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                    <pubDate>Sat, 19 Aug 2023 11:58:20 +0200</pubDate>
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                        <title>Doppelanker mit Doppelwirkung</title>
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                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/doppelanker-mit-doppelwirkung/</guid><pp:caseid>584490</pp:caseid><pp:subtitle>Niederlausitzer Chefkardiologe Prof. Dr. Guido Matschuck etabliert neue minimalinvasive Methode für Herz-Insuffizienz-Patienten</pp:subtitle><pp:summary><![CDATA[<p><span>• Neues minimalinvasives Behandlungsverfahren für Herzpatienten in der Niederlausitz etabliert</span></p><p><span>• Doppelanker bietet echte Behandlungsoption für Patienten mit Mitralklappen-Insuffizienz&nbsp;</span></p><p><span>• &nbsp;Langfristige Erleichterung in wenigen Minuten</span></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<h2 style="margin-left:0cm;text-align:start;"><span style="color:#2980b9;">Medizinische Innovation für die Niederlausitz</span></h2><p style="margin-left:0cm;text-align:start;">Minimalinvasive Hilfe auch hohem medizinischen Niveau gibt es jetzt für Herzpatienten in den Sana Kliniken Niederlausitz. Prof. Dr. Guido Matschuck, Chefarzt der Klinik für Kardiologie und Rhythmologie in Senftenberg hat bereits mehrere Patienten mit einer Insuffizienz der Mitralklappe erfolgreich behandelt und ihnen dank eines winzigen Implantats neue Lebensqualität geschenkt. „Wir haben es mit einer Epidemie der Herzschwäche zu tun“, sagt Prof. Dr. Guido Matschuck, der in der Kardiologie zahlreiche Patienten mit verdicktem Herzmuskel, Herzrhythmusstörungen wie Vorhofflimmern, Hypertonie, Funktionsstörungen der Herzklappen sowie koronaren Herzerkrankungen behandelt.</p><h2 style="margin-left:0cm;text-align:start;"><span style="color:#2980b9;"><strong>Minimalinvasive Methode mit Doppelerfolg</strong></span></h2><p style="margin-left:0cm;text-align:start;">Zur Behandlung von Mitralklappen-Insuffizienzen hat der Niederlausitzer Chefkardiologe jetzt erfolgreich eine minimalinvasive Behandlungsmethode an den Sana Kliniken Niederlausitz etabliert. Eine medizinische Innovation für die Niederlausitz. Mit einer winzigen Spezialspange aus einer Platinlegierung konnte Prof. Dr. Guido Matschuck bereits zehn Patienten seit April dieses Jahres erfolgreich behandeln. Mit der neuen Behandlungsmethode, in der Fachsprache Mitralklappen-Anuloraphie genannt, wird nicht nur die Funktionsfähigkeit dieser Herzklappe wiederhergestellt, sondern auch ein Rückumbau des Herzens eingeleitet.<span>&nbsp;</span></p><h2 style="margin-left:0cm;text-align:start;"><span style="color:#2980b9;"><strong>Gefahr von Lungenödemen durch Insuffizienz</strong></span></h2><p style="margin-left:0cm;text-align:start;">Normalerweise sorgt die Mitralklappe zwischen dem linken oberen und dem linken unteren Teil des Herzens dafür, dass das Blut mit jedem Herzschlag ausschließlich vorwärts in den Körper gepumpt wird. „Wenn sie nicht richtig schließt, pumpt sie einen Teil des Blutes rückwärts in den linken Vorhof. Dieser ist ganz dünn und kann das Blut nicht richtig aufnehmen“, schildert der Senftenberger Chefkardiologe das Problem der Mitralklappen-Insuffizienz. So kann es passieren, dass frisch mit Sauerstoff angereichertes Blut wieder zurück in die Lunge gelangt und dort Ödeme verursacht, die zu schwerer Luftnot führen können. „Außerdem muss die linke Herzkammer enorm stark arbeiten, weil ein Teil der Leistung verpufft, wenn das Blut zurück in die Lunge fließt“, erklärt Prof. Dr. Guido Matschuck.