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                    <pubDate>Tue, 16 Jan 2024 17:52:56 +0100</pubDate>
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                        <title>Wissenschaft und Forschung brauchen Zugriff auf Patientendaten</title>
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                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/wissenschaft-und-forschung-brauchen-zugriff-auf-patientendaten/</guid><pp:caseid>595569</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p>Gesundheitsdaten sind äußerst wertvoll. Bernd Christoph Meisheit, Geschäftsführer der Sana change it!, erklärt in diesem Beitrag, warum es so wichtig ist, diese Daten auswerten zu dürfen.</p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/a012c772-c8e1-45ce-bff7-7cf89517e808/1920_bernd-christoph-meisheit.jpg?10000"><p>Gesundheitsdaten sind ein wertvolles Gut. Dürfen wir sie auswerten, lernen wir mit Krankheiten besser umzugehen. Die Daten geben tiefe Einblicke in die Privatsphäre eines Patienten: Alter, Geschlecht, Vor- und Nebenerkrankungen, Schlaf- und Ernährungsgewohnheiten, angewandte Therapien. Diese Daten müssen entsprechend geschützt werden. Wichtig ist aber auch, sie in anonymisierter Form Wissenschaft und Forschung zur Verfügung zu stellen. Wird dieser Datenschatz gehoben, können Therapieansätze und Behandlungsmethoden deutlich verbessert werden – zum Wohle aller Menschen.&nbsp;<br><br>In der Pandemie haben wir gelernt: Wir können essentiellen Bedrohungen nur schnell und effizient begegnen, wenn wir die Behandlungsinformationen in großem Umfang an Wissenschaftler weiterlei-ten. Gesundheitsdaten werden in der Forschung bereits ausgewertet, allerdings sind diese Daten meist auf einen kleinen Patientenkreis begrenzt. Warum aber werden die grundsätzlich in Deutschland verfügbaren Daten nur zu einem extrem geringen Anteil genutzt?&nbsp;<br>&nbsp;</p><h2>Bislang strikte Trennung von Patientendaten</h2><p>Zunächst: Nicht alle von der Forschung benötigten Daten liegen in jeder Klinik in digitaler Form vor. Im Rahmen des Krankenhauszukunftsgesetzes wird die digitale Erfassung derzeit erweitert. Zudem muss sichergestellt werden, dass die Daten in einheitliche Formate überführt werden. Aktuell speist nahezu jede Praxis, jedes MVZ, jedes Klinikum, jede Reha-Einrichtung einen eigenen Datenpool. Die Daten eines Patienten, dessen Krankheit beispielsweise beim Hausarzt, beim Facharzt, im Krankenhaus und anschließend in einer Rehaklinik behandelt wurde, liegen strikt getrennt voneinander vor. Sie dürfen nur bei expliziter individueller Einwilligung des jeweiligen Patienten an alle Beteiligten oder nach Maßgabe bestimmter gesetzlicher Vorgaben zusammengeführt werden. Das bedeutet: Die Chance, diese übergreifenden Daten zu nutzen, ist gering.&nbsp;</p><p>Doch gerade diese sektorenübergreifenden, aus der jeweiligen Behandlung gewonnenen Informationen bieten ein enormes Potential für Analysen komplexer Behandlungsverläufe und den daraus resultierenden Therapieerfolgen. So liegen dem Klinikarzt Informationen zum Behandlungserfolg mehrere Monate nach der Entlassung häufig nicht vor – gegebenenfalls aber dem Hausarzt, der Reha oder der Pflegeeinrichtung.&nbsp;<br>&nbsp;</p><h2>Gesundheitsdatennutzungsgesetz: Gut gemeint, zu kurz gesprungen</h2><p>Bereits jetzt gibt es einen Datenschatz. Aber wie können wir diesen heben, „historische“ Patientendaten nutzen und für die Forschung bereitstellen? Praktisch bleibt dem einzelnen Krankenhaus derzeit wohl nur die Chance, die Patienten der vergangenen Jahre anzuschreiben und um ihre Einwilligung zu bitten. Im Falle deren Ablebens beginnt der Streit um das postmortale Persönlichkeitsrecht. Wirklich vielversprechend ist dieser Weg nicht.&nbsp;<br><br>Zurzeit wird das Gesundheitsdatennutzungsgesetz vielerorts diskutiert. Es hat zum Ziel, Gesundheitsdaten für Wissenschaft und Forschung verfügbarer zu machen. Es wird hoffentlich einige Hürden abräumen. Ob die im Gesetz enthaltenen Veränderungen ausreichen, zeitnah eine deutlich bessere Datengrundlage bereitzustellen, ist noch offen – darf aber stark bezweifelt werden. Es spiegelt die Wirklichkeit der aktuellen Versorgungslandschaft nur unzureichend wider. Wie schon so oft sieht das Gesetz als klassischen Leistungserbringer ein Landkrankenhaus in eigener Trägerschaft vor. Der Datenschatz eines Gesundheitsdienstleisters wie Sana mit 120 Gesundheitseinrichtungen, davon 44 Kliniken, wird dabei außeracht gelassen. Das Gesetz ist gut gemeint, aber leider viel zu kurz gesprungen. Eine vergebene Chance.&nbsp;</p>]]></description><category><![CDATA[uk-hol,Gastbeitrag,Meisheit,Bernd Christoph Meisheit]]></category>
            <pubDate>Thu, 12 Oct 2023 09:59:06 +0200</pubDate>
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                        <title>Digitale Transformation braucht ein neues Denken</title>
                        <link>https://www.sana.de/newsroom/digitale-transformation-braucht-ein-neues-denken/</link>
