefon 09561 22-34999 | </span></i><a href="http://www.sana.de/oberfranken"><i><span>www.sana.de/oberfranken</span></i></a></p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/eee7c060-50e6-43ba-9f31-4f0ca2c2511f/1920_dr.sziklavari_zsolt_0967.jpg?58752"><p><a href="https://www.sana.de/newsroom/asset/eee7c060-50e6-43ba-9f31-4f0ca2c2511f/dr.sziklavari_zsolt_0967/" target="_blank"><i>Bild</i></a><i>: Chefarzt der Thoraxchirurgie und Leiter des Lungenzentrums Prof. Dr. Zsolt Sziklavari, PhD (Copyright: SKOF)&nbsp;</i></p><p><a href="https://www.sana.de/newsroom/ueber-die-sana-kliniken-oberfranken/" target="_blank"><strong>Über die Sana Kliniken Oberfranken</strong></a></p><p><a href="https://www.sana.de/newsroom/ueber-die-sana-kliniken-ag/" target="_blank"><strong>Über die Sana Kliniken AG</strong></a></p>]]></description><category><![CDATA[PM,Oberfranken,newsroom,Lunge,lungenzentrum,Transplantation]]></category>
            <pubDate>Thu, 18 Jun 2026 13:03:49 +0200</pubDate>
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                        <title>Luft nach oben – warum die Lungengesundheit in unserer Region jetzt mehr denn je zählt</title>
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Frühzeitige Diagnose und Behandlung sind entscheidend.</li><li data-list-item-id="ea5eccb74301cd92ca6e92b4eda559edd"><strong>Zunahme von Atemwegserkrankungen durch Umweltfaktoren:</strong> Asthma und Allergien nehmen aufgrund von Faktoren wie Klimawandel, Luftverschmutzung und veränderten Pollenflugzeiten zu.</li><li data-list-item-id="e1d0ea06b72aeba746f8c3ec5c17b2ffb"><strong>Moderne Therapieoptionen und interdisziplinäre Behandlung:</strong> Durch fortschrittliche Therapien und der engen Vernetzung zwischen verschiedenen Fachbereichen im Lungenzentrum Coburg profitieren Patienten und niedergelassene Kollegen. Der Welt-Asthma-Tag verdeutlicht, wie wichtig der Zugang zu spezialisierter Versorgung und eine ganzheitliche Behandlung ist.</li></ul>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p style="margin-left:0cm;"><i><span><strong>Ein Gespräch mit&nbsp;Dr.&nbsp;med.&nbsp;Sandor&nbsp;Kokai, kommissarischer Chefarzt&nbsp;der&nbsp;Pneumologie&nbsp;am&nbsp;Lungenzentrum&nbsp;des Sana&nbsp;Klinikums&nbsp;Coburg</strong></span><span style="padding:0cm;"><strong>&nbsp;</strong></span></i></p><p style="margin-left:0cm;"><span><strong>Frage:&nbsp;Herr Dr.&nbsp;Kokai, der Welt-Asthma-Tag am&nbsp;5. Mai&nbsp;rückt&nbsp;eine&nbsp;Erkrankung&nbsp;in den&nbsp;Fokus, die&nbsp;viele&nbsp;Menschen&nbsp;als&nbsp;„Kinderkrankheit"&nbsp;kennen.&nbsp;Ist&nbsp;Asthma heute noch eine Kinderkrankheit?</strong></span><span style="padding:0cm;">&nbsp;</span></p><p style="margin-left:0cm;"><span><strong>Antwort</strong>:&nbsp;Nein, dieses Bild&nbsp;ist&nbsp;längst&nbsp;überholt – und das ist eine wichtige Botschaft. Asthma ist eine der häufigsten chronischen Erkrankungen weltweit, und sie betrifft Menschen in jedem Lebensalter. In Deutschland leben schätzungsweise&nbsp;3 bis&nbsp;4 Millionen&nbsp;Menschen mit Asthma bronchiale. Viele davon sind Erwachsene, die entweder schon seit der Kindheit betroffen sind oder die Erkrankung erst im&nbsp;Erwachsenenalter -&nbsp;auch im fortgeschrittenen Alter! -&nbsp;entwickelt haben.&nbsp;Die Dunkelziffer ist jedoch hoch und kann gefährlich sein:&nbsp;Asthma ist keine Kleinigkeit – unbehandelt oder schlecht kontrolliert schränkt es die Lebensqualität massiv ein und kann im&nbsp;schlimmsten&nbsp;Fall&nbsp;lebensbedrohlich&nbsp;sein.&nbsp;</span><span style="padding:0cm;">&nbsp;</span></p><p style="margin-left:0cm;"><span><strong>Frage:&nbsp;Warum&nbsp;nehmen&nbsp;Atemwegserkrankungen&nbsp;wie&nbsp;Asthma&nbsp;eigentlich&nbsp;zu?