<span>&nbsp;</span></p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/ccad4c12-aa0a-4853-9662-f244c2a9a9b9/1920_img-7748.jpeg?10000"><p>&nbsp;</p><p><span>Unter Röntgensicht platziert der Senftenberger Chefkardiologe Prof. Dr. Guido Matschuck einen Doppelanker mit Doppelwirkung. Innerhalb von 30 Minuten kann mit dem neuen innovativen Verfahren Matienten in der Niederlausitz eine echte Erleichterung verschaft werden.</span></p><p><a href="https://www.sana.de/newsroom/asset/ccad4c12-aa0a-4853-9662-f244c2a9a9b9/img-7748/" target="_blank">Download und Copyright</a></p><h2 style="margin-left:0cm;text-align:start;"><span style="color:#2980b9;"><strong>Erfolgskontrolle mit Koronarangiographie</strong></span></h2><p style="margin-left:0cm;text-align:start;">Die Mitralklappen-Anuloraphie mit einer Spange ist für solche Patienten geeignet, bei denen zwar die Mitralklappe an sich noch intakt ist, aber deren Halteapparat zu weit gedehnt ist und dadurch ein richtiges Schließen und Abdichten der Klappe verhindert.<span>&nbsp;</span></p><p style="margin-left:0cm;text-align:start;">Mit der minimalinvasiven Methode der Mitralklappen-Anuloraphie lässt sich das Problem schonend und nahezu schmerzfrei für den Patienten beheben, so Prof. Dr. Guido Matschuck. Der Mediziner nutzt dafür den Sinus coronarius, ein Blutgefäß, das um den Klappenring verläuft und in dem alle Venen des Herzens zusammenfließen. Über einen Zugang über eine große Vene am Hals führt der Kardiologe mit Hilfe eines Katheters eine kleine, filigrane, und nur wenige Millimeter dicke Spange, die einem Doppelanker gleicht, ein. „Der Katheter wird im rechten Vorhof platziert. Von dort aus gelangen wir unkompliziert in den Sinus coronarius. Dieser wird genau vermessen und aus mehr als 60 verschiedenen Größen für jeden Patienten individuell die richtige Spangengröße gewählt“, erläutert der Chefarzt das Verfahren. Dann wird zunächst der Anker, der tief in der Vene sitzt, freigesetzt und danach der Anker, der sich weiter vorn befindet. Indem beide Anker einander angenähert werden, wird auch der Mitralklappenring zusammengezogen, sodass die Segel wieder passen. „Das Implantat verschließt den Sinus coronarius nicht, sondern stützt sich nur an den Wänden ab. Die Vene büßt nichts an Durchlässigkeit ein“, unterstreicht der Chefkardiologe. Gleichzeitig führt ein weiterer Facharzt, der während der Operation ebenfalls im Herzkatheterlabor anwesend ist, eineKoronarangiographie durch. Diese Spezial-Röntgenuntersuchung bildet die Herzkranzgefäße ab und hilft dem Operateur dabei, sicherzustellen, dass der Anker nur den Ring zusammenzieht und keine andere Stelle des Herzens beeinflusst.<span>&nbsp;</span></p><h2 style="margin-left:0cm;text-align:start;"><span style="color:#2980b9;"><strong>Eingriff am offenen Herzen vermeiden</strong></span></h2><p style="margin-left:0cm;text-align:start;">„Das physiologische Prinzip haben wir Kardiologen uns von den Herzchirurgen abgeschaut - ein Chirurg macht oft Ähnliches, indem er einen sogenannten „Carpentier-Ring“ auf den ausgeleierten Mitralklappenring aufsetzt.