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                    <title><![CDATA[Newsroom Sana Kliniken]]></title>
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                    <pubDate>Tue, 23 Jun 2026 15:14:53 +0200</pubDate>
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                        <title>Frauen, Männer, Migräne: Digitale Gesundheitslösungen ermöglichen individuelle Behandlung</title>
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Darüber berichtet ein Forschungsteam im international bekannten Journal&nbsp;<a href="https://practicalneurology.com/diseases-diagnoses/headache-pain/headache-and-digital-health-the-future-of-headache-medicine/32133/" target="_blank">Practical Neurology</a>.&nbsp;</p><p>Für die Dokumentation des Beschwerdeverlaufs gibt es zum Beispiel digitale Fragebögen oder App-basierte Tagebücher. So können Betroffene ihr persönliches Migränemuster differenziert erfassen. Die Kombination aus einfachen digitalen Anwendungen und Verhaltenstherapie ist der Schlüssel zur aktiven Selbsthilfe.&nbsp;</p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/3906d112-d5ad-4c7e-9fec-3e87589cbfa0/1920_250729marcusohlrichluumlbeck.jpg?83195"><p>Marcus Ohlrich, leitender Oberarzt der Klinik für Neurologie der Sana Kliniken Lübeck, erklärt: „Schon einfache digitale Tools können die Versorgungsqualität verbessern und den Zugang zu personalisierter Therapie ermöglichen. Dies ist insbesondere für die jüngeren und technikaffinen Patienten wichtig.“&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><h2>Versorgungslücke bei Männern</h2><p>Neue Studien rücken geschlechtsspezifische Aspekte in den Fokus. Frauen sind zwar häufiger von Migräne betroffen, bei Männern wird die Erkrankung jedoch seltener richtig diagnostiziert und behandelt, wie Experten anlässlich der&nbsp;<a href="https://www.aerztezeitung.de/Medizin/Migraene-bei-Maennern-Wenig-Evidenz-fuer-die-Wirkung-der-Prophylaxe-457203.html" target="_blank">Deutschen Schmerz- und Palliativtage 2025</a> berichteten.&nbsp;</p><p>Das liegt zum einen daran, dass Migräne primär als „Frauenkrankheit“ gilt, was unter Umständen dazu führt, dass bei Männern auftretende Symptome zunächst als andere, schwerwiegende Erkrankungen interpretiert werden, zum Beispiel als Schlaganfall, Hirnhautentzündung oder Gehirntumor.&nbsp;</p><p>Zum anderen schließen viele Studien zur Vorbeugung und Therapie der Migräne kaum männliche Probanden ein. In der Folge gibt es zu wenig wissenschaftliche Belege für die Wirksamkeit der verfügbaren Therapieansätze für Männer.&nbsp;</p><p>„Anders als zum Beispiel in der Schlaganfallmedizin stehen die Frauen im Fokus der Migräneforschung. Wir brauchen daher Studien, die auch Männer einschließen, um die Versorgungslücke zu schließen und eine personalisierte, geschlechtsspezifische Therapie zu ermöglichen“, so Ohlrich.&nbsp;</p><h2>Verhaltenstherapie hat hohen Stellenwert</h2><p>Mit der Bedeutung der Verhaltenstherapie beschäftigte sich ein Forschungsteam aus Spanien und Belgien in einem&nbsp;<a href="https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/ene.16414" target="_blank">Fachbeitrag</a> für das European Journal of Neurology. Die Wissenschaftler heben hervor, dass verhaltenstherapeutische Maßnahmen, zum Beispiel zur Stressbewältigung oder Schlafhygiene, in Kombination mit digitalen Anwendungen besonders wirksam sind.&nbsp;</p><p>Die Autoren plädieren für einen multimodalen, personalisierten Behandlungsansatz, der sowohl biologische als auch psychosoziale Faktoren berücksichtigt. Das kann Marcus Ohlrich bestätigen: „Je besser wir den individuellen Verlauf unserer Patientinnen und Patienten verstehen, desto zielgerichteter können wir die Therapie planen.