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                    <title><![CDATA[Newsroom Sana Kliniken]]></title>
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                    <lastBuildDate>Mon, 07 Sep 2026 23:31:53 +0200</lastBuildDate>
                    <pubDate>Tue, 23 Jun 2026 15:16:26 +0200</pubDate>
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                        <title><![CDATA[Newsroom Sana Kliniken]]></title>
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                        <title>Zu viel, zu wenig, genau richtig: Was Patienten über Schmerzmittel wissen sollten</title>
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                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/zu-viel-zu-wenig-genau-richtig-was-patienten-ueber-schmerzmittel-wissen-sollten/</guid><pp:caseid>745188</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p style="text-align:justify;"><strong>Schmerz muss man nicht aushalten! Wir räumen mit fünf häufigen Vorurteilen über Schmerzmedikamente auf. Unsere Experten ordnen Risiken und Nutzen ein, erklären Irrtümer zu Wirkungseintritt sowie Einnahme und zeigen, warum fachgerechte, ärztlich gesteuerte Therapie Nebenwirkungen reduziert und Chronifizierung vorbeugen kann.</strong></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<h2 style="text-align:justify;"><span>Die fünf größten Vorurteile über Schmerzmedikamente</span></h2><p style="text-align:justify;"><span><strong>Schmerz muss man aushalten</strong></span></p><p style="text-align:justify;"><span>Die "Augen-zu-und-durch"-Haltung ist weit verbreitet, aber medizinisch problematisch. Unbehandelte oder falsch therapierte Schmerzen können chronisch werden. Es steigt das Risiko, dass sich ein Schmerzgedächtnis ausprägt. Das hat zur Folge, dass Schmerzen mittel- und langfristig zunehmen oder häufiger auftreten. Bei Rückenschmerzen können Schmerzen unter anderem auch zu kompensatorischen Muskelverspannungen führen, wodurch Schmerzrezeptoren in der Muskulatur selbst gereizt werden und so den Schmerz unterhalten – ein Teufelskreis ensteht. Schmerzmittel helfen, genau diesen zu unterbrechen beziehungsweise zu beenden.</span></p><p style="text-align:justify;"><span><strong>Medikamente sind nur bei starken Schmerzen sinnvoll</strong></span></p><p style="text-align:justify;"><span>Das stimmt so nicht, denn auch bei anhaltenden und sich verstärkenden Schmerzen sind Medikamente sinnvoll.&nbsp;Viele Probleme entstehen durch Irrtümer über Wirkungseintritt, Wirkzeit, Einnahmefrequenz und Risiken. Genau hier hilft fachgerechte Beratung. Sie verhindert Fehleinnahmen, Unter- oder Überdosierung und damit unnötige Nebenwirkungen oder unzureichende Schmerzkontrolle.</span></p><p style="text-align:justify;"><span><strong>Nebenwirkungen sind stark und schlecht in den Griff zu bekommen</strong></span></p><p style="text-align:justify;"><span>Übelkeit, Erbrechen oder Verstopfung sind mögliche&nbsp;Begleiterscheinungen, die beachtet werden müssen. Solche Nebenwirkungen lassen sich aber oft sehr gut beherrschen, wenn die Therapie gut gesteuert ist, beispielsweise durch:</span></p><ul><li data-list-item-id="e49920563a1b120a5dc2de846fa33e05f"><p style="text-align:justify;"><span>Einnahme nach Uhrzeit und Plan anstatt nur bei Bedarf,</span></p></li><li data-list-item-id="e2187e8058a3a16851b4153726118b495"><p style="text-align:justify;"><span>Begleitmedikation (z. B. gegen Übelkeit oder zur Vorbeugung von Verstopfung) sowie</span></p></li><li data-list-item-id="e5199fef79c3a0b9160ec6566958086df"><p style="text-align:justify;"><span>Monitoring und gegebenenfalls&nbsp;Anpassungen der Medikamente.</span></p></li></ul><p style="text-align:justify;"><span><strong>Schmerzmittel machen schnell abhängig, vor allem Opioide</strong></span></p><p style="text-align:justify;"><span>Bei Opioiden besteht eine Suchtgefahr, das ist richtig. Bei fachlich korrekter Anwendung, das heißt klare Indikation, richtige Dosierung und Kontrolle, ist das Risiko jedoch in der Regel gering und beherrschbar. Entscheidend ist, dass die Einnahme ärztlich verordnet und kontrolliert wird.</span></p><p style="text-align:justify;"><span><strong>Man gewöhnt sich sehr schnell daran</strong></span></p><p style="text-align:justify;"><span>Der sogenannte Gewöhnungseffekt (Toleranz) wird häufig überschätzt. Er kann auftreten, insbesondere bei Opioiden, aber meist nur in begrenztem Umfang. Gerade deshalb ist eine korrekte, ärztlich gesteuerte Anwendung zentral, inklusive regelmäßiger Überprüfung. Braucht es das Medikament noch? In welcher Dosis? Gibt es Alternativen?</span></p><h2 style="text-align:justify;"><span>Alternativen und ihre Grenzen</span></h2><p style="text-align:justify;"><span>Viele Beschwerden lassen sich sinnvoll begleitend oder, je nach Ursache, auch primär ohne Medikamente und schwerpunktmäßig mit aktiven Maßnahmen angehen, die zu einer Steigerung der Selbstwirksamkeit beitragen, zum Beispiel:</span></p><ul><li data-list-item-id="e5cd25b6d72d682ccdf6c48fefe77f587"><p style="text-align:justify;"><span>Physiotherapie und gezielte Übungen</span></p></li><li data-list-item-id="e3db708cb78e0c8d3e90519f623be20ac"><p style="text-align:justify;"><span>regelmäßige Bewegung, angepasst an die individuelle Belastbarkeit</span></p></li><li data-list-item-id="e4a96d59021d69bc72d21ea7ece0f29c5"><p style="text-align:justify;"><span>Entspannungsverfahren, wie Atemtechniken, Meditation, etc.</span></p></li><li data-list-item-id="ef010ef759c78a32023481bc65b9944bc"><p style="text-align:justify;"><span>antientzündliche Ernährung, Verzicht auf Alkohol und Nikotin</span></p></li></ul><p style="text-align:justify;"><span>Passive Maßnahmen können unterstützend hilfreich sein, jedoch nicht alleine, sondern in Kombination mit aktiver Therapie:</span></p><ul><li data-list-item-id="e0b43cf7f06365d3d0acea4e9f838ec68"><p style="text-align:justify;"><span>Wärme- und Kälteanwendungen</span></p></li><li data-list-item-id="e839177e22bb04cf27afdd8bf7ef27134"><p style="text-align:justify;"><span>je nach Indikation Akupunktur oder Kinesiotaping</span></p></li></ul><p style="text-align:justify;"><span>Ein wichtiger Grundsatz dabei: Bevor man „nur Alternativen“ ausprobiert oder Medikamente grundsätzlich ablehnt, braucht es bei anhaltenden oder starken Beschwerden eine fundierte Anamnese und körperliche Untersuchung, um ernsthafte Ursachen auszuschließen. Darüber hinaus kann es sinnvoll sein, zumindest vorübergehend Medikamente einzusetzen. Entscheidend sind die richtige Dosierung und ärztliche Begleitung.</span></p><p style="text-align:justify;"><span>Viel Diskussion gibt es auch zum Einsatz von Cannabis als Alternative zur Therapie von Schmerzen. Vor einem leichtfertigen Einsatz von Cannabinoiden ist ausdrücklich zu warnen. Sie kommen nur für sehr wenige Patienten überhaupt infrage und können lediglich für Einzelfälle nach strenger Indikationsstellung durch einen Arzt oder eine Ärztin verordnet werden. Weitere Informationen finden Interessierte zum Beispiel bei der </span><a href="https://www.schmerzgesellschaft.de/topnavi/patienteninformationen/aktuelles/cannabis-in-der-schmerzbehandlung" target="_blank"><span>Deutschen Schmerzgesellschaft e.V.&nbsp;</span></a></p><h2 style="text-align:justify;"><span>Warum ist ein „zu viel“ nicht gut?</span></h2><p style="text-align:justify;"><span>Ein Übermaß oder Fehlgebrauch von Schmerzmedikamenten kann mehr schaden als helfen. Die Risiken reichen von direkten Organschäden bis zur Verschlimmerung der Schmerzen, zum Beispiel:</span></p><ul><li data-list-item-id="e4d7dff0f9430d2835c064d8c580a612a"><p style="text-align:justify;"><span>Opiatinduzierte Hyperalgesie: Bei Über- oder Fehlgebrauch können Opioide paradoxerweise die Schmerzempfindlichkeit erhöhen.</span></p></li><li data-list-item-id="e359f3c3da25c7554f62dbcd40fff9279"><p style="text-align:justify;"><span>Übergebrauchskopfschmerz: Bei Migräne kann die häufige Einnahme bestimmter Schmerzmittel Kopfschmerzen mit verursachen beziehungsweise verstärken.</span></p></li><li data-list-item-id="e1f3707652470f8e7c4a33184751f25d1"><p style="text-align:justify;"><span>Organschäden: Häufig sind Nieren und Leber betroffen, beispielsweise bei unkritischer, häufiger Einnahme von NSAR (nicht steroidale Antirheumatika).</span></p></li></ul><p style="text-align:justify;"><span>Die weit verbreitete Einschätzung „Viel hilft viel“ gilt bei Schmerzmitteln nicht. Wirksam und sicher ist meist die kleinste sinnvolle Dosis für die passende Dauer, mit klarer und ärztlich gesteuerter Behandlungsstrategie.</span></p><h2 style="text-align:justify;"><span>Was ist das Problem am „zu wenig“?</span></h2><p style="text-align:justify;"><span>Zu wenig oder falsch behandelte Schmerzen können chronifizieren. Besonders riskant sind:</span></p><ul><li data-list-item-id="e5f97d67a53b6fcb4f1d2f19a866fc596"><p style="text-align:justify;"><span>Verzicht aus Angst oder</span></p></li><li data-list-item-id="e5f328cd0822f2afa545719737345f6e8"><p style="text-align:justify;"><span>Fehleinnahme beziehungsweise Unterdosierung („nur halb“, „nur selten“, „ich halte noch durch“)</span></p></li></ul><p style="text-align:justify;"><span>Anhaltende Schmerzen fördern die Ausbildung eines Schmerzgedächtnisses und machen eine spätere Behandlung oft schwieriger und langwieriger.</span></p><h2 style="text-align:justify;"><span>Warum kommt es zu den Extremen?</span></h2><p style="text-align:justify;"><span>Das eine Extrem ist der Griff zur Schmerztablette schon bei milden Beschwerden. Zu den typischen Treibern, oft auch eine Kombination daraus, gehören:</span></p><ul><li data-list-item-id="e403ad8b823eeee54bdd4cddea6ba6fac"><p style="text-align:justify;"><span>Zeitdruck und Leistungsgesellschaft: Viele sind der Meinung, in jeder Situation funktionieren zu müssen. Für Diagnostik, Physiotherapie und regenerative Maßnahmen ist keine Zeit.</span></p></li><li data-list-item-id="ebfab60dcc939e4e176dc540002956b7d"><p style="text-align:justify;"><span>Schnelle Verfügbarkeit: Insbesondere frei verkäufliche Schmerzmittel, sogenannte Over-the-Counter-Präparate, sind jederzeit und niederschwellig zu bekommen.</span></p></li><li data-list-item-id="efd62b48d33d45b91f4e9a493df633a3a"><p style="text-align:justify;"><span>Verharmlosung: Sehr häufig gehen Menschen auch davon aus, dass frei verkäufliche Präparate harmlos sind und keine negativen Effekte haben können.</span></p></li><li data-list-item-id="e6d4c3f7f20bbfb9495376f501cb278c4"><p style="text-align:justify;"><span>Informationsdefizite: Das Unwissen über Alternativen oder falsche Erwartungen an „die eine Tablette“ ist weit verbreitet. Die Gesundheitskompetenz vieler Menschen ist gering, häufig in Kombination mit einem niedrigen Bildungsniveau.</span></p></li><li data-list-item-id="e8f8f41a4dbd82adec8771215572f0d95"><p style="text-align:justify;"><span>Stress und psychische Belastung: niedrigere Schmerztoleranz, mehr Anspannung, schlechter Schlaf.</span></p></li><li data-list-item-id="e8a21bcff1091d30eb075addb26fac372"><p style="text-align:justify;"><span>Angst vor Arbeitsplatzverlust oder Ausfallzeiten: Symptome werden durch die Tablette einfach schnell „wegorganisiert“.</span></p></li></ul><p style="text-align:justify;"><span>Zum anderen Extrem gehören Menschen, die Schmerzmedikamente vollständig ablehnen. Häufige Gründe für dieses Verhalten:</span></p><ul><li data-list-item-id="e506ab1c38e905695c95b5e8fc60203a0"><p style="text-align:justify;"><span>Angst vor Abhängigkeit, die pauschal auf alle Schmerzmittel übertragen wird,</span></p></li><li data-list-item-id="e4a976595271c7738f273a1695352249b"><p style="text-align:justify;"><span>Durchhalte-Ideal,</span></p></li><li data-list-item-id="e2ba3a8cc5af017c130cc7cdc01efb66a"><p style="text-align:justify;"><span>Schlechte Erfahrungen im Umfeld,</span></p></li><li data-list-item-id="ecf7d133b9c23fe929e850792017ad8ee"><p style="text-align:justify;"><span>Sorge vor Nebenwirkungen,</span></p></li><li data-list-item-id="e1316ba1a51408a346ee7b634760ffd0f"><p style="text-align:justify;"><span>Misstrauen gegenüber „Chemie“ und</span></p></li><li data-list-item-id="ecac2b8b46fabf6cd2adbc24709d136ba"><p style="text-align:justify;"><span>Wunsch nach „natürlichen“ Lösungen.</span></p></li></ul><p style="text-align:justify;"><span>Beide Extreme sind kontraproduktiv und können zu Nebenwirkungen sowie zur Schmerzchronifizierung beitragen. Einen wichtigen Orientierungsrahmen gibt die </span><a href="https://www.schmerzgesellschaft.de/patienteninformationen/medizinische-schmerzbehandlung/schmerzmittel-und-ihre-gefahren" target="_blank"><span>Deutsche Schmerzgesellschaft</span></a><span>. Eine ärztlich abgestimmte Einnahme von Schmerzmitteln ist in der Regel nicht mit Abhängigkeit oder schweren Nebenwirkungen verbunden.</span></p><p style="text-align:justify;"><span><strong>Lesetipp: </strong></span><a href="https://www.sana.de/newsroom/rueckenschmerzen-fuenf-gruende-die-einer-erfolgreichen-behandlung-oft-im-weg-stehen/" target="_blank"><span>Rückenschmerzen: Fünf Gründe, die einer erfolgreichen Behandlung oft im Weg stehen</span></a></p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/0e6b4c0f-aca7-4c99-941a-15644f586d83/1920_ll-20150611-roensch-quer.jpg?67684"><p><span><strong>Unsere Experten für Ihre Berichterstattung</strong></span></p><p><span><strong>Dr. med. Brigitte Rönsch</strong></span></p><p><span>Fachärztin für Allgemeinmedizin, Anästhesiologie,&nbsp;Schmerztherapie und Palliativmedizin der Sana Kliniken Landkreis Leipzig</span></p><p><a href="https://www.sana.de/newsroom/asset/0e6b4c0f-aca7-4c99-941a-15644f586d83/ll-20150611-roensch-quer/" target="_blank">Download und Copyright</a></p><p>&nbsp;</p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/2dac5dd7-9814-4578-9553-dd706b26adfe/1920_260302sebastiankatscher.jpg?99913"><p><span><strong>Dr. med. Sebastian Katscher</strong></span></p><p><span>Chefarzt Interdisziplinäres Wirbelsäulenzentrum und Neurotraumatologie der Sana Kliniken Landkreis Leipzig</span></p><p><a href="https://www.sana.de/newsroom/asset/2dac5dd7-9814-4578-9553-dd706b26adfe/260302sebastiankatscher/" target="_blank">Download und Copyright</a></p><p>&nbsp;</p><p><strong>Der Aktionstag gegen den Schmerz am 2. Juni bietet einen aktuellen Anlass für Ihre Berichterstattung, das Thema ist aber auch darüber hinaus von Interesse.</strong></p><p><strong>Weitere Presseinformationen zu Medizin- und Gesundheitsthemen finden Sie in unseren&nbsp;</strong><a href="https://www.sana.de/newsroom#pp-headline-7503274" target="_blank"><strong><u>Media Kits</u></strong></a>.</p><p>Haben Sie spezielle Fragen oder Wünsche?&nbsp;<br>Gerne stellen wir den Kontakt zu unseren Spezialisten her.</p><p><i>Symbolbild: Canva / R_Type von Getty Images</i></p>]]></description><category><![CDATA[Themendienst,uk-hol,Schmerz,Schmerzmedizin,Borna]]></category>
            <pubDate>Tue, 19 May 2026 08:40:19 +0200</pubDate>
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                        <title>Mit Virtual Reality das Schmerzgedächtnis durchbrechen</title>
                        <link>https://www.sana.de/newsroom/mit-virtual-reality-das-schmerzgedaechtnis-durchbrechen/</link>
                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/mit-virtual-reality-das-schmerzgedaechtnis-durchbrechen/</guid><pp:caseid>745203</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p style="text-align:justify;"><strong>Chronische Schmerzen sind für viele Menschen ein ständiger Begleiter und beeinflussen Schlaf, Stimmung, Leistungsfähigkeit sowie soziale Teilhabe. Betroffene geraten häufig in einen Teufelskreis. Wer Schmerzen erwartet, bewegt sich weniger, wird unsicherer und verliert Kraft. Die Folge: Der Schmerz wird immer präsenter, ein Schmerzgedächtnis entsteht. Genau hier setzen neue digitale Ansätze an.</strong></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p style="text-align:justify;">Wissenschaftlichen Übersichtsarbeiten und Studien zeigen, dass Virtual Reality (VR) als vielversprechender Baustein in der Schmerztherapie gilt. Insbesondere wenn es um Alltagstauglichkeit, Motivation und das Zurückgewinnen von Kontrolle geht. Die immersive Technologie bekämpft chronische Schmerzen dort, wo sie sich verfestigt haben: im Schmerzgedächtnis des Gehirns. Indem Patienten in virtuellen Welten Bewegung ohne Schmerz erleben, lässt sich das Schmerzgedächtnis schrittweise abbauen. Die neu erlernten positiven Erfahrungen „überschreiben" quasi die alten Schmerzmuster. Der Schmerz wird dadurch weniger präsent – ein regelrechtes „Aha-Erlebnis" für viele Betroffene.&nbsp;</p><h2 style="text-align:justify;">Mehr als einfache Ablenkung</h2><p style="text-align:justify;">VR ist nicht einfach „Unterhaltung mit Brille“. Richtig eingesetzt kann VR den Betroffenen helfen, Stress und Anspannung zu senken, Angst vor Bewegung zu reduzieren und belastende Gedankenspiralen zu unterbrechen. Der große Praxisvorteil ist, dass VR eine Veränderung wirklich erlebbar macht. Patientinnen und Patienten müssen nicht nur „wissen“, dass Entspannung oder Bewegung hilfreich sind, sie können es durch VR direkt erfahren. Genau diesen Punkt bringt Dr. Klaus Post, Chefarzt der Schmerztagesklinik am Sana Klinikum Coburg, auf den Punkt: „Viele unserer Patientinnen und Patienten brauchen nicht noch eine Erklärung, warum sie Schmerzen haben. Sie brauchen die Erfahrung, dass sie wieder handlungsfähig sind. VR kann genau diese Erfahrung als ergänzender Baustein zur multimodalen Schmerztherapie ermöglichen.“</p><h2 style="text-align:justify;">Raus aus der Angstspirale</h2><p style="text-align:justify;">Gerade bei chronischen Rückenbeschwerden und muskuloskelettalen Schmerzen ist häufig nicht allein die Schmerzstärke ausschlaggebend, sondern die Frage: Traue ich meinem Körper noch? Viele Betroffene entwickeln aus Vorsicht eine Bewegungsangst und meiden Belastung. Das ist kurzfristig logisch, langfristig aber oft problematisch, weil Kraft, Kondition und Vertrauen weiter abnehmen.</p><p style="text-align:justify;">VR kann hier wie ein „geschützter Trainingsraum“ wirken. Übungen werden angeleitet, Fortschritte sind sichtbar, und die Aufmerksamkeit liegt auf einer konkreten Aufgabe statt auf der Sorge, etwas zu verschlimmern. Entscheidend ist, dass neue positive Erfahrungen möglich werden, und zwar ohne Überforderung.&nbsp;</p><p style="text-align:justify;">Miriam Andrea Müller, Trainingstherapieleiterin der Coburger Tagesklinik, beschreibt den Nutzen: „Der große Vorteil ist, dass wir sichere Bewegungserlebnisse schaffen können, ohne die Patienten zu überfordern. Das hilft, Angst abzubauen und vorrangig den Transfer in den Alltag zu erleichtern.“ Studien und Übersichtsarbeiten zeigen, dass VR nicht nur Schmerzen senken kann, sondern vor allem die Verbesserung von Funktion, Aktivität und Bewegungssicherheit unterstützt. Für Betroffene ist das häufig der entscheidende Effekt: wieder einkaufen können, wieder besser schlafen, wieder mehr Alltagsaufgaben schaffen.</p><h2 style="text-align:justify;">Weniger Grübeln, mehr mentale Entlastung</h2><p style="text-align:justify;">Chronische Schmerzen sind eine Dauerbelastung, sowohl körperlich als auch psychisch. Viele Betroffene berichten von Gedankenschleifen: „Was, wenn es schlimmer wird?“ „Was, wenn ich damit leben muss?“ Solche Muster verstärken Stress, rauben Energie und machen den Schmerz im Kopf noch präsenter. VR setzt an dieser Stelle praktisch an, denn sie kann Aufmerksamkeit bündeln und beruhigend wirken, etwa über Entspannung, Atemübungen, Achtsamkeit oder geführte Stressreduktion.&nbsp;</p><p style="text-align:justify;">Übersichtsarbeiten und Studien deuten darauf hin, dass VR auch negative Gedankenspiralen rund um den Schmerz günstig beeinflussen kann. Für Patientinnen und Patienten ist der Nutzen dabei sehr konkret. Wenn Anspannung sinkt, fällt es vielen leichter, wieder aktiv zu werden und andere Therapiebausteine zu absolvieren. Es geht weniger um „Hightech“, sondern um ein Werkzeug, das unterstützt, den Alltag besser zu bewältigen, die Selbstwirksamkeit steigert und Zuversicht vermittelt.&nbsp;</p><h2 style="text-align:justify;">Naturerlebnisse können Stress reduzieren</h2><p style="text-align:justify;">Zeit in der Natur kann beruhigen und Stress reduzieren. Doch gerade Menschen mit stark beeinträchtigenden chronischen Schmerzen haben oft große Hürden, regelmäßig in die Natur zu kommen. Eingeschränkte Mobilität, Entfernung, Kosten oder Erschöpfung bremsen aus. Immersive VR-Naturszenen können diese Barrieren überbrücken, indem sie Naturerlebnisse in die Klinik oder nach Hause bringen. Aus Studien ist bekannt, dass solche Anwendungen Entspannung fördern und Patientinnen und Patienten ein zusätzliches Werkzeug für die Selbststeuerung geben können, beispielsweise um abends besser zur Ruhe zu kommen oder Stressspitzen im Alltag abzufangen.</p><h2 style="text-align:justify;">Praxisbeispiel: VR-Schmerztherapie am Sana Klinikum Coburg</h2><p style="text-align:justify;">Wie VR in der Versorgung eingesetzt werden kann, zeigt die Schmerztagesklinik am Sana Klinikum Coburg. Dort wird VR als Baustein in einer fünfwöchigen ambulanten Schmerztherapie angeboten. Ziel ist, Patientinnen und Patienten neue, positive Erfahrungen zu ermöglichen und sie Schritt für Schritt wieder handlungsfähiger zu machen.</p><p style="text-align:justify;">Dr. Post erklärt: „Mit der VR-Therapie geben wir unseren Patienten ein effizientes Werkzeug an die Hand, um aus dem Teufelskreis chronischer Schmerzen auszubrechen. Das Besondere: Patienten erleben unmittelbar, dass schmerzfreie Bewegung möglich ist – und dieser Moment der Erkenntnis verändert alles. Das Gehirn lernt neu, kann etablierte Erfahrungen mit Neuen überschreiben und genau das ist der Schlüssel zu nachhaltigem Erfolg in der Schmerztherapie.“</p><p style="text-align:justify;">In der Regel ist VR gut verträglich, einzelne Patientinnen und Patienten können jedoch empfindlich reagieren, zum Beispiel mit Motion Sickness. Dann wird die VR-Anwendung angepasst oder es kommen andere Therapieoptionen zum Einsatz. VR ist somit kein Ersatz, sondern eine sinnvolle Ergänzung innerhalb eines multimodalen Programms.</p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/f70ed87f-925e-4412-bbef-23e1dbc8e32c/1920_260513vr-therapiebeichronischenschmerzen3.jpeg?87720"><p><i>Trainingstherapeutin Miriam Andrea Müller und die Patientin wählen das Setting für die VR-Therapie aus.</i></p><p><a href="https://www.sana.de/newsroom/asset/f70ed87f-925e-4412-bbef-23e1dbc8e32c/260513vr-therapiebeichronischenschmerzen3/" target="_blank">Download und Copyright</a></p><p>&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/ddcf0af8-21eb-462e-a88b-9e667c432521/1920_260513vr-therapiebeichronischenschmerzen2.jpeg?11571"><p><i>Durch den Einsatz von VR können Patienten positive Erfahrungen machen und wieder handlungsfähig werden.</i></p><p><a href="https://www.sana.de/newsroom/asset/ddcf0af8-21eb-462e-a88b-9e667c432521/260513vr-therapiebeichronischenschmerzen2/" target="_blank">Download und Copyright</a></p><p>&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/af01e8fe-b4eb-4213-8e37-3de3b8baa25f/1920_250519klauspost.jpg?12446"><p><span><strong>Unsere Experten für Ihre Berichterstattung</strong></span></p><p><strong>Dr. med. Klaus Post</strong></p><p>Chefarzt am Schmerzzentrum der Sana Kliniken Oberfranken in Coburg</p><p><a href="https://www.sana.de/newsroom/asset/af01e8fe-b4eb-4213-8e37-3de3b8baa25f/250519klauspost/" target="_blank">Download und Copyright</a></p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/0a046dac-4d72-48dd-9650-9c45722721ab/1920_260513miriamandreamuumlller.jpeg?12561"><p><strong>Miriam Andrea Müller</strong></p><p>Trainingstherapieleiterin der Coburger Tagesklinik</p><p><a href="https://www.sana.de/newsroom/asset/0a046dac-4d72-48dd-9650-9c45722721ab/260513miriamandreamuumlller/" target="_blank">Download und Copyright</a></p><p><strong>Der Aktionstag gegen den Schmerz am 2. Juni bietet einen aktuellen Anlass für Ihre Berichterstattung, das Thema ist aber auch darüber hinaus von Interesse.</strong></p><p><strong>Weitere Presseinformationen zu Medizin- und Gesundheitsthemen finden Sie in unseren&nbsp;</strong><a href="https://www.sana.de/newsroom#pp-headline-7503274" target="_blank"><strong><u>Media Kits</u></strong></a>.</p><p>Haben Sie spezielle Fragen oder Wünsche?&nbsp;<br>Gerne stellen wir den Kontakt zu unseren Spezialisten her.</p>]]></description><category><![CDATA[Themendienst,uk-hol,Schmerz,Schmerzmedizin,Oberfranken]]></category>
            <pubDate>Tue, 19 May 2026 08:34:04 +0200</pubDate>
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                        <title>Im Notfall zählt jede Minute: Sana stärkt vernetzte Schlaganfallversorgung</title>
                        <link>https://www.sana.de/newsroom/im-notfall-zaehlt-jede-minute-sana-staerkt-vernetzte-schlaganfallversorgung/</link>
                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/im-notfall-zaehlt-jede-minute-sana-staerkt-vernetzte-schlaganfallversorgung/</guid><pp:caseid>742325</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><strong>Europa stärkt die Schlaganfallstrategie und Sana setzt sie vor Ort um. Im Landkreis Leipzig etabliert sich ein Netzwerk aus Erstversorgung, Telemedizin sowie Stroke Unit und sorgt damit für schnelle, spezialisierte Hilfe auch in ländlichen Regionen.</strong></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p>Im Januar 2026 wurde der Stroke Action Plan for Europe (SAP‑E 2018–2030) überprüft und weiterentwickelt. Dahinter steht ein europaweites Konsortium aus Fachleuten und Patientenvertretungen. Die Ziele sind nicht nur medizinisch, sondern auch gesellschaftlich hochrelevant: Schlaganfälle verhindern, Folgeschäden reduzieren und die Versorgung gerechter gestalten.</p><p>Denn ein Schlaganfall ist weit mehr als ein akuter Notfall. Er gehört zu den häufigsten Ursachen für bleibende Behinderung und ist eine der führenden Ursachen für vorzeitige Todesfälle im höheren Alter. Der SAP‑E setzt daher an zwei entscheidenden Stellen an:</p><ul><li data-list-item-id="ef16d74d8b3c0a520f99da51341cb963a">Vorsorge: Risiken senken, Schlaganfälle verhindern, Informationsangebote für die Öffentlichkeit schaffen</li><li data-list-item-id="ecf461e0adf4efa8116528ccd891b0500">Versorgungskette: schnelle, spezialisierte Behandlung im Notfall sowie konsequente Rehabilitation und Nachsorge</li></ul><h2>Vorsorge</h2><p>Viele Schlaganfälle sind vermeidbar, wenn Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Vorhofflimmern, Diabetes, Fettstoffwechselstörungen, Rauchen und Bewegungsmangel früh erkannt und konsequent behandelt werden. Prävention bleibt oft „unsichtbar“, weil man den verhinderten Schlaganfall nicht sieht. Für Familien ist sie jedoch ganz konkret: weniger Pflegebedürftigkeit, mehr Selbstständigkeit und mehr Lebensqualität.</p><h2>Versorgungskette</h2><p>Treten aber Symptome auf, muss die Versorgung schnell und spezialisiert greifen. Die Einweisung muss notfallmäßig über den Rettungsdienst, möglichst in einer spezialisierten Klinik mit zertifizierter Stroke Unit erfolgen. Als Zielmarke gilt, dass mindestens 90 Prozent der Patientinnen und Patienten in der ersten Versorgungsstufe in einer Stroke Unit behandelt werden sollen. Diese organisierte Spezialversorgung reduziert nachweislich Komplikationen und erhöht die Chance, nach einem Schlaganfall wieder selbstständig zu werden.</p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/db7aa27f-e22b-4daa-b2d4-6cb77929f864/1920_ll-2019086-reinshagen-alexander-quer1copyrobinkunz.jpg?52023"><h2>Best Practice: Netzwerk im Landkreis Leipzig</h2><p>Im Landkreis Leipzig ist der Netzwerkansatz bei Sana bereits gelebte Realität. In den vergangenen Monaten ist hier eine interdisziplinäre, neuromedizinische Versorgungsstruktur zusammengewachsen, die wohnortnahe Erstversorgung, Telemedizin und spezialisierte Stroke‑Unit‑Behandlung so verbindet, dass Patientinnen und Patienten auch in ländlicheren Regionen schneller die passende Therapie erhalten.</p><p>Dr. med. Alexander Reinshagen, Facharzt für Neurologie, Chefarzt der Klinik für Neurologie der Sana Klinken Landkreis Leipzig, erklärt: „Der Aktionsplan thematisiert einen sehr grundlegenden Aspekt. Eine effektive Schlaganfallversorgung darf keine Frage der Postleitzahl sein. Schnelle Diagnostik und die Behandlung in einer Stroke Unit müssen aus einer Hand funktionieren, sonst verlieren wir Zeit und Chancen für die bestmögliche Versorgung unserer Patienten.“</p><p><i>Symbolbild: Canva / Accountanz</i></p>]]></description><category><![CDATA[Themendienst,uk-hol,Neurologie]]></category>
            <pubDate>Mon, 20 Apr 2026 11:27:05 +0200</pubDate>
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                        <title>Stroke Unit, Reha, Nachsorge: Das Netzwerk fängt die Folgen auf</title>
                        <link>https://www.sana.de/newsroom/stroke-unit-reha-nachsorge-das-netzwerk-faengt-die-folgen-auf/</link>
                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/stroke-unit-reha-nachsorge-das-netzwerk-faengt-die-folgen-auf/</guid><pp:caseid>742328</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><strong>Stroke Units bündeln Monitoring, Komplikationsprävention sowie Ursachenabklärung und stellen frühzeitig die Weichen für Rehabilitation und Nachsorge. Ziel des Stroke Action Plan for Europe: Mindestens 90 Prozent der Betroffenen sollen zuerst in einer Stroke Unit behandelt werden.</strong></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p>Eine Stroke Unit ist eine spezialisierte Behandlungseinheit für Menschen mit Schlaganfall. Hier arbeiten rund um die Uhr erfahrene Ärztinnen und Ärzte, darüber hinaus haben die Pflegekräfte eine Zusatzqualifikation zur sogenannten “Stroke Nurse”. Auch das Therapeutenteam ist auf die Behandlung der Symptome eines Schlaganfalls, wie Schluckstörungen und den Umgang mit akut aufgetretenen kognitiven Störungen, spezialisiert.&nbsp;</p><p>Weiter entscheidend sind die technische Ausstattung und die organisierte Struktur: Ein eingespieltes Team, klar definierte Abläufe und eine Versorgung, die rund um die Uhr darauf ausgerichtet ist, Komplikationen zu vermeiden, Ursachen zu klären und die nächsten Schritte frühzeitig zu planen. Für Betroffene und Angehörige bedeutet das vor allem Sicherheit, Tempo und Orientierung in einer Situation, in der jede Minute und jede Entscheidung zählt.</p><h2>Bausteine für eine erfolgreiche Therapie</h2><p>Auf einer zertifizierten Stroke Unit stehen rund um die Uhr Spezialisten aus allen erforderlichen Fachdisziplinen zur Verfügung, die ein Gerinnsel in einer Hirnarterie mittels Katheter schonend entfernen und so den blockierten Blutfluss schnellstmöglich wiederherstellen können.</p><p>In der Stroke Unit greifen also mehrere Bausteine ineinander. Dazu gehören engmaschiges Monitoring, die Prävention von Komplikationen, Arbeiten in interdisziplinären Teams und frühzeitige Therapie.</p><p><strong>Engmaschiges Monitoring:</strong> Vitalwerte und neurologischer Status werden regelmäßig und strukturiert überprüft. Verschlechterungen werden dadurch früh erkannt – und das Team kann schneller gegensteuern.</p><p><strong>Komplikationsprävention:</strong> Ein wesentlicher Teil der Schlaganfallmedizin ist, typische Risiken aktiv zu reduzieren – etwa durch frühzeitige Diagnostik und Therapie bei Schluckstörungen, Maßnahmen zur Infektions- und Thromboseprophylaxe sowie ein sicheres Mobilisationskonzept.</p><p><strong>Interdisziplinäres Arbeiten:</strong> Neurologie, Radiologie, Kardiologie und – je nach Befund – weitere Fachdisziplinen arbeiten in definierten Prozessen zusammen. Das reduziert Reibungsverluste und beschleunigt Entscheidungen.</p><p><strong>Frühe Therapie:</strong> Physio‑, Ergo‑ und Logopädie beginnen, sobald es medizinisch möglich ist. Das unterstützt Funktionen, beugt Folgeschäden vor und hilft, alltagsrelevante Einschränkungen früh zu erkennen.</p><h2>Ursachen klären, Rückfälle verhindern</h2><p>Ein zentraler Mehrwert der Stroke Unit ist die schnelle und konsequente Ursachenabklärung. Denn erst wenn klar ist, warum es zum Schlaganfall gekommen ist, lässt sich das Risiko für weitere Ereignisse wirksam senken. Entsprechend werden typische Auslöser systematisch geprüft:</p><ul><li data-list-item-id="e8f69c0f55d78a32a4c4203b0cfbf74f9">Herz und Herzrhythmus: Abklärung von Herzrhythmusstörungen, die Blutgerinnsel begünstigen können.</li><li data-list-item-id="e41c1a08fd097b16c6d7f5aa42446d75b">Gefäße: Untersuchung der hirnversorgenden Arterien, um Engstellen oder andere relevante Veränderungen zu erkennen.</li><li data-list-item-id="e90ee1f02ab9a1185eefe188761a22985">Gerinnung und individuelle Risiken: Je nach Konstellation werden Gerinnung, Begleiterkrankungen und Risikofaktoren bewertet – als Grundlage für eine passgenaue Sekundärprävention.</li><li data-list-item-id="e6db26d9a6402ba8c49d19cac0faa37df">Präventionsplan: Blutdruck, Blutzucker, Blutfette und Lebensstilfaktoren werden nicht nur angesprochen, sondern in einen konkreten, nachvollziehbaren Plan überführt.</li></ul><p>So wird aus der Akutversorgung ein präventives Gesamtpaket, das nicht nur stabilisiert, sondern auch Rezidive verhindert.</p><h2>Die Weichen stellen</h2><p>Die Stroke Unit organisiert den Behandlungsprozess entlang einer klaren Linie. In der Akutphase schnell und effektiv reagieren, Risiken senken, Frührehabilitation starten und die Überleitung in Rehabilitation und Nachsorge strukturiert vorbereiten. Gerade diese Übergänge sind entscheidend, damit wichtige Maßnahmen nicht „zwischen den Sektoren“ verloren gehen und Betroffene möglichst viel Selbstständigkeit zurückgewinnen.</p><p>Dr. med. Alexander Reinshagen, Facharzt für Neurologie und Chefarzt der Klinik für Neurologie der Sana Kliniken Landkreis Leipzig, erklärt: „Die Stroke Unit verhindert nicht nur Komplikationen. Sie stellt die Weichen für alle wichtigen Schritte im Behandlungsprozess. Wir müssen die Ursachen finden, Rezidive verhindern und den Rehaprozess einleiten. Dann haben die Patienten die besten Erfolgsaussichten.“</p><p>Im Landkreisverbund ist daher nicht nur die Akutversorgung wichtig, sondern auch das, was danach kommt. Dazu gehören geregelte Übergänge, gemeinsame Fallbesprechungen, Rückverlegungsoptionen und ein Qualitätsmonitoring, das die Versorgung anhand des Behandlungserfolges messbar macht. Denn Qualität zeigt sich nicht in Strukturmerkmalen, sondern darin, ob Menschen nach einem Schlaganfall wieder selbstständig leben können.</p><h2>Europäische Zielmarke: 90 Prozent in die Stroke Unit</h2><p>Der kürzlich weiterentwickelte Stroke Action Plan for Europe (SAP‑E 2018–2030) setzt hier eine klare Zielmarke. Mindestens 90 Prozent der Betroffenen sollen als erste Versorgungsstufe in einer Stroke Unit behandelt werden. Dies reduziert nachweislich Komplikationen, verringert Behinderung und verbessert die Behandlungsergebnisse. Das Netzwerk rund um die Sana Kliniken im Landkreis Leipzig trägt maßgeblich zu diesem Ziel bei.</p>]]></description><category><![CDATA[Themendienst,uk-hol,Neurologie]]></category>
            <pubDate>Mon, 20 Apr 2026 11:25:08 +0200</pubDate>
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                        <title>Stille Gefahr: Untypische Symptome bei Schlaganfall</title>
                        <link>https://www.sana.de/newsroom/stille-gefahr-untypische-symptome-bei-schlaganfall/</link>
                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/stille-gefahr-untypische-symptome-bei-schlaganfall/</guid><pp:caseid>742326</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><strong>BE‑FAST ergänzt den FAST‑Test um die Punkte Balance und Eyes. Damit wird deutlich, dass auch akut auftretende Sehstörungen oder Schwindel Ausdruck eines Schlaganfalls sein können. Ein Fallbeispiel zeigt: Trotz fehlender Lähmung oder Sprachstörung kann ein Infarkt im hinteren Stromgebiet durch ein spezialisiertes Netzwerk rechtzeitig erkannt und behandelt werden.&nbsp;</strong></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/d1031de0-83b2-4ef6-949c-94f469f245ed/1920_240510-visualbefastschlaganfall.jpg?10000"><p>Viele Menschen kennen noch den FAST‑Test: Face, Arm, Speech, Time. Diese einfache Prüfung bleibt wichtig, aber sie ist nicht vollständig. Gerade Schlaganfälle im hinteren Stromgebiet beginnen häufig ungewöhnlich, mit Sehstörungen, Schwindel oder Koordinationsproblemen. Darum wird international zunehmend der BE‑FAST‑Ansatz empfohlen: Balance, Eyes, Face, Arm, Speech, Time.</p><p>Das ist mehr als eine Merkhilfe, es ist eine Lebensversicherung. Denn wenn sich Sehen oder Gleichgewicht plötzlich verändern, wird der Schlaganfall häufig nicht erkannt oder unterschätzt.</p><p>Dr. med. Alexander Reinshagen, Facharzt für Neurologie, Chefarzt der Klinik für Neurologie der Sana Klinken Landkreis Leipzig kennt das Problem aus der Praxis: “Viele warten erst einmal ab oder fahren sogar noch selbst mit dem Auto in die Klinik. Aber: Time is brain! Dieser Merksatz ist nach wie vor aktuell. Wer den Rettungsdienst ruft, und auch den Verdacht auf einen Schlaganfall äußert, bringt die Versorgungskette in Gang, inklusive Voranmeldung in der Spezialklinik, schneller Bildgebung und Zugang zur spezialisierten Versorgung. Das rettet im Ernstfall Leben.”</p><p>Wie wichtig schnelles Handeln ist, zeigt der Fall eines 56-jährigen Patienten.&nbsp;</p><h2>Unterschätzer Vorbote: Sehstörung</h2><p>Als Herr K. sich am Abend gegen 22 Uhr nach dem Fernsehen ins Bett legte, war noch alles in Ordnung. Um 2:00 Uhr nachts wurde der 56-Jährige plötzlich wach und stellte fest, dass er nicht mehr richtig sehen konnte, alles rechts im Raum nahm er nicht mehr wahr. Auch wenn sich Unbehagen ausbreitete, hatte Herr K. den Ernst der Lage noch nicht erkannt. Vor der Fahrt in die Klinik ging er sogar noch einmal unter die Dusche. Nur durch die engagierte Reaktion der Ehefrau, die darauf bestanden hatte, ihren Mann trotz Fehlen der klassischen Symptome eines Schlaganfalls mit dem Auto in die Klinik zu fahren, ließ sich Schlimmeres verhindern.</p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/756c0346-0ee0-4732-8470-73ff7c759347/1920_260410patientmitaumlrztin.jpg?78597"><p>In dieser Nacht stellte sich der 56-jährige Patient somit wegen einer plötzlichen Sehstörung in der Klinik vor. Typische Schlaganfallsymptome wie Lähmungen oder Sprachstörungen fehlten. Auch sein Alter sprach nicht für einen Verdacht auf Hirninfarkt. Aufgrund der versierten Anamnese und Untersuchung in der erstversorgenden Klinik wurde der Patient trotz zunächst unauffälliger Bildgebung im Sinn eines Schlaganfalls behandelt und am Folgemorgen umgehend in die überregionale Stroke Unit des Verbundes im Schwerpunktversorgungskrankenhaus Borna verlegt. Die Diagnose: Hirninfarkt im hinteren Stromgebiet.&nbsp;</p><p>Als wahrscheinliche Ursache für den Schlaganfall wurde ein sogenanntes offenes Foramen ovale identifiziert. Dabei handelt es sich um ein kleines Loch zwischen dem linken und rechten Vorhof des Herzens. Dadurch können Blutgerinnsel aus dem Venensystem leicht in das Arteriensystem und von dort ins Gehirn wandern und ein Gefäß blockieren.&nbsp;</p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/db7aa27f-e22b-4daa-b2d4-6cb77929f864/1920_ll-2019086-reinshagen-alexander-quer1copyrobinkunz.jpg?52023"><p>Den Neurologen war schnell klar, dass auch Gedächtnis und Aufmerksamkeit bei dem Patienten betroffen waren. Neue Dinge konnte sich der Patient nicht merken, Erinnerungen aus der Zeit vor dem Schlaganfall waren jedoch nicht beeinträchtigt. Experten sprechen bei diesen Symptomen von einer anterograden Amnesie. Auch diese Einschränkung gehört nicht zu den klassischen Symptomen eines Schlaganfalls. Daher wirken die Betroffenen für Außenstehende „fast wie immer“, doch im Alltag können solche Probleme zu enormen Einschränkungen führen. Im Netzwerk stehen für Betroffene mit neuropsychologischen Problemen ebenfalls Spezialisten bereit und können sofort eine effektive Therapie veranlassen.</p><h2>Stark im Team</h2><p>Bei Fällen wie diesen zeigt sich der große Vorteil des Netzwerks rund um die Sana Kliniken im Landkreis Leipzig. Durch die schnelle Reaktion der Eheau und die professionelle Diagnose und Therapie bei den Spezialisten im Netzwerk ist die Prognose für Herrn K. sehr gut: “Ich gehe davon aus, dass unser Patient nach der Rehabilitation im Alltag wieder selbstständig zurechtkommt und die kognitive Störung sich durch die neuropsychologische Therapie zurückbilden wird”, so Alexander Reinshagen.</p>]]></description><category><![CDATA[Themendienst,uk-hol,Neurologie]]></category>
            <pubDate>Mon, 20 Apr 2026 11:25:00 +0200</pubDate>
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                        <title>Warum Muskeln auch das Herz schützen</title>
                        <link>https://www.sana.de/newsroom/warum-muskeln-auch-das-herz-schuetzen/</link>