<span>&nbsp; </span>Das geht allerdings nur mit einer Operation am offenen Herzen – was bei jungen Patienten die erste Wahl bleibt“, so Prof. Dr. Guido Matschuck. Die minimalinvasive Methode, die der Chefarzt an den Sana Kliniken Niederlausitz etabliert hat, ist ohne Altersbeschränkungen und auch für Risikopatienten geeignet, da sie nur eine geringe Belastung mit sich bringt. „Der Eingriff dauert maximal eine Stunde, eher etwa 30 Minuten, und ist für die Patienten sehr schonend, weil es jeweils nur eines kleinen Piks am Handgelenk und am Hals gibt“, betont der Chefarzt, der seit Beginn seiner Tätigkeit in Senftenberg bereits zehn Patienten im Alter zwischen 75 und 82 Jahren mit dieser Methode behandelt hat, für die eine offene Operation jeweils nicht in Frage gekommen wäre. Die Betroffenen wurden zum Teil von ihren Hausärzten in die Kardiologie überwiesen, kamen aber auch zum Teil über die wöchentliche Herzinsuffizienz-Sprechstunde, die Prof. Dr. Guido Matschuck anbietet. In einem Fall wurde die Mitralklappen-Insuffizienz zufällig bei einem Echokardiogramm in der Senftenberger Notaufnahme festgestellt – und das Team der Kardiologie stand dank des erweiterten Leistungsspektrums sofort mit Rat und einem ausklügelten und fachkompetenten Behandlungsplan zur Seite.<span>&nbsp;</span></p><h2 style="margin-left:0cm;text-align:start;"><span style="color:#2980b9;"><strong>Langzeiterfolg nach einem Jahr</strong></span></h2><p><span style="text-align:start;">Die meisten Patienten spüren entweder sofort oder bei der ersten Belastung, etwa dem ersten Aufstehen aus dem Krankenhausbett, eine Verbesserung. „Der Erfolg wird innerhalb eines Jahres immer noch besser. Denn das Implantat arbeitet die ganze Zeit an einem Reverse Remodelling“, sagt der Chefarzt. Durch die ungebührliche Belastung ist das Herz der Patienten umgebaut. Wenn die Spange den Zug vom Klappenring nimmt, kann die Klappe und damit das gesamte Herz wieder normal arbeiten und sich erholen. „Das endgültige Ergebnis sieht man nach einem Jahr“, so Dr. Matschuck. „Ein Doppelanker mit doppeltem Gewinn.“</span></p>]]></description><category><![CDATA[PM,Niederlausitz,Mitralklappe,Herzinsuffizienz,kardiologie,herz,Neue Behandlung]]></category>
            <pubDate>Sat, 19 Aug 2023 11:58:20 +0200</pubDate>
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                        <title>Klappe die Dritte! Behandlung bei Herzklappenerkrankungen</title>
                        <link>https://www.sana.de/newsroom/klappe-die-dritte-behandlung-bei-herzklappenerkrankungen/</link>
                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/klappe-die-dritte-behandlung-bei-herzklappenerkrankungen/</guid><pp:caseid>583956</pp:caseid><pp:subtitle>Warum Patienten mit Herzklappenerkrankungen im Sana-Herzzentrum Cottbus gut aufgehoben sind</pp:subtitle><description><![CDATA[<p><strong>Um zu erklären, warum das Sana-Herzzentrum Cottbus heute eine der besten Kliniken für die Behandlung von defekten Herzklappen ist, müssen wir ein paar Jahre zurückreisen, nach Nordfrankreich. Im April 2002 gelang dem französischen Mediziner Alain Cribier in Rouen erstmals die Implantation einer Herzklappe über die Leistenaterie. Er hatte sich jahrelang auf den Eingriff vorbereitet, der damals in der Fachwelt als sehr gewagt, wenn nicht gar verrückt galt. Doch Cribiers Wagemut zahlte sich aus. Er rettete nicht nur dem damaligen Patienten das Leben, er ermöglichte hochbetagten Patienten erstmals die Chance auf eine neue Herzklappe, die bisher aufgrund ihres altersbedingten hohen OP-Risikos, als nicht behandelbar galten.</strong></p><p><span style="text-align:left;">Das Verfahren, das heute unter dem Kürzel TAVI (siehe Infokasten) bekannt ist, gilt als Goldstandard bei der Aortenklappen-Behandlung von Risikopatienten. Bis zu Alain Cribiers Pionierleistung war ein Ersatz der Herzklappe ausschließlich über einen chirurgischen Eingriff mit Öffnung des Brustkorbs und Einsatz der Herz-Lungen-Maschine möglich. Für hochbetagte Patienten und solche mit schweren Begleiterkrankungen war das Risiko für diese Operation zu groß. Dank des schonenden TAVI-Verfahrens, bei dem die neue Herzklappe über einen Katheter in örtlicher Betäubung eingesetzt wird, kann ihnen nun geholfen werden.