                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/digitale-transformation-braucht-ein-neues-denken/</guid><pp:caseid>568971</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><span style="background-color:white;">Die&nbsp;digitale Transformation&nbsp;wird unsere Zukunft nachhaltig verändern, die Gesundheitsversorgung und Arbeitswelt maßgeblich beeinflussen.&nbsp;Darüber schreibt hier der Geschäftsführer der Sana Change it!, Bernd Christoph Meisheit.</span></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/a012c772-c8e1-45ce-bff7-7cf89517e808/1920_bernd-christoph-meisheit.jpg?10000"><p><span style="background-color:white;">Die&nbsp;digitale Transformation&nbsp;wird unsere Zukunft nachhaltig verändern, die Gesundheitsversorgung und Arbeitswelt maßgeblich beeinflussen. Diese Veränderung bedeutet nicht nur einen technologischen Wandel – die Patientinnen und Patienten und Mitarbeitenden müssen bei diesem Prozess im Mittelpunkt stehen. Erst die Etablierung eines umfassenden Digital Mindsets über alle Abteilungen eines Unternehmens hinweg macht eine erfolgreiche Transformation möglich.</span></p><p><span style="background-color:white;">Viele Krankenhäuser können mit dem digitalen Wandel nicht Schritt halten, weil die Verantwortlichen den Fokus auf die Technologie legen und die Umsetzung an die IT-Abteilungen delegieren. Die eigentliche Frage, welche Angebote die aktuellen Bedürfnisse der Patienten und Beschäftigten befriedigen, spielt dabei leider keine Rolle. Auch die interne Organisationsstruktur und die Unternehmenskultur sind oft nicht Teil der Veränderungsprozesse – obwohl beide entscheidend sind für Erfolg oder Misserfolg.&nbsp;</span></p><p><span style="background-color:white;">Ursache für eine gescheiterte digitale Transformation ist oft die falsche oder fehlende Einstellung. Die digitale Transformation muss als Chance und nicht als Risiko wahrgenommen werden. Das Digital Mindset beschreibt die Offenheit und Neugier gegenüber neuen Technologien, Versorgungs- und Geschäftsprozessen und Managementansätzen. Die Innovationskraft der Mitarbeitenden spielt dabei eine entscheidende Rolle. Um die digitale Transformation umzusetzen, müssen die Beschäftigten motiviert werden, querzudenken, den Status quo infrage zu stellen, neue Ansätze und Ideen einzubringen. Etablierte Prozesse und Strategien müssen kritisch hinterfragt werden. Argumente wie „das haben wir schon immer so gemacht“ sollten der Vergangenheit angehören.</span></p><p><span style="background-color:white;">Fehlt die Bereitschaft für eine digitale Denkweise, erkennen die Mitarbeitenden keine Vorteile für sich selbst. Im Gegenteil: Sie haben Angst um ihren eigenen Job und vor der Zukunft. Wichtige und zielführende Verbesserungsideen der Experten werden dann die Ausnahme bleiben. Gründe für eine fehlende Einbindung und Begeisterung der Mitarbeiter sind oft traditionelle, streng hierarchische Führungs- und Organisationsstrukturen sowie eine fehlende Kommunikationsstrategie und Transparenz.</span></p><p><span style="background-color:white;">Die Verantwortlichen und Entscheider stehen bei der digitalen Transformation in der Pflicht, einen kulturellen Wandel zu vollziehen. Sie müssen den Wandel vorleben. Damit einher geht der Abbau von hierarchischen Entscheidungsstrukturen. Notwendig ist auch eine Unternehmenskultur, in der offen mit Fehlern umgegangen und ein Scheitern als selbstverständlicher Schritt im Entwicklungsprozess gesehen wird. Ebenso wichtig ist das Aufbrechen etablierter Silos. Gerade in vielen Krankenhäusern mangelt es an einer ausgeprägten Kollaborations- und Kommunikationskultur.</span></p><p><span style="background-color:white;">Digitale Transformation in den Kliniken erfordert von allem Mut, Beweglichkeit und eine offene Haltung gegenüber Veränderungen. Vorgesetzte und Mitarbeitende müssen die Chance ergreifen, neue Erfahrungen zu sammeln, etwas Neues zu lernen und gemeinsam die Zukunft zu gestalten. Jeder muss dabei Verantwortung übernehmen. Wenn das gelingt, sind wir gut aufgestellt für die digitale Zukunft.</span></p><p><span style="background-color:white;"><i>Der Autor ist Geschäftsführer der Sana change it! GmbH.</i></span></p><p><span style="background-color:white;"><i>Der Beitrag ist zuerst im Magazin f&w - führen und wirtschaften im Krankenhaus im April 2023 erschienen.</i></span></p><p><i>Bernd Christoph Meisheit verantwortete seit 2009 als Geschäftsführer der Sana IT Services GmbH die IT der Sana Kliniken AG. Seit 2023 ist er Geschäftsführer der Sana change it! GmbH und ist unter anderem für die Bereiche Demand Management, Business Process Management und Project Management zuständig. In seinen vorherigen beruflichen Positionen war Herr Meisheit CIO der Deutschen Malteser und IT-Leiter am Flughafen Köln/Bonn. Er ist in der Bundesfachkommission Digital Health des Deutschen Wirtschaftsrates und im Fachausschuss Daten-Information und Kommunikation der Deutschen Krankenhausgesellschaft tätig.</i></p>]]></description><category><![CDATA[Gastbeitrag,Bernd Christoph Meisheit,Digitalisierung,Transformation,IT,change it,Meisheit]]></category>
            <pubDate>Tue, 11 Apr 2023 19:34:21 +0200</pubDate>
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