                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/warum-muskeln-auch-das-herz-schuetzen/</guid><pp:caseid>740498</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><strong>Muskelkraft spielt eine entscheidende Rolle für die Genesung im Krankenhaus – auch für Herzpatienten. Schon kurze Phasen eingeschränkter Mobilität können zu einem Muskelabbau führen und das Risiko für Komplikationen erhöhen. Warum Bewegung und Krafttraining genauso wichtig sind wie Medikamente, erklärt Kardiologe Professor Timm Bauer.</strong></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p>Bei einem Krankenhausaufenthalt denken viele zunächst an aufwendige Untersuchungen, Operationen oder eine medikamentöse Behandlung. Ein entscheidender Faktor für die Genesung wird dabei oft übersehen: die eigene Muskelkraft. Professor Timm Bauer, Chefarzt der Klinik für Kardiologie, Internistische Intensivmedizin und Allgemeine Innere Medizin am Sana Klinikum Offenbach, hat dieses Problem fast täglich vor Augen: “Schon kurze Phasen der Immobilisation im Krankenhausbett können die Muskulatur schwächen. Dies verlangsamt den Genesungsprozess und erhöht das Risiko für Komplikationen.” Zudem weisen viele ältere Menschen schon vor dem Krankenhausaufenthalt einen übermäßigen und krankhaften Verlust an Muskelmasse und -kraft auf. Der Fachbegriff hierfür ist Sarkopenie.</p><h2>Wenig Muskeln, hohes Risiko</h2><p>Studien zeigen, dass Menschen mit niedriger Muskelmasse ein höheres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, schwere Komplikationen nach Operationen und sogar eine erhöhte Sterblichkeit haben. “Selbst jüngere Erwachsene können durch längere Immobilität Muskeln verlieren”, so der Experte. “Und das führt zu einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes und einer Verzögerung der Rekonvaleszenz."&nbsp;</p><p>Unsere Muskeln sind nicht nur für Bewegung wichtig, sondern wirken wie ein Schutzschild für Herz, Stoffwechsel und das Immunsystem. Sie helfen, den Blutdruck zu regulieren, die Blutfettwerte zu verbessern und entzündliche Prozesse im Körper zu senken. Wer Muskeln verliert, hat ein höheres Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall sowie Arteriosklerose, das heißt Gefäßverengung und -verkalkungen.</p><h2>Auch Herzpatienten brauchen Krafttraining</h2><p>Der Mythos, dass Krafttraining für Herzpatienten zu riskant sei, hält sich hartnäckig. Das führt dazu, dass viele Patienten sich schonen und genau das Gegenteil bewirken. Sie schützen ihr Herz nicht, sie schwächen es weiter durch zusätzliche Immobilität. Timm Bauer erklärt: “Natürlich reden wir hier nicht sofort von hoch-intensivem Training im Fitnessstudio. Ich empfehle meinen Patienten, zunächst mit regelmäßigen Kräftigungsübungen unter ärztlicher Kontrolle und mit professioneller Anleitung zu beginnen. Später ist dann auch oftmals ein klassisches Krafttraining möglich.”</p><h2>Medikamente alleine reichen nicht aus</h2><p>Für viele Patienten sind die kleinen oder großen Pillen immer noch der Weg zu einem gesunden Herzen. Auch wenn die medikamentöse Behandlung sehr wichtig ist, reicht sie für langfristige Effekte alleine nicht aus. “Das erkläre ich meinen Patienten immer wieder, denn das wissen die meisten nicht. Nur in Kombination mit ausreichender Bewegung und regelmäßigen Übungen zur Kräftigung der Muskulatur können wir optimale Effekte in Bezug auf Leistungsfähigkeit sowie Lebensqualität und -erwartung erreichen.”</p><h2>Kleine Schritte, große Wirkung</h2><p>Daher ist es schon im Krankenhaus wichtig, durch dosierte und angeleitete Übungen die Muskelkraft zu erhalten. Forschungsergebnisse belegen, dass regelmäßige, moderate Bewegung selbst bei älteren oder geschwächten Patienten den Muskelabbau verzögern, die Genesung nach Operationen verbessern und das Risiko für Stürze senken kann. Selbst kurze Übungen mehrmals täglich haben nachweislich positive Effekte auf Blutdruck, Blutzucker und Cholesterinwerte. Timm Bauer legt daher viel Wert auf Physiotherapie: “Meinen Patienten verordne ich meist schon sehr frühzeitig Physiotherapie, insbesondere zur Förderung beziehungsweise Erhalt von Kraft und Beweglichkeit. Je eher die Patienten wieder aufstehen und gehen können, umso besser. Schon der tägliche, kurze Spaziergang auf dem Stationsflur kann den Unterschied machen.”</p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/06c6fc95-2263-46d9-89cc-7dc5fddf33cf/1920_professortimmbauer.jpg?29558"><p><strong>Unser Experte für Ihre Berichterstattung</strong></p><p><strong>Professor Dr. med. Timm Bauer</strong></p><p>Chefarzt der Klinik für Kardiologie, Internistische Intensivmedizin und Allgemeine Innere Medizin am Sana Klinikum Offenbach</p><p><a href="https://www.sana.de/newsroom/asset/06c6fc95-2263-46d9-89cc-7dc5fddf33cf/professortimmbauer/" target="_blank">Download und Copyright</a></p><p style="margin-left:0px;text-align:left;"><span style="margin:0px;"><strong>Weitere Presseinformationen zu Medizin- und Gesundheitsthemen finden Sie in unseren&nbsp;</strong></span><a href="https://www.sana.de/newsroom#pp-headline-7503274"><span style="margin:0px;"><strong><u>Media Kits</u></strong></span></a><span style="margin:0px;">.</span></p><p><i>Symbolbild: Canva / filadendron von Getty Images Signature</i></p>]]></description><category><![CDATA[Themendienst,uk-hol,kardiologie]]></category>
            <pubDate>Mon, 30 Mar 2026 09:30:00 +0200</pubDate>
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                        <title>Depression verstehen: Ein multiprofessioneller Blick auf eine komplexe Erkrankung</title>
                        <link>https://www.sana.de/newsroom/depression-verstehen-ein-multiprofessioneller-blick-auf-eine-komplexe-erkrankung/</link>
                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/depression-verstehen-ein-multiprofessioneller-blick-auf-eine-komplexe-erkrankung/</guid><pp:caseid>734577</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><strong>Depression stellt das Gesundheitssystem vor große Herausforderungen. Eine patientenzentrierte Versorgung im Netzwerk bündelt viele Perspektiven, verbindet ambulante und stationäre Angebote, stärkt die Zusammenarbeit der Berufsgruppen und macht Gesundheitsnetzwerke zu einem entscheidenden Lösungsansatz.</strong></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p><strong>Gerne unterstützen wir Sie bei weiterführenden Recherchen, koordinieren auf Wunsch Experten-Statements oder stellen für ein Interview den Kontakt zu unseren Spezialisten her.</strong></p><p>&nbsp;</p><h2><span>Früherkennung: Hausarztpraxis hat Schlüsselfunktion</span></h2><p><span><strong><img class="image_resized image-style-align-left" style="aspect-ratio:300/auto;width:300px;" src="https://content.presspage.com/uploads/2914/749a765c-9563-445a-b430-1d493e23bd65/800_260302claudiabitterlich.jpg?x=1772447337012" alt="Dr. med. Claudia Bitterlich, Allgemeinmedizinerin aus Altenburg" width="300" height="auto">Expertin:&nbsp;Dr. med. Claudia Bitterlich, Allgemeinmedizinerin aus Altenburg</strong></span></p><p><span>Hausärztinnen und Hausärzte sind oft die ersten, die seelische Veränderungen wahrnehmen. Als vertraute Ansprechpersonen übernehmen sie wichtige Funktionen: Sie hören zu, klären ab und begleiten ihre Patientinnen und Patienten Schritt für Schritt – bis hin zu Diagnostik und Therapie. Im Sana Netzwerk steht dabei immer der Mensch im Mittelpunkt, nicht nur das Krankheitsbild.&nbsp;</span></p><p><a href="https://www.sana.de/newsroom/asset/749a765c-9563-445a-b430-1d493e23bd65/260302claudiabitterlich/" target="_blank"><span>Foto: Download und Copyright</span></a></p><p>&nbsp;</p><h2>Was, wenn es keine „klassische“ Depression ist?</h2><p><img class="image_resized image-style-align-left" style="aspect-ratio:300/auto;width:300px;" src="https://content.presspage.com/uploads/2914/db7aa27f-e22b-4daa-b2d4-6cb77929f864/800_ll-2019086-reinshagen-alexander-quer1copyrobinkunz.jpg?x=1772206070727" alt="Dr. med. Alexander Reinshagen" width="300" height="auto"><span><strong>Experte:&nbsp;</strong></span><strong>Dr. med. Alexander Reinshagen, Neurologe aus Borna</strong></p><p>Anhaltende Müdigkeit, fehlender Antrieb und emotionale Tiefs können Anzeichen einer Depression sein. Doch nicht immer liegt die Ursache ausschließlich im seelischen Bereich. Gerade bei jüngeren Patientinnen können solche Symptome auch Ausdruck neurologischer oder internistischer Erkrankungen sein – etwa einer Hashimoto-Thyreoiditis oder entzündlicher Prozesse im Gehirn.&nbsp;</p><p><a href="https://www.sana.de/newsroom/asset/db7aa27f-e22b-4daa-b2d4-6cb77929f864/ll-2019086-reinshagen-alexander-quer1copyrobinkunz/" target="_blank"><span>Foto: Download und Copyright</span></a></p><p>&nbsp;</p><h2>Was ist noch normal? Was ist krank?</h2><p><span><strong><img class="image_resized image-style-align-left" style="aspect-ratio:303/auto;width:303px;" src="https://content.presspage.com/uploads/2914/9994b946-81de-4261-b1eb-5c02a29e376f/800_lsk_noackmargrit_01-3.jpg?x=1772447351259" alt="Margrit Noack" width="303" height="auto">Expertin:&nbsp;</strong></span><strong>Margrit Noack, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie aus Hoyerswerda</strong></p><p>Depression macht Angst, nicht nur durch das Leiden selbst, sondern durch die Unsicherheit. Was ist noch normal? Was ist krank? Und was heißt das für mich? Die Psychiatrie setzt genau hier an. Sie ordnet ein, grenzt ab und schafft medizinische Klarheit, wo diffuse Symptome und Selbstzweifel dominieren. Medikamente sind dabei kein Allheilmittel, sondern Teil eines sorgfältigen Abwägens.&nbsp;</p><p><a href="https://www.sana.de/newsroom/asset/9994b946-81de-4261-b1eb-5c02a29e376f/lsk_noackmargrit_01-3/" target="_blank"><span>Foto: Download und Copyright</span></a></p><p>&nbsp;</p><h2>Aus der Spur geraten: So finden Patienten wieder ins Leben</h2><p><img class="image_resized image-style-align-left" style="aspect-ratio:303/auto;width:303px;" src="https://content.presspage.com/uploads/2914/9b5f55c6-87cd-4b96-a937-cf5d29b6cf6d/800_img_3414-4.jpg?x=1772538170871" alt="Max Meiburg" width="303" height="auto"><span><strong>Experte:&nbsp;</strong></span><strong>Max Meiburg, Krankenhauspsychologe aus Hoyerswerda</strong></p><p>Psychotherapie unterstützt Menschen mit Depression dabei, Schritt für Schritt wieder handlungsfähig zu werden. Im Mittelpunkt stehen die therapeutische Beziehung, Struktur und das Wiederentdecken eigener Wirksamkeit. Unterschiedliche Therapieansätze helfen, Gedanken, Gefühle und Verhalten besser zu verstehen und neue Wege im Umgang mit Belastungen zu entwickeln.&nbsp;</p><p><a href="https://www.sana.de/newsroom/asset/9b5f55c6-87cd-4b96-a937-cf5d29b6cf6d/img_3414-4/" target="_blank"><span>Foto: Download und Copyright</span></a></p><p>&nbsp;</p><h2>Traurig, wütend, erschöpft: Wie zeigt sich Depression bei jungen Menschen?&nbsp;</h2><p><span><strong><img class="image_resized image-style-align-left" style="aspect-ratio:300/auto;width:300px;" src="https://content.presspage.com/uploads/2914/27625a67-1165-41d1-bb0c-186ac94c89ee/800_dsc-1297copyrobinkunz.jpg?x=1772206590164" alt="Symbolbild psychologische Beratung" width="300" height="auto">Expertin:&nbsp;Katy Burdack, Psychologin aus Borna</strong></span></p><p>Reizbarkeit, Leistungsabfall oder körperliche Beschwerden – Depression äußert sich im jungen Alter oft anders als bei Erwachsenen. Umso wichtiger ist eine sorgfältige Diagnostik, die Entwicklungsphase, familiäres Umfeld und mögliche Begleiterkrankungen einbezieht. Es ist wichtig zu wissen, welche Warnsignale man ernst nehmen muss und warum es altersgerechte therapeutische Konzepte braucht.&nbsp;</p><p><a href="https://www.sana.de/newsroom/asset/27625a67-1165-41d1-bb0c-186ac94c89ee/dsc-1297copyrobinkunz/" target="_blank"><span>Foto: Download und Copyright</span></a></p><p>&nbsp;</p><h2>Mehr als nur Endorphine im Körper: Effekte von Sport und Bewegung</h2><p><strong><img class="image_resized image-style-align-left" style="aspect-ratio:300/auto;width:300px;" src="https://content.presspage.com/uploads/2914/526fc2b8-a7c3-46fd-a33d-a4a9c5af2a22/800_260306lukaskraemer.jpg?x=1772800050725" alt="Lukas Krämer, Sporttherapeut aus Borna" width="300" height="auto">Experte: Lukas Krämer, Sporttherapeut aus Borna</strong></p><p>Sport ist längst mehr als ein „guter Tipp“ bei Depressionen. Studien weisen darauf hin, dass regelmäßige körperliche Aktivität Prozesse im Gehirn anstößt, die Stimmung, Antrieb und Belastbarkeit positiv beeinflussen. Gleichzeitig erleben viele Betroffene, dass sich durch sportliche Aktivität ihre Selbstwirksamkeit verbessert und sie ein gestärktes Körpergefühl entwickeln.&nbsp;</p><p><a href="https://www.sana.de/newsroom/asset/526fc2b8-a7c3-46fd-a33d-a4a9c5af2a22/260306lukaskraemer/" target="_blank"><span>Foto: Download und Copyright</span></a></p><p>&nbsp;</p><p><i>Symbolbild: Canva / RyanKing999</i></p>]]></description><category><![CDATA[Themendienst,uk-hol,Borna,Hoyerswerda,Neurologie]]></category>
            <pubDate>Mon, 16 Mar 2026 08:29:43 +0100</pubDate>
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                <pp:imageOriginal>https://content.presspage.com/uploads/2914/b1cf3732-dfac-4b95-b351-f515d31efce2/260227symbolbilddepression.jpg?10000</pp:imageOriginal><pp:imageTitle><![CDATA[Symbolbild Depression]]></pp:imageTitle><pp:imageDescription><![CDATA[Symbolbild Depression]]></pp:imageDescription></item><item>
                        <title>Rückenschmerzen: Fünf Gründe, die einer erfolgreichen Behandlung oft im Weg stehen</title>
                        <link>https://www.sana.de/newsroom/rueckenschmerzen-fuenf-gruende-die-einer-erfolgreichen-behandlung-oft-im-weg-stehen/</link>
                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/rueckenschmerzen-fuenf-gruende-die-einer-erfolgreichen-behandlung-oft-im-weg-stehen/</guid><pp:caseid>738042</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><strong>Rückenschmerzen gehören in Deutschland zu den Volkskrankheiten. Mehr als ein Drittel der Erwachsenen und ein Fünftel der Kinder und Jugendlichen sind betroffen. Das führt zu Beunruhigung und Sorgen. Trotz zahlreicher neuer Erkenntnisse aus der Wissenschaft erfahren Betroffene häufig nicht die korrekte Behandlung. Dies sind die häufigsten Gründe dafür.</strong></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<h2>1. Einfache Erklärungen für komplexe Gemengelagen</h2><p>Es gibt nicht die eine Erklärung für die Entstehung von Rückenschmerzen. Die häufigsten Ursachen von Rückenschmerzen sind nicht struktureller Natur - kein Bandscheibenvorfall, keine Nervenquetschungen, keine Instabilität. Viele Menschen setzen Schmerzen mit Schaden gleich und suchen die Ursache dort, wo es wehtut. Aus der Schmerzforschung ist jedoch längst bekannt, dass diese vermeintlich nachvollziehbare und einfache Erklärung nicht stimmt.&nbsp;</p><p>Rückenschmerzen entstehen im Normalfall nicht isoliert an der Wirbelsäule, sondern sind oftmals die Folge eines ungesunden und belastenden Lebensstils mit Stress, wenig Belastung und ungesunder Ernährung. Hinzu kommt, dass Befunde auf einem MRT-Bild häufig als sehr einfache Erklärung für langjährige Schmerzen dienen. Doch dies ist in vielen Fällen ein Irrtum. Auf einem MRT-Bild lassen sich auch bei beschwerdefreien Menschen Bandscheibenwölbungen, Bandscheibenvorfälle oder Abnutzungserscheinungen finden.</p><h2>2. Hartnäckige Gesundheitsmythen sorgen für falsches Sicherheitsgefühl</h2><p>Es gibt keine “falsche Haltung”. Auch Sitzen und Heben sind nicht per se schädlich. Es gibt kein ultimatives Übungsprogramm, das in allen Fällen hilft. Viele der Mythen, die sich seit Jahren hartnäckig halten, vermitteln jedoch genau diese Botschaften und damit ein falsches Gefühl von Sicherheit:&nbsp;</p><ul><li data-list-item-id="ed5cc4dd829cc07f95da15c6eac354e2d">“Wenn ich meinen Rücken immer gerade halte, bleibe ich schmerzfrei.”</li><li data-list-item-id="ef672f6659262ea6c734d94ef0469b2f6">“Ich brauche nur eine Spritze, dann sind meine Schmerzen weg.”</li><li data-list-item-id="ee4f2ea03224f25d7d28412dea89d5ac3">“Wenn ich mich operieren lasse, ist meine Bandscheibe wieder gesund.”</li></ul><p>Der Fokus auf solche einfachen Erklärungen mit logischer Lösung und sicherem Effekt ist jedoch irreführend. Er lenkt ab von der Tatsache, dass es sich bei Rückenschmerzen um ein multifaktorielles Problem handelt, das sich mit der Zeit und in Abhängigkeit von vielen Faktoren stetig verändert.&nbsp;</p><h2>3. Alltagserfahrungen können täuschen</h2><p>Ein interessantes Phänomen ist auch die eindimensionale Wahrnehmung von Situationen im Alltag:</p><ul><li data-list-item-id="ed864966aa88734b2ff606a533422c507">“Sitzen ist schlecht für meinen Rücken. Das merke ich doch jeden Tag im Büro.”</li><li data-list-item-id="e0ab3d3c020bfe51bef66d18594d92cc7">“Ich darf nicht schwer heben, das spüre ich sofort im Kreuz.”</li></ul><p>In diesen Fällen sind Mythen in Kombination mit einseitig interpretierten Alltagserfahrungen irreführend.&nbsp;</p><p>Richtig ist, dass einseitige Haltung und Belastung, vor allem in Kombination mit Inaktivität, Unbeweglichkeit und Kraftdefiziten, zu muskulären Verspannungen und in der Folge auch zu Rückenschmerzen führen können. Falsch ist die Annahme, dass Rückenschmerzen durch eine bestimmte Sitzhaltung oder “falsches Heben” entstehen.&nbsp;</p><p>Die Ursachen sind in der Regel vielschichtig und vor allem individuell unterschiedlich:</p><ul><li data-list-item-id="ee2a73e592d4560b9ca874653cf16d8c8">Bei einigen Menschen hat beispielsweise die Psyche einen großen Einfluss auf die Entstehung und Aufrechterhaltung von Rückenschmerzen.</li><li data-list-item-id="e9189ef7c1c8242ccf547c563dbfb6aad">Andere haben aufgrund ihres Lebensstils eine Fehlregulation des Stoffwechsels mit Auswirkungen auf Schmerzsymptome.</li><li data-list-item-id="e769aa938bbc26658d27da37577bc6e33">Bei Frauen in den Wechseljahren können sich Rückenschmerzen aufgrund von hormonellen Veränderungen verstärken.</li><li data-list-item-id="e3734ab0e531a75936e7e35699e047e92">Auch die mit einer Schwangerschaft verbundenen Veränderungen und Belastungen können zu Rückenbeschwerden führen.</li><li data-list-item-id="e790ec284fa07e84d4d800227c9ff5a5c">Und bei manchen Patienten kommen viele verschiedene Ursachen zusammen.&nbsp;</li></ul><h2>4. Neue Erkenntnisse haben es schwer</h2><p>Es dauert erstaunlich lange, bis neue wissenschaftliche Erkenntnisse in die Wahrnehmung der breiten Öffentlichkeit gelangen. Der Zusammenhang zwischen Hüftbeweglichkeit und Beschwerden in der Lendenwirbelsäule zum Beispiel ist wissenschaftlich bereits gut untersucht. In der breiten Öffentlichkeit sind diese Erkenntnisse aber noch lange nicht richtig angekommen. Die Kraftverteilung zwischen Hüfte und Rücken beeinflusst die Belastung des Rückens beim Heben und Tragen. Eine verminderte Beweglichkeit in der Hüfte wirkt sich also direkt auf die Kompensationsmuster in der Wirbelsäule aus. Auch die Kraft der hüftumgebenden Muskulatur und der Rückenstrecker beeinflussen die Funktion der Wirbelsäule.&nbsp;</p><p>Damit gibt es weitere positive Hebel für die Vermeidung und Reduzierung von Rückenschmerzen, die bislang wenig bekannt sind:</p><ul><li data-list-item-id="e45fa6f64a776d15365c030184052b0fc">Eine kräftige Hüftmuskulatur führt zu weniger Ausweichbewegungen in der Lendenwirbelsäule.</li><li data-list-item-id="ec1271b9521b8405eff2d689f8ca408c1">Ein starker Rückenstrecker in Kombination mit guter Bauch- und Flankenmuskulatur ermöglicht bessere Bewegungskontrolle und weniger strukturelle Belastung auf die Wirbelsäule im Alltag.</li><li data-list-item-id="e73b8c421b65da2ca8d0244591bce5b08">Ein koordiniertes Zusammenspiel zwischen Hüfte und Rücken ermöglicht effiziente und ökonomische Bewegungsabläufe.</li></ul><p>Aber auch hier gilt: Voraussetzung für eine effektive Behandlung ist die individuelle Untersuchung und ein auf die Befunde abgestimmtes Therapiekonzept. Das Verhältnis zwischen Belastung und Belastbarkeit ist letztendlich entscheidend.&nbsp;</p><h2>5. Verantwortung für sich selbst zu übernehmen ist unbequem</h2><p>Die umfassende Untersuchung mit konservativer Therapie und Umstellung eines ungesunden Lebensstils kostet Zeit und Energie. Viele Patienten scheuen diese Eigenverantwortung und verlassen sich lieber auf Konzepte oder operative Eingriffe, die eine einfache und schnelle Lösung versprechen, ohne eine Veränderung der Lebensgewohnheiten zu fordern.&nbsp;</p><p>Für eine Operation an der Wirbelsäule gibt es klare Indikationen, dazu gehören schwerwiegende neurologische Symptome wie Lähmungserscheinungen oder Blasenstörungen. In allen anderen Fällen sollte eine intensive konservative Therapie inklusive Schmerzmedikamenten, Physiotherapie, Training sowie das Erlernen von Schmerzbewältigungsstrategien an erster Stelle stehen. Wenn sich dadurch keine Linderung erzielen lässt und relevante Kompressionen von Rückenmark und Nerven oder Instabilitäten vorliegen, ist die erneute Prüfung einer OP-Indikation sinnvoll.</p><p>&nbsp;</p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/2dac5dd7-9814-4578-9553-dd706b26adfe/1920_260302sebastiankatscher.jpg?99913"><p><strong>Unsere Experten für Ihre Berichterstattung</strong></p><p><strong>Dr. med. Sebastian Katscher</strong></p><p>Chefarzt Interdisziplinäres Wirbelsäulenzentrum und Neurotraumatologie der Sana Kliniken Landkreis Leipzig, Facharzt für Chirurgie, Spezielle Unfallchirurgie, Sportmedizin, Orthopädie und Unfallchirurgie&nbsp;</p><p><a href="https://www.sana.de/newsroom/asset/2dac5dd7-9814-4578-9553-dd706b26adfe/260302sebastiankatscher/" target="_blank">Download und Copyright</a></p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/c00438d3-a541-45fd-a40e-759315f0d085/1920_260302margitgroth.jpg?57807"><p><strong>Margit Groth</strong></p><p>Sportwissenschaftlerin (M.Sc.) der Sana Kliniken Landkreis Leipzig, Schwerpunkte: Medizinische Trainingstherapie; Reha-Lizenz für Orthopädie, Neuroathletiktraining, Functional Training</p><p><a href="https://www.sana.de/newsroom/asset/c00438d3-a541-45fd-a40e-759315f0d085/260302margitgroth/" target="_blank">Download und Copyright</a></p><p><strong>Der Tag der Rückengesundheit am 15. März 2026 bietet einen aktuellen Anlass für Ihre Berichterstattung, das Thema ist aber auch darüber hinaus von Interesse.</strong></p><p><span><strong>Weitere Presseinformationen zu Medizin- und Gesundheitsthemen finden Sie in unseren&nbsp;</strong></span><a href="https://www.sana.de/newsroom#pp-headline-7503274"><span><strong><u>Media Kits</u></strong></span></a><span>.</span></p><p><span>Haben Sie spezielle Fragen oder Wünsche?&nbsp;</span><br><span>Gerne stellen wir den Kontakt zu unseren Spezialisten her.</span></p><p><i>Symbolbild: Canva / JackF von Getty Images Signature</i></p>]]></description><category><![CDATA[Themendienst,uk-hol,Orthopaedie,Borna]]></category>
            <pubDate>Mon, 09 Mar 2026 09:30:00 +0100</pubDate>
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                        <title>Rückenschmerzen, Osteoporose und Arthrose: Was Frauen in den Wechseljahren wissen müssen</title>
                        <link>https://www.sana.de/newsroom/rueckenschmerzen-osteoporose-und-arthrose-was-frauen-in-den-wechseljahren-wissen-muessen/</link>
                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/rueckenschmerzen-osteoporose-und-arthrose-was-frauen-in-den-wechseljahren-wissen-muessen/</guid><pp:caseid>737260</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><strong>Der Rückgang von Östrogen spielt eine wichtige Rolle bei Gelenk- und Rückenschmerzen von Frauen in der Peri- und Postmenopause. Wer die Zusammenhänge kennt, kann Beschwerden besser einordnen und gemeinsam mit medizinischem Fachpersonal gezielte Maßnahmen ergreifen, um Schmerzen zu lindern und die Lebensqualität zu erhalten.</strong></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p><strong>Sieben Fakten, die Frauen in den Wechseljahren kennen sollten!</strong></p><p><strong>1. Schmerzen nehmen </strong><span><strong>vor allem in der Menopause</strong></span><strong> zu</strong></p><p>Viele Frauen berichten, dass Rücken- und Gelenkschmerzen besonders in den Wechseljahren oder danach beginnen oder stärker werden. Das ist kein Zufall: In dieser Lebensphase sinkt der Östrogenspiegel deutlich, was den Bewegungsapparat beeinflussen kann.</p><p><strong>2. Östrogen schützt Gelenke und Bandscheiben</strong></p><p>Östrogen wirkt nicht nur auf den Zyklus, sondern auch auf Knorpel, Bandscheiben und Knochen. Es kann Entzündungen bremsen, den Gewebeabbau verlangsamen und Schmerzprozesse günstig beeinflussen. Deshalb gilt das Hormon als wichtiger Schutzfaktor für Gelenke und Rücken.</p><p><strong>3. Weniger Östrogen kann mehr Verschleiß bedeuten</strong></p><p>Nach der Menopause fehlen die schützenden Effekte teilweise. Studien zeigen, dass entzündliche Prozesse zunehmen und degenerative Veränderungen wie Arthrose oder Bandscheibenversch<span>lei</span>ß sowie Osteoporose&nbsp;schneller voranschreiten können. Das erklärt, warum Frauen häufiger betroffen sind als Männer gleichen Alters.</p><p><strong>4. Schmerzen sind nicht einfach „normal“</strong></p><p>Frauen sollten Gelenk- und Rückenschmerzen in oder nach den Wechseljahren nicht einfach hinnehmen. Die Beschwerden können mit hormonellen Veränderungen zusammenhängen und sollten ärztlich abgeklärt werden, insbesondere wenn sie anhalten oder den Alltag einschränken.</p><p><strong>5. Hormonersatztherapie kann helfen, ist aber kein Heilmittel für alle Frauen</strong></p><p>In bestimmten Fällen kann eine Hormonersatztherapie (HRT) Schmerzen lindern oder den Gelenkverschleiß verlangsamen. Sie ist jedoch nicht für jede Frau geeignet und muss individuell mit der Ärztin oder dem Arzt besprochen werden, da sie in Einzelfällen auch&nbsp;Risiken haben kann.</p><p><strong>6. Bewegung ist ein zentraler Therapiebaustein</strong></p><p>Regelmäßige Bewegung, Muskelaufbau und Physiotherapie sind entscheidend, um Gelenke zu stabilisieren, Schmerzen zu reduzieren und beweglich zu bleiben. Schon moderates Training kann langfristig einen großen Unterschied machen.</p><p><strong>7. Der Lebensstil ist entscheidend</strong></p><p>Eine entzündungsarme Ernährung, ausreichende Versorgung mit Vitamin D und Kalzium, gesunder Schlaf, Stressabbau und Gewichtskontrolle unterstützen die Gelenk- und Knochengesundheit zusätzlich und können Beschwerden positiv beeinflussen.</p><p>&nbsp;</p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/fcdad78d-a628-4c17-b77b-c6d8122c53c3/1920_240517-dr.med.petrabuumlchin.jpg?31278"><p><strong>Unsere Expertin für Ihre Berichterstattung</strong></p><p><strong>Dr. med. Petra Büchin</strong></p><p>Chefärztin am Zentrum für Wirbelsäulenchirurgie und Rückentherapie, Karl-Olga-Krankenhaus, Fachärztin für Orthopädie und Unfallchirurgie, Fachärztin für Allgemeine Chirurgie, Mikronährstoffcoach, bioidentischer Hormoncoach und funktionelle Therapeutin</p><p><strong>Der Tag der Rückengesundheit am 15. März 2026 bietet einen aktuellen Anlass für Ihre Berichterstattung, das Thema ist aber auch darüber hinaus von Interesse.</strong></p><p><i>Symbolbild: Canva / Prostock-studio</i></p><p>&nbsp;</p>]]></description><category><![CDATA[Themendienst,uk-hol,Orthopaedie,Gynaekologie]]></category>
            <pubDate>Mon, 02 Mar 2026 09:30:00 +0100</pubDate>
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                        <title>Adipositas in der Geburtshilfe: Darum haben übergewichtige Frauen mehr Risiken</title>
                        <link>https://www.sana.de/newsroom/adipositas-in-der-geburtshilfe-darum-haben-uebergewichtige-frauen-mehr-risiken/</link>
                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/adipositas-in-der-geburtshilfe-darum-haben-uebergewichtige-frauen-mehr-risiken/</guid><pp:caseid>736195</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><strong>Etwa jede sechste schwangere Frau hat einen Body-Mass-Index von 30 oder darüber. Das hat Konsequenzen für die Geburtshilfe. Denn bei übergewichtigen Frauen gibt es zusätzliche Risiken, die bei der Betreuung der Schwangerschaft und der Geburt berücksichtigt zu berücksichtigen sind.</strong></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/e8d86ee4-761d-4003-b123-1e6212e67dc7/1920_schmidtmarkus1.jpg?14731"><p>Prof. Dr. med. Markus Schmidt, Chefarzt der Frauenheilkunde und Geburtshilfe der Sana Kliniken Duisburg, ist Experte für Adipositas in der Geburtshilfe. Er erklärt die Risiken: „Frauen mit Adipositas haben im Vergleich zu normalgewichtigen Frauen ein erhöhtes Risiko für Totgeburten, benötigen häufiger einen Kaiserschnitt und erleben öfter erfolglose Geburtseinleitungen. Das stellt für die betroffenen Frauen eine große körperliche und seelische Belastung dar.“</p><h2>Eingeschränkte Funktion der Plazenta</h2><p>Die Plazenta (Mutterkuchen) versorgt das ungeborene Baby mit Nährstoffen und Sauerstoff. Bei Frauen mit Adipositas ist der Mutterkuchen häufig nicht ausreichend leistungsfähig. Typischerweise besteht eine erhöhte Insulinresistenz. Das bedeutet, dass der Körper immer mehr Insulin benötigt, um den Blutzuckerspiegel zu senken. Diese Stoffwechselveränderung kann die Entwicklung der Plazenta negativ beeinflussen. In Kombination mit weiteren Begleiterkrankungen, zunehmendem Alter und einem ungesunden Lebensstil kann sich dies ungünstig auf den Geburtsverlauf auswirken.</p><p>„Wichtig ist, dass wir niemanden ängstigen wollen“, betont Markus Schmidt. „Das Risiko ist zwar erhöht, insgesamt jedoch gering. Dennoch ist mir eine umfassende Aufklärung und die sorgfältige Dokumentation der Krankengeschichte sehr wichtig, damit keine Begleiterkrankungen übersehen werden. Auch dann nicht, wenn sie den Betroffenen zunächst für die Geburt unwichtig erscheinen.“ Auf Basis der individuellen Gesamtsituation empfiehlt der Spezialist manchen Frauen mit Adipositas eine aktive Geburtseinleitung.</p><h2>Geburtseinleitung dauert länger als üblich</h2><p>Übergewichtige Frauen benötigen in der Regel deutlich mehr Zeit bis zum Einsetzen der Wehen als normalgewichtige Frauen. Die übliche medizinische Definition einer erfolglosen Einleitung – in der Fachsprache als „Failed Induction“ bezeichnet – ist daher in diesen Fällen oft nicht anwendbar.</p><p>„Bei Frauen mit Adipositas sind drei bis vier Tage für eine Geburtseinleitung normal. Das erkläre ich im Gespräch mit den Patientinnen sehr genau, um unrealistischen Erwartungen vorzubeugen. Manche Frauen gehen davon aus, dass ihr Kind innerhalb eines Tages nach der Medikamentengabe geboren wird. So schnell verläuft dieser Prozess in der Regel nicht.“ Eine Geburtseinleitung ist ein Vorgang über Tage, nicht über Stunden. Erst wenn am Ende dennoch ein Kaiserschnitt notwendig wird, spricht man tatsächlich von einer erfolglosen Einleitung. Da aussagekräftige Studien fehlen, gibt es bislang keine eindeutige Empfehlung, welche Methoden der Geburtseinleitung für adipöse Schwangere am besten geeignet sind.</p><h2>Mehr Zeit statt höherer Dosierung</h2><p>Bei Frauen mit Adipositas ist meist Geduld der entscheidende Faktor für einen erfolgreichen Geburtsverlauf. Ärztinnen und Ärzte sollten nicht direkt mit einer höheren Medikamentendosierung beginnen, sondern zunächst die Standarddosierung anwenden. Führt diese nicht zum gewünschten Erfolg, kann die Dosis nach entsprechender Aufklärung der Patientin vorsichtig gesteigert werden. Voraussetzung dafür ist eine engmaschige medizinische Überwachung.</p><p><i>Symbolbild: Canva / Leandro Santiago von Getty Images</i></p>]]></description><category><![CDATA[Themendienst,uk-hol,Gynaekologie,Adipositastherapie]]></category>
            <pubDate>Mon, 23 Feb 2026 10:49:05 +0100</pubDate>
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                        <title>Warum sarkopene Adipositas ein unterschätztes Gesundheitsrisiko ist</title>
                        <link>https://www.sana.de/newsroom/warum-sarkopene-adipositas-ein-unterschaetztes-gesundheitsrisiko-ist/</link>
                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/warum-sarkopene-adipositas-ein-unterschaetztes-gesundheitsrisiko-ist/</guid><pp:caseid>736224</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><strong>Ein normales Körpergewicht gilt häufig als Zeichen guter Gesundheit. Wissenschaftliche Studien zeigen jedoch, dass eine ungünstige Körperzusammensetzung aus niedriger Muskelmasse und erhöhtem Fettanteil, die sogenannte sarkopene Adipositas, mit erhöhten Gesundheitsrisiken verbunden ist.</strong></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/06c6fc95-2263-46d9-89cc-7dc5fddf33cf/1920_professortimmbauer.jpg?29558"><p>Viele Menschen verlassen sich bei der Einschätzung ihrer Gesundheit auf eine einfache Zahl: das Körpergewicht. Liegt der Body-Mass-Index (BMI) im Normbereich, gilt man als gesund. Doch aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass diese Rechnung oft nicht aufgeht. Denn entscheidend ist nicht nur, wie viel wir wiegen, sondern woraus unser Körper besteht. Eine besonders riskante Konstellation ist die sarkopene Adipositas, das heißt wenig Muskelmasse bei gleichzeitig erhöhtem Fettanteil.</p><h2>Wenn die Waage trügt</h2><p>Sarkopene Adipositas ist mit bloßem Auge kaum zu erkennen. Betroffene wirken häufig schlank oder allenfalls leicht übergewichtig. Der BMI liegt im grünen Bereich und doch fehlt dem Körper ein entscheidender Schutzfaktor: aktive Muskelmasse. Professor Timm Bauer, Chefarzt der Klinik für Kardiologie, Internistische Intensivmedizin und Allgemeine Innere Medizin am Sana Klinikum Offenbach, erklärt: „Der BMI sagt oft wenig darüber aus, ob ein Körper leistungsfähig oder metabolisch gesund ist. Dieser Wert kann eine ungünstige Körperzusammensetzung komplett verschleiern.“</p><h2>Muskelabbau beginnt früher, als viele denken</h2><p>Muskelverlust ist kein Phänomen des hohen Alters. Schon ab dem mittleren Erwachsenenalter beginnt die Muskelmasse abzunehmen, in vielen Fällen geschieht dies unbemerkt. Gleichzeitig nimmt Fettgewebe leichter zu oder bleibt bestehen. Das Körpergewicht verändert sich kaum, doch die Zusammensetzung verschiebt sich zunehmend in eine ungünstige Richtung. „Viele Menschen glauben, Muskelabbau sei erst im Alter relevant“, so Timm Bauer. „Dabei beginnt dieser Prozess oft Jahrzehnte früher.“</p><h2>Warum fehlende Muskeln das Herz belasten</h2><p>Muskeln sind weit mehr als ein Teil des Bewegungsapparates. Sie spielen eine zentrale Rolle im Stoffwechsel, wirken entzündungshemmend und unterstützen die Regulation des Blutzuckers. Fehlen diese zusätzlichen Funktionen der Muskulatur, steigt die Belastung für Herz und Gefäße. Studien zeigen, dass Menschen mit niedriger Muskelmasse häufiger eine Arteriosklerose entwickeln. Dies ist ein wichtiger Risikofaktor für Herzinfarkt und Schlaganfall. Besonders kritisch ist die Kombination aus Muskelarmut und erhöhtem Fettanteil. „Muskeln wirken wie ein Schutzorgan für das Herz“, betont der Kardiologe. „Gehen sie verloren, steigt das kardiovaskuläre Risiko deutlich.“</p><h2>Höheres Sterberisiko trotz Normalgewicht</h2><p>Sarkopene Adipositas ist mit einer erhöhten Gesamtsterblichkeit verbunden. Und zwar unabhängig vom Körpergewicht. Entscheidend ist nicht, ob jemand dünn oder kräftig wirkt, sondern ob ausreichend Muskelmasse vorhanden ist. Die gute Nachricht dabei: Sarkopene Adipositas ist kein Schicksal. Muskelmasse lässt sich erhalten und aufbauen, auch im höheren Alter noch. Gezieltes Krafttraining, ausreichende Proteinzufuhr und frühzeitige Prävention können den Muskelabbau bremsen oder sogar umkehren. Timm Bauer fasst die aktuellen Erkenntnisse zusammen: „Die Muskelgesundheit ist einer der am stärksten beeinflussbaren Gesundheitsfaktoren. Wer rechtzeitig handelt, kann viel für Herz, Stoffwechsel und Lebensqualität tun.“</p><p><strong>Lesetipp: </strong><a href="https://www.sana.de/newsroom/hybridtraining-fuers-herz/" target="_blank">Hybridtraining fürs Herz</a></p>]]></description><category><![CDATA[Themendienst,uk-hol,kardiologie,Adipositastherapie]]></category>
            <pubDate>Mon, 23 Feb 2026 10:48:08 +0100</pubDate>
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                <pp:imageOriginal>https://content.presspage.com/uploads/2914/c4062933-4ed0-45a4-87e6-bc5b9eca30ef/260219infografiksarkopeneadipositas.png?56448</pp:imageOriginal><pp:imageTitle><![CDATA[Infografik sarkopene Adipositas]]></pp:imageTitle><pp:imageDescription><![CDATA[Infografik sarkopene Adipositas]]></pp:imageDescription></item><item>
                        <title>Eingriffe nach massivem Gewichtsverlust: Wann zahlt die Kasse?</title>
                        <link>https://www.sana.de/newsroom/eingriffe-nach-massivem-gewichtsverlust-wann-zahlt-die-kasse/</link>
                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/eingriffe-nach-massivem-gewichtsverlust-wann-zahlt-die-kasse/</guid><pp:caseid>736211</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><span><strong>Viele Menschen mit massiver Fettleibigkeit erleben nach einer erfolgreichen metabolischen Operation einen starken Gewichtsverlust. Dieser Erfolg kann das Leben deutlich verbessern. Gleichzeitig bleibt bei vielen Betroffenen überschüssige Haut zurück, die massive körperliche Probleme verursacht und auch das Wohlbefinden einschränkt.&nbsp;</strong></span></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p>Die bariatrische Chirurgie, also operative Eingriffe an der Verdauungsstrecke, bietet eine wirksame Therapie für schwer betroffene Patienten mit klinischer Adipositas. Diese Eingriffe können zu einem großen Gewichtsverlust führen. Das hat viele positive Auswirkungen auf die Gesundheit, da sich das Risiko für chronische Erkrankungen wie Diabetes und Herz-Kreislauferkrankungen verringert.&nbsp;</p><h2>Lebensqualität verbessert sich</h2><p>Nach dem massiven Gewichtsverlust infolge dieser Operationen entstehen jedoch oft Hautfalten und -lappen, die zu umfangreichen Beschwerden führen. Zu den typischen Problemen gehören:</p><ul><li data-list-item-id="e6c5bb2d9a9a3f7fe3104654d75d1ef2f">wiederkehrende Hautentzündungen und Pilzinfektionen</li><li data-list-item-id="ef07edf9403e0bc7bf2210ba0a6b91ee2">Schmerzen durch Reibung</li><li data-list-item-id="ec1c7a774745a858b8a938529f384b338">Probleme bei der Körperhygiene</li><li data-list-item-id="e1b68c4e833876a2c2c8ef47f7c3c7248">Einschränkungen bei sportlichen Aktivitäten und im Alltag</li><li data-list-item-id="e4e455ebc0fad2f0c04dd8217f78554b7">psychische Belastungen durch verändertes Körperbild</li></ul><p>Die plastisch chirurgische Korrektur durch Wiederherstellungsoperationen kann diese Symptome sehr gut beseitigen oder mindestens stark lindern. Eine neue <a href="https://journals.lww.com/plasreconsurg/abstract/9900/patient_reported_outcome_measures_following.2852.aspx" target="_blank">Übersichtsarbeit</a> belegt, dass sich nach Beseitigung der funktionellen Beschwerden auch Lebensqualität und Zufriedenheit der Patienten verbessern. Die operativen Ergebnisse sind daher nicht nur unter funktionellen Gesichtspunkten, sondern auch in ästhetischer und psychosozialer Hinsicht relevant.&nbsp;</p><h2>Risiken</h2><p>Wie nach jedem operativen Eingriff kann es zu Störungen der Wundheilung oder Infektionen kommen. Schwere Komplikationen sind selten, treten aber häufiger auf bei höherem Body-Mass-Index, älteren Patienten, Nikotinkonsum oder <a href="https://journals.lww.com/prsgo/fulltext/2024/05005/21__complication_rates_following_body_contouring.31.aspx" target="_blank">Vitamindefiziten</a>.</p><h2>Kostenübernahme uneinheitlich</h2><p>Die Kostenübernahme für Wiederherstellungsoperationen durch die gesetzlichen Krankenversicherungen ist in Deutschland nicht klar geregelt. Die Entscheidung erfolgt in der Regel für den Einzelfall. Daher sollten Patienten die Erstattung durch ihre Versicherung vorab individuell klären lassen. Wichtig für die Kostenträger ist der Nachweis, dass es sich um eine medizinisch notwendige Operation handelt, denn rein ästhetisch motivierte&nbsp;Eingriffe werden nicht übernommen.&nbsp;</p><p>Nach eingehender Untersuchung durch Spezialisten ist eine schriftliche und fotografische Dokumentation erforderlich. Neben Größe und Gewicht sind auch spezifische Parameter wie Waist to Height Ratio sowie Waist to Hip Ratio relevant. Zudem muss angegeben werden, wie lange das Zielgewicht bisher gehalten wurde. All diese Befunde müssen dann für die Versicherung in einen ausführlichen Kostenübernahmeantrag zusammengefasst werden.&nbsp;</p><h2>Worauf Patienten achten sollten</h2><p>Die folgenden Empfehlungen können die Chancen auf eine erfolgreiche Kostenübernahme erhöhen:</p><ul><li data-list-item-id="e017248b0b78df681806ae8b8603d65e9">Professionelle ärztliche Begleitung und Antragstellung durch ein spezialisiertes Zentrum der Plastischen Chirurgie.</li><li data-list-item-id="e068cd90ec8497f64a4a117af42bbb281">Akte mit Befundberichten und Diagnosen, Fotodokumentation der betroffenen Regionen aus mehreren Perspektiven, Nachweisen über Gewichtsverlauf und Stabilität des erreichten Gewichts.</li><li data-list-item-id="e9ed3cd6a928cbc2c128db49f6b6be44c">Bei Ablehnung lässt sich Widerspruch einlegen. Patienten können sich zusätzlich auch an Patientenberatungsstellen und Selbsthilfegruppen wenden.</li></ul><p>Viele Betroffene empfinden die unklare Erstattungslage als belastend. Der Eindruck, dass die medizinische Notwendigkeit nicht anerkannt wird, ist frustrierend. Die Begleitung durch Spezialisten sowie der Austausch mit anderen Patienten kann unterstützen.</p><h2>Unsere Experten&nbsp;</h2><p><strong>Dr. med. Sixtus Allert</strong></p><p>Chefarzt der Klinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie, Sana Klinikum Hameln-Pyrmont &nbsp;</p><p><strong>Prof. Dr. med. Christoph Andree</strong></p><p>Chefarzt der Klinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie, Sana Krankenhaus Gerresheim</p><p><strong>PD Dr. med. Andreas Wolter&nbsp;</strong></p><p>Leitender Arzt am Zentrum für Postbariatrische Chirurgie und Liposuktion, Sana Krankenhaus Gerresheim</p><p><strong>PD Dr. med. Khaled Dastagir</strong></p><p>Chefarzt der Klinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie, Handchirurgie | Zentrum für Schwerbrandverletzte, Sana Klinikum Offenbach</p>]]></description><category><![CDATA[Themendienst,uk-hol,Adipositastherapie]]></category>
            <pubDate>Mon, 23 Feb 2026 10:46:19 +0100</pubDate>
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                        <title>Unkontrollierbares Zittern: Mit Ultraschallwellen gezielt betroffene Gehirnzellen ausschalten</title>
                        <link>https://www.sana.de/newsroom/unkontrollierbares-zittern-mit-ultraschallwellen-gezielt-betroffene-gehirnzellen-ausschalten/</link>