</span></p><h3 style="margin-left:0px;text-align:left;">&nbsp;</h3><h2 style="margin-left:0px;text-align:left;"><span style="color:#2980b9;"><strong>Klappe, die erste: Vom Pionier gelernt</strong></span></h2><p style="margin-left:0px;text-align:left;">Den Großteil der TAVIs am Cottbuser Herzzentrum verantwortet Dr. Axel Harnath, Chefarzt der Kardiologie gemeinsam mit Oberarzt Dr. Volker Herwig. 2008 reiste der Chefarzt gemeinsam mit ihm und weiteren Kollegen nach Frankreich, um vom Pionier Alain Cribier das Verfahren zu erlernen. Mit Erfolg: Schon 2010 wurde die erste TAVI am Herzzentrum in Cottbus durchgeführt. „Ich bin stolz darauf, dass ich behaupten kann, die Methode vom Erfinder selbst gelernt zu haben,“ blickt Dr. Axel Harnath, Chefarzt der Kardiologie, zurück. Mittlerweile ist er selbst Lehrer für angehende Mediziner, weist sie in die hohe Kunst der Kardiologie ein. Zudem gibt er seine Expertise national und international auf Kongressen weiter: „Ich bin stolz auf mein gesamtes Team im Sana-Herzzentrum Cottbus, dass wir heute diejenigen sind, die andere interventionelle Kardiologen in der minimalinvasiven Klappentherapie ausbilden. Damit leistet unser interdisziplinäres Team – jeder mit seiner Expertise – zum einen wichtige medizinische Arbeit für die Patienten, die sich bei uns in Cottbus behandeln lassen, gleichzeitig aber auch für Menschen in der gesamten Bundesrepublik.“</p><p><span style="text-align:left;">Da das Herzzentrum zu den führenden Häusern bei der Behandlung von Herzklappenfehlern gehört, kommen immer wieder Kardiologen in die Lausitz, um hier von den Experten zu lernen. Denn es dürfte nur wenige Kliniken in Europa mit mehr Erfahrung geben.&nbsp; Vor wenigen Wochen erfolgte ein besonderes Jubiläum: die 4.000. TAVI-Prozedur. „Dafür gilt mein herzlicher Dank allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die maßgeblich mit dazu beigetragen haben, dass unser Herzzentrum diese tolle Leistung heute erreichen konnte und zurecht zu den Spitzenkliniken in der gesamten Bundesrepublik und sogar europaweit zählt. Meinen herzlichen Glückwunsch dem Team und uns allen. Wieder einmal zeigt sich: Im Sana-Herzzentrum Cottbus sind die Herzen unserer Patienten in den besten Händen!“, gratuliert Geschäftsführerin Jean Franke dem Team. Das Cottbuser Haus ist das einzige zertifizierte TAVI-Zentrum der Lausitz, die nächsten Kliniken mit Zertifizierung finden sich in Berlin und Leipzig. Cottbus war 2016 eines der ersten Häuser bundesweit, das die Zertifizierung erhielt.</span></p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/4f5334dc-425a-47a8-86a2-a7bb442b4ad5/1920_img-99812.jpg?10000"><p><span style="text-align:left;">Das minimalinvasive Verfahren zum Ersatz der größten Herzklappe, der Aortenklappe, das heute unter dem Kürzel TAVI (siehe Infokasten) bekannt ist, gilt als Goldstandard bei der Aortenklappen-Behandlung von Risikopatienten. Mit geübten Handgriffen implantiert das TAVI Team den oftmals Hochrisikopatienten innerhalb weniger Minuten eine neue Hertklappe und sorgt so für schnelle Hilfe bei Herzbeschwerden.