“</p><h2>Neue Medikamente&nbsp;</h2><p>In den letzten Jahren gab es große Fortschritte in der medikamentösen Behandlung der Migräne. Es wurden neue Medikamentenklassen zugelassen, die vielen Betroffenen helfen können. Insbesondere Patienten, bei denen die bisherigen Therapien keine ausreichende Wirkung gezeigt haben und die weiterhin unter häufigen und schweren Attacken litten, profitieren von den neuen Möglichkeiten.</p><p>Heute stehen dafür verschiedene Medikamente zur Verfügung. Manche werden als Injektion in größeren Abständen (zum Beispiel alle ein bis drei Monate) verabreicht. Dabei handelt es sich um sogenannte monoklonale Antikörper. Andere Mittel, Experten sprechen von Rezeptor-Antagonisten, gibt es in Tablettenform, die Betroffene entweder bei akuten Migräneanfällen oder zur Vorbeugung einnehmen können. Bei starker Übelkeit oder Erbrechen in der akuten Migräne-Attacke ist bei einigen Präparaten auch eine Gabe als Nasenspray möglich.</p><p>Migräne ist eine sehr individuelle Erkrankung, deshalb gibt es keine Standardlösung für alle. Betroffene und der behandelnde Arzt oder die behandelnde Ärztin können gemeinsam entscheiden, welche Therapie am besten zur persönlichen Lebenssituation, dem Alltag und dem Krankheitsverlauf passt.</p><h2>Auf dem Weg zu einem maßgeschneiderten Therapiekonzept</h2><p>Die Forschung ermöglicht ein neues Verständnis der Migräne. Die Medizin entwickelt sich von der symptomatischen Akutversorgung hin zu personalisierter Therapie, die auf die Bedürfnisse des Einzelnen abgestimmt ist. Für Patientinnen und Patienten bedeutet das weniger Schmerzen und mehr Kontrolle über den eigenen Genesungserfolg.</p><p>Im September erschien die neue Patientenleitlinie zur Migräne: <a href="https://hirnstiftung.org/patienten-leitlinien/">Neurologische Patienten-Leitlinien | Deutsche Hirnstiftung</a></p><table><tr><td><h2>Kopfschmerz hat viele Gesichter</h2><p>Die etablierte Klassifikation der Internationale Fachgesellschaft für Kopfschmerzen, die International Headache Society (IHS), umfasst mittlerweile mehr als 200 Kopfschmerzerkrankungen auf über 500 Seiten. Es gibt häufige, auch unter medizinischen Laien gut bekannte Formen, aber auch seltene, spezielle Kopfschmerzvarianten. Vor der zielgerichteten und individuell angepassten Therapie ist eine adäquate Diagnosestellung mit neurologischem Blick erforderlich.</p><p>Bei <strong>primären Kopfschmerzen</strong> handelt es sich um eine eigenständige Erkrankung. Dazu gehört auch die Migräne, die sich typischerweise durch starke einseitige Kopfschmerzen äußert und häufig von weiteren Beschwerden begleitet wird (Übelkeit, Lärm und Lichtempfindlichkeit, Sehstörungen u.v.m.). Weitere Typen sind Spannungskopfschmerzen, Cluster-Kopfschmerz oder eine Trigeminus-Neuralgie.</p><p><strong>Sekundäre Kopfschmerzen</strong> sind ein Symptom einer anderen Erkrankung, zum Beispiel nach Traumata oder bei Infektionen. Diese dürfen nicht übersehen werden. Zudem kann die zu hoch dosierte Einnahme von Schmerzmedikamenten selbst eine Ursache für Kopfschmerzen sein.</p></td></tr></table><p><i>Symbolbild: Canva / Konstantin Postumitenko von Prostockstudio</i></p><p>&nbsp;</p>]]></description><category><![CDATA[Themendienst,uk-hol,Migräne,Schmerz,Luebeck,Neurologie]]></category>
            <pubDate>Mon, 08 Sep 2025 08:19:14 +0200</pubDate>
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                        <title>Unwetter im Gehirn: Was passiert bei einem Migräneanfall?</title>
                        <link>https://www.sana.de/newsroom/unwetter-im-gehirn-was-passiert-bei-einem-migraeneanfall/</link>