                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/unkontrollierbares-zittern-mit-ultraschallwellen-gezielt-betroffene-gehirnzellen-ausschalten/</guid><pp:caseid>732842</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><span><strong>Der fokussierte Ultraschall ist eine schonende Therapiemöglichkeit gegen den sogenannten essenziellen Tremor. Die Betroffenen leiden unter unkontrollierbaren Muskelaktivitäten, schon der Griff zum Wasserglas ist oft eine Herausforderung. Mit der Therapiemethode werden nur die auslösenden Bereiche im Gehirn behandelt.</strong></span></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p>Der essenzielle Tremor ist eine neurologische Bewegungsstörung, bei der es zu rhythmischen, unwillkürlichen Muskelaktivitäten kommt, meist an Händen und Armen. Die genaue Ursache ist nicht vollständig geklärt, eine genetische Veranlagung ist aber wahrscheinlich. Typisch ist, dass das Zittern bei gezielten Bewegungen oder beim Halten einer Position stärker wird (z. B. beim Schreiben oder beim Trinken). Der essenzielle Tremor ist gutartig, schreitet jedoch langsam fort und beeinträchtigt den Alltag.&nbsp;</p><p>Der Magnetresonanz-gesteuerte fokussierte Ultraschall, kurz MRgFUS, ist eine schonende Behandlungsmethode, die bisher nur an wenigen Kliniken in Deutschland durchgeführt wird. Dazu gehören die Sana Kliniken Duisburg, die dieses Hochpräzisionsverfahren anbieten und in Zusammenarbeit mit dem Neurologen und Neurowissenschaftler Professor Lars Wojtecki von der Universitätsklinik Düsseldorf sowie Privatdozent Dr. Haidar Dafsari aus der Universitätsklinik Köln evaluieren.</p><p>„MRgFUS eignet sich für Patienten mit schwerem Tremor, bei denen Medikamente nicht ausreichend wirken", erklärt Lars Wojtecki. „Als Alternative zur tiefen Hirnstimulation ist MRgFUS eine nicht-invasive Behandlungsoption, von der die Patienten profitieren können", ergänzt Haidar Dafsari.&nbsp;</p><p>Professor Wilhelm Nacimiento, Chefarzt der Neurologie der Sana Kliniken Duisburg, betont, wie wichtig die interdisziplinäre Zusammenarbeit bei dieser Therapie ist: „Unsere neurologische Abteilung begleitet die Patientinnen und Patienten vom ersten Gespräch bis zur Nachsorge. Das neurochirurgische Team nimmt den Eingriff dann in der Abteilung für Neuroradiologie im MRT vor.”</p><h2>Zellen werden erhitzt</h2><p>Das Grundprinzip des Verfahrens ist einfach. Ärzte bündeln hochintensive Ultraschallwellen von außen gezielt auf einen Punkt im Gehirn.&nbsp;</p><p>Das Team der Radiologie und Neuroradiologie bereitet die Patienten vor. Chefarzt Dr. Martin Schlunz-Hendann, Facharzt für Radiologie mit dem Schwerpunkt Neuroradiologie, erklärt, wie wichtig die Vorbereitung vor dem eigentlichen Eingriff ist: „Unsere medizinischen Technologinnen der Radiologie (MTRs) müssen das Gerät auf den Millimeter genau einstellen, damit die Ultraschallwellen auch an der richtigen Stelle im Gehirn ankommen. Dies stellen wir durch unsere Bildgebung sicher.”</p><p>Professor Martin Scholz, Facharzt für Neurochirurgie und spezielle neurochirurgische Intensivmedizin bei Sana, erläutert die Vorgehensweise: „Um die richtige Stelle zu finden, die den Tremor, verursacht, setzen wir den Magnetresonanztomografen (MRT) zur Bildgebung ein. Der behandelte Bereich wird durch die Ultraschallwellen erhitzt. Dadurch sterben krankhafte Zellen ab, umliegende Gewebebereiche bleiben aber unberührt. Daher ist dieses Verfahren für die Patienten sehr schonend.”</p><p>Die Anwendung besteht aus mehreren Schritten:&nbsp;</p><ul><li data-list-item-id="e8f798bc5cd44204f6ff4a83481c44360">Ultraschallsender anbringen: Zunächst muss der Kopf rasiert und die Haut lokal betäubt werden. Danach verteilen die Ärzte mit einer Art Helm rund 1.000 kleine Ultraschallsender am Kopf.</li><li data-list-item-id="e5f8cb303ef7a116676f46a14d3d27fed">Den richtigen Bereich identifizieren: Danach erstellen die Mediziner im MRT eine exakte dreidimensionale Karte des betroffenen Bereichs im Gehirnbereich, der nur wenige Millimeter groß ist. Mit einer geringen Temperatur wird der fokussierte Ultraschall an der entsprechenden Stelle appliziert. Dadurch werden die Zellen nur kurzfristig lahmgelegt und nicht zerstört.</li><li data-list-item-id="ed042dc4d30e1965cf47e62a253a53f45">Testen, ob sich ein Erfolg einstellt: Die Patienten führen unter der Behandlung mit der niedrigen Temperatur eine Bewegung aus, die normalerweise zum bekannten Zittern führt. Nimmt der Tremor während der Testphase ab, haben die Mediziner den richtigen Punkt ermittelt.</li><li data-list-item-id="e53bb65b6af68881e76a1645e5b0e7c77">Behandlung mit Hitze: Sobald die Ärzte die richtige Stelle gefunden haben, werden die Nervenzellen mit gebündelten Schallwellen zerstört. Die Behandlung ist schmerzlos, dauert mehrere Stunden und wird in Intervallen eingesetzt. Die Kontrolle erfolgt mittels MRT.</li></ul><p>So können die Ärzte die Temperatur und Wirkung des Eingriffs in Echtzeit kontrollieren. Daher ist die Therapie sehr sicher und effektiv.</p><h2>Erfolg tritt sofort ein</h2><p>Sofort nach dem Eingriff bemerken die Patienten in der Regel bereits eine nahezu vollständige Reduzierung des Tremors. Sie können sich wieder mit größerer Sicherheit bewegen und Alltagstätigkeiten wie Schreiben oder Trinken sind plötzlich wieder ohne Probleme möglich. Das verbessert nicht nur die Selbstständigkeit, sondern auch die Lebensqualität enorm.</p><p>&nbsp;</p><p><strong>Erstgespräch vereinbaren!&nbsp;</strong></p><p>Sind Sie selbst oder ein Angehöriger von einem essenziellen Tremor betroffen und interessieren sich für die MRgFUS-Therapie?&nbsp;</p><p>Nehmen Sie Kontakt mit uns auf und wir beraten Sie, ob die Behandlung für Sie in Frage kommt. E-Mail:&nbsp;<a href="mailto:MRgFUS@sana.de">MRgFUS@sana.de</a></p><p>Aufgrund der großen Nachfrage kann die Beantwortung der Anfragen aktuell etwas Zeit in Anspruch nehmen. Wir danken Ihnen herzlich für Ihr Verständnis und melden uns so bald wie möglich bei Ihnen!&nbsp;<br>&nbsp;</p><p><strong>Mehr Informationen:&nbsp;</strong></p><p><a href="https://www.sana.de/duisburg/medizin-pflege/neurologie" target="_blank">Neurologie | Duisburg&nbsp;</a></p><p><a href="https://www.sana.de/duisburg/medizin-pflege/neurochirurgie" target="_blank">Neurochirurgie | Duisburg</a></p><p><a href="https://www.sana.de/duisburg/medizin-pflege/radiologie-und-neuroradiologie" target="_blank">Radiologie | Duisburg</a></p><p><a href="https://register.awmf.org/assets/guidelines/030-011l_S2k_Tremor_2022-08.pdf" target="_blank">Leitlinien für Diagnostik und Therapie in der Neurologie: Tremor</a></p><p>&nbsp;</p>]]></description><category><![CDATA[Themendienst,uk-hol,Neurologie,Duisburg]]></category>
            <pubDate>Mon, 12 Jan 2026 07:03:00 +0100</pubDate>
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                        <title>Interdisziplinäre Zusammenarbeit: Warum MRgFUS nur im Team funktioniert</title>
                        <link>https://www.sana.de/newsroom/interdisziplinaere-zusammenarbeit-warum-mrgfus-nur-im-team-funktioniert/</link>
                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/interdisziplinaere-zusammenarbeit-warum-mrgfus-nur-im-team-funktioniert/</guid><pp:caseid>732840</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><strong>Die Einführung des Magnetresonanz-gesteuerten fokussierten Ultraschalls, kurz MRgFUS, zur Behandlung von Patienten mit essenziellem Tremor, eröffnet nicht nur neue Therapiemöglichkeiten, sondern verändert auch die Zusammenarbeit der verschiedenen Fachdisziplinen. Neurologie, Neurochirurgie und Neuroradiologie bilden das interdisziplinäre Team. Unterstützt werden sie durch die Kollegen der Anästhesie.</strong></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p>Bei der Behandlung mit MRgFUS – einer modernen, nicht-invasiven Methode zur Therapie ausgewählter Patienten mit essenziellem Tremor – arbeiten mehrere Fachrichtungen eng zusammen. Das bedeutet für die Patienten eine optimale Planung und eine umfassende Betreuung aus verschiedenen fachlichen Perspektiven.</p><h2>Neurologie: Erste Anlaufstelle</h2><p>Zu Beginn stellen sich die Patienten in der Neurologie vor. Die Fachärzte fragen die Beschwerden ab, führen Untersuchungen durch und prüfen, ob die Behandlung mit MRgFUS für den individuellen Fall die richtige Therapie ist. MRgFUS eignet sich für Patienten mit ausgeprägtem Tremor trotz Medikamenten und als Alternative zur tiefen Hirnstimulation. Die Neurologen begleiten die Patienten meist während des gesamten Prozesses.</p><h2>Neurochirurgie: Durchführung des Eingriffs</h2><p>Auch wenn MRgFUS keine Operation im klassischen Sinne ist, handelt es sich doch um einen neurochirurgischen Eingriff im Gehirn. Die Neurochirurgen definieren die zu behandelnde Stelle im Gehirn und leiten die Behandlung.</p><h2>Neuroradiologie: Exakte Bildgebung</h2><p>Der Eingriff ist nur mithilfe der MRT-Bilder aus der Neuroradiologie durchführbar. Die Spezialisten für die Bildgebung sorgen so dafür, den richtigen Bereich im Gehirn zu identifizieren. So können die Neurochirurgen den Eingriff auf den Millimeter genau durchführen.</p><h2>Eingriff als Teamleistung</h2><p>In der Praxis entsteht ein eng abgestimmter Arbeitsablauf, denn MRgFUS verlangt nicht nur Austausch, sondern klar definierte Prozesse. Auf eine gemeinsame Fallbesprechung folgt die präzise Planung, der eigentliche Eingriff wird im Team durchgeführt und die Nachsorge erfolgt erneut unter gemeinsamer Beobachtung. Jede Entscheidung wird im interdisziplinären Dialog getroffen. Damit erhalten die Patienten nicht nur eine innovative Therapie, sondern auch die optimale Betreuung mehrerer Fachrichtungen „aus einer Hand“.</p><p><strong>Erstgespräch vereinbaren!&nbsp;</strong></p><p>Sind Sie selbst oder ein Angehöriger von einem essenziellen Tremor betroffen und interessieren sich für die MRgFUS-Therapie?&nbsp;</p><p>Nehmen Sie Kontakt mit uns auf und wir beraten Sie, ob die Behandlung für Sie in Frage kommt. E-Mail:&nbsp;<a href="mailto:MRgFUS@sana.de">MRgFUS@sana.de</a></p><p>Aufgrund der großen Nachfrage kann die Beantwortung der Anfragen aktuell etwas Zeit in Anspruch nehmen. Wir danken Ihnen herzlich für Ihr Verständnis und melden uns so bald wie möglich bei Ihnen!&nbsp;</p><p><strong>Mehr Informationen:&nbsp;</strong></p><p><a href="https://www.sana.de/duisburg/medizin-pflege/neurologie" target="_blank">Neurologie | Duisburg&nbsp;</a></p><p><a href="https://www.sana.de/duisburg/medizin-pflege/neurochirurgie" target="_blank">Neurochirurgie | Duisburg</a></p><p><a href="https://www.sana.de/duisburg/medizin-pflege/radiologie-und-neuroradiologie" target="_blank">Radiologie | Duisburg</a></p><p><a href="https://register.awmf.org/assets/guidelines/030-011l_S2k_Tremor_2022-08.pdf" target="_blank">Leitlinien für Diagnostik und Therapie in der Neurologie: Tremor</a></p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/557d7834-8e45-4ec5-92d4-28f9818361a2/1920_251212teamsanaklinikenduisburgbeimrgfus-therapie.jpg?10000"><p><i>Die Behandlung mit MRgFUS erfordert Teamarbeit zwischen Spezialisten aus Neurologie, Neuroradiologie und Neurochirurgie der Sana Kliniken Duisburg.</i></p><p><a href="https://www.sana.de/newsroom/asset/557d7834-8e45-4ec5-92d4-28f9818361a2/251212teamsanaklinikenduisburgbeimrgfus-therapie/" target="_blank">Download und Copyright</a></p>]]></description><category><![CDATA[Themendienst,uk-hol,Neurologie,Duisburg]]></category>
            <pubDate>Mon, 12 Jan 2026 07:02:00 +0100</pubDate>
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                        <title>Fokussierter Ultraschall: Nach 60 Jahren endlich beschwerdefrei</title>
                        <link>https://www.sana.de/newsroom/fokussierter-ultraschall-nach-60-jahren-endlich-beschwerdefrei/</link>
                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/fokussierter-ultraschall-nach-60-jahren-endlich-beschwerdefrei/</guid><pp:caseid>732839</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><strong>Sechs Jahrzehnte lang litt Brigitte F. unter unkontrollierbarem Zittern unklarer Ursache. Mediziner sprechen von essenziellem Tremor. Dank einer neuartigen, besonders schonenden Behandlung an den Sana Kliniken Duisburg ist sie heute nahezu beschwerdefrei.</strong></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p>Fast ihr ganzes Leben begleitete Brigitte F. ein Zittern, das sie nie kontrollieren konnte. Was mit 19 Jahren begann, entwickelte sich über sechs Jahrzehnte hinweg zu einer immer größeren Belastung. Die Hände zitterten unaufhörlich und auch am Kopf zeigten sich die Symptome. Ursache dafür war wahrscheinlich eine genetische Veranlagung, denn schon die Mutter der Patientin sowie ihre Geschwister und deren Mutter litten an einem Tremor. Für Brigitte F. bedeutete die Diagnose vor allem eines: zunehmende Einschränkung im Alltag.</p><h2>Einfache Dinge werden zur Herausforderung</h2><p>Mit den Jahren wurde das Zittern stärker. Besonders die linke Hand machte ihr zunehmend zu schaffen. „Ich konnte in den letzten Monaten kaum ein Glas halten, geschweige denn daraus trinken, ohne alles zu verschütten“, erinnert sich die heute 80-Jährige. Für eine Frau, die allein lebt und deren Kinder weit weg in Amerika leben, wurde selbst das scheinbar Selbstverständliche zur täglichen Herausforderung. Über viele Jahre hinweg versuchte die Patientin, mit Medikamenten wie Primidon Linderung zu finden, doch der Erfolg blieb aus. Nach mehr als 20 Jahren Therapie hatte sie sich schließlich damit abgefunden, dass sich ihr Zustand wohl nicht mehr verbessern würde.</p><h2>Wendepunkt durch fokussierte Ultraschall-Behandlung</h2><p>Dann kam der Wendepunkt – eher zufällig. In der Zeitung las Brigitte F. von einer neuartigen, besonders schonenden Behandlungsmethode: dem Magnetresonanz-gesteuerten fokussierten Ultraschall, kurz MRgFUS. Ihr Neurologe, Privatdozent Dr. med. Martin Winterholler vom Sana Krankenhaus Rummelsberg, organisierte zeitnah die Überweisung zu den Spezialisten der Sana Kliniken Duisburg. Mitte November 2025 war es schließlich so weit. Sie machte sich auf den Weg von ihrem Heimatort Nürnberg zur Therapie nach Duisburg.</p><h2>Plötzlich wieder Ruhe in den Händen</h2><p>Angst oder Sorgen hatte Brigitte F. nicht. „Ich hatte vollstes Vertrauen zu den Ärzten“, sagt sie. “Ich wurde über alle Schritte genau informiert, es war eine sehr gute Erfahrung mit dem Team der Sana Kliniken Duisburg. Wir haben sogar gelacht, während mir die Kanülen gesetzt wurden. Ich habe sehr schwer zu findende Venen, das weiß ich.” Daraufhin folgte die Therapie im MRT und das Vertrauen wurde belohnt.&nbsp;</p><p>“Obwohl sich alles sehr ungewohnt angefühlt und vier Stunden gedauert hat, hatte ich keinerlei Schmerzen oder Unwohlsein. Ich war die ganze Zeit wach und musste zum Beispiel mit der linken Hand Kreise malen. Zu Beginn habe ich gezittert wie immer, nach und nach wurde es besser und am Ende der Prozedur konnte ich ohne den Tremor mehrere große Kreise hintereinander zeichnen. Da lag ich noch in der Röhre. Danach wurde ich auf den Gang gebracht, die Experten standen um mich herum und wir haben zusammen geklatscht, weil alle sehr glücklich über den tollen Erfolg waren. Sogar das Zittern am Kopf wurde besser, wobei das Ziel der Therapie ja die linke Hand war”, berichtet Brigitte F. Nach Jahrzehnten des Zitterns plötzlich wieder Ruhe in der linken Hand und am Kopf, ein unglaubliches Gefühl nach so langer Zeit.</p><p>Die MRgFUS-Therapie gilt als besonders schonend und wird derzeit nur an wenigen Kliniken in Deutschland durchgeführt. Für Brigitte F. bedeutete sie nicht nur medizinischen Fortschritt, sondern vor allem ein neues Stück Lebensqualität im Alltag. Nach 60 Jahren Zittern kann sie heute wieder normal aus einem Glas trinken.&nbsp;</p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/ef03591d-84cc-44e5-bda1-f3958f3d5160/1920_251218vorher-nachhertestmrgfus.jpg?10000"><p><i>Vor der Therapie ist das Zittern beim Zeichnen der Linie sehr deutlich. Nach der Behandlung mit MRgFUS an den Sana Kliniken Duisburg kann die Patientin die Spirale mit ruhiger Hand zeichnen.</i></p><p><a href="https://www.sana.de/newsroom/asset/ef03591d-84cc-44e5-bda1-f3958f3d5160/251218vorher-nachhertestmrgfus/" target="_blank">Download und Copyright</a></p><p>&nbsp;</p>]]></description><category><![CDATA[Themendienst,uk-hol,Neurologie,Duisburg]]></category>
            <pubDate>Mon, 12 Jan 2026 07:01:00 +0100</pubDate>
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                        <title>Fokussierter Ultraschall: &quot;Ich habe mich wie ein neuer Mensch gefühlt&quot;</title>
                        <link>https://www.sana.de/newsroom/fokussierter-ultraschall-ich-habe-mich-wie-ein-neuer-mensch-gefuehlt/</link>
                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/fokussierter-ultraschall-ich-habe-mich-wie-ein-neuer-mensch-gefuehlt/</guid><pp:caseid>732836</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><strong>Als Norbert R. das erste Mal das unkontrollierbare Zittern seiner Hände bemerkte, war er noch im Polizeidienst. Das ist mittlerweile 20 Jahre her. Direkt nach der Behandlung mit fokussiertem Ultraschall in den Sana Klinken Duisburg konnte er wieder Trinken und Schreiben. &nbsp;</strong></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p>Zum ersten Mal bemerkte Norbert R. das Zittern während eines einhändigen Schießtrainings. Die Waffe lag ruhig in der linken Hand, doch die rechte gehorchte ihm nicht mehr. „Ich konnte sie einfach nicht stillhalten“, erinnert sich der ehemalige Polizist. „In dem Moment habe ich gemerkt, dass etwas nicht stimmt. Es war ein beunruhigendes Gefühl, besonders in einem Beruf, in dem Kontrolle und Präzision selbstverständlich sind."</p><p>Die Unsicherheit blieb. Auch im Alltag zitterte die Hand immer wieder, zunächst kaum wahrnehmbar, dann zunehmend deutlicher. Mehrere ärztliche Untersuchungen folgten, doch eine klare Ursache ließ sich nicht finden. Schließlich lautete die Diagnose essenzieller Tremor. Verschiedene medikamentöse Therapieversuche, unter anderem mit Propranolol und Primidon, brachten keine spürbare Besserung. Stattdessen traten Nebenwirkungen auf, die eine zusätzliche Belastung darstellten.</p><p>„Irgendwann habe ich mich damit abgefunden, dass sich daran wohl nichts mehr ändern würde“, sagt er. Über Jahre lernte er, mit dem Zittern zu leben – oft still, manchmal frustriert. Doch in den vergangenen fünf Jahren nahmen die Symptome erneut zu. Dinge, die früher selbstverständlich waren, wurden mühsam: ein Glas sicher halten, sauber essen, ruhig schreiben.</p><h2>Durch Zufall zur wirksamen Therapie</h2><p>Dass sich daran doch noch etwas ändern sollte, war reiner Zufall. Eigentlich befand er sich wegen anderer Beschwerden in ärztlicher Behandlung. Im Gespräch erwähnte er beiläufig auch das Zittern seiner Hände. Sein Arzt reagierte sofort und erzählte ihm von einer neuartigen Therapiemethode mit fokussiertem Ultraschall an den Sana Klinken Duisburg. „Es war genau der richtige Moment“, sagt der Patient. „Zum ersten Mal hatte ich wieder Hoffnung.“</p><p>Er informierte sich intensiv, sah Erfahrungsberichte anderer Betroffener und sprach mit einem ehemaligen Kollegen, der diese Behandlung selbst erlebt hatte. Dessen positive Erfahrungen gaben schließlich den Ausschlag. „Ich war überzeugt, dass ich es versuchen muss.“ Mitte August erhielt er seinen Termin in den Sana Kliniken Duisburg.</p><h2>Neuanfang mit 75 Jahren</h2><p>Schon kurz nach der Behandlung spürte Norbert R. die positive Veränderung. „Ich habe mich wie ein neuer Mensch gefühlt“, sagt er glücklich. Vor allem die kleinen Dinge machten für ihn den Unterschied: in Ruhe essen, ein Glas Wasser ohne Zittern zum Mund führen. „Für mich sind die Symptome vollständig verschwunden“, so der Patient.</p><p>Mit 75 Jahren hat Norbert R. seine Selbstständigkeit im Alltag zurückgewonnen. „Ich bin dem gesamten Team um Professor Nacimiento unendlich dankbar“, sagt er. Und mit einem Augenzwinkern fügt er noch hinzu: "Nacimiento ist ja auch das spanische Wort für Geburt.”&nbsp;</p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/2f4b3e67-04d3-441f-9e45-46b2234aa3ee/1920_251218mrgfuspatient.jpg?10000"><p><i>Nach der MRgFUS-Therapie sind Patient und das Team der Sana Kliniken Duisburg glücklich über den Behandlungserfolg.</i></p><p><a href="https://www.sana.de/newsroom/asset/2f4b3e67-04d3-441f-9e45-46b2234aa3ee/251218mrgfuspatient/" target="_blank">Download und Copyright</a></p><p>&nbsp;</p>]]></description><category><![CDATA[Themendienst,uk-hol,Neurologie,Duisburg]]></category>
            <pubDate>Mon, 12 Jan 2026 07:00:00 +0100</pubDate>
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                        <title>Schlaganfallversorgung im ländlichen Raum: Sana ist Partner in bundesweit spezialisierten Netzwerken</title>
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                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/schlaganfallversorgung-im-laendlichen-raum-sana-ist-partner-in-bundesweit-spezialisierten-netzwerken/</guid><pp:caseid>726214</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><strong>Rund 270.000 Menschen erleiden in Deutschland jährlich einen Schlaganfall. Viele Betroffene leben in ländlichen Regionen, in denen eine spezialisierte Versorgung nicht unmittelbar verfügbar ist. Sana Kliniken in ganz Deutschland sind in mehreren überregionalen Schlaganfallnetzwerken aktiv, um die Versorgung von Schlaganfallpatientinnen und -patienten zu verbessern.</strong></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/e792a7b6-43ab-4924-82d7-b9d21e0507d2/1920_newfile3.jpg?10000"><p>Der Innovationsausschuss des G-BA will die <a href="https://www.aerzteblatt.de/news/schlaganfallversorgung-innovationsausschuss-hat-landlichen-raum-im-blick-997a0a01-b6e4-4df3-8017-e5bdd4ff931a" target="_blank">Schlaganfallversorgung</a> im ländlichen Raum verbessern. Neue Konzepte wie Telemedizin sollen helfen, Patienten auch fernab von spezialisierten Zentren schnell und gut zu behandeln. So sollen Unterschiede in der Versorgung zwischen Stadt und Land verringert werden.</p><p>Für Sana ist das Engagement in überregionalen Schlaganfallnetzwerken mehr als medizinische Pflicht, es unterstützt die strategische Ausrichtung als integrierter Gesundheitsdienstleister.</p><p>Dr. Jens Schick, Chief Operating Officer der Sana Kliniken AG, erklärt: „Wir übernehmen Verantwortung für eine flächendeckende und qualitativ hochwertige Versorgung. Insbesondere in ländlichen Regionen, in denen der Fachkräftemangel und große Entfernungen Herausforderungen mit sich bringen. Nicht jede Klinik muss alles leisten können, aber die Krankenhäuser sollten vernetzt sein. Netzwerke ermöglichen eine auf die regionalen Rahmenbedingungen abgestimmte medizinische Versorgung im unmittelbaren Lebensumfeld der Patienten vor Ort.“</p><p>Mit diesem Ansatz unterstützt Sana auch zentrale Ziele der aktuellen Gesundheitspolitik, zum Beispiel den Ausbau der sektorenübergreifenden Versorgung und die Sicherung der medizinischen Versorgung in ländlichen Gebieten.</p><h2>Teleneurologie sichert Versorgung&nbsp;</h2><p>Die Akutversorgung der Patienten funktioniert grundsätzlich in allen Netzwerken nach einem ähnlichen Schema. Nach Aufnahme in einer regionalen Klinik, können die Ärzte vor Ort sich bei Bedarf über eine Videokonferenz mit Spezialisten im Netzwerk verbinden. Über verschlüsselte Netze lassen sich CT- oder MRT-Bilder für die gemeinsame Besprechung übertragen.&nbsp;</p><p>Innerhalb weniger Minuten kann dann auch in ländlichen Regionen ohne spezialisierte Teams die Therapie mittels Thrombolyse, das heißt die medikamentöse Auflösung des Blutgerinnsels im Gehirn, beginnen. Falls der Patient oder die Patientin ein Fall für die mechanische Entfernung des Thrombus mittels Thrombektomie ist, erfolgt die sofortige Verlegung in ein spezialisiertes Zentrum.</p><h2>Zukunft gemeinsam mit Partnern gestalten</h2><p>Die überregionale Schlaganfallversorgung zeigt, wie träger- und standortübergreifende Zusammenarbeit zwischen Klinikverbünden, Fachgesellschaften und Telemedizinzentren funktionieren kann. Der Ausbau von Netzwerken spielt für die künftige Versorgungslandschaft in Deutschland im Hinblick auf Patientenorientierung, Qualität und Wirtschaftlichkeit eine bedeutende Rolle.</p><p>„Wichtig ist der Nutzen der medizinischen und pflegerischen Versorgung für die Gesundheit jedes Einzelnen. Eine gute Ergebnisqualität erreichen wir am besten gemeinsam mit unseren Netzwerkpartnern“, so Schick.</p><h2>Die Netzwerke im Überblick</h2><p>Die Sana Kliniken arbeiten mit mehreren überregionalen Netzwerken zusammen, die je nach regionalem Bedarf und Versorgungsstruktur unterschiedliche Konzepte umsetzen. Diese Kooperationen ermöglichen unter anderem eine 24/7-telemedizinische Befundung durch neurologische Spezialzentren, abgestimmte Behandlungspfade und gemeinsame Qualitätsstandards.</p><h3>TEMPiS</h3><p>Das Sana Klinikum Cham ist Teil des Netzwerks <a href="https://tempis.de/netzwerkpartner/" target="_blank">TEMPiS</a>, das auf telemedizinische Diagnostik durch neurologische Expertenzentren, strukturierte Protokolle und standardisierte Qualitätssicherung setzt. TEMPiS bedeutet Telemedizinisches Projekt zur integrierten Schlaganfallversorgung in der Region Südostbayern.</p><h3>STENO</h3><p>Die Sana Kliniken in Hof, Oberfranken und Rummelsberg sind aktive Mitglieder im Schlaganfallnetzwerk mit Telemedizin in Nordbayern, kurz <a href="https://www.steno-netz.de/versorgungsregion/" target="_blank">STENO</a>. STENO vereint Kliniken unterschiedlicher Versorgungsstufen, vom Grundversorger bis zur spezialisierten Stroke Unit, und optimiert Diagnostik sowie Therapie über abgestimmte Behandlungspfade.&nbsp;</p><h3>SOS-NET</h3><p>Das Lausitzer Seenland Klinikum in Hoyerswerda sowie die Sana Kliniken Niederlausitz sind Kooperationspartner im Neurovaskulären Netzwerk Ostsachsen/Südbrandenburg <a href="https://www.sos-net.de/das-netzwerk/struktur/sos-net-kooperationskliniken" target="_blank">SOS-NET</a>, das eine eng abgestimmte Notfallversorgung mit strukturierter Nachsorge verbindet.</p><h3>ANNOTeM</h3><p>In Nordostdeutschland ist <a href="https://www.annotem.de/netzwerk/kooperationspartner/" target="_blank">ANNOTeM</a> aktiv. Die Abkürzung steht für Akutneurologische Versorgung in Nordostdeutschland mit telemedizinischer Unterstützung. Die Sana Kliniken auf Rügen und in Templin sind Teil dieses Netzwerks, das telemedizinische Betreuung und regionale Expertise in einer versorgungsstrukturell herausfordernden Region in Deutschland sicherstellt.</p><h3>Schlaganfallnetzwerk Nord-Ost</h3><p>Das Sana Klinikum Lübeck ist im Schlaganfallnetzwerk Nord-Ost aktiv, das die Patientenversorgung der Region durch Telekonsile, Fortbildungsprogramme und abgestimmte Qualitätsstandards sichert.</p><p>&nbsp;</p>]]></description><category><![CDATA[Themendienst,uk-hol,Neurologie]]></category>
            <pubDate>Mon, 27 Oct 2025 07:59:28 +0100</pubDate>
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                        <title>Sana Kliniken Lübeck stärken Patientenbegleitung mit Schlaganfall-Helferin</title>
                        <link>https://www.sana.de/newsroom/sana-kliniken-luebeck-staerken-patientenbegleitung-mit-schlaganfall-helferin/</link>
                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/sana-kliniken-luebeck-staerken-patientenbegleitung-mit-schlaganfall-helferin/</guid><pp:caseid>726217</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><strong>Auf der Stroke Unit der Sana Kliniken Lübeck hat eine neue, besondere Form der Unterstützung Einzug gehalten. Mit Andrea Eißer steht den Patientinnen und Patienten sowie ihren Angehörigen nun eine ausgebildete Schlaganfall-Helferin zur Seite.</strong></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/eea63b23-9baf-4d92-982c-a1124482d5fd/1920_img-8554.jpg?51632"><p>Ein Schlaganfall verändert das Leben von einer Sekunde auf die andere. Neben der medizinischen Akutversorgung entstehen viele Fragen, Sorgen und Unsicherheiten. Angehörige und Betroffene stehen vor neuen Herausforderungen: Wie geht es weiter? Welche Unterstützung gibt es im Alltag? Wie gelingt die Rückkehr in ein selbstbestimmtes Leben?</p><p>Hier setzt die Arbeit von Andrea Eißer an. Sie nimmt sich Zeit für Gespräche, vermittelt Sicherheit und begleitet Patientinnen und Patienten auf ihrem Weg zurück in den Alltag. Dabei unterstützt sie bei organisatorischen Fragen, erklärt Abläufe, hilft bei Formularen und vernetzt mit passenden Angeboten.</p><p>Andrea Eißer weiß aus eigener Erfahrung, was Betroffene bewegt. Sie hatte selbst vor mehr als 20 Jahren einen Schlaganfall. Einige Jahre später lernte sie Dr. Jens Schaumberg, Chefarzt der Klinik für Neurologie an den Sana Kliniken Lübeck, als Referent in ihrer Selbsthilfegruppe kennen. Danach hat Andrea Eißer sich bewusst entschieden, anderen auf diesem Weg beizustehen. Diese wichtige Aufgabe übernimmt sie zusätzlich zu ihrer Tätigkeit beim Kinderschutzbund an einer Grundschule.</p><p>„Mir ist wichtig, dass niemand mit seinen Ängsten oder Fragen allein bleibt“, sagt sie. „Ein Schlaganfall ist nicht das Ende, sondern kann der Anfang eines neuen Weges sein. Ich möchte Mut machen und zeigen, dass man auch mit den Folgen wieder Lebensfreude finden kann.“</p><h2>Ergänzung der Versorgung</h2><p>Das Konzept kommt an. Patientinnen, Patienten und Angehörige empfinden die persönliche und individuell abgestimmte Begleitung als wertvolle Ergänzung zur medizinischen und pflegerischen Versorgung. Gleichzeitig entlastet die neue Rolle das Klinikteam. Zweimal in der Woche ist die Schlaganfall-Helferin nachmittags in der Klinik im Einsatz.</p><p>„Frau Eißer bringt die Perspektive einer Betroffenen mit. Das schafft Vertrauen und eröffnet neue Zugänge in der Kommunikation mit unseren Patienten“, betont Dr. Jens Schaumberg. Auch Marcus Ohlrich, leitender Oberarzt, bestätigt: „Die Rückmeldungen sind durchweg positiv. Viele Angehörige schätzen es sehr, dass sie über die Akutphase hinaus eine feste Ansprechpartnerin haben.“</p><h2>Betroffene langfristig stärken</h2><p>Mit der Einführung der Schlaganfall-Helferin beschreiten die Sana Kliniken Lübeck einen innovativen Weg: medizinische Exzellenz trifft auf empathische Begleitung. Ziel ist es, Betroffene und ihre Familien langfristig zu stärken und auf ihrem individuellen Weg in ein neues Gleichgewicht zu begleiten.</p><p>Andrea Eißer wünscht sich, dass es künftig noch viel mehr Schlaganfall-Helferinnnen und -Helfer in Deutschland gibt, die in Kliniken gehen und den Betroffenen sowie deren Familien Unterstützung anbieten können.&nbsp;</p><p>Weitere Informationen zum Konzept der Schlaganfall-Helferinnen und -Helfer gibt es bei der <a href="https://www.schlaganfall-hilfe.de/de/das-tun-wir/aktivitaeten/schlaganfall-helfer#0" target="_blank">Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe</a>.</p><p>&nbsp;</p>]]></description><category><![CDATA[Themendienst,uk-hol,Neurologie]]></category>
            <pubDate>Mon, 27 Oct 2025 07:59:16 +0100</pubDate>
            <enclosure url="https://content.presspage.com/uploads/2914/eea63b23-9baf-4d92-982c-a1124482d5fd/500_img-8554.jpg?51632" length="0" type="image/jpg" />
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                <pp:imageOriginal>https://content.presspage.com/uploads/2914/eea63b23-9baf-4d92-982c-a1124482d5fd/img-8554.jpg?51632</pp:imageOriginal><pp:imageTitle><![CDATA[Schlaganfall-Helferin]]></pp:imageTitle><pp:imageDescription><![CDATA[Marcus Ohlrich, ltd. Oberarzt (links) und Dr. Jens Schaumberg, Chefarzt der Klinik f&amp;uuml;r Neurologie, freuen sich sehr &amp;uuml;ber die Unterst&amp;uuml;tzung der Schlaganfall-Helferin, Andrea Ei&amp;szlig;er]]></pp:imageDescription></item><item>
                        <title>Herzinfarkt vermeiden: Prävention hat zu wenig Priorität in Deutschland</title>
                        <link>https://www.sana.de/newsroom/herzinfarkt-vermeiden-praevention-hat-zu-wenig-prioritaet-in-deutschland/</link>
                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/herzinfarkt-vermeiden-praevention-hat-zu-wenig-prioritaet-in-deutschland/</guid><pp:caseid>725642</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><strong>Die Lebenserwartung der Menschen in Deutschland liegt im internationalen Vergleich zu führenden Industrienationen zurück. Herz-Kreislauf-Erkrankungen spielen dabei eine entscheidende Rolle. Daher kommt der Prävention eine große Bedeutung zu. Sowohl für die Gesundheit jedes Einzelnen als auch für die Gesellschaft insgesamt.</strong></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/13555111-6e05-4624-b8e9-7d67000c58a3/1920_251020dr.brunildaalushipraumlventionundkardiologie.jpg?27111"><p>Herzerkrankungen gelten gemeinhin als Problem älterer Menschen. Zwar steigt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen tatsächlich mit zunehmendem Alter, doch auch Jüngere können betroffen sein. Deshalb ist es wichtig, sich frühzeitig um die eigene Herzgesundheit zu kümmern. Idealerweise ab dem 40. Lebensjahr bei Männern und ab etwa 50 Jahren bei Frauen, mit Beginn der Wechseljahre.</p><h2>Warum ist die Lebenserwartung in Deutschland vergleichsweise niedrig?</h2><p>Mit dieser Frage beschäftigte sich ein <a href="https://link.springer.com/article/10.1007/s10654-023-00995-5" target="_blank">Forschungsteam</a> aus Deutschland. Die Wissenschaftler verglichen die Daten aus Deutschland mit den Ergebnissen aus sechs anderen Industrieländern, darunter die Schweiz und Frankreich. Deutschland schneidet sehr schlecht ab, nur in den USA ist die Lebenserwartung noch niedriger. Dr. Brunilda Alushi, Kardiologin bei Conradia Medical Prevention der Sana Gesundheit GmbH, erklärt: “Diese Ergebnisse sind selbst für mich als Kardiologin eine negative Überraschung. Kardiovaskuläre Risikofaktoren stehen im Fokus. Wir tun in Deutschland zu wenig für die Prävention, das zeigt diese Analyse deutlich auf.”&nbsp;</p><p>An dieser Stelle setzt das Geschäftsfeld “Sana Gesundheit” an. Es gibt bereits <a href="https://sana-praevention.de/" target="_blank">Präventionszentren</a> in einigen Großstädten, zum Beispiel in München und Hamburg, die Check-ups für Unternehmen, aber auch für Privatkunden anbieten.</p><h2>Rechtzeitig vorsorgen, regelmäßig zum Check-up</h2><p>Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind in Deutschland die häufigste Todesursache. Die Risikofaktoren sind weitgehend bekannt. Neben genetischen Einflüssen zählen Alter, Geschlecht, Bluthochdruck, Diabetes mellitus und ein erhöhter LDL-Cholesterinspiegel – das sogenannte „schlechte Cholesterin“ – zu den Hauptursachen. Doch auch Menschen, die sich gesund ernähren, regelmäßig Sport treiben und keine Beschwerden haben, können von kardiovaskulären Erkrankungen betroffen sein. Eine Früherkennungsuntersuchung kann helfen, solche Erkrankungen rechtzeitig zu diagnostizieren und erfolgreich zu behandeln.</p><p>Kernelement einer gezielten Prävention ist daher die Untersuchung des Herz-Kreislauf-Risikoprofils. Gerade bei Herz-Kreislauferkrankungen lässt sich präventiv viel erreichen.&nbsp;</p><p>Die folgenden Untersuchungen und Tests gehören in der Regel zu einem ausführlichen kardiovaskulären Check:</p><ul><li data-list-item-id="e66d7315d760527700d9a4a0960aecf65">Eigenanamnese: Vorerkrankungen, aktuelle Beschwerden, Medikamenteneinnahme, Lebensstil mit Angaben zu Ernährung, Alkoholkonsum, Rauchverhalten, sportlichen Aktivitäten und Schlafqualität.</li><li data-list-item-id="eb5cf37544021be08d3f18bfc83377ca6">Familienanamnese: Relevante Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei nahestehenden Verwandten.</li><li data-list-item-id="e155a596e961fa3339a6df66d9ee25295">Körperliche Untersuchung: Auskultation (Abhören) des Herzens und der Lunge, Blutdruckmessung, Überprüfung des peripheren Pulsstatus, Messung des Körpergewichtes inklusive Körperfett und Muskelmasse.</li><li data-list-item-id="ec5d5ac13286721d236ff1ac539b1b885">Blutuntersuchungen: Analyse des Fett- und Zuckerstoffwechsels.</li><li data-list-item-id="e8c035a677271625d042ddc927b518b95">Ruhe-EKG: Ausschluss von Herzrhythmusstörungen und Untersuchung der Herzfunktion.</li><li data-list-item-id="e3e4bf1be54e5a6e446f1afe15a0a018a">Echokardiografie (Herz-Ultraschall): Beurteilung der Herzmuskelfunktion, Ausschluss oder Diagnose von Herzklappenerkrankungen.</li><li data-list-item-id="e5052a5bafa9d243b2fa0067755f398d2">Spiroergometrie (Belastungs-EKG mit Atemgasanalyse): Untersuchung der Herzkranzgefäße, Beurteilung der Ausdauerleistungsfähigkeit, Bestimmung der individuellen Trainingsbereiche zur optimalen Steuerung für regelmäßigen Ausdauersport.</li></ul><p>Brunilda Alushi erklärt: “Neben unseren Unternehmenskunden kommen auch zunehmend Privatpersonen zu uns, die einen Check-up wünschen. Manche privaten Krankenkassen übernehmen einen Teil der Kosten. Dies ist aber immer individuell zu klären.”</p><p>Anlaufstelle für umfangreiche Chek-ups wie diese sind spezialisierte Zentren: <a href="https://sana-praevention.de/" target="_blank">Sana Praevention</a></p><h2>Jeder Tag zählt</h2><p>Zusätzlich zu einem Herz-Check lässt sich jeden Tag viel für die Herzgesundheit tun. Hier die wichtigsten Empfehlungen der Kardiologin:</p><ul><li data-list-item-id="ee3d85815819c48b5f76de465082eb5bc">Gesunde Ernährung: Die Mehrheit der Menschen in Deutschland ernährt sich ungesund. Das trägt wesentlich zur Entstehung von Herz-Kreislauferkrankungen bei. Ein großes Problem sind hoch verarbeitete Lebensmittel, wie Fertigpizza und Co.</li><li data-list-item-id="e8835672192a2b47cc4ea36df9c18ae63">Bewegung, Bewegung, Bewegung: Inaktivität hat viele negative Folgen, auch auf das Herz. Eine Kombination aus Kraftübungen und Ausdauerbelastung ist nach heutigen Wissensstand gut für die Herzgesundheit. Niemand muss deswegen ins Fitnesscenter gehen oder “Sportler” werden. Treppe anstatt Aufzug, mit dem Rad in die Arbeit, Kniebeugen beim Zähneputzen. Es gibt viele gute Möglichkeiten, Aktivitäten in den Tagesablauf zu integrieren.</li><li data-list-item-id="e83d69cbeb607728bbeb1554a44d914f2">Versteckte Probleme finden: Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Cholesterin und Diabetes erkennen und behandeln.</li><li data-list-item-id="e889ef35d65cb284307c1021b96bf12f0">Rauchstopp: Wer regelmäßig raucht, schädigt Gefäße und Herz. Es ist nie zu spät, Nichtraucher zu werden. Wem das schwerfällt, kann sich professionelle Hilfe suchen und zum Beispiel an einem Raucherentwöhnungsprogramm teilnehmen.</li></ul>]]></description><category><![CDATA[Themendienst,uk-hol,kardiologie,Praevention]]></category>
            <pubDate>Tue, 21 Oct 2025 07:00:00 +0200</pubDate>
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                        <title>Wenn Sport das Herz belastet: Zu viel Ausdauertraining kann das Risiko erhöhen</title>
                        <link>https://www.sana.de/newsroom/wenn-sport-das-herz-belastet-zu-viel-ausdauertraining-kann-das-risiko-erhoehen/</link>
                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/wenn-sport-das-herz-belastet-zu-viel-ausdauertraining-kann-das-risiko-erhoehen/</guid><pp:caseid>725502</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><strong>Im April 2024 berichteten die Medien über den tragischen Tod des Schweizer Marathonläufers Adrian Lehmann, der mit nur 34 Jahren einen Herzinfarkt erlitt. Im September 2025 starb die äthiopische Marathonläuferin Shewarge Alene nach einer Trainingseinheit. Solche Fälle werfen die Frage auf: Wie kann das passieren? Sportler gelten doch als gesund, weil sie regelmäßig trainieren. Sollte man meinen. Aktuelle Studien zeigen jedoch, dass zu intensiver Ausdauersport dem Herzen langfristig schaden kann.</strong></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/06c6fc95-2263-46d9-89cc-7dc5fddf33cf/1920_professortimmbauer.jpg?29558"><p>Zu wenig Bewegung ist ungesund, zu viel Sport, insbesondere sehr intensive Ausdauerbelastung, kann aber ebenfalls Risiken bergen.</p><h2>Wann wird Ausdauerbelastung problematisch?</h2><p>Schon 2008 zeigte eine <a href="https://academic.oup.com/eurheartj/article-abstract/29/15/1903/509365?redirectedFrom=fulltext" target="_blank">Studie</a> mit mehr als 100 gesunden, sportlichen Männern über 50 Jahren, dass selbst langjährige Marathonläufer Verkalkungen in den Herzkranzgefäßen entwickeln können. Professor Timm Bauer, Chefarzt der Klinik für Kardiologie, Internistische Intensivmedizin und Allgemeine Innere Medizin am Sana Klinikum Offenbach, erklärt: “Interessanterweise hatten die Sportler dieser Studie trotz eines eigentlich niedrigen Risikoprofils ähnlich viele Verkalkungen wie gleichaltrige Menschen. In manchen Fällen sogar mehr als Personen mit bekannten Risikofaktoren.”</p><p>Zunächst dachte man, dass sehr viel Ausdauersport lediglich zu „harmlosen“ Verkalkungen führt, die die Gefäße stabilisieren. Neuere Studien in den letzten Jahren konnten aber zeigen, dass intensiver und umfangreicher Ausdauersport zu bedeutsamen Verengungen und somit zu einer koronaren Herzerkrankung (KHK) führen kann. In der <a href="https://www.masteratheart.be/" target="_blank">Master@Heart Studie</a> aus dem Jahr 2023 hatten lebenslang aktive Ausdauerathleten ein doppelt so hohes Risiko für eine mindestens 50-prozentige Verengung in einem Herzkranzgefäß im Vergleich zu Kontrollpersonen, die nur wenig Sport trieben.</p><p>Besonders intensive und langjährige Trainingsbelastung erhöhen das Risiko. Neben den klassischen Risikofaktoren wie Alter, Rauchen, genetische Veranlagung, Bluthochdruck, Diabetes oder hohe Cholesterinwerte spielen bei Sportlern möglicherweise zwei Faktoren eine zusätzliche Rolle: zum einen die sehr hohe mechanische Belastung der Gefäße durch das umfangreiche Training und zum anderen eine chronische Entzündungsreaktion im Körper, wenn nicht auf eine ausreichende Regeneration geachtet wird.</p><p>“Wir wissen aus der Forschung, dass ein sehr umfangreiches Ausdauertraining über viele Jahre eine KHK begünstigen kann, interessanterweise gilt das nur für Männer”, so der Kardiologe. “Über Gründe kann man im Moment nur spekulieren. Hormonelle Faktoren spielen hier aber sicherlich eine Rolle.“</p><h2>Wie viel Training ist gesund?</h2><p>Ein internationales Forschungsteam um <a href="https://www.ahajournals.org/doi/full/10.1161/CIRCULATIONAHA.121.058162" target="_blank">Dong Hoon Lee</a> wertete über einen Zeitraum von etwa 30 Jahren Daten von über 116.000 Erwachsenen aus und untersuchte, wie sich langfristige körperliche Aktivität (moderate vs. intensive) auf die Sterblichkeit auswirkt. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass bereits moderate Bewegung das Sterberisiko für Herzkreislauf-Erkrankungen deutlich senkt.&nbsp;</p><p>“Der größte Nutzen zeigt sich bei 150 bis 300 Minuten intensiver oder 300 bis 600 Minuten moderater Bewegung pro Woche. Mehr Aktivität brachte zumindest in Bezug auf den Tod durch Herzkreislauferkrankungen eher Nachteile. Dennoch darf man nicht unterschlagen, dass Menschen, die sehr viel Ausdauersport machen, die geringste Gesamtsterblichkeit aufwiesen. Sie haben zwar ein etwas höheres Herzrisiko als Gesundheitssportler, jedoch ein deutlich niedrigeres Risiko, an anderen Erkrankungen (z.B. Krebs) zu versterben. Das weitaus größere Problem ist jedoch der Bewegungsmangel. Das allergrößte Sterberisiko haben die Sportmuffel”, so Timm Bauer.</p><h2>Welches Training ist gesund?</h2><p>Der Experte sagt: “Wer inaktiv ist, sollte sich unbedingt eine Bewegungsform suchen, die Spaß macht und sich regelmäßig in den Alltag integrieren lässt.” Bereits zehn Minuten Spazierengehen pro Tag erhöht das Wohlbefinden und reduziert das Sterberisiko – besonders bei älteren und kranken Menschen.” Die Kombination aus Ausdauerbelastung und Kraftübungen, sogenanntes Hybridtraining, ist besonders effektiv.</p><h2>Regelmäßiger Herz-Check für Extremsportler</h2><p>Regelmäßige Bewegung stärkt das Herz. Extremes, jahrzehntelanges Ausdauertraining scheint jedoch nicht automatisch vor einer koronaren Herzkrankheit (KHK) zu schützen, es birgt sogar Risiken.</p><p>Hobbysportlern erklärt der Kardiologe: “Bewegung ist sehr gut, langjährige, extreme Trainingsbelastungen können bei Männern aber das Risiko für Herzerkrankungen erhöhen.” Ambitionierte Ausdauersportler sollten ihr Herz deshalb regelmäßig ärztlich kontrollieren lassen.&nbsp;</p><p><strong>Lesen Sie auch: </strong><a href="https://www.sana.de/newsroom/hybridtraining-fuers-herz/" target="_blank">Hybridtraining fürs Herz</a></p><p style="margin-left:0px;"><a href="https://www.sana.de/offenbach/medizin-pflege/kardiologie-internistische-intensivmedizin-und-allgemeine-innere-medizin" target="_blank"><span style="margin:0px;">Mehr Informationen zur Klinik für Kardiologie, Internistische Intensivmedizin und Allgemeine Innere Medizin am Sana Klinikum Offenbach finden Sie hier</span></a>.</p><p><i>Symbolbild: Canva / Maridav</i></p><p>&nbsp;</p>]]></description><category><![CDATA[Themendienst,uk-hol,kardiologie]]></category>