</strong></span><span style="padding:0cm;">&nbsp;</span></p><p style="margin-left:0cm;"><span><strong>Antwort</strong>:&nbsp;Tatsächlich verzeichnen wir Asthmaerkrankungen auf konstantem Niveau. Einerseits bessert sich die Luftqualität&nbsp;tendenziell&nbsp;seit Jahrzehnten&nbsp;-&nbsp;Feinstaub, Ozon, Stickoxide&nbsp;aber auch Rauchen und Passivrauchen&nbsp;spielen hier eine Rolle. Gleichwohl gibt es hierbei große Unterschiede, abhängig davon, wo man lebt.&nbsp;Zum anderen sind&nbsp;allerdings Allergien auf dem Vormarsch, und Asthma und Allergien sind eng miteinander verbunden. Der Klimawandel und veränderte Pollenflugzeiten verlängern die Belastungssaison für Allergiker erheblich. Auch neue,&nbsp;invasive Pflanzenarten&nbsp;kommen&nbsp;als&nbsp;bislang in Deutschland wenig bekannte Allergene noch hinzu.&nbsp;Ein typisches Beispiel&nbsp;ist das Traubenkraut&nbsp;(auch Ambrosia oder&nbsp;Ragweed).</span></p><p style="margin-left:0cm;"><span>Zusammen mit individuellen&nbsp;Lebensstilfaktoren wie Übergewicht, Bewegungsmangel oder auch Stress, die das Erkrankungsrisiko erhöhen, gilt Asthma heute als so genannte “Zivilisationskrankheit”,&nbsp;als Krankheit der industrialisierten Länder.</span><span style="padding:0cm;">&nbsp;</span></p><p style="margin-left:0cm;"><span><strong>Frage:&nbsp;Wie&nbsp;macht&nbsp;sich&nbsp;das&nbsp;konkret&nbsp;in&nbsp;Ihrer&nbsp;täglichen&nbsp;Arbeit&nbsp;bemerkbar?</strong></span><span style="padding:0cm;">&nbsp;</span></p><p style="margin-left:0cm;"><span><strong>Antwort</strong>:&nbsp;Man muss klar feststellen: Die Behandlungsoptionen&nbsp;und&nbsp;die Behandlungserfolge&nbsp;dieser chronischen&nbsp;Erkrankung&nbsp;haben sich in den letzten Jahren erheblich verbessert.&nbsp;</span>Besonders verantwortlich für diese Entwicklung sind die fortschrittlichen inhalativen Therapien sowie die neuen, sogenannten biologischen Antikörper-Therapien, die die Therapie von schwerem Asthma bronchiale in den letzten 10 bis 15 Jahren maßgeblich optimiert haben. <span>Dementsprechend&nbsp;sind die Häufigkeit&nbsp;von Krankenhauseinweisungen&nbsp;und&nbsp;auch die&nbsp;Sterblichkeit&nbsp;deutlich gesunken.&nbsp;Hier ist nun auch eine gute Vernetzung zwischen ambulanten und stationären&nbsp;Versorgungen gefragt.&nbsp;Eine regelrechte, frühzeitige Diagnose und eine gute Therapieeinstellung sind essenziell. Dies&nbsp;erfordert&nbsp;auch eine gute Schulung und eigenverantwortliche Mitarbeit der Patienten. Zudem sind präventive Maßnahmen erforderlich: regelmäßige Schutzimpfungen und auch - soweit möglich - das Meiden der auslösenden Allergene.</span><span style="padding:0cm;">&nbsp;</span></p><p style="margin-left:0cm;"><span>Und dennoch sehen wir&nbsp;weiterhin&nbsp;schwere&nbsp;Asthmaanfälle, die&nbsp;sofortige&nbsp;Aufnahme auf die Intensivstation und eine Beatmung benötigen.&nbsp;</span><span style="padding:0cm;">&nbsp;</span></p><p style="margin-left:0cm;"><span>Weiterhin sehen wir&nbsp;immer öfter&nbsp;komplexe Krankheitsbilder&nbsp;bei denen,&nbsp;ein vermeintliches Asthma, Belastungsluftnot oder chronischer Husten vorliegt. Hier findet man häufig neben oder&nbsp;auch statt eines vermuteten Asthmas&nbsp;andere Erkrankungen wie&nbsp;COPD, Herzinsuffizienz,&nbsp;Schlafapnoe, Lungenfibrose&nbsp;oder auch bösartige Erkrankungen wie Lungenkrebs. Auch andere,&nbsp;weniger bekannte Lungenerkrankungen spielen hier&nbsp;eine&nbsp;Rolle.</span><span style="padding:0cm;">&nbsp;</span></p><p style="margin-left:0cm;"><span><strong>Frage:&nbsp;Was&nbsp;kann&nbsp;das&nbsp;Lungenzentrum&nbsp;am Sana Klinikum Coburg&nbsp;Patientinnen&nbsp;und&nbsp;Patienten&nbsp;mit&nbsp;Asthma&nbsp;konkret&nbsp;anbieten?</strong></span><span style="padding:0cm;">&nbsp;</span></p><p style="margin-left:0cm;"><span><strong>Antwort</strong>:&nbsp;Prinzipiell bieten wir das&nbsp;gesamte&nbsp;Spektrum der&nbsp;modernen&nbsp;Asthma-Diagnostik&nbsp;und -Therapie.