&nbsp;</span></p><p><a href="https://content.presspage.com/uploads/2914/4f5334dc-425a-47a8-86a2-a7bb442b4ad5/img-99812.jpg?10000" target="_blank"><span style="text-align:left;">Copyright und Download</span></a></p><h3 style="margin-left:0px;text-align:left;">&nbsp;</h3><h2 style="margin-left:0px;text-align:left;"><span style="color:#2980b9;"><strong>Klappe, die zweite: Jubiläum und Zertifikat</strong></span></h2><p style="margin-left:0px;text-align:left;">Im August dieses Jahres kam eine weitere Auszeichnung durch die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie hinzu: die Zertifizierung als Mitralklappenzentrum. Geschäftsführerin Jean Franke: „Das Zertifikat ist Ausdruck der hohen Qualitätsansprüche und des großen Erfahrungsschatzes unserer Ärzte- und Pflegeteams. Sie alle machen ihre tägliche Arbeit nicht für Zertifikate und Urkunden – aber diese Auszeichnungen sind eine tolle Wertschätzung ihrer Arbeit.“ Die Kriterien der Zertifizierungen seien unheimlich hoch gesteckt, so Franke: „Deshalb freut es mich umso mehr, dass der Zertifizierungsbericht so anerkennend und objektiv ist. Sie alle machen eine wunderbare Arbeit und leisten großartiges für unsere Patienten. Dabei verkörpern sie Tag für Tag, dass multiprofessionelle Teams für unsere Patienten das beste Behandlungsergebnis erreichen.“</p><p style="margin-left:0px;text-align:left;">Neben der Aortenklappe ist die Mitralklappe am häufigsten von einem Defekt betroffen. Bis vor wenigen Jahren war zwingend ein chirurgischer Eingriff notwendig, um eine undichte Mitralklappe zu rekonstruieren. Mittlerweile können ausgewählte Patienten mit dem sogenannten MitraClip-Verfahren versorgt werden. Dabei wird eine zwölf Millimeter kleine Metallklammer über einen Katheter von der Leistenvene zum Herzen geführt und an der undichten Herzklappe befestigt. Die Klammer verbindet die beiden Segel der Mitralklappe so, dass diese wieder richtig schließen. Das Verfahren erfolgt bei schlagendem Herzen. Für das Team um die leitende Oberärztin Dr. Kristin Rochor und Oberarzt Dr. Volker Herwig braucht es daher Fingerspitzengefühl und Erfahrung. Anfang 2022 konnte das Herzteam das 500. Herz mit einem MitraClip versorgen.</p><p style="margin-left:0px;text-align:left;">Das interdisziplinäre Team ist sozusagen das Herzstück der Klappenversorgung. Hier entscheiden Kardiologen, Herzchirurgen und Kardioanästhesisten gemeinsam, welche Behandlung für den Patienten optimal ist. Denn während bei Risikopatienten die interventionelle Versorgung über den Venenzugang der Goldstandard ist, ist für jüngere Patienten oft der chirurgische Ersatz oder die Rekonstruktion der schwächelnden Herzklappe die bessere Wahl.</p><p style="margin-left:0px;text-align:left;">&nbsp;</p><h2 style="margin-left:0px;text-align:left;"><span style="color:#2980b9;"><strong>Für den Ernstfall immer gerüstet</strong></span></h2><p style="margin-left:0px;text-align:left;">Wenn sich erst auf dem OP-Tisch herausstellt, dass zwischen kardiologischem und chirurgischem Eingriff geswitcht werden muss, ist das innerhalb kürzester Zeit möglich. Denn das Herzzentrum verfügt über mittlerweile zwei Hybridsäle mit entsprechender Ausstattung und ist dank hochqualifiziertem und erfahrenem Ärzte- und Pflegeteam jederzeit in der Lage die Methode zum Wohl des Patienten zu ändern. Die Herz-Lungen-Maschine steht für den Notfall bei jeder Prozedur bereit. Die Zusammenarbeit mit OP-Pflege, Kardiotechnik, erfahrenen Echokardiografen und Kardioanästhesisten ist das Erfolgsrezept im Cottbus Herzzentrum.