            <pubDate>Tue, 21 Oct 2025 07:00:00 +0200</pubDate>
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                        <title>Klare Regeln fürs Herz: Neue Standards für den Herzultraschall</title>
                        <link>https://www.sana.de/newsroom/klare-regeln-fuers-herz-neue-standards-fuer-den-herzultraschall/</link>
                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/klare-regeln-fuers-herz-neue-standards-fuer-den-herzultraschall/</guid><pp:caseid>725499</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><strong>Wenn das Herz stolpert, zu schnell schlägt oder schwach wirkt, ist sie die wichtigste Untersuchungsmethode: die Echokardiografie, also der Herzultraschall. Sie ermöglicht Ärztinnen und Ärzten, in Echtzeit zu sehen, wie gut das Herz arbeitet, zum Beispiel ob die Klappen richtig schließen, die Herzkammern ausreichend pumpen oder sich Flüssigkeit um das Herz angesammelt hat.</strong></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p>Bislang wurde diese Untersuchung in vielen Praxen und Kliniken unterschiedlich durchgeführt. Jetzt sorgt eine neue <a href="https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/085-004" target="_blank">Leitlinie</a> der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) und der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) für einheitliche Qualitätsstandards. Ziel ist es, die Diagnosequalität zu verbessern und die Patientensicherheit zu erhöhen.</p><h2>Klare Standards, gemeinsame Sprache</h2><p>„Wir schaffen erstmals klare Standards, damit Herzultraschall-Untersuchungen überall nach denselben hohen Qualitätsmaßstäben ablaufen“, erklärt Privatdozent Dr. Jan Knierim, Koordinator der Leitlinie und Chefarzt für Innere Medizin und Kardiologie am Sana Paulinenkrankenhaus Berlin. „Das kommt direkt den Patientinnen und Patienten zugute, denn die Diagnosen werden sicherer und besser vergleichbar.“ Die neue Leitlinie legt genau fest, welche Bildaufnahmen, Messungen und Dokumentationen bei einer Echokardiografie verpflichtend sind. Sie definiert außerdem, wie Untersuchende vorgehen müssen, um die Funktion des Herzens korrekt zu beurteilen, sowohl in der Routineversorgung als auch in Notfallsituationen.</p><p>Jan Knierim weiß aus Erfahrung, wie unterschiedlich die Qualität solcher Untersuchungen bislang war: „Ich habe schon zahlreiche Herzultraschalle gesehen. Manche waren perfekt dokumentiert, andere erwiesen sich als lückenhaft oder schwer zu interpretieren. Das kann im Zweifel gravierende Folgen haben. Mit der neuen Leitlinie schaffen wir eine gemeinsame Sprache in der Herzdiagnostik.“</p><h2>Neue Leitlinie kann Leben retten</h2><p>Die Standardisierung soll nicht nur für erfahrene Kardiologinnen und Kardiologen gelten, sondern auch für Hausärztinnen, Internisten und Intensivmediziner, die Herzultraschall in ihrem Alltag einsetzen. Besonders in Notfällen, zum Beispiel bei akuter Atemnot, Kreislaufversagen oder Verdacht auf eine Herzbeuteltamponade, kann das neue strukturierte Vorgehen Zeit sparen und Leben retten. „Mit einem Herzultraschall können Ärzte im Prinzip innerhalb von Sekunden klären, ob das Herz zu schwach pumpt oder ein Klappenfehler vorliegt,“ so der Experte. „Solche Informationen sind in der Notfallmedizin Gold wert.“</p><p>Für Patientinnen und Patienten bringt die Leitlinie gleich mehrere Vorteile:</p><ul><li data-list-item-id="e995f19d3a3addb832e899b5280b9c678">Verlässlichere Befunde: Egal, ob die Untersuchung in der Hausarztpraxis, im Krankenhaus oder in einer Fachklinik erfolgt – die Ergebnisse sollen künftig besser vergleichbar sein.</li><li data-list-item-id="e4ac8fbaac65a07a440f05031cec9f702">Mehr Transparenz: Durch klar definierte Bild- und Messvorgaben können Patientinnen und Patienten besser nachvollziehen, wie ihre Werte zustande kommen.</li><li data-list-item-id="e7d48a7087a5b4f92ca4a19161d19521d">Höhere Sicherheit: Standardisierte Abläufe reduzieren das Risiko, dass Herzprobleme übersehen oder falsch eingeschätzt werden.</li><li data-list-item-id="e0120a44d5e29c3715861d388cf67e919">Bessere Ausbildung: Künftige Ärztinnen und Ärzte lernen schon im Studium und in der Weiterbildung nach den neuen Vorgaben zu untersuchen – die Qualität steigt also langfristig weiter.</li></ul><p><a href="https://www.sana.de/paulinenkrankenhaus/medizin-und-pflege" target="_blank">Mehr Informationen zum Sana Paulinenkrankenhaus finden Sie hier.</a></p><p>&nbsp;</p>]]></description><category><![CDATA[Themendienst,uk-hol,kardiologie]]></category>
            <pubDate>Tue, 21 Oct 2025 07:00:00 +0200</pubDate>
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                        <title>Ganzheitlich versorgt: Case-Management bei Brustkrebs</title>
                        <link>https://www.sana.de/newsroom/ganzheitlich-versorgt-case-management-bei-brustkrebs/</link>
                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/ganzheitlich-versorgt-case-management-bei-brustkrebs/</guid><pp:caseid>723622</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><strong>„Krebsfrei“ – ein kraftvolles Wort für Patientin Stefanie L. und Case-Managerin Gundi Jakob. Beide strahlen, auch wenn die Patientin noch etwas geschwächt wirkt. Soeben wurde ihr im Ambulanten Operationszentrum am Sana Klinikum Coburg der Port entfernt, über den sie monatelang Chemotherapie erhalten hatte. Mit diesem letzten Schritt der Behandlung richtet sie den Blick hoffnungsvoll nach vorn. Es folgen nun Nachsorge und eine antihormonelle Therapie.</strong></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/681d33fd-a628-48bd-b666-078a297f9bf6/1920_250924patientinmitcasemanagerincoburg.jpg?61030"><p style="text-align:justify;">Die Diagnose Brustkrebs ist ein Schock für Betroffene. Während die medizinische Versorgung wie eine gut geölte Maschine anläuft und in zertifizierten Brustkrebszentren wie dem am Sana Klinikum Coburg ein Rädchen ins andere greift, nimmt das sogenannte Case-Management andere Dinge in den Fokus: Wie kann der Alltag organisiert werden, von Kinderbetreuung bis zum Haushalt? Welche Rechte stehen mir zu und wie komme ich zur Anerkennung eines Grads der Behinderung (GdB)?</p><h2 style="text-align:justify;">Dolmetscherin für Patienten&nbsp;</h2><p style="text-align:justify;">Stefanie L. aus einer kleinen Gemeinde bei Coburg kennt all diese Fragestellungen. Vor ziemlich genau einem Jahr bekam die damals 36-jährige Mutter einer kleinen Tochter die Diagnose Brustkrebs. Sie hatte zuvor selbst eine Auffälligkeit ertastet und sich zügig um Abklärung bemüht. Die folgende Diagnose war die Bestätigung des Bauchgefühls, das sich zu dem Zeitpunkt bereits eingestellt hatte. „Es ging eigentlich alles sehr schnell, das war sicher auch gut so“, erläutert sie im Rückblick.&nbsp;</p><p style="text-align:justify;">Dennoch stürmte infolge der Diagnose einiges auf sie ein. Bereits am ersten Tag nach der operativen Entfernung des Tumors lernte sie Case-Managerin Gundi Jakob kennen, die ihr direkt ihre Durchwahl an die Hand gab. Gundi Jakob ist die Case-Managerin an der Frauenklinik am Sana Klinikum Coburg für Patientinnen mit Brustkrebs und gynäkologischen Krebserkrankungen. „Man muss ja auch die Informationen aus einem Arztgespräch erst einmal verarbeiten. Oft kann man in diesem Moment gar nicht alles erfassen und meistens kommen die Fragen erst im Nachgang“, erläutert Gundi Jakob. Sie fungiert nicht selten als Dolmetscherin zwischen Ärzten und Patienten, als Mittlerin und Vertraute, gibt Rückhalt und ordnet ein.</p><p style="text-align:justify;">„Für mich war die Begleitung mindestens genauso wichtig, wie die medizinische Behandlung“, gibt Stefanie L. freimütig zu. Ich hatte immer eine Ansprechpartnerin und wertvolle Unterstützung bei allen Fragen. So konnte ich mich voll und ganz auf meine Genesung konzentrieren.“</p><h2 style="text-align:justify;">In Netzwerken denken</h2><p style="text-align:justify;">Neben Empathie und Fachwissen ist eine ausgeprägte “Netzwerkdenke” Grundlage der Arbeit von Gundi Jakob. Sie kennt die Ansprechpartner an den wichtigen Stellen und ist zudem Teil des psychosozialen Netzwerkes im Haus. Oft und gern verlinkt sie auch Patientinnen miteinander. Gundi Jakob vertraut dabei auf ihr Bauchgefühl, ob es „matcht“. „Eine Patientin, die wie Stefanie L. schon weit in der Therapie fortgeschritten ist, kann einer Leidensgenossin, die gerade erst die Diagnose bekommen hat, Ängste nehmen und Mut machen. Und zwar auf einer ganz anderen Ebene als es beratende Stellen oder Ärzte tun können“, weiß sie aus Erfahrung.</p><h2 style="text-align:justify;">Kleine Stellschrauben, große Wirkung</h2><p style="text-align:justify;">Stefanie L. verbindet mit dem Status „krebsfrei“ die Rückkehr in ihr altes Leben. Dieses wird aber nicht unbedingt so aussehen, wie vor der Diagnose, weiß sie bereits heute. Nicht zuletzt hat die Erkrankung auch für eine neue Priorisierung gesorgt. „Stress ist mein einziger Risikofaktor und hier setze ich auch an“, erläutert die junge Frau, die andere bekannte Risikofaktoren wie Übergewicht, familiäre Vorbelastung, Rauchen et cetera für sich ausschließen kann. Sie will künftig mehr auf sich achten, der Familienzeit Priorität einräumen und beruflich etwas kürzertreten. Dazu gehört auch, einen Kaffee in Ruhe zu trinken und nicht direkt aufzuspringen, wenn sie gerufen wird. Kleine Stellschrauben mit großer Wirkung.&nbsp;</p><h2 style="text-align:justify;">Case Management reduziert Ängste</h2><p style="text-align:justify;">An der Frauenklinik und dem onkologischen Zentrum am Sana Klinikum Coburg steht den Patienten das Case Management mit einem starken Netzwerk aus Ärzten, onkologischen Fachschwestern, Psychoonkologen, Sozialdienst, Seelsorge und Ernährungsberatung sowie Wundschwestern aber auch Selbsthilfegruppen, Hospizverein und Palliativmedizinern bei. Das Case Management sorgt dafür, dass Patientinnen während Diagnosestellung, Therapie und Nachsorge optimal begleitet und unterstützt werden – medizinisch, organisatorisch und psychosozial. Es ist somit ein effektives Instrument zur Verbesserung der Versorgung von Brustkrebspatientinnen.&nbsp;</p><p style="text-align:justify;">Mehrere wissenschaftliche Studien belegen, dass ein effektives Case Management die Therapietreue verbessert, Ängste und Depressionen bei Patientinnen verringert und zugleich ihre Zufriedenheit erhöht. Nicht die Alltagssorgen, sondern der Kampf gegen die Erkrankung sollen im Fokus stehen. Das strukturierte Case Management umfasst eine individuelle Bedarfserhebung und Planung, die Koordination von Behandlungen und Leistungen, die Beratung von Patienten und auch Angehörigen sowie die Organisation der Nachsorge und Entlassung.</p>]]></description><category><![CDATA[Themendienst,uk-hol,Gynaekologie,Oberfranken]]></category>
            <pubDate>Tue, 30 Sep 2025 08:26:45 +0200</pubDate>
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                        <title>Brustkrebs behandeln, Lebensqualität stärken</title>
                        <link>https://www.sana.de/newsroom/brustkrebs-behandeln-lebensqualitaet-staerken/</link>
                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/brustkrebs-behandeln-lebensqualitaet-staerken/</guid><pp:caseid>723621</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><strong>Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Viele Betroffene sind zunächst überwältigt von den Informationen und Behandlungsmöglichkeiten, die plötzlich auf sie zukommen. Gleichzeitig hat die Forschung in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht.</strong></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/1600cf38-dd4f-403c-87cc-7e4916ba9241/1920_250925mariahufnagellichtenberg.jpg?19890"><p>Heute sind die Therapien oft schonender und individueller abgestimmt. Neben den medizinischen Maßnahmen können Patientinnen selbst viel tun, um ihren Körper und die Seele zu unterstützen, vor allem durch Bewegung und ausgewählte komplementäre Verfahren.</p><h2>Schonendere Operationen im Frühstadium</h2><p>Wenn Brustkrebs in einem frühen Stadium entdeckt wird, ist eine brusterhaltende Operation in vielen Fällen möglich, bei der nur der Tumor entfernt wird. Dr. Maria Hufnagel, Chefärztin des Brustzentrums am Sana Klinikum Lichtenberg, erklärt: „Neue Untersuchungen wie die <a href="https://jamanetwork.com/journals/jamaoncology/fullarticle/2809872" target="_blank">SOUND</a>- oder <a href="https://www.nejm.org/doi/10.1056/NEJMoa2412063" target="_blank">INSEMA-</a>Studie zeigen, dass bei Frauen über 50 mit sehr kleinen Tumoren und günstigen Eigenschaften manchmal auf eine Operation der Lymphknoten in der Achsel verzichtet werden kann. Voraussetzung ist, dass moderne Untersuchungen wie Ultraschall keinen Hinweis auf befallene Lymphknoten ergeben.“ Der Vorteil: weniger Belastung, kleinere Eingriffe und ein geringeres Risiko für Spätfolgen wie Lymphödeme.</p><p>Natürlich gilt das nicht für jede Patientin. Bei größeren Tumoren, mehreren Tumorherden oder bei bestimmten Vorstufen kann eine Brustentfernung notwendig sein. Das klingt im ersten Moment drastisch, aber auch hier gibt es gute Möglichkeiten. Der Brustaufbau erfolgt entweder mit eigenem Gewebe oder mit einem Implantat.</p><h2>Bewegung: Schlüssel für Gesundheit und Lebensqualität</h2><p>Neben der medizinischen Behandlung können Patientinnen selbst viel tun, um aktiv zu ihrer Genesung beizutragen. Besonders wirksam ist körperliche Aktivität. Studien zeigen, dass regelmäßige Bewegung nicht nur die allgemeine Fitness verbessert, sondern sich auch direkt auf den Verlauf der Erkrankung auswirkt.</p><p>„Frauen, die nach ihrer Brustkrebsdiagnose sportlich aktiv bleiben, berichten von weniger Müdigkeit, besserer Stimmung und mehr Energie im Alltag“, erklärt die Expertin aus Lichtenberg. „Bewegung stärkt Herz und Lunge, erhält die Muskulatur und kann Nebenwirkungen von Chemo- oder Hormontherapien abmildern.“</p><p>Darüber hinaus belegen große Übersichtsarbeiten aus <a href="https://www.ejoncologynursing.com/article/S1462-3889(22)00070-9/fulltext" target="_blank">Spanien</a> und vom „<a href="https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1002/ijc.34324" target="_blank">Global Cancer Update Programme</a>“, dass körperliche Aktivität sogar das Rückfallrisiko senken und die Überlebenschancen verbessern kann. Spaziergänge, Radfahren, Schwimmen oder leichtes Krafttraining. Jede Aktivität zählt und macht einen Unterschied. Es geht dabei nicht um Höchstleistungen. Wichtig ist, die Bewegung fest in den Tagesablauf zu integrieren.</p><p>Praktische Tipps für den Alltag:</p><ul><li data-list-item-id="e1e80fbb6eaae7e02192cede311ce38a2">Bewegung an fünf Tagen in der Woche mindestens 30 Minuten einplanen, die Zeit kann auch aufgeteilt werden, zum Beispiel auf zwei Spaziergänge am Tag.</li><li data-list-item-id="ed26ee03cfbc67d246a3ad41f0a6f8e1a">Ausdauer (Gehen, Radfahren, Schwimmen) mit leichtem Krafttraining kombinieren, um Muskeln und Knochen zu stärken.</li><li data-list-item-id="ecd5b9441a2095dd22f5f1a7a00b42eb2">Bewegungsarten suchen, die Freude machen. Mit Musik, in einer Gruppe oder in der Natur fällt es leichter, dranzubleiben.</li><li data-list-item-id="ef4f8e211c4db7ed5a8be70215edb7e7c">Auch sanfte Bewegungsformen wie Yoga oder Qigong eignen sich sehr gut, denn sie fördern nicht nur die Beweglichkeit, sondern auch Entspannung und innere Ruhe.</li></ul><p>Viele Kliniken, Reha-Einrichtungen oder Sportvereine bieten spezielle Programme für Krebspatientinnen an.&nbsp;</p><h2>Komplementärmedizin sinnvoll ergänzen</h2><p>Neben Bewegung interessieren sich viele Betroffene für ergänzende, sogenannte komplementäre Verfahren. Wichtig ist hier die klare Abgrenzung. Komplementärmedizin ersetzt niemals die bewährte Krebstherapie, sie kann diese aber sinnvoll unterstützen.&nbsp;</p><p>Gut untersucht sind körper- und achtsamkeitsorientierte Verfahren wie Yoga, Meditation oder Achtsamkeitstraining (MBSR). Sie helfen, Stress zu reduzieren, verbessern die Schlafqualität und können Ängste lindern. Viele Patientinnen berichten außerdem von einem besseren Körpergefühl und mehr innerer Ruhe. Auch bestimmte pflanzliche Mittel können begleitend zum Einsatz kommen. Wichtig ist jedoch, pflanzliche Präparate niemals auf eigene Faust einzunehmen, sondern immer Rücksprache mit dem Behandlungsteam zu halten, denn manche Substanzen können die Wirkung von Medikamenten beeinflussen.</p><p>Weitere Informationen gibt es in der <a href="https://www.leitlinienprogramm-onkologie.de/fileadmin/user_upload/Downloads/Patientenleitlinien/Patientenleitlinie_Komplementaermedizin_199_0012.pdf" target="_blank">Patientenleitlinie</a> Komplementärmedizin für Patienten mit einer Krebserkrankung.</p><p>Maria Hufnagel betont: „Es ist gut, wenn die Patienten offen für die Möglichkeiten sind. Es ist aber auch wichtig, kritisch zu bleiben und sich an gesicherten Empfehlungen zu orientieren. Komplementärmedizinische Verfahren können eine Ergänzung sein, kein Ersatz.“</p><h2>Selbstvertrauen stärken, Heilungschancen verbessern</h2><p>Die Diagnose Brustkrebs bringt viele Veränderungen mit sich – medizinisch, körperlich und seelisch. Die moderne Brustkrebstherapie ist heute individueller und oft schonender als früher. Neben der medizinischen Behandlung können die Betroffenen selbst viel dazu beitragen, ihr Wohlbefinden zu steigern, das Selbstvertrauen zu stärken und die Heilungschancen zu verbessern.</p><p><i>Symbolbild: Canva / FatCamera von Getty Images Signature</i></p>]]></description><category><![CDATA[Themendienst,uk-hol,Gynaekologie,Lichtenberg]]></category>
            <pubDate>Tue, 30 Sep 2025 08:10:56 +0200</pubDate>
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                        <title>Brustkrebs: Gemeinsam mehr erreichen</title>
                        <link>https://www.sana.de/newsroom/brustkrebs-gemeinsam-mehr-erreichen/</link>
                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/brustkrebs-gemeinsam-mehr-erreichen/</guid><pp:caseid>723620</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><strong>Das Ertasten eines Knotens in der Brust ist eine einschneidende Erfahrung, die bei vielen Betroffenen Angst auslöst und Fragen aufwirft: Ist das gefährlich? Wo bekomme ich schnell Hilfe? Was passiert jetzt mit mir? Der beste Behandlungserfolg lässt sich erreichen, wenn Experten in Netzwerken zusammenarbeiten.</strong></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p>Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. “Sicher verhindern lässt sich die Erkrankung nicht. Aktuelle Untersuchungen zeigen jedoch: Wer sich regelmäßig bewegt, ein gesundes Gewicht hält und weitgehend auf Alkohol verzichtet, kann das Risiko senken. Auch Stillen hat einen gewissen Schutzeffekt", erklärt Andrea Hasse, Leiterin des Brustzentrums Lübeck Süd in der Sana Klinik. Fachgesellschaften betonen daher, dass die Prävention ein zentraler Baustein der Strategie gegen Brustkrebs ist. Seit Juli 2024 können in Deutschland auch Frauen zwischen 70 und 75 Jahren alle zwei Jahre am Mammographie-Screening teilnehmen. Das Ziel: Knoten oder bösartige Veränderungen so früh wie möglich zu erkennen, dann sind die Heilungschancen am besten.&nbsp;</p><p>Mehr Informationen zum Mammographie-Screening vom gemeinsamen Bundesausschuss gibt es hier: <a href="https://www.g-ba.de/themen/methodenbewertung/erwachsene/krebsfrueherkennung/mammographie-screening/?utm_source=chatgpt.com" target="_blank">Mammographie-Screening-Programm</a></p><h2>Ängste abbauen</h2><p>„Wenn Patienten mit einer spürbaren Veränderung an der Brust zu uns kommen, ist das oft mit Angst verbunden. Wir möchten dann in erster Linie zuhören, erklären und gemeinsam den nächsten Schritt finden“, sagt Andrea Hasse. „In der Sprechstunde erfolgt zunächst ein ausführliches Gespräch zur Krankengeschichte. Danach untersuchen wir Brust und Achselhöhle, meist ergänzt durch einen Brustultraschall (Mammasonografie). Liegen bereits Bilder aus einer Mammografie vor, werden diese berücksichtigt. Falls nicht, organisieren wir die erforderliche Diagnostik.“&nbsp;</p><p>Je nach Befund kann eine Gewebeprobe notwendig sein, zum Beispiel durch eine sonografisch gestützte Stanzbiopsie oder durch eine sogenannte Vakuumbiopsie in Zusammenarbeit mit einer radiologischen Praxis. Die Untersuchung der Proben erfolgt durch Experten in der Pathologie. Auf Basis der Ergebnisse entwickeln Andrea Hasse und ihre Kollegin Dr. Julia Stockfisch-Altmann gemeinsam mit den betroffenen Patienten das weitere Vorgehen.</p><h2>Therapie muss individuell geplant werden</h2><p>Welche Behandlung sinnvoll ist, hängt von mehreren Aspekten ab. Wichtig sind unter anderem die Größe und der genaue Ort des Tumors. Zudem ist wichtig, wie aggressiv der Knoten wächst. Außerdem spielen das Alter, der allgemeine Gesundheitszustand und auch die persönlichen Wünsche der Betroffenen eine Rolle. Um den Tumor genauer einzuordnen, nutzen Fachleute die sogenannte TNM-Klassifikation. Dabei steht T für den Tumor selbst, N für die befallenen Lymphknoten (Nodes) und M für Metastasen, also Ableger in anderen Körperregionen. Mit dieser Einteilung lässt sich beschreiben, wie groß der Tumor ist, ob Lymphknoten betroffen sind und ob sich die Krankheit schon ausgebreitet hat.</p><p>“Diese Einstufung hilft uns dabei, den möglichen Krankheitsverlauf besser einzuschätzen und eine passende Behandlung zu planen. Meist besteht die Therapie aus einer Kombinationsbehandlung mit Operation, Bestrahlung und Medikamenten”, führt Julia Stockfisch-Altmann aus.</p><h2>Netzwerk für eine bessere Versorgung</h2><p>Die Expertinnen des Brustzentrums Lübeck Süd in der Sana Klinik arbeiten eng mit den niedergelassenen Kollegen zusammen und engagieren sich im Netzwerk Onkologischer Zentren in Schleswig-Holstein, dem <a href="https://www.noz-sh.de/" target="_blank">NOZ</a>. Das NOZ ist ein Zusammenschluss onkologischer Fachärzte aus Lübeck und Umgebung. Ziel ist es, eine ganzheitliche und qualitativ hochwertige Krebsversorgung in den ländlichen Regionen Schleswig-Holsteins sicherzustellen.&nbsp;</p><p>“Durch die Vernetzung verschiedener Disziplinen erhalten die Patienten eine wohnortnahe Betreuung in allen Krankheitsphasen. Und zwar von der Diagnose über die Therapie bis zur Nachsorge”, so Julia Stockfisch-Altmann.</p><p>Tumorkonferenzen, interdisziplinärer Austausch und Zweitmeinungen sorgen für objektive, qualitätsgesicherte Behandlungskonzepte. Dies ist insbesondere bei komplexen Fällen sehr wichtig. Zudem gehören enge Kooperationen mit Hausärzten, Sozialdiensten und Palliativmedizinern zum Netzwerk. So lassen sich Informationsverluste vermeiden und Behandlungen besser koordinieren.&nbsp;</p><p>Das ambulante Konzept stellt die Möglichkeit zur Versorgung im häuslichen Umfeld in den Mittelpunkt, ergänzt durch stationäre Versorgung bei Bedarf. Dieser Ansatz kommt am Brustzentrum Lübeck Süd in der Sana Klinik zum Einsatz. Das Zentrum bietet unter anderem interdisziplinäre Betreuung, psychosoziale Unterstützung und Einbindung in Screeningprogramme.</p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/2742db73-142e-4cfd-8557-95a7ec37cdd5/1920_hasse-stockfisch-altmann-5x7-df.jpg?77300"><p><i>Dr. Julia Stockfisch-Altmann (l.) und Andrea Hasse vom Brustzentrum Lübeck Süd in der Sana Klinik engagieren sich im Netzwerk Onkologischer Zentren in Schleswig-Holstein.</i></p><p><a href="https://www.sana.de/newsroom/asset/2742db73-142e-4cfd-8557-95a7ec37cdd5/hasse-stockfisch-altmann-5x7-df/" target="_blank">Download und Copyright</a></p>]]></description><category><![CDATA[Themendienst,uk-hol,Gynaekologie,Luebeck]]></category>
            <pubDate>Tue, 30 Sep 2025 07:58:03 +0200</pubDate>
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                        <title>Wie fühlt sich Demenz an? Wenn der Alltag zur Herausforderung wird</title>
                        <link>https://www.sana.de/newsroom/wie-fuehlt-sich-demenz-an-wenn-der-alltag-zur-herausforderung-wird/</link>
                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/wie-fuehlt-sich-demenz-an-wenn-der-alltag-zur-herausforderung-wird/</guid><pp:caseid>720961</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><strong>Ein Demenzparcours ermöglicht es gesunden Menschen, die alltäglichen Herausforderungen von Demenzerkrankten hautnah nachzuvollziehen. An verschiedenen Stationen werden typische Alltagssituationen simuliert, die für Patienten oft große Hürden darstellen. Das Ziel: mehr Verständnis und Sensibilität im Umgang mit Betroffenen.</strong></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/38ef2d49-3e8e-4a01-be7f-2456e2b63a98/1920_250909sabinekaspari-plewundstefaniekuumlhn.jpg?26661"><p>Sabine Kaspari-Plew (l.), Leiterin der Familialen Pflege an den Sana Kliniken Duisburg, organisiert den Parcours gemeinsam mit Pflegetrainerin Stefanie Kühn. Das interaktive Schulungs- und Sensibilisierungsangebot bietet die Möglichkeit, die Welt mit den Augen eines Demenzkranken zu sehen. „Die Teilnehmenden, häufig Angehörige von Patienten, durchlaufen ausgewählte, auf ihre Situation angepasste Stationen mit alltäglichen Aufgaben, etwa Anziehen oder Uhr ablesen“, erklärt Sabine Kaspari-Plew. Was im Alltag banal erscheint, wird im Parcours zur Herausforderung.</p><h2>Typische Einschränkungen bei Demenz erleben</h2><p>Typische Einschränkungen von Menschen mit Demenz werden mithilfe von Spezialbrillen, Handschuhen und weiteren Hilfsmitteln im Parcours simuliert. So erleben die Teilnehmenden unmittelbar, wie einfache Handlungen schnell zu Überforderung und Frustration führen können.</p><p>Mit dem Parcours wird das Ziel verfolgt, ein tieferes Verständnis für die kognitiven, emotionalen und sensorischen Veränderungen zu schaffen, die mit einer demenziellen Erkrankung einhergehen. Diese Erfahrung kann Angehörigen, Pflegekräften und Freunden helfen, ihr Verhalten im Umgang mit Betroffenen bewusster und empathischer zu gestalten. Wer selbst erlebt hat, wie herausfordernd selbst vermeintlich einfache Aufgaben sein können, bringt mehr Geduld und Einfühlungsvermögen auf. Der Demenzparcours verändert den Blick, weg vom Defizit, hin zum Menschen.</p><p>Die Sana Kliniken Duisburg und das Sana Seniorenzentrum sind Netzwerkpartner der Alzheimer Gesellschaft Duisburg e. V.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><h2>Drei einfache Übungen für zu Hause</h2><p>Auch zu Hause lässt sich mit einfachen Mitteln nachvollziehen, wie sich der Alltag für Menschen mit Demenz anfühlen kann. Diese Übungen verdeutlichen, wie schnell scheinbar banale Aufgaben zur Herausforderung werden:</p><ol><li>Hemd oder Bluse mit dicken Handschuhen anziehen: Feinmotorische Einschränkungen erschweren das Schließen von Knöpfen oder Reißverschlüssen erheblich.&nbsp;</li><li>Einkaufsliste durch Butterbrotpapier lesen: Die verzerrte und unscharfe Sicht erschwert das Erkennen von Buchstaben und Wörtern.</li><li>Rezept befolgen bei lauter Musik: Geräuschüberflutung beeinträchtigt die Konzentration und führt zu Stress, ganz ähnlich wie bei einer Reizüberflutung im Alltag.</li></ol><p>Diese Übungen eignen sich besonders gut in der Gruppe, zum Beispiel mit Familienmitgliedern oder Freunden. Der gemeinsame Austausch über das Erlebte macht die Erfahrung greifbar und stärkt das Verständnis für Menschen mit Demenz.</p>]]></description><category><![CDATA[Themendienst,uk-hol,Duisburg,Demenz,Neurologie]]></category>
            <pubDate>Wed, 10 Sep 2025 08:00:26 +0200</pubDate>
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                        <title>Früh erkennen, gezielt vorbeugen: Tipps zur Demenzprävention</title>
                        <link>https://www.sana.de/newsroom/frueh-erkennen-gezielt-vorbeugen-tipps-zur-demenzpraevention/</link>
                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/frueh-erkennen-gezielt-vorbeugen-tipps-zur-demenzpraevention/</guid><pp:caseid>720937</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><strong>Rund 1,8 Millionen Menschen in Deutschland leben laut dem Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) mit einer diagnostizierten Demenz. Der größte Teil dieser Fälle, etwa zwei Drittel, geht auf eine Alzheimer-Erkrankung zurück. Und die Zahl könnte weiter steigen. Umso wichtiger ist es, rechtzeitig mit Aufklärung, Lebensstilmaßnahmen und gezielter Früherkennung zu beginnen.</strong></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/06201590-2581-4043-9c8e-2fe0ed043827/1920_1908-rk-pi-nedelmann-max-060-df-lowres.jpg?72024"><p>„Bisher sind die genauen Ursachen der Alzheimer-Demenz nicht vollständig geklärt. Wahrscheinlich ist es ein Zusammenspiel aus genetischen, umweltbedingten und lebensstilbezogenen Faktoren“, erklärt Professor Max Nedelmann, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Abteilung für Neurologie der Regio Kliniken. „Im Gehirn kommt es zum Abbau von Nervenzellen. Verantwortlich gemacht werden unter anderem Eiweißablagerungen sowie ein Mangel des wichtigen Botenstoffs Acetylcholin, der für Gedächtnisfunktionen entscheidend ist.“</p><h2>Mehr als 40 Prozent der Fälle wären vermeidbar</h2><p>Ein gesunder Lebensstil schützt nicht garantiert vor Demenz. Aber er kann das Risiko deutlich senken. Ein <a href="https://www.thelancet.com/infographics-do/dementia-risk" target="_blank">Update</a> der international renommierten Lancet-Kommission zeigt: Mehr als 40 Prozent der Demenzfälle weltweit ließen sich durch die Reduktion von Risikofaktoren vermeiden oder zumindest hinauszögern. Dazu gehören unter anderem:</p><p>•&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Bewegungsmangel<br>•&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;unkontrollierter Diabetes mellitus<br>•&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Bluthochdruck<br>•&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;erhöhte Cholesterinwerte<br>•&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Rauchen und übermäßiger Alkoholkonsum<br>•&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Übergewicht<br>•&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Depressionen, Schwerhörigkeit und Sehverlust</p><p>„Wer sich regelmäßig bewegt, sich ausgewogen ernährt, ausreichend schläft und geistig aktiv bleibt, leistet einen aktiven Beitrag zur Vorbeugung“, betont der Neurologe. „Auch soziale Kontakte sind ein wichtiger Schutzfaktor gegen den geistigen Rückzug.“</p><p>&nbsp;</p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/ca9018ab-c283-4250-87d1-b5fddd439d98/1920_250627infografikdemenz.jpg?51932"><h2>Demenz-Symptome erkennen und frühzeitig handeln</h2><p>Die Alzheimer-Demenz beginnt meist schleichend. Typisch sind zunehmende Vergesslichkeit, Schwierigkeiten bei Orientierung und Sprache sowie der Verlust von Alltagskompetenzen. Die meisten Betroffenen sind über 80 Jahre alt. Frühe Verlaufsformen unter 65 Jahren sind selten, aber besonders schwerwiegend.</p><h2>Neue Hoffnung durch medikamentöse Therapie</h2><p>Auch auf therapeutischer Ebene gibt es Fortschritte: Mit dem Wirkstoff Lecanemab wurde in der EU ein Medikament zugelassen, das gezielt gegen die im Gehirn entstehenden Amyloid-Plaques wirkt. Dabei handelt es sich um Ablagerungen, die den Informationsaustausch zwischen Nervenzellen blockieren. „Diese Therapie kann das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen, allerdings nur im frühen Stadium und nicht bei allen Betroffenen“, erklärt Max Nedelmann. „Ob das Medikament eingesetzt werden kann, entscheidet die behandelnde Fachärztin beziehungsweise der Facharzt.“</p><h2>Fazit: Jeder Schritt zählt</h2><p>Demenz ist keine unausweichliche Alterserscheinung. Jeder kann durch sein Verhalten einen Beitrag zur eigenen geistigen Gesundheit leisten. Prävention beginnt früh und lohnt sich in jedem Alter.&nbsp;</p>]]></description><category><![CDATA[Themendienst,uk-hol,Neurologie]]></category>
            <pubDate>Wed, 10 Sep 2025 07:48:07 +0200</pubDate>
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                        <title>Frauen, Männer, Migräne: Digitale Gesundheitslösungen ermöglichen individuelle Behandlung</title>
                        <link>https://www.sana.de/newsroom/frauen-maenner-migraene-digitale-gesundheitsloesungen-ermoeglichen-individuelle-behandlung/</link>
                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/frauen-maenner-migraene-digitale-gesundheitsloesungen-ermoeglichen-individuelle-behandlung/</guid><pp:caseid>720915</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><strong>Migräne zählt weltweit zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen. Ihre Ursachen sind komplex, die Auslöser individuell, die Reaktionen auf Therapien unterschiedlich. Obwohl Frauen häufiger betroffen sind, wird die Erkrankung bei Männern oftmals sehr spät diagnostiziert. Einfache digitale Gesundheitslösungen eröffnen Wege zur personalisierten Therapie.</strong></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p>Mehr als ein Drittel der Bevölkerung leidet regelmäßig an Kopfschmerzen. Im Gegensatz zu vielen anderen chronischen Erkrankungen sind hiervon oft auch schon Jugendliche und junge Erwachsene betroffen. Der technologische Fortschritt im Bereich Diagnostik und Therapie schafft neue Möglichkeiten. Darüber berichtet ein Forschungsteam im international bekannten Journal&nbsp;<a href="https://practicalneurology.com/diseases-diagnoses/headache-pain/headache-and-digital-health-the-future-of-headache-medicine/32133/" target="_blank">Practical Neurology</a>.&nbsp;</p><p>Für die Dokumentation des Beschwerdeverlaufs gibt es zum Beispiel digitale Fragebögen oder App-basierte Tagebücher. So können Betroffene ihr persönliches Migränemuster differenziert erfassen. Die Kombination aus einfachen digitalen Anwendungen und Verhaltenstherapie ist der Schlüssel zur aktiven Selbsthilfe.&nbsp;</p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/3906d112-d5ad-4c7e-9fec-3e87589cbfa0/1920_250729marcusohlrichluumlbeck.jpg?83195"><p>Marcus Ohlrich, leitender Oberarzt der Klinik für Neurologie der Sana Kliniken Lübeck, erklärt: „Schon einfache digitale Tools können die Versorgungsqualität verbessern und den Zugang zu personalisierter Therapie ermöglichen. Dies ist insbesondere für die jüngeren und technikaffinen Patienten wichtig.“&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><h2>Versorgungslücke bei Männern</h2><p>Neue Studien rücken geschlechtsspezifische Aspekte in den Fokus. Frauen sind zwar häufiger von Migräne betroffen, bei Männern wird die Erkrankung jedoch seltener richtig diagnostiziert und behandelt, wie Experten anlässlich der&nbsp;<a href="https://www.aerztezeitung.de/Medizin/Migraene-bei-Maennern-Wenig-Evidenz-fuer-die-Wirkung-der-Prophylaxe-457203.html" target="_blank">Deutschen Schmerz- und Palliativtage 2025</a> berichteten.&nbsp;</p><p>Das liegt zum einen daran, dass Migräne primär als „Frauenkrankheit“ gilt, was unter Umständen dazu führt, dass bei Männern auftretende Symptome zunächst als andere, schwerwiegende Erkrankungen interpretiert werden, zum Beispiel als Schlaganfall, Hirnhautentzündung oder Gehirntumor.&nbsp;</p><p>Zum anderen schließen viele Studien zur Vorbeugung und Therapie der Migräne kaum männliche Probanden ein. In der Folge gibt es zu wenig wissenschaftliche Belege für die Wirksamkeit der verfügbaren Therapieansätze für Männer.&nbsp;</p><p>„Anders als zum Beispiel in der Schlaganfallmedizin stehen die Frauen im Fokus der Migräneforschung. Wir brauchen daher Studien, die auch Männer einschließen, um die Versorgungslücke zu schließen und eine personalisierte, geschlechtsspezifische Therapie zu ermöglichen“, so Ohlrich.&nbsp;</p><h2>Verhaltenstherapie hat hohen Stellenwert</h2><p>Mit der Bedeutung der Verhaltenstherapie beschäftigte sich ein Forschungsteam aus Spanien und Belgien in einem&nbsp;<a href="https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/ene.16414" target="_blank">Fachbeitrag</a> für das European Journal of Neurology. Die Wissenschaftler heben hervor, dass verhaltenstherapeutische Maßnahmen, zum Beispiel zur Stressbewältigung oder Schlafhygiene, in Kombination mit digitalen Anwendungen besonders wirksam sind.&nbsp;</p><p>Die Autoren plädieren für einen multimodalen, personalisierten Behandlungsansatz, der sowohl biologische als auch psychosoziale Faktoren berücksichtigt. Das kann Marcus Ohlrich bestätigen: „Je besser wir den individuellen Verlauf unserer Patientinnen und Patienten verstehen, desto zielgerichteter können wir die Therapie planen.“</p><h2>Neue Medikamente&nbsp;</h2><p>In den letzten Jahren gab es große Fortschritte in der medikamentösen Behandlung der Migräne. Es wurden neue Medikamentenklassen zugelassen, die vielen Betroffenen helfen können. Insbesondere Patienten, bei denen die bisherigen Therapien keine ausreichende Wirkung gezeigt haben und die weiterhin unter häufigen und schweren Attacken litten, profitieren von den neuen Möglichkeiten.</p><p>Heute stehen dafür verschiedene Medikamente zur Verfügung. Manche werden als Injektion in größeren Abständen (zum Beispiel alle ein bis drei Monate) verabreicht. Dabei handelt es sich um sogenannte monoklonale Antikörper. Andere Mittel, Experten sprechen von Rezeptor-Antagonisten, gibt es in Tablettenform, die Betroffene entweder bei akuten Migräneanfällen oder zur Vorbeugung einnehmen können. Bei starker Übelkeit oder Erbrechen in der akuten Migräne-Attacke ist bei einigen Präparaten auch eine Gabe als Nasenspray möglich.</p><p>Migräne ist eine sehr individuelle Erkrankung, deshalb gibt es keine Standardlösung für alle. Betroffene und der behandelnde Arzt oder die behandelnde Ärztin können gemeinsam entscheiden, welche Therapie am besten zur persönlichen Lebenssituation, dem Alltag und dem Krankheitsverlauf passt.</p><h2>Auf dem Weg zu einem maßgeschneiderten Therapiekonzept</h2><p>Die Forschung ermöglicht ein neues Verständnis der Migräne. Die Medizin entwickelt sich von der symptomatischen Akutversorgung hin zu personalisierter Therapie, die auf die Bedürfnisse des Einzelnen abgestimmt ist. Für Patientinnen und Patienten bedeutet das weniger Schmerzen und mehr Kontrolle über den eigenen Genesungserfolg.</p><p>Im September erschien die neue Patientenleitlinie zur Migräne: <a href="https://hirnstiftung.org/patienten-leitlinien/">Neurologische Patienten-Leitlinien | Deutsche Hirnstiftung</a></p><table><tr><td><h2>Kopfschmerz hat viele Gesichter</h2><p>Die etablierte Klassifikation der Internationale Fachgesellschaft für Kopfschmerzen, die International Headache Society (IHS), umfasst mittlerweile mehr als 200 Kopfschmerzerkrankungen auf über 500 Seiten. Es gibt häufige, auch unter medizinischen Laien gut bekannte Formen, aber auch seltene, spezielle Kopfschmerzvarianten. Vor der zielgerichteten und individuell angepassten Therapie ist eine adäquate Diagnosestellung mit neurologischem Blick erforderlich.</p><p>Bei <strong>primären Kopfschmerzen</strong> handelt es sich um eine eigenständige Erkrankung. Dazu gehört auch die Migräne, die sich typischerweise durch starke einseitige Kopfschmerzen äußert und häufig von weiteren Beschwerden begleitet wird (Übelkeit, Lärm und Lichtempfindlichkeit, Sehstörungen u.v.m.). Weitere Typen sind Spannungskopfschmerzen, Cluster-Kopfschmerz oder eine Trigeminus-Neuralgie.</p><p><strong>Sekundäre Kopfschmerzen</strong> sind ein Symptom einer anderen Erkrankung, zum Beispiel nach Traumata oder bei Infektionen. Diese dürfen nicht übersehen werden. Zudem kann die zu hoch dosierte Einnahme von Schmerzmedikamenten selbst eine Ursache für Kopfschmerzen sein.</p></td></tr></table><p><i>Symbolbild: Canva / Konstantin Postumitenko von Prostockstudio</i></p><p>&nbsp;</p>]]></description><category><![CDATA[Themendienst,uk-hol,Migräne,Schmerz,Luebeck,Neurologie]]></category>
            <pubDate>Mon, 08 Sep 2025 08:19:14 +0200</pubDate>
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                        <title>Unwetter im Gehirn: Was passiert bei einem Migräneanfall?</title>
                        <link>https://www.sana.de/newsroom/unwetter-im-gehirn-was-passiert-bei-einem-migraeneanfall/</link>