&nbsp;Es liegt die Möglichkeit zu moderner Allergiediagnostik und&nbsp;Lungenfunktionsdiagnostik inklusive Spiroergometrie als&nbsp;differenzierter&nbsp;Belastungstest vor.&nbsp;Zudem&nbsp;können wir&nbsp;alle bildgebende und&nbsp;falls erforderlich&nbsp;bronchoskopische&nbsp;Verfahren zügig durchführen können.&nbsp;</span><span style="padding:0cm;">&nbsp;</span></p><p style="margin-left:0cm;"><span>Dazu muss man sagen: Gut eingestellte Patienten müssen wir im Lungenzentrum am Klinikum gar nicht sehen. Wir kommen dann ins Spiel, wenn die zu erwartende Verbesserung ausbleibt,&nbsp;wiederholt Verschlechterungen oder&nbsp;Asthmaanfälle&nbsp;auftreten,&nbsp;wenn ein komplexes Krankheitsbild mit&nbsp;diversen Aspekten vorliegt,&nbsp;oder der Patient sehr schwer betroffen ist - dann stehen wir&nbsp;mit “Rat und Tat”&nbsp;zur&nbsp;Verfügung.&nbsp;</span></p><p style="margin-left:0cm;"><span>Was uns besonders auszeichnet, ist das Zusammenspiel aller Disziplinen unter einem Dach: Pneumologie mit Schlaflabor, Thoraxchirurgie,&nbsp;Kardiologie, Nephrologie,&nbsp;Radiologie, Pathologie,&nbsp;Physiotherapie, Atemtherapie.&nbsp;Die komplexen Fälle&nbsp;werden&nbsp;im Rahmen von interdisziplinären Konferenzen&nbsp;besprochen,&nbsp;hier&nbsp;sind&nbsp;neben&nbsp;Experten von&nbsp;weiteren&nbsp;Fachbereichen auch&nbsp;niedergelassene Kollegen regelmäßig präsent.&nbsp;</span><span style="padding:0cm;">&nbsp;</span></p><p style="margin-left:0cm;"><span><strong>Frage:&nbsp;Welche&nbsp;Botschaft&nbsp;möchten&nbsp;Sie&nbsp;zum&nbsp;Welt-Asthma-Tag&nbsp;an&nbsp;Betroffene&nbsp;und an&nbsp;Ihre&nbsp;Kollegen&nbsp;in der Praxis&nbsp;mitgeben?</strong></span><span style="padding:0cm;">&nbsp;</span></p><p style="margin-left:0cm;"><span><strong>Antwort</strong>:&nbsp;An die&nbsp;Betroffenen: Asthma&nbsp;ist&nbsp;behandelbar&nbsp;– und gut&nbsp;behandeltes&nbsp;Asthma&nbsp;bedeutet&nbsp;ein&nbsp;weitgehend&nbsp;normales,&nbsp;erfülltes&nbsp;Leben. Bitte&nbsp;suchen&nbsp;Sie&nbsp;frühzeitig&nbsp;ärztliche&nbsp;Hilfe,&nbsp;wenn&nbsp;Sie&nbsp;unter&nbsp;Husten,&nbsp;Atemnot&nbsp;oder&nbsp;Pfeifen&nbsp;in der Brust&nbsp;leiden. Warten Sie nicht&nbsp;ab. Die&nbsp;Therapiemöglichkeiten&nbsp;heute&nbsp;sind&nbsp;so gut&nbsp;wie&nbsp;nie&nbsp;zuvor.</span><span style="padding:0cm;">&nbsp;</span></p><p style="margin-left:0cm;"><span>An die&nbsp;niedergelassenen&nbsp;Kolleginnen&nbsp;und&nbsp;Kollegen:&nbsp;Wir&nbsp;sind&nbsp;für Sie und&nbsp;Ihre&nbsp;Patienten&nbsp;da. Unser&nbsp;Lungenzentrum&nbsp;steht&nbsp;als&nbsp;Partner&nbsp;bereit&nbsp;– für&nbsp;eine&nbsp;schnelle&nbsp;Mitbehandlung, für die&nbsp;gemeinsame&nbsp;Fallbesprechung&nbsp;und &nbsp;eine&nbsp;nahtlose&nbsp;Weiterbetreuung&nbsp;nach&nbsp;dem&nbsp;Klinikaufenthalt. Eine&nbsp;gute&nbsp;Patientenversorgung&nbsp;gelingt&nbsp;nur&nbsp;gemeinsam.</span></p><p style="margin-left:0cm;"><i><span>Das&nbsp;Lungenzentrum&nbsp;am Sana Klinikum Coburg&nbsp;bietet&nbsp;spezialisierte&nbsp;Diagnostik&nbsp;und&nbsp;Therapie&nbsp;für alle Formen von&nbsp;Atemwegserkrankungen.&nbsp;Weitere&nbsp;Informationen&nbsp;unter&nbsp;</span></i><a href="http://www.sana.de/oberfranken" target="_blank"><i><span>www.sana.de/oberfranken</span></i></a><i><span>&nbsp;oder&nbsp;telefonisch&nbsp;unter&nbsp;09561 22-34999.</span></i><span style="padding:0cm;">&nbsp;</span></p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/c0338c1f-cf8d-4065-9128-b5f9e4caceb6/1920_dr.kokai_sandor_7779favorit.jpg?75405"><p><a href="https://www.sana.de/newsroom/asset/c0338c1f-cf8d-4065-9128-b5f9e4caceb6/dr.kokai_sandor_7779favorit/" target="_blank"><i>Bild</i></a><i>: Dr. med. Sandor Kokai, komm. Chefarzt der Pneumologie am Sana Klinikum Coburg (Copyright: SKOF)</i></p><p><a href="https://www.sana.de/newsroom/ueber-die-sana-kliniken-oberfranken/" target="_blank"><strong>Über die Sana Kliniken Oberfranken</strong></a></p><p><a href="https://www.sana.de/newsroom/ueber-die-sana-kliniken-ag/" target="_blank"><strong>Über die Sana Kliniken AG</strong></a></p>]]></description><category><![CDATA[PM,Oberfranken,newsroom,Asthma,Asthma bei Kindern,Lunge,Pneumologie]]></category>