</p><p style="margin-left:0px;text-align:left;">Diese vertrauensvolle Teamarbeit über Fachdisziplinen hinweg und die Bereitschaft, stets neueste medizinische Verfahren auszuprobieren, macht das Sana-Herzzentrum Cottbus zu einem der führenden Häuser der Herzmedizin. Das bestätigen übrigens auch die Patienten selbst. In Online-Foren, erhält das Haus regelmäßig sehr gute Bewertungen, die Weiterempfehlungsrate liegt bei fast 100 Prozent. Erst im Frühjahr hat die Herzchirurgie zum dritten Mal in Folge den Spitzenplatz beim FAZ-Ranking der besten Krankenhäuser Deutschlands erhalten.</p><p style="margin-left:0px;text-align:left;">&nbsp;</p><h2 style="margin-left:0px;text-align:left;"><span style="color:#2980b9;"><strong>Klappe, die dritte: Innovation im Stillen</strong></span></h2><p style="margin-left:0px;text-align:left;">Und von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt hat man am Haus eine weitere medizinische Innovation etabliert. Seit 2021 können über das Clip-Verfahren undichte Trikuspidalklappen versorgt werden. Das Verfahren ist erst vor Kurzem für den regulären Betrieb zugelassen worden. „Wir in Cottbus haben aufgrund unserer langjährigen Erfahrung mit dem MitraClip-System bereits während der Entwicklungsphase die ersten Prozeduren durchführen können“, berichtet Dr. Kristin Rochor. So ist das Sana-Herzzentrum Cottbus heute eines der Krankenhäuser mit der höchsten Kompetenz auf diesem Gebiet.</p><p style="margin-left:0px;text-align:left;">Damit können in der Cottbuser Spezialklinik drei von vier Herzklappen interventionell behandelt werden. Mehr geht nicht. Denn eine Schädigung der vierten Herzklappe – der Pulmonalklappe – ist in der Regel auf einen angeborenen Herzfehler zurückzuführen und wird schon im Kindesalter operiert. Die Behandlung von Kinderherzen allerdings ist neben der Herztransplantation das Einzige, was die Spezialisten in Cottbus den Kollegen mit mehr Erfahrung auf diesem Gebiet überlassen. Als Erwachsener mit Herzklappen-Fehler aber ist man im Herzzentrum in den wohl erfahrensten Händen Brandenburgs.</p><p style="margin-left:0px;text-align:left;">&nbsp;</p><h2 style="margin-left:0px;text-align:left;"><span style="color:#2980b9;"><strong>Zu den Verfahren</strong></span></h2><p style="margin-left:0px;text-align:left;"><span style="color:#00AEC2;"><strong>TAVI: Durch die Hüfte zum Herzen</strong></span></p><p style="margin-left:0px;text-align:left;">Ein undichte (Insuffizienz) oder verengte (Stenose) Herzklappe gehört zu den häufigsten Herzerkrankungen. Ein gängiges Verfahren der interventionellen Kardiologie ist die Transkatheter-Aortenklappenimplantation (TAVI). Unter örtlicher Betäubung und Röntgensicht wird die Ersatzklappe über einen kleinen Zugang an der Leiste durch die Oberschen­kel-Arterie zum Herzen transportiert und in die verkalkte Herzklappe implantiert. Diese schonende OP-Methode erspart hochbetagten Risikopa­tienten eine große, konventionelle Operation, bei der das Brustbein geöffnet werden müsste und der Anschluss an eine Herz-Lungen-Maschine nötig wäre.</p><p style="margin-left:0px;text-align:left;"><span style="color:#00AEC2;"><strong>Dreifach ausgezeichnet: Der Weg zur Zertifizierung</strong></span></p><p style="margin-left:0px;text-align:left;">Bereits drei Prüfverfahren der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie hat das Sana-Herzzentrum Cottbus erfolgreich gemeistert und ist jetzt zertifiziert: als Stätte der Zusatzqualifikation interventionelle Kardiologie, als TAVI-Zentrum und als Mitralklappenzentrum. Die Leitlinien sehen strenge Kriterien und Standards für die Zertifizierung vor, die von unabhängigen Gutachtern vor Ort überprüft werden. Dazu gehören eine Mindestanzahl an jährlichen Eingriffen, ein Herz-Team aus Kardiologen, Herzchirurgen, Spezialisten im Bereich Echokradiographie und Kardioanästhesisten, Erfahrung bei der Behandlung von Risikopatienten und das Vorhandensein eines Hybridsaals. Im jüngsten DGK-Zertifizierungsbericht heißt es über das Herzzentrum anerkennend: „Es gibt im Hause eine Vergleichsweise hohe Zahl befähigter Mitarbeiter mit interventionellen Echokenntnissen. Die interne Qualitätssicherung und Analyse der Interventionsergebnisse ist sehr gut umgesetzt, die präsentierte Krankenhausmortalität des Zentrums ist vergleichsweise niedrig.