                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/unwetter-im-gehirn-was-passiert-bei-einem-migraeneanfall/</guid><pp:caseid>720926</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><strong>Migräne hat viele Facetten. Bei manchen Patienten kündigt sich ein Anfall an, beispielsweise durch Augenflimmern. Bei anderen setzen die unerträglichen Kopfschmerzen hingegen unvermittelt ein. Auch wenn es bekannte Auslöser gibt, können die Betroffenen meist nichts dafür und sind schlichtweg ausgeknockt, weil im Gehirn eine Art Unwetter wütet. Was ist da los?</strong></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/06201590-2581-4043-9c8e-2fe0ed043827/1920_1908-rk-pi-nedelmann-max-060-df-lowres.jpg?72024"><p>Noch in den Siebzigerjahren galt die Migräne häufig als hysterische Erkrankung. Daraus resultierte eine unberechtigte Stigmatisierung der Patienten. Unter Migräne zu leiden, war mit Scham besetzt. Heute ist bekannt, dass die Migräne keine psychische Störung, sondern ein neurologisches Krankheitsbild ist.&nbsp;</p><p>Professor Max Nedelmann, Chefarzt der Abteilung für Neurologie in den Pinneberger Regio Kliniken, erklärt: “Migräne hat körperliche Ursachen und entsteht durch eine vom Nervensystem ausgelöste Entzündungsreaktion.”&nbsp;</p><h2>Botenstoffe überfluten das Gehirn</h2><p>Bei einer Migräne ist der Hirnstamm besonders empfindlich und überreizt. Ähnlich wie eine falsch eingestellte Alarmanlage, die schon bei kleinsten Reizen losgeht. Spezielle Nerven werden aktiv, die in der Nähe der Blutgefäße im Gehirn verlaufen. Sie setzen Stoffe frei, die Entzündungen auslösen, beispielsweise den Botenstoff CGRP (Calcitonin Gene-Related Peptid). Das führt dazu, dass sich die Blutgefäße erweitern und in der Folge der typische Migräneschmerz entsteht.&nbsp;</p><p>Eine Schlüsselrolle in diesem Gehirn-Unwetter spielt der Gesichtsnerv, der Nervus trigeminus. &nbsp;“Bisher kann die Wissenschaft allerdings nicht abschließend beantworten, warum es zu dieser überschießenden Aktivierung des Gehirns kommt”, führt Max Nedelmann aus.&nbsp;</p><h2>Aura-Symptome abklären lassen</h2><p>Ursache für die schweren Beschwerden bei einem Migräneanfall ist die Entzündungskaskade. „Das häufigste Symptom ist der einseitige, pulsierend-pochende Kopfschmerz. Dieser kann entweder alleine auftreten oder in Kombination mit einer vorgelagerten Aura“, sagt der Pinneberger Neurologe. „Eine Aura kann einhergehen mit Sehfeld-, Sensibilitäts- und Sprachstörungen oder einer Kombination daraus. In seltenen Fällen tritt eine Aura ohne nachfolgenden Kopfschmerz auf.“</p><p>Die mit einer Aura verbundenen Symptome sind zum Teil auch bei Schlaganfällen typisch. Menschen, die solche Beschwerden zum ersten Mal erleben, sollten sich unverzüglich ärztlich untersuchen lassen beziehungsweise den Rettungsdienst rufen. Sollte es sich nicht um eine Migräne, sondern um einen Schlaganfall handeln, zählt jede Minute.&nbsp;</p><h2>Genetische Veranlagung</h2><p>Viele Migränepatienten haben eine genetische Veranlagung, die sie anfälliger macht. Dabei wird nicht nur die Veranlagung zur Migräne vererbt, sondern auch die spezifische Art und die Schwere der Migräne. Für die Migräne mit Aura konnte auch ein erhöhtes Risiko für Schlaganfälle nachgewiesen werden, und zwar unabhängig von weiteren Risikofaktoren wie Bluthochdruck oder Rauchen.</p><p>Der Körper von Migränepatienten reagiert überempfindlich auf Reize, beispielsweise Licht, Lärm, Stress oder bestimmte Nahrungsmittel. Die Nervenzellen verbrauchen in solchen Situationen mehr Energie als normal. Deshalb spüren viele Betroffene schon vor dem Anfall ein starkes Hungergefühl oder sogar Heißhunger.&nbsp;</p><h2>Lebensstil anpassen</h2><p>Die genetische Veranlagung lässt sich nicht ändern. Trotzdem haben die Betroffenen viele Möglichkeiten, ihre Erkrankung zu lindern: “Patienten können durch Anpassung ihrer Lebensweise schon sehr viel dafür tun, dass sie seltener, mit Glück vielleicht gar nicht mehr, von Migräne heimgesucht werden”, sagt der Neurologe.&nbsp;</p><p>Eine wichtige Stellschraube ist die Ernährung. „Insbesondere der Konsum von fermentierten Lebensmitteln kann die Neigung zu weiteren Migräneattacken fördern“, erklärt Max Nedelmann. „Gereifter Käse, Alkohol und Schokolade können Migräneattacken auslösen. Daher sollten Migränepatienten diese Produkte gegebenenfalls meiden. Ich empfehle meinen Patienten ein Ernährungstagebuch. So kann jeder seine eigenen Essgewohnheiten dokumentieren und langfristig feststellen, welche Nahrungsmittel die Migräneattacken wahrscheinlich befeuern.“</p><p>Die zweite relevante Stellschraube, die jeder Patient und jede Patientin selbst in der Hand hat, ist regelmäßige Bewegung in beschwerdefreien Phasen. “Ausdauersport, möglichst dreimal pro Woche, ist eine gute Maßnahme zur Vorbeugung von Migräne”, sagt der Pinneberger Neurologe. “Zudem tragen ein effektives Stressmanagement und eine gute Schlafqualität zu einem beschwerdeärmeren Leben bei.”&nbsp;</p><p>In vielen Fällen ist jedoch auch eine medikamentöse Behandlung erforderlich, die durch einen Neurologen verordnet und begleitet werden sollte.</p><p>Im September erschien die neue Patientenleitlinie zur Migräne: <a href="https://hirnstiftung.org/patienten-leitlinien/">Neurologische Patienten-Leitlinien | Deutsche Hirnstiftung</a></p>]]></description><category><![CDATA[Themendienst,uk-hol,Migräne,Schmerz,Regio,Neurologie]]></category>
            <pubDate>Mon, 08 Sep 2025 08:18:03 +0200</pubDate>
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                        <title>Herzinsuffizienz: Telemedizin kann Leben retten</title>
                        <link>https://www.sana.de/newsroom/herzinsuffizienz-telemedizin-kann-leben-retten/</link>
                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/herzinsuffizienz-telemedizin-kann-leben-retten/</guid><pp:caseid>706350</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><strong>Telemedizinische Mitbetreuung führt zu geringerer Sterblichkeit und weniger Einweisungen ins Krankenhaus. Zu dem Ergebnis kommen Studien bei Patienten mit chronischer Herzschwäche. Die Sana-Experten am Herzzentrum Dresden blicken mittlerweile auf mehr als zehn Jahre Erfahrung mit über 5.000 betreuten Patienten zurück.</strong></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p>Laut dem Statistischen Bundesamt&nbsp;<a href="https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Gesundheit/Todesursachen/Tabellen/sterbefaelle-herz-kreislauf-erkrankungen-insgesamt.html" target="_blank">Destatis</a> verstarben im Jahr 2023 etwa 38.000 Menschen an Herzinsuffizienz. Diese Erkrankung rangiert mit einem Anteil von fast elf Prozent auf Platz drei der Todesursachen durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Der&nbsp;<a href="https://herzstiftung.de/service-und-aktuelles/publikationen-und-medien/herzbericht" target="_blank">Herzbericht</a> 2024 zeigt, dass Herzinsuffizienz nicht nur die häufigste Einzeldiagnose für stationäre Krankenhausbehandlungen in Deutschland ist, sondern auch eine Hauptursache für den plötzlichen Herztod darstellt.&nbsp;</p><h2>Ein schwaches Herz entwickelt sich über eine lange Zeit</h2><p>Chronische Herzinsuffizienz entwickelt sich nicht über Nacht, sondern ist oft die Folge von Vorerkrankungen wie verengten Herzkranzgefäßen (koronare Herzkrankheit), Herzinfarkt oder Herzklappenerkrankungen. Da eine Herzschwäche häufig schleichend beginnt, werden erste Anzeichen wie eine nachlassende Leistungsfähigkeit und Atemnot von vielen Menschen nicht ernstgenommen. Betroffene gehen häufig erst in einem fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung zum Kardiologen. Patienten mit einer chronischen Herzinsuffizienz müssen oft ins Krankenhaus, ihre Lebensqualität ist in der Regel deutlich reduziert und die Sterblichkeit hoch.&nbsp;</p><p>Professor Axel Linke, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Kardiologie am Herzzentrum Dresden, Universitätsklinik an der Technischen Universität Dresden, sagt: „Viele unserer Patienten leiden bereits an einer chronischen Herzschwäche. Ist die Insuffizienz des Herzmuskels schon weit fortgeschritten und das Risiko hoch, können wir den Patienten ein telemedizinisches Monitoring anbieten. Damit lässt sich eine Verschlechterung des Gesundheitszustands frühzeitig erkennen und entsprechende Maßnahmen einleiten. Das kann Leben retten.“</p><h2>Versorgung von Risikopatienten</h2><p>Den Nutzen der Telemedizin für Patienten mit Herzerkrankungen belegte die&nbsp;<a href="https://www.charite.de/service/pressemitteilung/artikel/detail/fontane_studie_telemedizin_rettet_leben_von_herzpatienten" target="_blank">Fontane-Studie</a> schon vor einigen Jahren. Aufgrund der Datenlage beschloss der <a href="https://www.g-ba.de/" target="_blank">Gemeinsame Bundesausschuss</a> G-BA Ende 2020, die telemedizinische Versorgung in die Regelversorgung von Hochrisikopatienten zu überführen. Der&nbsp;<a href="https://www.g-ba.de/beschluesse/4648/" target="_blank">Beschluss</a> trat zum 31. März 2021 in Kraft. Die Entscheidung für die telemedizinische Mitbetreuung liegt bei den primär behandelnden Ärzten, die mit einem kardiologisch geführten Telemedizinzentrum zusammenarbeiten. Weitere Hinweise für Ärztinnen und Ärzte zum Telemonitoring von Herzinsuffizienz gibt es auf der Seite der Kassenärztlichen Bundesvereinigung&nbsp;<a href="https://www.kbv.de/html/themen_57030.php" target="_blank">KBV</a>. Für folgende Patienten ist das Telemonitoring laut&nbsp;<a href="https://www.kbv.de/media/sp/QS-V_TmHi.pdf" target="_blank">Vereinbarung</a> zwischen der KBV und dem GKV-Spitzenverband zugelassen:</p><ul><li>Es liegt eine Herzinsuffizienz im Stadium zwei oder drei der NYHA-Klassifikation mit einer Auswurfleistung (Ejektionsfraktion) von weniger als 40 Prozent vor.</li><li>Der Patient ist Träger eines implantierten kardialen Aggregates oder ist im zurückliegenden Jahr wegen einer kardialen Dekompensation, das heißt einer Verschlechterung der Herzschwäche, stationär behandelt worden.</li><li>Die Herzinsuffizienz wird leitliniengerecht behandelt.</li><li>Es sind keine Faktoren erkennbar, die die Gewährleistung einer Übertragung der Monitoringdaten verhindern oder gefährden oder die das Selbstmanagement des Patienten behindern würden.</li></ul><p>Oberärztin Julia Mayer erklärt: „Wir arbeiten eng mit den niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen zusammen. Uns ist es wichtig, die Behandlung und die telemedizinische Betreuung zusammen mit den ambulant tätigen Ärzten zu koordinieren.“</p><p>Für die telemedizinische Betreuung von Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz ist ein Team aus Spezialisten gefragt. Die Einrichtungen müssen neben einer einwandfreien technischen Funktionalität auch einheitliche Prozess- und Qualitätsstandards sicherstellen. Dafür hat die <a href="https://dgk.org/" target="_blank">Deutsche Gesellschaft für Kardiologie</a> DGK in einem&nbsp;<a href="https://leitlinien.dgk.org/files/2021_positionspapier_zertifizierung_telemedizinzentren.pdf" target="_blank">Positionspapier</a> die entsprechenden Kriterien festgelegt. Das Herzzentrum Dresden bereitet sich derzeit auf die Zertifizierung zum Telemedizinzentrum der DGK vor.&nbsp;</p><h2>Telemonitoring in der Praxis</h2><p>Im ersten Schritt müssen die Patienten im Umgang mit dem telemedizinischen Überwachungsgerät, Experten sprechen von einem Transmitter, eingewiesen und geschult werden. Die Datenübertragung an das Telemedizinzentrum erfolgt automatisch ohne Zutun des Patienten – in der Regel nachts sowie bei Bedarf zusätzlich durch den Patienten initiiert während des Tages. Der Vorteil ist die unmittelbare Analyse der Daten, die bei Auffälligkeiten oder Hinweisen auf ein ernstes Problem sofort ein Warnsignal melden. Die Spezialisten im Telemedizinzentrum können diese dann sichten hinsichtlich eines möglichen Handlungsbedarfs interpretieren sowie entsprechende Maßnahmen einleiten.</p><p>Die telemedizinische Funktionsanalyse bei Herzinsuffizienzpatienten erfolgt über implantierbare kardiale Aggregate oder externe Messgeräte zur Erfassung verschiedener Parameter, zum Beispiel Blutdruck, Körpergewicht, EKG sowie subjektiver Gesundheitszustand. So werden zahlreiche medizinische Daten erfasst, die in Kombination mit anderen Messungen und einem Fragebogen ein umfassendes Monitoring der Betroffenen ermöglichen.</p><h2>Engagement in der Forschung</h2><p>Die Spezialisten am Herzzentrum Dresden engagieren sich zudem in der Forschung. Derzeit läuft die sogenannte&nbsp;<a href="https://www.g-ba.de/studien/erprobung/passport-hf-studie/" target="_blank">PASSPORT-HF</a> Studie, die sich mit der Frage beschäftigt, ob sich die Therapie von Patientinnen und Patienten mit Herzinsuffizienz im NYHA-Stadium III optimieren lässt, wenn der Blutdruck kontinuierlich über einen implantierten Sensor in der Lungenarterie gemessen und überwacht wird. Das Herzzentrum Dresden gehört aufgrund der hohen Expertise zu den Studienzentren, die die vom G-BA festgelegten Anforderungen für die Studie erfüllen. Für Geschäftsführer Oliver Wehner ist die Beteiligung an Forschungsprojekten eine Herzensangelegenheit: „Forschung trägt zur Verbesserung der Patientenversorgung bei. Das Herzzentrum Dresden leistet dazu einen wichtigen Beitrag.“</p><p>&nbsp;</p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/98076309-b717-4b54-8430-9648cb408d04/1920_250410telemedizinhzdzusammenarbeit.png?10000"><p><i>Niedergelassene Ärzte und Telemonitoringzentrum arbeiten zusammen.</i></p><p><a href="https://www.sana.de/newsroom/asset/98076309-b717-4b54-8430-9648cb408d04/250410telemedizinhzdzusammenarbeit/" target="_blank">Download und Copyright</a></p><p>&nbsp;</p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/2ef17f7f-f6e7-446a-b549-90d7b418ffe3/1920_250410telemedizinhzdablauf.png?10000"><p><i>Im Ernstfall erhalten die Herzspezialisten Warnmeldungen und können weitere Maßnahmen einleiten.</i></p><p><a href="https://www.sana.de/newsroom/asset/2ef17f7f-f6e7-446a-b549-90d7b418ffe3/250410telemedizinhzdablauf/" target="_blank">Download und Copyright</a></p><p>&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/bb48f4b6-cb34-4296-91e8-960545e84d3e/1920_250410telemedizinhzderfassungderparameter.png?10000"><p><i>Beim Telemonitoring werden zahlreiche Parameter erfasst.</i></p><p><a href="https://www.sana.de/newsroom/asset/bb48f4b6-cb34-4296-91e8-960545e84d3e/250410telemedizinhzderfassungderparameter/" target="_blank">Download und Copyright</a></p><p>&nbsp;</p>]]></description><category><![CDATA[Themendienst,uk-hol,Dresden,herz,Telemedizin,kardiologie]]></category>
            <pubDate>Tue, 20 May 2025 08:42:42 +0200</pubDate>
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                        <title>Digital verbunden – mit dem Herz</title>
                        <link>https://www.sana.de/newsroom/digital-verbunden--mit-dem-herz/</link>
                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/digital-verbunden--mit-dem-herz/</guid><pp:caseid>706352</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><strong>Wenn Harald Rietschel morgens aufwacht, war sein kleiner Helfer längst aktiv. Still und zuverlässig hat der Transmitter auf dem Nachttisch über Nacht Rietschels Gesundheitsdaten an das Herzzentrum Dresden geschickt – noch bevor der 69-jährige Rentner aus dem ostsächsischen Sebnitz selbst spürt, wie es ihm geht. Das Gerät ist kaum größer als ein WLAN-Router und gibt ihm ein großes Stück Sicherheit zurück.</strong></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p>Kurz vor dem Ruhestand vor vier Jahren ging es los. Der Metzgermeister fühlte sich immer schwächer, weniger leistungsfähig und litt unter Atemnot. Die Diagnose im Herzzentrum Dresden: fortschreitende Herzschwäche und Herzrhythmusstörungen.&nbsp;Dem Sebnitzer wurde operativ zunächst eine neue Herzklappe eingesetzt, wenige Wochen später ein Herzschrittmacher.&nbsp;</p><h2>Wenn das Herz seine Kraft verliert</h2><p>„Eine Herzschwäche – Herzinsuffizienz genannt – ist oft gepaart mit Herzrhythmusstörungen“, erklärt Julia Mayer, kardiologische Oberärztin am Herzzentrum Dresden. „Das Herz schlägt dann nicht mehr synchron, vergrößert sich und verliert an Kraft –&nbsp;es wird überdehnt, was die Schwäche zusätzlich verstärkt“, so die Rhythmologin. Eine Herzinsuffizienz ist keine seltene Diagnose. Sie betrifft Millionen Menschen, besonders im höheren Alter. „Häufig ist die Herzschwäche erworben – etwa nach einem Herzinfarkt oder durch jahrelangen Bluthochdruck“, sagt Julia Mayer.</p><p>Bei einer fortgeschrittenen Herzschwäche, wie im Fall von Harald Rietschel, kann die sogenannte kardiale Resynchronisationstherapie helfen. Mithilfe eines speziellen Schrittmachers erhält das vergrößerte und geschwächte Herz notwendige Impulse, um gleichmäßig und synchron zu schlagen, was die Pumpleistung sowie die Leistungsfähigkeit verbessert. Der Schrittmacher selbst ist meist nur so groß wie eine Streichholzschachtel, wird unterhalb des Schlüsselbeins implantiert und mit Sonden, die über die Schlüsselbeinvene geführt werden, mit dem Herz verbunden. Gerät das Herz aus dem Takt, gibt der Schrittmacher einen elektrischen Impuls ab, um die Herzkammern wieder in einen Gleichtakt zu bringen – wie ein Dirigent, der das Orchester zusammenhält. „Die Patienten bemerken es meistens gar nicht, wenn der Schrittmacher aktiv wird“, erklärt Julia Mayer.&nbsp;</p><h2>Medizinische Betreuung rund um die Uhr – aus der Ferne</h2><p>Doch mit der Implantation allein ist es nicht getan. Entscheidend ist eine kontinuierliche Nachsorge. Und genau hier kommt die Telemedizin ins Spiel. Patientinnen und Patienten, die ein kardiales Implantat wie einen Herzschrittmacher erhalten, können so unkompliziert aus der Ferne überwacht werden.<br>&nbsp;<br>Das funktioniert ganz einfach. Die Patienten erhalten einen Transmitter für zu Hause. Die Betroffenen sollen das Gerät dann an einem festen Ort aufstellen, an dem sie sich regelmäßig zu einer bestimmten Uhrzeit aufhalten – oft im Schlafzimmer. Das Implantat verbindet sich nachts automatisch mit dem Transmitter und tauscht Daten über die Herzaktivität und technische Daten zur Implantatfunktion aus. Der Transmitter wiederum sendet diese Daten verschlüsselt direkt an das Herzzentrum Dresden.&nbsp;</p><p>„Gerade bei chronischer Herzschwäche kann sich der Zustand von einem Tag auf den anderen dramatisch verschlechtern“, sagt Julia Mayer. „Durch das kontinuierliche Monitoring erkennen wir frühzeitig, wenn Werte entgleisen – bevor es zu einem Notfall kommt.“ Etwa 150 bis 200 auffällige Übertragungen gehen pro Tag im Herzzentrum ein. Sie werden durch eine spezielle Software vorsortiert, anschließend direkt von erfahrenen Medizinerinnen und Medizinern bewertet und im Zweifel wird der Patient unmittelbar kontaktiert und einbestellt.</p><p>Wie gut das funktioniert, hat sich auch bei Harald Rietschel erst vor ein paar Wochen gezeigt: Die Telemedizin-Daten wiesen darauf hin, dass eine der Sonden den Impuls des Schrittmachers offenbar nicht mehr richtig steuern konnte. Auch Rietschel selbst spürte, dass etwas nicht stimmte. „Ich war schlapp und nicht mehr leistungsfähig“, erzählt er.&nbsp;Der Anruf aus dem Herzzentrum ließ nicht lange auf sich warten: Man habe Auffälligkeiten festgestellt, er solle bitte zur Kontrolle kommen. Im Rahmen eines ambulanten Termins wurde das Gerät neu programmiert – mit Erfolg. „Die Verbesserung kam schnell und ich war sehr erleichtert“, so der Patient.</p><h2>Kein Ersatz, sondern kluge Ergänzung</h2><p>Wichtig ist jedoch zu wissen, dass das telemedizinische System kein Notfallsystem ist. „Wir können Veränderungen zwar früh erkennen, aber wir können die Implantate nicht fernsteuern und zum Beispiel einen Impuls auslösen“, erklärt Julia Mayer. „Eine neue Programmierung oder Anpassung des Implantats muss immer hier vor Ort geschehen.“&nbsp;</p><p>Unabhängig davon haben die Patientinnen und Patienten jederzeit die Möglichkeit, auch selbst aktiv Daten zu übertragen, wenn sie das Gefühl haben, etwas sei nicht in Ordnung. Julia Mayer berichtet von einem sehr eindrücklichen Beispiel: „Eine Patientin meldete sich selbst bei uns, weil sie sich unwohl fühlte. Ihre übertragenen Daten waren auffällig und es stellte sich heraus, dass sie eine neue, akute Herzrhythmusstörung hatte. Wir konnten sofort reagieren und ihr helfen.“&nbsp;</p><p>Aber nicht nur im Ernstfall profitieren Patientinnen und Patienten von der telemedizinischen Überwachung.&nbsp;Viele Wege in die Klinik lassen sich durch das Monitoring vermeiden. Für viele Menschen mit Herzinsuffizienz bedeutet das: weniger Krankenhausaufenthalte, mehr Sicherheit im Alltag. Routinekontrollen vor Ort gibt es natürlich weiterhin – je nach Krankheitsbild alle sechs oder zwölf Monate. Auch Hausärztinnen und Hausärzte bleiben wichtige Ansprechpersonen. „Die Telemedizin ersetzt niemanden“, betont Mayer. „Sie erweitert das Netz der Versorgung – besonders für chronisch kranke Menschen.“</p><h2>Innovation bringt Entlastung&nbsp;</h2><p>Gerade in Regionen mit ausgedünnter medizinischer Infrastruktur ist das ein echter Fortschritt. „Wir sehen uns als Herzzentrum in der Verantwortung, innovative Versorgungskonzepte nicht nur zu erforschen, sondern auch in die Fläche zu bringen“, sagt Oliver Wehner, Geschäftsführer des Herzzentrums Dresden. „Die Telemedizin hilft uns, Menschen dort zu erreichen, wo es keine wohnortnahe Fachversorgung mehr gibt.“ Ein Großteil der mittlerweile 1.500 Patientinnen und Patienten, die am Herzzentrum Dresden telemedizinisch überwacht werden, lebt im ländlichen Raum. Manche wohnen 100 Kilometer oder weiter entfernt, andere kommen gar nicht mehr selbstständig in die Stadt. Für sie ist die digitale Anbindung ein Gewinn an Lebensqualität und eine Brücke zu spezialisierter Medizin.</p><h2>Blick in die Zukunft: smarter, schneller, vorausschauender</h2><p>Die Perspektiven sind vielversprechend: Künstliche Intelligenz könnte künftig noch schneller Auffälligkeiten in den Daten erkennen und dabei helfen, Risikoprofile individueller zu bewerten. Neue Sensoren zur Gewichtskontrolle oder zur Erfassung von Atemmustern könnten weitere Einblicke geben. Sogar die Stimme eines Menschen – ihre Klangfarbe, das Atemtempo und der Sprechfluss – wird derzeit als Frühindikator für Herzprobleme erforscht. „Wir stehen erst am Anfang“, sagt Julia Mayer. „Aber das Potenzial ist riesig. Ziel ist es, Patientinnen und Patienten möglichst lange stabil zu halten und Krankenhausaufenthalte zu vermeiden.“</p><h2>Fazit: Mehr Kontrolle, weniger Angst</h2><p>Für Menschen wie Harald Rietschel bedeutet das: mehr Kontrolle, weniger Angst. Und ein Alltag, der wieder Alltag sein darf. „Ich muss nicht ständig an meine Krankheit denken“, sagt er. „Ich weiß: Da ist jemand, der aufpasst.“&nbsp;</p><p>Mehr Informationen zur Abteilung für Rhythmologie am Herzzentrum Dresden:&nbsp; <a class="ck-anchor" id="https://www.sana.de/herzzentrum-dresden/medizin-pflege/rhythmologie" name="https://www.sana.de/herzzentrum-dresden/medizin-pflege/rhythmologie" href="https://www.sana.de/herzzentrum-dresden/medizin-pflege/rhythmologie" target="_blank">https://www.sana.de/herzzentrum-dresden/medizin-pflege/rhythmologie</a></p><p>&nbsp;</p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/2530219f-c388-432f-8d55-749daa114ba0/1920_250505telemedizinhzdaumlrztinklaumlrtpatientauf.jpg?10000"><p><i>Telemedizin am Herzzentrum Dresden: Patientenaufklärung und -beratung.</i></p><p><a href="https://www.sana.de/newsroom/asset/2530219f-c388-432f-8d55-749daa114ba0/250505telemedizinhzdaumlrztinklaumlrtpatientauf/" target="_blank">Download und Copyright</a></p><p>&nbsp;</p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/17c8ed22-5e8a-4311-9929-5b90998a15fc/1920_250505telemedizinhzdaumlrztinuntersuchtpatient.jpg?10000"><p><i>Oberärztin Julia Mayer untersucht den Patienten.</i></p><p><a href="https://www.sana.de/newsroom/asset/17c8ed22-5e8a-4311-9929-5b90998a15fc/250505telemedizinhzdaumlrztinuntersuchtpatient/" target="_blank">Download und Copyright</a></p><p>&nbsp;</p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/62cb0766-0e61-44c7-b2cb-37790f0ef5c0/1920_250505telemedizinhzdaumlrztinundpatientvordemmonitor.jpg?10000"><p><i>Die Ärztin erklärt dem Patienten die Vorgehensweise am Monitor.</i></p><p><a href="https://www.sana.de/newsroom/asset/62cb0766-0e61-44c7-b2cb-37790f0ef5c0/250505telemedizinhzdaumlrztinundpatientvordemmonitor/" target="_blank">Download und Copyright</a></p><p>&nbsp;</p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/dcc6a841-3e32-4428-9205-2079acf8c3f6/1920_250505telemedizinhzdgeraumltfuumlrpatient.jpg?10000"><p><i>Der Patient bekommt ein Gerät für zu Hause.</i></p><p><a href="https://www.sana.de/newsroom/asset/dcc6a841-3e32-4428-9205-2079acf8c3f6/250505telemedizinhzdgeraumltfuumlrpatient/" target="_blank">Download und Copyright</a></p><p>&nbsp;</p>]]></description><category><![CDATA[Themendienst,uk-hol,Dresden,herz,Telemedizin,kardiologie]]></category>
            <pubDate>Tue, 20 May 2025 08:41:14 +0200</pubDate>
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                        <title>Chronische Schmerzen: Für wen ist medizinisches Cannabis eine Therapieoption?</title>
                        <link>https://www.sana.de/newsroom/chronische-schmerzen-fuer-wen-ist-medizinisches-cannabis-eine-therapieoption/</link>
                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/chronische-schmerzen-fuer-wen-ist-medizinisches-cannabis-eine-therapieoption/</guid><pp:caseid>705351</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><strong>Für Patienten mit chronischen Schmerzen besteht die Möglichkeit zur Verordnung cannabishaltiger Arzneimittel. Allerdings ist die Therapie nur für einen Teil der Betroffenen die richtige Wahl und sollte durch einen Spezialisten verordnet werden. Dr. Robert Varga, Chefarzt</strong> <strong>der Schmerzklinik in der Sana Klinik München, klärt auf, für welche Patienten die Behandlung infrage kommt.</strong></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/389f1ad2-370e-4318-8dee-c66cc2010b26/1920_250505robertvarga.jpg?89946"><p>„In der Schmerztherapie gibt es klare Indikationen für die Verabreichung cannabisbasierter Arzneimittel. Daher ist mir die Aufklärung sehr wichtig“, so Dr. Robert Varga, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, der unter anderem auch Spezialist für Schmerztherapie der Deutschen Schmerzgesellschaft e. V. ist.&nbsp;</p><p>Grundsätzlich können alle Vertragsärztinnen und -ärzte, das heißt Ärzte mit einer Kassenzulassung, medizinisches Cannabis verordnen. Seit Mitte Oktober 2024 dürfen Ärztinnen und Ärzte mit bestimmten Facharzt-​, Schwerpunkt-​ oder Zusatzbezeichnungen laut&nbsp;<a href="https://www.g-ba.de/presse/pressemitteilungen-meldungen/1210/?_sm_au_=iVVSPD6v0P0W1vHS" target="_blank">G-BA-Beschluss</a> dies ohne vorherige Genehmigung der gesetzlichen Krankenkassen tun. Robert Varga erklärt, welche Mittel verordnungsfähig sind: „Wir können den für die Therapie geeigneten Patienten das medizinische Cannabis in Form von Extrakten oder - seltener - getrockneten Blüten verschreiben. Wichtig ist, dass der Gehalt des Wirkstoffs Tetrahydrocannabinol, kurz THC, mindestens 0,2 Prozent beträgt. Hier stehen uns sogenannte Vollextrakte mit THC und CBD (Cannabidiol) oder die Einzelsubstanzen zur Verfügung.“</p><h2>Einsatz von Cannabis bei schwerwiegenden Erkrankungen</h2><p>Der Gesetzgeber gestattet die Verordnung für Patienten mit schwerwiegenden Erkrankungen. Neben Krebserkrankungen und neurologischen Anwendungsgebieten ist die Therapie auch für Betroffene mit chronischen Schmerzen vorgesehen. „Die Verordnung von medizinischem Cannabis ist möglich, wenn andere geeignete Behandlungsmöglichkeiten nicht helfen und wenn wir nach der ärztlichen Untersuchung von einem positiven Effekt durch die Cannabis-Therapie ausgehen können“, so der Schmerzspezialist. Zudem ist es wichtig, dass der Arzt oder die Ärztin den Therapieerfolg in den ersten drei Monaten zunächst sehr engmaschig kontrolliert, um mögliche unerwünschte Nebenwirkungen sofort zu erkennen und die Behandlung anzupassen.&nbsp;</p><p>Der&nbsp;<a href="https://md-bund.de/aktuell/aktuelle-meldungen/richtlinie-zur-begutachtung-von-cannabinoiden-ueberarbeitet.html?_sm_au_=iVV2Q6WTHtsSRrjP288MJK6s3VH3c" target="_blank">Medizinische Dienst Bund</a> liefert darüber hinaus eine Konkretisierung zur Beurteilung der für diese Therapie geeigneten Patienten. Von einer schwerwiegenden Erkrankung im Sinne der Richtlinie ist auszugehen, wenn die Beschwerden die Lebensqualität für mindestens ein halbes Jahr nachhaltig beeinträchtigen. Insbesondere die Auswirkungen der Erkrankung auf die Aktivitäten und die Teilhabe spielt bei der Beurteilung eine wichtige Rolle.</p><h2>Wie wirkt medizinisches Cannabis?</h2><p>Cannabis hat sehr viele Inhaltsstoffe und ein riesiges Spektrum an Wirkungen. Für die Schmerzmedizin sind insbesondere folgende Effekte relevant: Schmerzreduktion, Verbesserung der Schlafqualität und Muskelentspannung. Weitere begleitende Wirkungen könnten die Verminderung von Ängsten und depressiven Stimmungen sein. Auch eine mögliche Entzündungshemmung wird dem Präparat zugeschrieben.</p><p>Trotzdem dürfen Patientinnen und Patienten nicht zu hohe Erwartungen an die Cannabis-Therapie haben. Darauf weisen auch die Experten der&nbsp;<a href="https://www.schmerzgesellschaft.de/topnavi/patienteninformationen/aktuelles/cannabis-in-der-schmerzbehandlung" target="_blank">Deutschen Schmerzgesellschaft e.V</a>. hin. Nach aktuellem Stand der Wissenschaft kommt in vielen Fällen zunächst die Verordnung von Tropfen oder Sprays infrage. Diese Präparate können Patienten über den Mund einnehmen. Das ist zum einen praktikabel und die negativen Wirkungen einer Inhalation lassen sich so vermeiden.&nbsp;</p><p>Ein Ärzteteam aus den USA veröffentlichte im April dieses Jahres basierend auf dem aktuellen Forschungsstand neue&nbsp;<a href="https://www.acpjournals.org/doi/full/10.7326/ANNALS-24-03319" target="_blank">Empfehlungen</a>. Der Schmerzexperte erläutert die Vorgehensweise in der Praxis: „Nach ausführlicher Beratung, mit der richtigen Dosierung und unter Kontrolle eines Schmerzmediziners können cannabisbasierte Arzneimittel den Patienten sehr gut helfen. Wir schneiden die Therapie immer individuell auf die Patienten und deren Beschwerden zu. Ich sehe in der Klinik zum Beispiel häufig ältere Patienten, die schon viele verschiedene Therapieansätze durchlaufen haben und bereits unter Nebenwirkungen, zum Beispiel Magenproblemen, leiden. Dann können die Tropfen sehr gut verträglich sein.“</p><h2>Cannabis ist kein Wundermittel</h2><p>Cannabisbasierte Arzneimittel sind kein Wundermittel gegen Schmerzen jeglicher Art. Sie können jedoch Menschen mit chronischen Schmerzen und langfristigen Einschränkungen im Alltag, die sich negativ auf die Lebensqualität auswirken, Linderung verschaffen. Die Behandlung mit medizinischem Cannabis sollte nur nach Untersuchung und Verordnung eines Spezialisten erfolgen und mit anderen Maßnahmen wie beispielsweise Physio- und Bewegungstherapie sowie in vielen Fällen mit psychotherapeutischen Verfahren kombiniert werden.</p><p><i>Symbolbild: Canva / Ivan-balvan von Getty Images</i></p>]]></description><category><![CDATA[Themendienst,uk-hol,Muenchen,Schmerz,Cannabis,Schmerzmedizin]]></category>
            <pubDate>Wed, 14 May 2025 07:00:00 +0200</pubDate>
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                        <title>Chronische Kopfschmerzen und Migräne: Warum werden sie so oft falsch behandelt?</title>
                        <link>https://www.sana.de/newsroom/chronische-kopfschmerzen-und-migraene-warum-werden-sie-so-oft-falsch-behandelt/</link>
                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/chronische-kopfschmerzen-und-migraene-warum-werden-sie-so-oft-falsch-behandelt/</guid><pp:caseid>705359</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><strong>Es pocht, dröhnt und hämmert – Kopfschmerzen kennen die meisten Menschen. Doch die Ursachen sind sehr unterschiedlich. Daher werden Kopfschmerzen in vielen Fällen erst spät richtig diagnostiziert. Zudem nehmen Betroffene häufig in Eigenregie bedenkenlos Schmerzmittel ein. Experten sprechen von „Unterdiagnose“ und „Überbehandlung“ in der Therapie chronischer Kopfschmerzen und Migräne.&nbsp;</strong></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/af01e8fe-b4eb-4213-8e37-3de3b8baa25f/1920_250519klauspost.jpg?12446"><p>Kopfschmerzen sind nicht gleich Kopfschmerzen. Es gibt zahlreiche verschiedene Formen, die in der internationalen&nbsp;<a href="https://ichd-3.org/de/" target="_blank">Klassifikation</a> von Kopfschmerz-Erkrankungen definiert sind. Experten unterscheiden mehr als 200 verschiedene Arten. Die folgende grundlegende Einteilung ist sehr wichtig:</p><ul><li data-list-item-id="ee30db3fe471777cdcf637a8bed3d0685">Kopfschmerzen als eigenständige Erkrankung (primäre Kopfschmerzen), zum Beispiel Migräne, Spannungskopfschmerzen und Clusterkopfschmerzen.</li><li data-list-item-id="e63b622a4a74ffd81f5df66e3969cc82b">Kopfschmerzen als Begleiterscheinung einer anderen Krankheit (sekundäre Kopfschmerzen), zum Beispiel nach Verletzungen oder Infektionen und als Nebenwirkung von Medikamenten.</li></ul><p>Dr. Klaus Post, Chefarzt am Schmerzzentrum der Sana Kliniken Oberfranken in Coburg, erklärt: „Betroffene mit mehr als zehn Kopfschmerztagen, die jeden Monat wiederkehren, sollten sich ärztlich beraten lassen und sich gegebenenfalls in einer spezialisierten Einrichtung wie einer Kopf-/Schmerzambulanz vorstellen. Nur mit der richtigen Diagnose ist eine personalisierte und wirksame Therapieplanung möglich.“</p><h2>Kopfschmerzdokumentation liefert wichtige Hinweise</h2><p>Zur Diagnosestellung erfragt der Arzt oder die Ärztin zunächst die Krankengeschichte und erstellt eine ausführliche Anamnese. Ein Kopfschmerztagebuch – entweder klassisch auf Papier oder digital – ist sehr hilfreich, da es wertvolle Informationen über den Verlauf und die Häufigkeit der Kopfschmerzen liefert.&nbsp;</p><p>Klaus Post sieht Patienten mit chronischen Kopfschmerzen und Migräne regelmäßig in seiner Sprechstunde: „Kopfschmerzen gehören wie Rückenbeschwerden zu den häufigsten chronisch-wiederkehrenden Krankheitsbildern. Etwa elf Prozent der Deutschen leiden an einer Migräne, Frauen sind dabei dreimal häufiger betroffen als Männer, so die <a href="https://www.aerztezeitung.de/Politik/BARMER-Frauen-dreimal-haeufiger-von-Migraene-betroffen-als-Maenner-450849.html" target="_blank">Auswertung</a> des Barmer Instituts für Gesundheitssystemforschung.“ Insbesondere chronische Kopfschmerzen haben erhebliche Auswirkungen auf die Lebensqualität, das soziale Leben und den Beruf.&nbsp;</p><h2>Personalisierte Therapie bei Kopfschmerzen</h2><p>Sobald die richtige Diagnose gestellt ist, können Spezialisten wie Klaus Post einen individuellen Therapieplan erstellen: „Neben der akuten Behandlung von Migräneattacken, können wir Migränekopfschmerzen mittlerweile sehr gut mit Medikamenten vorbeugen“, so der Schmerzexperte aus Coburg. Patientinnen und Patienten sollten sich auch über nicht-medikamentöse Therapieverfahren informieren und ihren Arzt oder ihre Ärztin fragen. Die Wirksamkeit ist teilweise wissenschaftlich sehr gut belegt. „Von Antikörpertherapie bis Yoga – wir setzen das richtige Verfahren zum richtigen Zeitpunkt bei chronischen Kopfschmerzen ein“, erklärt Klaus Post.</p><p>Ein wichtiger Aspekt ist zudem die Analyse des beruflichen Umfeldes. „In Bezug auf die Anforderungen im Job gibt es verschiedene Risikofaktoren“, erklärt der Schmerzexperte, „dazu gehören zum Beispiel Schichtarbeit, häufige Reiseaktivität, ein hoher Lärmpegel, die Arbeit im Großraumbüro sowie langandauerndes Arbeiten am Bildschirm.“ Auch wenn sich nicht alles vermeiden lässt, gibt es in vielen Fällen nach Absprache mit dem Arbeitgeber Möglichkeiten zur Reduzierung der Belastungen.</p><h2>Praktische Tipps für jeden Tag</h2><p>Patienten können jeden Tag selbst etwas zur Vermeidung oder Linderung chronischer Kopfschmerzen und Migräne beitragen. Das sind die wichtigsten Verhaltensweisen:</p><ul><li data-list-item-id="e5597529a1d6818cb6ea84364459693d2">Stress vermeiden und den Umgang mit belastenden Situationen erlernen.</li><li data-list-item-id="e0db1db94689182f0185d23af951619cb">Für einen regelmäßigen Schlaf-/Wach-Rhythmus mit ausreichendem und erholsamen Schlaf sorgen.</li><li data-list-item-id="eecc0a4cfea2ee9736dec1e85e1d44ddc">Regelmäßig im Freien bewegen und moderaten Ausdauersport in den Wochenplan einbauen.</li><li data-list-item-id="e70bf4c4a7544fb769be284abd2395181">Den Arbeitsplatz unter ergonomischen Gesichtspunkten prüfen und verbessern.</li><li data-list-item-id="ec429b54f5976b4ad676d9cac0699a92c">Pausen einlegen und Reizüberflutung insbesondere durch digitale Medien vermeiden.</li><li data-list-item-id="ec6af3b5f73c3a50d2b5d7c36f45b0401">Für eine ausgewogene Ernährung sorgen und Auslöser (Trigger) wie Alkohol, histaminreiche Nahrungsmittel oder Glutamat vermeiden.</li></ul><p><i>Symbolbild: Canva / Ivan S von Pexels</i></p><p>&nbsp;</p>]]></description><category><![CDATA[Themendienst,uk-hol,Coburg,Schmerz,Migräne,Oberfranken,Neurologie,Schmerzmedizin]]></category>
            <pubDate>Wed, 14 May 2025 07:00:00 +0200</pubDate>
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                        <title>Gender Pain Gap: Frauen und Männer gehen unterschiedlich mit Schmerzen um</title>
                        <link>https://www.sana.de/newsroom/gender-pain-gap-frauen-und-maenner-gehen-unterschiedlich-mit-schmerzen-um/</link>
                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/gender-pain-gap-frauen-und-maenner-gehen-unterschiedlich-mit-schmerzen-um/</guid><pp:caseid>705356</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><strong>Frauen sind wehleidig und starke Männer kennen keine Schmerzen – solche Klischees sind nach wie vor verbreitet. Die Forschung beschäftigt sich seit einigen Jahren mit geschlechtsspezifischen Unterschieden in der Schmerzmedizin. Chefarzt Stephan Vinzelberg vom Sana Klinikum Lichtenberg erklärt, welche Unterschiede für die Therapie wichtig sind.</strong></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/909b2e2e-2d42-41b1-8c0d-cab93bd2059b/1920_250509stephanvinzelberg.jpg?10000"><p>Chronische Schmerzen treten bei Frauen deutlich häufiger auf als bei Männern. Etwa 70 Prozent der betroffenen Patienten sind weiblich. Zahlreiche Faktoren beeinflussen die Verarbeitung von Schmerzen im menschlichen Körper. Dazu gehören unter anderem die genetische Veranlagung, hormonelle Aspekte, soziale Faktoren und Schmerzerfahrungen in der Vergangenheit. All diese Faktoren beeinflussen auch die an der Verarbeitung von Schmerzen beteiligten Gehirnregionen.&nbsp;</p><p>Dr. Stephan Vinzelberg ist Chefarzt der Klinik und Tagesklinik für Manuelle Medizin am Sana Klinikum Lichtenberg. Er kennt die Forschungslage zur geschlechtersensiblen Schmerzmedizin sehr gut: „Aus Studien wissen wir, dass Frauen Druckschmerz beispielsweise stärker empfinden als Männer. Östrogen, das weibliche Hormon, führt zu einer Erhöhung der Schmerzempfindlichkeit, während das männliche Hormon Testosteron die Schmerzempfindlichkeit eher reduziert.“&nbsp;</p><p>In den Gehirnregionen, die für die Schmerzverarbeitung eine Rolle spielen, gibt es auch Rezeptoren, das heißt Andockstellen, für Östrogen. Somit wirkt sich die Konzentration des Hormons auch auf die Schmerzwahrnehmung aus. Besonders nach den Wechseljahren führen Schwankungen des Östrogens zu einer niedrigeren Schmerztoleranz bei Frauen, wie eine&nbsp;<a href="https://www.mdpi.com/1422-0067/24/3/1866" target="_blank">Übersichtsarbeit</a> amerikanischer Wissenschaftler zeigte.&nbsp;</p><h2>Schmerzmedikamente wirken bei Frauen und Männern unterschiedlich</h2><p>Schmerzmedikamente haben bei Frauen und Männern unterschiedliche Effekte. Die Ausscheidung von Paracetamol, einem bekannten Mittel zur Reduzierung von Schmerzen, ist bei Frauen um etwa 30 Prozent reduziert. Somit kann es bei Frauen schneller zu Nebenwirkungen kommen als bei Männern, wenn sie Paracetamol langfristig einnehmen oder überdosieren. Bei Opioiden, das heißt sehr stark wirkenden Schmerz- und Betäubungsmitteln mit hohem Suchtpotenzial, sind die Geschlechtsunterschiede sowohl bei der Effektivität als auch bei den Nebenwirkungen vorhanden. Frauen benötigen daher etwa 40 bis 50 Prozent geringere Opioid-Dosierungen. Es macht also einen großen Unterschied, ob ein Mensch mit Schmerzen weiblich oder männlich ist. Obwohl die Studien, die diese geschlechterabhängigen Unterschiede in der Wirksamkeit von Analgetika belegen, zum Teil schon zwischen zehn und 20 Jahre alt sind, ist die Durchdringung dieser Erkenntnisse in der Schmerztherapie noch unzureichend.</p><h2>Umgang mit Schmerzen</h2><p>Frauen neigen eher dazu, Schmerzen zu akzeptieren und einfach weiterzumachen. Männer sind diesbezüglich häufig anders gestrickt. Ein Forschungsteam aus Schweden hatte in seiner&nbsp;<a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC5404887/" target="_blank">Studie</a> mehr als 1300 Patienten einer auf Schmerzen spezialisierten Rehabilitationseinrichtung untersucht. Sie fragten verschiedene Aspekte ab, darunter Schmerzakzeptanz, Kinesiophobie, das heißt Angst vor Bewegung, den Einfluss des Schmerzes auf den Alltag, Angst, Depression sowie die Lebensqualität. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Frauen bei gleicher Schmerzintensität ein signifikant höheres Aktivitätslevel und eine größere Akzeptanz aufweisen. Männer gaben hingegen häufiger Angst vor Bewegung und Stimmungsprobleme an. Ihr Aktivitätslevel war geringer als das der Frauen in dieser Studie. Die größten Unterschiede fanden die Forschenden im Hinblick auf Schmerzakzeptanz und Bewegungsangst.</p><p>Stephan Vinzelberg erklärt: „Männer und Frauen gehen unterschiedlich mit Schmerzen um, das stelle ich auch in unserer Klinik immer wieder fest. Ausnahmen bestätigen die Regel, das ist klar. Die Forschungsergebnisse zeigen aber auf, dass es eine geschlechtsspezifische Tendenz gibt, die wir in der Therapie mit unseren Patientinnen und Patienten berücksichtigen sollten.“</p><h2>Vorurteile</h2><p>Eine&nbsp;<a href="https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S002210312300077X" target="_blank">Untersuchung</a> aus den USA beschäftigte sich darüber hinaus mit der Fragestellung, was Menschen über die Schmerzäußerungen von Männern und Frauen denken. Ein wichtiges Ergebnis: Menschen glauben, dass Frauen Schmerzen eher übertreiben und Männer Schmerzen eher verharmlosen. Dies könnte dazu führen, dass Frauen mit Schmerzerkrankungen weniger ernst genommen werden und dadurch erst spät oder gar keine Therapie erhalten.&nbsp;</p><p>„Zu Vorurteilen wie diesen müssen wir aufklären. Es ist sehr wichtig, Patienten mit chronischen Schmerzen so früh wie möglich zu identifizieren und die richtige Therapie einzuleiten. Wenn Frauen mit Schmerzerkrankungen weniger ernst genommen werden, erhalten sie die richtige Therapie womöglich erst spät oder gar nicht“, so der Schmerzexperte vom Sana Klinikum Lichtenberg.</p><p><i>Symbolbild: Canva / Magda Ehlers von Pexels</i></p>]]></description><category><![CDATA[Themendienst,uk-hol,Lichtenberg,Schmerz,Gendermedizin,Schmerzmedizin,Orthopaedie]]></category>
            <pubDate>Wed, 14 May 2025 07:00:00 +0200</pubDate>
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                        <title>Operationen am Dickdarm – schnellere Erholung durch Fast-Track</title>
                        <link>https://www.sana.de/newsroom/operationen-am-dickdarm--schnellere-erholung-durch-fast-track/</link>