                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/unwetter-im-gehirn-was-passiert-bei-einem-migraeneanfall/</guid><pp:caseid>720926</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><strong>Migräne hat viele Facetten. Bei manchen Patienten kündigt sich ein Anfall an, beispielsweise durch Augenflimmern. Bei anderen setzen die unerträglichen Kopfschmerzen hingegen unvermittelt ein. Auch wenn es bekannte Auslöser gibt, können die Betroffenen meist nichts dafür und sind schlichtweg ausgeknockt, weil im Gehirn eine Art Unwetter wütet. Was ist da los?</strong></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/06201590-2581-4043-9c8e-2fe0ed043827/1920_1908-rk-pi-nedelmann-max-060-df-lowres.jpg?72024"><p>Noch in den Siebzigerjahren galt die Migräne häufig als hysterische Erkrankung. Daraus resultierte eine unberechtigte Stigmatisierung der Patienten. Unter Migräne zu leiden, war mit Scham besetzt. Heute ist bekannt, dass die Migräne keine psychische Störung, sondern ein neurologisches Krankheitsbild ist.&nbsp;</p><p>Professor Max Nedelmann, Chefarzt der Abteilung für Neurologie in den Pinneberger Regio Kliniken, erklärt: “Migräne hat körperliche Ursachen und entsteht durch eine vom Nervensystem ausgelöste Entzündungsreaktion.”&nbsp;</p><h2>Botenstoffe überfluten das Gehirn</h2><p>Bei einer Migräne ist der Hirnstamm besonders empfindlich und überreizt. Ähnlich wie eine falsch eingestellte Alarmanlage, die schon bei kleinsten Reizen losgeht. Spezielle Nerven werden aktiv, die in der Nähe der Blutgefäße im Gehirn verlaufen. Sie setzen Stoffe frei, die Entzündungen auslösen, beispielsweise den Botenstoff CGRP (Calcitonin Gene-Related Peptid). Das führt dazu, dass sich die Blutgefäße erweitern und in der Folge der typische Migräneschmerz entsteht.&nbsp;</p><p>Eine Schlüsselrolle in diesem Gehirn-Unwetter spielt der Gesichtsnerv, der Nervus trigeminus. &nbsp;“Bisher kann die Wissenschaft allerdings nicht abschließend beantworten, warum es zu dieser überschießenden Aktivierung des Gehirns kommt”, führt Max Nedelmann aus.&nbsp;</p><h2>Aura-Symptome abklären lassen</h2><p>Ursache für die schweren Beschwerden bei einem Migräneanfall ist die Entzündungskaskade. „Das häufigste Symptom ist der einseitige, pulsierend-pochende Kopfschmerz. Dieser kann entweder alleine auftreten oder in Kombination mit einer vorgelagerten Aura“, sagt der Pinneberger Neurologe. „Eine Aura kann einhergehen mit Sehfeld-, Sensibilitäts- und Sprachstörungen oder einer Kombination daraus. In seltenen Fällen tritt eine Aura ohne nachfolgenden Kopfschmerz auf.“</p><p>Die mit einer Aura verbundenen Symptome sind zum Teil auch bei Schlaganfällen typisch. Menschen, die solche Beschwerden zum ersten Mal erleben, sollten sich unverzüglich ärztlich untersuchen lassen beziehungsweise den Rettungsdienst rufen. Sollte es sich nicht um eine Migräne, sondern um einen Schlaganfall handeln, zählt jede Minute.&nbsp;</p><h2>Genetische Veranlagung</h2><p>Viele Migränepatienten haben eine genetische Veranlagung, die sie anfälliger macht. Dabei wird nicht nur die Veranlagung zur Migräne vererbt, sondern auch die spezifische Art und die Schwere der Migräne. Für die Migräne mit Aura konnte auch ein erhöhtes Risiko für Schlaganfälle nachgewiesen werden, und zwar unabhängig von weiteren Risikofaktoren wie Bluthochdruck oder Rauchen.</p><p>Der Körper von Migränepatienten reagiert überempfindlich auf Reize, beispielsweise Licht, Lärm, Stress oder bestimmte Nahrungsmittel. Die Nervenzellen verbrauchen in solchen Situationen mehr Energie als normal. Deshalb spüren viele Betroffene schon vor dem Anfall ein starkes Hungergefühl oder sogar Heißhunger.&nbsp;</p><h2>Lebensstil anpassen</h2><p>Die genetische Veranlagung lässt sich nicht ändern. Trotzdem haben die Betroffenen viele Möglichkeiten, ihre Erkrankung zu lindern: “Patienten können durch Anpassung ihrer Lebensweise schon sehr viel dafür tun, dass sie seltener, mit Glück vielleicht gar nicht mehr, von Migräne heimgesucht werden”, sagt der Neurologe.