“</p>]]></description><category><![CDATA[PM,Cottbus,herzmedizin,kardiologie,TAVI,Aortenklappe,Herzzentrum,Mitralklappe,MitraClip,TriClip,Trikuspidalklappe]]></category>
            <pubDate>Sun, 23 Oct 2022 21:32:00 +0200</pubDate>
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                        <title>Einzigartig zwischen Nürnberg, Jena, Leipzig und Berlin</title>
                        <link>https://www.sana.de/newsroom/einzigartig-zwischen-nuernberg-jena-leipzig-und-berlin/</link>
                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/einzigartig-zwischen-nuernberg-jena-leipzig-und-berlin/</guid><pp:caseid>583954</pp:caseid><pp:subtitle>Sana-Herzzentrum Cottbus ist zertifiziertes Mitralklappenzentrum</pp:subtitle><description><![CDATA[<p><span style="text-align:left;">Das Sana-Herzzentrum Cottbus beweist wieder einmal mehr: Hier sind die Herzen der Menschen in den besten Händen, denn ein Herz kann man doch reparieren. Dank der interdisziplinären Teamarbeit und dem ständigen Wunsch nach medizinischer Exzellenz ist dem Heart-Team, so heißt die ärztliche Arbeitsgruppe über alle Fachdisziplinen hinweg im Cottbuser Herzzentrum um die Leitende Oberärztin der Kardiologie Dr. Kristin Rochor und den Oberarzt der Herzchirurgie Dr. Volker Herwig, nun eine besondere Ehre zu Teil geworden.</span></p><p>&nbsp;</p><h2><span style="color:#2980b9;"><span style="text-align:left;">Einzigartiger Spitzenplatz</span></span></h2><p><span style="text-align:left;">Das Sana-Herzzentrum Cottbus ist als einziges Krankenhaus zwischen Nürnberg, Jena, Leipzig und Berlin als Mitralklappenzentrum von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie zertifiziert worden. Mehr als 550 Mal hat das Team aus Kardiologen, Herzchirurgen, Kardioanästhesisten und OP-Pflege eine Mitralklappe inzwischen bereits interventionell versorgt. Und das mit so guten Ergebnissen, dass die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie das Sana-Herzzentrum Cottbus jetzt als Mitralklappen-Zentrum zertifiziert hat.</span></p><p>&nbsp;</p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/fe8edd45-f3c5-407f-97e9-2c6a4a87a350/1920_csm--dsc1800-e32989da55.jpg?10000"><p>&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Die 12 Millimeter große Klammer sorgt dafür, dass die MitralKlappe wieder dicht ist und kein Blut mehr in die Herzkammern zurückfließen kann. So verbessert sich die Lebensqualität für die Betroffenen wieder enorm.</p><p><a href="https://content.presspage.com/uploads/2914/44156056-7965-4025-b982-6cd1093f5ece/-dsc1838.jpg?10000" target="_blank"><span style="text-align:left;">Copyright und Download</span></a></p><p>&nbsp;</p><h2><span style="color:#2980b9;">Zertifizierungsbericht mit großem Lob</span></h2><p><span style="text-align:left;">„</span><em style="text-align:left;"><i>Die interdisziplinäre Komponente, insbesondere die Selektion der Patienten, die Dokumentation der Heart Team Sitzungen, sowie die Durchführung der Eingriffe erscheint vollumfänglich gemäß der Empfehlung der Fachgesellschaft umgesetzt. Die optimale technische Ausstattung des Hybridlabors sowie die räumliche Nähe der Eingriffsräume zu den Intensivstationen sind gegeben. Es gibt im Hause eine Vergleichsweise hohe Zahl befähigter Mitarbeiter mit interventionellen Echokenntnissen. Die interne Qualitätssicherung und Analyse der Interventionsergebnisse ist sehr gut umgesetzt, die präsentierte Krankenhausmortalität des Zentrums ist vergleichsweise niedrig.