                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/operationen-am-dickdarm--schnellere-erholung-durch-fast-track/</guid><pp:caseid>704623</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><strong>Ein Fast-Track-Team aus Chirurgie, Pflege, Physiotherapie, Ernährung und Anästhesie bereitet Patienten an den Sana Kliniken Leipziger Land in Borna gezielt auf eine Dickdarmoperation vor. Das Ergebnis: Schnellere Erholung, mehr Autonomie und mehr Lebensqualität.</strong></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p><strong>Themendienst</strong></p><p>Nancy Eberhardt kennt Schmerzen. Seit sechs Jahren lebt die 37-Jährige aus Grimma mit der chronisch-entzündlichen Darmerkrankung Morbus Crohn. Immer wiederkehrende Entzündungen, Durchfälle, Bauchkrämpfe – über Jahre hinweg hatte sie sich durchgekämpft. Doch vor zwei Jahren wurde ihr Zustand zunehmend schlechter. Medikamente halfen nicht mehr, ihr Körper war erschöpft.&nbsp;</p><p>Ende Februar wurde ihr daher in der Sana Klinik Borna ein Teil ihres entzündeten Dickdarms entfernt – dabei ist das Team nach dem Fast-Track-Konzept vorgegangen. Dabei handelt es sich um einen strukturierten Behandlungsansatz, der Patientinnen und Patienten nicht nur optimal auf einen Eingriff vorbereitet, sondern ihnen auch eine besonders rasche Erholung nach der OP ermöglicht. In Borna wird das Konzept seit rund einem Jahr bei Operationen am Dickdarm eingesetzt – mit Erfolg.</p><h2>Medizinisches Konzept mit viel Bewegung</h2><p>„Ich hätte nie gedacht, dass ich noch am Tag meiner Operation wieder aufstehen soll – aber genau das war der Plan. Und es hat geklappt“, erinnert sich Nancy Eberhardt. 15 Minuten Mobilisation sind bei Fast-Track schon am OP-Tag vorgesehen. Danach steigern sich die Gehstrecken und aktiven Zeiten täglich. Ein Mobilisationsrätsel, das die Patientinnen und Patienten spielerisch durch die Station führt, macht zusätzlich Mut zur Bewegung.</p><p>Doch Fast-Track beginnt nicht erst nach dem Eingriff. „Entscheidend ist, dass wir die Menschen schon vor der Operation gezielt vorbereiten“, sagt Thomas Rüth, Chirurg an der Sana Klinik in Borna. Das beginnt bei ausführlicher Aufklärung, schließt aber auch körperliche Aktivierung, eiweißreiche Ernährung und – kurz vor dem Eingriff – kalorienreiche Getränke ein. Ziel ist es, die individuellen Ressourcen der Patientinnen und Patienten zu stärken. Und das gilt unabhängig von Alter oder Fitnessgrad: „Fast Track eignet sich grundsätzlich für alle – auch ältere Menschen oder Patienten mit Vorerkrankungen können davon profitieren“, betont Rüth.</p><h2>Schneller genesen, selbstbestimmt zurück ins Leben</h2><p>Ein weiterer zentraler Punkt: Die Patientinnen und Patienten sollen möglichst schnell wieder selbstbestimmt handeln. Sie tragen ihre eigenen Sachen, essen gemeinsam im Aufenthaltsraum – und auch das Essen ist von Beginn an erstaunlich „normal“. Jan Tschentschner, ebenfalls Chirurg in Borna, erklärt: „Natürlich gibt es am ersten Tag noch keinen Schweinebraten mit Klößen. Aber wir möchten, dass sich die Patienten zügig wieder an normale Mahlzeiten gewöhnen – und das beginnt zum Beispiel mit dem bewussten Kauen.“</p><p>Auch schmerzlindernde Maßnahmen orientieren sich an diesem Prinzip. Statt auf Katheter an der Wirbelsäule setzt das Team in Borna auf Nervenblockaden in der Bauchdecke. Das ermöglicht mehr Bewegung, reduziert Schläuche und Abhängigkeiten – und gibt den Menschen mehr Autonomie zurück. Schmerzmedikamente gibt es natürlich trotzdem – individuell angepasst.</p><h2>Interdisziplinär und datengestützt – mit Blick in die Zukunft</h2><p>Mehr als 100 Menschen wurden in Borna bereits nach dem Fast-Track-Konzept operiert. Die Ergebnisse und Daten sprechen für sich: Im Schnitt konnten die Patientinnen und Patienten 1,5 Tage früher entlassen werden – bei gleichzeitig schnellerer Rückkehr zu alltäglichen Aktivitäten. Das Konzept basiert auf einer engen, interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen Chirurgie, Anästhesie, Pflege, Physiotherapie, Ernährungsberatung und weiteren Bereichen.</p><p>„Fast-Track funktioniert nur im Team“, sagt Thomas Rüth. „Am Anfang ist das für viele eine Umstellung, aber inzwischen erleben wir, dass auch Kolleginnen und Kollegen in der Pflege die Vorteile spüren. Die Patienten sind einfach schneller wieder autonom und benötigen weniger Betreuung.“</p><p>Ein Gesicht des Fast-Track-Teams ist Tina Braschoß. Die gelernte Krankenschwester ist als Fast-Track-Assistentin zentrale Ansprechpartnerin, Koordinatorin und Qualitätsmanagerin zugleich – und sie ist nah an den Menschen. „Ich sehe viele der Patienten zuerst beim Aufklärungsgespräch – und dann direkt wieder nach der OP. Die schnelle Erholung mancher Patienten zu sehen motiviert ungemein.“</p><p>Die Klinik bereitet sich aktuell auf die Zertifizierung des Konzepts vor, voraussichtlich noch in diesem Frühjahr. Doch das Team denkt schon weiter: Auch bei Operationen am Magen oder der Bauchspeicheldrüse könnte Fast-Track künftig zum Einsatz kommen.</p><h2>Zurück in den Alltag – schneller als gedacht</h2><p>Nancy Eberhardt ist dankbar – für die Unterstützung, für die medizinische Qualität, aber auch für das Vertrauen, das ihr entgegengebracht wurde: „Ich habe mich zu jedem Augenblick gut aufgehoben gefühlt. Ich sitze zwar auf einem Pulverfass, da die Erkrankung jederzeit wiederkommen kann – aber momentan bin ich einfach nur happy, dass es mir so schnell wieder so gut geht.“</p><p>Für Menschen wie Nancy Eberhardt ist das der entscheidende Unterschied – auf dem Weg zurück in ein selbstbestimmtes Leben.</p><p>&nbsp;</p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/87f397b4-af5d-4829-b391-247a2747f4f1/1920_250410fast-trackphysiotherapeutinundpatientin.jpg?50789"><p><i>Physiotherapeutin Silke Lohmann mit der Patientin Nancy Eberhardt.</i></p><p><a href="https://www.sana.de/newsroom/asset/87f397b4-af5d-4829-b391-247a2747f4f1/250410fast-trackphysiotherapeutinundpatientin/" target="_blank">Download und Copyright</a></p><p>&nbsp;</p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/6adfe81d-8402-483a-a65b-a010bfb04603/1920_250410fast-track-team.jpg?38871"><p><i>Das Fast-Track-Team mit Patientin: Chirurg Thomas Rüth (l.), Fast-Track-Assistentin Tina Braschoß, Patientin Nancy Eberhardt, Chirurg Jan Tschentscher.</i></p><p><a href="https://www.sana.de/newsroom/asset/6adfe81d-8402-483a-a65b-a010bfb04603/250410fast-track-team/" target="_blank">Download und Copyright</a></p><p>&nbsp;</p>]]></description><category><![CDATA[Themendienst,uk-hol,Borna,Fast Track,Darm,Operation,Praevention,Rehabilitation]]></category>
            <pubDate>Tue, 06 May 2025 09:30:00 +0200</pubDate>
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                        <title>Risiko Schlaganfall: 70 Prozent sind vermeidbar</title>
                        <link>https://www.sana.de/newsroom/risiko-schlaganfall-70-prozent-sind-vermeidbar/</link>
                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/risiko-schlaganfall-70-prozent-sind-vermeidbar/</guid><pp:caseid>694849</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><strong>Bei einem Schlaganfall kommt es zu einer plötzlichen Beeinträchtigung der Blutversorgung im Gehirn. Das kann entweder durch einen Gefäßverschluss oder eine Gehirnblutung verursacht werden. Viele Schlaganfälle wären durch das eigene Verhalten vermeidbar. Jeder hat das Risiko zu einem großen Teil selbst in der Hand.</strong></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p><strong>Themendienst</strong></p><p>Jedes Jahr erleiden rund 200.000 Menschen in Deutschland erstmalig einen Schlaganfall. Männer sind häufiger betroffen als Frauen. Trotz des medizinischen Fortschritts nimmt die absolute Zahl der Patienten aufgrund der immer älter werdenden Gesellschaft weltweit zu. Patienten, die einen Schlaganfall überleben, leiden oftmals unter Einschränkungen, die die Lebensqualität mindern. Etwa sieben Prozent der Betroffenen sterben im Laufe der ersten 30 Tage.&nbsp;</p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/8c10d154-57d8-4d5b-94a8-45c39e6f497c/1920_250410karl-heinzhenn.jpg?94417"><p>Dr. Karl-Heinz Henn, Chefarzt der Neurologischen Klinik am Sana Klinikum Offenbach, erklärt die Folgen: „Ein Schlaganfall kann zu sehr unterschiedlichen Einschränkungen führen. Je nachdem welcher Gehirnbereich betroffen ist, leiden die Patienten teilweise unter schweren Behinderungen und benötigen oftmals pflegerische Unterstützung. Dabei ließen sich durch Prävention viele Schlaganfälle verhindern.“ Mit einer Veränderung des Lebensstils lässt sich die Gefäßgesundheit positiv beeinflussen und somit das Risiko für einen Schlaganfall reduzieren.&nbsp;</p><h2>Blutdruck regelmäßig kontrollieren</h2><p>Ein zu hoher Blutdruck, Experten sprechen von arterieller Hypertonie, kann langfristig zu irreparablen Gefäßschäden führen und lebenswichtige Organe wie Gehirn, Herz, Nieren und Augen beeinträchtigen. Mehr als die Hälfte aller Männer zwischen 65 und 69 Jahren in Deutschland hat zu hohe Blutdruckwerte. Bei den über 80-Jährigen sind es sogar bis zu 80 Prozent. Besonders gefährlich ist, dass ein zu hoher Blutdruck oftmals ohne Symptome verläuft und somit unbemerkt bleibt.&nbsp;</p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/f19dbfef-c259-4e1d-8001-83331ed3e065/1920_250410richtigblutdruckmessen.jpg?10000"><p>Karl-Heinz Henn erklärt: „Es ist wichtig, den Blutdruck regelmäßig zu kontrollieren – auch wenn man sich gesund fühlt. Nach den aktuellen Leitlinien der europäischen Gesellschaft für Kardiologie gelten bereits Werte von 120 bis 139 zu 70 bis 89 mmHg als erhöht. Ab Werten von 140/90 mmHg oder darüber liegt eine Hypertonie vor, die behandelt werden sollte.“&nbsp;</p><p>Sind die Werte über mehrere Messungen hinweg konstant zu hoch, ist eine Langzeitmessung über 24 Stunden sinnvoll. Ein zu hoher Blutdruck lässt sich durch einen gesunden Lebensstil vermeiden, kontrollieren oder senken. Außerdem kann er mit Medikamenten behandelt werden.</p><h2>Zuckerkrankheit vermeiden oder gut einstellen</h2><p>Zu Beginn spüren Menschen mit Diabetes keine Beschwerden. Daher wird die Zuckerkrankheit ähnlich wie ein zu hoher Blutdruck oft erst spät entdeckt. Betroffene sind deshalb besonders schlaganfallgefährdet, weil die hohen Blutzuckerwerte langfristig die Gefäßwände angreifen und das Entstehen von Arteriosklerose (Gefäßverkalkung) beschleunigen.&nbsp;</p><p>Karl-Heinz Henn erklärt, warum das problematisch ist: „Die Ablagerungen können zum Beispiel die Halsschlagadern so stark verengen, dass nicht mehr genug Blut ins Gehirn gelangt. Außerdem können sich Teile der Ablagerungen lösen und mit dem Blutstrom ins Gehirn verschleppt werden, wo sie ein kleineres Gehirngefäß verstopfen. Beides kann zu einem Schlaganfall führen.“</p><h2>Runter vom Sofa: Bewegung gegen Schlaganfall</h2><p>Bewegung ist unsere Wunderpille gegen zahlreiche chronische Erkrankungen. Unser Herz-Kreislaufsystem braucht regelmäßige Belastungsreize. Wer körperliche Aktivität in den Alltag einbaut, kann jeden Tag etwas für die Prävention eines Schlaganfalls tun.&nbsp;</p><p>Wir sollten unser Herz-Kreislaufsystem 150 bis 300 Minuten pro Woche in Schwung bringen. Die Intensität kann bei dieser Zeitspanne moderat sein. Alternativ sind auch 75 bis 150 Minuten pro Woche mit hoher Intensität oder eine Kombination daraus möglich. Zudem sind Kraftübungen für alle großen Muskelgruppen zu empfehlen – am besten an mindestens zwei Tagen pro Woche.</p><h2>Nikotin- und Alkoholkonsum reduzieren</h2><p>Nikotin und Alkohol verengen die Gefäße und beschleunigen die Herzfrequenz. Nikotin macht außerdem das Blut dickflüssiger. Wie man es auch dreht und wendet: Nikotin und Alkohol sind immer ungesund und erhöhen das Schlaganfallrisiko. Daher sollten beide Suchtmittel am besten vermieden oder wenigstens auf ein Minimum reduziert werden.</p><h2>Übergewicht in den Griff kriegen</h2><p>Ein paar Kilos zu viel sind kein Problem. Starkes Übergewicht allerdings schon. Es beeinflusst sowohl den Blutzucker als auch den Blutdruck und stellt somit ebenfalls ein Risiko für Schlaganfälle dar. Eine internationale Expertenkommission stellte kürzlich einen <a href="https://www.sana.de/newsroom/adipositas-neudefinition-eines-ernsten-gesundheitsproblems/" target="_blank">neuen Ansatz</a> zur Diagnose der Adipositas vor. Neben dem Body Mass Index (BMI) sind weitere Kriterien zu berücksichtigen, dazu gehören Taillenumfang und die Bestimmung des Körperfettanteils. Zudem müssen Symptome und Beschwerden berücksichtigt werden. Unter klinischer Adipositas verstehen Experten eine chronische Erkrankung mit Funktionsstörungen der Organe, die alleine auf die Adipositas zurückgehen. Bei einer präklinischen Adipositas liegt zwar ein Gesundheitsrisiko durch überschüssiges Körperfett vor, aber keine damit verbundenen Erkrankungen. Je eher ein sich abzeichnendes Gewichtsproblem erkannt wird, desto besser lassen sich durch Ernährungs-, Bewegungs- und Verhaltenstherapie positive Effekte bewirken.&nbsp;</p><p><strong>Mehr Informationen zu diesen und weiteren Risikofaktoren finden Sie hier:&nbsp;</strong></p><p><a href="https://www.schlaganfall-hilfe.de/de/verstehen-vermeiden/risiken-erkennen-und-vermeiden/schlaganfall-risiken/allgemein" target="_blank">Schlaganfall: Die meisten Risiken können Sie beeinflussen.</a></p>]]></description><category><![CDATA[Themendienst,uk-hol,Offenbach,Neurologie]]></category>
            <pubDate>Thu, 24 Apr 2025 07:42:00 +0200</pubDate>
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                        <title>Nervenvitamin B12: Ein Mangel kann das Schlaganfallrisiko erhöhen</title>
                        <link>https://www.sana.de/newsroom/nervenvitamin-b12-ein-mangel-kann-das-schlaganfallrisiko-erhoehen/</link>
                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/nervenvitamin-b12-ein-mangel-kann-das-schlaganfallrisiko-erhoehen/</guid><pp:caseid>694859</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><strong>Vitamin B12 ist weit mehr als ein bloßer Nährstoff – es ist ein essenzieller Bestandteil für die Gesundheit. Dr. Alexander Reinshagen, Neurologe an den Sana Kliniken Leipziger Land in Borna, erklärt, warum das Vitamin so wichtig ist, warnt vor den Folgen eines Mangels und zeigt, wie sich ein Defizit vermeiden lässt.</strong></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p><strong>Themendienst</strong></p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/db7aa27f-e22b-4daa-b2d4-6cb77929f864/1920_ll-2019086-reinshagen-alexander-quer1copyrobinkunz.jpg?52023"><p>Vitamin B12, auch Cobalamin genannt, ist ein lebensnotwendiges Vitamin, das in nahezu allen Bereichen unseres Körpers eine Rolle spielt. Eine aktuelle&nbsp;<a href="https://scijournals.onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1002/jsfa.13661" target="_blank">Übersichtsarbeit</a> beschäftigte sich mit den vielfältigen Wirkungen von Vitamin B12 und zeigt dessen zentrale Bedeutung für die Gesundheit und die Prävention von Erkrankungen auf. „Vitamin B12 ist unter anderem unverzichtbar für die Blutbildung und die Funktion des Nervensystems. Ohne dieses Vitamin gerät der Stoffwechsel aus dem Gleichgewicht“, erklärt Alexander Reinshagen.</p><p>Warum ist es sinnvoll, zum Tag gegen den Schlaganfall über Vitamin B12 zu sprechen? Ein Mangel an Vitamin B12 kann Schlaganfälle hervorrufen. „Ich selbst habe vor über 25 Jahren mit dem Gerinnungslabor der Universität Leipzig eine Untersuchung an Schlaganfallpatienten durchgeführt, aus der hervorging, dass Schlaganfallpatienten überzufällig einen Vitamin-B12-Mangel hatten. Bei einem Mangel an Vitamin B12 oder Folsäure kann eine Schlaganfälle begünstigende Aminosäure (Homocystein) nicht vom Körper abgebaut werden”, verdeutlicht Alexander Reinshagen die Zusammenhänge. Aber auch heute deuten Beobachtungsstudien aus&nbsp;<a href="https://nutritionj.biomedcentral.com/articles/10.1186/s12937-024-00977-7" target="_blank">China</a> und&nbsp;<a href="https://www.cureus.com/articles/293652-serum-vitamin-b12-levels-as-a-risk-factor-and-prognostic-marker-in-patients-with-acute-ischemic-stroke-at-a-tertiary-care-center-in-northern-india-a-case-control-study#!/" target="_blank">Indien</a> auf dieses Problem hin.&nbsp;</p><p>Das Besondere: Vitamin B12 kann der menschliche Körper nicht selbst herstellen. Es wird ausschließlich über die Nahrung aufgenommen, vor allem durch tierische Produkte wie Fleisch, Fisch, Eier und Milchprodukte. Damit wird klar, warum Menschen, die sich vegan oder vegetarisch ernähren, besonders auf eine ausreichende Versorgung achten müssen.</p><h2>Die tückischen Gefahren eines Mangels<strong>&nbsp;</strong></h2><p>Vitamin B12 erfüllt viele essenzielle Funktionen:</p><ul><li data-list-item-id="e43ed3b7daf19019ca9d2e1a1356e69e6"><strong>Nervenschutz:</strong> „Vitamin B12 ist essenziell für die Myelinschicht, die unsere Nervenbahnen schützt. Ein Mangel kann zu Kribbeln, Taubheitsgefühlen und sogar dauerhaften Schäden führen“, betont Alexander Reinshagen.</li><li data-list-item-id="e0c6a8d538a8c5b3cf7d7eec3876ae2df"><strong>Blutbildung:</strong> Es unterstützt die Produktion roter Blutkörperchen und verhindert Anämien – also eine Blutarmut – wie die perniziöse Anämie, die mit Erschöpfung und Schwäche einhergeht.</li><li data-list-item-id="eb6ededdd5058487bfed887139c78cc96"><strong>Gehirnfunktion:</strong> Ein ausreichender Vitamin-B12-Spiegel kann den Erhalt der geistigen Leistungsfähigkeit fördern und das Risiko von kognitiven Störungen im Alter reduzieren.</li><li data-list-item-id="e72a3c78e1c2f4ec75cfe20b42f314a00"><strong>DNA-Synthese:</strong> Vitamin B12 ist unverzichtbar für die Zellteilung, insbesondere in Geweben mit hoher Erneuerungsrate, wie im Knochenmark.</li></ul><p>Ein Mangel an Vitamin B12 kann schleichend beginnen und sich in unspezifischen Symptomen äußern. Dazu gehören Müdigkeit, Konzentrationsprobleme, depressive Verstimmungen oder Appetitlosigkeit. Schon sehr früh führt ein B12-Mangel zu neurologischen Problemen: „Die längsten Nervenbahnen im Körper sind auch die empfindlichsten. Ein Vitamin-B12-Mangel beginnt oft mit einem Kribbeln in den Füßen oder Gangunsicherheit. Unbehandelt können bleibende Schäden im Rückenmark entstehen“, warnt der Neurologe. Welche Folgen ein Mangel bei älteren Menschen haben kann, zeigt eine&nbsp;<a href="https://journals.sagepub.com/doi/10.1177/03795721241226886" target="_blank">Fallstudie</a> eines Forschungsteams aus den Niederlanden.</p><h2>Wer ist gefährdet?</h2><p>Das Risiko an einem Vitamin-B12-Mangel zu leiden, betrifft vor allem ältere Menschen,&nbsp;da mit dem Alter die Fähigkeit des Körpers abnimmt, Vitamin B12 aus der Nahrung aufzunehmen. „Dabei ist das Vitamin B12 wichtig für den Erhalt der Kognition. Bei beginnender Demenz kann ein Mangel also ebenso eine Rolle spielen“, so der Neurologe.&nbsp;</p><p>Auch Betroffene, die unter Magen-Darm-Erkrankungen wie Morbus Crohn oder einer Zöliakie leiden, haben das Risiko zu wenig Vitamin B12 aufzunehmen. Da Vitamin B12 fast ausschließlich in tierischen Produkten vorkommt, sind auch Vegetarier und Veganer&nbsp;durch einen Vitamin-B12-Mangel gefährdet.&nbsp;</p><p>Zudem können externe Faktoren die Aufnahme von Vitamin B12 behindern. „Medikamente wie Magenschutzmittel, aber auch das Diabetes-Medikament Metformin blockieren die Vitaminaufnahme. Langfristig können sie einen Mangel verursachen, ohne dass die Betroffenen es bemerken“, so der Experte.</p><p>Eine Risikogruppe liegt Alexander Reinshagen jedoch besonders am Herzen: „Lachgas, das in der Medizin ja als leichtes Narkosemittel verwendet wird, ist leider zur Partydroge geworden, da es zum Beispiel in Gaskartuschen frei verkäuflich ist“, erzählt er und warnt eindringlich: „Der Missbrauch von Lachgas kann zu plötzlichen und nicht reparablen Lähmungen führen, da das Gas die Vitamin-B12-Depots im Körper leert und das noch vorhandene Vitamin B12 im Körper blockiert. Man kann also auch im Rollstuhl landen, die ausgedehnten Schäden lassen sich in der MRT darstellen.“ Die schädlichen Wirkungen von Lachgas zeigten Forschende an einer Fallserie auf und veröffentlichten die Ergebnisse in der Zeitschrift&nbsp;<a href="https://bmcneurol.biomedcentral.com/articles/10.1186/s12883-024-03966-9" target="_blank">BMC Neurology</a>.&nbsp;</p><h2>Wann sollte man den Arzt aufsuchen?</h2><p>Wer Symptome wie Kribbeln, Müdigkeit, Unsicherheiten beim Gehen oder Konzentrationsprobleme bemerkt, sollte den Vitamin-B12-Spiegel überprüfen lassen. Auch hier gilt es, eine Besonderheit zu beachten: „Die meisten Labore legen die Normalwerte zu niedrig an; sie orientieren sich an den für die Blutbildung relevanten Werten. Während hierfür circa 150 pmol/l als normal gelten, benötigen Nervenzellen 300 bis 400 pmol/l, um optimal zu funktionieren“, erklärt Reinshagen.&nbsp;„Sprechen Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin gezielt auf diesen Wert an“, betont er.&nbsp;</p><h2>Wie lässt sich ein Mangel verhindern?</h2><p>Der beste Weg, einem Vitamin-B12-Mangel vorzubeugen, ist eine ausgewogene Ernährung. Reich an Vitamin B12 sind zum Beispiel folgende Lebensmittel:</p><ul><li data-list-item-id="e967952c78b39b84e6833bdfa635cdc5b"><strong>Fleisch:</strong> Leber ist eine der besten Vitamin-B12-Quellen.</li><li data-list-item-id="efbab2dbe726ed38690861d8857496332"><strong>Fisch:</strong> Hering, Makrele und Lachs liefern viel Vitamin B12.</li><li data-list-item-id="ec3d26d13d49f8838c9ac743723b271cd"><strong>Milchprodukte:</strong> Käse und Milch ergänzen die Versorgung.</li><li data-list-item-id="e73ee0cff3a0b91f9683c6d575f8ef062"><strong>Eier:</strong> Eine gute pflanzliche Ergänzung zu tierischen Produkten.</li></ul><p>Für Veganer und Menschen mit erhöhtem Bedarf empfiehlt Alexander Reinshagen einen hoch dosierten Ersatz: „Die üblichen Multivitaminpräparate enthalten oft zu wenig Vitamin B12, um einen Mangel auszugleichen.“</p><h2>Fazit: Ein kleiner Nährstoff mit großer Wirkung</h2><p>Vitamin B12 ist entscheidend für die Gesundheit. Es beeinflusst Nerven, Blut und Gehirn gleichermaßen. „Vitamin B12 ist ein unscheinbarer, aber lebenswichtiger Helfer, der in jedem Alter Aufmerksamkeit verdient“, fasst der Experte zusammen.</p><p>&nbsp;</p><p><strong>Podcast mit Alexander Reinshagen</strong></p><p>In der Podcast-Reihe “Gesundheit aufs Ohr” spricht der Experte über Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten des Schlaganfalls:</p><p><a href="https://www.sana.de/newsroom/asset/7ba05ea7-5352-4968-b4bd-ed8978f81c08/podcastgesundheitaufsohrfolgeschlaganfall/" target="_blank"><strong>Hier können Sie die Folge herunterladen</strong></a></p><p>&nbsp;</p><p><i>Symbolbild: Canva / Kameleon007 von Getty Images Signature</i></p>]]></description><category><![CDATA[Themendienst,uk-hol,Borna,Neurologie]]></category>
            <pubDate>Thu, 24 Apr 2025 07:40:00 +0200</pubDate>
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                        <title>Schlaganfallrisiko durch Loch im Herzen</title>
                        <link>https://www.sana.de/newsroom/schlaganfallrisiko-durch-loch-im-herzen/</link>
                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/schlaganfallrisiko-durch-loch-im-herzen/</guid><pp:caseid>697749</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><strong>Vor der Geburt befindet sich zwischen den beiden Herzvorhöfen ein Loch, das Foramen Ovale. Normalerweise verschließt es sich bei der Geburt. Bei etwa jedem vierten Menschen ist dieser Verschluss nicht vollständig. In der Regel verursacht die Öffnung keine Beschwerden. Insbesondere bei jüngeren und ansonsten gesunden Menschen muss diese Öffnung als Schlaganfallursache in Erwägung gezogen werden.</strong></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p><strong>Themendienst</strong></p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/c759b638-0e0f-4df0-ae90-8ebeb97abb18/1920_csm-sliwka-a9aff74999.jpg?10000"><p>Professor Ulrich Sliwka ist Chefarzt der Klinik für Neurologie sowie Ärztlicher Direktor am Sana-Klinikum Remscheid. Er erklärt, warum ein persistierendes, also anhaltendes, Foramen Ovale, kurz PFO, ein Schlaganfallrisiko darstellt: „Durch das Loch zwischen dem linken und rechten Vorhof des Herzens können Blutgerinnsel aus dem Venensystem leicht in das Arteriensystem und von dort ins Gehirn wandern und ein Gefäß blockieren. Wir nennen dies paradoxe Embolie.“&nbsp;</p><p>Heftiges Husten, Niesen oder Pressen kann diesen Vorgang möglicherweise auslösen. Gerade bei jüngeren Patienten ohne typische Gefäßrisikofaktoren lässt sich oftmals keine eindeutige Schlaganfallursache herausfinden. Experten sprechen in diesen Fällen von einem kryptogenen Schlaganfall. Nach derzeitigem Stand der Wissenschaft hängen etwa zehn Prozent der durch eine Minderdurchblutung (Ischämie) ausgelösten Schlaganfälle bei Patienten zwischen 18 und 60 Jahren mit einem PFO zusammen.</p><h2>Schnelle Diagnose und Therapie sind entscheidend</h2><p>Time is Brain – so lautet die bewährte Formel für die Behandlung von Schlaganfällen. Je schneller Patienten auf eine spezialisierte Station, eine Stroke Unit, kommen und die richtige Behandlung und Nachsorge mit Therapie möglicher Komplikationen bekommen, desto besser ist die Prognose. Ist die Ursache identifiziert, leiten die Ärzte darüber hinaus Maßnahmen zur Sekundärprävention ein, um weiteren Ereignissen, sogenannten Rezidiven, entgegenzuwirken.</p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/4890e4fa-77c5-4277-b4d6-f30bc2770edc/1920_pfoimultraschall.jpg?10000"><p>Zur Vermeidung erneuter Schlaganfälle durch ein PFO ist es wichtig, diese Ursache zu erkennen. Dann können die Spezialisten untersuchen, ob der Patient beziehungsweise die Patientin für einen Eingriff mit PFO-Verschluss infrage kommt. Das hängt unter anderem vom Alter der Betroffenen und von der Größe des PFO ab. Die Größe und Gefährlichkeit des PFO können Ärzte durch eine kontrastmittelgestützte Ultraschalluntersuchung des Herzens und der Hirngefäße feststellen. Neurologen und Kardiologen arbeiten dabei eng zusammen.</p><p>Ulrich Sliwka erläutert: „Die Untersuchung und Therapie erfolgt in enger Abstimmung mit den Experten unseres Herzkatheterlabors Dr. Christian Schnickmann und Dr. Khalil Abi Haidar. Wir besprechen die Patientenbefunde gemeinsam und entscheiden im Team, ob ein Eingriff gemäß Leitlinienempfehlungen der richtige Weg ist.“ Ist dies der Fall, plant das interdisziplinäre Ärzteteam einen interventionellen Verschluss des PFO. Das bedeutet, dass der Eingriff minimalinvasiv unter örtlicher Betäubung durchgeführt werden kann und somit für die Patienten sehr schonend ist.</p><h2>Ein kleines Schirmchen verschließt die Öffnung</h2><p>Um die Öffnung zwischen den beiden Vorhöfen im Herz zu verschließen, kommt ein Schirmchen, in der Fachsprache Occluder genannt, zum Einsatz. Um das Schirmchen an die richtige Stelle zu führen, ist nur ein kleiner Schnitt in der Leiste erforderlich. Über einen flexiblen Schlauch, den Katheter, schieben die Kardiologen das Schirmchen bis zum Herzen vor und platzieren es an der undichten Stelle der Wand zwischen den Vorhöfen. Zur Vermeidung von Blutgerinnseln am Schirmchen bekommen die Patienten nach dem Eingriff Medikamente zur Hemmung der Blutgerinnung. Innerhalb weniger Monate wächst das Schirmchen dann in die Vorhofwand ein und verhindert so weitere PFO-bedingte Schlaganfälle.</p>]]></description><category><![CDATA[Themendienst,uk-hol,Remscheid,Schlaganfall,Neurologie,kardiologie]]></category>
            <pubDate>Thu, 24 Apr 2025 07:37:00 +0200</pubDate>
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                <pp:imageOriginal>https://content.presspage.com/uploads/2914/4890e4fa-77c5-4277-b4d6-f30bc2770edc/pfoimultraschall.jpg?10000</pp:imageOriginal><pp:imageTitle><![CDATA[PFO im Ultraschall]]></pp:imageTitle><pp:imageDescription><![CDATA[Im Ultraschall ist das Loch in der Herzscheidewand sichtbar.]]></pp:imageDescription></item><item>
                        <title>Schlaganfall nach Gefäßwandeinriss der Halsschlagader: Schnelle Therapie rettet Leben</title>
                        <link>https://www.sana.de/newsroom/schlaganfall-nach-gefaesswandeinriss-der-halsschlagader-schnelle-therapie-rettet-leben/</link>
                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/schlaganfall-nach-gefaesswandeinriss-der-halsschlagader-schnelle-therapie-rettet-leben/</guid><pp:caseid>694865</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><strong>„Time is brain“ – so lautet das Prinzip der Schlaganfalltherapie. Dr. Jens Schaumberg, Chefarzt der Klinik für Neurologie der Sana Kliniken Lübeck, erklärt an einem eindrücklichen Beispiel aus seiner Abteilung, warum im Notfall jede Sekunde zählt.</strong></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p><strong>Themendienst</strong></p><p>Als sich Thomas M. nach einem langen Arbeitstag im November zu Hause aufs Sofa setzte, konnte er plötzlich für wenige Minuten nicht mehr richtig sprechen. Geistesgegenwärtig rief er trotz zurückgegangener Symptome den Notruf an. Zum Glück, denn die Ursache für die vorübergehende Sprachstörung war eine Karotisdissektion, das heißt eine Einblutung in die Wand der Halsschlagader.</p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/07ee9608-8345-4348-a926-bd4521f99dee/1920_schaumberg-jens-web.jpg?23155"><p>Jens Schaumberg erklärt: „Die Dissektion der Arteria carotis, der Halsschlagader, ist eine der häufigsten Ursachen für ischämische Schlaganfälle bei jüngeren Patienten. Ein ischämischer Schlaganfall entsteht durch eine verminderte oder komplett ausgefallene Durchblutung. Die hinter dem Verschluss liegenden Gehirnregionen werden dann nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Je nach betroffener Region kommt es zu verschiedenen Störungen und Ausfällen.“</p><p>Aus der&nbsp;<a href="https://www.aerzteblatt.de/archiv/klinik-der-dissektionen-hirnversorgender-halsarterien-f6487605-c863-468d-8c42-d3f0fa0b9ae8" target="_blank">Forschung</a> ist bekannt, dass Männer von Dissektionen etwas häufiger betroffen sind als Frauen. Es tritt auch nicht immer sofort ein Schlaganfall auf. Daher bleiben viele Fälle unerkannt. Bei manchen Patienten entsteht der Einriss durch einen Unfall oder ruckartige Bewegungen.&nbsp;</p><h2>Mögliche Ursache: Drucksteigerung durch starken Husten</h2><p>Der Patient erinnert sich: „Ich hatte in der Vergangenheit keinerlei Probleme mit den hirnversorgenden Gefäßen. Eine Woche zuvor war ich im Urlaub. Dort konnte ich an einem Abend nicht mehr richtig sehen. Die Bilder beider Augen waren plötzlich nicht mehr korrekt übereinander und verschwommen.“ Ob zwischen diesen Symptomen und der Dissektion ein Zusammenhang besteht, lässt sich jedoch nicht sicher feststellen. Das einzige Indiz für eine mögliche Ursache war ein vorangegangener Infekt mit Husten. Jens Schaumberg erläutert, warum das eine Rolle gespielt haben könnte: „Starker und langanhaltender Husten kann zu einer Drucksteigerung in den Halsgefäßen führen und so möglicherweise zum Einriss der Gefäßwand der Arteria carotis bei unserem Patienten beigetragen haben.“ Mit Sicherheit lässt sich dies aber nicht sagen.</p><p>Am besagten Novemberabend – es war ein Montag – bemerkte Thomas M., dass seine Sprache plötzlich verwaschen war. Da er dieses Symptom im Bekanntenkreis und auch im Fernsehen schon im Zusammenhang mit Schlaganfallpatienten beobachtet hatte, war dem 57-Jährigen schnell klar, was los war: „Ich dachte eigentlich nur: auch das noch. Und dann habe ich mir spontan überlegt, was das für meinen Alltag bedeuten würde.“ Danach ging alles sehr schnell. Innerhalb von rund zehn Minuten waren Rettungswagen und Notarzt da. Eine Viertelstunde später war Thomas M. bereits in der Klinik und wurde behandelt.&nbsp;</p><h2>Schnelle Reaktion, schnelle Therapie</h2><p>Jens Schaumberg erklärt: „Wir haben Thomas M. umgehend untersucht und sofort die Therapie eingeleitet. Es war ein Glück, dass er so schnell reagiert hat und trotz zurückgegangener Symptome noch der Notarzt alarmiert wurde.“ Nach den Untersuchungen stand fest, dass sich eine rechtshirnige Ischämie entwickelt hatte. Somit bekam Thomas M. sofort eine systemische Lysetherapie mit Actilyse. Dabei handelt es sich um die medikamentöse Auflösung des Blutgerinnsels. Während der Nacht kam es noch zu einer Sehstörung des rechten Auges – diese Beschwerden verschwanden jedoch nach etwa 30 Minuten wieder.</p><p>Als Thomas M. am nächsten Morgen aufwachte, befand er sich auf der Stroke Unit, einer speziellen Station für Schlaganfallpatienten: „Mir ging es schon nach dem Aufwachen wieder sehr gut. Ich fühlte mich in keiner Weise mehr krank. Aufstehen durfte ich aufgrund der Behandlung zunächst nicht, am zweiten Tag konnte ich aber schon wieder sitzen. Trotz der hohen Arbeitsbelastung der Ärzte und Pflegenden wurde ich nicht nur sehr schnell, sondern auch sehr freundlich und zuvorkommend behandelt. Ich war zwar immer noch geschockt, einen Schlaganfall erlitten zu haben – abgesehen davon ging es mir aber sehr gut.“ Nach vier Tagen konnte Thomas M. die Klinik beschwerdefrei verlassen – das war am Freitag.&nbsp;</p><h2>Auszeit mit Aktivität und Legospielen&nbsp;</h2><p>Eine Rehabilitationsmaßnahme kam für Thomas M. nicht infrage. Er wollte sich lieber eine Auszeit zu Hause nehmen: „Ich ging viel spazieren und war an der frischen Luft unterwegs. Das hat mir sehr gutgetan. Zudem habe ich meine Feinmotorik mit Legobausätzen für Erwachsene trainiert. Das hat mir viel Spaß gemacht und mich motiviert.“ Über einen Zeitraum von drei Monaten bekam Thomas M. noch zusätzliche Blutverdünner. Einen Großteil der Medikamente konnte er mittlerweile absetzen.&nbsp;</p><h2>“Time is brain”</h2><p>Dass Thomas M. heute wieder beschwerdefrei im Leben steht, verdankt er der schnellen Behandlung: „Wir haben die Symptome schnell als Schlaganfall eingeschätzt, wir haben schnell den Rettungswagen gerufen und die Ärzte haben schnell die richtige Behandlung eingeleitet. Das hat in meinem Fall sicher Schlimmeres verhindert.“</p><p>&nbsp;</p>]]></description><category><![CDATA[Themendienst,uk-hol,Luebeck,Neurologie]]></category>
            <pubDate>Thu, 24 Apr 2025 07:00:00 +0200</pubDate>
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                        <title>Hybridtraining fürs Herz</title>
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                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/hybridtraining-fuers-herz/</guid><pp:caseid>688860</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><span><strong>Die Kombination aus Kraft- und Ausdauertraining wird auch Hybridtraining genannt. In der Fitnessbranche erfreut sich dieser Ansatz bereits großer Beliebtheit. Was viele nicht wissen: Auch für die Herzgesundheit hat das Duo aus Kraft- und Ausdauertraining viele Vorteile, die wissenschaftlich belegt sind.</strong></span></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p><strong>Themendienst</strong></p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/bfd536d3-8b06-4dc2-8793-a549eda1d6d0/1920_240805-prof.timmbauererklaumlrtdiepositiveneffektevonkrafttrainingaufdasherz.jpg?62859"><p><span>Professor Timm Bauer ist Chefarzt der Klinik für Kardiologie, Internistische Intensivmedizin und Allgemeine Innere Medizin am Sana Klinikum Offenbach. Er motiviert seine Herzpatienten immer wieder zu gesundheitssportlicher Aktivität: „Viele meiner Patienten haben Angst vor Anstrengung und glauben, dass Sport ihrem Herz schaden würde. Aber das Gegenteil ist der Fall. Mit der richtigen Dosierung und Anleitung ist körperliche Aktivität – und insbesondere das Hybridtraining – auch für Herzpatienten gesund.“</span></p><h2><span>Mit Ausdauer- und Krafttraining gegen die Verkalkung und andere Herz-Kreislauferkrankungen</span></h2><p><span>Timm Bauer stützt sich dabei auf Erkenntnisse aus der Forschung. Eine große </span><a href="https://www.bmj.com/content/351/bmj.h4543.long" target="_blank"><span>Bevölkerungsstudie</span></a><span> mit mehr als einer Million jungen Männern aus Schweden zeigte schon vor einigen Jahren auf, dass sich Ausdauer in Kombination mit einer guten Muskelkraft positiv auf die Herz- und Gefäßgesundheit auswirken kann. 2024 wurde eine weitere </span><a href="https://bjsm.bmj.com/content/58/8/411.long" target="_blank"><span>Untersuchung</span></a><span> unter knapp 9.000 Männern veröffentlicht, die junge Erwachsene über einen Zeitraum von fast 40 Jahren nachbeobachtet hatte. Die Ergebnisse zeigen, dass eine gute Ausdauer und Kraft das Risiko für die Entstehung von Verkalkungen in den Gefäßen, insbesondere den Herzkranzgefäßen, über mehrere Jahrzehnte reduzieren. Das gilt auch für Menschen mit Übergewicht, wie eine neue </span><a href="https://academic.oup.com/eurheartj/article/45/13/1127/7513891" target="_blank"><span>Studie</span></a><span> aus dem European Heart Journal belegt. Eine </span><a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31104484/" target="_blank"><span>Übersichtsarbeit</span></a><span> zeigt sogar den positiven Einfluss von Ausdauer- und Krafttraining auf die Verminderung der Sterblichkeit. Die American Heart Association nahm die Empfehlung für die Kombination aus Kraft- und Ausdauertraining in ihr wissenschaftliches </span><a href="https://www.ahajournals.org/doi/10.1161/CIR.0000000000001189" target="_blank"><span>Statement</span></a><span> auf, und auch die </span><a href="https://academic.oup.com/eurheartj/article/42/1/17/5898937?login=false" target="_blank"><span>Leitlinie</span></a><span> der European Society of Cardiology ESC weist darauf hin.</span></p><p><span>Timm Bauer erklärt: „Die Forschung der letzten Jahre zeigt sehr eindrücklich, wie effektiv das Hybridtraining ist. Menschen, die regelmäßig Ausdauer- und Krafttraining betreiben, leben länger und versterben seltener an Herzkreislauferkrankungen.“ Und damit nicht genug. Das Hybridtraining hat auch auf andere Bereiche positive Wirkungen. „Wer Ausdauertraining mit Kraftübungen kombiniert, kann zusätzlich den Blutdruck normalisieren und sich über eine bessere Gewichtskontrolle mit einer Reduzierung des Bachfettes freuen. Aber auch bei der zweiten großen Volkskrankheit Krebs hat das Hybridtraining enorme Effekte und kann zum Beispiel die Entstehung von Darmkrebs sowie die allgemeine Sterblichkeit bei Krebs reduzieren“, führt der Kardiologe weiter aus.</span></p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/034c10c2-92ad-4d43-b1c8-b09dfb8a774d/1920_timmbauer-hybridtraining.jpg?36796"><p><i>Der Kardiologe vom Sana Klinikum Offenbach hält sich selbst mit Hybridtraining fit.</i></p><p><a href="https://www.sana.de/newsroom/asset/034c10c2-92ad-4d43-b1c8-b09dfb8a774d/timmbauer-hybridtraining/" target="_blank">Download & Copyright</a></p><p>&nbsp;</p><h2><span>Hybridtraining effektiver als alleiniges Ausdauer- oder Krafttraining</span></h2><p><span>Starke und leistungsfähige Skelettmuskeln entlasten das Herz und verbessern den Stoffwechsel. Das Hybridtraining ist besonders effektiv, weil die Skelettmuskeln zwei sehr unterschiedlichen Trainingsreizen ausgesetzt sind, die zu zwei sehr unterschiedlichen Anpassungsvorgängen führen. Während ein Ausdauertraining vor allem dazu führt, dass sich in den Muskeln mehr Kapillaren, das heißt kleine Äderchen, und Mitochondrien bilden, verursacht ein Krafttraining vor allem ein Dickenwachstum der Muskelfaser, eine Hypertrophie.</span></p><h2><span>Umsetzung ist überhaupt nicht schwer</span></h2><p><span>Ausdauertraining lässt sich fast überall realisieren. Joggen, Walking, Radfahren, Schwimmen – jeder sollte sich eine Aktivität aussuchen, die Spaß macht und sich mit dem Alltag verbinden lässt. Wer gerne in ein Fitnessstudio gehen möchte, kann dies tun. Wer lieber raus in die Natur möchte, kann sich im Park oder im Wald bewegen. „Wichtig ist, dass die Ausdaueraktivität regelmäßig ausgeübt wird. Die Empfehlungen für Herzpatienten sind denen für gesunde Menschen sehr ähnlich“, sagt Timm Bauer. „Wir alle sollten unser Herz-Kreislaufsystem mit 150 bis 300 Minuten moderater Intensität pro Woche in Schwung bringen. 75 bis 150 Minuten mit hoher Intensität oder eine Kombination daraus sind auch in Ordnung.“</span></p><p><span>Auch für das Krafttraining gibt es Hinweise, die ebenfalls im </span><a href="https://academic.oup.com/eurheartj/article/44/21/1874/7099688#authorNotesSectionTitle" target="_blank"><span>European Heart Journal</span></a><span> veröffentlicht wurden. „Erwachsene sollten an mindestens zwei Tagen pro Woche für alle großen Muskelgruppen Kraftübungen absolvieren“, fasst Timm Bauer die Empfehlungen zusammen. „Dabei sollte die Intensität mindestens moderat sein. </span>Optimal sind etwa 60 bis 80 Prozent der Maximalkraft oder 6 bis 20 Wiederholungen."<span> Am effektivsten ist das Krafttraining, wenn die Intensität hoch ist und die Muskeln am Ende der Übung „schön brennen“. &nbsp;Ausdauer und Kraft können zusammen, nacheinander oder zeitlich getrennt voneinander trainiert werden. „Ich rate allerdings zu einer zeitlichen Trennung von 8 bis 24 Stunden, um eine optimale Anpassung zu erreichen. Wenn es möglich ist, zuerst mit dem Krafttraining beginnen und danach die Ausdauereinheit planen“, so der Experte.</span></p><p><span>Zusätzlich zu den konkreten Empfehlungen für das Hybridtraining ist es wichtig, Inaktivität im Alltag zu reduzieren und wann immer es möglich ist, aktiv zu sein. Treppe statt Aufzug, Spielen mit den Kindern, der Spaziergang mit dem Hund – jede Minute, die wir in Aktivität verbringen zählt.</span></p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/4fbf5102-7667-4a53-a47b-f2115587b227/1920_infografik-hybridtrainingfursherz.jpg?10000"><p><i>Hybridtraining ist eine Kombination von Ausdauer- und Krafttraining.</i></p><p><a href="https://www.sana.de/newsroom/asset/4fbf5102-7667-4a53-a47b-f2115587b227/infografik-hybridtrainingfursherz/" target="_blank"><i>Download & Copyright</i></a></p><p><span>Mehr Informationen zur Klinik für Kardiologie, Internistische Intensivmedizin und Allgemeine Innere Medizin am Sana Klinikum Offenbach finden Sie hier: </span><a href="https://www.sana.de/offenbach/medizin-pflege/kardiologie-internistische-intensivmedizin-und-allgemeine-innere-medizin" target="_blank"><span>Kardiologie | Offenbach | Sana Kliniken AG</span></a></p>]]></description><category><![CDATA[Themendienst,uk-hol,Offenbach,Herzgesundheit,Training,kardiologie]]></category>
            <pubDate>Mon, 24 Mar 2025 08:05:30 +0100</pubDate>
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                <pp:imageOriginal>https://content.presspage.com/uploads/2914/06c6fc95-2263-46d9-89cc-7dc5fddf33cf/professortimmbauer.jpg?29558</pp:imageOriginal><pp:imageTitle><![CDATA[Professor Timm Bauer,  Sana Klinikum Offenbach]]></pp:imageTitle><pp:imageDescription><![CDATA[Timm Bauer, Chefarzt der Klinik f&amp;uuml;r Kardiologie sowie internistische Allgemein- und Intensivmedizin am Sana Klinikum Offenbach.]]></pp:imageDescription></item><item>
                        <title>Ein neues Herz, ein neues Leben – Ganimete Ahmetis zweite Chance</title>
                        <link>https://www.sana.de/newsroom/ein-neues-herz-ein-neues-leben--ganimete-ahmetis-zweite-chance/</link>