            <pubDate>Wed, 29 Apr 2026 20:18:55 +0200</pubDate>
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                        <title>COPD – Wenn die Luft zum Atmen knapp wird</title>
                        <link>https://www.sana.de/newsroom/copd--wenn-die-luft-zum-atmen-knapp-wird/</link>
                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/copd--wenn-die-luft-zum-atmen-knapp-wird/</guid><pp:caseid>727311</pp:caseid><pp:subtitle>Dr. med. Sandor Kokai im Experteninterview anlässlich des Welt-COPD-Tags am 19. November</pp:subtitle><pp:summary><![CDATA[<ul><li data-list-item-id="e0e464073f1a0fd01e618b420a900a125"><span style="text-align:left;">Am 19. November ist Welt-COPD-Tag.</span></li><li data-list-item-id="e2549148760714524f108171a979c0716"><span style="text-align:left;">Dr. med. Sandor Kokai, </span><span>Facharzt für Pneumologie und kommissarischer Chefarzt am Sana Klinikum Coburg, spricht über Risikofaktoren, Prävention und Therapie der chronischen Erkrankung.</span></li><li data-list-item-id="ef692d80171c79a0166d1a43ef3c56f2b">Er geht dabei auch auf aktuelle Trends wie Vaping und den Konsum von E-Zigaretten ein.</li></ul>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p><span style="text-align:start;">Am 19. November würdigen wir den Welt-COPD-Tag. Experte Dr. med. Sandor Kokai, kommissarischer Chefarzt der Pneumologie am Sana Klinikum Coburg, gibt kompakte, verständliche Einblicke zu Ursachen, Prävention und aktuellen Therapiemöglichkeiten.&nbsp;</span></p><p style="margin-left:0cm;"><span><strong>Frage: Herr Dr. Kokai, was verbirgt sich hinter der Abkürzung COPD – können Sie die Erkrankung kurz erklären?</strong></span></p><p style="margin-left:0cm;"><span>Dr. Kokai: COPD steht für c</span><i><span>hronic obstructive pulmonary disease</span></i><span>, also eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung, eine dauerhafte Verengung der Atemwege, die meist durch langjähriges Einatmen schädlicher Substanzen – vor allem Tabakrauch – verursacht wird. Die Erkrankung betrifft schätzungsweise sieben Prozent aller über 40-Jährigen. Typisch sind Husten, Auswurf, Brustenge und eine zunehmende Atemnot. Es handelt sich eigentlich um eine Kombination aus zwei Erkrankungen – die Zerstörung des Lungengewebes (Lungenemphysem) und die Entzündung der Atemwege.</span></p><p style="margin-left:0cm;"><span><strong>Frage: Wer ist besonders gefährdet, an COPD zu erkranken?</strong></span></p><p style="margin-left:0cm;"><span>Dr. Kokai: Der größte Risikofaktor ist eindeutig das Rauchen. Circa 80 bis 90 Prozent der COPD-Patientinnen und -Patienten sind oder waren Raucher. Aber auch Passivrauchen, Luftverschmutzung, Feinstaub und berufliche Schadstoffexposition beispielsweise mit Staub oder Chemikalien spielen eine Rolle. Zudem gibt es seltene genetische Ursachen.</span></p><p style="margin-left:0cm;"><span><strong>Frage: Wie wird COPD diagnostiziert?</strong></span></p><p style="margin-left:0cm;"><span>Dr. Kokai: Am Anfang steht ein offenes Gespräch über Beschwerden und individuelle Risikofaktoren. Im Anschluss erfolgt eine körperliche Untersuchung und vor allem eine Lungenfunktionsprüfung (Spirometrie oder Bodyplethysmographie). Damit messen wir, wie viel Luft jemand ausatmen kann und wie stark die Atemwege verengt sind. Ergänzend können Röntgen- oder CT-Aufnahmen sowie Blutgasanalysen zum Einsatz kommen, auch um Begleiterkrankungen oder andere Ursachen auszuschließen.</span></p><p style="margin-left:0cm;"><span><strong>Frage: Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es und versprechen diese eine Linderung der Symptome oder gar Heilung?