&nbsp;</p><p>Eine wichtige Stellschraube ist die Ernährung. „Insbesondere der Konsum von fermentierten Lebensmitteln kann die Neigung zu weiteren Migräneattacken fördern“, erklärt Max Nedelmann. „Gereifter Käse, Alkohol und Schokolade können Migräneattacken auslösen. Daher sollten Migränepatienten diese Produkte gegebenenfalls meiden. Ich empfehle meinen Patienten ein Ernährungstagebuch. So kann jeder seine eigenen Essgewohnheiten dokumentieren und langfristig feststellen, welche Nahrungsmittel die Migräneattacken wahrscheinlich befeuern.“</p><p>Die zweite relevante Stellschraube, die jeder Patient und jede Patientin selbst in der Hand hat, ist regelmäßige Bewegung in beschwerdefreien Phasen. “Ausdauersport, möglichst dreimal pro Woche, ist eine gute Maßnahme zur Vorbeugung von Migräne”, sagt der Pinneberger Neurologe. “Zudem tragen ein effektives Stressmanagement und eine gute Schlafqualität zu einem beschwerdeärmeren Leben bei.”&nbsp;</p><p>In vielen Fällen ist jedoch auch eine medikamentöse Behandlung erforderlich, die durch einen Neurologen verordnet und begleitet werden sollte.</p><p>Im September erschien die neue Patientenleitlinie zur Migräne: <a href="https://hirnstiftung.org/patienten-leitlinien/">Neurologische Patienten-Leitlinien | Deutsche Hirnstiftung</a></p>]]></description><category><![CDATA[Themendienst,uk-hol,Migräne,Schmerz,Regio,Neurologie]]></category>
            <pubDate>Mon, 08 Sep 2025 08:18:03 +0200</pubDate>
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                        <title>Chronische Kopfschmerzen und Migräne: Warum werden sie so oft falsch behandelt?</title>
                        <link>https://www.sana.de/newsroom/chronische-kopfschmerzen-und-migraene-warum-werden-sie-so-oft-falsch-behandelt/</link>
                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/chronische-kopfschmerzen-und-migraene-warum-werden-sie-so-oft-falsch-behandelt/</guid><pp:caseid>705359</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><strong>Es pocht, dröhnt und hämmert – Kopfschmerzen kennen die meisten Menschen. Doch die Ursachen sind sehr unterschiedlich. Daher werden Kopfschmerzen in vielen Fällen erst spät richtig diagnostiziert. Zudem nehmen Betroffene häufig in Eigenregie bedenkenlos Schmerzmittel ein. Experten sprechen von „Unterdiagnose“ und „Überbehandlung“ in der Therapie chronischer Kopfschmerzen und Migräne.&nbsp;</strong></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/af01e8fe-b4eb-4213-8e37-3de3b8baa25f/1920_250519klauspost.jpg?12446"><p>Kopfschmerzen sind nicht gleich Kopfschmerzen. Es gibt zahlreiche verschiedene Formen, die in der internationalen&nbsp;<a href="https://ichd-3.org/de/" target="_blank">Klassifikation</a> von Kopfschmerz-Erkrankungen definiert sind. Experten unterscheiden mehr als 200 verschiedene Arten. Die folgende grundlegende Einteilung ist sehr wichtig:</p><ul><li data-list-item-id="ee30db3fe471777cdcf637a8bed3d0685">Kopfschmerzen als eigenständige Erkrankung (primäre Kopfschmerzen), zum Beispiel Migräne, Spannungskopfschmerzen und Clusterkopfschmerzen.</li><li data-list-item-id="e63b622a4a74ffd81f5df66e3969cc82b">Kopfschmerzen als Begleiterscheinung einer anderen Krankheit (sekundäre Kopfschmerzen), zum Beispiel nach Verletzungen oder Infektionen und als Nebenwirkung von Medikamenten.</li></ul><p>Dr. Klaus Post, Chefarzt am Schmerzzentrum der Sana Kliniken Oberfranken in Coburg, erklärt: „Betroffene mit mehr als zehn Kopfschmerztagen, die jeden Monat wiederkehren, sollten sich ärztlich beraten lassen und sich gegebenenfalls in einer spezialisierten Einrichtung wie einer Kopf-/Schmerzambulanz vorstellen. Nur mit der richtigen Diagnose ist eine personalisierte und wirksame Therapieplanung möglich.