                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/ein-neues-herz-ein-neues-leben--ganimete-ahmetis-zweite-chance/</guid><pp:caseid>690921</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p style="margin-left:0cm;"><span><strong>Ein neues Herz – für viele Patientinnen und Patienten ist das die letzte Chance weiterzuleben. Doch noch immer übersteigt in Deutschland die Zahl der Menschen, die auf eine Herztransplantation warten, die Zahl der Spenderherzen.</strong></span></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p><strong>Themendienst</strong></p><p style="margin-left:0cm;"><span>„Die Medizin kann heute viel, aber ohne Spenderherzen sind wir oft machtlos“ erklärt Professor Sems Malte Tugtekin vom Herzzentrum Dresden. Sein Appell: „Jeder von uns kann Leben retten. Mit einem Organspendeausweis setzen Sie ein Zeichen der Solidarität und geben anderen die Möglichkeit auf eine zweite Chance.“ Eine, die diese zweite Chance erhalten hat, ist Ganimete Ahmeti. Heute kann die 47-Jährige wieder lächeln und hat neuen Lebensmut. Ihr wurde ein zweites Leben geschenkt, als ihr Ende 2024 im Herzzentrum Dresden ein neues Herz transplantiert wurde. „Ich kann nun zwei Mal im Jahr Geburtstag feiern“, sagt sie. Doch hinter ihr und ihrer Familie liegt ein schmerzhafter Weg.</span></p><h2><span>Plötzlich herzkrank nach der Geburt</span></h2><p><span>Ahmeti stammt aus dem Kosovo und lebt seit 17 Jahren in Deutschland. Gemeinsam mit ihrem Mann betreibt sie in Zittau ein kleines Restaurant. Die 47-Jährige hat bereits einen erwachsenen Sohn, als sie 2022 ein kleines Mädchen zur Welt bringt. Alles schien in Ordnung – bis sie plötzlich unter Atemnot litt, Wassereinlagerungen bekam und kaum noch belastbar war. Sie konsultierte mehrere Ärzte, die ihr schnell bescheinigten – das Herz ist zu schwach. Es folgte Klinikaufenthalt auf Klinikaufenthalt, ohne dass eine Besserung eintrat. „Es war schrecklich“, erinnert sie sich. „Ich hatte keine Kraft und konnte mich nicht mal um meine kleine Tochter kümmern.“</span></p><h2><span>Letzte Chance: Ein Spenderherz</span></h2><p><span>„Das, was Frau Ahmeti passiert ist, nennt man postpartale Kardiomyopathie“, erklärt Sems Malte Tugtekin, Oberarzt an der Klinik für Herzchirurgie am Herzzentrum Dresden. „Dabei kann es bis zu sechs Monate nach einer Geburt zu einer akuten Herzschwäche kommen. Glücklicherweise kommt das nur sehr selten vor und bildet sich oft von allein wieder zurück.“ Leider war das bei der 47-Jährigen nicht der Fall – ganz im Gegenteil. Sie wurde immer schwächer. „Ich erinnere mich noch, wie Frau Ahmeti im Mai 2024 das erste Mal bei uns im Herzzentrum vorstellig wurde“, erzählt Professor Tugtekin. „Da war im Prinzip schon klar, dass das Herz zu schwach war, um sich zu erholen. Es gab keine Alternative. Wir mussten sie auf die Warteliste für ein Spenderherz setzen.“ Seitdem war die Mutter Dauerpatientin im Herzzentrum Dresden. „Ich erinnere mich, wie sehr ich gegen die Diagnose gekämpft habe“, sagt Ganimete Ahmeti. „Ich habe an den Ärzten gezweifelt, war wütend und habe viel geweint“, erinnert sie sich. „Aber das Team hier hat mich nie aufgegeben. Es wurde meine zweite Familie.“</span></p><p><span>Leider wurde Ahmetis Herz immer schwächer, und ihr Zustand verschlechterte sich rapide, so dass sie im September 2024 auf die höchste Dringlichkeitsstufe für eine Herztransplantation gesetzt werden musste. „Ich weiß noch, dass ich mir vorkam wie im Koma“, so Ahmeti. „Ich konnte kaum mit meinem Mann telefonieren, weil ich keine Luft bekam. Meine Tochter durfte ich nicht sehen, da das Risiko einer Ansteckung mit Keimen für mich zu groß war.“ Eine zähe und leidvolle Zeit.</span></p><h2><span>Der erlösende Anruf</span></h2><p><span>Im Durchschnitt müssen hochdringlich eingestufte Patientinnen und Patienten fünf bis sechs Monate auf ein Spenderherz warten. Bei Ganimete Ahmeti hat es zum Glück nur vier Monate gedauert. Am 28. Dezember 2024 kam die erlösende Nachricht – es gibt ein passendes Spenderherz. „Ab dann musste es schnell gehen“, erklärt Professor Tugtekin. „Ein Herz ist nicht ewig haltbar und zwischen der Entnahme und der Transplantation sollten nicht mehr als vier bis sechs Stunden liegen.“</span></p><p><span>„Ich habe ihr selbst die Nachricht überbracht“, erzählt der Herzchirurg weiter. „Wenn man die Patienten von Anfang an betreut, ist es wichtig, auch in diesen Momenten da zu sein, Zuversicht und Optimismus zu vermitteln. So eine Operation ist ein wahnsinniger emotionaler und physischer Kraftaufwand für alle Beteiligten.“&nbsp;</span></p><p><span>Die Patientin erinnert sich noch gut an den Moment: „Als ich die Nachricht bekam, war ich ruhig und voller Vertrauen, dass alles gut gehen wird.“ Als ihr Mann weinte, während sie zur Operation abgeholt wurde, hatte sie sogar die Kraft, ihn aufzumuntern „Wenn wir uns das nächste Mal sehen, dann lächeln wir.“</span></p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/02341386-c2b1-4312-a14e-302f6683e588/1920_hzdpatientinahmeti.jpg?80034"><h2 style="margin-left:0cm;"><span>Ein zweites Leben mit neuen Herausforderungen</span></h2><p><span>Die siebenstündige Operation verlief ohne Komplikationen, und das neue Herz pumpte kräftig und regelmäßig in Ganimete Ahmetis Brust. „Schon bald nach der Operation telefonierte ich mit meinem Mann, ohne Atemnot zu haben – es war wie ein Wunder. Mein zweites Leben hatte begonnen.“</span></p><p><span>Bereits am 10. Januar 2025 wurde die frisch Transplantierte von der Intensiv- auf die Normalstation verlegt und Ende Januar begann ihre Reha.</span></p><p><span>„Wir sind sehr zufrieden mit dem bisherigen Verlauf“, stellt der Operateur fest.&nbsp; Dennoch liegt ein herausfordernder Weg vor Ganimete Ahmeti: „Ich muss nach der langen Liegezeit nicht nur wieder Muskeln und Kraft aufbauen, sondern auch die Operation physisch und mental verarbeiten.“ Außerdem werde sie ein Leben lang Patientin bleiben, engmaschig medizinisch kontrolliert werden und Medikamente einnehmen müssen, die eine Abstoßung des neuen Herzens verhindern sollen, erklärt der Herzchirurg. Durchschnittlich hält ein transplantiertes Herz 10 bis 15 Jahre, mit etwas Glück sogar 20 Jahre und länger. „Leider passiert es aber auch manchmal, dass das Herz eher abgestoßen wird“, so Sems Malte Tugtekin.</span></p><h2><span>Dankbarer Blick nach vorn</span></h2><p><span>Daran mag Ahmeti im Moment aber nicht denken. Sie ist voller Dankbarkeit für die Chance, ein zweites Leben beginnen zu können und ihre Kinder weiter aufwachsen zu sehen. „Ich danke den Ärztinnen und Ärzten sowie den Pflegekräften in Dresden so sehr, dass sie mich begleitet, aufgefangen und gerettet haben. Ich danke meiner Familie, die stets – auch aus der Ferne – an meiner Seite stand. Ohne sie hätte ich das alles nicht geschafft.“&nbsp;</span></p><p><span>Gleichzeitig sind ihre Gedanken oft beim Spender: „Manchmal möchte ich wissen, wer mir das zweite Leben geschenkt hat. Ich würde mich so gerne bei der Spenderfamilie bedanken.“ Aber dieser direkte Austausch ist zumindest in Deutschland nicht erlaubt. Hier bleiben Organempfängerin und Organempfänger sowie die Angehörigen der spendenden Person stets anonym. Allerdings können die Organempfänger einen anonymen Brief an die Spenderfamilie schreiben, um sich auf diesem Weg zu bedanken. Vielleicht wird auch Ganimete Ahmeti diese Möglichkeit später nutzen. Fürs Erste heißt es aber einen Weg zurück in den Alltag zu finden und das Leben mit Spenderherz neu zu ordnen. Sie ist zuversichtlich: „Ich bin stolz, stark und glücklich.“</span></p><p><a href="https://www.tagesschau.de/inland/regional/sachsen/mdr-zweites-leben-47-jaehrige-bekommt-spenderherz-in-dresden-100.html" target="_blank"><span>Sachsen: Zweites Leben - 47-Jährige bekommt Spenderherz in Dresden | tagesschau.de</span></a></p><p><a href="https://www.sana.de/herzzentrum-dresden/medizin-pflege/herzchirurgie" target="_blank"><span>Mehr Informationen zur Klinik für Herzchirurgie am Herzzentrum Dresden</span></a></p>]]></description><category><![CDATA[Themendienst,uk-hol,herz,Transplantation,Dresden,kardiologie]]></category>
            <pubDate>Mon, 17 Mar 2025 10:08:13 +0100</pubDate>
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                        <title>Brustkrebs: Möglichkeiten der Rekonstruktion</title>
                        <link>https://www.sana.de/newsroom/brustkrebs-moeglichkeiten-der-rekonstruktion/</link>
                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/brustkrebs-moeglichkeiten-der-rekonstruktion/</guid><pp:caseid>674805</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><span><strong>Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen – jährlich sind etwa 70.000 Neuerkrankungen zu verzeichnen. Wenn eine komplette Entfernung der Brust notwendig ist, bestehen verschiedene Möglichkeiten der Rekonstruktion.</strong></span></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p><strong>Themendienst</strong></p><p><span>Die Brustentfernung – Experten sprechen von einer Mastektomie – ist bei etwa 10 bis 20 Prozent der betroffenen Frauen notwendig, zum Beispiel bei bestimmten Tumortypen, bei Vorliegen mehrerer Knoten oder bei Einwachsen des Tumors in Brustwand oder Haut. Früher war es noch notwendig, die gesamte Brust mit Haut, Brustwarze und Brustmuskel zu entfernen. Heutzutage können Chirurgen das Drüsengewebe entfernen und Haut, Brustwarze und Brustmuskel in den meisten Fällen erhalten. Trotzdem ist die Rekonstruktion der Brust ein komplexer Eingriff, der in spezialisierten Zentren vorgenommen werden sollte, denn ein schlechtes Operationsergebnis kann den Leidensweg der Frauen verlängern oder sogar verschlimmern. Die Sicherheit für die Patientinnen steht an erster Stelle und sollte im Einklang mit einem optimalen ästhetischen Ergebnis stehen.</span></p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/40c74038-d7d4-4658-9d16-120d6e8b0601/1920_241020-prof.andreeunddr.fertsch.jpg?91808"><p><span>Dr. Sonia Fertsch, Oberärztin der Klinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie an den Sana Kliniken Düsseldorf, erklärt: „Wichtige Ziele für die operative Brustrekonstruktion sind ein dauerhaft ästhetisch gutes Ergebnis und eine Verbesserung der Lebensqualität. Wir klären die Patientinnen daher über alle Möglichkeiten auf und empfehlen ihnen, sich ausreichend Zeit für die Entscheidung zu nehmen.“ Frauen, die eine Rekonstruktion wünschen, sollten sich vor dem Eingriff über alle Möglichkeiten informieren.&nbsp;</span></p><p><span>Professor Christoph Andree nahm 2004 die ersten Brustrekonstruktionen mit Eigengewebe in Düsseldorf vor. Der Mediziner und sein Team haben in über 20 Jahren mehr als 4000 Brustrekonstruktionen vorgenommen. Darüber hinaus ist der Mediziner international als Referent bekannt und seit vielen Jahren wissenschaftlicher Direktor des weltweit bekannten </span><a href="https://www.breast-symposium.com/" target="_blank">International Breast Symposium Düsseldorf</a>, IBSD<span>, das in diesem Jahr am 4. und 5. April zum 13. Mal stattfindet und auf dem sich Ärzte aus aller Welt über die neuesten Erkenntnisse zur Brustrekonstruktion austauschen. „Wichtig ist es, gemeinsam mit der Patientin ein Konzept zu erarbeiten, das zu einer besseren Lebensqualität führt und der Patientin zu einem besseren Körpergefühl verhilft“, sagt Christoph Andree.&nbsp;</span></p><h2><span>Implantate</span></h2><p><span>Bei der Brustrekonstruktion mit Silikonimplantaten kann das Implantat entweder über oder unter den Brustmuskel platziert werden. Die Platzierung hinter dem Brustmuskel ist manchmal notwendig, wenn nicht genügend Haut oder Fettgewebe vorhanden ist, um das Implantat ausreichend zu bedecken. Dies hilft, ein natürlicheres Aussehen zu erzielen und sichtbare Ränder des Implantats zu vermeiden. In einigen Fällen ist es notwendig, zunächst einen Gewebeexpander einzusetzen, um die Haut schrittweise zu dehnen, bevor das Implantat endgültig eingesetzt wird.&nbsp;</span></p><p><span>Nachteile einer Implantatrekonstruktion können ein höheres Risiko für Kapselfibrose (Verhärtung um das Implantat), ein unnatürliches Gefühl oder Spannungsgefühl in der Brust und das Risiko von weiteren Operationen im Laufe der Zeit sein.</span></p><h2><span>Körpereigenes Gewebe</span></h2><p><span>Neben der Rekonstruktion mit Implantaten können Chirurgen die Brust auch mit körpereigenem Gewebe wiederaufbauen. Das Gewebe können die Ärzte aus verschiedenen Körperregionen entnehmen. Wird die Brust mit Fettgewebe aus dem Unterbauch aufgebaut, handelt es sich um eine sogenannte DIEP-Lappenplastik (engl. Deep Inferior Epigastric Perforator). Kommt das Gewebe aus der Gesäßregion sprechen Experten von einem I-GAP-Lappen (engl. Inferior Gluteal Artery Perforator).&nbsp;</span></p><p><span>Bei einer Gewebeentnahme von der Oberschenkelinnenseite handelt es sich um einen TMG-Lappen (engl. Transverse Musculocutanaeus Gracilis), bei der Rückseite des Oberschenkels um einen PAP-Lappen (Profunda Artery Perforator). Eine weitere Möglichkeit ist die Entnahme aus dem großen Rückenmuskel Latissimus dorsi.&nbsp;</span></p><p><span>Vorteil dieser Techniken ist, dass die rekonstruierte Brust sich später wie normales Brustgewebe anfühlt und die Patientinnen kein Fremdkörpergefühl verspüren. Mit dieser Methode erhalten die Patientinnen eine sehr natürliche Form der Brust. Allerdings dauert dieser Eingriff bis zu sechs Stunden, und es verbleibt eine Narbe an der Entnahmestelle.</span></p><h2><span>Mögliche Komplikationen</span></h2><p><span>Nach einer Brustrekonstruktion mit dem Eigengewebe können in einigen Fällen Komplikationen auftreten. Diese können Wundheilungsstörungen, Infektionen oder Durchblutungsprobleme des transplantierten Gewebes umfassen. In einigen Fällen kann auch eine Korrekturoperation erforderlich sein. Eine ausführliche Beratung über mögliche Risiken erfolgt in der Sprechstunde.</span></p><h2><span>Die individuelle Entscheidung braucht Zeit</span></h2><p><span>Die Auswahl der entsprechenden Technik und die Entscheidung für die beste Entnahmestelle für das körpereigene Gewebe muss immer individuell für jede Patientin erfolgen.</span></p><p><span>„Wir nehmen uns in der Sprechstunde sehr viel Zeit für unsere Patientinnen. Es entstehen so viele Fragen, die Frauen haben Sorgen und Ängste. Die Aufklärung und ausführliche Besprechung der Möglichkeiten mit allen Vor- und Nachteilen ist das A und O“, sagt Sonia Fertsch. „Niemand sollte diese wichtige Entscheidung unter Zeitdruck treffen, das ist uns sehr wichtig“, so die Medizinerin weiter.&nbsp;</span></p><p><span>Wer sich unsicher ist, sollte eine zweite Meinung einholen. An der Klinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie der Sana Kliniken Düsseldorf gibt es unter der Leitung von Christoph Andree ein Zweitmeinungszentrum, in dem sich Frauen ausführlich beraten und untersuchen lassen können.</span></p><p><span><strong>Weiterführende Informationen:</strong></span></p><p><a href="https://www.sana.de/duesseldorf-gerresheim/medizin-pflege/plastische-aesthetische-chirurgie" target="_blank"><span>Klinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie der Sana Kliniken Düsseldorf</span></a></p><p><a href="https://www.sana.de/duesseldorf-gerresheim/medizin-pflege/plastische-aesthetische-chirurgie/zweitmeinungszentrum-1" target="_blank"><span>Zweitmeinungszentrum</span></a></p><p><a href="https://register.awmf.org/assets/guidelines/032-045OLk_S3_Mammakarzinom_2021-07_1.pdf" target="_blank"><span>S3-Leitlinie Mammakarzinom (awmf.org)</span></a></p><p><a href="https://www.dgpraec.de/patienten/op-infos/brustrekonstruktion/" target="_blank"><span>Brustrekonstruktion - Deutsche Gesellschaft für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie (dgpraec.de)</span></a></p>]]></description><category><![CDATA[Themendienst,uk-hol,Brustkrebs,Brustkrebszentrum,Benrath,Gynaekologie]]></category>
            <pubDate>Mon, 10 Mar 2025 08:10:20 +0100</pubDate>
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                        <title>Fortgeschrittener Bandscheibenverschleiß – wann ein operativer Eingriff der richtige Weg ist</title>
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                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/fortgeschrittener-bandscheibenverschleiss--wann-ein-operativer-eingriff-der-richtige-weg-ist/</guid><pp:caseid>689119</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><span><strong>Ein ausgeprägter Verschleiß der Bandscheiben – Osteochondrose – kann zu einer Entzündungsreaktion an den benachbarten Wirbelkörpern führen. Dadurch kann bei manchen Patienten eine Instabilität mit plötzlich eintretenden starken Schmerzen entstehen. Wenn die Stabilisierung durch Muskelaufbau nicht hilft und auch Infiltrationen an den Gelenken keine Besserung herbeiführen, kann eine operative Ruhigstellung die Beschwerden lindern. Wirbelsäulenexperte Professor Michael Rauschmann vom Sana Klinikum Offenbach klärt zu dieser Methode auf.</strong></span></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p><strong>Themendienst</strong></p><p><span>Ist der Verschleiß der Bandscheiben schon weit fortgeschritten, kann der Körper mit einer Entzündung an den sogenannten Grund- und Deckplatten der benachbarten Wirbelkörper reagieren. Dieser Prozess beginnt häufig mit einer Entwässerung des Bandscheibenkernes. Aufgrund des großen Flüssigkeitsverlustes erscheint diese Bandscheibe auf einem MRT-Bild schwarz. Daher sprechen Ärzte bei diesem Befund auch von einer “Black Disc”. Durch diese Veränderungen entsteht eine Höhenminderung im betroffenen Abschnitt der Wirbelsäule mit der Folge einer entzündlichen Reaktion der benachbarten Grund- und Deckplatte. Daraus kann sich eine Instabilität entwickeln.</span></p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/c02a564f-7378-4589-8612-91ef1b828af4/1920_michaelrauschmann.jpg?54012"><h2><span>Durchbrechschmerzen im Rücken</span></h2><p><span>Michael Rauschmann ist Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie sowie Chefarzt der Klinik für Wirbelsäulenorthopädie und Rekonstruktive Orthopädie am Sana Klinikum Offenbach. Er sieht Patienten mit solchen Befunden häufiger: „Die Patienten haben meist belastungsabhängige Schmerzen, aber auch Beschwerden in Ruhe. Teilweise treten durch die Instabilität auch ganz plötzlich starke Schmerzen auf. Betroffene berichten typischerweise von Durchbrechschmerzen im Rücken. Ausstrahlende Schmerzen im Verlauf des Ischiasnervs sind bei diesem Krankheitsbild zu Beginn selten“, so der Experte. Das liegt daran, dass der Körper zunächst versucht, der Instabilität aus eigener Kraft entgegenzuwirken und zunächst zusätzlichen Knochen an den Wirbelkörpern anbaut. Die Natur erkauft sich mit dieser Art der „Stabilisierung“ jedoch eine Einengung der Austrittstellen der Nerven und ein Enge im Kanal der Wirbelsäule. Langfristig kann es dadurch zusätzlich zu einer Irritation der Nerven mit Schmerzen, Kribbeln und Taubheitsgefühl in den Beinen kommen.</span></p><h2><span>Stabilität schaffen</span></h2><p><span>Patienten mit diesem Befund brauchen eine Stabilisierung im betroffenen Wirbelsäulenabschnitt. In einem ersten Schritt besteht die Therapie meist aus Muskeltraining und Stabilisationsübungen, gefolgt von einer Infiltrationstherapie (Spritzen). Führt das Training, die konservative Therapie sowie die medikamentöse Begleitbehandlung allerdings nicht langfristig zur Beschwerdefreiheit, gibt es Erleichterung durch operative Methoden. Der Wirbelsäulenexperte erklärt die Optionen: „Um das instabile Segment wieder zu stabilisieren, setzen wir einen Platzhalter für die verschlissene Bandscheibe, einen sogenannten Cage, zwischen die beiden Wirbelkörper ein. Häufig wird dabei vom Rücken aus operiert. Das hat allerdings den Nachteil, dass wichtige Muskeln vom Knochen abgelöst und Nerven präpariert werden müssen. Das kann im Verlauf zu weiteren Problemen führen.“ Um dies zu vermeiden, nutzt Michael Rauschmann in ausgewählten Fällen den Zugangsweg von der Bauchseite aus. Mediziner sprechen bei diesem Eingriff vom ALIF-Verfahren. Die Abkürzung basiert auf der englischen Bezeichnung: Anterior Lumbar Interbody Fusion. Diese Methode ist die richtige Wahl, wenn ein hochgradiger Verschleiß der Bandscheibe vorliegt, jedoch keine Einengung der Nervenwurzel.</span></p><p><span>„Bei entsprechender Expertise des Operateurs halte ich die ALIF-Methode für sehr sinnvoll. Unserer Erfahrung nach gibt es dadurch weniger Probleme durch geschädigte Muskeln und Nerven“, führt der Wirbelsäulenexperte weiter aus und stützt sich dabei auf aktuelle wissenschaftliche Studien. Im Journal of Spine Surgery wurde Ende 2024 beispielsweise eine </span><a href="https://doi.org/10.21037/jss-24-88" target="_blank"><span>Übersichtsarbeit</span></a><span> veröffentlich, die sich unter anderem damit beschäftigt, für welche Patienten das ALIF-Verfahren der richtige Weg ist. Bei der Beurteilung sind verschiedene Kriterien wichtig, unter anderem Alter, Knochendichte, Body Mass Index, Rauchgewohnheiten und Zusatzerkrankungen.</span></p><h2><span>Nach zehn Jahren endlich schmerzfrei</span></h2><p><span>Als Ilka K. sich bei Michael Rauschmann in der Klinik vorstellte, litt sie bereits zehn Jahre unter Schmerzen im Rücken – sowohl bei Belastungen im Alltag als auch nachts in Ruhe. Physiotherapie, Schmerzmittel und Injektionen halfen nicht mehr. Die 50-Jährige erinnert sich: „Anfangs kam ich mit den Schmerzen im Rücken noch ganz gut zurecht und konnte die Probleme mit Schmerzmedikamenten, Fitnesstraining und Physiotherapie in Schach halten. Doch in den letzten zwei Jahren wurden die Schmerzen immer schlimmer und führten zunehmend zu Beeinträchtigungen. Ich konnte nicht mehr joggen oder auf die Skipiste – das hat meine Lebensqualität schon deutlich beeinträchtigt. Und zum Schluss konnte ich nicht einmal mehr Zähne putzen ohne mich abzustützen oder die Spülmaschine ausräumen. Ich hatte ständig das Gefühl, ein Messer im Rücken zu haben. Da war mir klar, jetzt muss etwas passieren.“</span></p><p><span>Der Wirbelsäulenexperte aus Offenbach untersuchte Ilka K. intensiv. Röntgenaufnahmen und das MRT zeigten, dass sich mittlerweile eine Entzündung entwickelt hatte. Aktivierte Osteochondrose mit subtotalem Aufbrauch des Bandscheibenfaches L5/S1 lautet die medizinische Diagnose. Das bedeutet, dass sich die Bandscheibe zwischen dem fünften Lenden- und dem ersten Steißbeinwirbel aufgrund von Verschleiß und Entzündung sozusagen fast aufgelöst hatte.</span></p><p><span>Michael Rauschmann war klar, dass die massiven Beschwerden von Ilka K. nicht mehr weiter konservativ in den Griff zu bekommen waren und dass die ALIF-Methode aufgrund des fortgeschrittenen Bandscheibenverschleißes ohne Beeinträchtigung der Nervenwurzel die Methode der Wahl für sie war: „Ich habe der Patientin alle Möglichkeiten erklärt und wir haben gemeinsam die Entscheidung für die Operation mit der ALIF-Methode getroffen.“ Der Eingriff mit Einsatz des Cages erfolgte somit vom Bauch aus. „Die Operation verlief komplikationslos, und wir konnten den Platzhalter mit einer Titanplatte und Schrauben befestigen“, so der Experte. Schon nach wenigen Tagen konnte Ilka K. die Klinik verlassen. Sie sagt: „Sogar direkt nach der Operation hatte ich kaum Schmerzen. Nach weniger als einer Woche war ich wieder zuhause und habe dann noch etwa drei Monate das Korsett getragen. Schmerzmittel brauchte ich nur wenig.“</span></p><p><span>Etwa zehn Wochen nach dem Eingriff erfolgte die Nachbehandlung mit Physiotherapie und stabilisierenden Übungen. Die Nachkontrolle nach drei Monaten zeigte, dass der operierte Bereich gut verknöchert war. Schritt für Schritt steigerte die Patientin ihren Aktivitätsradius, konnte wieder raus in die Natur, ihren Alltag bewältigen und nach etwa einem Jahr sogar wieder joggen gehen. Mit kontinuierlichem Gerätetraining hält sich die 50-Jährige bis heute fit.</span></p><p><span>Mit ihrer Geschichte möchte sie anderen Patienten Mut machen: „Die Sorge, nach so einem Eingriff unbeweglich zu sein, hat sich als unbegründet erwiesen. Ich wusste, dass ich bei Professor Rauschmann in guten Händen war. Somit hatte ich auch keine Angst vor der Operation und bin heute sehr glücklich, dass ich wieder mitten im Leben stehe.“</span></p><p><span>Weitere Informationen zur Klinik für Wirbelsäulenorthopädie und Rekonstruktive Orthopädie am Sana Klinikum Offenbach finden Sie hier: </span><a href="https://www.sana.de/offenbach/medizin-pflege/wirbelsaeulenorthopaedie-und-rekonstruktive-orthopaedie" target="_blank"><span>Wirbelsäulenorthopädie | Offenbach | Sana Kliniken AG</span></a></p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/745498f9-2a10-4d8d-86d2-a30a6a9fb06c/1920_patientengeschichterauschmann-aufnahmenvorderoperation.jpg?98239"><p><i><span>Die Röntgenbilder zeigen den aufgebrauchten Bandscheibenraum zwischen dem fünften Lenden- und dem ersten Sakralwirbel. Im MRT (r.) ist darüber hinaus die Entzündung sichtbar.</span></i></p><p><a href="https://www.sana.de/newsroom/asset/745498f9-2a10-4d8d-86d2-a30a6a9fb06c/patientengeschichterauschmann-aufnahmenvorderoperation/" target="_blank"><span>Download & Copyright</span></a></p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/ca962679-a1aa-4da2-8454-bff8078c5edf/1920_patientengeschichterauschmann-aufnahmennachderoperation.jpg?99828"><p><i><span>Drei Monate nach der Operation zeigen die Aufnahmen eine gute Korrektur der Bandscheibenhöhe durch den Platzhalter (Cage).</span></i></p><p><a href="https://www.sana.de/newsroom/asset/ca962679-a1aa-4da2-8454-bff8078c5edf/patientengeschichterauschmann-aufnahmennachderoperation/" target="_blank"><span>Download & Copyright</span></a></p>]]></description><category><![CDATA[Themendienst,uk-hol,Offenbach,Orthopaedie]]></category>
            <pubDate>Mon, 03 Mar 2025 09:20:56 +0100</pubDate>
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                        <title>Darum hilft weniger oxidativer Stress auch den Bandscheiben</title>
                        <link>https://www.sana.de/newsroom/darum-hilft-weniger-oxidativer-stress-auch-den-bandscheiben/</link>
                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/darum-hilft-weniger-oxidativer-stress-auch-den-bandscheiben/</guid><pp:caseid>687727</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><span><strong>Weshalb kommt der Verschleiß der Bandscheiben bei manchen Menschen früher als bei anderen? Was hat oxidativer Stress damit zu tun? Und was kann jeder selbst für gesunde Bandscheiben tun? Dr. Petra Büchin, Chefärztin am Zentrum für Wirbelsäulenchirurgie und Rückentherapie am Karl-Olga-Krankenhaus, erklärt aktuelle Erkenntnisse aus der Wissenschaft und was das für die Prävention und Therapie bedeutet.</strong></span></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p><strong>Themendienst</strong></p><p><span>Der Verschleiß von Bandscheiben kann viele unterschiedliche Ursachen haben, dazu gehören Entzündungsprozesse, genetische Veranlagung, Umweltfaktoren, Alter, mechanische Belastung, die Seneszenz – das heißt die biologische Alterung unserer Zellen – sowie oxidativer Stress.</span></p><h2><span>Oxidativer Stress hat negative Auswirkungen</span></h2><p><span>Kommt es im Organismus zu einem Ungleichgewicht zwischen freien Radikalen und Antioxidantien, entsteht oxidativer Stress. Bei freien Radikalen handelt es sich um Moleküle, die Zellen und Körpergewebe schädigen können. Antioxidantien sind die Gegenspieler und schützen den Organismus vor negativen Einflüssen durch freie Radikale. Wichtige Antioxidantien sind Enzyme, Vitamine und Spurenelemente.</span></p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/fcdad78d-a628-4c17-b77b-c6d8122c53c3/1920_240517-dr.med.petrabuumlchin.jpg?31278"><p><span>„Für oxidativen Stress gibt es zahlreiche Ursachen“, erklärt Petra Büchin. „Darunter auch einige Faktoren, die wir selbst beeinflussen können, wie ungesunde Ernährung, extreme körperliche Belastung oder Rauchen. Und neben den negativen Einflüssen auf Herz, Kreislauf und Nervensystem wirkt sich oxidativer Stress auch direkt auf die Bandscheiben unserer Wirbelsäule aus.“ &nbsp;Kürzlich veröffentlichten Forschungsteams verschiedene Beiträge zu diesem Thema in den international bekannten Zeitschriften </span><a href="https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1568163724001417" target="_blank"><span>Ageing Research Reviews</span></a><span>, </span><a href="https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S2452199X24004560" target="_blank"><span>Bioactive Materials</span></a><span> und </span><a href="https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S2214031X24001037" target="_blank"><span>Journal of Orthopaedic Translation</span></a><span>. Petra Büchin ordnet die Forschungsergebnisse für die Praxis ein: „Die Studien zeigen, dass oxidativer Stress im Zusammenhang steht mit Entzündungsvorgängen in den Bandscheiben, der Zellalterung und dem Abbau von Zellbestandteilen. All diese Mechanismen sind miteinander verbunden und verstärken sich gegenseitig. Dementsprechend haben alle Ansätze zur Verminderung des oxidativen Stresses auch eine positive Wirkung auf die Gesundheit der Bandscheiben.“</span></p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/99459c78-8aa4-4a40-a7d7-c63e91aff3d2/1920_sana-infografik-oxidativerstress.jpg?11822"><p><i><span>Oxidativer Stress steht im Zusammenhang mit Entzündungsvorgängen in den Bandscheiben, der Zellalterung und dem Abbau von Zellbestandteilen.</span></i></p><p><a href="https://www.sana.de/newsroom/asset/99459c78-8aa4-4a40-a7d7-c63e91aff3d2/sana-infografik-oxidativerstress/" target="_blank"><span>Download & Copyright</span></a></p><h2><span>Gesunder Stoffwechsel, gesunde Bandscheiben</span></h2><p><span>Der wichtigste Baustein zur Vermeidung von oxidativem Stress und den damit verbunden negativen Folgen ist ein gesunder Lebensstil und die Vermeidung von schädlichen Stoffen wie Zucker, Nikotin und Alkohol. Wichtig sind eine nährstoffreiche Ernährung, körperliche Aktivität und Sport, Entspannungszeiten sowie ausreichend Schlaf. Das metabolische Syndrom, das heißt die Kombination von Übergewicht, Bluthochdruck sowie Zucker- und Fettstoffwechselstörungen, wirkt sich ebenfalls negativ auf die Gesundheit der Bandscheiben aus. Daher sind ein gesunder Stoffwechsel und die Vermeidung von Übergewicht entscheidend.</span></p><h2><span>Interdisziplinäre Zusammenarbeit</span></h2><p><span>Aus Sicht von Petra Büchin wird die Zusammenarbeit von Orthopäden mit anderen Fachdisziplinen zunehmend wichtiger und hat bei Sana daher einen hohen Stellenwert: „Wir empfehlen Patienten, die aufgrund von Rückenbeschwerden zu uns ins Wirbelsäulenzentrum kommen, zur Reduktion des oxidativen Stresses gegebenenfalls auch Nahrungsergänzungsmittel, zum Beispiel Kurkuma, Boswellia, Vitamin C oder Omega-3-Fettsäuren.“ Die Ärztin plädiert dafür, das Thema Rückenschmerzen ganzheitlich und interdisziplinär zu betrachten: „Wenn Stoffwechsel und Hormonhaushalt aus dem Gleichgewicht geraten, hat das auch einen Einfluss auf die Therapie von Beschwerden der Wirbelsäule. Das ist vielen meiner Patienten nicht bewusst.“</span></p><p><span>Bei metabolischem Syndrom oder Übergewicht können die Patienten zudem eine Notwendigkeitsbescheinigung für Ernährungstherapie bekommen. Für Menschen mit klinischer Adipositas ist es gegebenenfalls auch sinnvoll, sich an Spezialisten in einem Adipositaszentrum zu wenden. Gynäkologische Expertise ist bei Frauen während und nach der Menopause gefragt, da der Hormonmangel ebenfalls oxidativen Stress hervorruft und damit auch einen negativen Einfluss auf die Gesundheit der Bandscheiben hat.</span></p><h2><span>Ohne Eigenverantwortung geht es nicht</span></h2><p><span>Neben aller fachärztlichen Expertise und interdisziplinärer Zusammenarbeit sind aber insbesondere Eigeninitiative und -verantwortung wichtig. Petra Büchin meint: „Für einen gesunden Lebensstil zur Vermeidung von ernsten und chronischen Erkrankungen ist jeder selbst verantwortlich.“</span></p>]]></description><category><![CDATA[Themendienst,uk-hol,Ruecken,KOK,Orthopaedie]]></category>
            <pubDate>Mon, 03 Mar 2025 09:14:00 +0100</pubDate>
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                <pp:imageOriginal>https://content.presspage.com/uploads/2914/fcdad78d-a628-4c17-b77b-c6d8122c53c3/240517-dr.med.petrabuumlchin.jpg?31278</pp:imageOriginal><pp:imageTitle><![CDATA[Dr. med. Petra B&amp;uuml;chin, Karl-Olga-Krankenaus Stuttgart]]></pp:imageTitle><pp:imageDescription><![CDATA[Portr&amp;auml;tfoto Dr. med. Petra B&amp;uuml;chin, Chef&amp;auml;rztin des Zentrums f&amp;uuml;r Wirbels&amp;auml;ulenchirurgie und R&amp;uuml;ckentherapie am Karl-Olga-Krankenaus in Stuttgart]]></pp:imageDescription></item><item>
                        <title>Adipositas: Neudefinition eines ernsten Gesundheitsproblems</title>
                        <link>https://www.sana.de/newsroom/adipositas-neudefinition-eines-ernsten-gesundheitsproblems/</link>
                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/adipositas-neudefinition-eines-ernsten-gesundheitsproblems/</guid><pp:caseid>687411</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><span><strong>Anfang des Jahres stellte eine internationale Expertenkommission einen neuen, nuancierten Ansatz zur Diagnose der Adipositas vor. Zusätzlich zum Body-Mass-Index, dem BMI, werden auch andere Messgrößen für überschüssiges Körperfett zur Beurteilung hinzugezogen. Dazu gehören unter anderem der Taillenumfang oder die Bestimmung des Körperfettanteils. Zudem sind auch Anzeichen und Symptome von Erkrankungen relevant.</strong></span></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p><strong>Themendienst</strong></p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/2d580093-c549-4b40-b0b8-fdc9534de21c/1920_240124-sylviaweiner.jpg?63458"><p><span>Dr. Sylvia Weiner ist Fachärztin für Allgemein- und Viszeralchirurgie sowie Chefärztin des Adipositaszentrums am Sana Klinikum Offenbach. Sie begrüßt den Ansatz: „Ich finde es sehr wichtig, das Krankheitsbild Adipositas differenzierter zu betrachten. Die Fokussierung auf den BMI ist zu kurz gedacht und wird der Vielschichtigkeit des Problems überhaupt nicht gerecht. Die ganzheitliche Perspektive auf das Krankheitsbild sowie die konservative Therapie haben für uns allerdings bereits seit vielen Jahren einen hohen Stellenwert.“</span></p><h2><span>Problem der bisherigen Definition</span></h2><p><span>Bisher orientierten Mediziner sich oftmals nur an der Gewichtsklassifikation anhand des BMI. Für dessen Berechnung wird das Körpergewicht in ein Verhältnis zur Körpergröße gesetzt. Ab einem BMI von 30 sprach die Fachwelt bisher von einer Adipositas Grad I, gefolgt von weiteren Stufen für die Einteilung des Schweregrads. Die bisherige Klassifikation basierte also lediglich auf den Kriterien Gewicht und Größe. „Das Problem bei dieser begrenzten Betrachtungsweise war, dass das individuelle Gesundheitsproblem der Betroffenen mit dieser Einteilung überhaupt nicht berücksichtigt wurde“, erklärt die Adipositasexpertin. „Diese spezielle Betrachtungsweise ist jedoch sehr wichtig. Zwei adipöse Menschen mit einem BMI von 32 können einen sehr unterschiedlichen Gesundheitszustand aufweisen und brauchen daher auch unterschiedliche Therapieansätze“, so Sylvia Weiner weiter.</span></p><h2><span>Zwei neue Kriterien für die Diagnose</span></h2><p><span>Zusätzlich zum BMI sollen nach den Empfehlungen der Kommission nun weitere Kriterien wie der Taillenumfang und die Bestimmung des Körperfettanteils für die Diagnose herangezogen werden. Noch viel wichtiger ist jedoch die bessere Abstimmung der Therapie auf die körperlichen Symptome. Die Expertengruppe schlägt deshalb folgende Einteilung vor:</span></p><ul><li><span>Klinische Adipositas, das heißt eine chronische Erkrankung mit Funktionsstörungen der Organe, die alleine auf die Adipositas zurückgehen.</span></li><li><span>Präklinische Adipositas, das heißt das Vorliegen eines Gesundheitsrisikos durch überschüssiges Körperfett, aber keine damit verbundenen Erkrankungen.</span></li></ul><p><span>Sylvia Weiner erklärt: „Das ist alles richtig und wichtig, aus meiner Sicht aber auch nicht ganz neu. Bei alleiniger Betrachtung des BMI kann es sowohl zu einer Über- als auch zu einer Unterdiagnostik kommen. Im ersten Fall werden Menschen mit überschüssigem Körperfett aber ohne gesundheitliche Probleme unnötig zu Patienten gemacht. Im zweiten Fall werden möglicherweise Menschen mit einem ernsten Gesundheitsproblem nicht erkannt, weil sie sich gerade noch unter der BMI-Grenze für Adipositas befinden. Beides ist ein Problem.“ &nbsp;</span></p><h2><span>Vielfältige Ursachen erfordern differenzierte Therapie</span></h2><p><span>Die Ursachen für Adipositas sind vielfältig. Aus der Forschung ist bekannt, dass es genetische Faktoren gibt, die zur Entwicklung einer Adipositas beitragen. Daher ist es aus Sicht der Adipositasexpertin aus Offenbach auch falsch, übergewichtige Menschen vorschnell als faul und willensschwach zu stigmatisieren. Adipositas entsteht häufig durch ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren: „Neben einer genetischen Veranlagung spielen auch die Umwelt mit einem Überangebot an ungesunden Lebensweisen und das Verhalten eine wichtige Rolle. Gerade zu Beginn lässt sich mit Ernährung, Coaching und Bewegung sehr viel erreichen“, betont die Ärztin. In manchen Fällen können auch Medikamente hilfreich sein, um Folgeerkrankungen der Adipositas vorzubeugen. Die Wirkstoffe in den Präparaten reduzieren den Appetit, verstärken das Sättigungsgefühl und verlangsamen die Entleerung des Magens. „Eine medikamentöse Therapie muss immer ärztlich verordnet und von einer Ernährungs-, Bewegungs- und Verhaltenstherapie begleitet werden“, so Weiner, „ohne eine Veränderung des Lebensstils geht es nicht.“</span></p><p><span>Bei ernsthaften Gesundheitsproblemen und Folgeerkrankungen durch Adipositas sowie Ausschöpfen konservativer Möglichkeiten gibt es für Patienten zudem die operativen Möglichkeiten der bariatrischen Chirurgie. „Am besten ist es jedoch, wenn wir die Menschen schon in einem frühen Stadium der Erkrankung identifizieren und die richtige Therapie einleiten, sodass wir erst gar nicht über chirurgische Maßnahmen reden müssen“, erklärt die Fachärztin.</span></p><p><span><strong>Die vollständige Publikation der Expertenkommission finden Sie </strong></span><a href="https://www.thelancet.com/commissions/clinical-obesity" target="_blank"><span><strong>hier</strong></span></a><span><strong>.</strong></span></p>]]></description><category><![CDATA[Themendienst,uk-hol,Offenbach,Adipositas,Adipositastherapie]]></category>
            <pubDate>Mon, 17 Feb 2025 08:19:05 +0100</pubDate>
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                        <title>Auswirkungen von Adipositas auf Fruchtbarkeit und Schwangerschaft</title>
                        <link>https://www.sana.de/newsroom/auswirkungen-von-adipositas-auf-fruchtbarkeit-und-schwangerschaft/</link>
                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/auswirkungen-von-adipositas-auf-fruchtbarkeit-und-schwangerschaft/</guid><pp:caseid>687400</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><span><strong>Krankhafte Fettleibigkeit, Adipositas, hat nicht nur Auswirkungen auf das Herz-Kreislaufsystem und den Bewegungsapparat. Starkes Übergewicht kann auch zu hormonellen Störungen führen. Adipöse Frauen können dadurch einen sehr unregelmäßigen Zyklus und variablen Eisprung haben. Eine Gewichtsreduktion wirkt sich oft positiv auf die Fruchtbarkeit aus.</strong></span></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p><strong>Themendienst</strong></p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/e8d86ee4-761d-4003-b123-1e6212e67dc7/1920_schmidtmarkus1.jpg?14731"><p><span>Professor Markus Schmidt, Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe und Chefarzt der Frauenheilkunde und Geburtshilfe der Sana Kliniken Duisburg, ist verantwortlicher Koordinator und einer der Autoren der </span><a href="https://register.awmf.org/assets/guidelines/015-081p_S3_Adipositas-Schwangerschaft_2020_02.pdf" target="_blank"><span>S3-Leitlinie</span></a><span> „Adipositas und Schwangerschaft“. Adipösen Frauen mit Kinderwunsch rät der Mediziner zu einer Veränderung des Lebensstils: „Frauen mit starkem Übergewicht müssen zuerst ihre Verhaltensweisen ändern. Bewegung spielt dabei eine genauso große Rolle wie die gesunde Ernährung. Wenn konservative Maßnahmen über einen längeren Zeitraum nicht zum Erfolg führen, kann es ratsam sein, sich von einem Facharzt oder einer Fachärztin für Adipositas-Chirurgie beraten zu lassen.“</span></p><h2><span>Schwangerschaft direkt nach bariatrischen Eingriffen vermeiden</span></h2><p><span>Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass eine Schwangerschaft direkt nach bariatrischen Eingriffen, zum Beispiel einer Magenverkleinerung, vermieden werden sollte. Experten empfehlen daher eine Empfängnisverhütung über einen Zeitraum von zwei Jahren nach dem Eingriff, da sich durch die Gewichtsabnahme nach der Operation meist auch die Fruchtbarkeit wieder erhöht und manche Frauen dann schneller schwanger werden, als ihnen lieb ist. Eine überraschende Schwangerschaft kann auch nach Einnahme von Abnehmpillen eintreten – das ist vielen Frauen nicht bewusst.</span></p><h2><span>Schwangerschaftskomplikationen durch Adipositas</span></h2><p><span>Da Adipositas häufig mit chronischen Begleiterkrankungen und der Einnahme von Medikamenten einhergeht, ist auch das Risiko für Komplikationen in der Schwangerschaft höher als bei normalgewichtigen Frauen. Vor einer Schwangerschaft sollten adipöse Frauen daher ihren Medikamentenplan mit ihrem Arzt oder ihrer Ärztin besprechen und gegebenenfalls anpassen lassen.</span></p><p><span>Adipositas ist ein Risikofaktor für das Auftreten einer Präeklampsie. Dabei handelt es sich um eine Erkrankung, die nur in der Schwangerschaft oder im Wochenbett auftritt und mit einem erhöhten Blutdruck sowie Schädigungen der Niere oder der Leber einhergeht. Dadurch kommt es zu einer vermehrten Ausscheidung von Eiweiß über den Urin oder zu erhöhten Leberwerten. Markus Schmidt erklärt: „Bei einem Body-Mass-Index (BMI) von mehr als 30 ist das Risiko für eine Präeklampsie um das Drei- bis Fünffache erhöht. Hier spielt die Früherkennung eine wichtige Rolle. In vielen Fällen kann auch eine vorbeugende Behandlung mit Aspirin sinnvoll sein. Ob diese Therapie im Einzelfall der richtige Weg ist, entscheidet der Arzt oder die Ärztin.“</span></p><p><span>Darüber hinaus haben schwangere Frauen mit Übergewicht ein höheres Risiko für Schwangerschaftsdiabetes, sogenannten Gestationsdiabetes. Daher ist es wichtig, dies schon frühzeitig in der Schwangerschaft klären zu lassen und eine Behandlung einzuleiten. Auch das Risiko für Probleme in der späten Phase der Schwangerschaft und Frühgeburten ist bei krankhafter Fettleibigkeit erhöht. „Bei einem BMI von 40 oder mehr sollten ab der 36. Schwangerschaftswoche wöchentliche Kontrollen erfolgen, um sich anbahnende Probleme so schnell wie möglich zu identifizieren und die Behandlung einzuleiten“, erklärt der Facharzt.</span></p><h2><span>Bewegung und Ernährung in der Schwangerschaft</span></h2><p><span>Aufgrund des höheren Risikos für verschiedene Komplikationen sind viele Frauen der Meinung, dass Bewegung ihnen oder ihrem ungeborenen Kind möglicherweise schaden könnte. Doch das Gegenteil ist der Fall. Experten empfehlen regelmäßige körperliche Aktivität in der Schwangerschaft und raten darüber hinaus dazu, den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung zu folgen.</span></p><p><span>Mehr Informationen zur Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe der Sana Kliniken Duisburg finden Sie </span><a href="https://www.sana.de/duisburg/medizin-pflege/frauenheilkunde-und-geburtshilfe" target="_blank"><span>hier</span></a><span>.</span></p><h2><span>Lesen Sie auch!</span></h2><p><span>Anfang des Jahres stellte eine internationale Expertenkommission einen neuen, nuancierten Ansatz zur Diagnose der Adipositas vor. Mehr dazu lesen sie hier.&nbsp;</span></p><p><i><span><strong>(Verlinkung auf TD mit Dr. Weiner, der noch in Arbeit ist)</strong></span></i></p>]]></description><category><![CDATA[Themendienst,uk-hol,Adipositas,Schwangerschaft,Duisburg,Adipositastherapie,Gynaekologie]]></category>