</strong></span></p><p style="margin-left:0cm;"><span>Dr. Kokai: COPD an sich ist nicht heilbar, es gibt aber immer bessere Möglichkeiten zur Behandlung. Hierbei ist eine dauerhafte Mitwirkung der Patienten erforderlich: Beim wichtigsten Schritt, dem Rauchstopp, aber auch während der Therapie – klassischerweise mit inhalativen Medikamenten und bei der Atemphysiotherapie bzw. Lungensport. Ein angepasstes körperliches Training und regelmäßige Bewegung verbessern die Belastbarkeit deutlich.</span></p><p style="margin-left:0cm;"><span>Im fortgeschrittenen Stadium kommen weitere Therapieansätze wie eine Langzeit-Sauerstofftherapie oder sogar eine Transplantation in Frage - COPD ist in Deutschland die häufigste Ursache für eine Lungentransplantation!</span></p><p style="margin-left:0cm;"><span>Schutzimpfungen gegen Pneumokokken, Grippe, COVID sind zudem ein wesentlicher Aspekt, um eine plötzliche Verschlechterung der chronischen Erkrankung, die sogenannte Exazerbation, zu vermeiden.&nbsp;</span></p><p style="margin-left:0cm;"><span><strong>Frage: Was kann man tun, um einer Erkrankung mit COPD vorzubeugen?</strong></span></p><p style="margin-left:0cm;"><span>Dr. Kokai: Ganz klar: Nicht rauchen! Und wenn man raucht, so früh wie möglich aufhören. Die genetischen Voraussetzungen und Umweltfaktoren können wir ja kaum beeinflussen.</span></p><p style="margin-left:0cm;"><span><strong>Frage: In den letzten Jahren sind viele Menschen und Raucher auf E-Zigaretten umgestiegen. Sogenannte Vapes sind zudem bei Jugendlichen sehr beliebt – wie werden diese und andere Tabakersatzprodukte fachlich bewertet?</strong></span></p><p style="margin-left:0cm;"><span>Dr. Kokai: Das ist ein zunehmend wichtiges Thema, auch weil diese Produkte aggressiv vermarktet werden und eine starke Abhängigkeit erzeugen. Aktuelle Übersichtsstudien zeigen, dass E-Zigaretten, Dampfen und auch Vaping das Risiko für COPD erhöhen können. Auch wenn die Annahme, dass sie weniger schädlich sind als klassischer Tabakrauch, weit verbreitet ist - aktuelle Erhebungen deuten darauf hin, dass auch die Tabakersatzprodukte keineswegs harmlos sind!&nbsp;</span></p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/c0338c1f-cf8d-4065-9128-b5f9e4caceb6/1920_dr.kokai_sandor_7779favorit.jpg?75405"><p><a href="https://www.sana.de/newsroom/asset/c0338c1f-cf8d-4065-9128-b5f9e4caceb6/dr.kokai_sandor_7779favorit/" target="_blank"><i>Bild</i></a><i>: Dr. med. Sandor Kokai, komm. Chefarzt der Pneumologie am Sana Klinikum Coburg, Facharzt für Innere Medizin, Facharzt für Pneumologie</i></p><p><a href="https://www.sana.de/newsroom/ueber-die-sana-kliniken-oberfranken/" target="_blank"><strong>Über die Sana Kliniken Oberfranken</strong></a></p><p><a href="https://www.sana.de/newsroom/ueber-die-sana-kliniken-ag/" target="_blank"><strong>Über die Sana Kliniken AG</strong></a></p>]]></description><category><![CDATA[PM,Oberfranken,newsroom,Pneumologie,COPD,Lunge]]></category>
            <pubDate>Wed, 12 Nov 2025 08:15:00 +0100</pubDate>
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                        <title>Bewusstsein schaffen für gesunde Atemwege</title>
                        <link>https://www.sana.de/newsroom/bewusstsein-schaffen-fuer-gesunde-atemwege/</link>