“</p><h2>Kopfschmerzdokumentation liefert wichtige Hinweise</h2><p>Zur Diagnosestellung erfragt der Arzt oder die Ärztin zunächst die Krankengeschichte und erstellt eine ausführliche Anamnese. Ein Kopfschmerztagebuch – entweder klassisch auf Papier oder digital – ist sehr hilfreich, da es wertvolle Informationen über den Verlauf und die Häufigkeit der Kopfschmerzen liefert.&nbsp;</p><p>Klaus Post sieht Patienten mit chronischen Kopfschmerzen und Migräne regelmäßig in seiner Sprechstunde: „Kopfschmerzen gehören wie Rückenbeschwerden zu den häufigsten chronisch-wiederkehrenden Krankheitsbildern. Etwa elf Prozent der Deutschen leiden an einer Migräne, Frauen sind dabei dreimal häufiger betroffen als Männer, so die <a href="https://www.aerztezeitung.de/Politik/BARMER-Frauen-dreimal-haeufiger-von-Migraene-betroffen-als-Maenner-450849.html" target="_blank">Auswertung</a> des Barmer Instituts für Gesundheitssystemforschung.“ Insbesondere chronische Kopfschmerzen haben erhebliche Auswirkungen auf die Lebensqualität, das soziale Leben und den Beruf.&nbsp;</p><h2>Personalisierte Therapie bei Kopfschmerzen</h2><p>Sobald die richtige Diagnose gestellt ist, können Spezialisten wie Klaus Post einen individuellen Therapieplan erstellen: „Neben der akuten Behandlung von Migräneattacken, können wir Migränekopfschmerzen mittlerweile sehr gut mit Medikamenten vorbeugen“, so der Schmerzexperte aus Coburg. Patientinnen und Patienten sollten sich auch über nicht-medikamentöse Therapieverfahren informieren und ihren Arzt oder ihre Ärztin fragen. Die Wirksamkeit ist teilweise wissenschaftlich sehr gut belegt. „Von Antikörpertherapie bis Yoga – wir setzen das richtige Verfahren zum richtigen Zeitpunkt bei chronischen Kopfschmerzen ein“, erklärt Klaus Post.</p><p>Ein wichtiger Aspekt ist zudem die Analyse des beruflichen Umfeldes. „In Bezug auf die Anforderungen im Job gibt es verschiedene Risikofaktoren“, erklärt der Schmerzexperte, „dazu gehören zum Beispiel Schichtarbeit, häufige Reiseaktivität, ein hoher Lärmpegel, die Arbeit im Großraumbüro sowie langandauerndes Arbeiten am Bildschirm.“ Auch wenn sich nicht alles vermeiden lässt, gibt es in vielen Fällen nach Absprache mit dem Arbeitgeber Möglichkeiten zur Reduzierung der Belastungen.</p><h2>Praktische Tipps für jeden Tag</h2><p>Patienten können jeden Tag selbst etwas zur Vermeidung oder Linderung chronischer Kopfschmerzen und Migräne beitragen. Das sind die wichtigsten Verhaltensweisen:</p><ul><li data-list-item-id="e5597529a1d6818cb6ea84364459693d2">Stress vermeiden und den Umgang mit belastenden Situationen erlernen.</li><li data-list-item-id="e0db1db94689182f0185d23af951619cb">Für einen regelmäßigen Schlaf-/Wach-Rhythmus mit ausreichendem und erholsamen Schlaf sorgen.</li><li data-list-item-id="eecc0a4cfea2ee9736dec1e85e1d44ddc">Regelmäßig im Freien bewegen und moderaten Ausdauersport in den Wochenplan einbauen.</li><li data-list-item-id="e70bf4c4a7544fb769be284abd2395181">Den Arbeitsplatz unter ergonomischen Gesichtspunkten prüfen und verbessern.</li><li data-list-item-id="ec429b54f5976b4ad676d9cac0699a92c">Pausen einlegen und Reizüberflutung insbesondere durch digitale Medien vermeiden.</li><li data-list-item-id="ec6af3b5f73c3a50d2b5d7c36f45b0401">Für eine ausgewogene Ernährung sorgen und Auslöser (Trigger) wie Alkohol, histaminreiche Nahrungsmittel oder Glutamat vermeiden.</li></ul><p><i>Symbolbild: Canva / Ivan S von Pexels</i></p><p>&nbsp;</p>]]></description><category><![CDATA[Themendienst,uk-hol,Coburg,Schmerz,Migräne,Oberfranken,Neurologie,Schmerzmedizin]]></category>
            <pubDate>Wed, 14 May 2025 07:00:00 +0200</pubDate>
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