</i></em><span style="text-align:left;">“</span><br><strong>Zertifizierungsbericht der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie</strong></p><p>&nbsp;</p><h2><span style="color:#2980b9;"><strong>MitraClip oft letzte Rettung</strong></span></h2><p><span style="text-align:left;">Eine undichte Herzklappe, die nicht richtig schließt, führt dazu, dass ein Teil des durchgepumpten Blutes wieder zurückfließt. Wenn das passiert, leiden die Patienten unter Luftnot und Wassereinlagerungen und auch Herzrhythmusstörungen können eine Folge sein. Unbehandelt kann eine solche Klappeninsuffizienz das Herz und andere Organe dauerhaft schädigen. Bis vor wenigen Jahren konnte die Mitralklappe ausschließlich mit einem chirurgischen Eingriff versorgt werden. Heute prüft das Heart-Team gemeinsam, ob Patienten, für die eine Operation der Herzklappe zu riskant wäre, für das noch verhältnismäßig junge MitraClip-Verfahren geeignet sind. Wenn ja, dann kommt ein 12 Millimeter kleiner Metallclip zum Einsatz, der von der Leistenvene zum Herzen geführt und an der undichten Herzklappe befestigt wird. Die Klammer verbindet die beiden Segel der Mitralklappe so, dass diese wieder richtig schließt.</span></p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/4c911ff5-3303-44b2-8699-fa140718cc23/1920_csm--dsc1346-dab25f724b.jpg?10000"><h3 style="margin-left:0px;text-align:left;">&nbsp;</h3><h2 style="margin-left:0px;text-align:left;"><span style="color:#2980b9;"><strong>Interventioneller Klappenersatz vs. chirurgische Versorgung</strong></span></h2><p style="margin-left:0px;text-align:left;">Bis vor wenigen Jahren konnte die Mitralklappe ausschließlich mit einem chirurgischen Eingriff versorgt werden. Und auch heute werden Mitralklappenerkrankungen vorrangig durch die Herzchirurgen versorgt. Dabei nutzt das Herzzentrum sowohl das minimalinvasive Verfahren mit einem kleinen Zugang am seitlichen Brustkorb, als auch den Eingriff am offenen Thorax. „Bei diesen Eingriffen müssen wir das Herz für einige Zeit stilllegen und den Kreislauf über die Herz-Lungen-Maschine führen. Gerade bei hochbetagten Patienten oder bei Menschen mit stark geschwächtem Herzen birgt die Operation ein erhöhtes Risiko in sich“, erklärt Oberarzt Dr. Volker Herwig. Er hat sich als Herzchirurg auf die interventionelle Therapie von Klappenerkrankungen spezialisiert und arbeitet im Team der Kardiologie eng mit der Leitenden Oberärztin Dr. Kristin Rochor zusammen.&nbsp;</p><p style="margin-left:0px;text-align:left;">Da das interventionelle Verfahren schonend bei schlagendem Herzen erfolgt, ist es für manche Patienten die letzte Hoffnung. „Die MitraClip-Patienten sind handverlesen“, erläutert die erfahrene Kardiologin Dr. Kristin Rochor. „Die kleine Metallklammer bringt den Erkrankten Lebensqualität zurück. Sie können ihren Alltag wieder bewältigen, wieder Treppen steigen, ohne außer Atem zu geraten.“</p>]]></description><category><![CDATA[PM,Cottbus,MitraClip,Mitralklappe,Herzklappenersatz,interventionelle Kardiologie,Herzzentrum]]></category>
            <pubDate>Mon, 08 Aug 2022 20:18:00 +0200</pubDate>
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