                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/bewusstsein-schaffen-fuer-gesunde-atemwege/</guid><pp:caseid>722383</pp:caseid><pp:subtitle>Rummelsberger Lungentag stand im Zeichen der Prävention</pp:subtitle><pp:summary><![CDATA[<p><span>Ein gesunder Lebensstil kann Lungenerkrankungen vorbeugen und moderne Medizin hilft, Risiken frühzeitig zu erkennen. Bei der zweiten Auflage des Rummelsberger Lungentages drehte sich alles um das Thema Prävention. Fachpublikum, Patienten, Angehörige und Interessierte folgten der Einladung von Dr. Dietmar Geiger, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin, Pneumologie und Akutgeriatrie, ans Krankenhaus Rummelsberg.</span></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p><span>Erkrankungen wie chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD), Asthma oder Lungenkrebs nehmen weltweit zu. Deshalb betonte Chefarzt Geiger in seiner Begrüßung die Wichtigkeit von vorbeugenden Maßnahmen. Für ihn steht fest: „Neben der medizinischen Versorgung muss der Fokus stärker auf frühzeitige Aufklärung und Gesundheitsförderung gerichtet werden. Genau deshalb gibt es den Lungentag am Krankenhaus Rummelsberg.“ Ein Schwerpunkt lag dabei auf Bewegung als präventiv wirksame Maßnahme. Sabine Koch, Therapieleitung der Klinik, machte deutlich, dass es keine großen sportlichen Ambitionen braucht: „Es muss nicht gleich Sport im Fitnessstudio sein. Tägliches Spazierengehen kann die Lebenserwartung um drei Jahre erhöhen.“</span></p><h2><span><strong>Praktische Impulse für die Lebensführung</strong></span></h2><p><span>Einen nachdrücklichen Impuls setzte Dr. Stefan Meißner mit seinem Vortrag zur Raucherentwöhnung. Mit dem provokanten Titel „Rauchen Sie weiter. Sie entlasten die Rentenkasse““ gelang es ihm zum Nachdenken anzuregen. Hinter der überspitzten Formulierung steckte eine klare Botschaft: Rauchen ist tödlich – nicht nur für die Lunge. Was Essverhalten mit der Lunge zu tun hat, machte Beate Stadtländer von n:aip in ihrem Vortrag deutlich. Eine unausgewogene Ernährung führt nicht nur zu Übergewicht und Diabetes, sondern wirkt sich direkt negativ auf das Lungenkreislaufsystem aus. Auch Mangelernährung oder Vitamindefizit können die Immunabwehr schwächen und die Anfälligkeit für Atemwegserkrankungen erhöhen.</span></p><h2><span><strong>Früherkennung, Allergiebehandlung und Impfschutz</strong></span></h2><p><span>Wie Allergien gezielt behandelt werden können, zeigte Dr. Kristina Benedict von der Firma ALK-Abelló Arzneimittel in ihrem Vortrag zur spezifischen Immuntherapie. Anders als viele Medikamente, die lediglich Symptome lindern, setzt diese Behandlung direkt an der Ursache an und kann bei konsequenter Anwendung die Beschwerden langfristig deutlich reduzieren. Besondere Herausforderungen sieht Benedict im Zusammenhang mit dem Klimawandel. Da viele Pflanzen inzwischen früher blühen, verschiebt sich auch die Pollensaison, was es für Allergiker schwieriger macht.</span></p><p><span>Dr. Stephan Ellmann vom Radiologischen Zentrum Nürnberg widmete sich in seinem Vortrag der Früherkennung von Lungenkrebs. Etwa 57.000 Menschen erkranken hierzulande jedes Jahr neu, rund 45.000 sterben jährlich an den Folgen. Der Grund: „In den meisten Fällen wird der Tumor erst in einem späten Stadium entdeckt, wenn die Heilungschancen bereits gering sind,“ so Ellmann, der eine mögliche Lösung im sogenannten Low-Dose-CT sieht, einer bildgebenden Untersuchung mit geringer Strahlenbelastung. Tumoren können damit frühzeitig sichtbar gemacht werden – noch bevor Symptome auftreten.</span></p><p><span>Mechthild Gimlik-Brös, Netzwerkpartnerin des Christlichen Jugenddorfwerks Deutschlands, stellte das zertifizierte Asthmacamp in Berchtesgaden vor. Die zweiwöchige Schulung für Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren findet auf 1.000 Höhenmetern statt. Ziel ist es, den Teilnehmenden medizinisches Wissen zu vermitteln, den Umgang mit Medikamenten und Inhalationshilfen zu festigen und sie im Alltag sicherer im Umgang mit ihrer Erkrankung zu machen.