            <pubDate>Mon, 17 Feb 2025 08:18:00 +0100</pubDate>
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                        <title>86 Kilo abgenommen, Start in ein neues Leben</title>
                        <link>https://www.sana.de/newsroom/86-kilo-abgenommen-start-in-ein-neues-leben/</link>
                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/86-kilo-abgenommen-start-in-ein-neues-leben/</guid><pp:caseid>678575</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><span><strong>Melanie hat abgenommen. Sehr viel abgenommen. Nachdem Diäten keinen Erfolg brachten, ließ sich die 40-Jährige mit 155 Kilogramm einen Magenbypass legen. Etwa ein Jahr später stellte sich die Neusserin bei Privatdozent Dr. Andreas Wolter am Sana Krankenhaus Gerresheim vor und ließ sich nach und nach Bauch, Brust, Oberarme, Rücken und Oberschenkel straffen. Ihr Fazit mit 68,5 Kilogramm auf der Waage: „Ich fühle mich wie neugeboren!“</strong></span></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p><strong>Themendienst</strong></p><p><span>Die letzten Jahre haben das Leben von Melanie auf den Kopf gestellt. Die zweifache Mutter war nie dünn, sondern eher kräftig gebaut. Die Gewichtszunahme kam erst nach den Kindern. „Während der Schwangerschaften habe ich nur sechs bis sieben Kilo zugelegt. Die enorme Gewichtszunahme kam erst danach, wahrscheinlich durch eine Kombination aus Veranlagung, falscher Ernährung und Bewegungsmangel“, sagt sie. Es folgten mehrere Diäten mit verschiedenen Konzepten. Melanie nahm ab, aber auch immer wieder zu. Und irgendwann wog sie über 150 Kilogramm bei einer Körpergröße von 1,72 Metern.</span></p><h2><span>Es gab keinen Druck</span></h2><p><span>Glücklicherweise hatte Melanie noch keine gesundheitlichen Probleme durch das starke Übergewicht. Familie und Freunde akzeptierten sie so wie sie war. Somit gab es zunächst keinen Druck abzunehmen. Trotzdem begleitete Melanie vor einigen Jahren aus Neugier eine Freundin zu einem Informationsabend im Düsseldorfer Zentrum für Postbariatrische Chirurgie. </span><span style="padding:0cm;">Dabei handelt es sich um chirurgische Maßnahmen zur Rekonstruktion einer normalen Körperform nach massiver Gewichtsreduktion.</span><span> „Ich war ganz entspannt, denn um mich ging es ja nicht – so dachte ich damals“, sagt die 40-jährige. Doch durch die fundierte Aufklärung der Expertinnen und Experten des Zentrums wurde Melanie doch hellhörig und vereinbarte einen Termin in der Sprechstunde. Heute sieht sie darin einen Wink des Schicksals.</span></p><h2><span>Start mit Ernährungsumstellung, Bewegung und Psychotherapie</span></h2><p><span>Bevor Medizinerinnen und Mediziner eine Empfehlung für eine Operation aussprechen, nehmen die Betroffenen verpflichtend an einem multimodalen Konzept aus Ernährung, Bewegung und Psychotherapie teil. Nach drei Monaten war klar: Eine konservative Therapie reichte bei Melanie nicht aus, sie erfüllte die Voraussetzungen für eine Operation.</span></p><h2><span>Erst nach der Operation verschwanden die Pfunde</span></h2><p><span>Die Magenverkleinerung erfolgte im Mai 2020. „Ich war zwei Tage im Krankenhaus, habe zwei Wochen nur flüssige Nahrung zu mir genommen und danach noch einmal zwei Wochen breiige Speisen. Erst danach konnte ich wieder festes Essen verspeisen, das ging alles Schritt für Schritt“, erinnert sich die Erzieherin. Und so fielen die Pfunde schnell.</span></p><h2><span>Fettschürzen waren ein Problem</span></h2><p><span>Mit der Gewichtsreduktion veränderte sich jedoch auch die übrig gebliebene Haut. Es bildeten sich Fettschürzen, das heißt überschüssige, schlaffe Haut, unter anderem an Bauch und Brust. Darunter sammelt sich Feuchtigkeit und es kann zu Entzündungen und Pilzinfektionen kommen. Melanie war durch diese Veränderungen stark belastet: „Der Blick in den Spiegel war für mich mit verschiedenen Gefühlen verbunden. Einerseits war ich stolz, einen so großen Abnehmerfolg erreicht zu haben, andererseits schämte ich mich für meinen Körper mit dieser großen Menge an überschüssiger Haut.“</span></p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/4e635a1b-59a7-46fe-8cbe-279b25687620/1920_dr.andreaswolter.jpg?50578"><h2><span>Straffungsoperationen nach Adipositas</span></h2><p><span>Für diese Probleme gibt es medizinische Hilfe. Melanie stellte sich bei Andreas Wolter vor, Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie sowie Leiter des Zentrums für Postbariatrische Chirurgie am Sana Krankenhaus Gerresheim. „Die Fettschürzen sind nicht nur ein medizinisches Problem, sondern belasten auch die Psyche der Betroffenen“, sagt der Experte. „Mit Straffungsoperationen gewinnen die Patienten ihre Lebensqualität zurück, und das Selbstbewusstsein wird gestärkt. Die Erfolge sprechen für sich, und das gibt mir sehr viel positive Energie für die tägliche Arbeit“, so Wolter.&nbsp;</span></p><p><span>Nach verschiedenen Untersuchungen im Zentrum und bei ihrem Hausarzt sowie der Vorlage verschiedener Bilder und Berichte genehmigte die Krankenkasse im Fall von Melanie alle notwendigen Straffungsoperationen. In verschiedenen Schritten erfolgten die Eingriffe an Bauchdecke, Brust, Oberarmen, Oberschenkeln und Rücken. Schon nach den ersten Eingriffen ist die Erzieherin sehr zufrieden: „Andreas Wolter ist in meinen Augen ein Künstler und kümmert sich rund um die Uhr um seine Patientinnen und Patienten. Als ich nach etwa sechs Stunden aus der Narkose aufgewacht bin, habe ich meinen flachen Bauch und die gestrafften Brüste gesehen und konnte es kaum glauben. Damit muss der Kopf erst einmal klarkommen. Ich möchte meine positiven Erfahrungen weitergeben und anderen Betroffenen Mut machen. Nehmt Hilfe an, es lohnt sich!“</span></p><p><span><strong>Mehr Informationen: </strong></span><a href="https://www.sana.de/duesseldorf-gerresheim/medizin-pflege/zentrum-fuer-postbariatrische-chirurgie-und-liposuktion" target="_blank"><span>Zentrum für postbariatrische Chirurgie (nach Adipositas) und Liposuktion</span></a></p><p>&nbsp;</p>]]></description><category><![CDATA[Themendienst,uk-hol,Adipositas,Duesseldorf,Adipositastherapie]]></category>
            <pubDate>Mon, 17 Feb 2025 08:16:00 +0100</pubDate>
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                        <title>Adipositas: Zurück zu einer normalen Körperform nach massiver Gewichtsreduktion</title>
                        <link>https://www.sana.de/newsroom/adipositas-zurueck-zu-einer-normalen-koerperform-nach-massiver-gewichtsreduktion/</link>
                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/adipositas-zurueck-zu-einer-normalen-koerperform-nach-massiver-gewichtsreduktion/</guid><pp:caseid>678572</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><span><strong>Bei Patientinnen und Patienten mit krankhaftem Übergewicht, auch Adipositas genannt, kommt es nach erfolgreicher Behandlung durch den ausgeprägten Gewichtsverlust häufig zu überhängenden Hautlappen. Diese Fettschürzen bergen nicht nur gesundheitliche Risiken, sie belasten auch die Psyche.</strong></span></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p><strong>Themendienst</strong></p><p><span>Verläuft die Behandlung von krankhaftem Übergewicht erfolgreich, nehmen die Betroffenen sehr viel ab – teilweise bis zu 80, 90 oder noch mehr Kilogramm. Die Haut ist in diesen Fällen danach meist stark erschlafft, und es bilden sich Fettschürzen. Dabei handelt es sich um überhängende Hautlappen, unter denen sich Feuchtigkeit sammelt, zum Beispiel am Bauch, an den Oberarmen, an der Brust und an den Oberschenkeln. Diese Bereiche sind daher anfällig für Entzündungen, Ekzeme und Pilzinfektionen. Hinzu kommt die psychische Belastung durch ästhetische Probleme, die mit diesen großen Hautmengen einhergehen.</span></p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/4e635a1b-59a7-46fe-8cbe-279b25687620/1920_dr.andreaswolter.jpg?50578"><h2><span>Mehr Lebensqualität für Betroffene</span></h2><p><span>Wie Patienten damit umgehen können, weiß Privatdozent Dr. Andreas Wolter, Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie und Leiter des Zentrums für Postbariatrische Chirurgie am Sana Krankenhaus Gerresheim: „Das wichtigste Ziel ist die Verbesserung der Lebensqualität unserer Patienten.” Das Selbstwertgefühl der Betroffenen sei oftmals stark beeinträchtigt. „Durch postbariatrische Wiederherstellungsoperationen können wir ihnen sehr gut helfen.” Mit diesem Fachbegriff meint Wolter chirurgische Maßnahmen zur Rekonstruktion einer normalen Körperform nach massiver Gewichtsreduktion. „Unser Rekordpatient erreichte 240 Kilogramm Gewichtsverlust“, führt Wolter weiter aus. Seine spezialisierte Einrichtung kooperiert mit regionalen Adipositatszentren sowie Selbsthilfegruppen und betreut Patientinnen und Patienten, die nach einem erheblichen Gewichtsverlust körperliche Wiederherstellungsoperationen, gegebenenfalls in Kombination mit einer Fettabsaugung (Liposuktion), benötigen. Jedes Jahr finden mehr als 100 Patientinnen und Patienten Hilfe bei Andreas Wolter und seinem Team.</span></p><p><span>Studien belegen die positiven Effekte der Eingriffe. Im Sommer 2024 veröffentlichte ein internationales Forschungsteam die Ergebnisse einer groß angelegten wissenschaftlichen </span><a href="https://journals.lww.com/annalsofsurgery/fulltext/2024/06000/body_contouring_surgery_after_bariatric_surgery.15.aspx" target="_blank"><span>Untersuchung</span></a><span> in mehreren klinischen Zentren mit mehr als 5.000 Patienten. Die Auswertungen zeigen, dass sich die Lebensqualität der Betroffenen durch postbariatrische Wiederherstellungsoperationen weiter verbessern lässt.</span></p><h2><span>Körperformung ist Teil der interdisziplinären Behandlung</span></h2><p><span>Gemäß der </span><a href="https://www.dgpraec.de/wp-content/uploads/2021/04/088-001l_S3_Chirurgie-Adipositas-metabolische-Erkrankugen_2018-02.pdf" target="_blank"><span>S3-Leitlinie</span></a><span> zur Chirurgie der Adipositas und metabolischer Erkrankungen ist die Körperformung nach massiver Gewichtsreduktion ein wichtiges Teilgebiet innerhalb der interdisziplinären Behandlung von Adipositaspatienten. Nach einer Operation und nachhaltigem Gewichtsverlust sollten Betroffene sich bei einem Facharzt beziehungsweise einer Fachärztin für Plastische Chirurgie mit entsprechender Expertise vorstellen.</span></p><p><span>Nicht alle Betroffenen benötigen eine plastisch-chirurgische Straffungsoperation. Unerlässlich ist daher die Beurteilung und Beratung durch Expertinnen und Experten, um rein ästhetische von medizinischen Gründen abzugrenzen. Ist der Eingriff medizinisch angezeigt, sollte eine Straffungsoperation angeboten und ausgeführt werden, wenn der Patient oder die Patientin dies wünschen. Je nach betroffenen Körperregionen können auch mehrere Eingriffe notwendig sein. In diesen Fällen erstellen die Fachärzte einen detaillierten Behandlungsplan, um Risiken wie Nachblutungen oder Wundheilungsstörungen durch mehrere nacheinander geplante Eingriffe so gering wie möglich zu halten.</span></p><h2><span>Voraussetzungen für die Rekonstruktion der Körperform</span></h2><p><span>Die Stabilität des Zielgewichtes für mindestens sechs Monate – besser ein Jahr oder länger – ist die wichtigste Voraussetzung für eine medizinisch begründete Straffungsoperation. Im besten Fall liegt der Body-Mass-Index unter 33.</span></p><p><span>Für Andreas Wolter sind zudem weitere Faktoren sehr wichtig: „Wer raucht, sollte damit unbedingt aufhören. Eine mindestens dreimonatige Nikotinabstinenz ist aus unserer Sicht empfehlenswert, um eine guten Heilungsverlauf zu gewährleisten. Ein bis zwei Monate vor der Operation raten wir außerdem zur Einnahme von Präparaten mit Zink, Selen und Vitaminen.“</span></p><h2><span>Kostenübernahme</span></h2><p><span>Für klassische Schönheitsoperationen übernehmen die Krankenkassen die Kosten in der Regel nicht. Ist die chirurgische Entfernung von Hautlappen beziehungsweise Fettschürzen aus medizinischen Gründen notwendig, zum Beispiel aufgrund wiederkehrender Infektionen oder Ekzeme, übernimmt die gesetzliche Krankenkasse nach eingehender Prüfung in vielen Fällen erfahrungsgemäß die Kosten für den Eingriff. Der Mediziner sagt: „Wir führen mit den Betroffenen ein ausführliches Erstgespräch in unserer Ambulanz, untersuchen die Betroffenen und klären sie über die Risiken auf. Ist ein Eingriff medizinisch notwendig, erhalten unsere Patientinnen und Patienten einen Brief, in dem wir die Kostenübernahme befürworten. Sobald die Kostenübernahmebestätigung vorliegt, können wir die weiteren Schritte planen.“ Bei Privatversicherten hängt die Kostenübernahme für postbariatrische Operationen von dem individuellen Tarif und der medizinischen Notwendigkeit ab, die durch ärztliche Dokumentation nachgewiesen werden muss. Die Beihilfe übernimmt die Kosten meist, wenn die Operation medizinisch notwendig ist und spezifische Kriterien wie stabiler Gewichtsverlust und funktionelle Beeinträchtigungen erfüllt sind.</span></p><p><span><strong>Weitere Informationen: </strong></span><a href="https://www.sana.de/duesseldorf-gerresheim/medizin-pflege/zentrum-fuer-postbariatrische-chirurgie-und-liposuktion/postbariatrische-straffungsoperationen-nach-adipositas" target="_blank"><span>Postbariatrische Straffungsoperationen</span></a></p>]]></description><category><![CDATA[Themendienst,uk-hol,Adipositas,Duesseldorf,Adipositastherapie]]></category>
            <pubDate>Mon, 17 Feb 2025 08:13:24 +0100</pubDate>
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                        <title>Thrombektomie: Blutgerinnsel im Gehirn entfernen</title>
                        <link>https://www.sana.de/newsroom/thrombektomie-blutgerinnsel-im-gehirn-entfernen/</link>
                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/thrombektomie-blutgerinnsel-im-gehirn-entfernen/</guid><pp:caseid>682054</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><span><strong>Der Schlaganfall ist die dritthäufigste Todesursache in Deutschland. Rund 80 Prozent aller Betroffenen erleiden einen ischämischen Schlaganfall. Dabei kommt es meist durch Blutgerinnsel, so genannte Thromben, in einem Hirngefäß zu einer Mangeldurchblutung der Nervenzellen. Neben der medikamentösen Auflösung des Gerinnsels gibt es die Möglichkeit der Thrombektomie, das heißt die mechanische Entfernung mit einem Katheter-Eingriff.</strong></span></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p><strong>Themendienst</strong></p><p><span>Die Thrombektomie hat die moderne Akuttherapie des Schlaganfalls revolutioniert. Mehrere Studien belegen die Effektivität und Zuverlässigkeit des Verfahrens. Der Eingriff ist minimal-invasiv und somit schonend für die Patienten. Neuroradiologen bringen einen dünnen Schlauch – den Katheter – über den Arm oder die Leiste in das Gefäßsystem ein und führen diesen bis an den Thrombus heran. Je nach Lage und Größe des Gerinnsels kann es dann entweder über den Katheter abgesaugt werden oder mit Hilfe eines Fangnetzes (Stent-Retriever) entfernt werden. Somit kann die Durchblutung des Gehirns wieder vollständig hergestellt werden. Die Fachwelt beschäftigt sich intensiv damit, wann und bei welchen Patienten die Methode effektiv ist.</span></p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/5cc2cba0-1377-438c-8e43-2ccb8fda55ae/1920_dominik-grieb.jpg?85274"><h2><span>Therapiezeitpunkt</span></h2><p><span>Gemäß </span><a href="https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/030-046" target="_blank"><span>Leitlinienempfehlung</span></a><span> soll die Thrombektomie bei Patienten mit akutem ischämischem Schlaganfall und klinisch relevanten neurologischen Symptomen möglichst innerhalb eines knappen Zeitfensters von sechs Stunden erfolgen. </span><a href="https://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa1706442" target="_blank"><span>Forschungsergebnisse</span></a><span> der letzten Jahre legen jedoch nahe, dass die Thrombektomie auch bis zu 24 Stunden nach dem Ereignis in vielen Fällen noch zu besseren Ergebnissen führt als die herkömmliche Versorgung. Dr. Dominik Grieb, zertifizierter interventioneller Radiologe und Neuroradiologe sowie Leitender Oberarzt der Abteilung für Radiologie und Neuroradiologie an den Sana Kliniken Duisburg erklärt: „Wir wissen inzwischen, dass wir vielen Patienten auch nach mehr als sechs Stunden noch erfolgreich mit der Thrombektomie helfen können. Wir beurteilen in diesen Fällen die Erfolgsaussichten anhand erweiterter bildgebender Verfahren und der klinischen Symptome. Sofern sich Anhaltspunkte ergeben, dass noch Gewebe zu retten ist, kann die Durchführung einer Thrombektomie auch bei diesen längeren Zeitfenstern oder bei Patienten, bei denen der genaue Symptombeginn nicht bekannt ist, eine effektive Behandlung darstellen.“</span></p><h2><span>Infarktgröße und betroffener Gehirnbereich</span></h2><p><span>Früher waren Experten der Ansicht, dass die Thrombektomie nur bei Schlaganfällen mit kleinem Infarktbereich in der initialen Bildgebung nutzbar wäre. Zwei groß angelegte Studien mit den Namen </span><a href="https://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa2214403" target="_blank"><span>SELECT2</span></a><span> und </span><a href="https://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(23)02032-9/abstract" target="_blank"><span>TENSION</span></a><span> konnten jedoch zeigen, dass die Thrombektomie auch bei Schlaganfällen wirksam ist, bei denen bereits größere Bereiche des Hirngewebes geschädigt sind. Diese beiden Studien sowie vier weitere wissenschaftliche Untersuchungen wurden kürzlich auch im Rahmen einer </span><a href="https://jnis.bmj.com/content/early/2024/01/31/jnis-2023-021366" target="_blank"><span>Meta-Analyse</span></a><span>, das heißt einer systematischen Übersichtsarbeit mit statistischer Zusammenfassung, ausgewertet. Die Analysen bestätigen, dass die Thrombektomie im Vergleich zur herkömmlichen medizinischen Versorgung auch bei Betroffenen mit bereits ausgedehnter Gewebeschädigung zu signifikant besseren Ergebnissen führte. Die Patienten erreichten mehr Alltagsfunktionen und eine bessere Gehfähigkeit. „Diese Erkenntnis unterstreicht einmal mehr die starke Wirksamkeit der Thrombektomie in der modernen Schlaganfalltherapie“ so Dominik Grieb.</span></p><p><span>Die Thrombektomie wurde bislang vorwiegend bei Verschlüssen der großen und mittelgroßen Arterien eingesetzt. Man geht jedoch davon aus, dass 20 bis 40 Prozent aller Schlaganfälle auf Verschlüsse kleinerer Hirngefäße zurückzuführen sind. Der herausragende Erfolg der Thrombektomie und die stetige Weiterentwicklung der Methode ermöglichen heutzutage in ausgewählten Fällen auch die anspruchsvolle mechanische Entfernung von Gerinnseln aus sehr kleinen Hirngefäßen.</span></p><p><span>Entscheidend ist dabei ein routiniertes Zusammenspiel der hochspezialisierten Experten aus der Neurologie, der Anästhesie und natürlich insbesondere aus der interventionellen Neuroradiologie in einer spezialisierten Schlaganfalleinrichtung (Stroke Unit).</span></p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/26c3e350-b462-4018-8775-aeb63ecd2ca0/1920_nolden-koch.jpg?98033"><h2><span>Verdacht auf Schlaganfall: Sofort handeln</span></h2><p><span>Je früher die Symptome eines Schlaganfalls erkannt werden, desto besser ist es. Für medizinische Laien gibt es einen ganz einfachen Schnelltest – FAST beziehungsweise BEFAST – mit dem Angehörige oder Freunde typische Warnzeichen schnell erkennen können. Dr. Martina Nolden-Koch, leitende Oberärztin der Stroke Unit, betont: „Sollte nur der geringste Verdacht auf einen Schlaganfall bestehen, ist unverzüglich der Notruf 112 zu wählen. Jede Sekunde zählt, denn das Gehirngewebe ist hochspezialisiert und vor allem sehr empfindlich, wenn es nicht durchblutet wird.“ Je eher die Betroffenen in eine spezialisierte Klinik mit Stroke Unit und Neuroradiologie gebracht werden, desto schneller kann die richtige Therapie eingeleitet werden. „Für die Patienten und deren Angehörigen ist die Verbesserung der Lebensqualität entscheidend. Sie wollen im Alltag wieder möglichst unabhängig oder mit wenig Hilfe zurechtkommen und sich im häuslichen Umfeld selbstständig bewegen können. Und diese Erfolge können wir mit der Thrombektomie in sehr vielen Fällen erreichen“, fassen Martina Nolden-Koch und Dominik Grieb die Fortschritte für Schlaganfall-Patienten zusammen.</span></p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/d1031de0-83b2-4ef6-949c-94f469f245ed/1920_240510-visualbefastschlaganfall.jpg?10000"><p><i>Mit dem Schnelltest – FAST beziehungsweise BEFAST – können Angehörige oder Freunde typische Warnzeichen schnell erkennen.</i></p><p><a href="https://www.sana.de/newsroom/asset/d1031de0-83b2-4ef6-949c-94f469f245ed/240510-visualbefastschlaganfall/" target="_blank">Download & Copyright</a></p><h2><span>Thrombektomie ist Goldstandard</span></h2><p><span>Die Methode ist mittlerweile der Goldstandard, das heißt die Therapie der Wahl, für die Behandlung von Blutgerinnseln in Gehirngefäßen. Insbesondere die Kombination mit der Thrombolyse zur medikamentösen Auflösung eines Thrombus erzielt die bestmöglichen Wiedereröffnungsraten der verschlossenen Hirngefäße. Bei Sana gibt es in ganz Deutschland Kliniken mit spezialisierten Expertenteams und zertifizierten Stroke Units, in denen das gesamte Spektrum der Behandlungsmöglichkeiten für Menschen mit einem Schlaganfall zur Verfügung steht.</span></p><p><i>Symbolbild: Canva / Yuriy</i></p><p>&nbsp;</p>]]></description><category><![CDATA[Themendienst,uk-hol,Schlaganfall,Duisburg,Neurologie]]></category>
            <pubDate>Tue, 21 Jan 2025 09:52:12 +0100</pubDate>
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                        <title>Wechseljahre: Mit Stärke und Gelassenheit durch die Veränderungen</title>
                        <link>https://www.sana.de/newsroom/wechseljahre-mit-staerke-und-gelassenheit-durch-die-veraenderungen/</link>
                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/wechseljahre-mit-staerke-und-gelassenheit-durch-die-veraenderungen/</guid><pp:caseid>674980</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><span><strong>Die Wechseljahre, medizinisch als Klimakterium bezeichnet, sind eine natürliche Phase im Leben jeder Frau. Sie markieren das Ende der fruchtbaren Lebensjahre und gehen mit hormonellen Veränderungen einher, die Körper und Psyche beeinflussen. Für viele Frauen kann diese Zeit körperlich und emotional herausfordernd sein. Doch mit dem richtigen Wissen und einem bewussten Umgang lassen sich die Wechseljahre auch als Chance für eine Neuorientierung und mehr Gelassenheit betrachten.</strong></span></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p><strong>Themendienst</strong></p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/18983e8c-4310-4a37-9bae-e499516dd493/1920_eva-mariarobel.jpg?58118"><p><span>Die Wechseljahre beginnen meist im Alter zwischen 45 und 55 Jahren. In dieser Zeit stellt der Körper die Produktion von Östrogen und Progesteron, den weiblichen Geschlechtshormonen, schrittweise ein. Diese hormonellen Veränderungen führen dazu, dass der Eisprung unregelmäßiger stattfindet und schließlich ganz aufhört. Die gesamte Zeit der hormonellen Umstellung vor und nach der letzten Regelblutung nennen Mediziner Perimenopause oder auch Klimakterium. Sobald eine Frau zwölf Monate lang keine Menstruation mehr hatte, spricht man von der Menopause. „Allerdings ist das Wort Pause etwas irreführend“, erklärt Dr. Eva-Maria Robel, Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in der Frauenarztpraxis im MVZ Polikum in Markleeberg. „Denn danach kann eine Frau nicht mehr schwanger werden.“</span></p><p><span>Viele Frauen seien dann zwar froh, Verhütungssorgen und Menstruationsbeschwerden nun vergessen zu können. Dennoch kann der Gedanke, nicht mehr fruchtbar zu sein, auch einen Einschnitt bedeuten, mit dem Frauen lernen müssen umzugehen. Zudem fallen in dieser Lebensphase die Wechseljahre oft mit anderen einschneidenden Veränderungen im Leben zusammen. Ein bekanntes Phänomen ist das Empty-Nest-Syndrom, das mit Einsamkeit und Trauer einhergehen kann, wenn die Kinder das Elternaus verlassen. Eva-Maria Robel: „Nicht wenige verbinden die Wechseljahre vor allem mit dem Älterwerden, und auch damit gehen Frauen ja sehr individuell um. Wir beobachten aber, dass es generell für viele Frauen normaler wird, darüber zu sprechen und aus den Veränderungen auch Kraft zu schöpfen.“</span></p><h2><span>Typisch Wechseljahre</span></h2><p><span>Der veränderte Hormonhaushalt der Frauen wirkt sich vor allem auf Knochen, Haut und Schleimhäute sowie das Gewebe im Bereich der Geschlechtsorgane (Vulva und Scheide) aus. Zudem führt ein sinkender Östrogenspiegel auch zu Schwankungen in der Wärmeregulation des Körpers. Ob und wie stark Beschwerden auftreten, ist jedoch von Frau zu Frau unterschiedlich.</span></p><p><span>Zu den typischen Beschwerden der Wechseljahre gehören:</span></p><ul><li><span>Hitzewallungen und Schweißausbrüche: Ein plötzliches Hitzegefühl, das meist im Gesicht und Oberkörper beginnt und von starkem Schwitzen begleitet wird. Diese Hitzewellen können mehrmals täglich auftreten und sind oft besonders nachts störend.</span></li><li><span>Veränderung der Scheidenschleimhaut: Nach und nach werden die Schleimhäute der Scheide trockener. Das macht den Genitalbereich anfälliger für Infektionen und das Risiko für Blasenentzündungen steigt. Manche Frauen haben dadurch auch Schmerzen beim Geschlechtsverkehr. Auch die Augen und die Haut sind häufig trockener.</span></li><li><span>Schlafstörungen: Viele Frauen leiden in den Wechseljahren unter Ein- und Durchschlafproblemen, was wiederum zu Müdigkeit und Reizbarkeit führen kann.</span></li><li><span>Stimmungsschwankungen, depressive Verstimmungen und Antriebslosigkeit sind ebenfalls mögliche Begleiterscheinungen.</span></li><li><span>Gewichtszunahme: Durch die hormonellen Veränderungen verändert sich der Stoffwechsel, was oft zu einer Gewichtszunahme führt, besonders im Bauchbereich.</span></li><li><span>Sexuelle Unlust: Bedingt durch trockene Schleimhäute und die Hormonumstellung kann auch die Libido nachlassen.</span></li></ul><h2><span>Möglichkeiten zur Linderung und Therapie</span></h2><p><span>Die Frauenärztin erklärt: „Frauen, die mit Wechseljahresbeschwerden zu mir kommen, erleben diese sehr unterschiedlich.“ Circa ein Drittel der Frauen leiden unter starken Beeinträchtigungen während ihrer Wechseljahre. Wenn die Symptome zu belastend werden, gibt es Möglichkeiten, Erleichterung zu schaffen und die Lebensqualität zu verbessern.</span></p><h3><span>Hormonersatztherapie</span></h3><p><span>Eine Hormonersatztherapie (engl. Hormone Replacement Therapy, HRT) kann helfen, den durcheinandergeratenen Östrogen- und Progesteronspiegel auszugleichen und so die Symptome zu lindern. Sie wird bei starken Beschwerden und hohem Leidensdruck empfohlen.</span></p><p><span>Auch Frauen, die frühzeitig in die Wechseljahre kommen (vor dem 45. Lebensjahr), profitieren in der Regel von der Behandlung, um das Risiko für Osteoporose und Herzkrankheiten zu senken. Eine HRT ist jedoch nicht ohne Nebenwirkungen. So kann sie bei einigen Frauen das Risiko für Thrombosen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und bestimmte Krebsarten erhöhen. Frauen, die ein erhöhtes Risiko für Brustkrebs, Thrombosen oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben, sollten auf eine HRT verzichten. „Man sollte die Vor- und Nachteile sehr gut gegeneinander abwägen“, so Eva-Maria Robel. „Ich erlebe aber viele Frauen, die sagen, dass sie durch die Hormonersatztherapie sehr an Lebensqualität gewonnen haben.“ &nbsp;Außerdem könne man auch über die Art der Einnahme Risikofaktoren beeinflussen. Appliziere man das Estrogen als Gel oder Spray über die Haut, das heißt transdermal, haben die Frauen zum Beispiel kein erhöhtes Thromboserisiko, so die Frauenärztin.</span></p><h3><span>Natürliche Alternativen und pflanzliche Präparate</span></h3><p><span>Für Frauen, die unter Menopausensymptomen leiden, aber keine Hormone einnehmen möchten, gibt es pflanzliche Präparate wie Traubensilberkerze, Rotklee oder Soja-Isoflavone, die den Hormonhaushalt sanft unterstützen können. „Aber auch bei der Anwendung natürlicher Präparate sollten die Frauen Rücksprache mit ihrer Frauenärztin oder ihrem Frauenarzt halten“, empfiehlt die Gynäkologin.&nbsp;</span></p><h3><span>Gesunde Ernährung</span></h3><p><span>Eine ausgewogene Ernährung ist in den Wechseljahren besonders wichtig, um den Körper mit allen nötigen Nährstoffen zu versorgen und den Stoffwechsel zu unterstützen. Lebensmittel, die reich an Kalzium und Vitamin D sind, wie Milchprodukte, grünes Gemüse und Fisch, helfen, das Risiko für Osteoporose zu senken. Eine ballaststoffreiche Ernährung und der Verzicht auf zuckerreiche und fettreiche Lebensmittel unterstützen bei der Vorbeugung einer Gewichtszunahme.</span></p><h3><span>Bewegung und Sport</span></h3><p><span>Regelmäßige Bewegung ist nicht nur gut für das Gewicht, sondern auch für die Knochen, das Herz-Kreislauf-System und die Stimmung. Ausdauersportarten wie Joggen, Radfahren oder Schwimmen können die Hitzewallungen mildern, während Krafttraining hilft, Muskelmasse zu erhalten. Auch Yoga und Pilates fördern das Wohlbefinden, verbessern die Beweglichkeit und reduzieren Stress.</span></p><h3><span>Entspannungstechniken</span></h3><p><span>Stress verschlimmert oft die Symptome der Wechseljahre. Entspannungstechniken wie Meditation, Atemübungen, progressive Muskelentspannung oder Achtsamkeitstraining können helfen, den Geist zu beruhigen und das allgemeine Wohlbefinden zu steigern.</span></p><h2><span>Auswirkungen der Wechseljahre auf andere Bereiche</span></h2><p><span>Fällt mit den Wechseljahren das Östrogen ab, sinkt auch der natürlich weibliche Gesundheitsschutz. Das hat Auswirkungen auf verschiedene Bereiche, die nun mit besonderer Sorgfalt beachtet werden sollten.</span></p><h3><span>Gefäßgesundheit</span></h3><p><span>Östrogen schützt das Herz-Kreislauf-System, da es die Gefäße elastisch hält und den Cholesterinspiegel günstig beeinflusst. Mit Absinken des Östrogenspiegels in den Wechseljahren erhöht sich das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Bluthochdruck, Arteriosklerose und Herzinfarkt. Daher ist es in dieser Phase besonders wichtig, auf eine herzgesunde Lebensweise zu achten. Dazu gehören regelmäßige Bewegung, der Verzicht auf Rauchen und Alkohol sowie eine ausgewogene Ernährung, die reich an gesunden Fetten wie Omega-3-Fettsäuren (aus Fisch, Nüssen oder Leinöl) und ballaststoffreichen Lebensmitteln ist, die den Cholesterinspiegel senken können. „Frauen sollten hier durchaus auch regelmäßige Gesundheitschecks im Blick behalten, in denen Blutdruck, Cholesterin und Blutzucker kontrolliert werden“, sagt die Frauenärztin.</span></p><h3><span>Osteoporose</span></h3><p><span>Das abnehmende Östrogen führt auch zu einem beschleunigten Abbau der Knochendichte, wodurch das Risiko für Osteoporose – also einer erhöhten Brüchigkeit der Knochen – deutlich steigt. Besonders betroffen sind Hüfte, Wirbelsäule und Handgelenke. Um Osteoporose vorzubeugen, ist es wichtig, frühzeitig Maßnahmen zu ergreifen.</span></p><ul><li><span>Kalziumreiche Ernährung: Lebensmittel wie Milchprodukte, grünes Blattgemüse (Brokkoli, Grünkohl), Mandeln und Sesam liefern viel Kalzium, das für die Knochengesundheit unerlässlich ist.</span></li><li><span>Vitamin-D-Aufnahme: Vitamin D fördert die Kalziumaufnahme im Körper. Neben Sonnenlicht sind auch fetter Fisch, Eigelb und angereicherte Lebensmittel gute Quellen.</span></li><li><span>Krafttraining und Bewegung: Sportarten wie Krafttraining, Wandern oder Tanzen fördern den Knochenaufbau und helfen, die Knochendichte zu erhalten.</span></li></ul><h3><span>Verringerter Kalorienbedarf im Alter</span></h3><p><span>Mit zunehmendem Alter verändert sich der Körper. Die Muskelmasse geht zurück, dafür vergrößern sich die Fettspeicher und der Körper verbraucht weniger Energie. Obwohl ein leichter Anstieg des Körpergewichts im höheren Alter aus gesundheitlicher Sicht durchaus akzeptabel ist, sollte ein allzu starker Gewichtszuwachs vermieden werden. Experten raten Frauen in den Wechseljahren daher, ihre Ernährung anzupassen. Der Kalorienbedarf sinkt durchschnittlich pro Lebensjahrzehnt um etwa 2 bis 5 Prozent. Das bedeutet, dass eine Frau in ihren 50ern etwa 200 bis 400 Kalorien weniger pro Tag benötigt als in ihren 30ern.</span></p><h2><span>Der Lack ist ab? Von wegen!</span></h2><p><span>„Die Wechseljahre bedeuten für die meisten Frauen einen Wendepunkt – keine Frage“, so Eva-Maria Robel.&nbsp;„Sie sind das Ende einer Lebensphase, die oft von Verpflichtungen und Herausforderungen geprägt ist. Gerade deshalb bietet diese Zeit aber auch die Chance, sich neu zu orientieren und Prioritäten zu überdenken.“ Für viele Frauen, die sich bis dahin vorwiegend um Beruf, Kinder und die Partnerschaft gekümmert haben, ist es genau der richtige Moment, über ihren Lebensstil nachzudenken und vielleicht doch eine bewusstere und gesündere Lebensweise anzugehen. Nun ist die Zeit, sich wieder stärker auf sich und seine Bedürfnisse zu konzentrieren. Frei von der Fruchtbarkeit und den hormonellen Zyklen kann diese Zeit als eine Phase der inneren Stärkung und Neuorientierung genutzt werden. Wichtig ist, dass jede Frau ihren eigenen Weg findet und diese Zeit als Chance nutzt, ihren Körper und Geist neu auszubalancieren, um gestärkt in die nächste Lebensphase zu starten.</span></p><p><span>Weitere Informationen finden Sie auch </span><a href="https://www.gesundleben-leipzigerland.de/artikel/wechseljahre-und-menopause/" target="_blank"><span>hier</span></a><span>.&nbsp;</span></p>]]></description><category><![CDATA[Themendienst,uk-hol,wechseljahre,Borna,Gynaekologie]]></category>
            <pubDate>Tue, 07 Jan 2025 08:09:32 +0100</pubDate>
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                        <title>Gebärmutterhalskrebs vorbeugen: Impfung vor dem ersten Sexualkontakt</title>
                        <link>https://www.sana.de/newsroom/gebaermutterhalskrebs-vorbeugen-impfung-vor-dem-ersten-sexualkontakt/</link>
                        <guid>https://www.sana.de/newsroom/gebaermutterhalskrebs-vorbeugen-impfung-vor-dem-ersten-sexualkontakt/</guid><pp:caseid>674978</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><span><strong>In Deutschland erkranken nach Angaben des Robert-Koch-Instituts jedes Jahr etwa 6.200 Frauen und rund 1.600 Männer an Krebs, der durch eine Infektion mit Humanen Papillomviren verursacht wurde. Der beste Schutz ist eine Impfung. Die Ständige Impfkommission empfiehlt die Impfung zwischen 9 und 14 Jahren vor Aufnahme erster sexueller Kontakte.</strong></span></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p><strong>Themendienst</strong></p><p><span>Eine Infektion mit humanen Papillomviren (HPV) erfolgt meist durch sexuelle Kontakte. Im Laufe des Lebens stecken sich die meisten Menschen mindestens einmal mit HPV an. Da die Infektion häufig ohne Symptome verläuft, bleibt sie oftmals unbemerkt. Es sind zahlreiche verschiedene Typen des Virus bekannt. Manche HPV-Arten können Warzen im Genitalbereich auslösen. Andere führen zu Zellveränderungen, die sich in manchen Fällen zu Krebs entwickeln können. Frauen erkranken durch HPV vor allem an Gebärmutterhalskrebs. Bei Männern kann es durch HPV-Infektionen zu Tumoren im Mund-, Rachen-, Genital- und Analbereich kommen.</span></p><h2><span>Risikofaktoren für Gebärmutterhalskrebs</span></h2><p><span>Es gibt über 200 HPV-Typen, die in Hochrisiko- und Niedrigrisikotypen unterteilt werden können. Davon sind vor allem die Hochrisikotypen 16 und 18 mit einem erhöhten Risiko für Gebärmutterhalskrebs verbunden.</span></p><p><span>Risikofaktoren für Gebärmutterhalskrebs:</span></p><ul><li data-list-item-id="e72a20280238a782146c37d10a4d6b74f"><span>Sexuell übertragene humane Papillomviren (HPV)</span></li><li data-list-item-id="e3d0b7f787bcabdc8f6da1e39ffedaed3"><span>Rauchen</span></li><li data-list-item-id="e1f3a47a41fa4fe0192ebc48a1cbe6a6a"><span>Andere sexuell übertragbare Erreger (z. B. Herpes-simplex, Chlamydien)</span></li><li data-list-item-id="efcb20474296f8c1883ae788a92f96d94"><span>Früher Beginn der sexuellen Aktivität, viele Geburten und ein stark geschwächtes Immunsystem</span></li><li data-list-item-id="e78389dfffdd46ddf2bb38c4ab4b0f198"><span>Bestimmte erbliche Faktoren fördern möglicherweise die Entwicklung eines Zervixkarzinoms.</span></li></ul><p>&nbsp;</p><img src="https://content.presspage.com/uploads/2914/be611a46-e669-4c09-9669-b4ced17a726b/1920_241025-christineibold.jpg?70059"><h2><span>Impfung gegen Krebs</span></h2><p><span>Jährlich gibt es deutschlandweit rund 60.000 Fälle von HPV-bedingten Gebärmutterhalskrebs-Vorstufen und insgesamt etwa 7.800 Krebserkrankungen bei Frauen und Männern, die durch humane Papillomviren ausgelöst werden. „Der beste Schutz gegen die Infektion mit den gefährlichen HP-Viren ist eine Impfung. Damit ist sie aktuell eine der wichtigsten Impfungen, die gegen eine bestimmte Krebserkrankung wirksam ist“, erklärt Dr. Christine Ibold, Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe der Sana Kliniken Leipziger Land in Borna. Die Stiko empfiehlt die Impfung sowohl für Mädchen als auch für Jungen im Alter zwischen 9 und 14 Jahren, idealerweise vor dem ersten Sexualkontakt. Christine Ibold: „Aber selbst Frauen nach Sexualkontakt oder auch Frauen, bei denen bereits auffälliges Gewebe am Gebärmutterhals entfernt wurde, profitieren von einer HPV-Impfung.“ Inzwischen kann gegen sieben verschiedene HPV- Hochrisikotypen (und zwei Niedrigrisikotypen) geimpft werden.</span></p><p><span>Bis zum 14. Lebensjahr erfolgt die Impfung in zwei Dosen mit einem Abstand von fünf bis zwölf Monaten. Bei älteren Jugendlichen zwischen 15 und 17 Jahren empfehlen Experten drei Impfungen. Die zweite Impfung sollte dem möglichen Impfschema nach ein bis zwei Monate nach der Erstimpfung erfolgen, die dritte nach sechs bis zwölf Monaten.</span></p><h2><span>Akzeptanz der Eltern ist unterschiedlich</span></h2><p><span>Eine kürzlich veröffentlichte systematische </span><a href="https://bmcwomenshealth.biomedcentral.com/articles/10.1186/s12905-024-03377-5" target="_blank"><span>Übersichtsarbeit</span></a><span> in der wissenschaftlichen Zeitschrift BMC Women's Health zeigt, dass die elterliche Akzeptanz für eine HPV-Impfung in verschiedenen Ländern sehr unterschiedlich ist. Grundsätzlich ist die Bereitschaft der Eltern, insbesondere der Mütter, zur HPV-Impfung bei Töchtern größer als bei Söhnen. Häufige Gründe für eine Ablehnung der HPV-Impfung sind Sorgen vor unerwünschten Nebenwirkungen und Ängste in Bezug auf die Sicherheit der Impfung. „Aus unserer Sicht ist es daher sehr wichtig, immer wieder Aufklärungsarbeit zu leisten und Eltern sowie die Jugendlichen zu informieren“, erklärt Dr. Christine Ibold, Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe der Sana Kliniken Leipziger Land in Borna.</span></p><h2><span>Was der Schutzimpfung im Wege steht</span></h2><p><span>Mit dieser Frage beschäftigten sich Expertinnen der </span><a href="https://www.aeggf.de/" target="_blank"><span>Ärztlichen Gesellschaft zur Gesundheitsförderung e. V.</span></a><span> in einem aktuellen </span><a href="https://www.aeggf.de/frontend/media/textures/frauenarzt-07-2024.pdf" target="_blank"><span>Beitrag</span></a><span>. Sie organisiert unter anderem Präventionsveranstaltungen in Schulen, klärt Teenager auf und beantwortet wichtige Fragen. Die größten Barrieren sind Unwissenheit und unbegründete Ängste.</span></p><h2><span>Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs</span></h2><p><span>Zu den wichtigen Vorsorgeuntersuchungen beim Gynäkologen zählt die Früherkennung eines Zervixkarzinoms – auch bekannt als Gebärmutterhalskrebs. Gesetzlich krankenversicherte Frauen haben ab einem Alter von 20 Jahren Anspruch darauf. Neben einer Tastuntersuchung streicht die Frauenärztin oder der Frauenarzt bei dieser Untersuchung Schleimhautzellen am Gebärmutterhals und Muttermund ab. Diese werden anschließend im Labor untersucht und in verschiedene Kategorien eingeteilt. „Dieser Abstrich nennt sich PAP-Test. Werden dabei Zellveränderungen festgestellt, die beobachtet werden müssen, können die Frauen im nächsten Schritt zu uns in die Dysplasie-Sprechstunde überwiesen werden“, erklärt Christine Ibold. „Hier kümmern wir uns engmaschig um die Frauen, bestellen sie gegebenenfalls auch mehrmals im Jahr ein, um den Verlauf zu beobachten und sofort reagieren zu können, sollten die Veränderungen rasch voranschreiten.“ Den HPV-Test können Frauenärzte ab dem 35. Lebensjahr vornehmen.</span></p><h2><span>Dysplasie-Sprechstunde</span></h2><p><span>Wenn beim PAP-Abstrich oder einem HPV-Test auffällige Befunde entdeckt werden, überweisen niedergelassene Gynäkologen die Frauen meist in eine Dysplasie-Sprechstunde. (Dysplasie = Zellveränderungen). Mithilfe spezieller Untersuchungen und einer intensiveren Betreuung sollen Vorstufen von Krebs am Gebärmutterhals schneller erkannt und behandelt werden, noch bevor sie sich zu Krebs entwickeln.</span></p><p><span>Sollten die Befunde auffällig sein, ist oft eine Konisation nötig: „Dabei handelt es sich um einen kegelförmigen Schnitt, mit dem das auffällige Gewebe am Gebärmutterhals entfernt wird“, erklärt die Medizinerin. Eine Konisation wirkt sich nicht auf die Fruchtbarkeit aus. Allerdings kann der Eingriff ein Risiko für eine Frühgeburt darstellen. „Patientinnen mit Kinderwunsch werden diesbezüglich besonders aufgeklärt und in der Schwangerschaft beobachtet.“</span></p><p><span><strong>Weitere Informationen</strong></span></p><p><a href="https://www.krebsinformationsdienst.de/krebs-vorbeugen/krebsrisiko-hpv" target="_blank">HPV und Krebs | DKFZ - Krebsinformationsdienst</a></p><p><a href="https://www.krebsinformationsdienst.de/fileadmin/pdf-dateien/informationsblaetter/iblatt-hpv-allgemein.pdf?m=1656325207&" target="_blank">Informationsblatt: Humane Papillomviren (krebsinformationsdienst.de)</a></p><p><a href="https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Impfen/Materialien/Faktenblaetter/HPV.pdf?__blob=publicationFile" target="_blank">Faktenblatt zur HPV-Impfung (rki.de)</a></p><p><a href="https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/Impfen/HPV/FAQ-Liste_HPV_Impfen.html" target="_blank">RKI - Impfungen A - Z - Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ) zu Erreger und Impfung</a></p><p><i>Symbolbild: Canva / anilakkus von Getty Images Signature</i></p>]]></description><category><![CDATA[Themendienst,uk-hol,HPV,Gebaermutterhalskrebs,Borna,Gynaekologie]]></category>
            <pubDate>Tue, 07 Jan 2025 08:03:00 +0100</pubDate>
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