</span></p><p><span>Ein eher unbekanntes Thema sprach Logopäde Felix Jandausch an: Die Aspirationspneumonie, eine Lungenentzündung, die durch das versehentliche Einatmen von Nahrung, Flüssigkeiten oder Speichel entsteht. Besonders gefährdet sind ältere Menschen sowie Patienten mit neurologischen Erkrankungen, bei denen die Schluckfunktion eingeschränkt ist. Jandausch verdeutliche anschaulich, wie durch gezielte logopädische Maßnahmen das Risiko einer Aspiration gesenkt werden kann. Dazu gehören unter anderem Schlucktherapien, Muskelaufbauübungen, eine angepasste Lagerung beim Essen sowie individuell abgestimmte Kostformen.</span><br><br><span>Zum Abschluss richtete sich der Blick auf den Schutz vor Infektionskrankheiten. Tina Schmitt vom Pharmaunternehmen GlaxoSmithKline gab in ihrem Vortrag „6 Richtige plus Zusatzzahl“ einen Überblick über die aktuellen Impfempfehlungen der Ständigen Impfkommission. Schmitt erklärte anschaulich, wie Impfungen funktionieren und warum sie neben gesunder Ernährung, Bewegung und Rauchverzicht ein wichtiger Bestandteil der Gesundheitsprävention sind. Gastgeber Geiger ergänzte den Vortrag mit Hinweisen zur individuellen Impfplanung für Patienten mit Lungenerkrankungen. „Natürlich sind Impfungen nie völlig risikofrei – aber der Nutzen überwiegt deutlich, besonders bei Menschen mit erhöhtem Risiko.“ Für ihn gehört Impfschutz daher ebenso zur Prävention wie Bewegung, Ernährung und Aufklärung.</span></p><h2><span><strong>Therapie zum Anfassen</strong></span></h2><p><span>Im praktischen Teil des Lungentags konnten Besucher ihr Wissen vertiefen und sich Atemtechniken und bestimmte Körperhaltungen aneignen, die bei einem Asthmaanfall Erleichterung bringen. Die Sportvereine ATV 1873 Frankonia Nürnberg und Post SV Nürnberg waren mit aktivierenden Mitmachangeboten ebenfalls vor Ort. Bewegung im Atemrhythmus, Mobilisation der Brustkorbmuskulatur und gezielte Lungensportübungen konnten hier aktiv ausprobiert werden.</span></p><p><span>Neben den Fachvorträgen und interaktiven Workshops gab es parallel eine umfangreiche Messeausstellung. Zu den teilnehmenden Firmen zählten Hans Müller HMP Medizintechnik, IfM GmbH, Löwenstein Medical SE & Co. KG, Medigroba GmbH, n:aip Deutschland GmbH, ResMed Healthcare, TNI medical, Vivisol Deutschland GmbH, Berlin-Chemie AG, CHIESI GmbH und GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG. Die Firmen präsentierten Technologien zur Diagnose und Behandlung von Atemwegserkrankungen. Technisch interessierte Gäste konnten am Bronchoskopie-Modell das Innenleben der Lunge erkunden oder sich mithilfe von Augmented Reality über Veränderungen an der Lunge durch COPD informieren.</span><br>&nbsp;</p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/a4cc1531-e9d4-4f89-b9e8-d88ce14996ab/1920_250917_lungentag.jpeg?10000"><p><i><span>Wie moderne Technik zur Gesundheitsvorsorge beiträgt, zeigte sich beim Rummelsberger Lungentag: Besucher konnten Atemtherapiehilfen wie eine Vollgesichtsmaske testen und sich über Möglichkeiten der Früherkennung und Behandlung von Atemwegserkrankungen informieren.</span></i></p><p><a href="https://www.sana.de/newsroom/asset/a4cc1531-e9d4-4f89-b9e8-d88ce14996ab/250917_lungentag/" target="_blank"><i><span>Download und Copyright</span></i></a></p><p><strong>Über das Krankenhaus Rummelsberg</strong></p><p><span>Das Krankenhaus Rummelsberg, in der Trägerschaft der Sana Kliniken AG, verfügt über 350 Betten und ist südöstlich von Nürnberg gelegen. Das Lehrkrankenhaus der Universität Erlangen-Nürnberg ist in den Fachbereichen Orthopädie und Unfallchirurgie, Allgemein- und Viszeralchirurgie, Neurologie, Innere Medizin und Geriatrische Rehabilitation weit über die Grenzen der Metropolregion Nürnberg-Fürth-Erlangen hinaus bekannt und spezialisiert. Medizinische und pflegerische Fachkompetenz prägen die Arbeit im Krankenhaus Rummelsberg. Rund 13.000 stationäre und 23.000 ambulante Patienten werden hier jährlich versorgt. Zwischen 2023 und 2027 wird das bisherige Wichernhaus durch ein hochmodernes Klinikgebäude ersetzt. Die Baumaßnahme in Höhe von 150 Millionen Euro wird teilweise durch den Freistaat Bayern gefördert. Mehr Informationen unter </span><a href="http://www.krankenhaus-rummelsberg.de"><span>www.krankenhaus-rummelsberg.de</span></a><span>.</span></p><p><a href="https://www.sana.de/newsroom/ueber-die-sana-kliniken-ag/" target="_blank"><strong>Über die Sana Kliniken AG</strong></a></p>]]></description><category><![CDATA[PM,Rummelsberg,newsroom,Lungentag,Lunge,Atemwegserkrankungen,COPD,Dr. Dietmar Geiger,Pneumonie]]></category>
            <pubDate>Wed, 17 Sep 2025 09:48:08 +0200</pubDate>
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                        <title>Regio Kliniken begrüßen neuen Chefarzt für Thoraxchirurgie: Herzlich willkommen Dr. Normann Zinne</title>
                        <link>https://www.sana.de/newsroom/regio-kliniken-begruessen-neuen-chefarzt-fuer-thoraxchirurgie-herzlich-willkommen-dr-normann-zinne/</link>
                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/regio-kliniken-begruessen-neuen-chefarzt-fuer-thoraxchirurgie-herzlich-willkommen-dr-normann-zinne/</guid><pp:caseid>619494</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p>• Neuer Chefarzt zum Jahreswechsel:&nbsp;</p><p>• Dr. Norman Zinne (39) leitet seit dem 1. Januar 2024 die Thoraxchirurgie der Regio Kliniken</p><p>• Wechsel von der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH)</p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p>„Ich freue mich sehr auf meine neue Aufgabe, die Klinik für Thoraxchirurgie bei Regio zu leiten. Insbesondere freue ich mich darauf, mein neues Team und natürlich auch alle weiteren Kolleginnen und Kollegen kennenzulernen.“, so Dr. Norman Zinne. „Gemeinsam, im interdisziplinären Verbund, werden wir den Menschen der Region eine herausragende medizinische Versorgung anbieten können.“&nbsp;</p><p>Gundolf Thurm, Geschäftsführer der Regio Kliniken: „Wir heißen Dr. Norman Zinne sehr herzlich willkommen. Er wechselt von einer der thoraxchirurgisch renommiertesten Kliniken Deutschlands und bringt umfangreiche operative Erfahrung mit, besonders auch bezüglich sehr schonender, minimalinvasiver OP-Methoden. Hier hat unsere Klinik heute schon einen Schwerpunkt, der durch Dr. Zinne weiter ausgebaut wird.“&nbsp;</p><h2>Behandlungsangebot der Thoraxchirurgie&nbsp;</h2><p>Die Thoraxchirurgie der Regio Kliniken bietet für Patientinnen und Patienten mit Erkrankungen der Lunge, des Brustkorbs und des Mediastinums (Mittelfellraum) eine umfassende Diagnostik und Behandlung an. Dr. Zinne: „Dazu zählen bösartige Erkrankungen wie Lungenkrebs, Lungenmetastasen, Mediastinal- und Rippenfelltumore sowie gutartige Erkrankungen wie akute Lungenverletzungen, Pneumothorax, Ergüsse und Pleuraempyeme. Als Erweiterung des bisherigen Spektrums bieten wir die Korrektur von Brustwanddeformitäten wie Trichter- und Kielbrust an.“ Besonderen Wert legt die Klinik darauf, Operationen so wenig belastend wie möglich zu gestalten, indem sie in den meisten Fällen minimalinvasiv operiert und bei einigen Eingriffen sogar auf eine Vollnarkose mit Beatmung verzichten kann.&nbsp;</p><p>Die Klinik für Thoraxchirurgie wurde 2017 bei Regio etabliert. Sie befindet sich im Regio Klinikum Elmshorn und bildet gemeinsam mit der Klinik für Pneumologie das Lungenzentrum.</p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/c772f7e1-1b7d-4fde-9642-3d7562e9d652/1920_2311-rk-eh-zinne-norman.jpg?10000"><p><i>Dr. Norman Zinne - der Chefarzt der Thoraxchirurgie</i></p><p><a href="https://www.sana.de/newsroom/asset/c772f7e1-1b7d-4fde-9642-3d7562e9d652/2311-rk-eh-zinne-norman/" target="_blank">Download und Copyright</a></p>]]></description><category><![CDATA[PM,Regio,RegioKliniken,Elmshorn,Thoraxchirurgie,Lunge]]></category>
            <pubDate>Mon, 08 Jan 2024 10:40:00 +0100</pubDate>
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